Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Verzweiflung über niedrige Impfbereitschaft: Pfizer veröffentlicht Propaganda-Comic mit Marvel

Keine Satire: Um die Impfbereitschaft zu erhöhen, setzt man bei Pfizer nun auf einen fragwürdigen PR-Stunt. In Kooperation mit Marvel (bekannt für die “Avengers”) hat man Impfpropaganda in Comic-Form kreiert. “Der freundliche PFIZER-MAN aus der Nachbarschaft”, beschrieb die Daily Mail das schon jetzt in den sozialen Medien scharf kritisierte Projekt: Ob diese Verzweiflungstat wirklich Menschen zum Covid-Schuss bewegen wird?

Erstmals bewarb Pfizer den Comic am 5. Oktober in den sozialen Netzen:

When Ultron wreaks havoc, the Avengers act as the first line of defense. People can help protect themselves by staying up to date with COVID-19 vaccinations. Head to https://t.co/PfNUYTZlkj to get a first look at Pfizer, BioNTech, and Marvel’s comic book! pic.twitter.com/hwhRateYIB

— Pfizer Inc. (@pfizer) October 4, 2022

Der Link führt aktuell konsequent zu Fehlermeldungen, auch im Archiv ist der Comic zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu lesen – möglicherweise pfiff man also bereits zum Rückzug. Überraschen würde das nicht: In den sozialen Netzen erntete Pfizer einen massiven Shitstorm und musste sich Goebbels-Vergleiche und sowie Bezeichnungen als (Kinder-)Mörder gefallen lassen. Marvel kam dabei nicht besser weg: “Marvel ist nun der Superbösewicht, der Kinder für Profit ermordet”, schrieb ein User.

This is Malthusian cringe is aimed at kids even after we know that the jab kills kids.

Marvel is now the super villain killing kids for profit. pic.twitter.com/6pwi9mHQXy

— Brandon Brown (@BrownBrandon503) October 5, 2022

Die Impfpropaganda ist in die Handlung des Comics eingebettet, die dem üblichen Schema entspricht: Der Bösewicht Ultron soll im Impf-Comic das Corona-Virus darstellen, das stetig mutiert. Captain America wird in der Geschichte zunächst fast besiegt – bis Iron Man mit einer neuen Waffe dazustößt: Der Blechmann, spätestens seit den Verfilmungen mit Robert Downey Jr. ein großer Publikumsliebling, darf als Sinnbild für die neueste Impfung herhalten. Die übrigen Avengers dienen scheinbar als Metaphern für die alten Impfstoffe.

Der Erzähler, ein Senior, der an einer von Ultron angegriffenen Klinik brav auf seine Impfung wartet, kommentiert dies mit der Feststellung, dass auch Superhelden sich anpassen (= boostern) müssen, um Ultron (= Covid) zu besiegen. Die Impfung wird zur Bürgerpflicht erhoben – so liest man da: “Die Avengers tun ihren Teil, damit wir sicher sind. Jetzt ist es an der Zeit für uns, unseren Teil zu tun.” Und mit diesen Worten marschiert der Pfizer-begeisterte Senior mitsamt seiner Familie, darunter zwei kleine Kinder, schafsgleich zum Covid-Schuss.

pic.twitter.com/INBTKmmYWM

— Clown World Today 🤡🌎 (@cwt_news) October 6, 2022

Nun werden reale Senioren keine Marvel-Comics lesen, doch man hofft scheinbar, dass beeinflussbare Kinder nach “Genuss” dieses Propagandastücks einerseits selbst die Genspritze wollen und andererseits Druck auf den Rest der Familie ausüben, um sich ganz heroisch und impfbegeistert zu verhalten. Dass das angeblich weltrettende Wundermittel in Wahrheit weder wirkt noch sicher ist, erwähnt man natürlich nicht.

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