Von MEINRAD MÜLLER | Paris, 11. Februar 2025 – Kapital folgt der Dynamik – es fließt dorthin, wo Innovation gefördert und Wachstum möglich ist. Während die USA mit neuen Technologien Märkte erobern, droht Europa sich selbst wirtschaftlich abzuhängen. US-Vizepräsident JD Vance nutzte seine Rede auf dem AI Action Summit in Paris für eine scharfe Abrechnung mit der Regulierungspolitik der EU. Vor versammelten Wirtschaftsführern und Politikern warnte er davor, dass übermäßige Bürokratie und politische Steuerung den technologischen Fortschritt bremsen.
Während die Trump-Administration auf Freiräume für Unternehmen setzt, sieht Vance in Europa einen gefährlichen Trend: Immer neue Regulierungen, immer weniger Spielraum für Innovation. Besonders der Digital Services Act (DSA), die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) und das geplante EU AI Act stehen in der Kritik. Für Anleger hat das klare Konsequenzen: Wer wachsen will, orientiert sich an Märkten mit klugen Rahmenbedingungen – und das ist nicht Brüssel.
„Innovation wird nicht durch Angst gewonnen“
Vance stellte unmissverständlich klar: Die Trump-Administration will die weltweite KI-Führerschaft behalten. Während in den USA Start-ups und Unternehmen freie Hand haben, müssen sich europäische Firmen durch ein Dickicht aus Vorschriften kämpfen. Besonders der Digital Services Act (DSA), die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) und das geplante EU AI Act stehen in der Kritik.
„Die Zukunft der KI wird nicht durch Angst gewonnen, sondern durch Innovation“, so Vance. Doch genau diese Innovation werde in Europa durch Überregulierung und Absicherungsdenken behindert. Wer in Deutschland ein Unternehmen gründen wolle, müsse sich oft mehr mit Anwälten als mit Technik beschäftigen.
Investoren in der Sackgasse?
Vance sieht die Folgen bereits jetzt: Immer mehr Unternehmen ziehen sich aus Europa zurück oder meiden den Markt komplett. Die USA bleiben dagegen ein Magnet für Investoren. „Die Vereinigten Staaten sind die führende Nation in der KI – und das wird so bleiben“, betonte er. Während die EU mit immer neuen Regeln den Markt steuere, setzen die USA auf Wachstum. Das Ziel: Weniger Regulierung, mehr Wachstum, mehr Wettbewerb.
Vance ging in seiner Rede auch auf eine entscheidende Frage ein: Wird KI Arbeitsplätze vernichten oder Wohlstand schaffen? Seine Antwort war klar:
„KI wird niemals Menschen ersetzen. Sie wird sie produktiver machen.“ Doch genau hier zeigt sich ein Widerspruch: Während in den USA Investitionen und Wachstum steigen, kämpfen viele europäische Unternehmen mit Vorschriften, die sie daran hindern, das volle Potenzial der KI zu nutzen. „Wer Fortschritt reguliert, wird den Preis dafür zahlen“, ließ Vance durchblicken.
DSA und GDPR: Bremsklötze für Innovation
Besonders kritisch sieht die US-Regierung die europäische Politik zur Inhaltskontrolle im Internet. Der Digital Services Act zwingt Tech-Unternehmen dazu, Inhalte zu überwachen und unter Androhung hoher Strafen zu löschen.
Vance warnte vor den Folgen:
- Große Konzerne können sich teure Rechts- und Aufsichtsabteilungen leisten – Start-ups nicht.
- Viele US-Plattformen blockieren EU-Nutzer lieber als sich auf die Regeln einzulassen.
- Investitionen fließen dorthin, wo weniger Unsicherheit herrscht – und das ist nicht Europa.
Auch die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) sieht Vance kritisch: „Für kleinere Firmen bedeutet sie hohe Rechts- und Beratungskosten – oder das Risiko, verklagt und vom Markt verdrängt zu werden.“ Wer glaubt, Unternehmen könnten sich unendlich anpassen, verkenne die Realität: Kapital fließt dorthin, wo Wachstum möglich ist.
EU-Rahmenbedingungen schrecken Kapital ab
Während die USA Milliarden in KI stecken und die wirtschaftlichen Chancen nutzen, verzettelt sich Europa in Regulierungen. Deutsche Investoren fragen sich zunehmend, ob sich Engagement in Europa noch lohnt. Vance hat in Paris eine klare Einladung ausgesprochen: Amerika will Partner sein – aber nicht, um sich von Brüssel die Spielregeln diktieren zu lassen.
Seine Warnung ist deutlich: Wer Innovation erstickt, darf sich nicht wundern, wenn er im Wettlauf um die Zukunft verliert.
Meinrad Müller.
Meinrad Müller (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf PI-NEWS gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.

