Horst D. Deckert

Lampedusa-Fähre nach Infektion an Bord gesperrt

Es handelt sich um das Fährschiff, das regelmäßig illegale Einwanderer von Lampedua nach Sizilien bringt

Die Fähre „Sansovino“, die seit Monaten Bootsladungen illegaler Einwanderer zwischen Lampedusa und Porto Empedocle befördert, musste gestern Abend vor Anker bleiben, weil erneut ein Besatzungsmitglied positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Der infizierte Mann wurde offenbar verlegt und in einer speziellen Einrichtung isoliert untergebracht. Die übrigen Besatzungsmitglieder blieben in Quarantäne auf dem Schiff, das von den Gesundheitsbehörden effektiv blockiert wurde.

Natürlich gab es Beschwerden von Einwohnern und Touristen aus Agrigento, die am Kai von Porto Empedocle standen, um sich nach Linosa oder Lampedusa einzuschiffen. Auch die Polizei griff ein, um eine Eskalation der Unruhen zu verhindern.

Das Fährschiff „Sansovino“ wurde gestoppt und die für heute Vormittag geplante Überführung von weiteren 110 illegalen Einwanderern aus dem Hotspot Lampedusa abgesagt. Nach den gestrigen Transfers mit denselben Fähren und dem Quarantäneschiff „Aurelia“ befanden sich noch 691 illegale Einwanderer in der Erstaufnahmeeinrichtung, obwohl die maximale Kapazität bei 250 liegt. Im Morgengrauen transferierte jedoch ein Patrouillenboot der Guardia di Finanza 50 „Schutzsuchende“, die in Porto Empedocle an Land gehen werden.

Quelle: VoxNews


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