Horst D. Deckert

Widerstand gegen Obrigkeit: Von Fröschen und Naturgewächsen

Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht, lautet eine Redensart. Allerdings stellt sich die Frage: Wie viel Geschirr muss eigentlich noch zerschlagen werden, bis das Volk vom Treiben der Eliten die Nase gestrichen voll hat und sich gegen das Diktat der Obrigkeit erhebt?

Ein Kommentar von Julian Schernthaner

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Alle Zeichen deuten Richtung Untergang – doch das Maß wird und wird nicht voll. Der zehnfach höhere Gaspreis und der damit drohende eiskalte Winter bringt das Fass aber ebenso wenig zum Überlaufen wie die diktatorische Aussperrung gesunder Personen aus dem öffentlichen Leben. Der Umstand, dass „die da oben“ das einfache Volk für „Pöbel“ und „Tiere“ halten, dem man Entlastungen für parteiinterne Machtspiele vorenthalten kann, ist auch zu wenig. Nicht einmal die Androhung, ohne Impfabo nur mehr als Lohn-Sklave agieren zu dürfen, der aber gleichzeitig in keinen Baumarkt oder Blumenladen darf, lässt das Volk kalt.

Tabubrüche der Regierung

Widerstand ist kein Naturgewächs und so genießt der Frosch das Wellnessbad im Kochtopf. Was ist da schon ein Grad mehr? Nur 150 standen letzte Woche in Wien gegen den neuesten Tabubruch auf. Zu Jahresbeginn trieb es 20.000 Menschen wegen weitaus weniger auf die Straßen. Es zeigt sich: Widerstand ist kein Naturgewächs. Doch gerade die Proteste in Italien zeigen: Wehe der Frosch merkt, dass man ihn immer noch garen will. Schnell ist er aufgesprungen und quakt mit den seinigen nach der Freiheit. Es muss nur einer mutig genug sein und zuerst den Sprung wagen. Sonst ist es um alle geschehen.

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