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Teil II – Sergey Lawrow: «Europa hat sich amerikanischen Plänen unterworfen»
Teil I erschien: Hier
Teil II

Die Zuhörer Lawrows am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO)
Frage: Was würden Sie unseren angehenden internationalen Fachkräften angesichts der turbulenten und sich schnell verändernden internationalen Szene raten, worauf sie sich konzentrieren sollten? Welche Sprachen und Regionen sollten mittelfristig unsere Priorität erhalten?
Sergey Lawrow: Wir erleben zurzeit einen „Wechsel der Gangart in einem Umbruch“ im Zusammenhang mit den skandalösen Entscheidungen unserer westlichen Kollegen, Dutzende unserer Diplomaten auszuweisen. Gleichzeitig wird uns bewusst, dass das Arbeitsvolumen in diesem Bereich geschrumpft ist aufgrund einer solchen Entwicklung. Abgesehen davon, dass der Westen selbst nahezu alle Instrumente und Mechanismen über Nacht blockierte, wird unseren Diplomaten einfach jeder Kontakt verweigert.
Sie haben schon um Gespräche nachzusuchen, um nur die Arbeitsweise der diplomatischen Vertretungen zu besprechen. Wir haben Probleme im Finanzverkehr, weil sich westliche Banken weigern, unsere diplomatischen Vertretungen, Kulturzentren oder die Niederlassungen unserer Unternehmen zu betreuen. Es ist nur verständlich, dass wir ähnliche Gegenmaßnahmen gegenüber den Botschaften entsprechender Länder ergreifen.
Wir haben zumindest die Fragen zu klären, die unserem diplomatische Personal, die pflichtgemäße Aufrechterhaltung gewisser Kommunikationslinien erlaubt und eine Arbeit unter normalen Bedingungen zulässt. Doch, selbst zu diesen Themen werden uns Treffen verweigert. Uns wird gesagt, dass wir uns dazu schriftlich zu melden hätten, worauf man uns schriftlich antworten würde. Zumal das ihren Vorstellungen entspricht, bedeutet es, dass auch die Diplomaten ihrer Länder eine ähnliche Behandlung erfahren. Andernfalls würden wir unsere Gesprächspartner kaum dazu animieren können, zu einer normalen Art der Kommunikation zurückzukehren.
Nahezu zweihundert Diplomaten und eine noch etwas größere Zahl an administrativen und technischem Personal hatten ihre Gastländer zu verlassen. Etwa 90 Prozent dieses diplomatischen Personals wurden bereits versetzt. Sie gaben ihr Einverständnis, entweder im Hauptquartier des Ministeriums oder in Botschaften befreundeter Länder eingesetzt zu werden. Dort wird es objektiv gesehen künftig mehr Arbeit geben. Da unfreundliche Länder den Umfang der Beziehungen zu uns stark reduzierten, werden wir nicht an deren Türen klopfen.
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Wie schon erklärt, haben wir eine fundamentale Schlussfolgerung in Bezug auf die Unzuverlässigkeit westlicher Partner gezogen: Deshalb werden wir nunmehr die Zusammenarbeit mit jenen Ländern beschleunigt ausbauen, die sich den Sanktionen nicht angeschlossen haben und sich zugleich voll bewusst sind, was in der Welt läuft: Sie wollen nicht von einem westlich-zentrierten System abhängig sein, auch nicht in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht, doch wollen ihre eigene Entwicklung gewährleisten. Dies soll durch den Ausbau der Beziehungen, auch zur Russischen Föderation, entstehen. Das sind in erster Linie die Staaten der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bzw. UdSSR-Nachfolgestaaten; heute: Neun Mitglieder und ein assoziiertes Mitglied), wie die Länder in Asien, Afrika und im Nahen Osten.
Was die Sprachen betrifft, so wurde ich informiert, dass die Universität plant, den Fremdsprachenunterricht zu erweitern. Das MGIMO (Moskauer Institut für Internationale Beziehungen) ist anerkannt führend auf diesem Gebiet. Wir haben Interesse an Chinesisch, Arabisch, Bengalisch, Vietnamesisch und Birmanisch. Dies sind Länder, die eine beschleunigte Entwicklung aufweisen. Ich möchte auch Indonesisch, Malaiisch und Tagalog erwähnen – ebenso wie Arabisch und Hebräisch. Trotz einiger „Ecken und Kanten“ in unseren Beziehungen zur derzeitigen israelischen Regierung haben wir ein strategisches Interesse an der Entwicklung von Beziehungen zu diesem Land, in dem etwa zwei Millionen unserer Landsleute leben. Dazu gibt es eine gute Grundlage: wirtschaftlich, technologisch, kulturell und im Gesundheitswesen. Afrikanische Sprachen, Swahili, Afrikaans, Amharisch und die Sprachen in den GUS-Ländern sind für uns wichtig. Ich habe gehört, dass Kirgisisch, Kasachisch und Usbekisch hier unterrichtet werden. Turkmenisch ist ebenso wichtig.
Wir sind daran interessiert, auch europäische Sprachen weiter zu unterrichten. Denn diese Sprachen werden nicht nur von Politikern gesprochen, die den Bezug zur Realität und zu den Interessen ihrer eigenen Bevölkerung etwas verloren haben, sondern auch von Kulturschaffenden, Wissenschaftlern, Künstlern, öffentlichen Organisationen, mit denen wir in Kontakt bleiben wollen. Bei den klassischen vier Sprachen – Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch – gehe ich davon aus, dass wir die Kultur dieser großen Zivilisationen nicht „auslöschen“ werden. Wir werden ein Beispiel für den respektvollen Umgang mit den Traditionen anderer Völker geben, im Gegensatz zu den „Zeitgenossen“, die heute in einigen westlichen Ländern an der Macht sind.
Frage: Inwieweit wird angesichts des bevorstehenden Beitritts Finnlands und Schwedens zur NATO die Gefahr einer Bedrohung von Russland durch das Nordatlantische Bündnis zunehmen?
Sergej Lawrow: Für uns war diese Entscheidung – um ehrlich zu sein – keine Überraschung. In letzter Zeit sind sogar im Westen, in Kreisen der Politikwissenschaft, in einschlägigen Printmedien und sozialen Netzwerken viele Materialien aufgetaucht, die belegen, dass dieser Prozess von langer Hand heimlich vorbereitet worden war: Die aktive Teilnahme Schwedens und Finnlands an NATO Militärübungen als geladene Gäste über die letzten Jahren ist Beweis dafür. In unseren Kontakten mit Helsinki und Stockholm haben wir taktvoll die Frage gestellt, ob die Tatsache, dass sie regelmäßig an Übungen teilnahmen, sich mit ihrer Neutralität vereinbaren ließe, zumal sich all diese Übungen vor dem Hintergrund des Konzepts der «militärischen Mobilität» abspielten, welche von EU und NATO gefördert werden? Dahinter verbirgt sich ganz allgemein die Absicht, das Hoheitsgebiet von EU-Ländern, die nicht Mitglied dieser Organisation sind, für militärisches Gerät der NATO dauerhaft und problemlos zugänglich zu machen. Wie Sie sehen können, wird dadurch die Fähigkeit der NATO, ihre Expansion, auch in Richtung Osten, durchzuführen, erheblich erweitert.
Wir haben ihre Annäherung an das [atlantische] Bündnis beobachtet. Aber die Art und Weise, wie die Schweden und Finnen plötzlich ankündigten, dass sie den vollständigen Beitritt und eine NATO-Mitgliedschaft anstrebten, war eine gewisse Überraschung für uns. Denn zur finnischen Führung bestanden auf unterschiedlichen Ebenen vertrauensvolle und gute Beziehungen. Jene ermöglichten es, dass etwaige Sicherheitsbedenken offen und ohne Scheu angesprochen werden konnten. Es gab Kontakte zwischen den Militärs in Finnland und Schweden, wobei Sicherheitsfragen erörtert wurden. Unseren beiden nördlichen Nachbarn sprachen keine unüberwindbaren Probleme an. Doch, offenbar gab es einige Vorarbeiten, um sie auf eine solch drastische Wende vorzubereiten.
Ja, das wird die geopolitische Lage verändern. Aber es gibt Optionen. Falls die Mitgliedschaft in Zukunft sich nur auf die bereits begonnene Teilnahme an verschiedenen Übungen beschränkt, wäre das eine Geschichte. Wenn auf dem Territorium dieser Länder Militärbasen eingerichtet würden – es wird nun argumentiert, dass es verschiedene Arten von Militärbasen gebe: «leichte» und «echte» – müssten wir sehen, welche spezifischen militärischen Mittel eingesetzt würden. Ich bin überzeugt, dass die wichtigste Stimme den Amerikanern zukommt, inwieweit sie eine zusätzliche materielle Fähigkeit zur Eindämmung der Russischen Föderation schaffen wollten. Es ist unwahrscheinlich, dass irgendjemand auf Finnland und Schweden besonders hören würde. In Abhängigkeit von solchen Entwicklungen würde unsere Entscheidung fallen, unsere Fähigkeiten im Nordwesten der Russischen Föderation zu verstärken. In jedem Fall wird sich die Kontaktlinie Russlands gegenüber dem Westen radikal um mehr als 1.000 Kilometer verlängern.
Dazu müssen wir noch die Äußerungen von Aktivisten in den baltischen Staaten in Betracht ziehen. Der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur erklärte, dass es jetzt, da Finnland und Schweden NATO beitreten werden, notwendig wäre, die Ostsee in ein „Binnenmeer“ der [NATO] Allianz zu verwandeln, um der Russischen Föderation jede Möglichkeit zu nehmen, besagtes Meer zu nutzen.
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Vor ein paar Jahren diagnostizierte Herr Macron den „Hirntod“ der NATO. Ich denke, es ist möglich, sich an französische Ärzte zu wenden.
Frage: Ist ein militärisch-politisches Bündnis zwischen Russland und China zur Schaffung einer neuen Weltordnung möglich?
Sergej Lawrow: Diese Frage wird oft gestellt. Jedem russisch-chinesischen Gipfeltreffen geht dazu eine Diskussion voraus, was das zu bedeuten hätte und wie das alles enden würde.
Wir haben der Weltgemeinschaft nichts zu verheimlichen, wie sich unsere Zusammenarbeit mit China entwickelt: Moskau und Peking tun dies in aller Transparenz und Offenheit. Unsere Beziehungen haben das beste und hochwertigste Niveau im Verlauf der Beziehungen zwischen beiden Ländern erreicht. Präsident Wladimir Putin und Präsident Xi Jinping haben das Thema wiederholt angesprochen. In der im Jahr 2021 von höchster Ebene verabschiedeten Erklärung heißt es, dass die russisch-chinesischen Beziehungen ein grundlegend neues Niveau erreicht haben, das in seiner Qualität die klassischen Militärbündnisse der vergangenen Ära übertreffe. Ziehen Sie daraus Ihre Schlüsse. Wir haben eine enge militärische Zusammenarbeit. Es finden regelmäßig Übungen aller Teilstreitkräfte statt: Übungen der Marine, der strategischen Luftstreitkräfte, Übungen zur Terrorismusbekämpfung, Manöver sowohl bilateral als auch im Rahmen der SCO [Shangahi Cooperation Organisation]. Jetzt nehmen chinesische Soldaten an den „Wostok-2022“ Militärmanövern teil.
Wir und China werden unsere noch nie dagewesenen Beziehungen einer neuen Qualität nicht gegen jemanden entwickeln. Dies geht auch aus den Dokumenten hervor, die von Wladimir Putin und Xi Jinping auf höchster Ebene verabschiedet wurden. Wir werden eine positive Agenda zur Entwicklung der Beziehungen auf dem eurasischen Kontinent fördern. Wir haben die EAEU [Eurasian Economic Union], welche einen Kooperationsvertrag mit China unterhält.
Es gibt auch einen bilateralen Vertrag mit China darüber, wie wir unsere bilateralen Kontakte nutzen wollen, um die eurasische Integration unter Einbeziehung der EAEU, SCO, ASEAN und aller anderen Länder im gemeinsamen geopolitischen Raum zu fördern. Das ist es, was Präsident Wladimir Putin im Sinn hatte, als er seine Vision der Großen Eurasischen Partnerschaft formulierte.
China fördert, wie Sie wissen, sein Projekt „One Belt, One Road“. Jetzt wird es mit den multilateralen Strukturen auf dem eurasischen Kontinent, die ich erwähnt habe, durch etablierte Mechanismen harmonisiert. Wir sind Freunde mit dem Ziel, Staaten zu vereinen und niemanden zu bekämpfen. Natürlich erklären die Amerikaner und die NATO diese Region zu ihrem Lehnsgut – so endete der Bündnisgipfel in Madrid. Es wurde festgestellt, dass die Sicherheit in der euro-atlantischen und indopazifischen Region unteilbar sei, so dass die NATO verpflichtet wäre, globale Verantwortung zu übernehmen. Es wurde auch erklärt, dass die [NATO-]Allianz ihre militärische Präsenz in der Region verstärken wolle, einschließlich der „Einkreisung“ der VR China und unserer Küsten. Nicht nur die Angelsachsen, die schon seit langem mit ihren Kriegsschiffen in dieser Region „fischen“, sondern auch die Franzosen und neuerdings die Deutschen haben angekündigt, ihre Flotten zur „Eindämmung“ Chinas zu schicken. Hier ist Gefahr zu verorten.
Das [NATO] Militärbündnis, das seine Aufgabe darin sah, die Territorien seiner Mitglieder zu verteidigen, hat seine Daseinsberechtigung bereits verloren. Zuerst waren es die Sowjetunion und der Warschauer Pakt – sie sind verschwunden. Dann «erfanden» sie Afghanistan, aus dem sie vor einem Jahr flohen. Dann musste Russland als Bedrohung herhalten, um das [NATO-]Bündnis zu festigen. Aber auch hier erkennen sie [der Westen], dass sie nur wenig erreichen werden.
Jetzt haben sie beschlossen, neben Russland China zur nächsten strategischen Langzeitbedrohung zu erklären. Das sind genau die «Regeln», auf die sie die Weltordnung gründen wollen. Regeln, die besagen, dass sie weltweit im wirtschaftlichen Bereich bestimmen, wer Zugang zu den Ressourcen hat, die sie kontrollieren: den USD-Dollar, den Euro, die Ressourcen der Weltbank – in der sie die Mehrheit halten und deren Exekutivdirektorium eine westliche Politik verfolgt – und die Ressourcen des Internationalen Währungsfonds. Und im Bereich der Sicherheit soll «Globalisierung» die Vorherrschaft von NATO bedeuten.
Es sieht aus, als lägen sie [der Westen] in Agonie: Diese Pläne werden nicht in Erfüllung gehen. Falls die Amerikaner und ihre Satelliten auf einem solchen Ansatz in der Entwicklung der Zusammenarbeit in der asiatisch-pazifischen Region bestehen, würden sie sich selbst wieder in eine Ecke manövrieren, aus dem einige aggressive Kreise im Westen nur einen militärischer Konflikt als Ausweg fänden. Es gibt bei ihnen Leute, die das erkennen, aber sehr viele nehmen es auf die leichte Schulter.
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Die Hauptsache ist, dass Europa sich all diesen amerikanischen Plänen völlig unterworfen hat, seine Unabhängigkeit verloren hat und alles tut, was Washington ihm vorgibt. Zusammen mit der Volksrepublik China sehen wir diese Gefahren sehr wohl. Wir werden uns nicht provozieren lassen und eine Agenda vorantreiben, die für alle Länder der Region offensichtlich viel attraktiver ist als die vom Westen aufgezwungene Konfrontation.
Frage: Angesichts des wachsenden wirtschaftlichen und politischen Potentials der Länder im Osten sowie der aktuellen geopolitischen Lage ist die Hinwendung zum Osten für Russland besonders wichtig geworden. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie fragen, welche Prioritäten unser Land im Dialog mit einem so wichtigen Partner wie Indien sieht?
Sergej Lawrow: Der Begriff «Hinwendung zum Osten“» ist ein wenig irreführend. Wir haben nie – sowohl während der Sowjetunion als auch insbesondere nach dem Erscheinen der Russischen Föderation auf der Landkarte als unabhängiger Staat – versucht, etwas in östlicher Richtung zum Nachteil der westlichen Richtung zu tun. Unser Wappen zeigt, dass wir sowohl nach Westen als auch nach Osten blicken und Kontakte sowohl mit Europa als auch mit Asien, einschließlich Ostasien, Südostasien und dem indischen Subkontinent aufbauen sollen.
Als Europa praktisch alle Kanäle der Zusammenarbeit abbrach und nur noch einige wirtschaftliche Verbindungen übrig blieben, begann kraft der Gesetze der Physik die östliche Richtung – in absoluten Zahlen hat sie zuvor schon zugenommen – in den externen, wirtschaftlichen, handelspolitischen und anderen Verbindungen unseres Landes zu dominieren. Und Indien hat immer einen der wichtigsten Plätze innerhalb unseren Prioritäten eingenommen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass unsere Beziehungen zu Indien heute als eine besonders privilegierte strategische Partnerschaft bezeichnet werden. Vor vielen Jahren haben wir uns darauf geeinigt, es eine strategische Partnerschaft zu nennen. Dann sagten unsere indischen Freunde, das sei nicht genug, sie hätten strategische Partnerschaften mit vielen Ländern, wir sollten es eine privilegierte strategische Partnerschaft nennen. Aber auch das war nicht genug. Auf Anregung unserer indischen Freunde heißt sie jetzt: „Besonders privilegierte strategische Partnerschaft“.
Wir haben eine enge Zusammenarbeit mit Indien im Energiesektor. Russische Unternehmen sind in Indien tätig, indische Unternehmen arbeiten für uns in Sibirien und im Fernen Osten. Wir haben eine enge und besonders vertrauenswürdige militärisch-technische Zusammenarbeit, einschließlich der Produktion einschlägiger moderner Waffen auf indischem Territorium. Wir haben weitreichende Verbindungen im Agrarsektor und bei den Projekten, die wir jetzt gemeinsam durch die so genannte «grüne Transition» zu entwickeln versuchen. Das Kernkraftwerk Kudankulam ist eines der Aushängeschilder unserer strategischen Partnerschaft. Wir führen derzeit konkrete Gespräche über die Vorbereitung eines Standorts für ein weiteres Kernkraftwerk, das ebenfalls mehrere Blöcke umfassen wird.
Es ist unmöglich, alles aufzuzählen: Es handelt sich in der Tat um eine blühende Beziehung, die auf einem starken Fundament der Freundschaft beruht und bis in die Zeit des indischen Unabhängigkeitskampfes zurückreicht.
Jetzt sagt der Westen, dass er die ganze Welt dazu bringen wolle, die Zusammenarbeit mit Russland zu beenden und Sanktionen zu verhängen. Es wäre eine andere Sache, falls sie es diskret täten. Doch, es ist ihr «Steckenpferd» auf das sie so stolz sind, indem sie öffentlich erklären, dass sie von diesen Ländern Sanktionen gegen Russland erwarten oder anderenfalls sie bestrafen wollten.
Wie kann man vom Standpunkt der Diplomatie und des gesunden Menschenverstandes aus gesehen solche arroganten öffentlichen Erklärungen gegenüber Ländern wie Indien, China, der Türkei, Ägypten und Indonesien abgeben? Wenn diese Staaten öffentlich bedroht werden, merkt denn niemand, dass diese Zivilisationen Würde und Selbstrespekt besitzen? Es ist einfach beleidigend, solche Forderungen erhalten zu müssen. Selbst wenn es unter vier Augen geschähe, wäre es ein Mangel an jeglichem Anstand. Wenn großen Nationen gesagt wird, dass sie etwas auf Geheiß von jemandem jenseits des Ozeans zu tun hätten, kann ich mir nur den langfristigen Schaden vorstellen: In den Beziehungen zu jenen, die den Versuch unternehmen ihren Willen anderen aufzuzwingen!
Indien will sich den Sanktionen nicht anschließen. Führende indische Politiker, darunter mein Kollege, der Außenminister, haben öffentlich jeden Versuch zurückgewiesen, sie in Beschränkungen in Bezug auf russische Energiekäufe einzubeziehen. Sie haben deutlich gemacht, dass sie ihre eigenen Interessen verfolgen. Erst kürzlich erschien ein Artikel eines indischen Politologen und Wirtschaftswissenschaftlers, in dem er erklärt, warum sich Indien nicht an den US-Sanktionen beteiligen werde. Er begründet dies nicht nur mit wirtschaftlichen Interessen und Kalkül, sondern auch mit der gemeinsamen Geschichte Russlands und Indiens und mit dem tiefen Respekt, den man in Indien gegenüber der Rolle Russlands, die unser Land bei der Sicherung der Unabhängigkeit Indiens und bei der Entwicklung seiner unabhängigen Wirtschaft gespielt hat, sieht.
Wir sind mit den russisch-indischen Beziehungen zufrieden. Präsident Wladimir W. Putin und Premierminister N. Modi trafen sich im Jahr 2021. Sie werden auch bei den kommenden Treffen Gelegenheit haben, miteinander zu sprechen. Der SCO-Gipfel wird diesen Monat stattfinden. Ich werde auf jeden Fall in naher Zukunft mit meinem Kollegen Dr. Subrahmanyam Jaishankar [indischer Außenminister] zusammentreffen, dazu auch bei der UN-Generalversammlung.
Frage: Wenn wir uns nun vom Land zwischen Indus und Ganges zu den Ufern des Dnjestr begeben, können wir feststellen, dass die Ukraine und Moldawien ihre verbalen Attacken gegenüber Transnistrien immer häufiger loslassen. Die im Osten [Ukraine] kündigen regelmäßig Pläne an, Munitionsdepots auszuheben und sogar Gefangene zu machen, um sie gegen Gefangene in Russland auszutauschen, während die im Westen [Moldawien] ihre Ausgaben für die Armee erhöhen und gleichzeitig die Belastung für ihre Bevölkerung auf praktisch alles anheben. Kann Russland in Anbetracht dieser Tatsachen die Sicherheit Transnistriens auf eine Weise garantieren? Wie können wir (Russland) reagieren, falls es einen Angriff auf diese friedliche, nicht anerkannte transnistrische Republik gäbe?
Sergej Lawrow: Lassen Sie mich kurz ausführen, in welche Richtung sich Moldawien gerade bewegt. Wie ich eingangs ausführte, haben wir dem Westen seit vielen Jahren geduldig und konsequent unsere «roten Linien» erklärt. Jeder kennt diese. Wir haben erklärt, nicht akzeptieren zu können, was nicht irgendwo weit weg, sondern direkt an unseren Grenzen geschieht. Es gab Angriffe auf die russische Sprache, russische Kultur und russische Journalisten – es wurde sogar getötet. Sie haben die NATO bis an unsere Grenzen vorgeschoben. Rumänien und Polen sind Mitglieder des Bündnisses.
In den letzten Jahren haben sie sich bereits aktiv um Moldawien und die Ukraine gekümmert. Wir haben dem Westen gesagt, dass es inakzeptabel sei, unsere engsten Nachbarn in Kriegsspiele zu verwickeln. Wir machten den Westen seit Jahren darauf aufmerksam, was in der Ukraine vor sich gehe. Man sagte uns, dass es dort keine Russophobie oder Nazismus gäbe, aber unter Poroschenko bezeichnete sein Premierminister Arsenij Jazenjuk die Bewohner des Donbass als «Untermenschen». Selenskyj selbst bezeichnete sie letztes Jahr als «animalische Kreaturen», als er gefragt wurde, was er von den Menschen im Donbass halte – zu diesem Zeitpunkt waren die Minsker Vereinbarungen noch in Kraft. Er sagte, es gäbe Menschen und es gäbe «animalische Kreaturen». Er fügte hinzu, wenn sich jemand in der Ukraine russisch fühle, dann solle er um seiner Kinder und Enkel willen in die Russische Föderation verschwinden. Das war im vergangenen September. Wir haben den Westen darauf aufmerksam gemacht: Keine Reaktion, kein Hinweis darauf, dass sie dies für inakzeptabel hielten. Das wirft die Frage auf: Was sie gemacht haben, als unsere jahrelangen Appelle über die direkte Bedrohungen unserer Sicherheit und unserer Grenzen ignoriert wurden? Welche Interessen haben sie im Irak, in Libyen verteidigt? Hat dort jemand ihre Landsleute oder Mitbürger beleidigt? Wurde die englische, französische oder deutsche Sprache verboten? Nichts dergleichen ist dort geschehen.
Ich will damit nicht sagen: Wenn sie es taten, könnten wir es genauso tun. Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Doch, wir sahen uns außerstande sie zu einer Antwort auf unsere Sorgen zu den Bedrohungen an Russlands Grenzen bewegen zu können, während sie sich frei fühlten, zu tun, wie es ihnen beliebte, ohne jemanden überzeugen, ohne irgendetwas erklären zu müssen.
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Es kam ihnen «plötzlich» in den Sinn, dass im Irak oder in Libyen etwas «falsch» lief. Sie zerstörten zwei wohlhabende Länder, weil ihnen das Regime im Irak und in Libyen nicht gefiel, wie sie meinten. Aber das Ergebnis ist genau das Gegenteil. Vielleicht wird es dort einmal eine Demokratie geben, aber bis jetzt gibt es nur Verwüstung und Bürgerkrieg. Die Aussichten bleiben düster.
Straffreiheit kennzeichnet die Haltung des Westens gegenüber einer ganzen Reihe anderer Entwicklungen und begünstigt die Straffreiheit derjenigen Klientel-Staaten, die sich dem Westen vollständig unterworfen haben und alle seine Befehle ausführen. Der Westen versteht dies und nutzt es zu seinem eigenen Interesse.
Wolodymyr Selenskyj hat sich in einen prominenten Russenhasser verwandelt und gibt täglich unangemessene Erklärungen ab, wegen dieser absoluten «Freizügigkeit». Dies ist nicht der erste Fall in unserem Raum. Viele Jahre lang genossen Estland und Lettland eine derartige absolute Freizügigkeit und weigerten sich offen, ihren Verpflichtungen zur Beseitigung der schändlichen Institution der Staatenlosigkeit nachzukommen. Alle unsere Appelle direkt und über die EU und die OSZE, stießen auf taube Ohren.
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Sie zerstören das russische Bildungswesen, reißen Denkmäler nieder, schänden die Gräber der Befreier Europas, und nichts, sie kommen damit durch. Sie fühlen sich straffrei, weil der Westen ihnen gesagt hat: «Nur zu, ihr könnt alles tun!». Jetzt versuchen sie, die derzeitigen Führung der Republik Moldau zum gleichen «Ideal der Demokratie» – der alles erlaubt ist – zu stilisieren.
Leider sehen wir, wie empfänglich die Führung in Chişinău [Hauptstadt von Moldawien] gegenüber dieser Art der Betörung seitens westlicher Länder ist. Es ist offensichtlich, dass die Russophobie in Chişinău auf provokative Weise geschürt wird, so wie es auch in der Ukraine geschehen ist.
Was Transnistrien [Gebiet innerhalb Moldawiens von Russland als autonom anerkannt] betrifft: Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass die Probleme der nationalen Minderheiten in Moldawien im Rahmen von Vereinbarungen über die Gewährung einer weitgehenden Autonomie gelöst werden. Ebenso wie in der Ukraine haben wir auch im Donbass die Vereinbarungen über die Gewährung eines Sonderstatus unterstützt. Keiner der ukrainischen Führer wollte diesen Sonderstatus auch nur diskutieren, obwohl es eine entsprechende Forderung des UN-Sicherheitsrats gab. Jetzt versucht die moldauische Führung, sich von den bestehenden Vereinbarungen, die eine Einigung über eine Sonderautonomie vorsahen, «freizumachen». Übrigens hat auch Gagausien [autonomes Gebiet innerhalb Moldawiens] einen Autonomiestatus.
Was unsere Interessen betrifft, dort gibt es unsere Friedenstruppen, eine Gruppe von Militärs, die das größte Munitionslager Europas in Cobasna [im Norden Transnistriens] bewachen. Jeder sollte verstehen, dass jede Aktion, die die Sicherheit unserer Soldaten gefährdet, nach internationalem Recht als Angriff auf die Russische Föderation gewertet wird – wie es in Südossetien geschah, als unsere Friedenstruppen von Michail Saakaschwili angegriffen wurden.
Frage: Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass die internationale Sportgemeinschaft, einschließlich der UEFA, des IOC und anderer, Sportler aus Russland zur Teilnahme zulassen wollten? Welche Versuche werden zusammen mit dem Sportministerium unternommen, um diese Frage zu lösen?
Sergey Lawrow: Ich glaube viele Leiter internationaler Sportverbände – besonders enttäuscht bin ich von der Haltung des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, T. Bach – haben die Prinzipien, auf denen die Sportbewegung, einschließlich der olympischen Bewegung beruht, diskreditiert. Der IOC-Vorsitzende hat in den letzten sechs Monaten mehrfach erklärt, dass über die Teilnahme russischer und belarussischer Sportler an ihren Veranstaltungen «später» entschieden würde, je nachdem, wie sich die politische Lage entwickle. Dies ist eine direkte Missachtung der Grundsätze der Olympischen Charta des IOC, die die Unzulässigkeit jeglicher politischer Überlegungen oder Vorfälle in Bezug auf die Behandlung der Sportbewegung und Sportverbände beinhaltet.
Betrachten wir die Weltwirtschaft in Retrospektive: Dort dominiert der Dollar, selbst der Euro kann nicht mit ihm konkurrieren. Die Amerikaner wollen dieses System nicht ändern und die Möglichkeiten für andere Währungen im Welthandel nicht erweitern, weil dies objektiv die dominante Stellung des Dollars untergraben würde. Sie wollen keine Konkurrenz. Wenn Sanktionen gegen die Russische Föderation angekündigt werden – lesen Sie die westlichen Statistiken – «fallen» 90 % der Lasten auf Europa. Amerikas Benzinpreis ist gestiegen. Doch, man «merkte» es nur, falls das Benzin noch teurer würde. Das ist der Maßstab zur Effektivität ihrer Herrscher. Aber in absoluten Zahlen ist es im Vergleich zu Europa nichts.
Indem die Amerikaner die Europäer zwingen, ihre Waffen an die Ukraine zu liefern, wissen sie ganz genau, dass Europa seine Bestände durch den Kauf amerikanischer Waffen wiederauffüllen werde. Auch da besteht Rivalität. Wettbewerb auf den Devisenmärkten, wo der Dollar die letzte Instanz bildet und auf den Rüstungsmärkten, wo die europäische Wirtschaft durch die Gas- & Ölpreise um ein Vielfaches stärker geschwächt wird als die amerikanische Wirtschaft. Auch so kommt es zur einer Schwächung ihrer Wettbewerber. Ich könnte noch viele andere Bereiche aufzählen, aber wir sprechen hier über Sport.
Es geht um Wettbewerb und um den Wunsch, die Russische Föderation und Weißrussland zu «bestrafen», d. h. Konkurrenz auszuschalten. Viele Athleten haben bereits gesagt – darunter auch norwegische Biathleten – dass das nicht fair sei. Sie werden das Interesse verlieren an Wettkämpfen teilzunehmen. Bald werden auch Transgender-Athleten zugelassen. Es ist nicht klar, welchem Team sie zugeordnet würden. Zugleich werden die Russen zum Ärgernis.
Jedem normalen Menschen – und das ist die Mehrheit im Westen – ist klar, dass dies eine schlechte Politik ist und gegen die etwas zu tun sei. Wie können wir uns aus dieser Situation befreien? Zuallererst müssen wir an die Interessen der Sportler denken. Ich meine, dass die Maßnahmen, die vom Sportministerium und unserer Regierung umgehend ergriffen wurden, das Problem in dieser Phase lösen können. Ich beziehe mich auch auf die Allrussische Spartakiade, die auf höchstem Niveau stattfand, und mit vielen Rekorden gekrönt wurde. Sie hat große Aufmerksamkeit unter Fachleuten im In- und Ausland erregt.
Was den Fußball betrifft, so haben wir ein neues Format für den russischen Pokal entwickelt, durch den unsere fehlende Teilnahme an den Europapokalen kompensiert werden kann.
Ich glaube, dass dies den richtigen Weg zeigt. Wir müssen mehr auf unsere Athleten schauen, um die Sportveranstaltungen unter Beteiligung derjenigen, die dazu bereit sind, weiter zu entwickeln. Wir haben Pläne, die Sportspiele innerhalb der GUS, der SOZ und der BRICS fortzusetzen. All dies zeigt in eine vielversprechende Richtung.
Es gibt einen korrekten internationalen Tennisverband und die Vereinigung der Tennisprofis, die sich kategorisch weigern, den Vorgaben nach Sanktionen nachzukommen. Einzige Ausnahme bilden die Organisatoren des Wimbledon-Turniers. Die Engländer bilden eine spezielle «Klasse» innerhalb der westlichen Welt.
Das war schlecht, ungerecht und schon fast gemein: Unsere Paralympioniken wurden nicht zu den Olympischen Spielen zugelassen. Damit sind wir wieder bei der Logik der kollektiven Bestrafung angelangt. Die Europäer sagen, wenn sie 140 Millionen Russen bestrafen, dann wäre das falsch. Und die russophobe Minderheit, angeführt von den baltischen Staaten, Polen und der Tschechischen Republik, sagt, dass es richtig wäre: Wir hätten Wladimir Putin gewählt und sollen bestraft werden. Nach derselben Logik wollen sie allen Athleten, auch den «sauberen», die Möglichkeit eines fairen Wettbewerbs nehmen.
Dies ist Teil der Logik des unlauteren Wettbewerbs. Dies untergräbt alle Grundsätze, von denen ich gesprochen habe und die der Westen selbst als Grundlage für wirtschaftliche und andere Beziehungen propagiert: Freiheit des Marktes, fairer Wettbewerb und die Unschuldsvermutung – die auch hier direkt verletzt wird. Wir werden für das eintreten, was richtig ist, und auf diese Verstöße mit konkreten Maßnahmen reagieren.
Frage: Erzählen Sie uns von Ihren denkwürdigsten und lustigsten Momenten aus Ihrem Studentenleben.
Sergey Lawrow: Da es sich um ein Studentenleben handelt, fällt es automatisch unter «18+». Anatoly Torkunov und ich werden uns heute auch mit Kommilitonen treffen. Wir werden in Erinnerungen schwelgen. Wir hatten eine Menge Spaß. Wir machten Komödien und schrieben sie selbst. Wir hatten Spaß in Bautrupps, schrieben und komponierten Lieder und sangen sie am Lagerfeuer. Es gab Wettbewerbe zwischen den Zelten, die für Spaß sorgten.
Frage: Die Frage nach der Karriere beschäftigt alle MGIMO-Absolventen und insbesondere die Absolventinnen. Meinen Sie, dass Ihre Nachfolgerin eine Frau sein könnte? Oder kann sie höchstens den Posten des Direktors der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten des Außenministeriums erwarten?
Sergey Lawrow: Auch das fällt in die Kategorie «18+», wenn Sie so wollen. Wir fördern Frauen auf die aktivste Weise. Anatoly Torkunov wird nicht verschweigen: Es gibt immer mehr Frauen in den Grund- und Aufbaustudiengängen am MGIMO.
Was das Außenministerium betrifft. Nach der Sowjetzeit, in der die Tradition recht konservativ war, gibt es heute keine anderen Kriterien als die Kenntnisse und Fähigkeiten, die beim Eintritt in das Ministerium nachgewiesen werden. Jetzt wächst die Zahl der Frauen. Sie besetzen mehr und mehr wichtige und gewichtige Positionen. Wir haben viele stellvertretende Leiterinnen von Abteilungen. Es wird mehr Abteilungsleiterinnen geben und Mitglieder des Kollegiums. Was den Posten des Ministers angeht, so wird die Entscheidung vom Präsidenten der Russischen Föderation getroffen. Wir werden diese Frage ihm überlassen.
Noch einmal: Ich wünsche Ihnen alles Gute. Wir heißen diejenigen willkommen, die eine Anstellung im Außenministerium «anstreben», aber das MGIMO bietet eine hervorragende Ausbildung, um sich in vielen anderen Bereichen professioneller Tätigkeit zu bewähren: Wirtschaft, Wissenschaft, Politikwissenschaft, Journalismus und vieles mehr. Diese Möglichkeiten werden jedes Jahr erweitert.
Im Namen von Ihnen allen und im Namen des Außenministeriums möchte ich Anatoly Torkunov und unseren Kollegen von der Diplomatischen Akademie unter der Leitung von Rektor A. V. Yakovenko aufrichtig danken. Auch sie stellen uns als unsere zweite «Personalschmiede» viele Mitarbeiter zur Verfügung.
Wir werden immer bereit sein, alle Bestrebungen unseres Stolzes, unserer Alma Mater, zu unterstützen, die nicht nur in der Russischen Föderation, sondern auch weit über ihre Grenzen hinaus eine führende Position einnimmt.
Frohe Festtage!
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Übersetzung aus dem Russischem: UNSER-MITTELEUROPA
Bad Ischl: Auf der Katrin wachsen neuerdings auch Erdäpfel
Auf der Katrin, dem etwa 1500 Meter hohen Hausberg der Ischler und dem beliebten Ausflugsziel vieler Oberösterreicher, wachsen neuerdings nicht nur Alpenkräuter, sondern auch Erdäpfel. Situiert ist das neue, kleine Erdäpfel-Feld in Pyramidenform oberhalb der Bergstation und zurzeit steht es in voller Blüte.
Denn geerntet wird erst im Oktober und dann können auch die beiden Hüttenbetreiber auf der Katrin vom Ergebnis des Anbaus profitieren, wenn sie es wollen, betont die Erdäpfel-Expertin Ulrike Haunschmid. Sie hat dieses Nachhaltigkeitsprojekt initiiert und mit der zweiten Klasse der Höheren Lehranstalt für Wirtschaftsberufe (HWL) in Bad Ischl engagiert realisiert.

Ulrike Haunschmid an der Kartoffelpyramide auf der Katrin.
Seilbahn-Geschäftsführer unterstützt Projekt
Unterstützt wurden die Schüler und Haunschmid dabei von Johannes Aldrian, dem Geschäftsführer der Katrin Seilbahn GmbH. „Wir haben jedes Kilo Erde, das wir für den Anbau der Kartoffel brauchten, mit den Gondeln hochgekarrt“, sagt er, der nun auch nicht mehr überrascht ist, dass Erdäpfel „in dieser Höhe überhaupt gedeihen.“

Katrin-Seilbahn-Geschäftsführer Johannes Aldrian freut sich über die neue und nachhaltige Attraktion am Ischler Hausberg.
Die Kartoffel-Spezialistin wundert sich darüber nicht. „Man kennt den Erdäpfel-Anbau nur in der Ebene. Doch diese Knolle kommt eigentlich aus den südamerikanischen Anden, wo sie in 4000 Metern Höhe angebaut wird“, erläutert sie: „Warum also sollte dies nicht auch auf der Katrin möglich sein?“
Ertrag von 400 Kilo Erdäpfel werden erwartet
In den Bergen von Kaprun (Bundesland Salzburg) gibt es auf 2.400 Metern Höhe ebenfalls eine Erdäpfel-Pyramide. Dort wurden die besonders widerstandsfähigen Lungauer Erdäpfeln eingesetzt, „auf der Katrin haben wir allerdings Sauwald-Erdäpfel angepflanzt“, sagt Haunschmid, „und zwar zehn Kilogramm“. Mit diesem Einsatz will man im Herbst einen Ertrag von bis zu 400 Kilogramm Erdäpfel erlesen.
Nun wird auch der Bau einer zweiten Pyramide überlegt, damit nach dem Ausernten der ersten dort Kräuter eingesetzt werden können. Demnächst werden auf der Katrin auch Hinweistafeln aufgestellt, damit die Wanderer die neue Erdäpfel-Pyramide auch besichtigen können.

Die von Sturm und Wind etwas zersauste Kartoffel-Pyramide.
Kartoffel als Heilmittel
Darüber hinaus will Haunschmid die Hüttenwirte animieren, ihren Gästen auch einige Erdäpfel-Gerichte zu offerieren, weil diese bekanntlich fast allen Wanderern schmecken und weil Erdäpfel auch sehr gesund sind. „Der Erdapfel ist ein Universalgenie, der in seiner vielfältigen Zubereitungsart nicht nur den Hunger gut zu stillen vermag, sondern darüber hinaus auch noch Krankheiten und Wehwehchen heilt“, schwärmt die Kartoffelexpertin Ulrike Haunschmid, die es wissen muss.

Derzeit blüht der Kartoffelstrauch.
Denn sie hat darüber bereits ein dickes und gescheites Buch geschrieben hat, das im Stocker-Verlag erschienen ist: „Erdapfel – Das Universalgenie“. Durch die neue Erdäpfel-Pyramide auf der Katrin könnte die vielseitige Knolle nun auch noch zu einem weiteren Tourismusmagnet auf dem Hausberg der Ischler werden.
Fotos: Guggenbichler
Zum Autor: Kurt Guggenbichler war Mitbegründer und Chefredakteur des „Wochenblick“. Sein journalistisches Handwerk hat er bei der „Goslarschen Zeitung“ in Norddeutschland erlernt, wo er acht Jahre lang als Redakteur, Reporter und Kolumnist tätig war. Wieder zurück in seiner Heimat, arbeitete Guggenbichler in der Funktion eines Ressortleiters dann 25 Jahre lang für die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Zum „Wochenblick“ wechselte er einige Zeit nach seiner Tätigkeit als Chefredakteur der Tageszeitung „Oberösterreichs Neue“ und für AUF1-Info ist Guggenbichler nun als Nachrichten-Redakteur, Kommentator und Reporter im Einsatz.
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„Letzte Generation“ will Berlin bis Weihnachten lahmlegen – und niemand hindert sie
Die Klimaextremisten der „Letzten Generation“ planen eine neue Großoffensive: Ab dem 18. September wollen sie Berlin blockieren – und zwar praktisch durchgehend bis kurz vor Weihnachten. Bevor der Startschuss für den Klima-Terror fällt, wollen sie am Freitag, 15. September jedoch noch am „globalen Klimastreik” von „Fridays for Future“ (FFF) teilnehmen.
Der Schulterschluss der beiden Klimasekten – der von Schulen, Politik und Medien bejubelten ursprünglichen Schulschwänzerbewegung einerseits und der extremistischen, von globalistischen Magnaten finanzierten Klimaterroristen der „Letzten Generation“ andererseits – soll jedoch nur kurz währen.
Aufteilung in fünf Regionalteams
Denn schon am darauffolgenden Montag, so die Drohung, „werden wir erneut unignorierbar den Alltag in Berlin unterbrechen“, um einen „Wendepunkt herbeizuführen”, ließen die „Letzte Generation“-Aktivisten wissen – und kündigen damit die Sorte Konfrontation an, die für die FFF-Galionsfiguren Luisa Neubauer oder Carla Reemtsma eher kein Thema ist – wollen die ihre arrivierte Position als Lieblinge der Systemmedien und Regierungsvertreter nicht durch radikales Treiben aufs Spiel setzen.
Die Pläne zur Dauerblockade der Hauptstadt geht aus internen Chats der Gruppe hervor. Ein Ende für diese „Protestphase“ ist nicht vorgesehen. Um mindestens bis Mitte Dezember durchhalten zu können, sollen sich fünf Regionalteams – Nord, Ost, West, Südwest und Bayern – die Blockadewochen aufteilen, von denen mindestens zwei in Berlin sein sollen.
Wohlwollendes Verständnis bei Politik und Justiz
Für die Woche ab 23. Oktober, wenn die Herbstferien beginnen, und in der Woche ab 27. November sollen alle fünf Gruppen an den Blockaden teilnehmen. Um der Regierung „die Pfanne heiß“ zu machen, will man auch über Weihnachten hinaus Aktionen durchführen.
Sorgen, dass der Staat gegen sie präventiv vorgehen könnte, müssen sich die Klimakleber eher nicht machen: Politik und Polizei, aber vor allem auch Richter der linksstaatlichen Kuscheljustiz sympathisieren sublim bis offen mit den Aktivisten. Martialische Abwehrmaßnahmen wie Großrazzien, Verbote und prophylaktische Festnahmen sind hier daher nicht zu befürchten.
Wie war das doch gleich beim „Reichsbürgerputsch“?
Ganz anders war das beim gerade wieder frisch aktualisierten „Reichsrollatorenputsch“ von vergangenem Dezember, wo eine Gruppe von frustrierten Rentnern wegen obskurer Chatdialoge zu gerade noch gestoppten Putschisten hochgejazzt und mit 3.500 Polizisten bundesweit zur Strecke gebracht wurde. Obwohl die Klimakriminellen, im Gegensatz dazu, ganz unverblümt massive Straftaten, Sabotageakte und Verstöße gegen die freiheitliche Grundordnung nebst erheblicher Gefahr für Leib und Leben Unschuldiger ankündigen, wird man sie gewähren lassen.
So bleibt die einzige Hoffnung, dass eines Tages die inneren Scherkräfte der „Letzten Generation“ die Gruppe zum Aufgeben zwingen: Mehr denn je scheinen ihre Anhänger zwischen Größenwahn und Selbstzweifeln zu schwanken.
Breite Mehrheit der Deutschen lehnt Klimaterror-Aktionen ab
Man sei, so die eigene Einschätzung, „gerade an einem entscheidenden Punkt“. Es gebe immer mehr Unterstützung, gaukelt man sich einerseits vor, stellt aber andererseits fest, dass sich „bei einigen Erschöpfung und Zweifel breit machen“.
Laut einer Umfrage vom Mai lehnten 76 Prozent der Befragten die Aktionen der Klimahysteriker völlig oder überwiegend ab. Von wachsender Unterstützung kann keine Rede sein, zumindest nicht in der breiten Öffentlichkeit. Diese will die „Letzte Generation“ aber mit einem nicht näher definierten „Trigger-Event“ für sich gewinnen. „Die großen politischen Erfolge kommen immer erst ganz am Ende“, redet man sich ein.
Weitere Radikalisierung
Die Werbung um neue Mitglieder wird indes immer aggressiver: Die Daten aller Personen, die einmal mit der Gruppe Kontakt hatten, sollen systematisch gesammelt werden, um möglichst viele rekrutieren zu können. Mit Sätzen wie „Letzten April haben wir es an vereinzelten Tagen mit 200 Menschen geschafft, zeitgleich über 30 Kreuzungen zu blockieren und damit eine nie dagewesene Störung zu erzeugen. Diesen Herbst werden wir diese Störung über Wochen hinweg aufrechterhalten“, will man die Leute anziehen.
Die Aussicht auf die Verursachung „nie dagewesener Störungen“ hält man also für einen geeigneten Köder. Die destruktiven, wenn nicht terroristischen Persönlichkeiten, die man damit anzieht, nimmt man wohl entweder in Kauf oder sucht sie ausdrücklich, weil man sich noch weiter radikalisieren will.
Polizei erfolgreich infiltriert
Tatsächlich hat die Gruppe es geschafft, einen Fuß in den Polizeiapparat zu bekommen. Einzelne Polizisten engagieren sich bereits als Propagandisten der „Letzten Generation“, deren Mitglieder sogar schon Vorträge an Polizeihochschulen halten. Dies zeigt abermals, wie gemeingefährlich, entschlossen und gut vernetzt diese Organisation ist.
Sie unterwandert staatliche Organe, organisiert sich immer besser und ist bereit, die Eskalation immer weiter zu treiben. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser Wahnsinn Menschenleben fordert.
Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“
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Heute um 19.30 Uhr hat die 7. Folge von Anti-Spiegel-TV Premiere
Kernkraft-Abschaltung in Deutschland: Strom immer teurer!
Eigentlich hat Deutschland gar keinen Atom-Ausstieg vollzogen – Berlin kauft den Atomstrom jetzt nur woanders. Und das für wesentlich mehr Geld, als wenn die eigenen Weltmeister-Kraftwerke den Strom selber produziert hätten. Folge: Rekordkosten von 557 Millionen Euro im Saldo – in einem Monat!
Vor dem „Atomausstieg“ Deutschlands fabulierten berufs- und ahnungslose Politiker wie Katrin Göring-Eckardt, die verbliebenen deutschen Kernkraftwerke würden die „Leitungen verstopfen“, und so den grünen Strom der Windpropeller und Solarpaneele nicht durchlassen.
Völliger Unfug: Vor der Abschaltung hat Deutschland zumindest zeitweise noch kräftig Strom exportiert, nun ist die grüne Bananenrepublik zum Importland geworden. Satte 6505 Gigawattstunden wurden allein im August importiert – Allzeithoch! In einer Grafik zum Import von der Bild sieht man deutlich den steilen, nicht mehr unterbrochenen Anstieg des Imports seit April 2023.
Wie zum Hohn: Importstrom „fossil“ oder aus Kernkraft
Die rotgrüne „Energiewende“, die den Bürgern auch noch als „Wirtschaftswunder“ angepriesen wird, soll sowohl den angeblich gefährlichen Kernkraftstrom wie auch die Energiegewinnung aus Kohl und Gas beenden. Dass ein Industrieland wie Deutschland, und eigentlich jedes Land, das nicht im Mittelalter verharrt, ohne Massenspeicher NICHT mit Wind und Sonne versorgt werden kann, wird den suizidalen Politikern der Merkelkabinette und der Ampelregierung eigentlich seit Jahren von (echten) Experten klar gesagt – mittlerweile sogar in ZDF-Magazinen!
Das merkt man nun auch an den Energiequellen des Imports: 21 % Kernkraft (vor allem aus Frankreich), und noch einmal weit über 20% aus „fossilen“ Quellen wie Gas und Kohle (vor allem aus Polen). Importquote insgesamt: 6.505 GWh von 33.000 GWH, also rund 20%, so viel wie noch nie. Da der Zappelstrom der immer zahlreicher werdenden deutschen Windräder und Photovoltaikanlagen immer mehr wird, ist eine Versorgung aus dem Ausland in Zukunft Standard. Aber nur, wenn die Nachbarn ihre Kern- und Kohlekraftwerke beibehalten. Das werden sie aber mit Sicherheit tun, da das gründeutsche Beispiel mit Sicherheit nicht die stets behauptete Werbung für die „Energiewende“ ist, außer als Abschreckung.
Produzenten im Ausland sahnen kräftig ab
Natürlich lassen sich die Kraftwerkbetreiber in den Nachbarländern das Schließen der deutschen Stromlücke vergolden: Rund 97 Euro kostet eine importierte Megawattstunde – aber nur rund 38 Euro eine exportierte. Und da Deutschland mit dieser Regierung in jedem Fall nun fast nur noch importiert, steigen die Kosten immer mehr. Pikante Tatsache am Rande: Trotz der 97 Euro ist der importierte Strom aus ausländischen Kohle- und Kernkraftwerken immer noch billiger als der im Inland produzierte „Ökostrom“. Peinlich für grüne Politiker, Journalisten und Aktivisten, die gerne behaupten, dass der Betrieb von Kernkraftwerken wesentlich teurer sei als der von Windrädern.
Nachbarn ärgern sich
Die Besitzer der Kraftwerke in den Nachbarländern machen ihren Reibach, die Bürger allerdings nicht. Da die Stromanbieter mehr Nachfrage haben, erhöhen sich nach marktwirtschaftlichem Prinzip auch die Strompreise der Nachbarn. Berlins wahnwitzige Energiepolitik zieht also die Nachbarstaaten mit in den finanziellen Abgrund.
Die französische Energieministerin sprach das Problem im Juli klar an, als sie forderte, dass Deutschland „steuerbare Grundkapazitäten“ besitzen müsse, um Schwankungen bei der „grünen“ Energie-Produktion ausgleichen zu können. Steuerbar heißt: Kraftwerke auf nuklearer oder „fossiler“ Basis – ein Netz mit mehr als 50% Zappelstrom ist kaum noch zentral zu regulieren.
Blind vor die Wand
Die Sinnlosigkeit des Handelns der Ampelregierung wurde deutlich vorhergesagt und zeigte sich auch sofort nach der Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke. Die „Bild“ titelte im April: „Atomkraftwerke AUS, Atom-Import AN! Deutschlands Strom-Problem schon jetzt sichtbar.“
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Who is WHO – Eine Organisation auf dem Weg zur Alleinherrschaft?

Denkt man als Ottonormalverbraucher an die Weltgesundheitsorganisation, entsteht im Kopf ein Bild einer globalen Organisation, die von den Regierungen dieser Welt beauftragt ist, für das Wohl aller Menschen zu sorgen. Der Chef der WHO wird von den Regierungschefs bestimmt, das Budget von den Ländern überwiesen und über die grundsätzlichen Investitionen gemeinsam entschieden. Dass diese Sichtweise etwas […]
Der Beitrag Who is WHO – Eine Organisation auf dem Weg zur Alleinherrschaft? erschien zuerst unter tkp.at.
Ukrainische Partygirls schänden Gräber Gefallener mit perversem Twerk-Video
Von ELMAR FORSTER
Das Videomaterial ist so beschämend und entlarvend zugleich:
Für eine völlig wohlstands-spaß-verwahrloste, trans-humanistische Soros-„Open Society“, die jeglichen Respekt vor allen Werten verloren hat und als oberstes Prinzip nur den Hedonismus feiert:
Ein ukrainisches Schwesternpaar postete am Unabhängigkeitstag auf einem Kiewer Friedhof ein geradezu blasphemisch-vulgäres Dancing-Twerk-Video auf den Gräbern, im Kampf für die Unabhängigkeit gefallener Soldaten. Dabei war deren Vater selbst im Ukrainekrieg gefgestorbenallen und liegt auch hier begraben.
Es bleibt zu hoffen, dass der dadurch ausgebrochene Sturm der Entrüstung auch mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden wird: Weniger als eine Stunde nach Veröffentlichung des Videos wurden die wahnsinnigen Facebook-Party-Girls festgenommen. Tatbestand: Grabschändung mit einer Höchststrafe von 5 Jahren Haft.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.“ (Zitat wird Aristoteles zugeschrieben)
Vermutlich wird aber auch in der, von Korruption zerfressenen Ukraine, als Vorposten verkommener postmoderner westlicher materialistisch-satanischer „Werte“ eine lächerliche Entschuldigung für eine Absolution durch den Relativismus ausreichen:
Reflexartig entschuldigen sich die Schwestern auf Instagram:
„Wir verstehen, dass unsere Handlungen da keinen Platz hatten, wo unser Vater mit anderen gefallenen Verteidigern der Ukraine begraben ist. Es tut uns aufrichtig leid und wir bitten, unsere Dummheit zu verzeihen.“
Verstanden haben die dummen Partygirls freilich nichts:
„Ihr Vater“ – so die Schwestern – hätte sich über das Tanzvideo gefreut.“
Trauernde Mutter um ihren gefallen ukrainischen Sohn
Satanismus als Agenda
Wie die blasphemisch-satanistische Performance vom 21. Februar 2012 der russischen Kampf-Feministinnen „Pussy riot“ in einer russisch-orthodoxen Kirche in Moskau zeigt:
Selbstgerecht glauben die Kampflesben, dass zu ihren lyrischen Themen gehören: Feminismus, LGBT-Rechte, die Opposition gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Flankiert wurden sie dann von den üblichen Soros-NGOs der „Freien Gesellschaft“: Welche den Gerichtsprozess und das Urteil kritisierten: Folgerichtig bezeichnete „Amnesty International“ die Frauen als politische Gefangene.
Hier ein verwandter UM-Artikel:
„Soros-Agenda in Europa erfüllt? – PL und U letzter Widerstand“
„Herrliches Leben, abseits der Todesfront: Reiche Ukrainer feiern Poolparty im Zentrum Kiews (VIDEO)“ (UM)
„Erschütternd auch für Annalena? Amputationen in der Ukraine +UPDATE 28.08.+ Blutüberströmte, verwesende Leichen junger Männer (Exklusiv-Videos)“ (UM)

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„KATAKLYPSE NOW: 100 Jahre Untergang des Abendlandes (Spengler) Dekonstruktion der Political Correctness.“

Das Buch ist im Gerhard-Hess-Verlag erschienen und direkt bei Elmar Forster postalisch (inkl. Widmung) zum Preis von 25,50 EUR (inkl. Porto und persönlicher Widmung) unter <ungarn_buch@yahoo.com> bestellbar. Es wird demnächst auch im Buchhandel und bei Amazon erhältlich sein.
Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat auch ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampagne verteidigt. Der amazon-Bestseller ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>

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WAS WÄRE WENN … »NUKLEARSCHLAG GEGEN DEUTSCHLAND!« (SCHOKIERENDES VIDEO)
Regierung schmeißt Milliarden für „Klima-Entwicklungshilfe“ hinaus
Planübererfüllung: Die Regierung Merkel versprach, ab 2025 sechs Milliarden Euro jährlich für „Klimahilfen“ ins Ausland zu verschenken. Das Nachfolge-Regime unter Scholz verschleudert jetzt sogar sechs Milliarden und 300 Millionen!
Das Entwicklungshilfe-Ministerium in Berlin verschenkt nicht nur Hunderte Millionen Euro Steuergeld an die Wirtschaftsmacht China und die Mondfahrer-Nation Indien, sondern auch für Klimaprojekte in Drittwelt- oder Schwellenländern. Gefördert werden damit angeblich Maßnahmen zur Verringerung der örtlichen CO2-Emissionen und Hilfen für Katastrophenschutz und Dürreschäden. Mit einer Höhe von 6,3 Milliarden wurde das Ziel für 2025 jetzt schon erreicht.
Klima-Entwicklungshilfe: wofür eigentlich?
In den westlichen Ländern ist heuer viel von „Kolonialismus“ die Rede, der aufgearbeitet werden müsse. Deswegen flog Außenministerin Annalena Baerbock schon nach Nigeria, um dort die Benin-Bronzen abzuliefern. Und kürzlich, als ihr Luftwaffen-Jet zweimal havarierte und 160 Tonnen Kerosin vor Abu Dhabi ins Meer abließ, hatte sie Museumsstücke wie ein antikes polynesisches Fischernetz im Gepäck, das sie den Bewohnern der Fidschi-Inseln zurückgeben wollte.
Ähnlich sinnvoll dürften die Klimahilfen ausfallen: Das Geld wird natürlich gerne genommen, aber in Ländern wie Südafrika, wo von Berlin der Ausstieg aus der Kohleverstromung gefördert wird, interessiert sich kaum jemand für die Klimapanik westlicher Regierungen und Medien.
Es wird wohl ein paar schöne Fotos als Beweis der Investition geben, ansonsten versickert das Geld irgendwo.
„Klimageld“ als Neokolonialismus?
Die Ampel-Regierung versagt auf sämtlichen Gebieten, was ihrem Größenwahn aber keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil. Die erstaunlich hohen Zahlungen dienen daher auch dem Export des grünen Weltrettungsgedankens in Schwellen- und Entwicklungsländer, damit sich auch dort die Weltuntergangsreligion ausbreite. Derzeit bestehen zum Beispiel sogenannte „Bilaterale Klima- und Entwicklungspartnerschaften (P+)“ mit Ländern wie Pakistan, Serbien, Ruanda, Indien, Peru und Kenia. Zusätzlich kann die Berliner Regierung mit dem Verweis auf ihr Engagement andere westliche Regierungen unter Druck setzen, es ihr gleichzutun – ansonsten nimmt die Statistentruppe der Ampel ja keiner mehr ernst.
Passend dazu findet im Oktober in Bonn eine Konferenz für den „Green Climate Fund“ (GCF) statt, für den Kanzler Scholz im Mai schon zwei Milliarden Steuergeld zugesagt hat.
Milliarden ins Ausland – und nichts für eigene Bürger
Wie eine Ohrfeige schallt es da, wenn Olaf Scholz kürzlich in Meseberg öffentlich verkündet, dass das Klimageld für ärmere Bürger zum Ausgleich der CO2-Steuer ausbleibt, wegen „fehlender Einnahmen“. Man könnte auch sagen: wegen „fehlendem Sparen“ – und purer Verschwendungssucht.
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Beobachtungen und theoretische Belege dafür, dass die Wolkenrückkopplung die globale Erwärmung verringert
Ich habe versucht, meine Ansichten über die Rückkopplung von Wolken auf eine zunehmende Oberflächenerwärmung zu veröffentlichen. Ich schickte sie zur Begutachtung an das Journal of Climate.
Die Gutachter meinten, es scheine so, als würde ich Veränderungen am Ort und nicht im Zeitverlauf betrachten. Also schrieb ich den Artikel um und schickte ihn zurück.
Sie schrieben zurück und sagten, OK, die Änderungen haben geholfen, und ach ja …
… es kostet Sie 1.546 Dollar, es zu veröffentlichen.
Nun ja, also veröffentliche ihn hier und lade die Leute ein, Änderungen vorzuschlagen, auf Ungereimtheiten hinzuweisen und generell eine Kombination aus Redakteuren und Rezensenten des Papiers zu sein. Bitte seien Sie in Ihren Kommentaren freundlich, ich bin nur ein Narr, der gute Absichten hat.
Dies als Prolog, hier ist der aktuelle Stand der Studie.
Beobachtungen und theoretische Belege dafür, dass Wolken-Rückkopplungen der globalen Erwärmung entgegen wirken
Willis Eschenbach, Independent Climate Researcher, Occidental, California
ABSTRACT
Die Reaktion der Wolken auf eine Änderung der Temperaturen ist eine Schlüsselkomponente für die genaue Abschätzung künftiger Temperaturänderungen. Änderungen der Temperatur führen zu unterschiedlichen Reaktionen der Wolken in verschiedenen Teilen des Planeten. Die Gesamtwirkung dieser Veränderungen ist jedoch nur sehr unzureichend erfasst worden (Boucher 2013). Unter Verwendung von Daten aus Satellitenbeobachtungen entwickle ich zwei unabhängige Verfahren zur Abschätzung, wie die Wolken in verschiedenen Gebieten auf einen Anstieg der Temperatur reagieren. Beide Verfahren zeigen eine globale Netto-Strahlungskühlung der Wolken an der Oberfläche. Die auf diese Weise ermittelte Abkühlung ist ein Minimalwert der gesamten Wolkenabkühlung, da eine stärkere wolkenbedingte Abkühlung durch einen temperaturbedingten Anstieg der thermisch angetriebenen tropischen und außertropischen Gewitter auftritt, welche die Oberfläche auf verschiedene nicht-strahlungsbedingte Weise abkühlen. Darüber hinaus zeige ich anhand theoretischer Argumente, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Reaktion der Wolken die globale Erwärmung verstärkt.
1. Einführung
Wolken spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung der globalen Energiebilanz. Sie sind seit langem als Hauptursache für Unsicherheiten bei Klimaprojektionen bekannt. Obwohl eine Vielzahl von Beweisen vorgelegt wurde, ist eine enge Begrenzung der Reaktion der Wolken auf die prognostizierte Erwärmung schwer zu fassen. Selbst über das Vorzeichen der Reaktion der Wolken auf die Erwärmung besteht noch keine weitgehende Einigkeit. Ein Teil der Herausforderung besteht darin, dass der Netto-Strahlungseffekt der Wolken sowohl die Auswirkungen der Wolken auf die solaren (kurzwelligen [SW]) als auch die terrestrischen (langwelligen [LW]) Strahlungsflüsse umfasst. (Ceppi et al. 2017, Gettleman und Sherwood 2016)
2. Theoretische Argumente
Ein sehr ungewöhnliches, aber im Allgemeinen nicht beachtetes Merkmal des Klimasystems ist seine thermische Stabilität. Hier ist die maximale Temperaturspanne über einen Zeitraum von 22 Jahren für jede Gitterzelle von 1° Breitengrad und 1° Längengrad dargestellt:
Abb. 1. Maximale Schwankungen der monatlichen Durchschnittstemperatur (Tiefstwert bis Höchstwert) im Zeitraum von März 2000 bis Februar 2022.
Hier sehen wir Temperaturschwankungen über 30 °C an den Polen, 29 °C über dem Land, 9 °C über den Ozeanen und 14,8 °C für den gesamten Globus. Doch trotz dieser großen innerjährlichen Schwankungen kehrt die Temperatur nach 12 Monaten immer auf nahezu denselben Wert zurück. Über den gleichen Zeitraum von März 2000 bis Februar 2022 zeigen die CERES-Daten jährliche durchschnittliche Änderungen der globalen Temperatur von nur etwa 0,5 °C, was nur drei Prozent der jährlichen Schwankungen entspricht.
Und ein weiteres Beispiel: Während des gesamten 20. Jahrhunderts stieg die Temperatur nur um 0,8 °C, was einem Temperaturanstieg von 0,3 % in 100 Jahren entspricht:
Abbildung 2. Jährliche Temperaturspannen für den Globus (rote Linie) und monatliche Temperaturspannen für Teile des Globus. Die rote Linie zeigt die Schwankungsbreite der globalen Jahresdurchschnittstemperaturen des 20. Jahrhunderts, etwa 0,3 %.
Wie Abbildung 2 zeigt, kann diese überraschende längerfristige Stabilität nicht auf thermische Trägheit zurückzuführen sein, da die monatlichen Schwankungen zwischen den Jahren viel größer sind. Dieser insgesamt gleichbleibende Zustand spricht stark für die Existenz natürlicher thermo-regulatorischer Phänomene, die einer Veränderung der gleichbleibenden Gesamttemperatur entgegenwirken.
Dies wird durch das Prinzip von Le Chatelier unterstützt. Le Chatelier formulierte ein einfaches Prinzip, das für Systeme gilt, die sich in einem stationären Zustand befinden. Das Prinzip von Le Chatelier besagt, dass eine Störung, die auf ein System in einem stationären Zustand einwirkt, das System zwar von seinem Gleichgewichtszustand abbringen kann, aber einen ausgleichenden Einfluss hervorruft, welcher der Wirkung der Störung entgegenwirkt. (Gorshkov et al. 1990) Dieses Prinzip deutet stark darauf hin, dass bei einer Änderung der globalen Durchschnittstemperatur die Wolken und andere Phänomene der Temperaturänderung entgegenwirken und sie nicht verstärken.
3. Analyse von Beobachtungsdaten
Der Netto-Wolkenstrahlungseffekt (cloud radiative effect; CRE) an der Oberfläche setzt sich aus der Wirkung der Wolken auf zwei verschiedene Strahlungsarten zusammen. Die erste ist die solare (kurzwellige) Strahlung, die von den Wolken sowohl reflektiert als auch absorbiert wird. Die zweite ist die thermische (langwellige) Strahlung, die von den Wolken sowohl abgestrahlt als auch absorbiert wird. Die Netto-Oberflächen-CRE, die ich der Einfachheit halber CRE“ nenne, ist die Summe der beiden Effekte an der Oberfläche, wo wir leben. Mit anderen Worten: Die CRE ist die Differenz zwischen der abwärts gerichteten Strahlung bei klarem und bewölktem Himmel. Wenn die CRE negativ ist, bedeutet dies, dass die Wolken die Oberfläche abkühlen.
Im Allgemeinen kühlen die Wolken die Oberfläche ab. Abbildung 3 zeigt die globalen Schwankungen der CRE. In Abb. 3 sehen wir, dass die Wolken die Pole und die Wüsten erwärmen und überall sonst kühlen:
Die kurzfristige Änderung der CRE-Oberfläche mit der Temperatur lässt sich anhand der CERES-Daten leicht berechnen. Abbildung 4 zeigt dieses Ergebnis:
Abbildung 4. Kurzfristige Trends in der Strahlungswirkung von Oberflächenwolken als Funktion der Temperatur. Bei den Trends handelt es sich um lineare Regressionskurven nach der Methode der kleinsten Quadrate.
Das sagt uns jedoch nicht, was wir wissen müssen, nämlich wie die Wolken auf eine langfristige Veränderung der Temperatur reagieren. Trotzdem gibt es zwei Möglichkeiten, wie wir diese Reaktion anhand von Beobachtungsdaten messen können.
Beide beruhen auf einem einfachen Gedanken: Im langfristigen Durchschnitt jeder Gitterzelle haben die Temperatur und die entsprechende Wolkenstrahlungswirkung über Tausende von Jahren einen stationären Zustand erreicht. All die verschiedenen, die CRE beeinflussenden Phänomene wie die relative Luftfeuchtigkeit, die Stärke der Grenzschichtinversion, CAPE (Convective Available Potential Energy), ozeanisches Absinken und Auftrieb sowie weitere Faktoren oszillieren nun um die langfristigen Durchschnittswerte für jede einzelne Gitterzelle. Somit stellt die durchschnittliche Beziehung zwischen Temperatur und CRE für jede Gitterzelle die langfristige Gleichgewichtsbeziehung dar.
Die erste Möglichkeit, um zu sehen, was passiert, wenn die Temperatur steigt, ist ein Streudiagramm von CRE und Temperatur auf der Grundlage von Gitterzellen:
Abb. 5. Streudiagramm, 22-Jahres-Durchschnitte der CRE gegenüber der Temperatur. Jeder Punkt ist eine Gitterzelle mit 1° Breitengrad und 1° Längengrad.
Obwohl dieses Streudiagramm sowohl Land als auch Ozean umfasst und von den Tropen bis zu beiden Polen reicht, ist ein klares Muster zu erkennen. Betrachtet man das Streudiagramm von links nach rechts, so zeigt die Neigung der schwarz-weißen Linie die Richtung und das Ausmaß der Veränderung der CRE bei steigender Temperatur. Es gibt vier verschiedene Zonen.
Die kälteste Zone umfasst die Eiskappen der Antarktis und Grönlands. Wenn die durchschnittliche monatliche Gitterzellen-Temperatur unter -20°C liegt, befindet man sich in einem dieser beiden Gebiete. Dort führen steigende Temperaturen zu einer zunehmenden Wolkenerwärmung. Dies entspricht weniger als 4 % der Planetenoberfläche.
Die nächste Zone reicht von -20°C bis 10-15°C. In dieser Zone führt eine zunehmende Erwärmung zu einer zunehmenden Abkühlung durch Wolken. Die dritte Zone reicht von 10-15°C bis etwa 25°C. In dieser Zone führt die zunehmende Temperatur zu einer zunehmenden Erwärmung durch Wolken.
In den wärmsten Gebieten schließlich führt eine zunehmende Oberflächenerwärmung zu einer stark zunehmenden Wolkenabkühlung. Im größten Fall führt ein Anstieg von 1°C zu einer verstärkten Wolkenabkühlung von bis zu 40 W/m² (Verringerung der abwärts gerichteten Oberflächenstrahlung).
Dies zeigt uns das allgemeine Muster der Beziehung zwischen Temperatur und CRE. Sie ist extrem nichtlinear. Aber es ist ein allgemeiner Hinweis, mit großer Streuung um die Trendlinie. Sie zeigt auch Gebiete aus der ganzen Welt zusammen.
Was dieses Verfahren nicht zeigt, ist das detaillierte räumliche Muster oder die flächengewichtete durchschnittliche globale Reaktion der CRE auf steigende Temperaturen. Hierfür verwende ich ein zweites Verfahren.
Dieses zweite Verfahren betrachtet nur die Durchschnittswerte der Gitterzellen in der unmittelbaren Umgebung jeder Gitterzelle. Nehmen wir als Beispiel eine Gitterzelle im Ozean. Die benachbarten Gitterzellen nördlich, südlich, östlich und westlich von dieser ausgewählten Gitterzelle haben unterschiedliche Langzeit-Durchschnittswerte für Temperatur und CRE. Wir können also den langfristigen Effekt bestimmen, indem wir die lokale Beziehung zwischen der durchschnittlichen Temperatur und der durchschnittlichen CRE betrachten. Für jede Gitterzelle habe ich eine Box mit 9° Breitengrad und 9° Längengrad verwendet, die auf der gewählten Gitterzelle zentriert ist. So erhalte ich 81 Temperaturwerte und die entsprechenden 81 CRE-Werte. Ich führe eine lineare Regression der 81 CRE-Werte in Abhängigkeit von den 81 Temperaturwerten durch. Die sich daraus ergebende Steigung zeigt die Veränderung der CRE-Werte bei einer Temperaturänderung von 1°. Ich habe das Land und den Ozean getrennt analysiert, um eine Vermischung verschiedener Regime zu vermeiden. Dies scheint jedoch kaum einen Unterschied zu machen. Das Ergebnis ist in den folgenden, auf den Pazifik und den Atlantik bezogenen Grafiken dargestellt:
Abb. 6. Änderungen des Strahlungseffekts an der Oberfläche durch Wolken pro 1°C Änderung der Oberflächenerwärmung. Das untere Feld ist das gleiche wie das obere, jedoch mit atlantikzentrierter Ansicht. Alle in der Berechnung verwendeten Werte sind der Durchschnitt der gesamten 22 Jahre der CERES-Aufzeichnung.
Dies zeigt zwei Ansichten, eine pazifische und eine atlantische, der detaillierten Lage und des Ausmaßes der CRE-Veränderungen bei einer Oberflächenerwärmung von 1°C. Global gesehen ergibt sich eine flächengemittelte Nettoabkühlung von -1,7 W/m². Die stärkste Abkühlung findet über dem Ozean statt, mit einer flächengemittelten Abkühlung von -2,4 W/m². Das Land ist das einzige Gebiet, das sogar leicht positiv ist, mit einer flächengemittelten Erwärmung von +0,3 W/m².*
[*Kann man -1,7 W/m² wirklich als „Abkühlung“ bezeichnen? Gilt dieser Relativ-Begriff nicht nur für Temperatur? Weiß ein Kommentator mehr? A. d. Übers.]
Diese Ergebnisse stimmen gut mit denen von Ramanathan und Collins (Ramanathan, V., & Collins, W. (1991)) überein, obwohl die vorgeschlagenen Prozesse unterschiedlich sind und diese Ergebnisse für den gesamten Planeten gelten, während Ramanathan und Collins nur den pazifischen Warmpool betrachteten.
4. Stabilität und Ungewissheit
Wenn es sich bei dieser Kennzahl tatsächlich um ein Maß für die langfristige Veränderung der CRE mit der Erwärmung handelt, sollte sie sich von Jahr zu Jahr nur sehr wenig verändern. Der nachstehende Boxplot zeigt 22 CRE-Feedback-Werte für jedes in Abbildung 6 aufgeführte geografische Gebiet, einen für jedes Jahr der CERES-Aufzeichnung:
Abbildung 7. Boxplot, Veränderung der CRE durch 1°C Oberflächenerwärmung. Daten für jedes der 22 Jahre in der CERES-Aufzeichnung.
Wie erwartet, gibt es trotz der Kürze (ein Jahr) der einzelnen Datensätze nur sehr geringe Abweichungen bei den Ergebnissen. Dies deutet darauf hin, dass selbst ein 22-Jahres-Durchschnitt genaue Werte für die Veränderung der Oberflächen-CRE pro 1°C Erwärmung liefert. Wie in Abbildung 6 ist das einzige große Gebiet, das eine positive Rückkopplung aufweist, das Land, und die Rückkopplung ist recht gering.
5. Daten-Details
Ich verwendete monatliche gerasterte Clouds and the Earth’s Radiant Energy System (CERES) Energy Balanced and Filled Edition 4.1 Daten (Loeb et al. 2018). Der CERES-Datensatz ist recht stabil (Loeb et al. 2016), was ihn zu einem hervorragenden Datensatz für diese Art von Analyse macht. Alle verwendeten CERES-Daten decken den 22-jährigen Zeitraum von März 2000 bis Februar 2022 ab.
Für die Temperatur habe ich den CERES-Datensatz der aufsteigenden Langwellen an der Oberfläche verwendet, der mit Hilfe der Stefan-Boltzmann-Gleichung in Temperatur umgerechnet wurde. Zur Überprüfung der berechneten CERES-Temperaturdaten habe ich sie mit den Ergebnissen des Berkeley-Earth-Gitterdatensatzes für Land/Ozean verglichen (Rohde und Hausfather 2020). Der flächengewichtete durchschnittliche Unterschied zwischen den beiden beträgt nur 0,43 °C. Dieser Unterschied ist nicht überraschend, da der Berkeley-Earth-Datensatz eine Kombination aus der Lufttemperatur über Land und der Temperatur der Meeresoberfläche ist. Bei den CERES-Daten hingegen handelt es sich überall um Temperaturen. Unten sehen Sie dieselbe Berechnung wie in Abbildung 5, allerdings unter Verwendung der Berkeley Earth-Daten von März 2000 bis Februar 2022 anstelle der CERES-Daten für denselben Zeitraum. Man beachte, dass es kaum einen Unterschied zwischen dieser und der obigen Abbildung 5 gibt, die CERES-Daten verwendet:
Abbildung 8. Wie in Abbildung 3, jedoch unter Verwendung von Berkeley-Erdtemperaturdaten anstelle von CERES-Daten.
6. Abschließende Überlegungen
Wie bereits erwähnt, ist der Strahlungseffekt der Wolken nur eine der Möglichkeiten, wie die Wolken die Temperatur beeinflussen. Darüber hinaus kühlen Gewitter die Oberfläche durch folgende Faktoren:
– Erhöhte Oberflächenalbedo über dem Ozean aufgrund des weißen Oberflächenschaums und der Gischt. Erhöhte Wolkenalbedo durch die vertikale Ausdehnung der Gewittertürme.
– Ein Gewitter funktioniert nach demselben Kühlkreislauf wie ein Haushaltskühlschrank oder eine Klimaanlage. Es verdampft ein Arbeitsmittel (in diesem Fall Wasser) in dem zu kühlenden Gebiet. Der entstehende Dampf wird an einen anderen Ort (die Basis der Gewitterwolke) transportiert, wo die Arbeitsflüssigkeit kondensiert und dann in Form von kaltem Regen in das zu kühlende Gebiet zurückkehrt. Dieser natürliche Kühlkreislauf kühlt die Oberfläche unabhängig von der Strahlung stark ab.
– Die Verdunstungskühlung wird durch die gewitterbedingten Winde an der Basis sowie durch die Zufuhr trockener Luft an der Oberfläche verstärkt.
– Ein großes Gewitter erzeugt während seines Bestehens in der Regel etwa 20.000 Tonnen Niederschlag. Das bedeutet, dass etwa 40 Terajoule Energie von der Oberfläche in die hoch gelegene Troposphäre transportiert werden. Da sie sich dort oberhalb der meisten Treibhausgase befindet, kann sie viel freier in den Weltraum abstrahlen.
– Erhöhte Verdunstung durch die Vergrößerung der Oberfläche aufgrund der Entstehung von Millionen von Sprühtröpfchen.
– Erhöhte Abstrahlung in den Weltraum aufgrund des Mangels an Wasserdampf in der trockenen absteigenden Luft zwischen den Gewittern.
Tropische thermisch getriebene Gewitter nehmen mit steigenden Temperaturen zu. Infolgedessen wird die Wolkenstrahlungskühlung (CRE) durch die erhöhte Gewitterbildung verstärkt, und die Schätzungen der CRE-Kühlung stellen einen Mindestwert dar.
Danksagung
Die gesamte Arbeit ist meine eigene. Ich schulde jedoch all den hervorragenden Wissenschaftlern, die mir vorausgegangen sind, großen Dank. Ich habe keine Interessenkonflikte.
Datenquellen
The underlying CERES EBAF 4.1 data is NASA/LARC/SD/ASDC, 2022. CERES Energy Balanced and Filled (EBAF) TOA and Surface Monthly means data in netCDF Edition 4.1., accessed 11 December 2022, https://ceres.larc.nasa.gov/data/#energy-balanced-and-filled-ebaf .
The underlying Berkeley Earth data is Berkeley Earth, 2022, Monthly Land + Ocean Average Temperature with Air Temperatures at Sea Ice, accessed 17 December 2022, https://berkeley-earth-temperature.s3.us-west-1.amazonaws.com/Global/Gridded/Land_and_Ocean_LatLong1.nc
REFERENCES
Boucher, O. et al., 2013: Clouds and aerosols, Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (Cambridge University Press, Cambridge, UK, 2013), pp. 571–657.
Ceppi, P, F. Brient, M. D. Zelinka, D. L. Hartmann, 2017: Cloud feedback mechanisms and their representation in global climate models. Wiley Interdisc. Rev. : Clim. Change 8, e465.
Gettelman, A., Sherwood, S.C., 2016: Processes Responsible for Cloud Feedback. Curr Clim Change Rep 2, 179–189. https://doi.org/10.1007/s40641-016-0052-8
Gorshkov, V.G., Sherman, S.G. & Kondratyev, K.Y., 1990: The global carbon cycle change: Le Chatelier principle in the response of biota to changing CO2 concentration in the atmosphere. Il Nuovo Cimento C 13, 801–816 https://doi.org/10.1007/BF02511997
Loeb, N. G. et al., 2018: Clouds and the Earth’s Radiant Energy System (CERES) Energy Balanced and Filled (EBAF) Top-of-Atmosphere (TOA) Edition-4.0 data product. J. Clim. 31, 895–918.
Loeb, N., N. Manalo-Smith, W. Su, M. Shankar, S. Thomas, 2016: CERES top-of-atmosphere Earth radiation budget climate data record: Accounting for in-orbit changes in instrument calibration. Rem. Sens. 8, 182.
Ramanathan, V., & Collins, W. (1991). Thermodynamic regulation of ocean warming by cirrus clouds deduced from observations of the 1987 El Niño. Nature, 351(6321), 27–32. doi:10.1038/351027a0 https://sci-hub.se/10.1038/351027a0
Rohde, R. A. and Hausfather, Z., 2020: The Berkeley Earth Land/Ocean Temperature Record, Earth Syst. Sci. Data, 12, 3469–3479, https://doi.org/10.5194/essd-12-3469-2020.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
GUTE BESSERUNG?DER DROPS IST GELUTSCHT?
#TEAMHEIMAT
An dieser Stelle, wünsche ich dem Olaf erstmal “Gute Besserung”, der Nancy natürlich auch nochmal.
Am Ende des Videos, wird es seltsam mit diesem unangenehmen Typen, hier ?
Keine Sanktionen gegen Mali dank Russlands Veto im UN-Sicherheitsrat
Moskau steht offenbar an der Seite seiner „afrikanischen Sympathisanten“ und blockiert mit einem Veto im UN-Sicherheitsrat die Verlängerung der Sanktionen gegen Mali.
Im Gegenzug lehnt das Gremium eine, von Russland eingebrachte Resolution zu Mali, ab.
Verlängerung der Sanktionen gescheitert
Russland hat nun bei dieser Abstimmung über einen Resolutionsentwurf zu Sanktionen gegen Mali im UN-Sicherheitsrat von seinem Vetorecht Gebrauch gemacht. Die diesbezügliche Sitzung wurde auf der Webseite der UN übertragen.
Der entsprechende Resolutionsentwurf wurde von Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgearbeitet.
Die bereits verhängten Sanktionen sollten damit um ein weiteres Jahr bis zum 31. August 2024 verlängert werden. China enthielt sich der Stimme. Alle weiteren Mitglieder des Sicherheitsrates stimmten jedoch dafür.
Bereits seit 2017 sind die Sanktionen gegen Mali in Kraft.
Diese beinhalten das Einfrieren der Vermögenswerte von Personen, die nach Ansicht einer Expertengruppe des UN-Sanktionsausschusses die Umsetzung des Friedensabkommens von 2015 behindern. Diesen „sanktionierten“ Personen wird zudem die Einreise, wie auch die Durchreise, in die Hoheitsgebiete von UN-Mitgliedstaaten untersagt.
Russischer Resolutionsantrag als „Retourkutsche“ abgeschmettert
Im Zuge ebendieser Sitzung legte die russische Seite einen eigenen Resolutionsentwurf zur Abstimmung vor.
Dieser enthält den Vorbehalt, dass die Sanktionen gegen Mali ebenfalls bis zum 31. August 2024 verhängt werden, dann allerdings beendet werden sollten. Zuvor waren die Sanktionen jährlich verlängert worden.
Ein, von Russland diesbezüglich vorgelegter Resolutionsentwurf wurde ebenfalls nicht angenommen. Japan stimmte dagegen, alle weiteren Mitglieder des Sicherheitsrats enthielten sich der Stimme.
Im Jahr 2012 war in Mali ein bewaffneter Konflikt ausgebrochen.
Rebellen, die sich gegen die offizielle Regierung stellten, riefen einen unabhängigen „Islamischen Staat Azawad“ aus. Im Jahr 2013 griff Frankreich in den Konflikt, auf dem Gebiet seiner ehemaligen Kolonie, ein.
Frankreichs Truppen führten die Operation Serval in Mali durch und befreiten das Gebiet von den Islamisten.
Im Jahr 2015 schlossen die Separatisten daraufhin ein Friedensabkommen mit der malischen Regierung, aber der Konflikt im Land hielt an.
Im August 2020, kam es in Mali schließlich zu einem Militärputsch. Das Militär verhaftete den Präsidenten des Landes und weitere führende Persönlichkeiten.
Daraufhin wurde das sogenannte Nationale Komitee zur Rettung des Volkes unter der Leitung von Oberst Assimi Goïta gebildet. Der ehemalige Verteidigungsminister Bah Ndaw wurde Interimspräsident. Goïta setzte ihn in Folge ab und wurde selbst Staatsoberhaupt.

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