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Staatsfeind Nr. 1 – Krake im Staatsgewand Ivo Sasek
150 Jahre Budapest: Deutsche Spuren, wohin man schaut (Teil 1)
Dieser Beitrag von Mátyás Sándor erschien zuvor in Magazin der Budapester Zeitung
Vor 150 Jahren, genau am 17. November 1873 fand die erste gemeinsame Sitzung der Bürgerschaft des frisch vereinigten Budapest statt. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick zurück auf die historische Entwicklung der ungarischen Hauptstadt.
Nach der nationalen Katastrophe von 1526, als die Osmanen in der Schlacht bei Mohács die Ungarn besiegt hatten, wurde die Entwicklung der ungarischen städtischen Kultur, mit Ausnahme von Siebenbürgen und Oberungarn, unterbrochen. 1541 werden Buda – zur Zeit der Anjou und des Königs Matthias Corvinus ungarische Hauptstadt und Stadt europäischen Ranges – und Pest zur türkischen Provinz.
Auferstanden aus Ruinen
145 Jahre später, nach dem Ende der Befreiungskämpfe, sind die beiden Städte entvölkerte Ruinenhaufen. Für ihre Wiederbevölkerung werden mit Hilfe eines kaiserlichen Erlasses aus Österreich und dem Deutschen Reich Einwanderer angeworben. Leopold I. macht zwar 1703 die beiden Siedlungen wieder zu freien, königlichen Städten, doch diese weisen fast noch das Bild von Dörfern auf. Die Richtung des langsam beginnenden Baus wird von den Kirchen der bereits angesiedelten Mönche bestimmt. Zu dieser Zeit ist in Europa der Barock schon im Abschwung begriffen. Die westungarischen Städte Nagyszombat (Tyrnau), Pozsony (Preßburg), Győr (Raab) und Sopron (Ödenburg) sind noch davon geprägt, doch die kirchliche Baukunst der Landesmitte bekommt nur dessen vereinfachte Wiener Muster mit. Dieser schlichte Stil ist für die weltliche Architektur dieses Zeitalters sehr bezeichnend.
Verwaltungszentrum und geistige Hochburg
Der neu angesiedelte Bürgerstand – er ist in der Mehrheit deutsch, denn 1720 sind 59% der insgesamt 12.400 Einwohner von Pest und Buda deutschsprachig – nimmt Abstand von der Pracht und baut sparsame, zweckdienliche Häuser. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, unter der Herrschaft von Kaiserin Maria Theresia und Josef II. stabilisieren sich die Wirtschaftsverhältnisse – wenngleich die Industrie nur den Stand von Manufakturen erreicht und es von größeren Betrieben oder Fabriken noch keine Spur gibt. Den wachsenden Ansprüchen kommt die klassizisierende barocke Baukunst des ausklingenden Jahrhunderts mit ausgesprochen schönen Beispielen nach. Neben den soliden, im Zopfstil errichteten Bürgerhäusern am rechten Donauufer entstehen auch öffentliche Gebäude. 1777 bzw. 1784 werden die Universität von Tyrnau und die Verwaltungsbehörden von Preßburg nach Buda (Ofen) verlegt. So wird es Verwaltungszentrum und geistige Hochburg des Landes.
Bürgertum bevorzugt Klarheit
Am Anfang des 19. Jahrhunderts tauchen neben dem Ausklang spätbarocker Formen auch in der ungarischen Kunst die den neuen Geschmack widerspiegelnden Kunstwerke auf. Diese klassizistische Tendenz wird bis in die 1840er Jahre eine dominante Erscheinung bleiben. In diesem Stil entsteht, insbesondere in Pest, eine bedeutende Denkmalgruppe, für deren schönste Gebäude die Klarheit der Struktur, die Disziplin der Symmetrie und die Ökonomie der Funktion bezeichnend sind. Zu dieser Zeit fängt die starke Verbürgerlichung von Pest an. Einer der gefragtesten Baumeister dieser Periode ist Mihály Pollack (1773–1855). Im Gegensatz zu Buda, das zwischen den Budaer Bergen gedrängt liegt, beginnt Pest die engen Stadtmauern zu verlassen, um sich in jede mögliche Richtung hin auszudehnen. Von der durch den Sohn und zugleich Stellvertreter des Königs Leopold II., Palatin Joseph, im Jahre 1808 ins Leben gerufenen Verschönerungskommission wird diese Entwicklung organisiert und gefördert. Die Leopoldstadt und der Auslegemarkt werden gebaut, die Donau-Zeile entsteht. Die Kettenbrücke, deren Verwirklichung 1844 das Verdienst des in Wien geborenen „größten Ungarn”, István Széchenyi, ist (die Bezeichnung stammt von seinem politischen Rivalen, Lajos Kossuth), ist sowohl Schlusspunkt dieser Epoche als auch die Vorbereitung für die Vereinigung beider Städte. Mit dem Namen von Széchenyi ist auch die Gründung der Donauschifffahrtsgesellschaft und die Regulierung der Donau verbunden.
Innerhalb weniger Jahrzehnte zur blühenden Stadt
Der Architekt, der mit seiner provinziellen Tongebung das klassizistische Stadtbild am meisten prägt, heißt József Hild (1789– 1867). Es ist vor allem seinem Schöpfertum zu verdanken, dass an Stelle einer staubigen Siedlung innerhalb weniger Jahrzehnte eine blühende Stadt entsteht. Diese klassizistische Stadt ist Schauplatz jener Reformbestrebungen, deren Endziel der Umsturz der Ständeordnung und die Gründung eines unabhängigen, bürgerlichen, nationalen Staates ist. Diese Bewegung ist vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet erfolgreich. Auf der Ebene des Kreditwesens wird der erste Schritt 1839 vollzogen, als die Pester Vaterländische Sparkassenvereinigung gegründet wird. 1846 wird die Eisenbahnlinie zwischen Pest und Vác (Waitzen) ausgebaut. Aus diesem Jahr haben wir auch die ersten Angaben über die Industrie. Demnach werden in Pest und Buda um die Mitte der 1840er Jahre 40 Fabriken und 70 größere Betriebe gegründet. Die Industrialisierung wird von dem durch Kossuth ins Leben gerufenen Industrieverband angespornt, welcher auch die Gewerbeausstellung im Jahre 1842 veranstaltet. Trotz dieser Entwicklung ist das Bürgertum noch nicht stark und selbstbewusst genug, und so steht an der Spitze der Reformbewegung nach wie vor der Kleinadel und die progressivere Schicht der Aristokratie.
Verbürgerlichung nimmt an Fahrt auf
Das Reformzeitalter nimmt mit der Niederschlagung des Freiheitskampfes im Jahre 1849 ein Ende, doch seine Gedanken leben trotz der brutalen Unterdrückungspolitik des jungen Franz Joseph weiter, und die Folgen der vorherigen Reformen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Mit Abschaffung der Leibeigenschaft gewinnt der Kapitalismus größeren Spielraum, doch seine Entwicklung bleibt in Ungarn durchgehend widersprüchlich. Er geht nämlich nicht den klassischen Weg, sondern zeichnet sich durch eine eigenartige Symbiose von kapitalistischen und feudalistischen Elementen aus. Von einer wirklich bürgerlich dominierten Ordnung kann erst um die Jahrhundertwende gesprochen werden. Für die Lösung der mit der Verbürgerlichung entstehenden neuen Ansprüche (3–4 stöckige Mietshäuser, Fabriken und Theater) suchen die Architekten einen ungebundeneren Stil, dessen Formen weniger kanonisch sind als die des Klassizismus. Die tragischen Erinnerungen an die gescheiterte Revolution und der sich entfaltende Patriotismus finden in dem dramatischeren Ton der Romantik ihre Selbstdarstellung. Diese die Befreiung des Individuums verkündende Bewegung meldet sich in Westeuropa schon am Anfang des Jahrhunderts in der Literatur, Musik und Malerei.
Nationales Selbstbewusstsein nach Freiheitskampf
Von einem gesonderten romantischen Stil in der Baukunst kann man aber nur in Mitteleuropa sprechen. Der Mittelpunkt seines Strebens ist München, von dort kommt dieser erst relativ spät nach Ungarn. Die Ursache ist teils in der stark konservativ-humanistischen Bildung des Adels zu suchen, teils in der langsameren Ausbildung des Kapitalismus. Das altertumswissenschaftliche Interesse dieses Zeitalters erstreckt sich über die Architektur der antiken Welt hinaus ins Mittelalter. Dies hat bei Verwendung neuer Baumaterialien (Beton ab 1847, Stahlbeton ab 1849) das Wiederaufleben alter Stile zur Folge. Die romanisierende und gotisierende Budapester Romantik mischt mit Vorliebe in ihren Stil auch östliche, sarazenische und maurische Motive. Anstelle des einstigen klassizistischen Odeons von Mihály Pollack, das 1849 den Kampfhandlungen zum Opfer fiel, wird zwischen 1859–1864 das prägnanteste Beispiel dieser Periode, das Redoute-Gebäude von Frigyes Feszl (1821–1884) gebaut, das einen kühnen Versuch darstellt, den byzantinischen Baustil durch Einflechtung ungarischer Motive bodenständig zu gestalten. Das monumentale Gebäude mit dem folkloristisch inspirierten Motiv der Litzenstikerei (ung. vitézkötés) an der Husarenuniform und dem Fries von Wappen und Köpfen der Helden der ungarischen Geschichte oberhalb der riesigen Rundbogenfenster ist ein Symbol des nationalen Selbstbewusstseins nach dem Freiheitskampf.+++
Lesen Sie im zweiten Teil „150 Jahre Budapest: Deutsche Spuren, wohin man schaut“: Vereinigung von Budapest und Sezession
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Martin Hess (AfD): „Politischen Islam mit aller Härte bekämpfen“

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Die AfD hatte am Donnerstag im Deutschen Bundestag eine Aktuelle Stunde beantragt. Thema: „Forderungen nach einem Kalifat in Deutschland entschieden entgegentreten“. Für die AfD sprach der frühere Polizeihauptkommissar und Dozent an der Hochschule für Polizei in Baden-Württemberg, Martin Hess. In seiner fulminanten Rede (Video oben) stellte er fest, dass der Politische […]
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Palestinian officials said tanks surrounded key hospitals where thousands of Palestinians taking shelter Update(1515ET): On Friday Israeli media produced this headline hailing that “Israeli flags wave proudly along…
Irre Zensur: Facebook löscht Gedenkartikel über Judenverfolgung und November-Pogrome
Der November steht für geschichtsbewusste Menschen gemeinhin unter dem Motto “Niemals vergessen”. Am 9. November wollte die GGI-Initiative mit einer Presseaussendung zur Reichspogromnacht 1938 und dem Hitlerputsch in Bayern den Opfern des Nationalsozialismus gedenken. Diese Aussendung sollte auch in der Facebook-Gruppe der Initiative erscheinen – doch Zuckerbergs Netzwerk scheint nichts von Erinnerungskultur zu halten, denn der Beitrag wurde prompt gelöscht. Was ist hier los?
Die GGI-Initiative schrieb in ihrer Pressemitteilung vom 9. November:
Erinnerungskultur unerwünscht? Facebook löscht Gedenkartikel über die November-Pogrome
Heute veröffentlichten wir eine Aussendung im Gedenken an die November-Pogrome und die zahlreichen Opfer des Nationalsozialismus.
Binnen Sekunden wurde der Artikel auf Facebook gelöscht – ohne Kommentar oder Benachrichtigung. Beim zweiten Veröffentlichungsversuch erschien die Nachricht:
“Dieser Beitrag verstößt gegen unsere Gemeinschaftsstandards gegen Spam”.
Warum Erinnerungskultur an die November-Pogrome als Spam eingestuft wird, geht aus der Nachricht nicht hervor. Erst nach formellem Widerspruch wurde der Artikel dann doch noch freigeschaltet.
Digital Services Act führt zu überschießender Zensur
Seit Einführung des Digital Services Act am 25.08.2023 sind derartige Vorfälle unserer Beobachtung nach keine Seltenheit mehr. Oft kommt es trotz Widerspruch zu keiner Freischaltung. Artikel, die zweifelsfrei der freien Meinungsäußerung unterliegen, werden häufig einfach gelöscht. Die konkreten Entscheidungsgründe werden nicht bekannt gegeben. Nahe liegt jedoch, dass hier automatisierte Programme am Werk sind, die auf Schlüsselwörter reagieren.
Wenn jedoch Beiträge, die das Wort “Hitler” oder “Nationalsozialismus” enthalten, pauschal zensiert werden, ist eine Gedenkkultur in den sozialen Medien kaum mehr möglich. Das verhindert eben nicht nur die Veröffentlichung von verbotenen Inhalten, sondern vor allem auch die gewünschte Auseinandersetzung mit wichtigen Themen.
Die November-Pogrome, sowie die institutionelle Diskriminierung und Herabwürdigung von Juden ab den 30er Jahren führten schlussendlich zum Holocaust. Die Erinnerungskultur soll ihren Beitrag leisten, damit dieses dunkle Kapitel nicht in Vergessenheit gerät. Gerade in der heutigen Zeit ist das umso wichtiger!
Die Politik ist hier gefordert, die Meinungsäußerungsfreiheit und Informationsfreiheit zu erhalten und es sind entsprechende Sicherheitsmechanismen zu implementieren, die gewährleisten, dass legale Inhalte nicht zensiert werden.
“Es kann nicht im Interesse der Regierung sein, Gedenkkultur durch Zensur in den sozialen Medien zu verhindern”, sagt Madeleine Petrovic und fordert weiter, “verfassungsrechtlich besteht eine Verpflichtung, das Recht auf freie Meinungsäußerung entsprechend sicherzustellen. Gerade in den großen sozialen Netzwerken sehe ich hier dringenden Handlungsbedarf.”
Was ist mit Uranstaub aus von den Briten gelieferte Uranmunition geworden?

Am 13. Mai 2023 explodierte ein riesiges Lage mit britischer Uranmunition im ukrainischen Khmelnytski nach einem Raketentreffer. Die daraus entstandene riesige, leicht radioaktive Staubwolke trieb über Polen nach Westen und verteilte sich über ganz Europa. Ihr Nachweis ist nun einem britischen Wissenschaftler in England aus offiziellen Daten gelungen. Die Verwendung von Uranmunition durch USA und […]
Der Beitrag Was ist mit Uranstaub aus von den Briten gelieferte Uranmunition geworden? erschien zuerst unter tkp.at.
Behördenverschleierung: Geleaktes Manifest offenbart Transenhass auf Weiße
„Alte weiße Männer“ gehören zum Feindbild in der woken Regenbogenromantik. Ein Bekenntnis zur weißen Hautfarbe kommt moralisch beinahe einem Schwerverbrechen gleich. Solche ethnomasochistischen Dogmen führen vermehrt dazu, dass selbst Weiße andere Weiße aus Hass töten, wie sich im Frühjahr in den Vereinigten Staaten ereignet hat.
In Nashville (Tennessee) fielen am 27. März an einer Grundschule mehrere Schüsse. Sechs Menschen, darunter drei Kinder im Alter von neun Jahren, mussten sterben. Bei dem Schützen handelte es sich, biologisch gesehen, um eine weiße Frau, die sich als Mann identifiziert. Weshalb Audrey Elizabeth Hale (28) diese schreckliche Tat begann, offenbart jetzt das kürzlich veröffentlichte Manifest dieser Transperson, das dem amerikanischen Podcaster und Journalisten Stephen Crowder exklusiv von einem Unbekannten zugespielt worden sein soll.
Verschleierung der Öffentlichkeit
Lange Zeit wurde es von den Behörden unter Verschluss gehalten. Um die Veröffentlichung allein folgte ein Skandal dem anderen. Auch der amerikanische Medienriese FOX-News kam nicht an die Dokumente, obwohl die Polizei Nashville gegenüber FOX-News die Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit Ende April versicherte.
Dubioses Spiel der Behörden
Die Staatsanwaltschaft und das FBI hätten bei der Zurückhaltung eine dubiose Rolle gespielt. Gleichwohl es in den Staaten ein Informationsfreiheitsgesetz gibt, mauerten sie bei Anfragen verschiedener Medien. Der Radio-Talkshow-Moderator Michael Patrick Leahy, welcher eine Klage auf Veröffentlichung des Manifests auf den Weg brachte, soll sogar am 9. Juli von anonymer Seite Drohungen erhalten haben.
Nach genauerer Anfrage des Mediums The Epoch Times vom 6. November gegenüber dem FBI, weshalb man Einsichten ins Manifest blockiere, entgegnete diese Bundesbehörde mit merkwürdigen Aussagen über die Gefährdung künftiger Vollstreckungsverfahren. Nur fragt sich, gegen wen ein Vollstreckungsverfahren noch vollzogen werden soll, wenn der Täter bereits tot ist.
Manifest voll von rassistischen Äußerungen gegen Weiße
Was sollte seitens der Behörden denn hier verschleiert werden? Wahrscheinlich eine ganze Menge. Denn das Manifest, das geleakt wurde, strotzt nur so von rassistischen Äußerungen. Aber nicht von den üblichen Rassismusvorwürfen gegen sogenannte „People of Color“. Nein, gegen Weiße.
Zitate aus dem Manifest: „Fickt euch, Weißbrote“ Diese Beleidung taucht öfter in den Zeilen der Amokläuferin auf „TÖTE DIESE KINDER: Diese Weißbrote, die auf schicke Privatschulen gehen, mit ihren schicken Chinohosen und Sportrucksäcken. Mit den Mustangs und Cabrios ihrer Papas. Fickt euch kleine Scheißer. Ich möchte euch erschießen, ihr beschissenen Schwänze mit eurem gelben Wischmop-Haar. Ich will euch Weißbrote alle töten. Ihr seid ein Haufen kleiner Schwuchteln mit euren weißen Privilegien. Fickt euch, Schwuchteln..“
Voller Hass: Schütze aus der Regenbogenwelt
Nun, die Zurückhaltung des Manifests durch staatliche Stellen könnte damit zu erklären sein, dass das Narrativ, es gebe keinen anti-weißen Rassismus, ins Wanken geriet. In diesem Fall waren es halt auch unerwünschte Opfer, aus denen die demokratische Biden-Administration kein Kapital schlagen konnte im Kampf gegen „alte weiße Waffennarren“, die eher den Republikanern ihre Stimme geben. Das Problem ist zudem, dass der Schütze hier eben kein konservativer Waffenbesitzer war, sondern aus der eher links-grün-woken Regenbogenwelt kam, wo man ironischerweise nach der Verschärfung des Waffenrechts schreit.
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Woher kommt der Strom? 43. Analysewoche 2023

von Rüdi Stobbe
Am Samstag der 43 KW 2023 kam es ab 18:00 Uhr nach einer bis dahin regenerativ schwachen Stromerzeugungswoche zu einem massiven Anstieg der Windstromerzeugung. Dieser ´Aufwind` ging mit starkem Preisverfall einher. Ein Blick auf die Residuallast der 43. KW belegt eindrucksvoll, dass der Strompreis umso höher ist, desto größer die Residuallast, das ist der nicht durch regenerative Stromerzeugung hergestellte Stromanteil, ist. Dazu gehört auch der importierte Strom. Was allerdings nicht an den- angeblich – niedrigeren Gestehungskosten der „Erneuerbaren“ liegt, sondern an Angebot und Nachfrage. Was wiederum am Sonntag beobachtet werden kann.
Sonntagnacht fiel der Strompreis um 1:00 Uhr auf einen €/MWh. Von 2:00 bis 6:00 Uhr lag der Preis knapp im negativen Bereich, so dass die Windmüller für diesen Zeitraum keine Vergütung geltend machen konnten. Bis zum besagten Sonntag wurde praktisch die ganze Woche Strom netto importiert. Und auch am Sonntag wurde Stromimport notwendig. Zur Schließung der Vorabendlücke. Leider wird dieser Importanteil bei der Bundesnetzagentur nicht rot ausgeworfen. Denn smard.de, das Analysewerkzeug der Bundesnetzagentur, arbeitet mit Rohdaten, die von entsoe geliefert werden. Diese Daten werden nicht physikalisch-logisch aufbereitet, wie das beim Agorameter der Fall ist. Dort decken sich Stromerzeugung und Stromimport mit dem Strombedarf. Was in der Stromrealität immer der Fall sein muss. Die der Bundesnetzagentur gemeldeten Daten hingegen treffen zu unterschiedlichen Zeiten ein und enthalten Ungenauigkeiten. Sie werden nicht geglättet. Die Ungenauigkeiten spiegeln sich in den Charts und Tabellen, die stromdaten.info mit den Daten der Bundesnetzagentur erstellt. Bisher wurden die Daten des Agorameters verwendet. Agora stellt sein Agorameter aktuell um und hat diverse Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Deshalb verwenden wir aktuell in unseren Analysen die Daten, welche die Bundesnetzagentur liefert. Mit den auch für Sie leicht erkennbaren Mängeln. Die Lücke am Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr zum Beispiel muss selbstverständlich per Stromimport geschlossen werden, was den Preis denn auch ansteigen lässt. An den übrigen Wochentagen bleiben datentechnisch erhebliche Lücken, die es faktisch nicht gegeben hat. Sonst wären die Lichter ausgegangen.
Überblick
Montag, 23.10.2023 bis Sonntag, 29.10.2023: Anteil Wind- und PV-Strom 38,9 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,8 Prozent, davon Windstrom 33,2 Prozent, PV-Strom 5,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.
- Regenerative Erzeugung im Wochenüberblick 23.10.2023 bis 29.10.2023
- Die Strompreisentwicklung in der 43. Analysewoche
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 42. Analysewoche ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 43. KW 2023: Factsheet KW 43/2023 – Chart, Produktion, Handelswoche, Import/Export/Preise, CO2, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040.
- NEU: „Sackgasse Energiewende“ – Zusammenfassung der wichtigsten Fakten
- Kontrafunk-Interview mit Rüdiger Stobbe im MEDIAGNOSE Spezial-Artikel zum Thema Industriestrompreis
- Der Heizungstipp: Gas-, Ölheizung oder Wärmepumpe? Heinz Fischer, Heizungsinstallateur aus Österreich hier bei Kontrafunk vom 12.5.2023
- Weitere Informationen zur Wärmepumpe im Artikel 9. Analysewoche.
- Prof. Ganteförs überraschende Ergebnisse zu Wärmepumpe/Gasheizung (Quelle des Ausschnitts)
- Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen – Weitere Interviews zu Energiethemen
- Viele weitere Zusatzinformationen
- Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden immer konventionell erzeugt!
Jahresüberblick 2023 bis zum 29. Oktober 2023
Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023: Chart 1, Chart 2, Produktion, Stromhandel, Import/Export/Preise/CO2, Agora 68 Prozent Ausbaugrad, Agora 86 Prozent Ausbaugrad, Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016
Tagesanalysen
Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.
Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.
Montag, 23. Oktober 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 26,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 37,8 Prozent, davon Windstrom 16,4 Prozent, PV-Strom 9,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,8 Prozent.
Kaum Windstrom, wenig PV-Strom. Die Strompreisbildung
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Dienstag, 24. Oktober 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 31,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 42,5 Prozent, davon Windstrom 29,1 Prozent, PV-Strom 2,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,1 Prozent.
Dienstag: Fast keine PV-Stromerzeugung und sehr wenig Windstrom. Die Strompreisbildung
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Mittwoch, 25. Oktober 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 35,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,1 Prozent, davon Windstrom 28,2 Prozent, PV-Strom 7,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,9 Prozent.
Wind- und PV-Strom decken gerade mal im Durchschnitt ein Drittel des Bedarfs über den Tag. Die Strompreisbildung. Der Ausreißer am Vorabend ist vermutlich ein Datenfehler.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Donnerstag, 26. Oktober 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,0 Prozent, davon Windstrom 23,7 Prozent, PV-Strom 3,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,5 Prozent.
Über Tag sinkt die Windstromerzeugung stark. Die PV-Stromerzeugung ist schwach. Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Freitag, 27.10.2023: Anteil Wind- und PV-Strom 29,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,5 Prozent, davon Windstrom 25,0 Prozent, PV-Strom 4,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,2 Prozent.
Die Windstromerzeugung wird etwas stärker. Die Strompreisbildung
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Samstag, 28. Oktober 2023 Anteil Wind- und PV-Strom 52,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,5 Prozent, davon Windstrom 44,2 Prozent, PV-Strom 8,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.
Der Bedarf ist gering. Der Ausreißer am Vormittag ist vermutlich ein Datenfehler. Die regenerative Stromerzeugung zieht an. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Sonntag, 29. Oktober 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 72,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 83,7 Prozent, davon Windstrom 66,9 Prozent, PV-Strom 5,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.
Noch weniger Bedarf bei starker regenerativer Erzeugung, die von 7:00 bis 10:00 Uhr ausreicht, um den Bedarf zudecken. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.10.2023: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.

