Horst D. Deckert

Wenn der Staat verloren hat, stellt er Betonblöcke auf

Irrsinn wird irgendwann sichtbar. Zunächst für einige, dann für mehr, schliesslich für viele. Das Restaurant «Walliserkanne» wird zum Kumulationspunkt der Erkenntnise. Eine Politik, die sich selbst längst ad absurdum geführt hat, muss zu Beton greifen. Eine Verzweiflungstat, die deutlich macht: Es geht nicht um Gesundheit, es geht um Macht.

Ich bin gemäss Herkunft und Bürgerort Walliser, und nicht immer macht mich meine Heimat stolz. Wenn sie sich darin überschlägt, den bösen Wolf möglichst früh und oft abknallen zu wollen beispielsweise. Aber man darf nicht vergessen: Zermatt ist nur bedingt Wallis. Etwa so, wie New York City recht wenig mit den USA zu tun hat. Es sind zwei Welten in einer.

Die Walliser an sich sind eine besondere Gattung. Sperrig, dickköpfig, mit einem gesunden Misstrauen in Obrigkeiten ausgestattet. Ähnlich wie die Innerrhoder, seit 16 Jahren meine Wahlheimat, vermutlich eben doch nicht zufällig. Blinder Gehorsam ist den Bergvölkern meist unbekannt. Da fühle ich mich durchaus wohl.

Was natürlich nicht für die Leute gilt, die für die Obrigkeit arbeiten. Die funktionieren wie überall. Schön daran zu erkennen, wenn sich Polizisten zu

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