Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Ukraine: Links-rechte ungarische Block-Opposition als Kriegstreiber – Orban als Friedensvermittler – Dramtische Flüchtlingssitaution

Von unserem Ungarn-Korrespondenten Elmar Forster

 

Linker Block-Oppositionsführer: „Schickt ungarische Soldaten in den Krieg !“

Der links-rechte Block-Oppositionskandidat (und Anwärter für das Ministerpräsidentenamt für die ungarischen Wahlen am 3. April 2022) Marki-Zay, träumt weiter von einer Kriegseskalation und möchte Ungarn in einen militärische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland involvieren.

Wiederholt hatte er erklärt…: Dass er ungarische Truppen in die Ukraine schicken würde: „Nun, wenn die NATO entscheidet, auch militärische (Unterstützung)“ (Interview am 13. Februar in partizan)  Für die Linke Ungarns gibt es wohl nur mehr eine Option – Krieg statt Frieden: „Wenn Ungarn nicht als Putins Agent handeln möchte, dann ist es nur natürlich, dass es als NATO-Mitglied in jeder Hinsicht der Ukraine in alle Arten Beistand leistet.“ (siehe auch MagyarNemzett) Um in einem Atemzug auf  „ähnliche Missionen in Afghanistan“ hinzuweisen.

Neueste Umfrage: 77 % der Ungarn gegen Marki-Zay´s Kriegsrhetorik

95 % sind klar für alle möglichen Anstrengungen zur Friedensstiftung zwischen der Ukraine und Russland.  (UngarnHeute)

Wohl unter diesem verheerenden Eindruck seiner Äußerungen revidierte Marki-Zay ein paar Tage später seine Kriegsrhetorik. Um sie gleich daraufhin wieder zu relativieren: indem er sich gleichzeitig gegen „eine friedliche wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit Russland“ aussprach: „Natürlich muss sich Ungarn als Mitglied der NATO und der EU allen Sanktionen gegen Russland anschließen. Das ist eine Frage des Prinzips, auch wenn es uns wirtschaftlich schadet. Ich würde auch Waffenlieferungen unterstützen, wenn die NATO und die EU dies beschließen würden. Wir würden immer gemeinsamen Entscheidungen folgen. (Tagesspiegel-Interview 23.2.2022, siehe MagyarNemzet)

„Wir vertreten Faschisten und Kommunisten in unserem Wahlbündnis.“ (Marki-Zay)

Zum x‑ten Male nämlich ist der rechts-linke Oppositionskandaidat mit geradezu grotesken Statemenst und Beschimpfungen („Orban-Wähler sind geistig behindert.“) in Erscheinung getreten. Wegen seines „Faschisten-„Sagers wird Márki-Zay erhebt nun auch Tamás Róna, (Vorsitzender des Ungarischen-Jüdischen-Gebetverbandes) den Vorwurf offenen Antisemitismus : „Wenn man diese Worte hört, spürt man den wachsenden Antisemitismus in Westeuropa, weil in 32 Jahren ungarischer Demokratie noch nie jemand so etwas gesagt wie der linke Ministerpräsidenten-kandidat  Márki-Zay. (UngarnHeute)

Orban: „Nicht zulassen, dass jemand Ungarn in einen Krieg hineinzieht.“

Der ungarische Ministerpräsiden Orban hat dieser Kriegstreiberei während seiner Teilnahme an ein EU-Treffen der Regierungschefs eine klare Absage erteilt: „Ich werde nicht zulassen, dass jemand Ungarn in einen Krieg hineinzieht.“ (UngarnHeute) – Marki-Zay´s Kriegs-eskalations-Rhetorik wird auch von politischen Analysten als „unverantwortlich und gefährlich“ verworfen:  „Wir brauchen einen erfahrenen Führer, der die Interessen der Ungarn schützt und ruhig ist, nicht ein hastiger und konfliktsuchender Márki-Zay“, so Dániel Deák, leitender Analyst am Institut des 21. Jahrhunderts. (MagyarNemzet)

Marki-Zay´s Rhetorik wirkt mittlerweile immer grotesker: Unterstelle er doch Orban „auf Befehl Putins nach Moskau gereist“ zu sein, um dort mit ihm über den bevorstehenden Ukraine-Krieg gesprochen zu haben. Marki-Zay bezeichnet den ungarischen Ministerpräsidenten  als den „größten Verräter der westlichen Welt“ (HungarianFreePress)

Marki-Zay verrät die Lebensinteressen der ungarischen Minderheit in der Ukraine

Immer offensichtlicher wird – etwa laut Einschätzung von Laut Zoltán Kiszelly (Direktor des Zentrums für politische Analyse der Századvég-Stiftung) – dass „Marki-Zay Politik nicht versteht… Indem er sofort erklärte, dass er ungarische Truppen in die Ukraine schicken wollte… Obwohl die Ukraine nicht einmal NATO-Mitglied ist. Selbst die USA schicken keine Truppen in die Ukraine.“ (MagyarNemzet)

Übrigens lebt in der West-Ukraine eine ungarischen Minderheit von 150.000 Menschen. Gerade junge, wehrfähige Männer sind seit Ausbruch der  Krimkrise (2014) überproportional an die Front in den pro-russischen Rebellengebieten durch das ukrainische Militär abkommandiert worden. Marki-Zay scheint anscheinend wirklich nicht zu wissen, dass er mit seinen gedanklichen Kriegsspielereien gerade auc das Leben ethnischer Ungarn verheizen würde.

Budapest bietet sich als Friedensvermittler an

Unterdessen bot der ungarische Außenminister Peter Szijjarto Ungarn als Gastgeber für russisch-ukrainische Friedensgespräche an. Beide Seiten haben bereits positive Prüfung signalisiert. (bild)

„Krieg ist das schlimmstmögliche Szenario und wird Leben kosten. Je früher der Krieg endet, desto weniger Menschen werden getötet.“ (Szijjarto) Somit aber könne Budapest  sowohl für russische als auch für ukrainische Unterhändler als sicherer Ort dienen, nachdem sowohl Minsk als auch Warschau dafür als mögliche Verhandlungsorte ausgeschlossen worden waren.

„Je früher die Gespräche beginnen, desto eher wird es Frieden geben und desto weniger Menschen werden im Krieg sterben müssen“, sagte Szijjártó. Weiters deutete er an, dass er von Brüssel nach New York reisen wird, wo er den Konflikt mit den UN-Führern besprechen wolle. (MagyarNemzet)

Flüchtlings-Hilfe statt Kriegstreiberei

Unterdessen konzentriert sich die ungarische Regierung auf die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen: Sowohl die ukrainisch-ungarischen Grenzübergänge als auch die ungarischen Auslandsbotschaften sind voll ausgelastet. Der Hohe UN-Flüchtlingskommissar rechnet mit bis zu vier Millionen Ukraine-Flüchtlingen. Vor allem junge, wehrfähige Männer aus der ungarischen Minderheit verlassen die Ukraine, um ihr Leben vor einem Einberufungsbefehl durch die ukrainische Armee zu retten.  Die ungarischen Behörden haben bereist intensive Kontakte zum ungarischen Kulturverein im Karpatenvorland aufgenommen. Laut dem ungarischen Außenminister Szijarto sind alle Grenzübergänge durchgehend geöffnet. Trotzdem haben sich Grenz-Warteschlangen von bis zu  Kilometern sowie zu 15 Stunden auf ukrainischer Seite gebildet.  Massen von Menschen, darunter Familien und junge Männer, die sich nicht am Krieg beteiligen wollen, haben die von Russland besetzte Ukraine verlassen. Ungarn lässt alle aus der Ukraine kommenden Personen ins Land.

Unterdessen hat die ukrainische Regierung für alle Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren die Ausreise aus der Ukraine verboten. Die ungarischen Behörden haben aber klargestellt, Angehörige der ungarischen Minderheit mit ungarischen Doppelstaats-Reisepass in Ungarn Asyl halten. Auch die vereinfachte Einreise von Haustieren wird unterstützt. (UngarnHeute)

Taxifahrer und Leiharbeitsfirmen als schamlose Krisengewinnler

Unterdessen gibt es  Berichte, dass  Taxifahrer die Not von Flüchtlingen ausnutzen, indem sie Fahrten nach Budapest für 150.000.-HUF (ca 400.-EUR) anbieten. (karpathir) Auch ungarische Leiharbeitsfirmen haben in den letzten Jahre die Not von Flüchtlingen schamlos ausgenutzt, indem sie horrende Vermittlungsgebühren verlangten.

Linke antisemitische Hass-Projektion gegen Ungarn – Österreich, Deutschland führend in anti-semiotischen Hassverbrechen

„In Ungarn müssen sich die Juden wieder fürchten.“ (der österreichisch-jüdische Exil-Ungar Paul Lendvai, Welt, 2009). – Solche Heucheleien sind kaum mehr zu überbieten: So plädierte die ungarische Holocaust-Überlebende (und linke Vorzeige-Philosophin), Agnes Heller, allen Ernstes für eine links-rechte Blockparteien-Opposition, um Orban zu stürzen (siehe Spiegel-Interview) – wohlgemerkt: unter Einbeziehung der rechtsradikalen „Jobbik“ („Ungarns Rechtsextreme und ihr Hass gegen Juden“ (2012, Welt) – Auf diese Weise regiert in der Hauptstadt Budapest (seit Herbst 2019) ein grün-liberaler Bürgermeister, Gergely Karcsony. – Dieser hatte sogar (zusammen mit Agnes Kunhalmi, Vize-Vorsitzende der ungarischen Sozialisten, und Peter Jakab, Jobbik-Präsident) einen Jobbik-Bürgermeister-Kandidaten, Biro Laszlo, im Wahlkampf unterstützt. (888hu) – Das Brisante daran: Dieser unterstellte der Hauptstadt Budapest einst eine jüdischen Weltverschwörung: Er verballhornte die Hauptstadt als „Juda-Pest“ und bezeichnete jüdische Touristen als „Wanzen“ (hir-tv)

In Wirklichkeit aber ist „Ungarn der sicherste Ort für Juden in Europa.“ (der ungarische Oberrabbiner, S. Köves, UngarnHeute): 2019 gab es in Ungarn „nur“ 35 antisemitische Vorfälle (also 3,5 Fälle pro Million Einwohner), in Deutschland waren es 824 Fälle (UngarnHeute), in Österreich haben sich diese seit der Flüchtlingskrise 2015 auf 550 verdoppelt. – Gerade österreichische Mainstreammedien (ORF) verstecken dann solche Vorfälle in Unterrubriken.

517qVZDEfdL._SY264_BO1204203200_QL40_ML2Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampgane verteidigt. Der amazon-Bestseller  ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>

 

 






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