Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Blog-Seite

Prof. Bhakdi berichtet über das verräterische Buch „Projekt Lightspeed“ der BioNTech-Gründer

Prof. Bhakdi stellt in einem Video die markanten Punkte aus dem Buch von Uğur Şahin und seiner Frau Özlem Türeci vor. In dem Buch wird nicht nur offen über die „Täuschung“ des PEI gesprochen, sondern gezeigt, dass die Sicherheitsprüfung aufgrund der Kürze der Zeit einfach ausgelassen wurde. Dafür wurde ein von der WHO veröffentlichtes Expertenpapier herangezogen, welches unter dem angegeben Link gar nicht erst abrufbar ist. Außerdem wird im Buch von einer präklinischen Phase berichtet, welche bereits am 14. Mai 2020 abgeschlossen wurde, damit die klinische Phase I beginnen konnte. Die Wirksamkeit konnte nie überprüft werden, wie sich nach der Lektüre des Buches herausstellt. Es wurde von BioNTech mit sogenannten Pseudoviren gearbeitet, da das Unternehmen nie eine Erlaubnis hatte mit dem Virus zu experimentieren. Zitat aus dem Buch: „Gemäß Uğurs Drängen begann Lindemann also mit ihrer Suche nach Möglichkeiten, die Studie zu beschleunigen.“

Wichtige Passagen zu dem Buch stellt kein Geringerer als Prof. Bhakdi vor.

Zwei Jahre Haft für Richter, der den Maskenzwang für rechtswidrig erklärt hatte: „Sie haben solche Angst vor der Wahrheit“.

Am 8. April 2021 untersagte ein deutsches Gericht zwei Schulen, ihren Schülern das Tragen von Gesichtsmasken, die Einhaltung von Abstandsregeln und die Durchführung von Schnelltests zu verbieten. Die Schulen durften auch keinen Fernunterricht mehr anbieten.

Der Richter entschied zugunsten einer Mutter von zwei Schülern im Alter von acht und 14 Jahren, die eine der Schulen besuchten. Sie argumentierte, dass die Maßnahmen physische und psychische Schäden verursachten und gegen das Gesetz verstießen.

Richter Christian Dettmar stimmte den Experten zu, dass Gesichtsmasken nicht vor Viren schützen und PCR-Tests keine Infektionen nachweisen können.

Nach dem aufsehenerregenden Urteil wurden Dettmars Wohnung, Büro und Auto von der Polizei durchsucht. Sogar sein Telefon wurde beschlagnahmt.

„So weit ist es gekommen“, sagt Sietske Bergsma, Schöpferin des Podcasts Bakkie met Bergsma, die einen ausführlichen Artikel über die sensationelle Zeugenaussage geschrieben hat.

Der Richter (!) wurde nun zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. „Für dieses Urteil, über das ich damals berichtet habe, geht der Richter jetzt für zwei Jahre ins Gefängnis. In einem demokratischen Rechtsstaat. Die haben solche Angst vor der Wahrheit“.

„Zwei Jahre Haft auf Bewährung, weil Richter Christian Dettmar Kinder vor völlig sinnlosen Gesichtsmasken schützen wollte. Die Maßnahme war unverhältnismäßig, weil es keine wissenschaftliche Begründung gab, und daher unvereinbar mit verfassungsrechtlichen Prinzipien“, sagt Rechtsanwalt Jeroen Pols.

Er fügt hinzu, dass Deutschland die Zeit um 80 Jahre zurückdreht. Das Urteil lautete auf zweijährige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde..

Der Staatsanwalt des Landgerichts Erfurt sagte: „Der Richter wollte mit seinem Urteil ein Zeichen gegen die Covid-Politik setzen. Damit hat er seinem Amt und dem Rechtsstaat geschadet.

DR. Simon Goddek schreibt auf X: „Deutschland ist ein Schurkenstaat!“

Trump bei Tucker Carlson

Trump bei Tucker Carlson

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Es ist vielleicht der mediale Höhepunkt des Jahres: Donald Trump diskutierte mit Tucker Carlson mit erstaunlichen Einschaltquoten.  Donald Trump ist die uneingeschränkte Nummer eins der Republikaner. Das hat er in der Nacht auf Donnerstag der ganzen Welt bestätigt. Wie? Er verzichtete auf die TV-Debatte mit den anderen Präsidentschaftskandidaten und ging stattdessen zu Tucker Carlson, der […]

Der Beitrag Trump bei Tucker Carlson erschien zuerst unter tkp.at.

Sechs neue BRICS-Mitglieder ab 2024: Auch Saudi-Arabien und Iran dabei

Ab Jänner 2024 wächst die BRICS-Gruppe um sechs neue Mitglieder: Saudi-Arabien, Iran, Argentinien, Ägypten, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Dieser Beschluss fiel nach dem BRICS-Treffen in Südafrika. Der Block stellte dabei die nächste Erweiterungsrunden in den Raum. 40 Staaten haben bisher ihr Interesse an einer BRICS-Mitgliedschaft deponiert, 23 Staaten davon suchten offiziell um einen Beitritt an. BRICS sieht sich als Gegenpol zur US-geführten monopolaren Welt-Dominanz. Laut Analysten wurde die Expansion stark von Russland und China vorangetrieben.

Vom Westen belächelt

Beide Nationen sind mit Dauer-Sanktionen westlicher Nationen konfrontiert und wollen sich aus der zunehmend autoritären Umklammerung des West-Liberalismus befreien. BRICS besteht offiziell seit 15 Jahren. Aktuelle Mitglieder sind Brasilien, China, Südafrika, Russland und Indien. Die Gruppe traf sich kürzlich in Südafrika, um Leitlinien, Standards, Kriterien und Prozesse für eine BRICS-Erweiterung festzulegen. Der Beschluss, per Jänner 2024 die Gruppe auf 11 Mitglieder zu erweitern, hat manche Beobachter überrascht. BRICS wurde vor allem vom Mainstream als eine Art „lahme Ente“ betrachtet, die zwar große Ziele aber keine Durchschlagskraft hat. Das Ziel, eine eigene, goldgedeckte BRICS-Währung einzuführen, wird als „kaum durchführbar“ belächelt. 

Strategischer Erfolg für Iran

Präsident Xi Jinping sprach von einer „historischen Erweiterung und einem neuen Ausgangspunkt für die BRICS-Zusammenarbeit“. Das werde dem BRICS-Kooperationsmechanismus neuen Schwung verleihen und die Kraft für Weltfrieden und Entwicklung weiter stärken. Auch der Iran begrüßte die Aufnahme in die BRICS. „Die dauerhafte Mitgliedschaft in der Gruppe der globalen Schwellenländer gilt als historische Entwicklung und strategischer Erfolg für die Außenpolitik der Islamischen Republik“, schrieb Regierungsberater Mohammad Jamshidi auf X, vormals Twitter. Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed sprach von einem „großartigen Moment“ für sein Land. „Äthiopien ist bereit, mit allen für eine integrative und wohlhabende Weltordnung zusammenzuarbeiten“, schrieb er auf X.

Kampf dem US-Weltmonopol

Die Kerngruppe der fünf BRICS-Staaten diskutiere die Frage der Erweiterung seit mehr als einem Jahr, sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa. Die neuen Mitglieder seien diese Woche eingeladen worden, nachdem auf dem Gipfel eine Einigung erzielt worden sei. Die Erweiterung der Gruppe ist Teil ihres Plans, Dominanz aufzubauen und die globale Dominanz in eine „multipolare“ Weltordnung umzugestalten, die die Stimmen des globalen Südens in den Mittelpunkt der Weltagenda stellt. Die Aufnahme von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran und Ägypten stellt die erste MENA-Vertretung (Mittlerer Osten und Nordafrika) in der Gruppe dar, und die Aufnahme Argentiniens wurde vom Mitglied Brasilien befürwortet. Beobachter sprechen von anfänglicher Ambivalenz anderer BRICS-Staaten bezüglich der jetzigen Erweiterungsrunde. Die Staats- und Regierungschefs äußerten sich diese Woche allerdings lautstark für den Plan.

Putins Video-Botschaft 

Weil die internationale „Wertegemeinschaft“ Ramaphosa drohte, Russlands Präsident Wladimir Putin im Namen des Internationalen Gerichtshofes verhaften zu lassen, reiste Außenminister Sergev Lavrov an. Er wurde besonders herzlich mit Folklore-Tänzen am Flughafen begrüßt. Putin war via Video zugeschaltet. Es sei besonders wichtig, dass die BRICS-Gruppe für eine multi-polare, Weltordnung eintrete, die wirklich gerecht sei und auf dem Völkerrecht basiere, sagte er dabei. Dies unter Einhaltung der Kernelemente der Charta der Vereinten Nationen einschließlich des souveränen Rechtes und der Achtung des Rechts eines jeden Volkes, auf seine eigenen Entwicklungsmodelle. „Wir sind gegen jede Form von Hegemonie, die von einigen Ländern propagiert wird, die auf ihrer vermeintlichen Einzigartigkeit basiert und auf dieser Grundlage eine neue Politik des anhaltenden Neo-Kolonialismus betreiben“. Putin ging auch auf den Ukraine-Krieg und die aus seiner Sicht dafür verantwortlichen Ursachen ein. Im kommenden Jahr übernimmt Russland den BRICS-Vorsitz.

Mächtiger Wirtschaftsblock

Die aktuelle Wirtschaftskraft der BRICS-5 kann sich jetzt schon sehen lassen und liegt bereits auf dem Niveau der G-7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, USA, EU-Kommission mit Beobachterstatus). In der aktuellen BRICS-Gruppe leben knapp 40 Prozent der Weltbevölkerung. Ihr Anteil an der nominellen, weltweiten Wirtschaftsleistung lag 2021 – nach Kaufkraft gerechnet – bei über einem Drittel. Die Investitionen der Gruppe in die Weltwirtschaft haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Der Gesamtexport erreichte 20 Prozent des weltweiten Gesamtwerts. BRICS will bis 2025 vor allem in fünf Richtungen verstärken: Diversifizierung von Lieferketten, De-Dollarisierung und Übergang zu nationalen Währungen bei den gegenseitigen Abrechnungen, digitale Wirtschaft, Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben und ein fairer Transfer von Technologien. 

Fokus auf Asien

Für Russland, das im kommenden Jahr den BRICS-Vorsitz übernimmt, ist die Schaffung neuer Verkehrsverbindungen, insbesondere transkontinentaler Routen eines der Hauptziele. Putin sprach in seiner Videobotschaft von einem Nord-Süd-Korridor, der etwa die russischen Häfen in den Nordmeeren und der Ostsee mit den See-Terminals an der Küste des Persischen Golfs und des indischen Ozeans verbinden wird. Angepeilt wird dabei eine jährliche Frachtkapazität von 30 Millionen Tonnen. 

Zum Autor: Kornelia Kirchweger war Journalistin bei „Austria Presse Agentur“, Bundespressedienst, „BBC“, „Asahi Shimbun“. Fokus: EU, Asien, USA, Afrika. Seit 2016 beim „Wochenblick“. Rockte die sozialen Medien mit ihrem offenen Brief an Greta Thunberg und machte gegen den UNO-Migrationspakt mobil.

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Wagner-Chef Prigoschin wohl tot: Gezielter Abschuss, Unglück oder Inszenierung?

Der gestrige Absturz des Privatjets des Chefs der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, wirft Fragen auf. Wie die Luftfahrtbehörde Rosaviatsia bestätigte, sind alle 10 Passagiere tot, darunter auch Prigoschin und der Wagner-Mitbegründer Dmitri Utkin. Die Maschine sollte von Moskau nach St. Peterburg fliegen, wo sich Prigoschins Wohnsitz und Hauptquartier befinden.

Der Absturz geschah bei Twer unweit von Moskau. Videos legen den Verdacht nahe, dass es sich um einen Abschuss handelt. Eine zweite Wagner-Maschine, die hinter der ersten flog, konnte unbeschadet auf dem Moskauer Flughafen landen.

Ist Prigoschin wirklich tot?

Prigoschin soll gestern erst aus Afrika zurückgekehrt sein. Angeblich hielt er sich zuletzt in Mali auf. Prompt schießen nun die Spekulationen ins Kraut, denn das Unglück erfolgte auf den Tag genau 2 Monate nach seiner Rebellion. Ein Racheakt des Kreml wird daher ebenso für möglich gehalten wie eine Tarnoperation, um ihn für tot zu erklären und sein Untertauchen zu ermöglichen.

Rache für Putschversuch?

Bei Prigoschins Aufstand Ende Juni hatte er, von der ukrainischen Front kommend, mit seiner Truppe zuerst die südrussische Stadt Rostow besetzt und war dann auf Moskau zugefahren, bevor die Aktion schlagartig abgebrochen wurde, ohne dass die konkreten Ursachen und Absichten bekanntgeworden wären. Der Verdacht liegt zumindest nahe, dass Putin sich eines ehemaligen Verbündeten entledigt hat, der zum unberechenbaren Gegner geworden war. Prigoschin hatte allerdings behauptet, nie einen Putsch gegen Wladimir Putin geplant zu haben.

Spekulationen um Absturz

US-Präsident Joe Biden erklärte, Prigoschins Tod überrasche ihn nicht, und in Russland geschehe wenig, wohinter nicht Wladimir Putin stehe. Die Wagner-Gruppe sprach von einem Anschlag, der „von Verrätern Russlands“ verübt worden sei. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es gestern jedoch noch ein anderes Flugzeug gegeben haben, auf dessen Passagierliste ebenfalls Prigoschins Name verzeichnet war und das in Moskau gelandet sei.

Wieder anderen Behauptungen nach könnte es sich bei dem Absturz auch um ein Ablenkungsmanöver handeln, um Prigoschin zu erlauben, von der Bildfläche zu verschwinden. Dies würde allerdings bedeuten, dass hierfür eine erhebliche Anzahl Toter unter seinen eigenen Gefolgsleuten in Kauf genommen wurde. Da die Leichen stark verbrannt sein sollen, dürfte die Identifizierung jedenfalls länger dauern.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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Pepe Escobar: BRICS-Plus-SCO-Superblock vs. US-Imperium

Von Ilya Tsukanov

Die Welt hält den Atem an, während die letzten Vorbereitungen für den 15. BRICS-Gipfel in Südafrika getroffen werden. In diesem Jahr scheint die Erweiterung des Blocks ganz oben auf der Tagesordnung zu stehen, denn mehr als 40 Länder haben ihr Interesse an einem Beitritt bekundet. Wie wird der Gipfel die globale geopolitische Landschaft verändern? Der erfahrene Beobachter internationaler Angelegenheiten Pepe Escobar erklärt dies.

Johannesburg bereitet sich auf den 15. BRICS-Gipfel vor, der am Dienstag beginnt und bis Donnerstag dauert. Das diesjährige Thema lautet „BRICS und Afrika: Partnerschaft für gegenseitiges beschleunigtes Wachstum, nachhaltige Entwicklung und integrativen Multilateralismus“.

„Multilateralismus“ ist vielleicht das aussagekräftigste Wort, um die Absichten der versammelten Nationen zu beschreiben, denn die gemeinsame Wirtschaftskraft der BRICS übersteigt bereits die der G7 und stellt unter Berücksichtigung des menschlichen, geografischen, wirtschaftlichen und ressourcenbezogenen Potenzials der Länder, die ihr Interesse an einem Beitritt bekundet haben, eine ernsthafte Herausforderung für die von den USA geführte internationale Ordnung dar.

„Das große Potenzial für die Schaffung einer fairen und demokratischen Architektur der internationalen Beziehungen liegt in Strukturen wie den BRICS“

sagte der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes Sergej Naryschkin letzte Woche am Vorabend des Gipfels.

Unter Hinweis auf die Ähnlichkeit des Blocknamens mit dem englischen Wort „bricks“ deutete Naryshkin an, dass BRICS ein subtiler Wink an die USA und ihre Verbündeten sei, dass die so genannte „regelbasierte internationale Ordnung“ am Ende sei.

„Dies sind in der Tat die Bausteine für das Fundament einer wirklich freien und gleichberechtigten Welt. In naher Zukunft werden neue Bausteine oder Pole hinzugefügt werden. Die Struktur der Multipolarität wird weiter wachsen und sich festigen, die Rechte der Nationen auf Souveränität und Identität schützen und eine echte wirtschaftliche Entwicklung fördern. Keinem Tier auf der Erde wird es gelingen, diese Struktur zu zerstören.“

„Das ist es“

„Dies ist der entscheidende geopolitische Moment“, sagte Pepe Escobar gegenüber Sputnik, als er nach der besonderen Bedeutung des diesjährigen BRICS-Gipfels gefragt wurde.

„Viel mehr als bei früheren Gipfeln, viel mehr als beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, viel mehr als bei allen früheren BRICS-Gipfeln. Und die Tatsache, dass er in Afrika stattfindet, das, wie wir alle wissen, wieder einmal im Mittelpunkt des Geschehens steht, vor allem wegen der, um es kurz zu sagen, ‚afrikanischen Revolte gegen den französischen Neokolonialismus’“

trägt nur noch mehr zur Bedeutung des Treffens bei, so Escobar.

Hinzu kommt die Tatsache, dass das Organisationskomitee 67 Staatsoberhäupter und mächtige Vertreter aus ganz Afrika und vielen anderen Ländern des globalen Südens eingeladen hat, um an den Diskussionen über die Zusammenarbeit zwischen BRICS und Afrika sowie über „BRICS+“ teilzunehmen“, fügte Escobar hinzu und bezog sich dabei auf die spannende Aussicht auf neue Mitglieder, die dem Block zum ersten Mal seit Südafrika im Jahr 2010 beitreten.

„Stein des Anstoßes“ für die künftige Zusammenarbeit

„Eine Sache, die wir von den [Vertretern der Staats- und Regierungschefs] bereits mit Sicherheit wissen, ist, dass sie bereits einen Mechanismus für die Aufnahme neuer Mitglieder beschlossen haben. Natürlich ist dies ein sehr komplexes Unterfangen, denn es geht um mehr als 30 Nationen, von denen 23 bereits ihren offiziellen Wunsch geäußert haben, Teil von BRICS+ zu werden“, so der Beobachter.

„Natürlich sind dies kleine Schritte“, stellte Escobar klar. Wir sollten nicht erwarten, dass die BRICS in zwei Tagen in Südafrika die „regelbasierte internationale Ordnung“ auf den Kopf stellen werden. Nein, dies wird ein schrittweiser, langsamer und sehr anspruchsvoller Prozess sein. Aber das, was in Südafrika und unmittelbar danach passiert, ist, sagen wir, eine Art Rosettenstein für das, was in der Zukunft passieren wird.“

Escobar geht davon aus, dass auf dem Gipfel neben der Erweiterung des Blocks auch der Handel zwischen den Blöcken unter Verwendung lokaler Währungen im Mittelpunkt stehen wird – die so genannten R5, d. h. Renminbi (Yuan), Rubel, Real, Rupie und Rand, sowie die Währungen der neuen Mitglieder, die möglicherweise beitreten.

Eine gemeinsame BRICS-Währung?

Im Vorfeld des Gipfels äußerten sich sowohl BRICS-freundliche als auch BRICS-feindliche Beobachter zu den Aussichten, dass der südafrikanische Gipfel zur Entstehung einer möglichen gemeinsamen BRICS-Währung führen könnte, um den internationalen Handel zu erleichtern oder sogar die Hegemonie des US-Dollars in Frage zu stellen. Die Spekulationen darüber wurden inzwischen zurückgestellt und die Idee zumindest vorerst ad acta gelegt.

„Der Weg zur neuen BRICS-Währung ist äußerst komplex“, erklärte Escobar. Der „ungeschriebene Konsens“ unter unabhängigen Analysten scheine zu sein, dass der Block zumindest im Moment keine gemeinsame Währung brauche. „Mittelfristig könnte man eine Art Token einführen, einen goldgedeckten Token, der zum Beispiel in Russland durch Gold gedeckt wäre. Eine neue Währung wie den Euro brauchen sie nicht. Und eine BRICS-Währung wie ein neuer Euro wird in nächster Zeit auch nicht angekündigt werden.“

BRICS Plus-SCO Superblock?

Ein weiterer Aspekt, den Escobar bei den Treffen in Johannesburg erwartet, ist das Bemühen um die Schaffung einer Art Architektur für die „schrittweise Integration“ der BRICS mit anderen multilateralen Organisationen, wie der von Russland geführten Eurasischen Wirtschaftsunion und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.

„Und jetzt berühren wir etwas sehr, sehr, sehr Interessantes“, betonte der Beobachter. „Denn einige Diplomaten, wie zum Beispiel ehemalige südafrikanische Diplomaten, geben dies nun zu Protokoll und fragen, warum wir die BRICS+ nicht langfristig mit der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit zusammenlegen sollten. Weil wir vielleicht die meisten Mitglieder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit als Mitglieder der BRICS oder BRICS+ haben werden. Es ist also sinnvoll, dass sie parallel zueinander arbeiten. Sie sollten zusammenarbeiten. Der [weißrussische Präsident Alexander] Lukaschenko hat das vor anderthalb Monaten gesagt. Das ist sehr, sehr wichtig. Wir können also erwarten, dass es zwar keine angekündigte Bewegung in diese Richtung gibt, aber sicherlich Schritte zur Annäherung und Zusammenarbeit, vor allem im Hinblick auf die Entdollarisierung. BRICS+, Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und die Eurasische Wirtschaftsunion.“

Ein BRICS+/SCO-Superblock würde nicht nur Chinas ehrgeizige Neue Seidenstraßen-Initiative ergänzen, sondern auch die russische Vision der Greater Eurasia Partnership, so Escobar.

Für die bestehenden Mitglieder der beiden Blöcke sowie für neue Mitglieder oder Bewerber stellt Escobar sich einen BRICS+/SCO-Zusammenschluss vor, der die Integration auf vielen Ebenen erleichtern würde, darunter „Zölle, Währungen, bilateraler Handel unter Umgehung des US-Dollars, 5G-Netzwerke, was auch immer, denn dies wird auch von multilateralen Organisationen unterstützt, die über viel Macht verfügen. Wir sagen also nicht, dass BRICS und SCO ab morgen Hand in Hand arbeiten werden. Nein. Wir sagen im Grunde, dass das Potenzial für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit … bei bestimmten Projekten in bestimmten Ländern riesig ist, und deshalb denken die Chinesen darüber nach, die Russen denken darüber nach, Lukaschenko in Weißrussland denkt darüber nach, die Iraner denken darüber nach.“

Wenn sich BRICS+ auf wichtige afrikanische Länder wie Algerien und Ägypten ausdehnt, so Escobar, würde dies „ein Dreieck in Afrika schaffen – Nordwestafrika, Nordostafrika und Südafrika, das von BRICS unterstützt wird und in dem BRICS+-Projekte durchgeführt werden„, die als entscheidender Impuls für die Entwicklung dienen, auch über die Neue Entwicklungsbank.

Die BRICS-Bank könnte in Zukunft eine „absolut wesentliche“ Rolle spielen, glaubt der Beobachter, „vor allem bei der Finanzierung von Projekten“ in Afrika, im Iran oder sogar in Syrien, um den Wiederaufbau des Landes nach dem von der CIA geführten schmutzigen Krieg zu unterstützen. „Die Möglichkeiten sind also endlos, wenn es um Finanzierungsmechanismen geht, die dem IWF und der Weltbank entgehen“, betonte Escobar.

Die Bemühungen des US-Imperiums, BRICS+ zu zerschlagen und Afrikas Jahrhundertchance

Die künftige BRICS+-Integration wird nicht ohne Herausforderungen sein, sagte Escobar und verwies auf eine Reihe von Problemen, von Differenzen zwischen den Blöcken in Peking und Delhi über die voraussichtlichen Schwierigkeiten einer auf Konsens basierenden Regierungsführung, insbesondere bei der Erweiterung des Blocks, bis hin zu den Bemühungen des US-Imperiums“, Druck auf die Mitglieder Brasilien, Indien und Südafrika sowie auf die künftigen Schlüsselmitglieder Türkei, Indonesien und Saudi-Arabien auszuüben.

Was den afrikanischen Kontinent betrifft, so sieht Escobar in BRICS+ die „Jahrhundertchance“, die Ketten der neokolonialen Knechtschaft zu sprengen.

„Ein beträchtlicher Teil des afrikanischen Kontinents wacht endlich auf und erkennt, dass es keine weitere Chance geben wird, wenn sie nicht endlich alle Formen des Neokolonialismus durch den kollektiven Westen ablehnen. Dies ist die Chance des Jahrhunderts für Afrika, endlich eine Entwicklung einzuleiten, die für die afrikanischen Bevölkerungen gerechter ist“

betonte er.

„Es ist kein Zufall und nicht zufällig, dass die beiden führenden BRICS-Staaten, Russland und China, das südafrikanische Programm ‚Ipsis Litteris‘ in der von den Südafrikanern entwickelten Form genehmigt haben. Das war großartig. Das zeigt, wie viel Bedeutung sie der Tatsache beimessen, dass Afrika integriert werden muss“, fügte Escobar hinzu.

Lektionen von dem Imperium lernen?

Es gibt eine Sache, die die BRICS+ von der unipolaren Ordnung unter der Führung der USA lernen und anpassen müssen, sagt der geopolitische Analyst: die Kombination aus amerikanischer kultureller, intellektueller und weicher Macht, die dazu beigetragen hat, Washingtons globale Macht so lange zu erhalten.

Die BRICS+ „brauchen ein Netzwerk von Denkfabriken, Publikationen, Zeitschriften, Soft-Power-Mechanismen, kulturellen Ausstellungen, interkulturellen und pan-kulturellen Ausstellungen, Filmen, Theater, Musik, kultureller Soft-Power, die miteinander interagieren“, einschließlich Kunst, die dazu dienen kann, „ihren Partnern und auch dem Rest der Welt ihre eigenen lokalen Realitäten zu erklären

betonte Escobar.

„Wir bräuchten mindestens einen wichtigen BRICS-Thinktank, der regelmäßig auf höchster Ebene publiziert und mit allen interagiert“, denn „wenn man keine solide Gegenerzählung hat, die man all diesen Zielgruppen in mehreren Sprachen leicht erklären kann, verliert man die Schlacht, bevor sie überhaupt begonnen hat“, betonte er.

Escobar bezeichnete das Bestreben, BRICS+ zu einem globalen Superblock zu vereinen, als „die Herausforderung unserer Zeit“ und sagte, es gehe nicht nur um BRICS oder die SCO, die EWG, die Greater Eurasian Partnership, die Afrikanische Union oder die chinesische Belt and Road Initiative. Das zentrale Thema ist die Suche nach Mechanismen, mit denen eine konsensbasierte Governance funktionieren kann – etwas, wofür es in der derzeitigen, von den USA diktierten Ordnung keinen Bedarf gibt.

„Wenn sie alle immer enger zusammenarbeiten, können sie die Bedrohung und die Herausforderungen angehen, aber in einer Atmosphäre der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts und der Achtung der Souveränität des anderen, was das absolute Gegenteil der ‚regelbasierten internationalen Ordnung‘ ist“

resümierte Escobar.

Sieg für die Translobby: Ampel verabschiedet neues „Selbstbestimmungsgesetz“

Trotz monatelanger erbitterter Kritik hat die Ampel-Regierung gestern ihr Selbstbestimmungsgesetz beschlossen. Für Frauen bedeutet dies rechtliche Rückschläge, zumal Frausein zu einer bloßen Sache des Gefühls degradiert wird.

Jeder kann künftig per bloßem Sprechakt sein Geschlecht ändern. Biologische Männer erhalten gesetzlich verbrieften Zutritt zu weiblichen Schutzräumen wie Umkleideräume, Saunen oder Frauenhäuser. Wer sich weigert, jede noch absurde Selbstbezeichnung zu akzeptieren, riskiert empfindliche Geldbußen von bis zu 10.000 Euro.

Absurde Verbote

Sogar eigene Familienmitglieder dürfen die jeweilige Person dann nicht mehr mit ihrem vorherigen Namen ansprechen. Selbst Minderjährige können sich durch einen simplen Eintrag beim Standesamt einmal pro Jahr ein beliebiges Geschlecht eintragen zu lassen. Kinder ab dem 14. Lebensjahr können die entsprechende Erklärung sogar selbst abgeben, wenn die gesetzlichen Vertreter zustimmen. Allerdings wird deren Zustimmung notfalls einfach durch die des Familiengerichts ersetzt. Auch gerichtlicher Sorgerechtsentzug ist notfalls möglich.

Gerichte als Komplizen der Trans-Lobby?

Dies ist etwa dann ausdrücklich vorgesehen, wenn sich ein Elternteil dem Geschlechtswechsel seines Kindes widersetzt, das andere aber zustimmt. Die Ampel-Regierung schafft damit die Möglichkeit, Vater oder Mutter das Sorgerecht für das eigene Kind zu rauben, wenn es nicht damit einverstanden ist, dass dieses sich – ob aus einer Laune oder aus sozialem Druck heraus – ein anderes Geschlecht „aussucht“.

Zerstörung der Familie als Ziel

Eltern sollen hinnehmen, dass pubertierende und psychisch labile, beeinflussbare Heranwachsende ihren Namen ändern, sich schlimmstenfalls sogar operativ verstümmeln lassen und dadurch irreparable Schäden an Leib und Seele davontragen. Es handelt sich hierbei um einen extremen und eklatanten staatlichen Eingriff in die Familie. Für totalitäre Sozialisten, die die Zerstörung der Kernfamilie und natürlicher Strukturen seit jeher verfolgen, ist das neue Gesetz ein weiterer Meilenstein in ihrem Bestreben, nicht nur die Wirtschaft, sondern sämtliche sozialen Beziehungen zu verstaatlichen will. Letztlich geht es auch darum, Familien als Bollwerk gegen übergriffige Staaten zu zerschlagen. 

Gezielte sexuelle Verwirrung der Jugend

Deshalb sind Frühsexualisierung und Ideologisierung bereits im Kita-Alter und die mediale Allgegenwärtigkeit des Trans-Hypes Mittel zum Zweck. „Trans“ zu sein, ist längst zu einer Art Statussymbol geworden. An Schulen gilt es, vor allem bei Mädchen, vielerorts schon als schick, sich als „trans“ zu bezeichnen und damit einer der vermeintlichen Opfergruppen der kulturmarxistischen Ideologie zuzurechnen. In pubertärer Verwirrung reden viele sich ein, im vermeintlich „falschen“ Körper geboren zu sein, und verschaffen sich damit Aufmerksamkeit und Sympathie.

„trans“ als echtes Minderheitenprogramm

Die Anzahl der wirklichen Transsexuellen ist dabei verschwindend gering. Medien und einschlägige Lobbygruppen vermitteln jedoch den irrigen Eindruck, es handele sich hier um ein Massenphänomen. Wie in allem wird auch hier der einmal eingeschlagene kulturmarxistische Kurs unerbittlich beibehalten und alle Einwände beiseite gewischt.

FDP unterstützte Wahnsinnsgesetz

Was den Kabinettsbeschluss über dieses Wahnsinnsgesetz noch schwerwiegender macht, ist der Umstand, dass dies nicht – wie gewöhnlich – nur mit stillschweigender Duldung, sondern sogar unter aktiver Mitwirkung der FDP und ihres Justizministers Marco Buschmann geschah – die ganz bestimmt nicht zur Umsetzung linker Wahnvorstellungen gewählt wurde. Die Translobby hat damit ihren bislang wohl größten Erfolg errungen.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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ARKTISCHE KRIEGE

Von Karen Hunt

Das neue Schlachtfeld des Dritten Weltkriegs

In meinem Substack-Lager habe ich 211 Entwürfe von Aufsätzen, an denen ich gearbeitet habe, und dieser Aufsatz stand ganz oben auf der Liste. Ich bin so froh, dass ich ihn endlich fertiggestellt habe!

„Was die Ägäis für das klassische Altertum war, was das Mittelmeer für die römische Welt war, was der Atlantische Ozean für das expandierende Europa der Renaissance war, das wird der Arktische Ozean für die Welt der Flugzeuge und der Atomkraft werden.“

Kanadischer Historiker und Diplomat, Hugh Keenleyside, 1949

Im Mai 2022 warnte Präsident Wladimir Putin, dass Russland jedem ausländischen Gegner, der seine Souveränität über ein von ihm beanspruchtes Gebiet in Frage stellt, „die Zähne ausschlagen“ werde.

Er erwähnte zwar nicht ausdrücklich die Arktis, aber es ist kein Geheimnis, dass Russland in der Region ein gewaltiges Arsenal an militärischen Waffen aufstellt – darunter den Poseidon 2M39, einen nuklear angetriebenen Tarnkappentorpedo, der als „Superwaffe“ bezeichnet wird.

Laut Worldcrunch:

Seit 2014 hat Russland mindestens 475 Militäreinrichtungen entlang seiner Nordgrenze gebaut und begonnen, den Hafen von Seweromorsk in der Barentssee oberhalb des Polarkreises (Hauptstützpunkt der Nordflotte des Landes) und den Hafen von Wladiwostok aktiv auszubauen.

Russland hat auch spezielle Hyperschall-Marschflugkörper und atomgetriebene Unterwasserdrohnen in der Arktis getestet. Die Nordflotte des Landes, die aus Nuklear-U-Booten, Schlachtschiffen, Landungsbooten, Eisbrechern und Unterstützungsschiffen besteht, wurde in den letzten zehn Jahren erheblich verstärkt und ist laut der Arktis-Strategie der NATO von 2017 zur führenden Macht im Norden geworden.

Die russischen Aktivitäten haben ein Wettrüsten unter den anderen arktischen Staaten ausgelöst.

Vor kurzem besuchte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu die arktischen Atomtestanlagen in Nowaja Semlja. Auf dem zentralen Truppenübungsplatz fanden von 1954 bis 1990 mehr als 130 Kernwaffentests statt. Hier zündeten sowjetische Wissenschaftler 1961 die thermonukleare Zar-Bombe, die größte jemals getestete Kernwaffe. Moskau hat einen großen Teil seiner nuklearen Vergeltungsfähigkeit auf der Halbinsel Kola konzentriert, einem abgelegenen Landstrich, der an Nordnorwegen grenzt.

Russischer Raketentest im Januar (Bild: Tass)

Der zentrale Übungsplatz wird nun für „die Durchführung von Tests fortgeschrittener Waffen und militärischer Ausrüstung“ genutzt, so die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums, ohne nähere Angaben zu machen.

Interessant ist, dass Putin Mitte Juni erklärte, taktische Atomwaffen seien nach Belarus verlegt worden. Dies fiel mit der Verbannung der meuternden Wagner-Gruppe nach Weißrussland zusammen. Es bleibt abzuwarten, ob der Untergang der Wagner-Gruppe eine falsche Flagge ist; eine Möglichkeit für Russland, seine Armeen gegen Polen aufzurüsten, ohne dass es den Anschein hat.

Wagner „Söldner“
Der Leiter von Wagner, Jewgeni Prigoschin, galt immer als enger Verbündeter Putins.

Seit Russlands Einmarsch in der Ukraine sind die Spannungen wegen nuklearer Bedrohungen rasch eskaliert.

Im Februar 2023 setzte Putin die Teilnahme Russlands am neuen START-Vertrag aus, der den Atomwaffenarsenalen Moskaus und Washingtons Grenzen setzt.

Die USA und die NATO hatten das Recht gefordert, Russlands Atomanlagen zu inspizieren, eine Forderung, die Putin als „absurdes Theater“ bezeichnete.

„Sie wollen uns eine ’strategische Niederlage‘ zufügen und gleichzeitig versuchen, an unsere Atomanlagen heranzukommen“, sagte er.

Im Jahr 2022 versprach das Weiße Haus, die US-Militärpräsenz in der Arktis zu verstärken und die Übungen mit Partnerländern zu erhöhen, um „Aggressionen in der Arktis abzuschrecken, insbesondere von Russland“.

Im selben Jahr kamen rund 30.000 NATO-Soldaten in ein Gebiet oberhalb des Polarkreises, um die alle zwei Jahre stattfindende Übung Cold Response durchzuführen, bei der die verbündeten Streitkräfte „multinationale gemeinsame Übungen mit einem hochintensiven Kampfszenario unter anspruchsvollen winterlichen Bedingungen“ durchführen.

Die norwegische Region Finnmark und das angrenzende russische Gebiet sind zu einem der wahrscheinlichsten Schlachtfelder für den ersten Einsatz von Atomwaffen in einem künftigen NATO-Russland-Konflikt geworden.

Laut Rebekah Koffler, einer Geheimdienstanalystin und Autorin des Buches Putin’s Playbook: Russlands geheimer Plan, Amerika zu besiegen:

Der Abstand zwischen Russland und den NATO-Staaten in der Arktis hat sich auf etwa 100 Meilen verringert. Und jeder versucht, die Vorherrschaft zu erlangen. Die US-Armee sagt, dass wir die Region dominieren werden, aber die Russen haben ihre eigene Strategie. Sie schreien, dass sie das einzige Nicht-NATO-Land in der arktischen Gruppe sein werden. Und China hat sich dem Kampf angeschlossen. Sie versuchen, die Arktis als wichtige Schifffahrtsroute zu erschließen.

Wie einst der Suezkanal wird derjenige, der die Route kontrolliert, eine wesentliche Arterie der umgestalteten kapitalistischen Weltwirtschaft kontrollieren. Und wie beim Suezkanal führt das Gerangel der Großmächte zu einer wachsenden militärischen Präsenz, die zukünftige Konflikte bedroht.

Obwohl die Schifffahrtsindustrie behauptet, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, ist sie jedes Jahr für über eine Milliarde Tonnen Treibhausgasemissionen verantwortlich, was etwa 3 % der weltweiten Gesamtemissionen entspricht. Dies wird diese Menge nur noch erhöhen.

Die Arktis – drei Millionen Quadratkilometer ewiger Frost – gibt endlich ihre Schätze für eine gierige Welt preis.

Präsident Biden warnte, dass der Klimawandel „potenzielle Konflikte in Bezug auf die Beherrschung der Arktis auslösen“ könnte. In der Tat ist der Klimawandel zur bequemen Ausrede für alles geworden, von Seuchen bis hin zu Kriegen.

Unabhängig davon, ob Sie glauben, dass der Klimawandel auf die menschlichen Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist oder ein natürliches Phänomen darstellt, ist es eine Tatsache, dass das arktische Eis schmilzt. Zahlen der US-Raumfahrtbehörde (Nasa) deuten darauf hin, dass der Verlust der minimalen arktischen Meereisausdehnung in der Größenordnung von 13,1 % pro Jahrzehnt liegt, basierend auf dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010.

Wir hören immer wieder, wie schlimm dies für die Umwelt ist und dass die Länder zusammenkommen müssen, um das empfindliche Ökosystem der Arktis zu schützen.

Was wir nie hören, ist, dass das Letzte, was die mächtigen Eliten, die diese Länder kontrollieren, wirklich wollen, ist, das Schmelzen des Eises zu stoppen. Während die Massen über den „Kohlenstoff-Fußabdruck“ belehrt werden und darüber, dass jeder seinen Teil zum Erhalt des Planeten beitragen muss, befinden sich die arktischen Staaten Kanada, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Russland, Schweden, die Vereinigten Staaten und China (ein selbsternannter „near-arktischer Staat“) in einem „Gerangel um die Arktis“ und die Reichtümer, die das schmelzende Eis freilegt.

Russland hat dieses riesige gefrorene Gebiet immer als seine Domäne betrachtet, und die Nationen waren sich einig, dass Konflikte dort tabu waren – bis jetzt.

Obwohl für jedes Land Schifffahrts-, Bergbau-, Bohr- und Fischereirechte entlang der arktischen Küstengewässer festgelegt wurden, gibt es keine für die gesamte Arktis. Es handelt sich um ein weites, offenes Gebiet, das trotz Russlands Behauptungen in Wirklichkeit niemandem „gehört“. Das hat in der Vergangenheit zu erbitterten Streitigkeiten geführt, die nur noch weiter eskalieren werden, wenn die Schätze unter dem Eis besser zugänglich werden und sich das eröffnet, was man die neue arktische Seidenstraße nennt.

Nach Angaben des U.S. Geological Survey beherbergt die Arktis schätzungsweise über 90 Milliarden Barrel Ölreserven, 30 Prozent des weltweit unerschlossenen Erdgases und Mineralien im Wert von rund einer Billion Dollar, von Gold und Silber bis hin zu Beryllium, Kadmium und Lithium – allesamt aufgrund der explosionsartigen Zunahme von Unterhaltungselektronik und Elektroautos sehr begehrt“.

Das schmelzende Eis hat auch die transarktischen Schifffahrtswege geöffnet, darunter die Nordseeroute (NSR) und die Nordwestpassage (NWP). Die Nördliche Seeroute beispielsweise verkürzt die Transitzeit von Europa nach Asien um fast 40 Prozent…. Russland und China, die beiden Großmächte, die mit den USA rivalisieren, verschaffen sich in der Arktis rasch Vorteile, um die wachsenden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Chancen zu nutzen.

„Der heutige Tag ist ein entscheidender Moment, der den Energiemarkt und die Versorgungskette neu gestalten wird“, sagte Rebekah Koffler, eine Geheimdienstanalystin und Autorin von „Putins Spielbuch“: Russlands geheimer Plan, Amerika zu besiegen„.

„Die Arktis wird das künftige Schlachtfeld für die wirtschaftliche Vorherrschaft und den Besitz von natürlichen Ressourcen sein.“

Die Vereinigten Staaten können nicht zulassen, dass Russland in der Arktis die Oberhand gewinnt. Mehr als alles andere war der Krieg in der Ukraine ein Weg, Russland zu brechen und die Oberhand in der Arktis zu gewinnen. Aber das ist etwas, worüber wir nie in unseren Nachrichten lesen. Die meisten Menschen sind auch nicht daran interessiert, die komplexen Zusammenhänge zu erforschen, denn das dauert länger als ein paar Minuten, und bis dahin sind sie schon zur nächsten Sensationsmeldung übergegangen. Wenn Sie es überhaupt bis hierher geschafft haben, danke ich Ihnen!

Auf der nachstehenden Karte können Sie sehen, wie Russlands Küstenlinie die Arktis dominiert. Das allein sollte ein Beweis für seine Rechte sein, aber jetzt werden diese Rechte auf eine Weise getestet, die einen Atomkrieg auszulösen droht.

Russlands Küstenlinie macht 53 % der Küstenlinie des Arktischen Ozeans aus, und die Bevölkerung des Landes in der Region beläuft sich auf etwa 2 Millionen Menschen. Die Arktis ist für Russland eine wichtige Quelle der wirtschaftlichen Stabilität. „Auf die Arktis entfallen mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sowie etwa 75 Prozent der Öl- und 95 Prozent der Erdgasreserven des Landes“.

Der Kampf um die Vorherrschaft in der Kernenergie wird in der Arktis beginnen und enden. Die Kernkraft braucht Uran, und das russische Kasachstan produziert fast die Hälfte des weltweiten Rohurans, während die USA nur 8 Prozent produzieren.

Darüber hinaus ist Russland führend in der Uranraffination, denn fast 40 Prozent der gesamten Infrastruktur zur Uranumwandlung in der Welt stammen aus Russland. Das Gleiche gilt für die Urananreicherung, für die Russland mit 46 Prozent der weltweiten Gesamtmenge verantwortlich ist.

„Das entspricht dem Marktanteil und der Macht der gesamten OPEC“, sagte Paul Dabbar, Gastwissenschaftler am Center on Global Energy Policy an der Columbia University, und bezog sich dabei auf die Dominanz der Organisation erdölexportierender Länder.

Nach Angaben der New York Times,

Russlands megalithischer Atomkonzern Rosatom hat sich als „einzigartig erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen und Vehikel für russischen politischen Einfluss“ erwiesen. Ein Großteil seines Aufstiegs ist auf das zurückzuführen, was Experten als „Nukleargeschäft aus einer Hand“ bezeichnen, das den Ländern ein Rundum-Paket anbieten kann: Material, Ausbildung, Unterstützung, Wartung, Entsorgung von Atommüll, Stilllegung und – vielleicht am wichtigsten – Finanzierung zu günstigen Bedingungen.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur bezieht die amerikanische Atomindustrie bis zu 20 Prozent ihres angereicherten Urans aus Russland, was dem jüngsten Nichtverbreitungsvertrag zufolge maximal zulässig ist. Frankreich importiert 15 Prozent. Framatome, das sich im Besitz des staatlichen Atomkraftbetreibers Électricité de France (EDF) befindet, unterzeichnete im Dezember 2021, zwei Monate vor dem Einmarsch Russlands, ein Kooperationsabkommen mit Rosatom, das noch immer in Kraft ist.

Hinzu kommt, dass Russland seine militärische Macht in der Arktis ausbaut und seine neuesten Waffen testet, um seine Nordküste zu sichern und die Schifffahrtswege von Asien nach Europa zu öffnen.

Waffenexperten und westliche Beamte haben sich besonders besorgt über eine russische „Superwaffe“, den Torpedo Poseidon 2M39, geäußert.

Dieser unbemannte Tarnkappentorpedo wird „von einem Kernreaktor angetrieben und soll nach dem Willen der russischen Konstrukteure die Küstenverteidigung – wie die der USA – auf dem Meeresboden umgehen. Christopher A. Ford, ehemaliger stellvertretender Staatssekretär für internationale Sicherheit und Nichtverbreitung, sagte, der Poseidon sei dazu bestimmt, die Küstenstädte der USA mit radioaktiven Tsunamis zu überschwemmen„.

Russlands Vorherrschaft in der Arktis und im Nuklearbereich muss gebrochen werden, aber wie soll das geschehen?

Man zettelt einen Krieg zwischen Russland und dem ärmsten und korruptesten Land Europas, der Ukraine, an, finanziert den Krieg mit Milliarden und Abermilliarden von amerikanischen und europäischen Steuergeldern und zwingt damit theoretisch Russland in die Knie und lenkt die Abhängigkeit Europas von Russland auf die Vereinigten Staaten.

Das obige Foto aus dem Jahr 2022 zeigt den Standort eines geplanten Rosatom-Kernkraftwerks in Pyhajoki, Finnland. Es ist keine Überraschung, dass das Projekt seit dem NATO-Beitritt Finnlands abgeblasen wurde.

Das tschechische Energieunternehmen CEZ hat mit der in Pennsylvania ansässigen Westinghouse Electric Company, dem größten Rivalen von Rostatom, und dem französischen Unternehmen Framatome Verträge über die Lieferung von Brennelementen für sein Werk in Temelin unterzeichnet. Rostatom ist ein russisches Staatsunternehmen mit Hauptsitz in Moskau, das sich auf Kernenergie, nichtenergetische Güter und Hightech-Produkte spezialisiert hat. Die 2007 gegründete gemeinnützige Organisation umfasst mehr als 350 Unternehmen, darunter wissenschaftliche Forschungseinrichtungen, einen Kernwaffenkomplex und die einzige nukleare Eisbrecherflotte der Welt.

Doch im Vergleich zu Russland sind die Bemühungen der Vereinigten Staaten bisher nur Peanuts. Solange Russland die Arktis beherrscht, wird es den USA schwer fallen, es zu übertreffen.

Wie können die Vereinigten Staaten die Vorherrschaft über mehr arktisches Land erlangen?

Alaska umfasst gerade einmal 1060 Meilen der arktischen Küstenlinie. Selbst dieses Land wurde 1867 für 7,2 Millionen Dollar vom Russischen Reich gekauft.

Im Jahr 2019 machte sich die Presse über das Interesse von Präsident Donald Trump am Kauf von Grönland, der größten Insel der Welt, lustig. Grönland stand zwar nicht zum Verkauf, aber angesichts des Wunsches der Vereinigten Staaten, ihre arktische Küstenlinie zu vergrößern, war Trumps Kaufinteresse verständlich.

Die Reichtümer Grönlands könnten Chinas 90-prozentige Vorherrschaft bei der weltweiten Förderung seltener Erden empfindlich stören. China umwirbt Grönland und baut gleichzeitig feste Beziehungen zu Russland auf.

Während die Presse die Öffentlichkeit davon überzeugt, dass die Regierungen sich um die Senkung der Treibhausgasemissionen kümmern, drängen Bergbauunternehmen auf die Rechte zur Ausbeutung der Seltenerdvorkommen in Grönland, wo schätzungsweise ein Viertel der weltweiten Seltenerdvorkommen lagert, die für alles von technischen Geräten über Elektrofahrzeuge bis hin zu militärischen Waffen und Windturbinen unerlässlich sind.

Im Kvanefjeld-Projekt, einer der beiden großen Lagerstätten für Seltene Erden in Grönland, explodieren die Gesteine in leuchtenden Rosa- und Orangetönen, wenn man sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt und die Seltenen Erden im Inneren des Gesteins sichtbar werden.

Trump ist es nicht gelungen, Grönland zu kaufen, aber 2019 unterzeichneten die beiden Länder eine Absichtserklärung zur Entwicklung des grönländischen Energie- und Bergbausektors, einschließlich der Seltenen Erden, in der Hoffnung, die Abhängigkeit der USA von China bei Seltenen Erden zu durchbrechen.

Hinter den Plänen der US-Regierung zur Ausbeutung Grönlands stehen die Milliardäre.

In einem Artikel der Vanity Fair aus dem Jahr 2022 wird beschrieben, wie „Jeff Bezos, Bill Gates und andere Herren des Universums im großen Stil auf Grönland setzen, während der Bergbau im Kongo selbst für Elon Musk zu schmutzig wird„.

Fast jeder Lithium-Ionen-Akku auf der Welt enthält Kobalt, und fast drei Viertel dieses Kobalts wird unter entsetzlichen Bedingungen im Kongo abgebaut. „Niemals in der Geschichte der Menschheit gab es so viel Leid, das so viel Profit einbrachte und das Leben von mehr Menschen auf der ganzen Welt direkt beeinflusste„, sagt Siddarth Kara, Autor des Buches „Cobalt Red“.

Von links: Jeff Bezos, Bill Gates und Michael Bloomberg gehören zu den Milliardären, die KoBold Metals bei der Suche nach Metallen für Elektroautos finanziell unterstützen. Mandel Ngan/AFP/Spencer Platt/Getty Images

2019 wurde „ein bahnbrechendes Gerichtsverfahren gegen die weltweit größten Technologieunternehmen, darunter Dell, Microsoft und Tesla, von kongolesischen Familien angestrengt, die behaupten, dass ihre Kinder beim Abbau von Kobalt, das für den Betrieb von Smartphones, Laptops und Elektroautos verwendet wird, getötet oder verstümmelt wurden“, so der Guardian.

In den Gerichtsdokumenten beschreiben die kongolesischen Familien, wie ihre Kinder durch extreme Armut dazu getrieben wurden, in großen Minen Arbeit zu suchen, wo sie angeblich nur 2 $ (1,50 £) pro Tag für die halsbrecherische und gefährliche Arbeit erhielten, mit primitiven Werkzeugen in dunklen, unterirdischen Tunneln nach Kobaltgestein zu graben.

Die Familien behaupten, dass einige der Kinder bei Tunneleinstürzen ums Leben kamen, während andere durch Unfälle gelähmt wurden oder lebensverändernde Verletzungen erlitten.

Einer der zentralen Vorwürfe in der Klage lautet, dass Apple, Google, Dell, Microsoft und Tesla wussten und „konkrete Kenntnis“ davon hatten, dass das Kobalt, das sie in ihren Produkten verwenden, mit Kinderarbeit unter gefährlichen Bedingungen verbunden ist, und dass sie an der Zwangsarbeit der Kinder beteiligt waren.

Schockierenderweise (oder vielleicht auch nicht so schockierend) wurde die Klage abgewiesen. Die Milliardäre haben seither ihre hungrigen Augen auf Grönland gerichtet und behaupten (wie immer), dass sie den Planeten retten und gleichzeitig Profit machen können. Ein Unternehmen namens KoBold Metals wurde von Andreessen Horowitz und Breakthrough Energy Ventures unterstützt, einem milliardenschweren Finanzierungsinstrument, das von Microsoft-Mitbegründer Gates ins Leben gerufen und von Bezos, Bloomberg, Ray Dalio, David Rubenstein, Jack Ma, Reid Hoffman und Sir Richard Branson finanziert wurde, um in Grönland nach seltenen Erden zu suchen.

Es ist ein Hohn zu behaupten, dass ein solcher Abbau Teil einer Strategie für saubere Energie ist. Beim Kobaltabbau entstehen radioaktive Emissionen, krebserregende Partikel und Partikel, die Sehstörungen, Erbrechen und Übelkeit, Herzprobleme und Schilddrüsenschäden verursachen können. Darüber hinaus verursacht der Mineralienabbau Verschmutzungen, die in benachbarte Flüsse und Wasserquellen gelangen. Es ist bekannt, dass der Staub von pulverisiertem Gestein auch Atemprobleme bei den Anwohnern verursacht.

Charlie Angus, der eine Geschichte von Kobalt geschrieben hat, hatte gegenüber Popular Mechanics einige unangenehme Dinge über diese Milliardäre und ihre Gutmenschen-Heuchelei zu sagen:

Das Bild der Milliardäre Gates, Bezos und Bloomberg, die den zerbrechlichen und schwindenden Eispanzer des Planeten ausgraben, um mehr Reichtum zu erlangen, ist ein perfektes Symbol für unsere dystopische Zeit. Kobalt mag zwar eine Rolle beim Übergang zu einer sauberen Energiewirtschaft spielen, aber die Ausbeutung dieser Ressourcen hatte schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschenrechte. Der Name ihres Unternehmens bedeutet wörtlich übersetzt „Dämonenmetalle“. Ich frage mich, ob sie sich der dunklen und beunruhigenden Mythologien bewusst sind, die mit dem Metall und den Kobolddämonen verbunden sind.

Das Wort Kobalt stammt vom deutschen Wort Kobold ab, was so viel bedeutet wie Kobold. Diese volkstümlichen Figuren leben in den Felsen tief unter der Erde und erfüllen für die Bergleute einen doppelten Zweck: Sie warnen sie – wie die „tommyknockers“ in Großbritannien und den USA – und richten gefährlichen Unfug an.

Aber nichts, nicht einmal das Gespenst der Dämonen oder die wachsende Gefahr eines Atomkriegs, kann diese gierigen Milliardäre und ihre Handlanger, die Führer der mächtigsten Nationen der Welt, davon abhalten, um die Vorherrschaft in der Arktis zu kämpfen.

Um die Sache noch schlimmer zu machen, wurde am 14. August berichtet, dass das weltweite Militär der Vereinigten Staaten jedes Jahr mehr Treibhausgase ausstößt als die meisten Länder und dass „Gesetzgeber es schwieriger machen wollen, die ökologischen Auswirkungen von Waffenherstellern zu bestimmen“.

Die Gesetzesentwürfe zur Verteidigungspolitik, die letzten Monat das Repräsentantenhaus und den Senat passierten, enthalten jeweils Bestimmungen, die eine öffentliche Berichterstattung über Treibhausgasemissionen durch militärische Auftragnehmer blockieren würden, heißt es in einem neuen offenen Brief von mehr als zwei Dutzend Aktivistengruppen und Forschungsorganisationen.

Während die MSM, der Propaganda-Arm der Vereinigten Staaten, den Bürgerinnen und Bürgern versichern, dass die erste Sorge der Regierung der „Klimawandel“ ist, hat der National Defense Authorization Act (NDAA) die Finanzierung für den umweltschädlichsten Sektor unserer Regierung erneut ausgeweitet, wobei Biden 24 Milliarden Dollar mehr für den Krieg in der Ukraine beantragt hat.

Während ich dies schreibe, erschien vor 18 Minuten ein Artikel, in dem Lukaschenko mit dem Einsatz von Atomwaffen droht, wenn er mit „Aggression“ konfrontiert wird.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko mit seinem Sohn Nikola, CNN

Weißrussland wird auf eine „Aggression“ mit Atomwaffen reagieren, warnte Präsident Alexander Lukaschenko in einem Interview mit staatlichen Medien, während seine NATO-Nachbarn angesichts wachsender Spannungen Tausende von Soldaten an die gemeinsame Grenze entsandt haben.

Wie ich bereits erwähnt habe, hat Moskau Atomwaffen aus der Arktis nach Weißrussland gebracht. Die Ironie besteht darin, dass der Versuch, Russlands Atomreaktoren abzuschalten, nur dazu geführt hat, dass vor den Toren Europas Atomwaffen aufgebaut wurden.

„Wir haben die Atomwaffen nicht hierher gebracht, um jemanden zu erschrecken“, sagte Lukaschenko. „Ja, Atomwaffen sind ein starker Abschreckungsfaktor. Aber das sind taktische Atomwaffen, keine strategischen. Deshalb werden wir sie sofort einsetzen, sobald eine Aggression gegen uns erfolgt“.

Der Kampf um die Vorherrschaft zwischen Ost und West befindet sich auf einem Eskalationskurs, der kein Ende nehmen will.

Der russische Minister Alexej Tschekunkow verglich die Angriffe der USA und der NATO auf Russland mit einer „Krankheit im menschlichen Körper, die eine Immunreaktion hervorruft, und betonte, dass „die russische Wirtschaft diese Immunreaktion mit Würde durchläuft„.

„Wir sind nicht einmal gestolpert. Das Tempo der neuen Investitionen hat sich erhöht. Während wir 2021 248 Investitionsprojekte hatten, waren es 2022 bereits 260, und es wurden über 50 neue Unternehmen gegründet. Einige Projekte erforderten Änderungen, aber die Unternehmen waren in der Lage, sich anzupassen. Alles in allem hat uns das stärker gemacht, es hat uns autarker gemacht, es hat der Branche den Anstoß gegeben, das zu bauen, was wir seit zehn Jahren bauen“, erklärte er.

Nirgendwo ist dieser Impuls deutlicher als in der Arktis. Warum sollte Russland sie jemals aufgeben?

Laut RT ist sie die Quelle von fast 90 % des russischen Erdgases. Bald werden dort schwimmende Erdgasverflüssigungsanlagen stehen, die 7 Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr produzieren können. Die Region ist auch reich an Erdöl, wobei das größte Projekt, Vostok Oil von Rosneft, bis 2031-2032 jährlich bis zu 100 Millionen Tonnen Rohöl fördern soll. Das erste schwimmende Atomkraftwerk Russlands befindet sich ebenfalls in der Arktis“.

Die Arktis und der Ferne Osten sind eine Fundgrube. Die Arktis ist der Ort, an dem die zukünftige Wirtschaft Russlands aufgebaut wird. Was heute in der Arktis geschieht, wird vielen Generationen von Russen dienen„, sagte Tschekunkow.

Start des Marschflugkörpers Termit. Foto: Russisches Verteidigungsministerium, mil.ru

Die Arktis ist der Ort, an dem der dritte und sicherlich letzte Weltkrieg ausgetragen werden könnte. Doch nur wenige sprechen darüber.

Der Krieg in der Ukraine hat die Spannungen in der Region verschärft und macht „eine Zusammenarbeit von Regierung zu Regierung mit Russland in der Arktis praktisch unmöglich.“

Gerade als ich diesen Aufsatz beenden will, sehe ich einen neuen Artikel Ukraine bringt Krieg vor Putins Haustür, da „mächtiger“ Drohnenangriff das Zentrum Moskaus erschüttert.

Die Finanzierung des Krieges in der Ukraine durch die Biden-Administration hat Moskau keineswegs vom Kämpfen abgehalten, sondern ihn nur noch schlimmer gemacht. Die einzige Möglichkeit, diesen Krieg zu beenden, besteht darin, dass die USA ihn nicht mehr finanzieren. Das wird nicht geschehen. Nicht bevor die wahnsinnige Absicht, Russland in die Knie zu zwingen und die Kontrolle über die Arktis zu erlangen, erreicht ist.

Den alten, kriegslüsternen Echsenkönigen in Washington ist es egal, ob dadurch der Dritte Weltkrieg ausgelöst wird. Sie hassen es, dass sie alt sind und ihre Jahre der Kontrolle zu Ende gehen. Wenn sie sterben müssen, ohne jemals die Unsterblichkeit zu erlangen, die ihnen von ihren Oberherren versprochen wurde – eine Unsterblichkeit, die es nie gab, weil sie natürlich eine Lüge war -, dann muss die ganze Welt mit ihnen untergehen und brennen.

Willkommenskultur in Sachsen: Ministerium zahlt homosexuellen Asylanten Eintritt in Schwulen-Sauna

Sachsen: Während Rentner in Deutschland leere Flaschen sammeln müssen, um über die Runden zu kommen, bekamen Asylforderer in Sachsen sogar den Eintritt in die Schwulen-Sauna bezahlt. Ein Skandal!

Sozialministerium in rechtlicher Schieflage

Der sächsische Landesrechnungshof erhebt in einem noch unveröffentlichten Prüfbericht schwere Vorwürfe gegen das SPD-geführte Sozialministerium. So stießen die Prüfer auf eine Vielzahl von Ungereimtheiten und Rechtsverstöße bei der Fördermittelvergabe, und sprechen sogar von „korruptionsgefährdeten Strukturen“, berichtete die Bild-Zeitung.

Spezielle Förderung queerer „Flüchtlinge“

So sind zum Beispiel dem CSD-Dresden e.V. über Jahre für die „Unterstützung queerer Flüchtlinge“ im „beruflichen und gesellschaftlichen Alltagsleben“ hohe Geldbeträge zugeflossen. Von 2016 bis 2020 insgesamt mehr als 678.000 Euro. Der Verein organisiert in Dresden die jährliche Regenbogenparade am Christopher Street Day.

Dubiose „Refugee Card“

Was die Prüfer als Aktivität des Vereins zum Beispiel gefunden haben, ist die Herausgabe einer „Refugee Card“, die explizit nicht heterosexuellen Asylanten vorbehalten war. Sie berechtigte den Inhaber zum freien Eintritt zu einschlägigen Partys zweier Veranstalter sowie zum kostenlosen Besuch der Dresdner Gay-Sauna „Paradise“. Alles auf Steuerzahlerkosten.

„Inwieweit für den freien Eintritt in eine Sauna eine integrative Wirkung als auch ein erhebliches Interesse vorliegen, darf bezweifelt werden“, kritisieren die Prüfer die Mittelverwendung durch den Verein.

Förderzweck nicht nachvollziehbar

Insgesamt stellten die Prüfer bei Zahlungen an 20 derartige institutionelle Geldempfänger „erhebliche Mängel“ fest. Fördermittel seien „inhaltlich und fachlich weitgehend ungesteuert“ geflossen, obwohl „kein nachvollziehbarer Förderzweck“ erkennbar sei, sondern „nur geringe Berührungspunkte mit dem Thema Migration und Integration“ vorlagen, so der Rechnungshof.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unzensuriert.de

 

 

 

 

Hassprediger und Desinformanten–in der “Standard”-“Wissenschaftsredaktion”

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Die sog. “Corona-Pandemie” markiert einen Wendepunkt in vieler Menschen Leben, aber wohl kaum auf perfidere Art und Weise, als diese den Durchbruch des Haltungsjournalismus bedeutet. Neben haltlosen Meinungen, mehr oder minder sorglos als “Fakten” verpackt, sind vor allem persönliche Untergriffe bar jeder Begründung in den sich als “Leit- und Qualitätsmedien” identifizierenden salonfähig geworden. Ein überfälliger […]

Der Beitrag Hassprediger und Desinformanten–in der “Standard”-“Wissenschaftsredaktion” erschien zuerst unter tkp.at.

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