Horst D. Deckert

Wenn ÖVP-Bürgermeisterin ein Kreuz sieht, denkt sie an den Ku-Klux-Klan

Staunen Sie mit uns über den neuen Stil der neuen ÖVP. Ja, das ist die Partei die „christliche Tradition“ auf ihre Fahnen schreibt. Wussten Sie, woran eine ÖVP-Bürgermeisterin zuerst denkt, wenn sie auf einem Feld ein großes Kreuz sieht? An den Ku-Klux Klan.

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Christen sollen selbstbewusst sein„, sagte der jetzige Bundeskanzler Sebastian Kurz noch im Jahr 2017. Aber wohl nicht zu sehr. Oder zumindest nicht dann, wenn jemand zusieht. Seit der Nacht vom 21. auf den 22. August 2021 sorgt ein großes Holzkreuz für Wut im österreichischen Establishment. Denn Aktivisten hatten gegen die im Bau befindliche Großmoschee in Vöcklabruck protestiert und dabei mitten auf der Baustelle ein acht Meter hohes Holzkreuz und ein riesiges Spruchband aufgebaut.

Ein Kreuz ist Rechtsextremismus

Seither wissen wir: „Das ist eine üble Form des Rechtsextremismus und strikt abzulehnen“, zitierte die Krone Robert Eiter von der Antifa Wels. Das Boulevardblatt titelte „Böse Provokation für Muslime mit Kreuz und Banner“. In den OÖN konnte man lesen: „Islam-Hasser provozieren mit Kreuz“. Den Vogel hat aber Elisabeth Kölblinger, die ÖVP-Bürgermeisterin des Ortes abgeschossen. Diese sagte: „Das Ganze macht mich sehr betroffen, weil es an den Ku-Klux-Klan erinnert und keine akzeptable Vorgehensweise in einem Rechtsstaat ist.“ (Der Vollständigkeit halber: Der Ku-Klux-Klan war die Vorgängerorganisation der linken US-Demokraten, welche politische Forderungen mittels Terror vermittelte bis die Demokraten wieder die Mehrheit im Repräsentantenhaus stellten.) Die „Islamische Religionsgemeinschaft Oberösterreich“ assistierte willig und erklärte einen „Missbrauch religiöser Symbole“. Es ist vermutlich nur noch eine Frage von Monaten, bis der Innenminister das vielleicht seiner Ansicht nach auch verfassungsfeindliche Symbol verbieten lässt.

Provokationen

Wir lassen all das einfach einmal so wirken und bitten Sie darum: Provozieren Sie bitte niemanden mit einem Kreuz. In ÖVPsterreich, dem lupenreinen Rechtsstaat. Danke.

Bild: privat

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