Horst D. Deckert

Wenn Fiktion zur Realität wird

Zu den Werken des Schweizer Künstlers HR Giger (1940-2014), dem Entwickler des einzigartigen biomechanischen Stils, zählt die Cartoon-Sammlung «Atom-Kinder». Protagonisten der Serie sind die verfluchten Nachkommen eines Nuklearkriegs. Hoppla.

Dem Auge des Betrachters bieten sich unter anderem deformierte kindliche Wesen dar, deren surreale Erscheinungsbilder sich durch asymmetrische Körpermerkmale auszeichnen.

Es sind Gestalten, die kaum mehr menschliche Züge aufweisen und sich eher einer extraterrestrischen Spezies zuordnen lassen. Missgeburten mit schier unnachahmlichen Silhouetten, die mit ihrer krassen Darstellungsweise augenscheinlich beanspruchen, jedwede Vorstellungskraft zu sprengen. (…)

Bösartige Geister tendieren seit Menschengedenken dazu, solche dystopischen Horrorvisionen Fleisch werden zu lassen. Bewusst oder unbewusst. Wie in diesem Jahrhundert in sogenannten Demokratie-Export-Kriegen.

Gigers Atomkinder sind nicht davon ausgenommen. Im Laufe des Zweiten Golfkriegs stiessen die US-Streitkräfte in der irakischen Stadt Falludscha auf den grössten Widerstand.

Ob der Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) dem Schwierigkeitsgrad der Mission geschuldet war, (…) können nur Militärexperten beantworten. Wahrscheinlich eine rhetorische Frage. Wir haben ein Video darüber gemacht.

Doch die fatalen Auswirkungen, vor allem für die Zivilbevölkerung, sind generationsübergreifend. Mit dem abscheulichen Begriff der «Kollateralschäden» wird vieles erklärt, um das vermeintliche Gewissen zu beruhigen. Die durch die Verwendung von DU-Munition entstandene Kontamination soll die Ursache für ein exponentielles Wachstum der Krebsrate im Irak sein.

Darüber hinaus ist ein beispielloser Anstieg der Geburtsfehler-Quote bekannt geworden. Statistisch gesehen kamen in einer Dekade infolge der US-Invasion in Falludscha durchschnittlich mehr missgebildete Säuglinge zur Welt als auf so manchem Kontinent.

In dem Bericht von Democracy Now wird die Uran-Verseuchung Falludschas und derer Folgen umreissend thematisiert. Es ist schwer verdauliches und äusserst verstörendes Material. (…) Gleichwohl die fatalen Auswirkungen dieser schrecklichen Waffe geläufig sind, reimt sich die Geschichte wieder einmal. (…)

Bekanntlich tobt der Krieg in der Ukraine unermüdlich und der kollektive Werte-Westen gibt sein letztes Hemd für seinen bereits angezählten Stellvertreter. (…) Die Forderungen Kiews nach letaler Hilfe werden mit zunehmender Zeit immer extravaganter. 1 Prozent ihres Bruttosozialproduktes sollen die Staaten in die Militärhilfe für den Failed State Ukraine stecken. (…)

Nun soll der olivgrüne Warlord und Hofnarr der Amerikaner von den Briten panzerbrechende DU-Munition erhalten. Ja, von den Briten, die seit Blair nur noch die Speichellecker ihrer transatlantischen Imperialisten-Freunde sind.

Ist dies nicht herrlich? Selenski kann sich wahrhaft glücklich schätzen. Die Amerikaner haben fernab ihres Heimatlandes ganze Städte mit abgereichertem Uran und weissem Phosphor eingekleidet und irakische Kinder dahinvegetieren lassen.

Der ukrainische Machthaber und seine Schergen dürfen dieses Unheil nun eigenhändig verrichten, um ihr eigenes Grundwasser und den Boden jahrelang zu kontaminieren und Heerscharen von fehlgebildeten und krebskranken Ukrainern zu produzieren. (…)

Wahrscheinlich hat der ehemalige Lieblingskomiker der ukrainischen Oligarchen (…) den stets wiederkehrenden feuchten Traum, die bevorstehenden Sommergefechte ausschliesslich auf den annektierten Territorien austragen zu können. (…) Also falls die Ukrainer sich dazu veranlasst sehen, sich einzugraben wie einst in Mariupol und mit DU-Munition wild um sich feuern, verseuchen sie ihre eigene Erde.

Das heisst sämtliche Rückzugsorte gen Westen erleiden dasselbe tragische Schicksal. Und sind eigentlich fortan unbewohnbar. Gedenkt Selenski im Falle eines Einrückens russischer Kräfte in Kiew abgereichertes Uran gegen Panzer und Kampffahrzeuge des Feindes einzusetzen?

Wenn ja, ist ein Falludscha-Déjà-vu die Konsequenz. Despoten, die es sich mit Weltmächten verscherzt haben, stehen zumeist vor einer Weggabelung, die dichotom in Tod und Exil unterteilt.

Insofern ist es naheliegend, das dem ukrainischen Diktator gleiches blüht. Amerikanische Moneten wachsen derweil aus den Druckern auf den Bäumen. Hinlänglich gibt es Möglichkeiten, schwindelerregende Summen abzuzweigen. Worauf sich schliessen lässt, dass Selenski und seine Madame etwaig zeitnah in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom MI6 und der CIA ausser Land geschafft werden.

Wie Aschraf Ghani, der ehemalige afghanische Präsident, mit einem Haufen Geld und Gold im Gepäck. Deshalb: Ob er sein ganzes Heimatland mit abgereichertem Uran verseucht, wird ihn wahrscheinlich nicht wirklich interessieren.

Hinzu kommt, dass Russland indes ankündigte, gleichziehen zu wollen. Sprich in beide Richtungen fliegt höchsttoxische panzerbrechende Munition. (…)

Was muss noch an Scheusslichkeiten passieren, damit 90 Prozent der Menschheit sich dafür einsetzt, endlich Friedensverhandlungen in einer Waffenruhephase zu beginnen?

Was muss noch an Scheusslichkeiten passieren, damit Menschen, die sich genau dafür einsetzen, nicht diffamiert, delegitimiert und zerstört werden? Was muss noch an Scheusslichkeiten passieren, damit sich auch der grösste Teil der Schweizer Politiker aus dem Kanon «Waffen senden – Krieg beenden» verabschiedet, allen vor die Walliser Kriegsgurgel der einst christlichen Volkspartei (pfui!) Viola Amherd?

When Fiction Becomes Reality: HR Gigers Werk «Atom-Kinder» ist augenscheinlich zur traurigen Realität geworden. Das atomare Säbelrasseln ist derweil schon ohrenbetäubend. Demzufolge ist der Worst Case in greifbare Nähe gerückt, vor allem mit dem Obersenilen als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte. Man weiss ja nie, was der plötzlich für einen Knopf aus Versehen drückt…

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Dies ist der leicht gekürzte Newsletter von Marco Caimi, Arzt, Kabarettist, Publizist und Aktivist. Aus Zensurgründen präsentiert er seine Recherchen nebst seinem YouTube-Kanal Caimi Report auf seinem Rumble-Kanal: https://www.rumble.com/caimireport. Caimis Newsletter können Sie hier abonnieren.

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