Horst D. Deckert

Staatliche US-Schule will ihren Schülern „Revolutionäre Soziale Gerechtigkeit“ beibringen

Über die linksextreme Infiltrierung staatlicher Institutionen vor allem im Bildungsbereich braucht man nicht mehr zu diskutieren. Den „Marsch durch die Institutionen“ gibt es überall in den ehemals freiheitlichen Ländern des Westens und er setzt sich trotz der zunehmenden Kritik daran immer weiter fort. Der Prozess ist heute so allgegenwärtig, dass nur noch einzelne Qualitätssprünge in dieser Beziehung aufhorchen lassen. Ein solcher Qualitätssprung lässt sich gerade an der Social Justice Public Charter School in der US-Hauptstadt Washington DC beobachten, wo man nicht mehr um den heißen Brei herumredet, sondern offen kommuniziert, was geplant ist und wie es geschehen soll.

 

Das neue Lerndreieck: Nur noch 30% Bildung

 

Das Dreieck aus dem Titelbild (hier größer) stammt direkt von der Webseite der Schule. Sollten die Relationen auf dem Dreieck stimmen, dann sind dort gerade einmal 30% der Unterrichtszeit für das eigentliche Lernen vorgesehen, wie aus der Fläche für „Rigorous Academic Instruction“ hervorgeht. Das entspricht nicht mehr als einem Tag in der Woche inklusive Mittagsschule.

Konventionellen Beobachtern biegen sich bei dem Gedanken an so wenig Bildungszeit womöglich die Zehnägel um. Aus der Perspektive des revolutionären Kommunismus dagegen kann dieser Grundbau an Kernbildung in Lesen, Schreiben und Rechnen als völlig ausreichend erachtet werden. Das haben in der Vergangenheit Persönlichkeiten wie Lenin oder Mao eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Sie und viele weitere Epigonen von Marx Interpretation der Sozialen Gerechtigkeit schafften es, weitgehend feudal organisierte und damit bildungsferne Gesellschaften in kürzester Zeit in sozialistische Modellutopien zu verwandeln. Und nicht zuletzt gibt es da noch die Option auf das Kambodscha Szenario. Sollte sich dieses materialisieren, dann wird es sich noch als vorteilhaft erweisen, wenn die eigenen Kader nicht zu viel wissen oder können.

 

40% Indokrination

 

Der Hauptfokus an der Schule liegt daher auch auf „Social Justice“, einem Konzept, das inzwischen alle wohl auch ohne Übersetzung in der Lage zu verstehen sind. Es handelt sich dabei um die Indoktrination mit linksextremem Gedankengut, die keinesfalls zu kurz kommen darf. Denn es gilt, über ihren Einsatz einer Breitbandchemotherapie die letzten Skrupel zu beseitigen und unter anderem das leider allzu mächtige konterrevolutionäre Konzept des “gesunden Menschenverstandes” aus den Köpfen zu verdrängen.

Daher wird der Neuorganisation der kindlichen Neurostrukturen pro Woche im Schnitt zwei ganze Unterrichtstage gewidmet. nur so lässt sich sicherstellen, dass selbst aus dem am behütetsten Kindergemüt die letzten Residuen bourgeoiser Erziehung getilgt werden.

 

15% Kaderbildung

 

Das vermittelte Gedankengut alleine würde jedoch trotz seiner intensiven Verinnerlichung nicht zu gerechten Revolution führen. Daher verbringt die Schule ein Siebtel ihrer didaktischen Aufmerksamkeit damit, den Schülern jenes Rüstzeug zu vermitteln, das es zwingend braucht für Mitglieder jener Avantgarde, die das unterdrückte Rassenproletariat zum Endsieg über den Faschismus führen soll.

Die dafür gewählte Oberbegrifflichkeit des „Liberatory Design Thinking“ (wörtlich Befreiungsdesigndenken) erlaubt dabei das maximale Subsummieren aller Aspekte der revolutionären Praxis. Vom Verteilen von Flugblättern, über das Organisieren von Demos und den Rufmord an Gesinnungsfeinden, bis hin zu Erwägungen über die Standortfrage für Gulags und wie sich das kapitalistische Ungeziefer am besten dorthin schaffen lässt, lässt sich wirklich alles darunter verstehen.

 

25% Manöver

 

Die übrigen Unterrichtseinheiten verbringen die Schüler schließlich mit dem, was den meisten vermutlich am meisten Spaß bereiten wird. Es geht um die Einübung des praktischen Teils der Revolution. In jener Zeit, die Schüler anderer Bildungseinrichtungen mit dem Suchen von Blättern, dem Malen von Bildern oder dem Basteln von Sonnenuhren verbringen, dürfen die Jungrevolutionäre endlich all das ausprobieren, was sie davor als politisch korrekt auswendig gelernt haben.

Etwa revolutionäre Sprüche an die Häuserwände malen, Nazis verprügeln oder Räuber und Gendarm spielen – und dabei genauso die ersten Fluchtrouten ablaufen, wie auch die Logik des Feindes praktisch nachvollziehen, wenn man beim Spiel einmal die Rolle des rassistischen Schweins in Uniform bekleiden muss. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Kinder werden es sicherlich gerne annehmen, wenn sie nicht gerade zu matt sind vom veganen Schulessen, oder die nebenbei laufende Hormonbehandlung zu viel von der Konzentration raubt.

 

Charterschulen als Bollwerk gegen Links

 

Ich möchte hiermit zugeben, in der Ausmalung des Dreiecks an der ein oder anderen Stelle eine Prise eigene Phantasie mit hinzu gegeben zu haben. Die Stoßrichtung an der Schule allerdings ist völlig unzweifelhaft. Das unterstreicht das Dreieck genauso wie die Internetseite der Schule und auch ein Videogespräch zwischen zwei Verantwortlichen der Schule, über die ich darüber aufmerksam geworden bin. Das Ziel ist klar: Die Schule dient der Ausbildung von Kadern für die Kommunistische Revolution.

Dabei wurden Charterschulen eigentlich erfunden, um das genaue Gegenteil davon zu erreichen. Jack Murphy, der das Video verbreitet hat, arbeitete vor seinem Rufmord selbst als Lehrer an einer Charterschule in Washington DC. Er beschrieb sie als ein Vehikel, mit dem die linke Dominanz im Bildungsbereich erfolgreich unterminiert werden konnte, während die vielen links gesinnten Lehrer die Innovation sogar bejubelten und sich gerne auf das Experiment einließen.

Denn auch das US-Bildungssystem wird von einer linken Kaste Ideologen beherrscht, die dank der gewerkschaftlichen Organisation und protegiert von der linken Politik unabhängig von ihrer Leistung nicht entlassen werden können. Die völlige Abwesenheit eines Marktes in Verbindung mit dem stark zergliederten System der Schulbezirke in den USA führte zu einer Situation, in der sich linke Ideologen ganz besonders wohl fühlen und quasi unter sich sind. Nicht ohne Grund fordert das US-Äquivalent der Linkspartei junge Sympathisanten zu einer Karriere als Lehrer auf.

Dieser Schieflage sollte mit Charterschulen begegnet werden, für die sich Eltern bewerben können, wenn sich welche in deren Schulbezirk befinden. Über eine Lotterie wird dann bestimmt, wer an der Schule aufgenommen wird, da es aufgrund des Erfolgs von Charterschulen weit mehr Bewerber als Plätze gibt. Die Gewinner erhalten dann Bildungsgutscheine, über die sie ihr Kind dann bei der Charterschule anmelden können.

Leistet die Schule schlechte Arbeit, dann können die Eltern der Schule den Gutschein wieder entziehen das Kind herausnehmen, um es an einer anderen Charterschule einzuschreiben. Dieser Wettbewerbsdruck führte dazu, dass die didaktische Leistung dieser Schulen trotz der niedrigeren Budgets deutlich höher ist als an herkömmlichen staatlichen Schulen. Selbiges gilt auch für die Stimmung unter den Lehrern, die in ihrer Arbeit eine deutlich größere Freiheit genießen, als an den durchregulierten Betonklötzen der Vergangenheit.

 

Charterschulen als linke Koranschulen

 

Den linken Gewerkschaftern und Indoktrinateuren ist das natürlich ein Dorn im Auge, das schon länger und in zunehmendem Maße am eitern ist. Jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht den Unterschied, wobei insbesondere jene Eltern leiden, die in einem kaputten Schulbezirk leben und bei der Lotterie nicht gewinnen konnten. Ihnen bleibt nur noch der Gang zur Restschule – oder zur Bank, um das Kind zumindest zeitweise in einer teuren Privatschule unterbringen zu können.

Der Versuch, nun auch die Charterschulen in linke Indoktrinationshöllen zu verwandeln – und das nicht nur insgeheim, sondern offen und als Prinzip – ist daher als eine neue Qualitätsstufe im tobenden Kulturkampf zu sehen. Die Offenheit der Stoßrichtung genauso wie auch der unmittelbare Ansatz direkt bei Kindern ist äußerst bedenklich, zumal die Charterschulen von den Eltern freiwillig frequentiert werden. Ihre Logik erinnert an jene von Koranschulen in Pakistan, die dem jungen Kanonenfutter die Köpfe entleeren, bevor sie auf die Schlachtfelder Afghanistans geschickt werden.

Die Existenz der Schule zeigt, wie einige linke Ideologen in den USA von der Annahme ausgehen, dass im politischen Washington genug Eltern gefunden werden können, die das eigene Kind in der Schule nicht zum Arzt oder Astronauten formen lassen wollen, sondern zum nächsten Mao oder Che Guevara.

Quelle Titelbild

Ähnliche Nachrichten