Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Nehammer mittendrin: Diese Politiker holen sich beim WEF-Treffen neue Vorgaben ab

Am heutigen Sonntag begann das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos – und dauert bis Donnerstag. Erster Vortragstag ist der Montag – und es wartet ein dichtgedrängtes Programm. Das Portfolio reicht von Zensur-Ideen über digitale Zentralwährungen, den Ausbau künstlicher Intelligenz, neuen Pakten für die Machtmehrung der Eliten unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit. Auch die Chancen der Ukraine-Krise für die Globalisten kommen aufs Tapet. Das Treffen wird einmal mehr ein Schaulaufen für Politiker weltweit, die sich dort traditionell ihre Inspiration abholen.

Nehammer, Scholz, Mehrheit der EU-Staatsspitzen

Für Österreich wird es spätestens am Mittwoch, den 25. Mai spannend, wenn auch ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer eine Rede hält, nachdem er schon am Abend zuvor an einem Plenum über die “globale Rolle Europas” teilnimmt. Einen Tag später folgt der Auftritt von Amtskollege Olaf Scholz (SPD). Dieser ist nicht der einzige Vortragende der deutschen Bundesregierung; Grünen-Chef Robert Habeck spricht schon am Montagmorgen über Energiethemen. Ohne Vortrag ist hingegen seine Kollegin an der Parteispitze, Annalena Baerbock, die einst die WEF-“Junge Weltführer”-Kaderschmiede durchlief.

Es sind nicht die einzigen EU-Staats- und Regierungschefs, die sich ihre Vorgaben abholen. So kommen etwa auch Kyriakos Mitsotakis (Griechenland), Eduard Heger (Slowakei), Kiril Petkow (Bulgarien), Mark Rutter (Holland), Micheál Martin (Irland), Alar Karis (Estland), Xavier Bettel (Luxemburg), Pedro Sanchez (Spanien), Alexander De Croo (Belgien), Gitanas Nauseda (Litauen), Andrzej Duda (Polen) und Egils Levits (Finnland). Damit ist die Mehrheit der EU-Staaten hier vertreten. Großer Abwesender ist diesmal der WEF-“Junger Weltführer” Emmanuel Macron, in früheren Jahren Stammgast. In vielen dieser Länder sind auch weitere Minister Teil der Delegation.

Bereits in den ersten beiden Tagen stehen viele entlarvende Veranstaltungen auf dem Programm:

Nicht Europa, die ganze Welt soll es sein…

Doch natürlich wollen Globalisten weltweit wirken – und so verwundert es kaum, dass auch Länder Georgien, Moldawien, Aserbaidschan, Bangladesch, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Nordmazedonien, die Elfenbeinküste, China, Indonesien, Indien, Kolumbien, der Irak, Tunesien, Vietnam, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Marokko oder Peru mit Präsidenten, Premiers oder Ministern in Schlüsselressorts vertreten sind.

Und auch wenn US-Präsident Joe Biden nicht kommt – sechs Senatoren beider Parteien nehmen an WEF-Veranstaltungen teil. Ebenfalls mit an Bord: Der nigerianische Digitalminister, unter dessen Ägide zuletzt dutzenden Millionen Bürgern die Handys gesperrt wurden, weil sie sich nicht die digitale Identität ihrer Regierung abholten (Wochenblick berichtete).

Große ukrainische Delegation für den “Great Reset”

Eines der Länder – gemeinsam mit Indien und Indonesien, das die stärkste Abordnung stellt, ist aber zweifellos die Ukraine. Neben Machthaber Wolodymyr Selenski und Kiew-Bürgermeister Witali Klitschko sind auch Außenminister Dmytro Kuleba und Andrij Jermak, der Leiter des Präsidialamtes mit von der Partie. Dazu kommt eine gute Handvoll von “Experten” des WEF-Außenpostens “Global Shapers Kyiv Hub”. Ebenfalls “gestalten” wollen wohl die Bürgermeister von Miami und Stockholm, die sich über die “post-pandemische Stadt” austauschen dürfen.

Keine halben Sachen will Klaus Schwab in der Ukraine machen:

Weltenlenker zwischen EU-Kommission, Pharma und NATO

“Eine Ebene höher” anzusiedeln sind wohl die Auftritte mehrerer Vertreter der EU-Kommission, darunter Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der “Vizepräsident für den European Green Deal”, Frans Timmermans oder Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Sie alle treffen auf so illustre Vertreter wie Bill Gates, Stéphane Bancel (Moderna), Albert Bourla (Pfizer), Iskra Reic, Leif Johansson (beide Astra Zeneca) oder EZB-Chefin Christine Lagarde, die als treibende Kraft hinter eines zentralisierten Digital-Euros gilt – der wohl irgendwann alternativlos sein wird. Auch Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz (MSC), auf der im Vorjahr ein Affenpocken-Planspiel durchgespielt wurde, ist Teil eines Plenums.

Um auch über die Politik hinaus in alle Bereiche zu wirken, lud das WEF auch FIFA-Präsident Gianni Infantino ein. Dass es nicht nur um wirtschaftliche und politische Themen geht, zeigt auch der Auftritt von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Es ist eine illustre Runde, die im Kreise von “Stakeholdern” eine Neuordnung der Welt im Sinne der globalen Eliten vorantreiben sollen. Und das sind nur jene Namen, die offiziell an Veranstaltungen teilnehmen. Die wahren Entscheidungen fallen aber bekanntlich bei der Mauschelei auf den Gängen und im Hinterzimmer. Insgesamt kommen etwa 2.500 Gäste zum diesjährigen WEF-Treffen.

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