Verlorene Wahrheit über den 7. Oktober: Hat Israel das Angebot auf vollständigen Geiselaustausch abgelehnt?
Ein aufschlussreiches Video der Plattform REDACTED wirft schwerwiegende Fragen zum offiziellen Narrativ des 7. Oktober und den darauffolgenden Ereignissen in Gaza auf. Im Mittelpunkt steht eine provokante These: Israel habe mehrfach Angebote der Hamas zum vollständigen Geiselaustausch abgelehnt – bewusst.
Direkt zum Video mit deutschen Untertiteln:
„Gebt uns die Geiseln zurück, dann endet der Krieg“?
So lautet das gängige Mantra vieler pro-israelischer Stimmen. Doch laut REDACTED ist diese Darstellung eine „bequeme Umdeutung“, die die Realität verzerrt. Bereits kurz nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober soll die palästinensische Seite einen vollständigen Austausch angeboten haben: Alle israelischen Geiseln gegen alle palästinensischen Gefangenen. Israel lehnte dieses Angebot offenbar mehrfach ab.
Dabei war der sogenannte „Alle-für-alle“-Deal durchaus bekannt – aber inzwischen aus vielen westlichen Archiven verschwunden. Während arabische Medien 2023 breit darüber berichteten, fanden sich kaum Verweise in amerikanischen Leitmedien.
Warum wurde das Angebot abgelehnt?
Laut Berichten israelischer Medien – darunter Ynet und Times of Israel – wies die Regierung Netanyahu den Deal mit der Begründung ab, man könne der Hamas nicht trauen. Doch das REDACTED-Video hinterfragt diese Ablehnung: Wie kann ein vollständiger Austausch scheitern, wenn beide Seiten offen alle Gefangenen freilassen?
Familienangehörige israelischer Geiseln bestätigten laut Times of Israel, dass bereits am 9. oder 10. Oktober ein entsprechendes Angebot der Hamas vorlag – und von der israelischen Regierung ausdrücklich abgelehnt wurde.
Palästinensische Gefangene – „Geiseln ohne Prozess“?
Der zweite zentrale Vorwurf: Israel halte tausende Palästinenser, darunter Frauen und Kinder, ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren, ohne Beweise fest.
Vor dem 7. Oktober saßen laut REDACTED rund 5.000 palästinensische politische Gefangene in israelischen Gefängnissen. Viele von ihnen wurden in Verwaltungshaft genommen – ein System, das es Israel erlaubt, Menschen monatelang oder sogar jahrelang festzuhalten, ohne ihnen die Gründe oder Beweise vorzulegen.
Diese Praxis ist seit Jahrzehnten dokumentiert. Bereits 1981 wurde in einer juristischen Fachzeitschrift auf das strukturelle Problem hingewiesen. Auch 2022 kritisierte ein Artikel mit dem Titel „The Decline of Habeas Corpus in Israel“, dass der Staat Palästinensern systematisch das Recht auf faire Verfahren verweigere.
REDACTED verweist auch auf ein Video aus dem Jahr 2019, in dem ein IDF-Soldat eine Grundschule betritt, um einen neunjährigen Jungen wegen angeblichen Steinwurfs zu verhaften. Laut Vox nehme Israel jährlich zwischen 500 und 700 Kinder fest – eine Zahl, die viele schockiert.
Terrorbekämpfung oder systematische Ungerechtigkeit?
Kritiker auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) verteidigen das Vorgehen mit dem Argument, dass die meisten dieser Palästinenser wahrscheinlich Kriminelle seien. REDACTED widerspricht: „Wahrscheinlich“ sei kein Maßstab für Gerechtigkeit. Wenn ein Staat Kindern ohne Beweise, ohne Anklage, ohne Anwalt die Freiheit nehme, dann sei auch das eine Form von Terror – nur staatlich ausgeübt.
„Die Regierung wollte den Krieg – nicht die Geiseln“
Die wohl schärfste These des Beitrags lautet: Die israelische Regierung wollte diesen Krieg mehr als die Freilassung ihrer eigenen Leute. REDACTED sieht in der konsequenten Ablehnung von Geiseldeals ein klares Indiz dafür, dass geopolitische und militärische Ziele über das Leben israelischer Zivilisten gestellt wurden.
Die gängige Behauptung, Hamas müsse nur die Geiseln freilassen, um Frieden zu schaffen, wird damit als bewusst falsche Darstellung entlarvt. Das Angebot habe von Anfang an auf dem Tisch gelegen – und wurde ignoriert.
Schlussgedanke
„Natürlich unterstütze ich weder Hamas noch die Netanyahu-Regierung“, betont der Sprecher am Ende. „Ich unterstütze die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten, die nie hätte hineingezogen werden dürfen.“
Der Appell ist klar: Wer Israel unterstützt, darf nicht gleichzeitig die Missachtung grundlegender rechtsstaatlicher Prinzipien tolerieren – nicht im Namen von Sicherheit, nicht im Namen von Vergeltung.

