Horst D. Deckert

Volkszorn gegen Klimaterroristen nimmt zu – doch mit welchen Folgen?

Die Klimafanatiker der „Letzten Generation“ mögen sich zwar der Illusion hingeben, dass eine schweigende Mehrheit der Deutschen hinter ihren wahnsinnigen und lebensgefährlichen Aktionen steht. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus: Selbst unter jenen, die derselben Klimapropaganda folgen wie die Ökoterroristen selbst, schwinden die Sympathien für deren Methoden.

Diese Woche hatte eine im Auftrag des „Spiegel“ durchgeführte Civey-Umfrage ergeben, dass 79 Prozent der Befragten die Machenschaften der Klimakleber ablehnen. Verwunderlich ist das nicht: Was Kartoffelbrei auf Rembrandt-Werken, orange beschmierte Prada-Filialen und die mörderische Blockade von Rettungskräften (die gerade erst diese Woche in Wien ein weiteres Todesopfer gefordert hat) mit „Klimaschutz“ zu tun haben soll, erschließt sich selbst den unkritischsten Anhängern der globalistischen Klimanarrative nicht mehr.

Zwei Drittel fürchten weitere Radikalisierung

Die Folge, laut besagter Umfrage: Nur mehr 16 Prozent heißen die Machenschaften der verblendeten Sektenjünger noch gut, wohingegen sich 70 Prozent „besorgt” über eine weitere Radikalisierung der Gruppe äußern. Ironischerweise entspricht dies fast den Zustimmungsraten für die Grünen und ihre politischen Maßnahmen – die aber trotzdem gegen den erklärten Willen der Bevölkerungsmehrheit unerbittlich umgesetzt werden. Es scheint, als ob sich die neue Öko-Demokratur dadurch auszeichnet, dass eine radikale Minderheit einer murrenden Mehrheit ihren Willen aufzwängt.

Und alle spielen mit. Statt der weit überwiegenden Ablehnung der Bevölkerung für die kriminellen Klimakleber-Aktionen Rechnung zu tragen und diese mit der ganzen Härte des Gesetzes zu beantworten, biedern sich die politischen Komplizen der Klimasozialisten bei den Tätern noch an. So hielt es etwa FDP-Verkehrsminister Volker Wissing für eine gute Idee, sich mit Mitgliedern der Endzeitsekte zu treffen und sie damit auch noch öffentlich aufzuwerten, indem er ihnen den Status eines legitimen Gesprächspartners verlieh.

FDP-Umfaller Wissing

Dass sie erst im März sein eigenes Ministerium mit mehreren Flüssigkeiten bespritzt hatten, war für Wissing offensichtlich kein Grund, eine solche Begegnung zu verweigern. Auf derselben Linie liegt die weder durch Mandat noch fachliche Qualifikation zu rechtfertigende Dauerpräsenz der nervigen Wohlstandsgören in gebührenfinanzierten Talkshows, wo diese ihre hysterische Selbstdarstellung vor andächtig lauschenden Moderatoren und handverlesenen Studiogästen zelebrieren dürfen.

Durch dieses unverantwortliche Wohlwollen von Politik und Medien sieht sich die von milliardenschweren Hintermännern und Strippenziehern gelenkte Bewegung erst recht ermutigt, ihre weitere Radikalisierung voranzutreiben. Die narzisstische Wahnvorstellung, dazu auserwählt zu sein, als ganz buchstäblich letzte Generation der Menschheitsgeschichte den angeblich drohenden Weltuntergang verhindern zu können, ist jedoch bei vielen ihrer Mitglieder so tief verwurzelt, dass sie erkennbar nur darauf warten, sich endlich auch ganz offiziell die Maske einer noch innerhalb des demokratischen Spektrums wirkenden Organisation abstreifen und mit offener Gewalt agieren zu können.

Primitivste Gewaltakte

Ihre Verachtung für das deutsche Grundgesetz, die freiheitlich-demokratische Grundordnung und den diese repräsentierenden Staat haben sie immer wieder durch primitivste Gewaltakte zum Ausdruck gebracht: Vergangenen Sonntag beschmierten sie bereits zum zweiten Mal das Denkmal „Grundgesetz 49“ am Bundestag. Die Empörung, die sie im März mit der ersten derartigen Aktion ausgelöst hatten, hatte sie also keineswegs beeindruckt – im Gegenteil. Schon an diesem Detail zeigt sich, dass diese Gruppe nicht mehr bereit ist, auch nur taktische Zugeständnisse zu machen, um ihr Image in der Öffentlichkeit zu verbessern. 

Ende März hatte die „Letzte Generationauch das Hamburger Rathaus mit Farbe attackiert, und letzte Woche war es ihnen bereits zum zweiten Mal mühelos gelungen, auf den Berliner Flughafen vorzudringen und dort Privatjets mit Farbe zu besprühen. Damit wolle man, wie es danach hieß, „gegen die exzessive Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen durch Superreiche protestieren“.

Globalistische milliardenschwere Strippenzieher

Das Bewusstsein, dass es ironischerweise genau diese „Superreichen“ wie etwa die milliardenschweren Hedgefonds-Manager Hal Harvey oder Chris Hohn sind, die die internationale Klimahysterie finanzieren, ist ihnen offenbar durch eine Art gruppenimmanentes „Gaslighting” ausgetrieben worden. Hohn hat interessanterweise sogar die Gruppe „Extinction Rebellion“, die (derzeit noch) deutlich radikaler als die „Letzte Generation“ vorgeht, direkt unterstützt.

Das Geld, das ihnen die Freiheit gibt, ihr Lotterleben als „Aktivisten“ zu führen, fließt ihnen zudem über den ebenfalls von US-Milliardären bestückten „Climate Emergency Fund“ zu. Mit solchen Unterstützern im Rücken ist die „Letzte Generation“ auf dem Weg zu einer neuen RAF – die übrigens ebenfalls mit Pudding- und Farbbeutelattacken begann und mit Bombenattacken endete.

Eine grüne RAF

Und hier scheint sich auch dieselbe Entwicklung zu wiederholen, die die RAF in den 70er Jahren durchlaufen hatte: Während die breite Masse deren Aktionen ablehnte – Heinrich Böll sprach damals vom „Krieg von sechs gegen sechzig Millionen“– sympathisierten Journalisten und politische Eliten durchaus mit ihnen. Auch wenn es heute zwar weit mehr als sechs sind, die diesen Krieg führen, so bilden sie eine verschwindend geringe Minderheit ohne Akzeptanz der Basis.

Genau wie die RAF, wird die „Letzte Generation“ aus der überwältigenden Ablehnung, die ihr entgegenschlägt, über kurz oder lang den Schluss ziehen, dass ihre völlig grotesken Ziele nur mit Gewalt zu erreichen sind. Und gewiss ist: Den Anfängen wurde auch diesmal nicht gewehrt.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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