
Die Stiftung „Off Road Kids“ warnt in ihrem jüngsten Jahresbericht vor einer aus ihrer Sicht „gefährlichen Entwicklung“: Demnach explodiert in Deutschland die Zahl von Hilfe suchenden wohnungslosen Jugendlichen. Die in München ansässige Stiftung hilft seit 32 Jahren bundesweit jungen Menschen zwischen 14 und 26 Jahren ohne Obdach und betreibt nach eigenen Angaben Streetwork-Stationen u.a. in Berlin, Dortmund, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main. Die Zahl relevanter Hilferufe, die bei der Stiftung eingingen, hat sich nach deren Angaben innerhalb von nur fünf Jahren auf rund 5.350 verfünffacht!
Trotz dieser Zahlen falle das Problem der Jugendwohnungslosigkeit bisher in Deutschland kaum auf, beklagt die Stiftung. Das liege vor allem daran, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen bei wechselnden Bekannten unterkomme. Die Organisation bezeichnet das als „Sofahopping“. Ein weiteres Drittel suche regelmäßig Notunterkünfte auf. Gut 6.000 Jugendliche leben den Angaben zufolge aber dauerhaft auf der Straße. Weil vollständige Daten fehlen, sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.
Stiftungssprecher Markus Seidel spricht von einer „gefährlichen Entwicklung“. So würden wohnungslose Jugendliche nicht nur an Kälte und Ängsten leiden. Sie seien auch betroffen von Mangelernährung, schlechter Hygiene und kriminellen Übergriffen. Diesem Risiko seien vor allem Mädchen und junge Frauen ausgesetzt.
So schaut’s aus im „besten Deutschland“, das es laut Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „jemals gegeben hat“!
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