Von WOLFGANG HÜBNER | Gerade hat Alice Weidel die überfällige Brandmauer der AfD gegen den Wahlbetrüger Friedrich Merz errichtet. Das ist die positive Nachricht. Doch die AfD ist leider auch immer wieder für eine schlechte Nachricht gut. Schuld daran sind aktuell der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Rüdiger Lucassen, sowie sein AfD-Kollege vom Arbeitskreis Verteidigung, Hannes Gnauck: Lucassen, früherer Oberst der Bundeswehr, sowie der ehemalige Oberfeldwebel Gnauck, plädieren nicht nur für einen „eigenen nuklearen Schutzschirm“ Deutschlands, sondern auch für „eigene Atomwaffen und Wehrpflicht – auch für Frauen“.
Dass zumindest Lucassen diese Äußerungen gegenüber dem extrem AfD-feindlichen Nachrichtenportal t-online gemacht hat, macht seine Stellungnahme noch schädlicher für seine Partei. Sehr viele Deutsche, vor allem in Mitteldeutschland, haben der AfD am 23. Februar ihre Stimme auch und gerade deshalb gegeben, weil sie im Bundestag eine Stimme des Friedens und der Vernunft haben wollten. Niemand unter den AfD-Wählern braucht neben den notorischen Kriegstreibern, Militaristen und Russlandhassern in den etablierten Parteien jetzt auch noch Hofreiters, Kiesewetters und Strack-Zimmermanns von den Alternativen.
Gerade in der jetzigen Lage geschürter Panik wegen der veränderten amerikanischen Ukrainepolitik ist jede Stellungnahme aus der AfD sehr sorgfältig zu erwägen und abzustimmen. Es bleibt die Hoffnung, dass weder der für seine militaristischen Tendenzen einschlägig bekannte Lucassen noch Gnauck, der kürzlich eiskalt den von ihm geführten Jugendverband der Partei für die eigene politische Karriere verraten hat, sich nicht mit den Fraktionsvorsitzenden Weidel und Chrupalla bei diesem Thema abgesprochen haben. Sowohl Lucassen als auch Gnauck müssen umgehend von den Fraktionschefs zurückgepfiffen werden.
Wolfgang Hübner.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar.

