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Kult-Satiriker: „Zumindest toll gegendert!“
Von AUF1-Redaktion
11. November 2023
Lesezeit: 1 Min.
In der aktuellen Folge der Tim Kellner Show widmet sich der Kult-Satiriker neben Joachim Gaucks Interview zum Thema Einwanderung unter anderem Faesers Anschwärz-Gesetz. Tim Kellner, der selbsternannte „Love Priest“, führt in seiner Show bei AUF1 den tagespolitischen Irrsinn gekonnt satirisch vor.
In Episode 9 der satirischen Wochenschau thematisiert Tim Kellner unter anderem die Polizeischikanen aufgrund seiner 50igsten Geburtstagsfeier, die abstoßenden Aussagen von Julian Reichelt und das Joachim Gauck Interview zum Thema Einwanderung. Auch viele andere Themen greift der AUF1-Kommentator auf.
Die gesamte Sendung „Die Tim Kellner Show bei AUF1 – Episode 9“ können Sie hier ansehen:
Nur ein gebrochenes Deutschland ist ein gutes Deutschland
Die Aussagen von Julian Reichelt, dem ehemaligen Bild-Chefredakteur, zur Flächenbombardierung Dresdens vor 78 Jahren sind einfach nur widerwärtig und ekelhaft, fasst der AUF1-Kommentator Tim Kellner zusammen. Braucht Reichelt Medikamente, oder ist etwa seine Doppel-Impfung schuld an seinen kürzlich geäußerten, wirren Genozid-Verherrlichungen, fragt sich Kellner zu Recht. Selbst die eigene Redaktion habe sich aufgrund dieser abstoßenden Aussagen von Reichelt distanziert.
„Ja, zumindest toll gegendert!“
Die zugewanderten Antisemiten sind kein importiertes Problem, sondern ein deutsches Problem, weil sie nun eben in Deutschland sind und Abschiebungen als Lösung, ist rassistisch. Bei dieser genialen Argumentation der Polit-Clowns im Öffentlich-Rechtlichen kommt nicht nur der Kult-Satiriker ins Schmunzeln.
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13 Behauptungen, die wir deutschen Medien und Politikern über den Gaza-Krieg glauben sollen
Stop Killing Babies & Women, Macron Tells Israel
The French president has condemned Hamas but urged a ceasefire in Gaza. Civilians are getting bombed in Gaza and this needs to stop, French President…
Israel verschärft die Online-Überwachung – Gefängnisstrafen drohen für Sehen “falscher” Beiträge
In Israel kann man seit dem 8. November schon für das Scrollen durch die falschen Twitterprofile und das Sehen von sogenannten terroristischen Inhalten inhaftiert werden. Menschenrechtsorganisationen sehen darin unrechtmäßige Eingriffe in die Meinungsfreiheit insbesondere der israelischen Araber. Die israelische Regierung hingegen betont die Wichtigkeit der Bekämpfung von “einsamen Wölfen”.
Seit dem 8. November kann es in Israel gefährlich sein, sich den “falschen” Content im Internet anzusehen. Bis zu ein Jahr Gefängnis droht Menschen, die sich Inhalte ansehen oder lesen, welche als “terroristische Materialien” betrachtet werden. Den Berichten zufolge verbietet der Gesetzentwurf Personen den “systematischen und kontinuierlichen Konsum von Veröffentlichungen einer Terrororganisation unter Umständen, die auf eine Identifikation mit der Terrororganisation schließen lassen”. Den “falschen” Twitter-Accounts zu folgen könnte so unter Umständen dabei schon ausreichen. Das Gesetz soll derweil nicht gelten, wenn jemand entsprechende Beiträge „zufällig, im guten Glauben oder aus legitimen Gründen“ wie etwa der Informationsbeschaffung liest.
Wer sich also immer wieder Videos von extremistischen Gruppen wie der Hamas oder des “Islamischen Staates” ansieht, kann in den Verdacht geraten, ein Sympathisant zu sein und sich für deren Sache radikalisieren zu lassen. Möglich macht dies ein vorerst auf zwei Jahre befristet gültiger Zusatz zum Artikel 24 des Antiterrorismusgesetzes. Neben den beiden zuvor genannten Terrorgruppen kann der Justizminister jederzeit mit Zustimmung des Verteidigungsministeriums und des Kommittees für Verfassung, Gesetz und Gerechtigkeit der Knesset weitere Organisationen der Liste hinzufügen.
Während das Gesetz offiziell darauf abzielt, den sogenannten “Einsamer-Wolf-Terrorismus” von radikalisierten Einzelpersonen zu verhindern, sehen Kritiker darin auch eine gezielte In-Visier-Nahme von israelischen Arabern. Vor allem Menschenrechtsorganisationen sehen in der Kriminalisierung von passivem Medienkonsum eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte.
AUF1: Kommt die Ernährungsdiktatur? Vegane Lebensmittel und der „Great Reset“

Der österreichische TV-Sender AUF1 packt ein weiteres heißes Eisen an: Es geht längst nicht mehr allein um die Frage, ob Fleisch künftig noch auf dem Teller landen soll oder nicht. Vielmehr drohe eine „grüne“ Ernährungsdiktatur. Der Sender beleuchtet den Zusammenhang zwischen sogenannter veganer Ernährung und dem „Great Reset“.
AUF1-Redakteur Martin Müller Mertens spricht in der neuen Folge seiner Sendung „Berlin Mitte AUF1“ mit der Publizistin Ulrike von Aufschnaiter, Autorin des Buches „Deutschlands kranke Kinder“ sowie dem sächsischen AfD-Landwirtschaftsexperten Jörg Dornau. Auch eine „militante“ Veganerin kommt zu Wort.
Außerdem deckt Müller Mertens auf, wie „C40“, ein kaum bekanntes Netzwerk unter Führung des US-Milliardärs Michael Bloomberg, bereits im Hintergrund an der Ernährungsdiktatur arbeitet.
Dazu passt: Noch in diesem Jahr will die Ampel-Bundesregierung ihre Ernährungsstrategie vorlegen. „Erste Hinweise lassen eine Art Bio-Vegan-Kampagne nach dem Vorbild der UN-Agenda 2030 befürchten“, sagt Müller-Mertens und fragt besorgt: „Greift die grüne Umerziehungs-Ideologie jetzt auch nach unseren Tellern?“
Minderwertig produzierte Lebensmittel machen uns krank
In der Sendung geht es nicht nur um die Frage ob „vegan“ oder ausgewogene Mischkost – es geht auch ganz grundsätzlich um die Qualität unserer Lebensmittel (u.a. Massentierhaltung, Fast Food-Industrie). „Wirtschaftlich effektiv produzierte Lebensmittel sind immer minderwertig“, sagt Autorin Ulrike von Aufschnaiter.
Der sächsische AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Dornau entlarvt die Ernährungsheuchelei der Ökosozialisten. Den „Grünen“ gehe es gar nicht um das Wohl der Tiere, sondern nur darum, den Bauern mit überbordenden Auflagen das Leben schwerzumachen.
Hier geht‘s direkt zur Sendung.
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Chaos-Ampel: 57 Prozent der Deutschen wollen schnelles Ende!

Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der Chaos-Ampel hält unvermindert an: 57 Prozent der Wähler, also mehr als jeder Zweite, wollen ein vorzeitiges Ende der Anti-Deutschland-Koalition! 41 Prozent davon fordern vorgezogene Neuwahlen. Das geht aus dem neuen ARD-„Deutschlandtrend“ hervor.
Gerade einmal 32 Prozent der Deutschen wollen demnach überhaupt noch, dass die Koalition bis zum regulären Ende der Wahlperiode bestehen bleibt. Einzig unter Wählern von SPD (62 Prozent) und „Grünen“ (80 Prozent) befürwortet eine Mehrheit die Fortsetzung des Regierungsbündnisses über die gesamte Legislaturperiode.
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UK Supermarket Chain Ditches Self-Service Checkouts
A UK supermarket chain is set to ditch self-checkouts in its north of England stores Taken sides with many of its customers, Booths, the high…
FDA Admits Some Kids As Young As 6 Months Got Double Dose Of Moderna’s Covid Jab
Children and babies may have mistakenly recieved double the authorized dose of Moderna’s so called COVID-19 ‘vaccine’. Medical professionals say that that such a mistake…
Eklat um Ärztekammer-Putsch: MFG fordert Rücktritt von ÖVP-NR-Abgeordneter Pfurtscheller
Berechtigte Kritik als Rassismus und Sexismus abtun, können nicht nur Grüne gut: Nachdem der Wiener Ärztekammer-Vizepräsident Stefan Ferenci das “demokratische Mindset” der Ärztin Kamaleyan-Schmied, die an einem Putschversuch in der Kammer beteiligt war, mit dem eines “Mullah-Regimes” verglich, empört sich die ÖVP-Frauensprecherin und NR-Abgeordnete Pfurtscheller in einer Presseaussendung und fordert Konsequenzen. LAbg. Dagmar Häusler (MFG) kontert dies nun in einer Presseaussendung und konstatiert: “Wenn Sie den Vergleich mit einem demokratiefeindlichen Mullah-Regime fürchten, sollen Sie sich auch nicht wie ein solches verhalten!”
Nachfolgend lesen Sie die Presseaussendung der MFG:
Demokratiemangel: Rücktrittsforderung an NR-Abg. Pfurtscheller
Mit klaren Worten hat am 10. November die LAbg. Dagmar Häusler, BSc., MFG-Österreich Bundesparteiobmann-Stv. auf die ÖVP-Aussendung vom Dienstag voriger Woche reagiert: NR-Abg. Elisabeth Pfurtscheller hatte ihre Parteikollegin Naghme Kamaleyan-Schmied verteidigt, die an einem antidemokratischen Putschversuch in der Wiener Ärztekammer beteiligt war. Dabei versuchte sie, die berechtigte Kritik an der iranisch-stämmigen Ärztin auf ihre Herkunft zu framen.
Am 31. Oktober forderte die ÖVP-Nationalratsabgeordnete Pfurtscheller via APA-OTS eine Entschuldigung des Wiener Ärztekammer-Vizepräsidenten Stefan Ferenci. Dieser hatte in einem Privatgespräch in einer Sitzungspause geäußert, er werde seiner Ärztekammer-Kollegin Kamaleyan-Schmied nicht gratulieren, da sie „das demokratische Mindset eines Mullah-Regimes“ habe und er so jemanden nicht im Präsidium der Ärztekammer haben wolle.
Betrachtet man die Äußerung Ferencis im Licht der Handlungen von Frau Kamaleyan-Schmied, ist ein Vergleich mit den Handlungen eines demokratiefeindlichen Regimes durchaus nachvollziehbar. „Weder die ÖVP noch die Steinhart-Fraktion in der Wiener Ärztekammer, haben sich je für ihr antidemokratisches Fehlverhalten in der so genannten Corona-Pandemie entschuldigt. Auch für die Zustimmung zum grundrechts- und verfassungswidrigen Impfpflichtgesetz ist eine Entschuldigung bis heute mehr als überfällig.“, erklärt Dagmar Häusler.
Stattdessen interessiert sich Frau Pfurtscheller für eine Parteikollegin, die bei einem Putschversuch in der Ärztekammer eine führende Rolle spielte. Dabei wurde am 15. September das Ärztegesetz gebrochen, Frau Kamaleyan-Schmied wollte eine Parteifreundin wieder in ihr Amt einsetzen lassen.
Die Sitzung wurde bereits von der Aufsichtsratsbehörde für ungültig erklärt. Die Behörde wurde aufgrund der Intervention der MFG-Ärztekammer-Mandatare tätig. Aufgrund einer illegalen Wahl möchte sich Kamaleyan-Schmied als Vizepräsidentin installieren – auch dieses Mal bildet die MFG-Fraktion ein demokratisches Bollwerk – es wurde erneut Einspruch bei der Landesregierung eingelegt.
„Frau NR-Abg. Pfurtscheller: Kehren Sie auf den Boden der Rechtsstaatlichkeit zurück oder treten Sie mit Ihrer Kollegin sofort von allen öffentlichen Ämtern zurück!“, fordert Dagmar Häusler unmissverständlich.
„Wenn Sie den Vergleich mit einem demokratiefeindlichen Mullah-Regime fürchten, sollen Sie sich auch nicht wie ein solches verhalten! Rassismus und Sexismus-Vorwürfe sind hier irreführend und gehen am Problem vorbei.“
Bei der Sitzung vom 15. September haben 16 Personen rechtswidrig einen Putsch versucht – der durch die Aufsichtsratsbehörde aufgehoben wurde.
Unter www.aekwien.at/presseaussendungen musste die Ärztekammer am 3.10. darüber berichten.
Der offizielle Bescheid der Aufsichtsbehörde ist aber immer noch nicht veröffentlicht. Ein demokratie- und rechtskonformes Verhalten ist aber speziell in der Ärztekammer wichtig, da diese eine immense Machtfülle im Gesundheitssystem innehat und über die Existenzen von österreichischen Ärzten entscheiden darf.
Staatsfeind Nr. 1 – Krake im Staatsgewand Ivo Sasek
150 Jahre Budapest: Deutsche Spuren, wohin man schaut (Teil 1)
Dieser Beitrag von Mátyás Sándor erschien zuvor in Magazin der Budapester Zeitung
Vor 150 Jahren, genau am 17. November 1873 fand die erste gemeinsame Sitzung der Bürgerschaft des frisch vereinigten Budapest statt. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick zurück auf die historische Entwicklung der ungarischen Hauptstadt.
Nach der nationalen Katastrophe von 1526, als die Osmanen in der Schlacht bei Mohács die Ungarn besiegt hatten, wurde die Entwicklung der ungarischen städtischen Kultur, mit Ausnahme von Siebenbürgen und Oberungarn, unterbrochen. 1541 werden Buda – zur Zeit der Anjou und des Königs Matthias Corvinus ungarische Hauptstadt und Stadt europäischen Ranges – und Pest zur türkischen Provinz.
Auferstanden aus Ruinen
145 Jahre später, nach dem Ende der Befreiungskämpfe, sind die beiden Städte entvölkerte Ruinenhaufen. Für ihre Wiederbevölkerung werden mit Hilfe eines kaiserlichen Erlasses aus Österreich und dem Deutschen Reich Einwanderer angeworben. Leopold I. macht zwar 1703 die beiden Siedlungen wieder zu freien, königlichen Städten, doch diese weisen fast noch das Bild von Dörfern auf. Die Richtung des langsam beginnenden Baus wird von den Kirchen der bereits angesiedelten Mönche bestimmt. Zu dieser Zeit ist in Europa der Barock schon im Abschwung begriffen. Die westungarischen Städte Nagyszombat (Tyrnau), Pozsony (Preßburg), Győr (Raab) und Sopron (Ödenburg) sind noch davon geprägt, doch die kirchliche Baukunst der Landesmitte bekommt nur dessen vereinfachte Wiener Muster mit. Dieser schlichte Stil ist für die weltliche Architektur dieses Zeitalters sehr bezeichnend.
Verwaltungszentrum und geistige Hochburg
Der neu angesiedelte Bürgerstand – er ist in der Mehrheit deutsch, denn 1720 sind 59% der insgesamt 12.400 Einwohner von Pest und Buda deutschsprachig – nimmt Abstand von der Pracht und baut sparsame, zweckdienliche Häuser. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, unter der Herrschaft von Kaiserin Maria Theresia und Josef II. stabilisieren sich die Wirtschaftsverhältnisse – wenngleich die Industrie nur den Stand von Manufakturen erreicht und es von größeren Betrieben oder Fabriken noch keine Spur gibt. Den wachsenden Ansprüchen kommt die klassizisierende barocke Baukunst des ausklingenden Jahrhunderts mit ausgesprochen schönen Beispielen nach. Neben den soliden, im Zopfstil errichteten Bürgerhäusern am rechten Donauufer entstehen auch öffentliche Gebäude. 1777 bzw. 1784 werden die Universität von Tyrnau und die Verwaltungsbehörden von Preßburg nach Buda (Ofen) verlegt. So wird es Verwaltungszentrum und geistige Hochburg des Landes.
Bürgertum bevorzugt Klarheit
Am Anfang des 19. Jahrhunderts tauchen neben dem Ausklang spätbarocker Formen auch in der ungarischen Kunst die den neuen Geschmack widerspiegelnden Kunstwerke auf. Diese klassizistische Tendenz wird bis in die 1840er Jahre eine dominante Erscheinung bleiben. In diesem Stil entsteht, insbesondere in Pest, eine bedeutende Denkmalgruppe, für deren schönste Gebäude die Klarheit der Struktur, die Disziplin der Symmetrie und die Ökonomie der Funktion bezeichnend sind. Zu dieser Zeit fängt die starke Verbürgerlichung von Pest an. Einer der gefragtesten Baumeister dieser Periode ist Mihály Pollack (1773–1855). Im Gegensatz zu Buda, das zwischen den Budaer Bergen gedrängt liegt, beginnt Pest die engen Stadtmauern zu verlassen, um sich in jede mögliche Richtung hin auszudehnen. Von der durch den Sohn und zugleich Stellvertreter des Königs Leopold II., Palatin Joseph, im Jahre 1808 ins Leben gerufenen Verschönerungskommission wird diese Entwicklung organisiert und gefördert. Die Leopoldstadt und der Auslegemarkt werden gebaut, die Donau-Zeile entsteht. Die Kettenbrücke, deren Verwirklichung 1844 das Verdienst des in Wien geborenen „größten Ungarn”, István Széchenyi, ist (die Bezeichnung stammt von seinem politischen Rivalen, Lajos Kossuth), ist sowohl Schlusspunkt dieser Epoche als auch die Vorbereitung für die Vereinigung beider Städte. Mit dem Namen von Széchenyi ist auch die Gründung der Donauschifffahrtsgesellschaft und die Regulierung der Donau verbunden.
Innerhalb weniger Jahrzehnte zur blühenden Stadt
Der Architekt, der mit seiner provinziellen Tongebung das klassizistische Stadtbild am meisten prägt, heißt József Hild (1789– 1867). Es ist vor allem seinem Schöpfertum zu verdanken, dass an Stelle einer staubigen Siedlung innerhalb weniger Jahrzehnte eine blühende Stadt entsteht. Diese klassizistische Stadt ist Schauplatz jener Reformbestrebungen, deren Endziel der Umsturz der Ständeordnung und die Gründung eines unabhängigen, bürgerlichen, nationalen Staates ist. Diese Bewegung ist vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet erfolgreich. Auf der Ebene des Kreditwesens wird der erste Schritt 1839 vollzogen, als die Pester Vaterländische Sparkassenvereinigung gegründet wird. 1846 wird die Eisenbahnlinie zwischen Pest und Vác (Waitzen) ausgebaut. Aus diesem Jahr haben wir auch die ersten Angaben über die Industrie. Demnach werden in Pest und Buda um die Mitte der 1840er Jahre 40 Fabriken und 70 größere Betriebe gegründet. Die Industrialisierung wird von dem durch Kossuth ins Leben gerufenen Industrieverband angespornt, welcher auch die Gewerbeausstellung im Jahre 1842 veranstaltet. Trotz dieser Entwicklung ist das Bürgertum noch nicht stark und selbstbewusst genug, und so steht an der Spitze der Reformbewegung nach wie vor der Kleinadel und die progressivere Schicht der Aristokratie.
Verbürgerlichung nimmt an Fahrt auf
Das Reformzeitalter nimmt mit der Niederschlagung des Freiheitskampfes im Jahre 1849 ein Ende, doch seine Gedanken leben trotz der brutalen Unterdrückungspolitik des jungen Franz Joseph weiter, und die Folgen der vorherigen Reformen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Mit Abschaffung der Leibeigenschaft gewinnt der Kapitalismus größeren Spielraum, doch seine Entwicklung bleibt in Ungarn durchgehend widersprüchlich. Er geht nämlich nicht den klassischen Weg, sondern zeichnet sich durch eine eigenartige Symbiose von kapitalistischen und feudalistischen Elementen aus. Von einer wirklich bürgerlich dominierten Ordnung kann erst um die Jahrhundertwende gesprochen werden. Für die Lösung der mit der Verbürgerlichung entstehenden neuen Ansprüche (3–4 stöckige Mietshäuser, Fabriken und Theater) suchen die Architekten einen ungebundeneren Stil, dessen Formen weniger kanonisch sind als die des Klassizismus. Die tragischen Erinnerungen an die gescheiterte Revolution und der sich entfaltende Patriotismus finden in dem dramatischeren Ton der Romantik ihre Selbstdarstellung. Diese die Befreiung des Individuums verkündende Bewegung meldet sich in Westeuropa schon am Anfang des Jahrhunderts in der Literatur, Musik und Malerei.
Nationales Selbstbewusstsein nach Freiheitskampf
Von einem gesonderten romantischen Stil in der Baukunst kann man aber nur in Mitteleuropa sprechen. Der Mittelpunkt seines Strebens ist München, von dort kommt dieser erst relativ spät nach Ungarn. Die Ursache ist teils in der stark konservativ-humanistischen Bildung des Adels zu suchen, teils in der langsameren Ausbildung des Kapitalismus. Das altertumswissenschaftliche Interesse dieses Zeitalters erstreckt sich über die Architektur der antiken Welt hinaus ins Mittelalter. Dies hat bei Verwendung neuer Baumaterialien (Beton ab 1847, Stahlbeton ab 1849) das Wiederaufleben alter Stile zur Folge. Die romanisierende und gotisierende Budapester Romantik mischt mit Vorliebe in ihren Stil auch östliche, sarazenische und maurische Motive. Anstelle des einstigen klassizistischen Odeons von Mihály Pollack, das 1849 den Kampfhandlungen zum Opfer fiel, wird zwischen 1859–1864 das prägnanteste Beispiel dieser Periode, das Redoute-Gebäude von Frigyes Feszl (1821–1884) gebaut, das einen kühnen Versuch darstellt, den byzantinischen Baustil durch Einflechtung ungarischer Motive bodenständig zu gestalten. Das monumentale Gebäude mit dem folkloristisch inspirierten Motiv der Litzenstikerei (ung. vitézkötés) an der Husarenuniform und dem Fries von Wappen und Köpfen der Helden der ungarischen Geschichte oberhalb der riesigen Rundbogenfenster ist ein Symbol des nationalen Selbstbewusstseins nach dem Freiheitskampf.+++
Lesen Sie im zweiten Teil „150 Jahre Budapest: Deutsche Spuren, wohin man schaut“: Vereinigung von Budapest und Sezession
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