E-ID und digitales Geld: Der unsichtbare Schulterschluss zur Totalüberwachung
Offizielles Narrativ: „Praktische Anwendungen“
Natürlich alles Freiwillig…;)
In einem Zeitungsinterview wird die künftige Verknüpfung der geplanten Schweizer E-ID mit einem regulierten digitalen Zahlungsmittel offen ausgesprochen. Dort heißt es: „Praktische Anwendungen gibt es auch in Kombination mit der vom Parlament geplanten E-ID.“
Auf den ersten Blick klingt das nach technologischem Fortschritt. Die Beispiele sollen beruhigen: So könnte der elektronische Identifikationsnachweis etwa im Detailhandel oder in der Gastronomie eingesetzt werden, um eine Alterskontrolle bei Alkohol und Tabak direkt in den Bezahlprozess zu integrieren.
Die Schweiz hat Verpflichtungen, ihren CO₂ Ausstoss zu zu reduzieren (Klimaabkommen 2015, CO₂ Gesetz 2020).
Ein CO₂ Konto könnte mit der E-ID und einem programmierbaren, digitalen Franken gekoppelt werden, um das Konsumverhalten von Herr und Frau
engmaschig zu regulieren.… https://t.co/cnFXB18tza pic.twitter.com/I3tY3fsbnS
— Thomas Grusz (@thomasgrusz) September 9, 2025
Die stille Verschmelzung von Zahlung und Identität
Doch hinter der vermeintlich „praktischen Anwendung“ steckt ein Paradigmenwechsel.
- Bisher galt: Zahlung ist anonym, solange Bargeld genutzt wird.
- Mit der neuen Architektur wird jede Transaktion untrennbar mit der persönlichen E-ID verknüpft.
Damit wird ein System geschaffen, in dem jeder Kauf und jede Dienstleistung automatisch mit der Identität des Käufers verbunden ist – egal, ob es um eine Flasche Wein, ein Zugticket oder ein politisches Buch geht.
Das Muster der „harmlosen Beispiele“
Politisch sensibel eingeführte Projekte bedienen sich oft der gleichen Strategie:
- Phase 1: Einführung über scheinbar unkritische Fälle (Jugendschutz, Alkohol, Tabak).
- Phase 2: Ausweitung auf sicherheits- oder steuerpolitische Themen (Drogen, Glücksspiel, Waffen, Steuerkontrolle).
- Phase 3: Vollintegration in das Alltagsleben (alle Einkäufe, medizinische Leistungen, Reisen, Wohnen).
So werden die Bürger schrittweise an eine lückenlose Datenerfassung gewöhnt – unter dem Vorwand der Praktikabilität.
Gesellschaftliche Konsequenzen
Die Kopplung von E-ID und digitalem Zahlungsmittel bedeutet:
- Totaler Überblick: Staat und Finanzinstitutionen erhalten ein vollständiges Bild über das Konsumverhalten jedes Einzelnen.
- Verhaltenssteuerung: Mit der Technik lassen sich problemlos Kaufverbote, Kontingente oder Preisaufschläge durchsetzen – sei es bei Fleisch, Alkohol oder CO₂-intensiven Produkten.
- Sozialer Druck: Wer „auffällig“ konsumiert, könnte über Profile oder Ratingsysteme stigmatisiert werden.
- Ende der Privatsphäre: Bargeld als Rückzugsraum verschwindet – Konsum wird zur gläsernen Identität.
Fazit: Vom „praktischen Nutzen“ zur Infrastruktur der Kontrolle
Die nüchternen Worte im Interview verschleiern, dass es hier um weit mehr geht als um technische Bequemlichkeit. Die Verknüpfung von digitalem Geld und E-ID bedeutet nichts weniger als die Infrastruktur für ein allumfassendes Überwachungs- und Steuerungssystem.
Die Bürger sollen glauben, dass es nur um Jugendschutz geht. In Wahrheit wird ein System geschaffen, das jede Form von Konsum und Verhalten digital abbildet, kontrolliert und – wenn gewünscht – sanktioniert.


engmaschig zu regulieren.…