Horst D. Deckert

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Putin kündigt Covid-19-Nasenspray an: Will an klinischen Tests teilnehmen

Der russische Präsident Vladimir Putin kündigte für Ende 2023 einen Covid-19-„Sputnik-Nasenspray“ an. Er funktioniert wie die Impfung, erzeugt Antikörper in der Nase und wirkt als Infektionsbarriere, damit sich das Corona-Virus nicht im Körper, etwa in der Lunge, festsetzt. Auch als Nasen-Tropfen soll es das Präparat geben. Er selbst wolle die laufenden klinischen Versuche an Erwachsenen gerne als Versuchsperson unterstützen, sagte Putin und ließ sich letzte Woche mit „Sputnik Light“ boostern.

• Putin kündigt Covid-19-Nasenspray an

• Ab Ende 2023

• Klinische Tests laufen

• Putin will teilnehmen

• Spray funktioniert wie Impfung

• Antikörper in der Nase

• Infektionsbarriere zum Körper

• Laut WHO bereits acht Kandidaten

• Impfung der Zukunft

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Von Kornelia Kirchweger

„Sputnik V“ so effizient wie „AK-47“

Die Ankündigung kam anlässlich eines Treffens mit dem Direktor des Moskauer Gamaleya Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie. Dort wurde Russlands Flaggschiff-Impfstoff „Sputnik V“ entwickelt. Das Vektorserum wird in 2 Dosen vergeben und ist in mehr als 70 Ländern in Verwendung. Laut Putin sind über 50 Millionen Russen und rund 120 Millionen Menschen weltweit damit geimpft. „Sputnik V“ sei so effizient wie „eine AK-47“ (Kalashnikow-Gewehr), sagte Putin schon früher. „Sputnik Light“ wird jetzt in Russland als Auffrischung für Geimpfte gespritzt.

Nasal-Spray: Impfstoff der Zukunft

Der Covid-19-Nasen-Spray von „Sputnik“ funktioniert wie die Impfung. Das Präparat wird in zwei Dosen verabreicht. Das sei leichter zu handhaben, man erspare sich den „Stich“ und könne sich, möglicherweise, den Impfstoff selbst verabreichen, heißt es. Weiterer Vorteil: man aktiviere damit Antikörper gezielt in den Nasen-Passagen, wo sich das Virus zuerst ansiedelt, bevor es sich im Körper ausbreitet. In den klinischen Tests werden Sicherheit, Verträglichkeit und Immunwirkung von zwei 0,5-ml Dosen Sputnik V – über die Nase verabreicht – geprüft. Die Studie soll Ende Dezember 2023 beendet sein, 500 Probanden nehmen teil. Auch im Grippe-Forschungszentrum von St. Petersburg arbeitet man an einer nasalen Anti-Corona-Virus-Impfung, allerdings auf Basis des Grippevirus. Laut Bericht der TASS wurden bisher gute Ergebnisse erzielt, was Sicherheit und Immunwirkung betrifft. Dabei wird ein abgeschwächter Grippe-Virus als Vektor verwendet, der Corona-Virus-Proteine einschleust und eine Immunantwort auslösen soll. Die klinischen Tests dazu sind in der Endphase.

Gezielte Wirkung – weniger Ansteckung

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden zur Zeit acht nasale Impfstoffe entwickelt, die sechs Prozent aller Kandidaten von Impfstoff-Entwicklern ausmachen. Laut Virologen aktivieren die bisher üblichen „Impfstoffe“, die mit mRNA-Technologie oder einer anderen Form eines „neutralisierten Corona-Virus“ arbeiten, zwar eine Immunantwort im gesamten Körper, in den Nasenpassagen aber nur in geringem Ausmaß. Dort beginnen aber die meisten SARS-CoV2-Infektionen. Ein Impfstoff durch die Nase könnte nicht nur eine Infektionsbarriere sein, sondern auch die Übertragung des Virus durch „immunisierte“ Personen mit milden Symptomen, reduzieren, sagen sie. Einige halten es für sinnvoll, das Vakzin in den Arm zu verabreichen und die Auffrischung über die Nasenwege – so bekomme man eine lokale und systemische Immunantwort.

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