Steinmeier: Lob fĂŒr Gudrun Ensslin (Foto:Imago)
BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat soeben in seinen Second Term als deutsches Staatsoberhaupt und Chefmoralisierer verlĂ€ngert â und mit ihm tun es seine fremdschamfĂ€higen, amtsunwĂŒrdigen AusfĂ€lle. Jetzt hat er allen Ernstes die RAF-Mörderin Gudrun Ensslin in einem Atemzug mit Hildegard von Bingen und Hannah Arendt als âgroĂe Frau der Weltgeschichteâ gewĂŒrdigt, die sich allesamt âden BrĂŒchen und Zumutungen ihrer jeweiligen Zeit mit groĂer Intelligenz, persönlicher StĂ€rke und einem ausgeprĂ€gten Willen zur VerĂ€nderung der gesellschaftlichen als auch politischen VerhĂ€ltnisse stellen.â So steht es in einer Hommage zum 80. Geburtstag der Regisseurin Margarethe von Trotha vom 18. Februar. Die âAchse des Gutenâ machte die bislang unbemerkte Passage heute publik
Entweder stammt die skandalöse Nennung einer verblendeten, wahnhaften, linksradikalen Terroristin Ensslin gemeinsam mit wirklich groĂen weiblichen Persönlichkeiten dieses Landes aus Steinmeiers eigener Feder; dann ist dieser Mann sofort rĂŒcktrittsreif und ein Fall wahlweise fĂŒr die Ent-Stasifizierungskammer, Telekolleg Geschichte oder die Klapse. Oder Steinmeier beschĂ€ftigt in seinem Amt Redenschreiber von der Antifa. Der Umstand, dass der Text nach wie vor, Stand 19.35 Uhr am 3. MĂ€rz 2022, tatsĂ€chlich unredigiert auf der Webseite des BundesprĂ€sidialamtes steht und sich bislang niemand daran störte, lĂ€sst jedenfalls befĂŒrchten, dass es sich um kein Versehen, um keine verunglĂŒckte Formulierung handelt â sondern um volle Absicht.
Geschichtsvergessen und heuchlerisch
Wer Ergebenheitsgesten an Mullahs, Islamisten und militante PalĂ€stinenser aussendet und in seinen tiefbetroffenen Sonntagsreden von seiner Anteilnahme und Empathie Deutsche und Einheimische als Anschlagsopfer stets sorgsam ausspart, wĂ€hrend er bei Gedenkfeiern fĂŒr auslĂ€ndische Opfer oder solche mit Migrationshintergrund â NSU, Halle, gerade erst wieder Hanau â geĂŒbt in den âYad-Vashem-Modusâ verfĂ€llt, ist ein moralischer Heuchler. Oder ist das etwa der Grund, dass Steinmeier die Baader-Komplizin Ensslin als groĂe historische Persönlichkeit betrachtet â weil sie Deutsche ermordet und in die Luft sprengte bzw. sprengen lieĂ?
FĂŒrs Protokoll: Gudrun Ensslin ist in keiner Weise, wie dies in Zeiten der Cancel-Culture auch auĂerhalb von Bildergalerien in Bundeswehrkasernen so schön heiĂt, âtradierungswĂŒrdigâ. Sie ist radierungswĂŒrdig, in jeder Hinsicht. So wie Frank-Walter Steinmeier, die wohl grandioseste Fehlbesetzung im Amt des BundesprĂ€sidenten.
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