Blog-Seite
Wie schlimm ist die Krise der chinesischen Wirtschaft?
Interview von Russlands Außenminister Sergej Lawrow mit dem Journal „International Affairs“
UNSER MITTELEUROPA veröffentlicht hier das ungekürzte Interview des russische Außenminister Sergej Lawrow mit dem Journal „International Affairs“ exklusiv auf Deutsch.
Die Welt in einer Konfrontation der Globalisierungskonzepte
Frage: Die Welt befindet sich in einer Phase der Konfrontation bezüglich verschiedener Globalisierungskonzepte: Russlands und Chinas Ansichten als generell nicht-westlicher Ansatz bilden einen Gegensatz zur westlichen Hegemonialpolitik. War dies aufgrund zivilisatorischer Unterschiede bzw. unterschiedlicher Herangehensweisen in Bezug auf Gewaltanwendung und internationales Recht sowie unterschiedliches Verständnis der Rolle internationaler Institutionen unvermeidlich? Wie sehen Sie die Rolle und den Auftrag Russlands im Kontext der aktuellen Herausforderungen?
Sergej Lawrow: Ich pflichte dem ganz bei, dass das Konzept westlicher Hegemonie, welches die Vereinigten Staaten und die ihnen untergeordneten Ländern vertreten, für keine harmonische Entwicklung der gesamten Menschheit steht. Vielmehr müssen wir uns mit dem unaufhörlichen Streben einer westlichen Minderheit, die nach militärischer, politischer, finanzieller und wirtschaftlicher Expansion strebt, auseinandersetzen. Nur die Slogans ändern sich: Sie sagen, die Globalisierung, dann die Verwestlichung, die Amerikanisierung, die Universalisierung, die Liberalisierung usw. zu fördern. Aber der Kern bleibt derselbe: Sie streben danach, jeden unabhängigen Akteur unterzukriegen, um diesen zu zwingen nach den für den Westen vorteilhaften Regeln zu spielen.
Heute lässt sich nicht mehr leugnen, dass Amerikaner und ihre Satelliten versuchen, die natürliche Entwicklung der internationalen Beziehungen unter Herausbildung eines multipolaren Systems zu verlangsamen oder sogar umzukehren. Sie scheuen sich nicht, unangemessene und illegale Methoden anzuwenden. Dies schließt die Anwendung von Gewalt oder einseitigen Sanktionen, die nicht vom UN-Sicherheitsrat gebilligt werden, ein, sowie Informations- und psychologische Kriegsführung etc., um die Welt nach ihren Vorstellungen zurechtzubiegen.
Der heutige Westen wird von Leuten wie Josep Borrell angeleitet, die die Welt in einen blühenden „Garten“ und einen „Dschungel“ einteilen, wobei Letzteres eindeutig auf den Großteil der Menschheit zutrifft. Ich wage zu behaupten, dass diese rassistische Weltsicht sie sicherlich daran hindert, den Beginn der Multipolarität zu akzeptieren. Das politische und wirtschaftliche Establishment in Europa und den Vereinigten Staaten befürchtet zu Recht, dass der Übergang zu einem multipolaren System schwerwiegende geopolitische und wirtschaftliche Verluste und die endgültige Demontage der Globalisierung in ihrer derzeitigen, nach westlichem Muster gestalteten Form, nach sich zöge. Sie fürchten vor allem, ihre Möglichkeiten einzubüßen, den Rest der Welt weiter ausbeuten und ihr eigenes Wirtschaftswachstum auf Kosten anderer entsprechend ankurbeln zu können.
Die derzeitige Generation westlicher Politiker machte keinen Hehl daraus, sich der Logik der historischen Entwicklung zu verweigern und lieferte den Beweis ihres professionellen Niedergangs samt dem Verlust ihrer Fähigkeit, aktuelle Ereignisse richtig zu analysieren und künftige Trends vorab einzuschätzen. Die mangelhaft angelegte Politik der Vereinigten Staaten und ihrer Trabanten hat die gegenwärtige Verschärfung der internationalen Lage unausweichlich gemacht, obwohl wir uns jahrelang bemühten, das zu verhindern, was ein weiterer Ausdruck besagten Niedergangs darstellt. Ich spreche von der umfassenden Krise europäischen Sicherheit, für die ausschließlich unsere vormaligen Partner verantwortlich zeichnen.
In diesem Zusammenhang sieht das moderne Russland seine Aufgabe darin, ein globales Gleichgewicht der Interessen zu ermöglichen und eine gerechtere Architektur der internationalen Beziehungen herzustellen. Das aktualisierte außenpolitische Konzept Russlands, das Präsident Wladimir Putin am 31. März 2023 verabschiedet hat, legt unsere Politik in systematischer Weise dar.

Wir glauben, dass die Schaffung günstiger Bedingungen für eine friedliche und stete Entwicklung der Menschheit auf der Grundlage einer einheitlicheren Agenda eine universelle Priorität zukommen sollte: Eines unserer Hauptziele in dieser Hinsicht ist die Wiederherstellung der Fähigkeit der UNO, eine zentrale Rolle bei der Koordinierung der Interessen ihrer Mitgliedstaaten zu spielen.
Wir sind mit diesem Bestreben nicht allein. Immer mehr Länder im globalen Süden und Osten werden sich ihrer nationalen Interessen bewusst. Sie beginnen, diese zu formulieren und eine Politik zu verfolgen, die auf die Durchsetzung dieser Interessen im Geiste der internationalen Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Diese Staaten setzen sich zunehmend für die Schaffung einer gerechteren Weltordnung ein, indem sie die bestehenden Interaktionsformate reformieren oder neue schaffen, um spezifische Probleme in den Bereichen Sicherheit und Entwicklung anzugehen. Wir unterstützen diesen Trend, denn wir sind uns darüber im Klaren, dass dieser die Zukunft prägt.
Frage: Die britische Premierministerin Margaret Thatcher sagte anlässlich ihres Besuchs in Moskau im Jahr 1987: „Die nukleare Abschreckung ist seit 40 Jahren die beste Friedenspolitik.“ Heute wird die Möglichkeit des Einsatzes von Atomwaffen in der Öffentlichkeit breit diskutiert. Einige Diskussionsteilnehmer sind der Meinung, dass die Einsatzschwelle angesichts der Bedrohung der Existenz Russlands herabgesetzt wurde. Andere halten diesen Ansatz für absolut inakzeptabel. Was ist Ihre Meinung zu diesem Punkt?
Sergej Lawrow: In der Tat ist in letzter Zeit viel über die Rolle von Atomwaffen in der russischen Außenpolitik gesprochen worden. Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Bedingungen für ihren möglichen Einsatz durch Russland gemäß einer Doktrin in Form von Dokumenten festgelegt ist. Es ist wichtig zu verstehen, dass die russische Politik der nuklearen Abschreckung auf rein defensive Natur angelegt ist. Sie zielt darauf ab, die Nuklearwaffenkapazitäten auf einem Mindestniveau zu halten, um den Schutz der Souveränität und territorialen Integrität des Landes zu gewährleisten und eine Aggression gegen Russland und seine Verbündeten zu verhindern.
Im Kontext der Abschreckung ist der Besitz von Kernwaffen heute die einzig mögliche Antwort auf bestimmte relevante externe Bedrohungen der nationalen Sicherheit. Die Entwicklungen in und um die Ukraine haben bestätigt, dass unsere Besorgnis begründet ist. Ich möchte Sie daran erinnern, dass die NATO – eine Organisation ist, die sich selbst zu einem Atombündnis ermächtigte – den Grundsatz zur Unteilbarkeit der Sicherheit grob verletzte und die „strategische Niederlage“ Russlands in ihren Fokus rückte. Der kollektive Westen hat die uns aufgezwungenen Vergeltungsmaßnahmen zum Schutz unserer äußeren Sicherheit zum Vorwand genommen, auf einen heftigen Konfrontationskurs überzugehen und eine Reihe von Mitteln hybrider Kriegsführung gegen uns in Anschlag zu bringen.
Eine große Gefahr im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt besteht darin, dass die Vereinigten Staaten und NATO-Länder sich auf eine Konfrontation vorbereiten und dabei Gefahr laufen, in einen direkten bewaffneten Zusammenstoß unter Atommächten zu geraten. Wir sind der Meinung, dass diese Entwicklung verhindert werden kann und muss. Deshalb müssen wir alle an die Existenz der enormen militärischen und politischen Risiken erinnern und unseren Gegnern ernüchternde Signale senden.
Ich möchte betonen, dass sich unser Land voll und ganz dem Grundsatz, dass ein Atomkrieg inakzeptabel wäre, verpflichtet fühlt und davon ausgeht, dass es in einem solchen Krieg keine Gewinner geben kann. Deshalb darf ein solcher Krieg niemals geführt werden. Die Staats- und Regierungschefs von fünf Atommächten haben besagte Botschaft in einer gemeinsamen Erklärung vom 3. Januar 2022 bekräftigt. Unter den gegenwärtigen Bedingungen hat dieses Dokument zusätzlich an Bedeutung gewonnen: Aus dieser Logik ergibt sich, dass jede militärische Konfrontation zwischen Atommächten, die zu einem nuklearen Konflikt eskalieren könnte, unbedingt zu verhindern wäre. In der derzeitige Phase ist es daher von entscheidender Bedeutung, dass sich jeder Nuklearstaat an die Abmachungen hält und maximale Zurückhaltung walten lässt.
Frage: Russland und der Westen stehen am Rande eines direkten Zusammenstoßes. Meinen Sie nicht, dass die Propagierung antirussischer Gefühle ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat? Was beurteilen Sie die Gefahr einer Eskalation der Spannungen? Könnte es zu einer Wiederholung der tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts mit seinen beiden Weltkriegen kommen?
Sergej Lawrow: In der Tat haben die westlichen Länder in den letzten Jahrzehnten buchstäblich alle Register gezogen, als sie vortäuschten, zivilisierte und besonnene internationale Partner abzugeben. Es gibt jedoch auch eine Kehrseite der Medaille, denn die globale Mehrheit hat das wahre Gesicht derjenigen erkannt, die so weit gingen, das Monopol ihrer Definition zu den genannten universellen Werten durchzusetzen.
Viele unserer vormaligen Partner hielten ihr russophobes Verhalten hinter der Maske ihrer Heuchelei verborgen, aber haben jetzt ihr wahres Gesicht in seiner ganzen «Pracht» gezeigt, wenn ich das so sagen darf. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass dies nicht erst seit gestern der Fall ist. Seit vielen Jahren verwandeln sie unser Nachbarland auf zynische Weise in ein feindliches militärisches Bollwerk gegen Russland, indem sie eine ganze Generation von Politikern heranziehen, die bereit sind, unserer gemeinsamen Vergangenheit, unserer Kultur und generell allem Russischen den Krieg zu erklären.
Die westlichen Hauptstädte haben offen zugegeben, dass die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts nie Teil ihres Plans war. Vielmehr wollten sie nur Zeit gewinnen, um ein militärisches Szenario vorzubereiten und Waffen an Kiew zu liefern.
Ich denke, das Wesentliche, was wir in diesem Zusammenhang verstehen müssen, ist, dass der Westen unser Land als ernsthaften geopolitischen Rivalen ausschalten will. Aus diesem Grund haben Washington und Brüssel einen hybriden Krieg gegen uns entfesselt. Darüber hinaus sind wir einem Sanktionsdruck von noch nie dagewesenem Ausmaß ausgesetzt. Die Amerikaner haben sowohl die Peitsche als auch das Zuckerbrot eingesetzt, um unsere Partner von der wirtschaftlichen und sonstigen Zusammenarbeit mit Russland abzuhalten. Sie haben nicht gezögert, subversive Methoden anzuwenden und Sabotageakte zu verüben, wie im Fall der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee. Sie unternehmen auch gewaltige Anstrengungen, um Russland von internationalen Kooperationen in den Bereichen Kultur, Bildung, Forschung und Sport auszugrenzen.
Es ist offensichtlich, dass all diese aggressiven Maßnahmen darauf abzielen, Russland zu schwächen und zu zermürben. Sie wollen uns zwingen, unsere wirtschaftlichen, technologischen und verteidigungspolitischen Fähigkeiten so weit wie möglich einzuschränken, unsere Souveränität zu beschneiden und unsere unabhängige Außen- und Innenpolitik aufzugeben.
Etwa 50 Länder haben die so genannte Ramstein-Koalition gebildet, um der Ukraine militärische Hilfe zu leisten. Sie wurden de facto in einen bewaffneten Konflikt an der Seite des Kiewer Regimes hineingezogen, welches, wie ich einmal mehr betonen möchte, nicht davor zurückschreckt, terroristische Methoden einzusetzen. Der Westen liefert riesige Waffenkontingente in die Ukraine, darunter Streumunition und Langstreckenwaffen. NATO-Ausbilder tragen zur Planung der Operationen der ukrainischen Streitkräfte bei, die sich auf NATO-Informationen stützen.
In Geldwerten ausgedrückt, erhielt das Selenskyj-Regime im ersten Jahr der Militäroperation über 160 Milliarden Dollar an ausländischer Hilfe, davon 75 Milliarden Dollar an Militärhilfe. Nach Angaben der Heritage Foundation, einer in Washington ansässigen Nichtregierungsorganisation, haben die Vereinigten Staaten der Ukraine rund 113 Milliarden Dollar bereits zur Verfügung gestellt, was 900 Dollar plus 300 Dollar Zinsen für den Schuldendienst pro Haushalt entspricht. Das sind enorme Summen, vor allem in Anbetracht der schwierigen Lage der Weltwirtschaft.
Dennoch wiederholen die westlichen Staats- und Regierungschefs immer wieder das gleiche Mantra, dass sie Kiew so lange unterstützen wollten, wie es nötig wäre. Natürlich ist es ihre Entscheidung, bis zum letzten Ukrainer kämpfen zu lassen, ebenso wie die Entscheidung der Clique um Wolodymyr Selenskyj. Abgesehen davon können die Vereinigten Staaten nicht auf die beste historische Bilanz verweisen, wenn es um die Unterstützung ihrer Verbündeten geht. Man erinnere sich nur an die abrupte Einstellung der Militärhilfe für Südvietnam im Jahr 1973 oder für das Regime von Aschraf Ghani in Afghanistan im Jahr 2021 sowie an die Tatsache, dass diese Maßnahmen unmittelbar zum Sturz der den Vereinigten Staaten treuen Regierungen geführt hatten. Heute hängt die Ukraine fast vollständig von den Finanzzuwendungen und Waffenlieferungen des Westens ab.
Die Zukunft sieht für die Kiewer Behörden und ihre Gönner eher düster aus. Je länger die bewaffneten Auseinandersetzungen andauern, desto weniger Lust werden die westlichen Investoren verspüren, zum Wiederaufbau der Ukraine nach dem Konflikt beizutragen. Desto geringer wird auch ihr Glaube ausfallen, um an den Erfolg der Ukraine auf dem Schlachtfeld oder zur Bewahrung ihrer Staatlichkeit in irgendeiner Form innerhalb irgendwelcher Grenzen zu glauben.

Ich spreche nicht einmal davon, ob Kiew in der Lage wäre, seine Staatsschulden zu bedienen. Die Steuerzahler in den westlichen Ländern werden keine andere Wahl haben, als die Last der unbezahlten Schulden zu übernehmen, was zu höherer Inflation mit einem niedrigeren Lebensstandard führen wird.
Es gibt noch etwas, das der Westen verstehen muss: Russland wird alle Mittel einsetzen, um seine Bevölkerung und lebenswichtigen Interessen zu verteidigen. Es wäre empfehlenswert, wenn unsere Gegner einsehen wollten, dass eine Konfrontation mit Russland aussichtslos ist, um dagegen auf politische und diplomatische Mittel zu setzen und einen Interessenausgleich herzustellen.
Frage: Mehrere Politiker, insbesondere der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, haben wiederholt erklärt, dass die Beendigung des Konflikts in der Ukraine zwischen Russland und den Vereinigten Staaten vereinbart werden sollte. Teilen Sie diesen Standpunkt?
Sergej Lawrow: Diese Aussage macht Sinn, weil sie impliziert, dass die Ukraine eine Marionette der Amerikaner darstellt und wichtige Fragen mit diesen besprochen werden sollten. Das Problem ist jedoch, dass die Vereinigten Staaten nicht die Absicht haben, den Konflikt zu beenden. Wie ich bereits sagte, ist es ihr offiziell erklärtes Ziel, Russland eine „strategische Niederlage“ zu bereiten, um uns militärisch, wirtschaftlich und politisch so weit wie möglich zu schwächen. Deshalb beharrt Washington weiterhin darauf, dass eine Lösung nur zu den Bedingungen der Ukraine ausgehandelt werden könnte, d.h. nur nach berüchtigten Selenskyj-Friedensformel. Unserer Meinung nach läuft diese Position auf ein sinnloses Ultimatum hinaus. Es macht keinen Sinn, von uns zu verlangen einer Lösung zustimmen, die unsere grundlegenden Sicherheitsinteressen negiert und die Tür für eine weitere gesetzlose Behandlung der ethnischen Russen und russischsprachigen Bevölkerung in den neuen Gebieten und den von den Streitkräften der Ukraine kontrollierten Regionen öffnet.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass wir im Dezember 2021 einen drastischen Versuch unternommen haben, den westlichen Hauptstädten unsere Bedenken mitzuteilen, indem wir zwei Abkommens-Entwürfe vorlegten – zu Sicherheitsgarantien mit den Vereinigten Staaten und Sicherheitsmaßnahmen mit NATO-Mitgliedstaaten. Unsere Initiative wurde jedoch arrogant zurückgewiesen. Anstatt zu verhandeln, richteten sie alle ihre Bemühungen darauf, die Produktion von Waffen und Munition für die Ukraine zu erhöhen, was zu einer weiteren Eskalation der regionalen Spannungen führte.
Unser Ansatz ist konsequent und völlig transparent. Wir haben immer gesagt, dass wir zu einem sinnvollen Dialog bereit sind, und wir haben jahrelang und mit großem Einsatz versucht, Kiew zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu bewegen. Wie Sie wissen, war Russland seit den ersten Tagen der militärischen Sonderoperation offen für Gespräche darüber, wie es seine Ziele mit politischen und diplomatischen Mitteln erreichen kann. Wir haben sofort auf den Vorschlag der Ukraine zur Aufnahme von Gesprächen reagiert und an ihnen teilgenommen, bis die ukrainische Seite sie im April 2022 auf Geheiß des Westens abgebrochen hat. Später, am 30. September 2022, unterzeichnete Wolodymyr Selenskyj einen Erlass, der jegliche Verhandlungen mit der russischen Führung ausschließt. Es war also Kiew, das unter dem Einfluss seiner externen Gönner die diplomatischen Bemühungen sabotierte.
Nun wurden multilaterale Treffen in verschiedenen Städten wie Kopenhagen oder Dschidda einberufen, die ohne russische Vertreter stattfanden, in der Hoffnung, die Entwicklungsländer davon zu überzeugen, Selenskyjs Friedensformel zu stützen. Gleichzeitig wird Moskau „Verhandlungsunwilligkeit“ vorgeworfen, während alle Argumente über die Notwendigkeit, die vitalen Interessen unseres Landes zu berücksichtigen, zeitgleich zurückgewiesen werden. Es liegt auf der Hand, dass ein solches Vorgehen kaum von der Absicht des Westens zeugt, mit Russland zu verhandeln zu wollen.
Leider ist aus den obigen Ausführungen klar zu erkennen, dass Aussichten auf Verhandlungen zwischen Russland und dem Westen in diesem Stadium nicht gegeben sind. Hinzu kommt, dass die westlichen Geldgeber des Kiewer Regimes dieses ständig dazu drängen, den Einsatz zu erhöhen. Und wir halten die heuchlerischen Forderungen des Westens nach Gesprächen für einen taktischen Trick, um Zeit zu gewinnen und den erschöpften ukrainischen Truppen erneut eine Atempause zu verschaffen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich neu zu formieren und mehr Waffen und Munition zu erhalten. Aber das ist der Weg des Krieges, nicht der eines friedlichen Einigungsprozesses. So weit ist das für uns klar.
Frage: Vor kurzem fand in St. Petersburg der zweite Russland-Afrika-Gipfel statt. Im Anschluss an das Gipfeltreffen äußerte sich Präsident Putin lobend über den derzeitigen Stand der russisch-afrikanischen Beziehungen und deren Perspektiven. In welchen Bereichen ist die Zusammenarbeit am vielversprechendsten?
Sergej Lawrow: Der zweite Russland-Afrika-Gipfel, der im Juli in St. Petersburg stattfand, hat das starke Engagement Moskaus und der afrikanischen Länder für die Fortsetzung der Zusammenarbeit und den Ausbau der partnerschaftlichen Beziehungen bestätigt. Er hat auch gezeigt, dass es eine gemeinsame Weltanschauung gibt, die in Form traditioneller geistiger und moralischer Werte unserer Zusammenarbeit zugrunde liegt. Trotz des enormen Drucks, der vom Westen ausgeübt wurde, nahmen 48 offizielle Delegationen und Vertreter von fünf führenden regionalen Integrationsverbänden an dem Treffen teil. Außerdem waren 27 afrikanische Länder auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs vertreten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Entwicklungsländer für die unabhängige Außenpolitik unseres Landes empfänglich sind und dass die Bemühungen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, Russland international zu isolieren, gescheitert sind.
Die Stärkung der politischen, wirtschaftlichen und technologischen Souveränität unserer Partner ist der grundlegende Vektor unserer Zusammenarbeit mit Afrika. Wir sind bereit, unsere Erfahrungen mit unseren afrikanischen Freunden zu teilen, um die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit ihrer öffentlichen Verwaltungssysteme zu verbessern, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und die vorrangigen Ziele der nationalen sozioökonomischen Entwicklung zu erreichen. Außerdem sieht Afrika in Russland einen verlässlichen Partner, wenn es um die Aufrechterhaltung der militärischen und politischen Stabilität, Beilegung regionaler Konflikte, Bekämpfung von Terrorismus und Drogenhandel und andere grenzüberschreitende Bedrohungen und Herausforderungen geht.
Das Gipfeltreffen eröffnete Perspektiven für den Ausbau der russisch-afrikanischen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, insbesondere in den Bereichen Investitionen, regionale wirtschaftliche Integration, Landwirtschaft, Energie, Infrastrukturbau, Nutzung des Untergrunds, Informations- & Kommunikationstechnologie [IKT], Gesundheitswesen und Bildung.
Unser Pilotprojekt zur Einrichtung einer russischen Industriezone in Ägypten verdient besondere Erwähnung. Sie soll zu einer Plattform für die Herstellung und den Export von Waren in andere Länder der Region werden, wobei die Möglichkeiten der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone genutzt werden sollen.
Russland ist nach wie vor ein zuverlässiger Lieferant von Energieressourcen, Nahrungsmitteln, Düngemitteln und Medikamenten für Afrika. Die humanitäre Hilfe für die bedürftigsten afrikanischen Länder ist nach wie vor einer der am meisten nachgefragten Bereiche der Zusammenarbeit.
Wir haben unser traditionelles Engagement in der Personalausbildung fortgesetzt. Nahezu 35.000 afrikanische Studenten studieren an russischen Universitäten, und ihre Zahl steigt von Jahr zu Jahr. Es gibt Pläne, Zweigstellen führender russischer Universitäten in afrikanischen Ländern zu eröffnen und weitere gemeinsame Bildungseinrichtungen zu schaffen.
Frage: Die Beziehungen Russlands zu den Ländern der EAEU und der OVKS sind unter den gegenwärtigen Bedingungen von besonderer Bedeutung. Die Zusammenarbeit innerhalb dieser Strukturen hat eine positive Dynamik entwickelt. Das ist eine offensichtliche Tatsache. Gleichzeitig sind unsere Partner – insbesondere die zentralasiatischen Länder – ernsthaftem Druck von außen ausgesetzt, der darauf abzielt, sie zu zwingen, sich den antirussischen Sanktionen anzuschließen. Wie kann man sich Ihrer Meinung nach dagegen wehren?
Sergej Lawrow: Unsere Partner in der Eurasischen Wirtschaftsunion [EAEU] und der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit [OVKS: Militärbündnis aus dem Jahr 2002] stehen in der Tat unter enormem Druck von unfreundlichen Staaten. Hochrangige Beamte aus westlichen Hauptstädten kommen regelmäßig zu Besuch, um „Konsultationen“ darüber abzuhalten, wie man „die Umgehung“ der unrechtmäßigen Anti-Russland-Sanktionen verhindern kann. Wenn wir das Kind beim Namen nennen, handelt es sich dabei um offene Versuche, unsere Verbündeten durch Drohungen und Erpressung zu zwingen, die absolut legitime Zusammenarbeit mit Russland aufzugeben.
Wir haben natürlich Verständnis dafür, dass unsere Partner angesichts des auf sie ausgeübten äußeren Drucks Vorsicht walten lassen müssen. Die gegenseitigen Handels- und Wirtschaftsverpflichtungen zwischen uns werden weiterhin erfüllt, weil sie den Interessen der Parteien entsprechen und nicht gegen das Völkerrecht verstoßen.
Natürlich ergreift Russland im Gegenzug Maßnahmen, um weitere Versuche einer destruktiven Einflussnahme von außen zu unterbinden. Die EAEU arbeitet an gemeinsamen Maßnahmen, um die Folgen der gegen Russland und Belarus verhängten Sanktionen zu überwinden, indem die Volkswirtschaften der Union widerstandsfähiger gemacht werden. Dies hat bereits zu greifbaren Ergebnissen geführt. Der gegenseitige Handel nimmt stetig zu, der Anteil der nationalen Währungen bei gegenseitigen Transaktionen steigt, die Zahl der Kooperationsprojekte nimmt zu, und die Lebensmittel- und Energiesicherheit ist voll gewährleistet.
Ich möchte Ihnen noch einige Zahlen nennen. Auf den EAEU-Markt entfallen bis zu 40 Prozent des Außenhandels der zentralasiatischen Staaten. Mehr als 10.000 russische Unternehmen und Joint Ventures sind in der Region tätig und schaffen rund 900.000 Arbeitsplätze. Generell ist die eurasische Integration der Schlüssel zur Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stabilität der EAEU-Mitgliedstaaten und zur Steigerung des Wohlstands ihrer Bürger.
Das Gleiche gilt auch für die OVKS. Unsere Zusammenarbeit in dieser Organisation beruht auf den Grundsätzen der Gleichheit und der Rücksichtnahme auf die Interessen aller Mitgliedsstaaten. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Verbündeten den jüngsten Versuchen des Westens, mit ihren Ländern in Kontakt zu treten, kritisch gegenüberstehen und nicht zulassen in Pläne hineingezogen zu werden, die auf eine Eskalation der militärisch-politischen Spannungen abzielen.
Generell zählen wir natürlich darauf, dass unsere Verbündeten in der EAEU und der OVKS keine Schritte unternehmen, die ihren Verpflichtungen in diesem Rahmen zuwiderlaufen, während sie Beziehungen zu Drittländern und Verbänden aufbauen. Gleichzeitig ist es nicht unsere Aufgabe, andere Staaten zu belehren oder ihnen vorzuschreiben, welche Partner sie wählen oder meiden sollen. Russland verbietet keinem unserer Nachbarn oder Partner, Beziehungen zu irgendjemandem aufzubauen, sondern bittet sie stets, unsere legitimen Interessen zu berücksichtigen. Ich denke, sie hören uns!

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
Drohnenangriffe auf russische Regionen: Die Ereignisse des 21. August
Trans-Frauen, die großen Gewinner?
Sendung verpasst? Hier ist die fünfte Folge von Anti-Spiegel-TV

Dieses Mal haben Dominik Reichert und ich über mögliche Friedensgespräche in der Ukraine, über das Getreideabkommen und über Fragen der Wirtschaft gesprochen. Da Anti-Spiegel-TV immer Sonntags ausgestrahlt wird, werde ich es für alle, die die Sendung verpasst haben, Montags auch hier veröffentlichen.
Joe Biden`s fake E-Mail Accounts
Laut dem Vorsitzenden der Oversight Committee im Kongress der USA, wurde am Wochenende bekannt, das Joe Biden mehrere Fake e-mail Accounts besass und dass er damit die Geschäftspartner seines Sohnes Hunter kontaktierte, zu einer Zeit, als Joe Biden der Vizepräsident von Barack Obama war.
Danke fürs Folgen und deine Unterstützung unter: https://donorbox.org/unterstutze-translatedpress
Folge uns auf Telegram: https://t.me/TranslatedPressDE
? Jetzt abonnieren und keine wichtigen Videos verpassen:
https://www.youtube.com/channel/UClU7WlDqiDZLgMAT4HxrK-A?sub_confirmation=1
? Die Übersetzung wird durchgeführt von TranslatedPress
Bei TranslatedPress übersetzen wir weltweit die wichtigsten Pressemeldungen aus Wirtschaft und Politik, direkt und neutral.
Quellen
https://www.youtube.com/channel/UCAql2DyGU2un1Ei2nMYsqOA
Übersetzt von: Arti
? Social & Channels
Website: https://translatedpress.com
Facebook: https://www.facebook.com/TranslatedPress-Deutsch-100203795049291
YouTube: https://www.youtube.com/channel/UClU7WlDqiDZLgMAT4HxrK-A
Telegram: https://t.me/TranslatedPressDE
❤️ Unterstützung & Spenden
Aktuell übersetzen wir viele wichtige Informationen und Videos in 5 Sprachen. Die Übersetzer, Dolmetscher, Technik und Administration, beschäftigt aktuell ein Team von über 30 Menschen. Die monatlichen Kosten sind bereits fünfstellig.
Für jede Spende – egal in welcher Höhe – sind wir sehr Dankbar. Alle Spenden werden zu 100% (abzüglich der Transaktions-Gebühren) dem Projekt TranslatedPress gutgeschrieben. Das hilft uns die Übersetzer zu bezahlen, die Technik zu modernisieren und den Ausbau der Kanäle zu finanzieren.
? 3 Euro Spende als Patreon + Bonus Material
Auf unserer Patreon Page veröffentlichen wir Inhalte welche wir nicht auf YouTube platzieren können. Zudem kann uns jeder, wenn er möchte mit 3 Euro als Patreon unterstützen. So hast du auch Zugriff auf alle Inhalte welche nicht öffentlich sind (sein dürfen). Die Seite findest Du unter: https://www.patreon.com/translatedpress/posts
? Spende Paypal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=EJRV7B93MG6XE
? Chat Spende:
Eine Spende kann über den Chat ($Symbol) während eines Livestreams gemacht werden.
?Spende Bank, Bitcoin oder LBRY Credits:
Alle Informationen unter: https://www.translatedpress.com/so-koennen-sie-uns-unterstuetzen/
???? Danke!
Im Namen von TranslatedPress und dem kompletten Team bedanken wir uns bei dir als Zuschauer, für dein Interesse. Wir freuen uns auf ein Like, Share oder Abo.
Euer Team von TranslatedPress
? Contact
info@translatedpress.com
Impressum
TranslatedPress Switzerland
Saleway GmbH
Schulhaustrasse 4
3098 Köniz
#TranslatedPressDE #donaldtrump #trump2024campaign
Russland warnt Dänemark nach F‑16-Zusage an Ukraine – Klimakleber-Vordenker relativiert Holocaust
Russland warnt Dänemark nach F‑16-Zusage an Ukraine
KOPENHAGEN – Nach der Zusage von F‑16-Kampfjets an die Ukraine hat der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin, Dänemark Kopenhagen eine Verschärfung des Konflikts vorgeworfen. Die Entscheidung, „der Ukraine 19 F‑16-Kampfjets zu schenken, führt zu einer Eskalation des Konflikts“, erklärte Barbin am heute gegenüber der AFP. Dänemark verstecke sich „hinter der Prämisse, dass die Ukraine selbst die Bedingungen für den Frieden bestimmen muss“. Kopenhagen versuche damit, „der Ukraine keine andere Wahl zu lassen, als die militärische Konfrontation mit Russland fortzusetzen“. Eine solche Position stoße die Ukraine jedoch „in den Abgrund“, sagte Barbin.
***
Selensky siegesgewiss – Grüne und FDP immer kriegsgeiler
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich in Kopenhagen siegesgewiss hinsichtlich des Kriegsausgangs und in der Ampel-Koalition fordern vor allem Vertreter der FDP und der Grünen, die Ukraine auch mit den reichweitenstarken Taurus-Marschflugkörpern zu versorgen. Dieses Waffensystem kann mit einer Reichweite von 500 Kilometern auch russisches Staatsgebiet erreichen.
***
Scholz immer unbeliebter – Absturz in der Wählergunst
Bundeskanzler Olaf Scholz sackt im neuen Politiker-Ranking von INSA um fünf Positionen ab, rangiert nur noch auf Platz 12. (Vorwoche: Platz 7.) Besonders bitter für den Sozialdemokraten: Sein mutmaßlicher Herausforderer bei der kommenden Bundestagswahl, CDU-Chef Friedrich Merz (67), macht auffällig an Boden gut. Der CDU-Chef holt den 9. Platz (Vorwoche: 14), ist damit auch stärker als SPD-General Kevin Kühnert (Platz 10) und FDP-Vize Wolfgang Kubicki (Platz 11). Grünen-Wirtschaftsminister Robert Habeck stürzt ebenfalls ab: nur noch Platz 17 (Vorwoche: 15).
***
Antisemitismus-Streit: Letzter Generation droht Spaltung
Schockierende Aussagen ihres Vordenkers Roger Hallam sorgen für Entsetzen, zudem droht den Klima-Spinnern der finanzielle Ruin.
Stein des Anstoßes sind holocaustrelativierende Äußerungen des Letzte-Generation-Vordenkers Roger Hallam. Im Interview mit der „Zeit“ hatte dieser den Holocaust als „bloß einen weiteren Scheiß in der Geschichte der Menschheit“ verharmlost. Im Gegensatz zum Holocaust sei der Klimawandel das weitaus schlimmere Verbrechen, so Hallam, berichtet die Berliner Zeitung

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
Hockeyschläger brechen: Antarktische Eiskern-Edition
Vorbemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag datiert zwar schon vor sechs Jahren, ist aber so grundlegend und bedeutsam, dass die EIKE-Redaktion ihn zur Übersetzung vorgeschlagen hat. Es geht um den historischen Verlauf des CO₂-Gehaltes der Luft in geologischen Zeiträumen. Da es absolut nicht ins Narrativ passt, dass der CO₂-Gehalt erdgeschichtlich gesehen fast durchweg viel höher lag als heute, ohne dass die Erde übergekocht ist [Antonio Guterres!], musste natürlich gemogelt werden, was das Zeug hält. Gleich die erste Graphik zeigt dies:
Quelle: NASA [aus dem Beitrag]
In einem Kommentar stellt Autor David Middleton dieser Darstellung eine höchstwahrscheinlich korrekte Darstellung gegenüber, die hier im Zusammenhang gleich mit gezeigt wird:
Quelle: dieser Kommentar
Mit Bezug auf obige NASA-Graphik leitet Middleton seinen Beitrag mit einem Zitat ein.
Ende Vorbemerkung
Grafik: Der unaufhaltsame Anstieg des Kohlendioxids
Alte Luftblasen, die im Eis eingeschlossen sind, ermöglichen es uns, in der Zeit zurückzureisen und zu sehen, wie die Erdatmosphäre und das Klima in der fernen Vergangenheit aussahen. Sie verraten uns, dass der Kohlendioxidgehalt (CO₂) in der Atmosphäre derzeit höher ist als zu jedem anderen Zeitpunkt in den letzten 400 000 Jahren. Während der Eiszeiten lag der CO₂-Gehalt bei etwa 200 Teilen pro Million (ppm) und während der wärmeren Zwischeneiszeiten bei etwa 280 ppm (siehe Schwankungen in der Grafik). Im Jahr 2013 überstieg der CO₂-Gehalt zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte die 400 ppm-Marke. Dieser jüngste unaufhaltsame CO₂-Anstieg steht in einem bemerkenswert konstanten Zusammenhang mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe und lässt sich gut erklären, wenn man davon ausgeht, dass etwa 60 Prozent der Emissionen fossiler Brennstoffe in der Luft bleiben.
Wir stehen heute an der Schwelle eines neuen geologischen Zeitalters, das manche als „Anthropozän“ bezeichnen, in dem das Klima ganz anders ist als das, das unsere Vorfahren kannten.
[Bla, bla, bla…]
Wir haben alle schon Variationen dieses Mems gehört… ad nauseum… Sie sagen uns, dass der Kohlendioxidgehalt (CO₂) in der Atmosphäre höher ist als zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten 400.000 – 800.000 – 2,5 Millionen – 20 Millionen Jahren.
Diese Behauptung stützt sich im Allgemeinen auf die Tatsache, dass die antarktischen Eiskerne zu keinem Zeitpunkt in den letzten 800.000 Jahren einen interglazialen CO₂-Gehalt von mehr als 280-300 ppm aufweisen. Dies ist zwar richtig, aber sagt uns das tatsächlich, dass der atmosphärische CO₂-Gehalt in der vorindustriellen Zeit nicht deutlich über 300 ppm gelegen haben kann?
WAIS-Scheide und die Auswirkungen der Auflösung auf die Amplitude
Eiskern des Westantarktischen Eisschildes
Am 1. Dezember 2011 erreichte das von der National Science Foundation finanzierte WAIS-Divide-Eiskernprojekt (West Antarctic Ice Sheet WAIS) seine endgültige Tiefe von 3405 Metern und zog damit den bisher längsten US-Eiskern aus den Polarregionen. Die Eiszylinder mit einem Durchmesser von 12,2 Zentimetern, aus denen der Eiskern besteht, enthalten einzigartig detaillierte Informationen über die Umweltbedingungen der letzten 68.000 Jahre, wie z. B. die atmosphärische Konzentration von Treibhausgasen, die Temperatur der Oberflächenluft, Windmuster, die Ausdehnung des Meereises um die Antarktis und die durchschnittliche Temperatur des Ozeans. Die erfolgreiche Bergung des Eiskerns ist der Höhepunkt eines achtjährigen Projekts zur Erfassung des Paläoklimas in einem der entlegensten Teile des antarktischen Kontinents.
[…]
Im Eiskern des WAIS kann jeder der vergangenen 30.000 Jahre Schneefall in einzelnen Eisschichten identifiziert werden, wobei die Aufzeichnungen mit geringerer zeitlicher Auflösung bis 68.000 Jahre vor der Gegenwart reichen. Da die Eiskernaufzeichnungen eine Untersuchung des vergangenen Klimas in jährlicher Auflösung ermöglichen, helfen sie den Wissenschaftlern zu verstehen, warum sich das Klima abrupt ändern kann und wie sich das Klima im kommenden Jahrhundert entwickeln könnte.
Andere Eiskernprojekte haben Bohrkerne mit geringerer zeitlicher Auflösung hervorgebracht, die zeigen, dass der derzeitige Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre, zurückzuführen auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe, der höchste seit mindestens 800 000 Jahren ist. Das Eis aus dem Eiskern von WAIS Divide, zwischen 30.000 und 68.000 Jahre alt, enthält zwar keine Aufzeichnungen mit jährlicher Auflösung, aber eine höhere zeitliche Auflösung als frühere Projekte.
[…]
Die folgende darin enthaltene Aussage erregte meine Aufmerksamkeit:
Andere Eiskernprojekte haben Bohrkerne mit geringerer zeitlicher Auflösung hervorgebracht, die zeigen, dass der derzeitige Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre, zurückzuführen auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe, der höchste seit mindestens 800 000 Jahren ist
Dies wirft die Frage auf: Sind die Eisbohrkerne „mit geringerer zeitlicher Auflösung“ in der Lage, Verschiebungen des atmosphärischen CO₂ im Jahrhundertmaßstab aufzulösen? Wenn nicht, dann ist die Schlussfolgerung, „dass das derzeitige Niveau der atmosphärischen Treibhausgase, das auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist, das höchste seit mindestens 800.000 Jahren ist“, nicht belegt.
Die Eiskerne können keine CO₂-Verschiebungen aufklären, die in Zeiträumen auftreten, die kürzer sind als das Doppelte der Periode, in der die Blase eingeschlossen ist.
Nach Neftel et al. (1988) können CO₂-Fluktuationen mit einer Dauer von weniger als der doppelten Zeit des Blaseneinschlusses (entspricht etwa 134 Kalenderjahren im Fall des Byrd-Eises und bis zu 550 Kalenderjahren im Dome Concordia) weder im Eis nachgewiesen noch durch Entfaltung rekonstruiert werden. – McElwain et al., 2001
Hier ist ein schematisches Diagramm des Blaseneinfangprozesses für den Eiskern DE08:
Der DE08-Kern hat eine Auflösung von mindestens 30 Jahren, möglicherweise sogar nur 10 Jahren.
Ahn et al. (2012) verglichen die Auflösungen der Eiskerne WAIS Divide, Law Dome DE08 und Dronning Maud Land über die letzten 1000 Jahre und stellten wenig überraschend fest, dass der Kern mit der höchsten Auflösung (DE08) den größten Amplitudenbereich aufweist und einen starken, kurzzeitigen Rückgang des atmosphärischen CO₂ während des Tiefpunkts der Kleinen Eiszeit (ca. 1610 n. Chr.) auflöste.
Abbildung 2. Aus Ahn et al., 2012: „Atmospheric CO₂ for the last 1000 years“. WAIS Divide Daten (rot, diese Studie) werden mit denen des Law Dome (blau) [Etheridge et al., 1996; MacFarling Meure et al., 2006] und EPICA Dronning Maud Land (schwarz) [Siegenthaler et al., 2005] verglichen.
Zu dieser Grafik: Um den Vergleich der CO₂-Aufzeichnungen zu erleichtern, wurde ein Gauß-Filter (1σ = 10 Jahre) auf interpolierte jährliche Datensätze (dunklere Linien) angewendet. OSU steht für die Oregon State University und CMAR für CSIRO Marine and Atmospheric Research. Die Auflösung des DE08-Eiskerns ist so gut, dass er sogar eine Pause, möglicherweise sogar einen Rückgang des atmosphärischen CO₂ während der Abkühlungsperiode Mitte des 20. Jahrhunderts identifiziert haben könnte.
Die Stabilisierung der atmosphärischen CO₂-Konzentration in den 1940er und 1950er Jahren ist ein bemerkenswertes Merkmal in den Eiskernaufzeichnungen. Die neuen Messungen mit hoher Dichte bestätigen dieses Ergebnis und zeigen, dass sich die CO₂-Konzentration zwischen 1940 und 1955 bei 310-312 ppm stabilisierte. Die CH₄- und N₂O-Wachstumsraten nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls ab, wobei die N₂O-Schwankungen mit der Messunsicherheit vergleichbar sind. Durch die Glättung aufgrund des Einschlusses von Luft im Eis (etwa 10 Jahre bei DE08) werden hochfrequente Schwankungen aus der Aufzeichnung entfernt, so dass die tatsächlichen atmosphärischen Schwankungen möglicherweise größer waren als in der Aufzeichnung der Eiskernluft dargestellt. Sogar ein Rückgang der atmosphärischen CO₂-Konzentration in der Mitte der 1940er Jahre steht im Einklang mit der Law Dome-Aufzeichnung und der Glättung der Lufteinschlüsse, was auf eine große zusätzliche Senke von ~3,0 PgC yr-1 hindeutet [Trudinger et al., 2002a]. Die d13CO₂-Aufzeichnungen aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass diese zusätzliche Senke hauptsächlich ozeanisch war und nicht durch geringere fossile Emissionen oder die terrestrische Biosphäre verursacht wurde [Etheridge et al., 1996; Trudinger et al., 2002a]. Die Prozesse, die diese Reaktion verursachen könnten, sind noch unbekannt.
[11] Die CO₂-Stabilisierung erfolgte während eines Wechsels von anhaltenden El-Niño- zu La-Niña-Bedingungen [Allan und D’Arrigo, 1999]. Dies fiel zusammen mit einem Wechsel zwischen warmen und kalten Phasen der Pazifischen Dekadischen Oszillation [Mantua et al., 1997], niedrigeren Temperaturen [Moberg et al., 2005] und einer zunehmenden Abschwächung der nordatlantischen thermohalinen Zirkulation [Latif et al., 2004]. Die kombinierte Auswirkung dieser Faktoren auf die Spurengasbudgets ist derzeit noch nicht gut bekannt. Sie könnten für die atmosphärische CO₂-Konzentration von Bedeutung sein, wenn die Flüsse in Gebieten, die Kohlenstoff aufnehmen, wie z. B. der Nordpazifik, verstärkt werden, oder wenn der Abfluss aus den Tropen unterdrückt wird. – MacFarling Meure et al., 2006
Von etwa 1940 bis 1955 gelangten etwa 24 Milliarden Tonnen Kohlenstoff direkt aus den Auspuffrohren in die Ozeane und/oder die Biosphäre:
Ahn et al. (2012) konstruierten eine Reihe synthetischer Eiskerne mit unterschiedlicher Auflösung, um den Unterschied zwischen den DE08- und WAIS-Divide-Eiskernen bei der Auflösung des LIA-CO₂-Einbruchs um 1610 n. Chr. zu erklären:
Abbildung 4. Aus Ahn et al., 2012: „Glättung einer imaginären atmosphärischen CO₂-Zeitreihe (grüne Linie). Die synthetische atmosphärische CO₂-Zeitreihe weist einen etwas stärkeren CO₂-Abfall auf als die Law Dome-Aufzeichnungen um ∼1600 n. Chr. Um das Ausmaß des CO₂-Rückgangs um ∼1600 n. Chr. besser vergleichen zu können, haben wir 3 ppm der CO₂-Konzentration von den WAIS Divide-Kernaufzeichnungen (blaue Linie) abgezogen und mit drei synthetischen Glättungskurven (lila Linien) verglichen.
Es besteht eine grundlegende Beziehung zwischen Frequenz und Amplitude. Wenn man einen Tiefpassfilter oder einen glättenden Durchschnitt auf eine Zeitreihe anwendet, schwächt man die Reaktion der Amplitude ab:
Abbildung 5. Sinuswelle mit angewandtem Tiefpassfilter und 10-pt-Glättungsdurchschnitt. Man beachte die Verringerung der Amplitude aufgrund der Filterung und/oder Glättung. (Quelle: Wood for Trees)
Ein perfekter Hockeystick wird gebrochen
Ich habe eine zusammengesetzte CO₂-Aufzeichnung aus Eiskernen (0-800 kyr BP) von Bereiter et al. (2014) heruntergeladen und den Standard-CO₂-Hockeystick erstellt:
Dies ist ein Kompositum aus den folgenden Eiskernen:
Diese Eiskerne weisen eine sehr unterschiedliche Auflösung auf. Petit et al. (1999) geben an, dass die CO₂-Auflösung für Vostok 1.500 Jahre beträgt. Lüthi et al. (2008) geben für Dome C eine CO₂-Auflösung von etwa 500 Jahren an. Es scheint, dass der hochauflösende Law Dome DE08-Kern einfach an die älteren Eiskerne mit niedrigerer Frequenz angefügt wurde.
Wendet man auf den DE08-Eiskern Glättungsfilter an, um die Auflösung der niedriger aufgelösten Eiskerne anzugleichen, ergibt sich ein deutlich anderes Bild.
Unter Verwendung der Informationen in Tabelle 1 aus Ahn et al., 2012:
Links in der rechten Spalte:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2011GB004247/full#gbc1882-bib-0053
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2011GB004247/full#gbc1882-bib-0062
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2011GB004247/full#gbc1882-bib-0062
Ich habe die Beziehung zwischen der Eis-Gas-Alter-Differenz und der Gas-Alter-Verteilung aufgezeichnet und daraus eine Gas-Alter-Verteilung für den holozänen Teil des Vostok-Kerns berechnet:
Abbildung 7: Δice-Gaszeitalter im Vergleich zur Gasaltersverteilung legt eine Gasaltersverteilung von 130 Jahren für den holozänen Teil des Vostok-Eiskerns nahe.
Die Anwendung eines 130-Jahre-Glättungsfilters auf den DE08-Kern ergibt einen Hockeyschläger mit einer stark verkürzten Klinge:
Abbildung 8. Ein 130-Jahres-Glättungsfilter lässt den CO₂-Anstieg im Industriezeitalter weit weniger anomal erscheinen.
Wenn ich einen 500-Jahres-Glättungsfilter verwende, verliert der Hockeystick seine Form vollständig:
Ich habe nicht einmal versucht, den instrumentellen Datensatz zu verwenden, da es sich dabei um einen einzigen Datenpunkt mit der gleichen Auflösung wie bei den Vostok- und EPICA Dome C-Eiskernen handeln würde.
Schlussfolgerung
Die Eiskerne mit niedrigerer Frequenz sind nicht in der Lage, CO₂-Verschiebungen im Jahrhundertmaßstab aufzulösen. Daher können sie nicht verwendet werden, um die Möglichkeit kurzzeitiger Schwankungen auszuschließen, die mit dem Anstieg des atmosphärischen CO₂ im Industriezeitalter während des frühen Holozäns und Pleistozäns vergleichbar sind. Sie widersprechen also nicht den Schlussfolgerungen von Wagner et al. 1999:
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Schätzungen von 270 bis 280 Teilen pro Million Volumenprozent (ppmv) in Eiskernen deutet das Signal der Stomatafrequenz darauf hin, dass die Kohlendioxid-Konzentration im frühen Holozän deutlich über 300 ppmv lag.
[…]
Die meisten der holozänen Eiskernaufzeichnungen aus der Antarktis haben keine ausreichende zeitliche Auflösung.
[…]
Unsere Ergebnisse widerlegen das Konzept der relativ stabilen holozänen CO₂-Konzentrationen von 270 bis 280 ppmv bis zur industriellen Revolution. SI-basierte CO₂-Rekonstruktionen könnten sogar darauf hindeuten, dass während des frühen Holozäns atmosphärische CO₂-Konzentrationen von 300 ppmv eher die Regel als die Ausnahme gewesen sein könnten.
Oder Wagner et al., 2004:
Die Mehrzahl der auf der Stomatafrequenz basierenden CO₂-Schätzungen für das Holozän unterstützen nicht das weithin akzeptierte Konzept vergleichsweise stabiler CO₂-Konzentrationen während der letzten 11 500 Jahre. Um der Kritik zu begegnen, dass diese Schwankungen der Stomata-Häufigkeit auf lokale Umweltveränderungen oder methodische Unzulänglichkeiten zurückzuführen sind, wurden mehrere Aufzeichnungen der Stomata-Häufigkeit für drei klimatische Schlüsselperioden während des Holozäns verglichen, nämlich die präboreale Oszillation, die 8,2 kyr Abkühlung und die Kleine Eiszeit. Die hochgradig vergleichbaren Fluktuationen in den paläoatmosphärischen CO₂-Aufzeichnungen, die von verschiedenen Kontinenten und Pflanzenarten (sommergrüne Angiospermen sowie Nadelbäume) unter Verwendung unterschiedlicher Kalibrierungsansätze gewonnen wurden, sind ein starker Beweis für die Integrität der blattbasierten CO₂-Quantifizierung.
References
Ahn, J., E. J. Brook, L. Mitchell, J. Rosen, J. R. McConnell, K. Taylor, D. Etheridge, and M. Rubino (2012), Atmospheric CO2 over the last 1000 years: A high-resolution record from the West Antarctic Ice Sheet (WAIS) Divide ice core, Global Biogeochem. Cycles, 26, GB2027, doi:10.1029/2011GB004247. LINK
Bereiter, Bernhard. Sarah Eggleston, Jochen Schmitt, Christoph Nehrbass-Ahles, Thomas F. Stocker, Hubertus Fischer, Sepp Kipfstuhl and Jerome Chappellaz. 2015. Revision of the EPICA Dome C CO2 record from 800 to 600 kyr before present. Geophysical Research Letters. . doi: 10.1002/2014GL061957. LINK
Bereiter et al. (2014), Revision of the EPICA Dome C CO2 record from 800 to 600 kyr before present, Geophysical Research Letters, doi: 10.1002/2014GL061957. Data
Lüthi, D., M. Le Floch, B. Bereiter, T. Blunier, J.-M. Barnola, U. Siegenthaler, D. Raynaud, J. Jouzel, H. Fischer, K. Kawamura, and T. F. Stocker. 2008. High-resolution carbon dioxide concentration record 650,000-800,000 years before present. Nature 453(7193):379-382, doi: 10.1038/nature06949. LINK
MacFarling Meure, C., D. Etheridge, C. Trudinger, P. Steele, R. Langenfelds, T. van Ommen, A. Smith, and J. Elkins. 2006. The Law Dome CO2, CH4 and N2O Ice Core Records Extended to 2000 years BP. Geophysical Research Letters, Vol. 33, No. 14, L14810 10.1029/2006GL026152. LINK Data
McElwain et al., 2001. Stomatal evidence for a decline in atmospheric CO2 concentration during the Younger Dryas stadial: a comparison with Antarctic ice core records. J. Quaternary Sci., Vol. 17 pp. 21–29. ISSN 0267-8179. LINK
Petit J.R., Jouzel J., Raynaud D., Barkov N.I., Barnola J.M., Basile I., Bender M., Chappellaz J., Davis J., Delaygue G., Delmotte M., Kotlyakov V.M., Legrand M., Lipenkov V., Lorius C.,
Pépin L., Ritz C., Saltzman E., Stievenard M., 1999, Climate and Atmospheric History of the Past 420,000 years from the Vostok Ice Core, Antarctica, Nature, 399, pp.429-436. LINK
Petit, J.R., et al., 2001, Vostok Ice Core Data for 420,000 Years, IGBP PAGES/World Data Center
for Paleoclimatology Data Contribution Series #2001-076. NOAA/NGDC Paleoclimatology Program, Boulder CO, USA. LINK
Wagner F, et al., 1999. Century-scale shifts in Early Holocene CO2 concentration. Science 284:1971–1973.
Wagner F, Kouwenberg LLR, van Hoof TB, Visscher H, 2004. Reproducibility of Holocene atmospheric CO2 records based on stomatal frequency. Quat Sci Rev 23:1947–1954. LINK
Weitere Lektüre
Fischer, H. A Short Primer on Ice Core Science. Climate and Environmental Physics, Physics Institute, University of Bern. LINK
Link: https://wattsupwiththat.com/2017/03/28/breaking-hockey-sticks-antarctic-ice-core-edition/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
5G kann zur Verringerung der Knochenstärke führen
Eine neue Studie zeigt, dass die Strahlenbelastung mit 3,5 GHz, die in 5G verwendet wird, die Knochenstärke und -flexibilität in Tierversuchen verringert, obwohl die Strahlenbelastung weit unter den ICNIRP-Grenzwerten lag, die angeblich vor allen Gesundheitsrisiken schützen sollen. Darüber hinaus wurde ein erhöhter oxidativer Stress im Skelettmuskelgewebe beobachtet.
3.5 GHz ist eine Frequenz, die heute in Städten und Gemeinden weitgehend für 5G genutzt wird. Obwohl 5G seit 2020 eingesetzt und eingeführt wird, gibt es immer noch nur wenige Studien zu den Auswirkungen der Strahlenbelastung von 5G, insbesondere der komplexen Mischung aus verschiedenen Frequenzen, Modulationen und den schnellen Impulsen, denen die Menschen im wirklichen Leben durch den Einsatz von 5G ausgesetzt sind.
Die neue Studie wurde an der medizinischen Fakultät der Van Yüzüncü Yıl Universität in der Türkei durchgeführt. Sie ist eine der wenigen Studien, die bisher die Auswirkungen der Strahlenbelastung der 3,5-GHz-5G-Frequenz untersucht haben. Die Forscher setzten die Versuchstiere (Ratten) 30 Tage lang täglich 2 Stunden lang einer Strahlung von 1,6 W/m2 aus, d. h. die Strahlung lag deutlich unter den ICNIRP-Grenzwerten von durchschnittlich 10 W/m2 über 6 Minuten hin. Um die Auswirkungen auf Diabetes zu untersuchen, bestand jeweils eine Gruppe der ausgesetzten und der nicht-ausgesetzten Gruppe aus Ratten mit Diabetes.
Das Hauptaugenmerk der Forscher lag auf der Untersuchung der Auswirkungen von 3,5 GHz auf das Skelettmuskelgewebe und auf die Knochen. Knochen bestehen hauptsächlich aus zwei Verbundmaterialien, die aus Mineralien und Kollagen bestehen. Die mechanischen Eigenschaften dieser Materialien unterscheiden sich voneinander: Mineralien verleihen dem Knochen Festigkeit, während Kollagen dem Knochen Widerstand gegen mechanische Kräfte, Dauerhaftigkeit und eine gewisse Flexibilität verleiht.
Frühere Forschungen haben gezeigt, dass eine ähnliche Strahlung nachteilige Auswirkungen auf verschiedene Gewebe hat und dass das Knochengewebe empfindlich auf Strahlung reagiert. So haben Forscher beispielsweise eine Verringerung des Mineralgehalts im Knochen nach einer Strahlenbelastung von 1,8 GHz festgestellt.
Geringere Knochenfestigkeit
Eine Strahlenbelastung von 3,5 GHz für zwei Stunden pro Tag über 30 Tage bei 1,6 W/m2 führte bei gesunden Ratten zu einer Verringerung der Knochenflexibilität und der Knochenfestigkeit. Die von den meisten Regierungen angewandten und von der WHO empfohlenen ICNIRP-Grenzwerte sind viel höher, nämlich durschschnittlich 10 W/m2 über 6 Minuten hin.
Die Ergebnisse deuten auch auf eine Verringerung der Knochenmineralisierung und der Dauerhaftigkeit des Knochengewebes hin.
Darüber hinaus sahen die Forscher Hinweise darauf, dass die Strahlenbelastung oxidativen Stress in der Skelettmuskulatur verursachte, und diese negativen Auswirkungen waren bei den diabetischen Tieren stärker ausgeprägt.
Die Schlussfolgerung der Forscher
Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass diese Studie gezeigt hat, dass eine Strahlenbelastung von 3,5 GHz negative Auswirkungen auf die Biomechanik der Knochen haben kann. Diabetische Ratten sind möglicherweise anfälliger für die gefährlichen Wirkungen, wobei signifikante Veränderungen bei den Parametern des oxidativen Stresses beobachtet wurden. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass eine Belastung von 3,5 GHz möglicherweise die Knochenqualität und die strukturelle Integrität beeinträchtigen und die Parameter für oxidativen Stress in den Muskeln von Ratten beeinflussen könnte. Es sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die potenziellen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen, insbesondere bei Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen.
Frühere 5G-Studie
Im Oktober 2022 veröffentlichte dieselbe Forschungsgruppe die Ergebnisse einer ähnlichen Tierstudie mit der gleichen Belastung von GSM-modulierten 3,5 GHz: 2 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Woche für 30 Tage. Die Strahlenbelastung verursachte ein erhöhtes Auftreten von geschädigten Nervenzellen, was den Forschern zufolge langfristig zu Demenz führen könnte. Sie beeinflusste auch verschiedene Hormone, die eine schützende Wirkung auf das Nervensystem haben.
Die ersten drei Fallstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von 5G wurden zwischen Januar und April 2023 veröffentlicht und von Mona Nilsson von der Schwedischen Strahlenschutzstiftung in Zusammenarbeit mit dem Forscher Dr. Lennart Hardell von der Schwedischen Forschungsstiftung Umwelt & Krebs durchgeführt. Die drei Fallstudien zeigten, dass die Installation von 5G-Basisstationen Symptome des Mikrowellensyndroms verursachte, und in mehreren Fällen waren die Symptome so stark, dass ein weiterer Aufenthalt in der Wohnung für die untersuchten Personen unmöglich wurde. Die Studien zeigten auch, dass die Installation von 5G-Basisstationen in der Nähe von Wohnhäusern zu extrem hohen Strahlungswerten führt, die weit über den Werten liegen, die zuvor bei Strahlenbelastung von früheren Generationen von Mobiltelefonen (2G, 3G) ähnliche Symptome hervorgerufen haben.
Soweit wir wissen, gibt es keine Studien, die belegen, dass 5G keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. 5G wurde eingeführt und setzt die Menschen in ihren eigenen Wohnungen zwangsweise der Strahlung aus, ohne dass die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier zuvor untersucht wurden. 430 Wissenschaftler und Ärzte, die den 5G-Appell unterzeichnet haben, wiesen zu Recht darauf hin, dass die Auswirkungen von 5G nicht erforscht sind, und forderten daher ein Moratorium für 5G, da zunächst sichergestellt werden sollte, dass 5G der menschlichen Gesundheit und der Umwelt nicht schadet.
Was war die Ursache für die tödlichen Brände auf Maui?
Die Geschichte auf einen Blick
- Am 8. August 2023 brachen im westlichen Teil von Maui Waldbrände aus, die schätzungsweise 2.000 Hektar Land abbrannten, darunter auch die historische Hafenstadt Lahaina, wo die meisten Gebäude zerstört wurden, darunter auch viele Häuser der 13.000 Einwohner, von denen viele Ureinwohner sind und seit Generationen dort leben
- Das Feuer wurde durch den Hurrikan Dora, der etwa 500 Meilen südlich von Hawaii vorbeizog, mit Windstärken von 60 bis 90 mph angefacht
- Vor vier Jahren warnte Clay Trauernicht, ein Experte für Umweltmanagement, davor, dass die Verdrängung einheimischer Ökosysteme durch nicht heimische, leicht entflammbare Grassavannen das Risiko verheerender Waldbrände vergrößert
- Als sich der Hurrikan Dora näherte, sagten die lokalen Nachrichten voraus, dass die Brandgefahr aufgrund umgestürzter Stromleitungen, trockenen Gestrüpps und niedriger Luftfeuchtigkeit hoch sein würde. Die Bewohner von Maui verklagen nun das Stromversorgungsunternehmen, weil es „die Stromleitungen während der vorhergesagten hohen Brandgefahr unter Strom gesetzt hat“
- Einige Menschen, darunter auch Einwohner von Maui, vermuten, dass Lahaina mit einer gezielten Energiewaffe in Brand gesetzt wurde, um Land zu gewinnen. Die Bewohner wehren sich seit langem gegen Angebote, ihr Land zu verkaufen, und private Landentwickler machen bereits Angebote für den Kauf ihrer verbrannten Grundstücke
Am 8. August 2023 brachen im westlichen und zentralen Teil von Maui mehrere Waldbrände aus, die schätzungsweise 2.000 Hektar Land abbrannten, darunter auch die historische Hafenstadt Lahaina. Seltsamerweise zeigen Satellitenbilder, dass die Brände alle etwa zur gleichen Zeit ausbrachen.
Die Brände – angefacht durch die orkanartigen Winde mit einer Stärke von 60 bis 90 Meilen pro Stunde des Hurrikans Dora, der etwa 500 Meilen südlich von Hawaii vorbeizog – wüteten mit einer Geschwindigkeit von 1 Meile pro Minute (das sind 60 Meilen pro Stunde, Leute) über die Landschaft. Neben der schnellen Ausbreitung des Feuers versagte auch das lokale Warnsystem. Infolgedessen bemerkten viele Bewohner erst, dass sie in Gefahr waren, als der Rauch in ihre Häuser drang.
Die Zahl der Todesopfer dürfte noch dadurch erhöht worden sein, dass die Schulen geschlossen und die Kinder nach Hause geschickt wurden. Viele Eltern blieben bei der Arbeit, und da die Warnsirenen nicht ertönten, verbrannten viele Kinder bei lebendigem Leib in ihren eigenen Häusern.
Laut Gouverneur Josh Green könnten die Warnsirenen durch die Hitze des Feuers „lahmgelegt“ worden sein, die genaue Ursache für den Ausfall wird jedoch noch untersucht. Maui verfügt jedoch auch über ein Mobiltelefon-Warnsystem. Vielleicht erinnern Sie sich, dass die Einwohner von Maui vor fünf Jahren einen falschen Alarm über ihre Telefone erhielten, weil eine Raketendrohung im Anflug war. Selbst wenn die Sirenen durch das Feuer zerstört worden wären, warum wurde dann kein Handyalarm ausgelöst?

Tödlichste Naturkatastrophe seit einem Jahrhundert
Am 15. August lag die Zahl der Todesopfer bei 99. Damit war dies der tödlichste Waldbrand in den USA seit einem Jahrhundert und die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte Mauis. Da erst ein Viertel des abgebrannten Gebiets abgesucht worden war und 1 300 Menschen noch als vermisst galten, wurde erwartet, dass die Zahl der Toten noch erheblich steigen würde.
In Lahaina wurden die meisten Gebäude zerstört, darunter auch viele Häuser der 13.000 Einwohner, von denen viele Ureinwohner sind und seit Generationen dort leben.
Nach Angaben von Green wird der Sachschaden auf 5,6 Milliarden Dollar geschätzt. Auf die Frage eines Bloomberg-Reporters, ob er sich zu der historischen Katastrophe äußern wolle, gab Präsident Biden, der sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand, „keinen Kommentar“ ab.
Dieses tragische Ereignis macht mich traurig, da ich viele kalte Winter in Chicago auf Maui verbracht und Lahaina Dutzende, wenn nicht Hunderte Male besucht habe. Ich habe ein Grundstück auf dem Hügel oberhalb der Stadt gekauft, wo das Feuer zuerst ausbrach, bevor es nach Lahaina hinunterrutschte. Vor fünfzehn Jahren beschloss ich, es zu verkaufen, weil die Zeitzonen für die Verwaltung des Newsletters nicht gut geeignet waren. Das gesamte Gebiet, in dem sich mein Grundstück befand, war bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Was hat diese beispiellose Katastrophe verursacht?
Während einige Regierungsvertreter, darunter auch Gouverneur Green, versuchen, die Katastrophe auf die globale Erwärmung zu schieben, glauben Klimawissenschaftler, dass diese nur eine geringe Rolle gespielt hat. Wie ABC News berichtet:
„Der Klimawandel mag die Bedingungen verstärkt haben, die zu dem Inferno führten, das einen großen Teil der Insel Maui zerstörte, aber er kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden.
Ein unbekannter Funke setzte in der Nacht zum Dienstag Teile der Insel in Flammen. Die Flammen, die durch eine Kombination aus starken Passatwinden und einer durch Trockenheit ausgedörrten Landschaft angefacht wurden, griffen auf den historischen Stadtteil Lahaina und die Häuser der Menschen über.
Obwohl sich die Verwüstung so schnell ausbreitete, warnen Klimawissenschaftler, dass der Klimawandel nur eine geringe Rolle gespielt haben könnte. Laut der National Oceanic and Atmospheric Administration (Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde) haben Waldbrände zudem das geringste Vertrauen“ unter den Naturkatastrophen, die Forscher auf den Klimawandel zurückführen.
Wir sollten die Waldbrände auf Maui nicht als Vorzeigebeispiel für den Zusammenhang mit dem Klimawandel betrachten“, sagte Daniel Swain, Klimawissenschaftler an der Universität von Kalifornien, Los Angeles… Die Wetter- und Klimafaktoren, die bei den Waldbränden auf Maui eine Rolle spielen, sind komplexer, so Swain.“
Offensichtliche und nicht ganz so offensichtliche Faktoren
Zwei offensichtliche Faktoren sind a) die Trockenzeit auf Maui (was völlig normal ist) und b) die lebhaften Winde des Hurrikans Dora, die die Flammen anfachten, so dass sich das Feuer sprunghaft ausbreiten konnte. Ein weniger offensichtlicher Faktor ist die Entscheidung, nicht einheimische, leicht entflammbare Grassavannen die einheimischen Ökosysteme verdrängen zu lassen.
Clay Trauernicht, Professor an der University of Hawaii in Manoa und Experte für Umweltmanagement, warnte in einem Leserbrief an die Maui News im Jahr 2019 davor: „Die Brennstoffe – all das Gras – sind das Einzige, was wir direkt ändern können, um das Brandrisiko zu verringern.“
Auch Robert F. Kennedy Jr. wies auf die Rolle hin, die eine schlechte Landbewirtschaftung bei dieser Katastrophe gespielt haben könnte. In einem Substack-Artikel vom 14. August 2023 schrieb Kennedy:
„Zu den spezifischen Maßnahmen, die die Zerstörungskraft von Waldbränden eindämmen können, gehören nach Ansicht von Spezialisten für tropische Brände der Bau von Brandschneisen, die Wiedereinführung von feuerfester Vegetation und die Möglichkeit, das Gras durch Viehzucht auf einem überschaubaren Niveau zu halten. Kurz gesagt, Maui braucht jetzt ein massives Landrestaurierungsprogramm …
Gesunde Ökosysteme regulieren den Zyklus von Überschwemmungen und Dürren und dämmen Waldbrände ein. Sie binden auch Kohlenstoff. Die Wiederherstellung des Landes ist ein erreichbares Ziel, das eine unmittelbare Auswirkung auf die Waldbrände haben wird, im Gegensatz zu den langfristigen Bemühungen, den Klimawandel zu bekämpfen, der zwar einen Beitrag leistet, aber nicht die Hauptursache für diese Brände ist.“
Im obigen Video interviewt Kennedy den auf Maui lebenden Ed Dowd zu dieser Situation. Eine weitere relativ häufige, aber selten anerkannte Ursache für Waldbrände sind schlecht gewartete Anlagen der Stromversorger und/oder heruntergefallene oder beschädigte Stromleitungen.
In diesem Fall, als sich der Hurrikan Dora näherte, wurde in den Lokalnachrichten ein hohes Brandrisiko aufgrund heruntergefallener Stromleitungen, trockenen Gestrüpps und niedriger Luftfeuchtigkeit vorhergesagt, und die Einwohner von Maui verklagen nun das Stromversorgungsunternehmen, weil es „die Stromleitungen während der vorhergesagten hohen Brandgefahr unter Strom gesetzt hat“.
Im Jahr 2022 schlug Hawaii Electric, das für Maui zuständig ist, einen detaillierten Plan zur Eindämmung von Waldbränden vor, der 2,5 Millionen Dollar kostete, doch laut dem Enthüllungsjournalisten Lee Fang „zögerte die staatliche Versorgungskommission“, als es um die Umsetzung ging.
Soll Maui eine „intelligente Insel“ werden?
Andere vermuten, dass der ungewöhnlich heftige Brand mit einer gezielten Energiewaffe absichtlich ausgelöst wurde, um die Landnahme zu erleichtern. Wie bereits erwähnt, leben viele Bewohner von Lahaina seit Generationen dort und wehren sich seit langem gegen den Verkauf ihrer Grundstücke an Bauträger, die neue Resorts und Hochhäuser errichten wollen.
Einige Twitter/X-Benutzer behaupten, dass es im Januar 2023 eine „Smart City Conference“ in Maui gab. Es gibt jedoch keine Konferenz mit diesem Namen, und einige zeigen fälschlicherweise ein Banner des Hawaii Digital Government Summit 2023, der erst am 25. September 2023 stattfinden wird.
Nach weiteren Nachforschungen konnte ich bestätigen, dass die Konferenz, auf die sich die Leute beziehen, die Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS) 2023 ist. Die HICSS findet jedes Jahr im Januar im Hyatt Regency Resort in Maui statt. Auf der diesjährigen Veranstaltung wurden unter anderem die Themen digitale Regierung und elektrische Energiesysteme diskutiert.
Dass es „Great Reset“-Pläne für Maui gibt, ist unbestreitbar. Im August 2018 unterzeichneten die Bürgermeister und Gouverneure von Hawaii eine Vereinbarung, um der erste US-Bundesstaat zu werden, der sich zu einem Plan für 100 % saubere erneuerbare Energien verpflichtet.
Maui war auch der Standort eines Smart-Grid-Demonstrationsprojekts, das zwischen 2011 und 2016 stattfand. Das Projekt mit der Bezeichnung JUMPSmartMaui zielte darauf ab, erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge in größerem Maßstab einzuführen. Das Projekt, das in einer Smart Community Case Study des Mitsubishi Research Institute beschrieben wird, wurde später erweitert. Hawaii hat auch Pläne zur Einführung einer „digitalen Regierung mit künstlicher Intelligenz“. Dies ist das Thema des Hawaii Digital Government Summit im September 2023.
Wurde das Feuer gelegt, um eine Landnahme zu erleichtern?
Der Journalist und Podcaster Efrat Fenigson behauptet außerdem, dass im Jahr 2022 ein Vertrag unterzeichnet wurde, „um in Lahaina, einer historischen Stadt, die nicht neu bebaut werden durfte, Hochhäuser mit Eigentumswohnungen und Geschäften zu bauen“. Da die gesamte Stadt nun in schwelenden Ruinen liegt, ist es viel wahrscheinlicher, dass die Bewohner ihr Land verkaufen, und eine neue Bebauung muss so oder so genehmigt werden.
Wie USA Today berichtet, sind private Bauträger bereits dabei, den Einwohnern Angebote zum Kauf der Grundstücke zu unterbreiten, auf denen einst die Häuser standen, und Gouverneur Green hat erklärt, dass Lahaina nach seinen eigenen Werten“ wiederaufgebaut werden soll, und wir können davon ausgehen, dass dabei die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt stehen werden.
Die Ziele der nachhaltigen Entwicklung sind wiederum Teil der Agenda des Großen Umbaus, die den Übergang zu „intelligenten“ (d. h. von Überwachung geprägten) 15-Minuten-Städten und Kommunen vorsieht, in denen Menschen gemeinsam leben.
Einige Anwohner vermuten den Einsatz von gerichteten Energiewaffen
Obwohl das Feuer mit schwer erklärbaren Anomalien verbunden war, habe ich keine direkten Beweise dafür gesehen, dass gerichtete Energiewaffen (DEWs) eingesetzt wurden, um die Stadt in Brand zu setzen. Reinette Senum hat einen Videokommentar gepostet, gefolgt von 20 Minuten Handyvideos von Einheimischen, die das Feuer miterlebt haben, die ziemlich außergewöhnlich sind und die Sie sich unbedingt ansehen sollten.
„Überall auf der Insel werden Grundstücke von Konzernen aufgekauft, und niemand weiß, wer dahinter steckt. Ausländische Interessen? Die Menschen auf dieser Insel fangen an, die Teile des Puzzles zusammenzusetzen und vermuten, dass es sich dabei um eine große Landnahme handelt …“
Dr. Kathy J. Forti
Abgesehen davon ist es aus Sicht der globalistischen Kabale eine verdächtig „bequeme“ Katastrophe. Sie können nun einspringen und zuvor unerreichbares Land von Leuten kaufen, die zu verzweifelt sind, um es abzulehnen.
Und obwohl ich nicht bereit bin, diese Katastrophe den DEWs in die Schuhe zu schieben, tun einige Bewohner von Maui genau das. In einem LinkedIn-Post vom 12. August 2023 beschreibt Dr. Kathy J. Forti, eine klinische Psychologin, die auf Maui lebt, ihre Erfahrungen:
„Ein Freund rief mich am frühen Dienstagmorgen, dem 8. August, an und sagte mir, dass er an diesem Tag unbedingt nach Lahaina wollte. Er lockte mich mit einem Mittagessen im Cool Cats … sagte ich: ‚Okay. Auf geht’s!
Die 30-minütige Fahrt verlief ohne Zwischenfälle, ohne Wind und ohne Warnhinweise. Sobald wir Lahaina erreichten, war der Strom weg. Handy, Internet, Ampeln, GPS, das Notrufsystem 911 (das eigentlich nie ausfallen sollte) und der Stromausfall führten dazu, dass alle Geschäfte und Einkaufszentren sofort geschlossen wurden …
Dann kamen die Winde und brachten einen seltenen regenlosen Hurrikan mit Böen von 60-80 mph mit sich. Bäume wurden entwurzelt, und überall fielen Äste und Strommasten herunter …
An diesem Tag, als die Brände ausbrachen, gingen keine Evakuierungssirenen los. Auch sie versagten … Diese Brände waren wirklich seltsam. In der Nacht zuvor hatten mein Freund und viele andere nach eigenen Angaben einen sehr unruhigen Schlaf.
Ich persönlich erlebte eine seltsame Flutwelle von Energie in meinem Kopf, fast wie ein Anfall … Diese Energieüberflutung setzte sich am nächsten Morgen fort, vor allem, als ich in Lahaina war. Das sagte mir, dass bei dem, was geschah, gerichtete Energie im Spiel war.
Dies war nicht nur ein zufälliger Akt von Mutter Natur. Es erinnerte mich an die seltsamen Brände in Paradise, Kalifornien, vor ein paar Jahren, die durch die Stadt fegten und sie von der Landkarte tilgten. Ihr einziges Verbrechen bestand darin, dass sie sich einem Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnprojekt in den Weg stellten, das durch die Stadt verlaufen sollte.
Ein wenig Geschichte, um Ihre eigenen Schlüsse zu ziehen: Das historische Lahaina ist der wichtigste Seehafen der Insel. Die Lanai-Fähre fährt von hier aus hin und her, alle kommerziellen Schnorchel- und Tauchunternehmen legen von hier aus ab und die Touristen strömen täglich in Scharen dorthin.
Das Problem mit dem historischen Lahaina war, dass es eine große alte hawaiianische Gemeinde gab, die den Bauunternehmern im Weg stand. Jetzt ist es so etwas wie Ground Zero, das zum Katastrophengebiet erklärt wurde, und die Vorschriften des Bundes und der Staaten werden wahrscheinlich über den Haufen geworfen. Es ist ein giftiges Durcheinander. Zweifellos wird man alles auf den Klimawandel schieben und die Bauträger willkommen heißen, die die Insel mit Bulldozern platt machen werden.
Überall auf der Insel werden Landstriche von Unternehmen aufgekauft, und niemand weiß, wer dahinter steckt. Ausländische Interessen? Die Menschen auf der Insel fangen an, die Teile des Puzzles zusammenzusetzen und vermuten, dass es sich um einen großen Landraub handelt …“
Andere Zufälle und Anomalien
Ein weiterer interessanter Zufall ist die Tatsache, dass auf Maui das Directed Energy Directorate des U.S. Air Force Research Laboratory (AFRL) beheimatet ist, das vom AFRL als „Kompetenzzentrum der Air Force für gerichtete Energietechnologie“ bezeichnet wird.
Im obigen Video gibt Ryan Cristian von The Last American Vagabond einen Überblick darüber, was wir derzeit über dieses Feuer wissen und beweisen können. Wie Cristian anmerkt, werden Verdachtsmomente über den Einsatz von DEWs zwar routinemäßig als „Verschwörungstheorie“ abgetan, aber DEWs sind eindeutig eine Realität, und wenn sie existieren und funktionieren, kann man wohl davon ausgehen, dass sie eines Tages eingesetzt werden.
Wie Motherboard berichtet, gibt das Pentagon jährlich 1 Milliarde Dollar für DEWs wie Hochenergielaser, Teilchenstrahlen und Hochleistungs-Mikrowellenwaffen aus, und das Maui Directed Energy Directorate behauptet, die allerersten einsatzfähigen DEWs an die US Air Force geliefert zu haben.
Wurde ein DEW eingesetzt und zeitlich auf einen Hurrikan abgestimmt, um die totale Vernichtung von Lahaina sicherzustellen? Laut John Pelletier, dem Polizeichef von Maui, brannte das Feuer heiß genug, um Metall zu schmelzen, und die meisten typischen Brände erreichen einfach nicht die erforderlichen Temperaturen, um Stahl und bestimmte andere Metalle zu schmelzen.
Eine andere Möglichkeit ist natürlich, dass die Brände absichtlich von Brandstiftern gelegt wurden. Wie auch immer das Feuer in Lahaina entstanden ist, es kommt eindeutig denjenigen zugute, die Maui zu einer „intelligenten Insel“ umbauen wollen. Gibt es einen einfacheren Weg, eine ganze Stadt neu zu gestalten, als sie niederzubrennen? Im Moment haben wir nur Indizienverdächtigungen, und wenn tatsächlich DEW verwendet wurde, werden die Täter dies wahrscheinlich niemals zugeben.
Quellen:
- 1 NPR August 9, 2023
- 2 AP News August 15, 2023
- 3, 29 USA Today August 15, 2023
- 4 Hawaii News Now January 13, 2023
- 5, 6 AP August 15, 2023
- 7 The Hill August 14, 2023
- 8 ABC News August 14, 2023
- 9 Climate.gov December 15, 2016
- 10 Maui News February 3, 2019
- 11 Robert F. Kennedy Jr. Substack August 14, 2023
- 12 Twitter Kanekoa the Great August 13, 2023
- 13 Hawaiian Electric
- 14 Twitter Lee Fang August 14, 2023
- 15 Dianne Marshall Report August 13, 2023
- 16 Twitter Robin Monotti August 14, 2023
- 17 Americas Best Pics Smart City Conference
- 18 Reddit August 13, 2023
- 19, 27 Hawaii Digital Government Summit 2023
- 20 Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS) 2023
- 21 Hicss.hawaii.edu
- 22 HICSS-56 January 3-6, 2023 Best Papers
- 23 Energy.hawaii.gov Clean Energy Initiative
- 24 Weforum August 20, 2018
- 25 Hitachi JUMPSmartMaui Project
- 26 NEDO Smart Community Case Study
- 28 Twitter Efrat Fenigson August 14, 2023
- 30 Reuters August 11, 2023
- 31 Maui Now July 16, 2023
- 32 LinkedIn Dr. Kathy J. Forti August 12, 2023
- 33, 36 Twitter Last American Vagabond August 12, 2023
- 34 The Last American Vagabond August 12, 2023
- 35 Motherboard June 1, 2023
- 37 YouTube Really Graceful 4:37
- 38 The Piping Mart Does Steel Melt in Fire?
Lieferung von F16-Kampfjets an die Ukraine: Der Westen gießt weiter Öl ins Feuer
Nun wird es ernst: Die Niederlande und Dänemark gaben gestern bekannt, die Ukraine mit amerikanischen F-16-Kampfflugzeugen zu beliefern. Die US-Regierung hat dem, wenig überraschend, zugestimmt. Damit tritt die Eskalation des Konflikts in eine neue Stufe – und die aktive Kriegsbeteiligung von NATO-Staaten wird immer offensichtlicher.
US-Außenminister Anthony Blinken kündigte in einem Brief an seinen niederländischen und dänischen Amtskollegen an, die USA würden alle Anträge von Drittparteien auf die Lieferung von F-16 an die Ukraine im Schnellverfahren genehmigen.
„Weiterer Schritt zur Stärkung des Luftschildes“
Von den 42 F-16 der Niederlande seien nur 24 einsatzfähig, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ministerpräsident Mark Rutte erklärte, man wisse zwar noch nicht genau, wie viele Flugzeuge man liefern werde.
Dänemark will 19 der Flugzeuge abtreten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte beide Länder besucht, wobei sein Werben um die abermaligen Waffenlieferungen erhört wurde. „Heute haben wir einen weiteren Schritt zur Stärkung des Luftschildes der Ukraine unternommen. F-16“, frohlockte er auf Twitter. Die Ausbildung der ukrainischen Piloten und Techniker an dem Kampfflugzeug habe bereits begonnen, teilte er weiter mit.
Pilotenausbildung reicht nicht mehr
Neben den Niederlanden und Dänemark hatten sich mit Belgien, Kanada, Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden und Großbritannien im Juli zehn weitere Länder bereiterklärt, ukrainische Piloten für den Einsatz in F-16-Flugzeugen auszubilden.
Piloten aus der umkämpften Ostukraine frohlockten, die Kampfjets könnten das Kräfteverhältnis zugunsten Kiews dramatisch verschieben und die russische Luftüberlegenheit brechen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hingegen warnte: „Die USA und ihre Nato-Satelliten schaffen das Risiko einer direkten militärischen Auseinandersetzung mit Russland, und das kann katastrophale Folgen haben.“
Reaktion auf gefloppte Großoffensive?
Russland könne nicht ignorieren, dass die F-16 potenziell Atomwaffen tragen könnten. „Allein den Fakt des Auftauchens solcher Systeme bei den ukrainischen Streitkräften werden wir als atomare Bedrohung vonseiten des Westens betrachten“, drohte Lawrow.
Obwohl der Westen die Ukraine seit anderthalb Jahren mit Milliarden und Abermilliarden flutet und mit modernsten Waffen aufrüstet, ist die jüngste, mit riesigem Brimborium angekündigte Großoffensive ein einziger Fehlschlag. Auch die Sanktionspakete gegen Russland haben sich als kolossaler Fehlschlag erwiesen. Sie schaden ihren Urhebern am meisten, während die russische Wirtschaft weiter wächst.
Eskalationsspirale dreht sich immer schneller
Anstatt nun wenigstens daraus den Schluss zu ziehen, dass ein militärischer Sieg nicht zu erreichen ist, und sich endlich mit aller Kraft für einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen einzusetzen, lassen sich europäische Politiker ohne Sinn und Verstand immer tiefer in diese Katastrophe hineinziehen, indem sie noch mehr und noch tödlichere Waffen liefern.
Geld und Kriegsgerät fließen in ein Land, das selbst in Kriegszeiten noch so von Korruption durchsetzt ist, dass Selenskyj kürzlich die Regionalchefs sämtlicher Rekrutierungsbüros des ganzen Landes entlassen musste, und dessen führende Militärs sich mitten im Krieg Luxusvillen in Spanien anschaffen – offenbar mit westlichen Geldern. Und dennoch ist in der US-hörigen EU keinerlei Rückkehr zur Vernunft in Sicht. Im Gegenteil: „Das ist erst der Anfang“, kommentierte Selenskyj zuversichtlich die F-16-Lieferungen. Es ist zu befürchten, dass er damit Recht behält.
Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“
Wir sind unabhängig, weil Sie uns unterstützen!
AUF1 ist durch seine Zuseher finanziert. Wenn Ihnen unser Angebot gefällt, dann bitten wir Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu helfen. Nur mit dieser Hilfe können wir ein tägliches Programm aufrechterhalten und weiter ausbauen.
Nationalfeiertag: Ungarn feiert mit Europas größtem Mega-Feuerwerk sich als christlich-abendländische Nation (Videos)
Von unserem Ungarn-Korrespondenten ELMAR FORSTER
Ungarn feierte gestern, am 20. August, mit dem größten Feuerwerk Europas seinen Nationalfeiertag zu Ehren von König Stephan I. (969 – 1038), Gründer des christlichen Ungarns und wichtigster Heiliger des Landes. Somit setzt Ungarn erneut ein trotziges Zeichen gegen den derzeit im Westen vorherrschenden Zeitgeist einer zersetzenden Cancel Culture:
Ungarn hat das Christentum in seiner Verfassung festgeschrieben, und somit bleibt dieser Feiertag das Symbol für das 1000-jährige Ungarn.
„Der Westen fällt, während Europa nicht einmal bemerkt, dass es besetzt wird… In Westeuropa sind die alten, großen europäischen Nationen zu Einwanderungsländern geworden. Die … Abnahme der Bevölkerung christlicher Kultur, die Islamisierung der Großstädte schreitet … voran, und ich sehe jene politischen Kräfte nicht, die die Prozesse aufhalten wollten oder könnten … Wir (Ungarn) haben verhindert, dass die islamische Welt uns überströmte…
Die absurde Situation ist die, dass die Gefahr uns heute vom Westen droht. Dieser Gefahr setzen uns Brüsseler, Berliner und Pariser Politiker aus. … Jene Politik, die … den Weg für den Niedergang der christlichen Kultur und den Raumgewinn des Islam eröffnet hat. … Weil das Fremde schön, die gemischte Bevölkerung besser sei und weil der wahre Europäer keine derart mittelalterlichen Dinge verteidigen soll wie seine Heimat und seine Religion. … Wir werden niemals mit jenen europäischen führenden Politikern solidarisch sein, die Europa in ein postchristliches und postnationales Zeitalter führen wollen.“(Viktor Orban: „Rede zur Lage der Nation, 18.2.2018)
Feuerwerk der Superlative
Das Feuerwerk war so komplex wie nie zuvor und ist einzigartig in Europa: 34230 pyrotechnische Effekte, grandiose Licht- und Laserspiele, Gebäudemalerei, ein Feuerteppich auf der Donau und fast 900 Drohnen kamen zur Geltung. Die Feuerwerksraketen wurden von 230 Startpunkten, sieben Schiffen und 65 Pontons abgefeuert.
Christentum und ungarische Nation
Die Drohnen zeichneten wunderschöne Formen aus Symbolen der ungarischen Geschichte in den Nachthimmel – und zwar synchron über dem Parlament und der Petőfi-Brücke. Ungarns Bekenntnis zu seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte bezog sich so auf die Geburt der Nation, den Blutpakt und die Eroberung, die Ära der christlich-heidnischen Kriege gegen die Tartaren und die Türken. – Getragen von einem starken Glauben und der Hoffnung zum Leben, die sowohl Vergangenheit und Gegenwart der Ungarn bestimmen…
20. August 1000: Gründung des Königreichs Ungarn
Der Nationalfeiertag am 20. August erhält seine Bedeutung durch Ereignisse im späten 10. Jahrhundert. Das Land wurde bereits ab dem 9. Jahrhundert von den Magyaren besiedelt, allerdings war es damals weder ein christliches Land, noch ein Königreich. König Stephan I. vereinte schließlich die magyarischen Stämme und rief am 20. August 1000 das Königreich Ungarn aus. Somit waren die Weichen zur Christianisierung des Landes gestellt, und Ungarn stieg in den folgenden 300 Jahren zu einer bedeutenden regionalen Großmacht auf, welches das christliche Abendland von seiner östlichen Flanke her gegen heidnische Bedrohungen schützte.
Der 20. August blieb aber auch während der sowjetischen Besatzerzeit ein subversiver Feiertag, denn der Versuch einer kommunistischen Um-Interpretierung in Richtung eines sozialistischen Ungarns scheiterte kläglich. Gleich nach den ersten freien Wahlen wurde der 20. August zum nationalen Feiertag ausgerufen.
„Gott schütze den Ungarn!“
Das gestrige Feuerwerk Ungarns endete mit der ersten Strophe des ungarischen Nationalhymnus:
„Herr, segne den Ungarn mit Frohsinn und mit Überfluss. Beschütze ihn mit deiner Hand, wenn er sich mit dem Feind schlägt.
Denen die schon lange vom Schicksal nicht verschont, bring ihnen eine bessere Zeit. Denn dies Volk hat schon genug gebüßt für Vergangenes und Kommendes.“
Somit aber wird Ungarn erneut seiner mehr als 1000-jährige Berufung gerecht: als Verteidigerin Europas gegen den derzeit wütenden postmodernen kulturellen Totentanz, der im Woke-ismus und dem LGBTG-Transgender-Wahn Formen des Nihilismus, des Satanismus und des Sexismus in seiner womöglichst schrecklichsten Ausprägung angenommen hat.
Hier noch verwandte Arikel:
Elmar Forster: „Ungarn – Mon amour: Resilienter Gegen-entwurf zur österreichischen Political Correctness – Eine Mentalitätskritik“ (UM)
Blick von meinem Weinberg auf die Vulkankegel des Balaton
„101 Jahre Trianon – Das zerbrochene Schweigen“ (UM)
„Ungarn bleibt realistisch: Nur ein paar Tausend auf Budapest-LGBTQ-Pride – Abgrenzung zu Pädophilie“ (UM)
________________________________________________________________________
Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat auch ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampagne verteidigt. Der amazon-Bestseller ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>
„KATAKLYPSE NOW: 100 Jahre Untergang des Abendlandes (Spengler) Dekonstruktion der Political Correctness.“

Das Buch ist direkt bei Elmar Forster postalisch (inkl. Widmung) zum Preis von 25,50 EUR (inkl. Porto u. persönlicher Widmung unter <ungarn_buch@yahoo.com> bestellbar. Es wird demnächst auch im Buchhandel und bei Amazon erhältlich sein.

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.














