
Von RAINER K. KÄMPF | Wie schicksalhaft wird der kommende Sonntag? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die an diesem Abend erwarten, dass ihre Hoffnungen für sich selbst, für die Realisten in Deutschland und für unser Land im Ganzen in Erfüllung gehen. Während andere schlotternd wie das Karnickel vor der Schlange ausharren und in der unsinnigen Hoffnung verweilen, die politische Großwetterlage würde Deutschland umgehen. Das ist wenig wahrscheinlich, und der wirkliche Klimawandel wird auch über uns hinwegfegen. Selbst das lethargische Tief wird aufgeheitert werden.
Glaubt man Ex-Trump-Berater Steve Bannon, steht uns ein schweres Gewitter bevor. Sicher leider noch nicht so reinigend, wie erforderlich schon am Sonntag, so jedoch in nicht mehr so ferner Zukunft.
Bannon will nicht weniger als die „Eroberung“ Europas. Ein hochgestecktes Ziel, das aber doch gerade in den letzten Tagen gar nicht so unerreichbar scheint. Um uns herum und nun auch von jenseits des Atlantiks nimmt eine Entwicklung Fahrt auf, die das Potential entwickelt, das Alte in den alles verschlingenden Orkus der politischen Vergangenheit zu befördern.
Bannon spricht davon, dass nicht ganz Europa Ziel einer Kampagne wird, sondern das politische System einzelner Staaten etappenweise umgestaltet wird. Das sind die Staaten, denen Wahlen bevorstehen. Zudem natürlich die Länder, deren rechte Kräfte eine vielversprechende Stärke und Organisation haben. Die Strategie ist logisch, vernünftig und verspricht Aussicht auf nachhaltigen Erfolg.
Dass die Alternative für Deutschland im Fokus liegt und vom Trump-Lager unterstützt wird, adelt erstens die Partei an sich. Weit wichtiger ist die Erkenntnis, dass unsere Blauen als vertrauenswürdig gelten, als zukunftssicher und somit in der Tat als die einzig annehmbare politische Kraft, die im Herzen Europas eine künftige bürgerliche Gesellschaft schaffen wird, die wieder Werte umsetzt, von den wir alle sagen dürfen, dass es unsere sind.
Bleibt uns nur noch dafür zu sorgen, dass Deutschland sturmreif wird und bleibt. Mehr nicht.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

