Horst D. Deckert

Leserbriefe zu „Sturmgeschütz des Denunziantentums: SPIEGEL ruft zu Wachsamkeit gegenüber russischen Nachbarn auf – „Hacker, Spione, Killer““

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Florian Warweg weist hier auf einen Spiegel-Artikel von Melanie Amann hin, der ein weiterer „Tiefpunkt im immer rasanteren journalistischen Abstieg des einst renommierten Nachrichten-Magazins“ sei. Darin werde diese Botschaft vermittelt: „Egal wie nett Ihr Nachbar, Freund oder Kollege auch erscheint, wenn es sich dabei um einen Russen handelt, ist er im Zweifel ein gut getarnter Agent beziehungsweise im SPIEGEL-Framing ein Hacker, Spion oder Killer“. Die behauptete Enttarnung einer ‚russischen Topagentin‘ durch „den SPIEGEL sowie die „Investigativplattformen“ Bellingcat und The Insider“ sei „mehr Schein als Sein“. Im weiteren Verlauf des Artikels wird offensichtlich, dass es eigentlich keinerlei Beweise für die Behauptung des SPIEGELS gibt. Wir danken für die interessanten Leserbriefe. Christian Reimann hat sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Lieber Florian Warweg,

da haben Sie meine vollste Zustimmung!
Es ist unfassbar welche Art Journalismus der SPIEGEL betreibt.

Aus meiner Sicht die reine Kriegshetze, bösartig, verleumderisch, unsachlich.
Kampagnenjournalismus der wirklich übelsten Art.

Anders kann man das nicht bezeichnen.

Mir stellt sich die Frage, warum machen die das?

Danke für den Artikel!
Schönen Gruß!

Alexander Langenhagen


2. Leserbrief

Hallo Herr Warweg,

es ist für mich sehr traurig zu sehen, dass der deutsche Mainstreamjournalismus keine Grenzen mehr zu kennen scheint.

In diesem Falle verfasst von einer, glaubt man Wikipedia, zumindest formal hochgebildeten Frau, die noch dazu promovierte Juristin ist!

Sie müßte zumindest erahnen, was sie mit solcherart primitiver Pauschalhetze gegen Angehörige einer Nationalität anrichtet.

Tut sie wahrscheinlich auch, nimmt die Folgen aber billigend in Kauf.

Erinnert stark an finsterste Zeiten, mit dem Unterschied, dass die Täter von heute in ihrer Mehrheit harmlos und “smart” wirkende, oft junge Frauen zu sein scheinen.

Allen gemeinsam die unerschütterliche Gewissheit auf der “richtigen” Seite zu stehen.

Es ist zwar typisch für den Mainstreamjournalismus, sich um die Verantwortung der Folgen eigener Handlungen zu drücken, ich glaube aber nicht, dass das möglich sein wird.

Im Übrigen betreibt die DPA offensichtlich auch ein “Projekt” zur Enttarnung angeblicher russischer “Trolle”.

Wäre vielleicht mal eine Recherche wert.

Viele Grüße
Andrej R.


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg und Nachdenkseiten Redaktion,

Vergesslichkeit ist sehr unangenehm, wer hat vor einigen Jahren das Handy der Kanzlerin abgehört, nein , nicht GRU und FSB, sondern das war eine Aktion von unseren so geliebten transatlantischen Freunden in enger Zusammenarbeit mit GCHQ.

Denunziantentum, ja dazu fallen mir ein paar schöne Sprüche ein, die ich den Nachdenkseiten Lesern nicht vorenthalten möchte:

Verpestet ist ein ganzes Land
Wo schleicht herum der Denunziant.

Der größte Lump im ganzen Land
das ist und bleibt der Denunziant

Offensichtlich greift der Spiegel zurück auf Erfahrungen aus der dunklen Geschichte von Deutschland und der DDR.
Ich denke da an das Denunziantentum, hervorgerufen durch das Heimtückegesetz in der Zeit des Nationalsozialismus.
Die Historikerin und Erziehungswissenschaftlerin Gisela Diewald-Kerkmann bezeichnet die Denunziation in der Zeit des Nationalsozialismus als ein „spontanes und freiwilliges Massenphänomen“

Zu DDR-Zeiten die freiwilligen und unfreiwilligen Mitarbeiter des MfS.

Ich staune, welche guten Verbindungen der Spiegel zur GRU hat: Die Redaktion verfügt offensichtlich über die Seriennummern der von der GRU ausgestellten falschen Ausweise.

Der Spiegel benutzt hier die gleichen Methoden wie etwa Antony Blinken und andere Regierungssprecher:

  • Aus gut informierter Quelle
  • Wir verfügen über Beweise

Die Beweise bekommt man nie zu sehen.

Wer nachfragt bekommt dann die Antwort: Wenn wir das sagen reicht das als Beweis.

Mit freundlichem Gruss
Patrick Janssens


4. Leserbrief

Liebes NDS-Kollektiv,

oder habt Ihr Team lieber? Vorweg eine Bemerkung. Solltet Ihr den Leserbrief abdrucken wollen dann bitte nur anonymisiert. Hab genug mit den Diensten um die Ohren. Es wird zunehmend gefährlich einmal ins Fadenkreuz dieser schäbigen Schnüffler geraten zu sein.

Mit Warweg habt Ihr einen wirklich guten investigativen Reporter in Euren Reihen. Wunderbar. Dass der SPIEGEL immer mehr auf die Linie von Bellingcat (MI6+Soros) rückt, mit ihren Special Forces for False-Flag & Fake Operations ist ja nicht mehr ganz neu. Aber ein wenig verwundern tut es doch wie schnell dieses verachtenswerte Blatt vom banalen Corona-Denunziantentum zum pronounciertem Kriegstreiber geworden ist und nun auch noch den Völkischen Beobachter im Gepäck zu führen scheint. Widerlich. Diese Hetze. Rassistisch, russophob, menschenverachtend und unfassbar heuchlerisch.

In welchen Krieg sie uns treiben ist absehbar und in welchem Faschismus wir uns schon bald befinden werden ist am Verhalten der Flinten-Uschi und ihrer GesinnungskameradInnen bereits erkennbar.

Solidarische Grüße
B.L.


5. Leserbrief

Wenn jetzt schon Verweise auf Netflix-Serien zielführend sind, möchte ich nicht versäumen, hiermit auf die drei Staffeln »Berlin Station« hinzuweisen, insbesondere die erste davon, in der schön dargestellt wird, was für ein abgef***ter Laden der CIA ist – wo intern jeder gegen jeden intrigiert, jeder Leichen im Keller hat und niemand ein normales Privatleben, wo keine Beziehung ohne Hintergedanken eingegangen wird und »Kollateralschäden« und Menschenrechtsverletzungen Nebensache sind und Folter ein unvermeidliches Übel ist.

Mit freundlichen  Grüßen
I. Jüdt


6. Leserbrief

Hallo NDS, sehr geehrter Herr Warweg,

die Wahrscheinlichkeit, daß unter diesen 15 Autoren mindestens einer dabei ist, der schon längst den “Goldenen Claas” verdient hätte, ist relativ hoch. Was kann man im postfaktischen Zeitalter denn anderes machen als Märchen erzählen, wenn die Auflagen sinken?

Im Januar schrieb der SPIEGEL:

“Erfundene Fakten, fiktive Szenen: Vor drei Jahren erschütterte der Betrugsskandal um den Reporter Claas Relotius den SPIEGEL und stellte die Glaubwürdigkeit des Magazins infrage. Was hat sich seitdem geändert?”

Außer einer Ausweitung dieses Erfolgskonzeptes und der Nachahmung desselben durch andere Qualitätsmedien, denen die Abonenten weglaufen? Nicht viel, würde ich sagen.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Bichler


7. Leserbrief

Lieber Florian Warweg!
 
Wahrlich “Ein weiterer Tiefpunkt im immer rasanteren journalistischen Abstieg des einst renommierten Nachrichten-Magazins”.
 
Friedliche Grüße!
Helene+Ansgar Klein


8. Leserbrief

Da bewirbt Frau Amann, Melanie sich wohl für ihren nächsten Präsenzauftritt in einer der Premium-Talkrunden (Willner-Plasberger et al) für die Hirnamputierten in der ersten/zweiten Reihe. Es heißt, mal wieder die neuesten „kruden“ Erfindungen von ansonsten arbeitslosen Lohnschreibern zu platzieren. Von den Ausführungen Warwegs folgend ist zu entnehmen, das beim abgetakelten Sturmgeschütz fortgeschrittenes moonlighting stattfindet. Die Latte von über einem Dutzend von angeblichen Rechercheuren – wohl vornehmlich aus der Abteilung Relotius – ersatzweise exquisite Verbindungsleute…ääh…Stenographen i.S. Bellingcat u.a. kündet davon. Diese Expertise kam wir gleich bekannt vor, woher nur bloß? Treffer: Nummer 4 in Melanie A.’s durchschlagskräftiger Indizienkette: die erfundene Krebserkrankung, das kann kein Zufall sein.

Dazu muß ich etwas ausholen. Seit Anfang März dieses Jahres habe ich mir eine Pflichtsendung im TV angelacht, um den frühabendlichen ÖRR-Nachrichtensendungen aus dem Wege zu gehen, Von 18Uhr40 bis 20Uhr15, passt. Zwar immer nur eine Wiederholung, die Doppelfolge jeden Wochentagabend auf One, derzeit irgendwo bei Folge 3020 ff., die Erstausstrahlung dümpelt übrigens gerade bei 4.000. Diese wahrlich erfolgreiche Serie, zwar erst nach dem halben Jahrhundert Tatort aber gewiß noch vor der Sachsenklinik ein Ausbund der Erfüllung des Bildungsauftrages im ÖRR, Paragraph 11, Absatz1 des Rundfunkvertrages, vermag der Zuschauer da was fürs Leben mitnehmen? Lug&Trug, Mord&Totschlag, Betrug&Erpressung, ach was, jeglicher mögliche kriminelle Tatbestand bis auf Massenmord durfte schon mal verwurstet worden sein. So geht Niedertracht, aber noch was anderes, viel Bedeutsameres: grenzenlose Dummheit. Und das alles unter einem Dach, im „Sturm der Liebe“! Und letzte Woche eben der getürkte finale Leberkrebs vom aktuellen Oberhalunken Nummer 133, ja doch, bestimmt nicht der erste in den zwei Jahrzehnten der Serie. Und gerade gestern wurde er doch – nach Raub und Diebstahl ererbter Kronjuwelen gemeinsam mit der Kompagnon*in von eben dieser erschlagen und im Wald vergraben. Das mußte jetzt sein, um einmal das extrem hohe Niveau eindrucksvoll vorzuführen. Aber wie bereits vermerkt, immer noch erträglicher als Tagesschau&Heute.

Ich liege mit meiner Vermutung bestimmt nicht falsch, dass die unzähligen – jeweils im Abspann benannten – Drehbuchschreiber und Drehbuchschreiberinnen – so wie die Schauspieler und Schauspielerinnen auch – vertraglich gesicherte weitere Verwendung und Unterkommen und Auskommen zugesichert bekommen haben, im Versorgungswerk des ÖRR. Anders wäre es ja auch nicht auszuhalten (gewesen). Nicht alle werden einen Platz bei ARD&ZDF und neuerdings auch bei RTL, SAT und wie sie sonst alle heißen ergattert haben können. Insbesondere die Schreiberlinge und Schreiberling*innen dürften ihre am Fürstenhof zu Bichlheim erworbene Expertise erfolgreich auch bei den Print- und Onlinemedien, wenn nicht in der Politik zum Einsatz bringen. Ob es noch lange dauern wird, bis wir einen oder eher wohl eine von ihnen im Amte begrüßen dürfen wie beim einstigen TV-Komödianten Wolodymyr Z. Bei ihm funktioniert es doch auch wunderbar. Was heißt hier „noch dauern“, vielleicht haben wir schon längst eine solch bestens geinfluenzerte Person bzw. Personin an der richtigen Stelle. Alter, Tonfall und IQ würden passen.

Genug für heute!

Einen schönen Gruß an alle

Michael Kohle

P.S. Ein kleiner Literaturhinweis sei mir noch erlaubt. Wer es noch nicht wußte, wird es jetzt erfahren! Damit kann Jeder abends seinen eigenen Faktencheck durchführen, versprochen!

bpb.de/themen/medien-journalismus/medienpolitik/237014/bildungsauftrag-und-informationspflicht-der-medien/


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,

Heinrich Böll schrieb im Jahre 1972 im seinerzeitigen Nachrichtenmagazin “Spiegel” mit zugespitzter Polemik zu einer miesen Polit-Kampagne der “Bildzeitung”:

“Das ist nicht mehr kryptofaschistisch, das ist nicht mehr faschistoid, das ist nackter Faschismus, das ist Hetze, Lüge, Dreck.”

Heute trifft diese zugegebenermaßen zugespitzte Polemik Bölls auf das ehemalige Nachrichtenmagazin “Spiegel” zu. Dieses ruft aktuell bzgl. unserer russischen Mitbürger zu einem schäbigen Spitzel- und Denunziantentum auf. Das gab es letztmals unter “Adolf Nazi” (Helmut Schmidt) sowie bei der Stasi.

Beim “Spiegel”-Kooperationspartner, der “Rechercheplattform Bellingcat”, handelt es sich um eine schon öfters auffällig gewordene zwielichtige Plattform, die mit dem transatlantischen NATO-Umfeld kooperiert und von diesem auch finanziell ausgehalten wird. Der Terminus “Recherche” in Verbindung mit “Bellingcat” ist eine bewusste Irreführung. Ziel dieser “Recherchen” ist es stets, die meist eigensüchtigen Interessen des NATO-Establishments zu bedienen.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Kieren


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg!

Anbei wieder meine Achtung für Ihre Austestung der eigenen Schmerzgrenze. Denn wer noch den Spiegel liest, hat schon lange die Kontrolle über sein Leben verloren. Aber Sie müssen ja ab und zu.

Auf den Inhalt will ich gar nicht weiter eingehen, es ist es einfach nicht wert. Die Amann hat schon öfter solchen Stuss zusammengeschrieben. Herr Röper mag sie auch sehr. Die will ja auf ihrem Stuhl sitzenbleiben. Außerdem wären die Gelder von Bill gefährdet. Und Bellincat als Spiegelpolizeihelfer ist auch nur unseriös.

Was mir allerdings als erstes beim Thema gefälschte Identitäten einfiel, sah ganz anders aus. Die haben meistens so um die 10-12 davon. Anis Amri hatte 14. Alle kann man nicht abschieben weil, gefälschte Identität, also kein Abnahmeland. Da sollte man einfach gewissenhafter auf seine Nachbarn achten!

Beste Grüße L. Bauer 


11. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,
 
Das Desinformationsorgan „DER SPIEGEL“ ist seit Jahren für seinen „Verdacht- und Gesinnungsjournalismus“ bekannt.
Begonnen hat diese Entwicklung kurz nach Beendigung des 2.Weltkriegs. Durch Britische Fürsprache wurde die Gründung des Magazins abgesegnet.

Was sich aber dann in den Redaktionsstuben wiederfand, waren Herren mit „Brauner Vergangenheit“. Nicht gerade Aushängeschilder für ein „Demokratisches Blatt“.
Aber man ließ sie gewähren und sie setzten ihre „Art des Journalismus“ – Verkappte Gegner einer Demokratischen Republik – jahrelang fort.

Aber was viel schlimmer wog, es setzte ein ähnlicher Trend wie in der Nachkriegsjustiz ein.
Die Tradierung von NS-Gedankengut auf die  Ausbildung von jungen Redakteuren.
Daraufhin angesprochen fiel dem Herausgeber Augstein nichts anderes ein, als lauthals zu betonen, das auch andere Zeitungen und Magazine Nazis als Redakteure beschäftigten.
Basta und aus  .  .  .
 
Was als nächstes kam, war die HARTZ-IV Kampagne, zur Schaffung eines Billiglohn-Sektors in Deutschland, durch Gerhard Schröder.
Der damalige  Kanzler war der „Liebling“ des SPIEGELS.
Seine Kampagne wurde konsequent vom SPIEGEL begleitet und kommentiert.
Die Stigmatisierung von Millionen billigend in Kauf genommen.
Draufschlagen und Nachtreten sind bekannte Verhaltensmuster beim SPIEGEL.
 
Der Höhepunkt fand in den „LÜGEN-GESCHICHTEN“ des Lieblings der Chefetage, Class Relotius, statt.

Obwohl immer wieder Hinweise auftauchten, dass diese Geschichten erfunden sein müssen, wurden tapfer weiter und weiter Preise und Auszeichnungen eingeheimst. Besoffen vor „Erfolg“  .  .  .bis es knallte.

Bis dahin hatte das Magazin nicht nur Hunderttausend von Lesern und Abonnenten eingebüsst, sondern auch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit.

Andere Deutsche Blätter stellten auf Monate ihre Kooperation mit dem SPIEGEL ein.
Die Auflage sank ständig, Werbekunden zogen sich zurück  .  .  . ergo .  .  .  schwere Wirtschaftliche Verluste.
 
Aber der SPIEGEL holte sich nebenbei Journalistischen Beistand aus der Schweiz.
Dieser Beistand treibt das Magazin immer weiter nach Rechts. Wobei davon niemand etwas wissen will.
Doch die Verfasser entlarven sich selber am besten.
 
Um die Schwindende Auflage zu retten, ist man nun völlig auf die Seite des Systems gewechselt, die eigentlich durch Magazine, wie den SPIEGEL, kontrolliert sein sollten.
Der Trend des SPIEGELS geht zur „Zweit-Meinung Anderer“  .  .  .  z.B. obskure Plattformen wie der von „The Bellingcat“ oder „The Insider“. Wer dahinter steckt sind Fake-NEWS „Bellingcat blamiert sich mit Fake-Leak über OPCW“ ( aus Telepolis.de 06. November 2020 Harald Neuber )
Wer solche Partner hat, kann nicht mit Nachsicht rechnen.

Dasselbe passierte mit Marianna Vishemirskaya, deren Bilder um die Welt gingen. Hier Beteiligten  sich DER SPIEGEL und die BBC an einer Schmierenkomödie.

Was einst als Demokratisches Polit-Magazin angesehen wurde, erfüllt es heute nicht mal ansatzweise.
Aus diesem Grund ist der “BILD-ZEITUNGSSTIL” bzw. Anleihen des Sensationsjournalismus nur verständlich.
Mit billigen Rassismus Kasse machen, wie bei “AXEL SP.” eben.
 
Der Versuch, eine Kampagne zu starten, um den „Blockwart von Heute“ zu installieren,kann oder wird nur bei denen verfangen, die durch Blätter wie BILD oder TAZ und SPIEGEL in ihrer Meinungsbildung nicht mehr zu überzeugen sind.

Deshalb:

„Glaube wenig . . . Hinterfrage alles . . . Denke selbst!“

Mit freundlichen Grüssen
B. Schroeder


12. Leserbrief

Hallo!

Wenn ich schon “Recherchekollektiv Spiegel, Bellingcat und The Insider” lese bekomme ich Pusteln! 

Der Spiegel, der sich seit der Ära Aust zu einer Kampagnen-Plattform entwickelt hat, die spätestens seit 2014 stramm auf antirussischem und Pro-NATO-Kurs liegt und nie um eine Lüge verlegen ist. 

Bellingcat, das für jeden offensichtlich eine reine Veröffentlichungsplattform für britische Geheimdienste ist, deren “Recherchen” sich ausschließlich auf erklärte Gegner der britischen Geheimdienstpolitik beschränkt. Also vor allem Russland und Syrien, aber beispielsweise nicht auf die in GB gegründete und auch dort aktive konspirative und offenbar recht einflußreiche “Integrity Initiative” des “Intitute for Statecraft”, die sich unter anderem die Verhinderung Jeremy Corbyns als britischem Premierminister auf Fahnen schreiben kann. Kein Wunder, wurde diese doch von Geheimdienstlern gegründet. 

Unvergessen Bellingcats Beteiligung an der öffentlichen Verurteilung Russlands wegen des Abschusses des malaysischen Passagierflugzeuges MH17 über der Ukraine, der wohl sehr wahrscheinlich durch ukrainische Truppen erfolgte – ob aus Versehen oder mit Absicht, um es gegen Russland zu verwenden, sei dahingestellt. Jedenfalls wurden auffälligerweise alle Beweise auf eine ukrainische Beteiligung unterschlagen bzw. von Behörden und dem niederländischen Gericht ungeprüft abgewiesen. Etwa die des Herstellers der (möglicherweise) verwendeten BUK-Rakete, deren Teile das JIT auf seiner Abschluß-PK stolz präsentierte, und deren Seriennummern laut Hersteller zu einer im Jahr 1986 an die ukrainische SSR gelieferten Rakete passen. Es wurde nie überprüft, obwohl der Hersteller dem JIT dies ausdrücklich angeboten hatte!
 
Oder im Fall Skripal, als Bellingcat die zugegebenermaßen rätselhaften russischen “Salisbury-Touristen” Petrow und Boschirow des Anschlages bezichtigte. Da hatte Bellingcat nicht nur die Paßnummern der vermeintlichen “GRU-Agenten” parat, sondern auch Aufnahmen der internen Überwachungskameras der britischen Einreisebehörde vom Flughafen in London! Deren Verfügbarkeit erklärte der Gründer und Chef der Sofaermittler, Elliot Higgins in der eigenbeweihräuchernden “Doku” mit dem Titel “Truth in a post-truth world” allen Ernstes damit, daß man sich diese Aufnahmen bei Google-Streetview heruntergeladen hätte!! 
Kommentar überflüssig! 

Und schließlich “The Insider”. Ein Blog eines in Moskau lebenden Russen, der immer “paßgenau” Daten von russischen Paßdatenbanken, Bewegungsdaten von Telekommunikationsanbietern und Flugbuchungsdaten parat hat, um Bellingcats “Recherchen” zu belegen. Daten die, wenn sie echt wären, illegal erworben und zudem Geheimnisverrat wären, was eine sofortige Verhaftung des Blog-Betreibers Roman Dobroschotow zur Folge hätte. Er lebt aber noch immer unbehelligt in Moskau und erfreut sich seiner Blogger-Tätigkeit, für die er nach eigenem Bekunden unbedingt 10.000 Dollar im Monat benötigen würde – und offenbar auch erhält. Von wem, stellt sich die Frage?

Und diese “Troika des investigativen Journalismus” liefert offenkundig, wie bestellt. So beispielsweise im Frühjahr 2021, als Tschechien auf einmal Russland für die Explosion zweier Munitionsdepots im Jahr 2014 verantwortlich machte, woraufhin die eine Woche später geplante Reise des Innenministers nach Moskau zwecks Verhandlungen über die Lieferung des Covid-Impfstoffes “Sputnik V” gecancelt wurde. 
Schon drei Tage später präsentierte das “Recherchekollektiv Spiegel, Bellingcat und The Insider” in einer Titelstory die komplette “Verschwörung”. Mit allen, eigentlich nur von Geheimdiensten zu ermittelnden Daten wie Handybewegungsprofilen, Flugbuchungsdaten (diesmal auch innerhalb der EU!), Paßdaten etc. pp. Und wer waren die Verantworlichen? Die angeblichen Skripal-Attentäter “Petrow und Boschirow”!  

Wer auch sonst? Putin hat ja nur die zwei! 
Und ja, Ermittlungsbehörden, Staatsanwaltschaften und Polizei können wir einstampfen! Wir haben doch Spiegel, Bellingcat und The Insider! 

Sarkastische Grüße, Ole


13. Leserbrief

Liebes Nachdenkseiten-Team,

zum genannten Spiegel-Artikel fällt mir eigentlich nur eines ein, nämlich StGB § 130 Volksverhetzung. Mindestens der erste Absatz scheint geradezu für solche Fälle geschrieben zu sein:

“1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder

2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.”

In normalen Zeiten wären solche Artikel eher ein Fall für den Staatsanwalt als für Medienkritik.

Und zur Netflix-Reihe sage ich nur mal “Winnetou”. Aber letzteres ist ja schließlich keine amerikanische Serie…


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