Horst D. Deckert

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Wichtige neue Studie stellt die IPCC-Behauptungen über die Klima-Sensitivität in Frage

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Nic Lewis

Offizielle Schätzungen der künftigen globalen Erwärmung sind möglicherweise zu hoch angesetzt.

Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen im AR6 des IPCC war die Verringerung der Unsicherheit in den Schätzungen der Klima-Sensitivität bei Verdoppelung der Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre. Seit 1979 liegt die wahrscheinliche Bandbreite (66 % Wahrscheinlichkeit) der Klima-Sensitivität zwischen 1,5 °C und 4,5 °C. Diese Spanne blieb hartnäckig groß, bis der IPCC AR6 die wahrscheinliche Spanne auf 2,5°C bis 4,0°C reduzierte.

Eine neue, in der Zeitschrift Climate Dynamics veröffentlichte Studie des unabhängigen Wissenschaftlers Nic Lewis stellt die Schlussfolgerungen des IPCC AR6 zur Klimasensitivität in Frage. Lewis‘ Analyse reduziert die Größenordnung der Klimasensitivität um ein Drittel im Vergleich zu der vom IPCC AR6 angegebenen Spanne. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die künftige globale Erwärmung als Reaktion auf die Emissionen fossiler Brennstoffe deutlich geringer ausfallen könnte als von den politischen Entscheidungsträgern angenommen.

Im Jahr 2015 berief das Weltklimaforschungsprogramm eine Arbeitsgruppe ein, um die Unsicherheit bei den Schätzungen der Klimasensitivität gegenüber steigendem Kohlendioxid zu verringern.  Diese führte schließlich zur Veröffentlichung eines Berichts (einer 92-seitigen Studie) von vielen der Teilnehmer, in dem alle Beweise gründlich bewertet wurden (Sherwood et al., 2020).  Ein wesentliches Ergebnis war die Reduzierung der wahrscheinlichen Bandbreite der Klimasensitivität auf 2,6 bis 3,9 °C. Lewis war zwar ein eingeladener Teilnehmer des Workshops 2015, aber kein Mitverfasser dieser Studie. Die Studie von Sherwood et al. hat die Bewertung der Klimasensitivität durch den IPCC AR6 stark beeinflusst.

Lewis‘ Arbeit kritisierte die in der Arbeit von Sherwood et al. angewandten Verfahren und stellte erhebliche Fehler, Ungereimtheiten und andere Mängel fest. Lewis hat diese Mängel behoben und auch die wichtigsten Eingabedaten überarbeitet, um fast ausschließlich neuere Erkenntnisse zu berücksichtigen. Die Ergebnisse von Lewis‘ Analyse ergaben eine wahrscheinliche Spanne von 1,75 bis 2,7°C. Die zentrale Schätzung der Lewis-Analyse liegt bei 2,16 °C und damit deutlich unter der wahrscheinlichen Spanne des IPCC AR6. Diese starke Verringerung im Vergleich zu Sherwood et al. zeigt, wie empfindlich die Schätzungen der Klimasensitivität auf die Eingangsannahmen reagieren. Lewis‘ Analyse deutet darauf hin, dass die Klimasensitivität eher unter 2°C als über 2,5°C liegt.

Die von Nic Lewis ermittelten niedrigeren Schätzungen der Klimasensitivität haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Klimamodelle und die Projektionen der Erwärmung für das 21. Jahrhundert. Die im IPCC AR6 verwendeten Klimamodelle zeigten Werte für die Klimasensitivität von 1,8°C bis 5,6°C. Der IPCC AR6 kam zu dem Schluss, dass einige der Klimamodelle zu hohe Werte für die Klimasensitivität aufwiesen.  Daher wurden im AR6 nur die Klimamodelle mit vernünftigen Werten für die Klimasensitivität ausgewählt, die für die Projektionen des Klimawandels im 21. Jahrhundert verwendet wurden. Lewis‘ Analyse zeigt, dass die Mehrheit der im IPCC AR6 verwendeten Klimamodelle Werte haben, die über dem wahrscheinlichen Bereich liegen.

Nic Lewis has authored ten peer-reviewed papers on climate sensitivity. Lewis’ latest paper is entitled ‘Objectively combining climate sensitivity evidence’. It can be freely downloaded here. A detailed explanatory article about the paper is available here.

Link: https://judithcurry.com/2022/09/20/important-new-paper-challenges-ipccs-claims-about-climate-sensitivity/#respond

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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