Horst D. Deckert

Wie die Pandemie abläuft

Wie geht ein Kampf zu Ende? Diese Frage stellt sich, nachdem das Pandemie-Narrativ schrittweise aus verschiedenen Gründen in sich zusammenfällt:

  • Das Virus ist unbesiegbar, wie Milliarden vor ihm. Man kann nur lernen, mit ihm zu leben. Da weiss man, wie das geht.
  • Die Impfung hat kaum Wirkung auf die Ansteckung, wie die rekordhohe Verbreitung der harmlosen Omikron-Variante zeigt. Das Versprechen der Impfung – Rückkehr zur Freiheit – ist nicht einzuhalten. Es wird die eine Lüge zu viel sein.
  • Mehr noch: fortgesetztes Impfen führt zu mehr Todesfällen. Wo geboostert wird, steigt die Übersterblichkeit.

Der Kampf wird also ein Ende nehmen. Aber wie? Es gibt historische Beispiele:

  • Es regieren die Wendehälse, wie am Ende der DDR. Wer erinnert sich noch an ihre Namen? Egon Krenz – ein paar Wochen, Hans Modrow – immerhin ein paar Monate. Namen für Fussnoten im grossen Buch der Geschichte. Dieses Schicksal wird auch den Pandemie-Wendehälsen blühen. Sie werden keine Zukunft haben und mit ihnen wird es keine Zukunft geben.
  • Die Erosion von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durch Reformen verhindern. Das hat Gorbatschow erfolglos versucht. Einige meinen, er hätte nicht die Fähigkeit dazu gehabt. Andere sagen, die Aufgabe sei unlösbar gewesen – zu morsch und verlogen das System. Ich bin überzeugt: Auch die Pandemiemanager, die sich mit Reformen retten wollen, werden scheitern. Das System – da muss man Klaus Schwab recht geben – braucht einen Reset. (Mehr dazu: «Die Lehre vom Kollaps – die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überleben» von Dmitry Orlov)
  • Kampf bis zum bitteren Ende. Für diese Variante gibt es ein historisches Vorbild: die Endphase des Zweiten Weltkriegs im Westpazifik. Die Japaner, religiös verbunden mit ihrem Kaiser und ohne seriöse Informationen über die Erfolge der Amerikaner, entschieden sich für den Kampf bis zum letzten Mann – mit verheerenden Verlusten auf beiden Seiten.

Der Kampf bis zum bitteren Ende ist der wahrscheinlichste Ausgang. Der Glaube an das Virus und die Massnahmen hat deutlich religiöse Züge. Mit Fakten hat das nicht mehr viel zu tun. Religiöser Wahn kann leicht zur Selbstzerstörung führen. Der Massenselbstmord der «People’s Temple»-Sekte 1978 in Guyana ist ein kleines, der Dreissigjährige Krieg ein grosses Beispiel unter vielen.

Angesichts der wachsenden Übersterblichkeit befinden wir uns real bereits in der Phase der aktiven Selbstzerstörung. Sobald es Tote gibt, ist der friedliche Fortgang einer Auseinandersetzung unwahrscheinlich. Das weiss man aus der Geschichte vieler Aufstände. Nur sehr wenige Menschen sind in der Lage, ein Kapitalverbrechen zuzugeben, ihr Verhalten zu ändern und einen friedlichen Fortgang zu ermöglichen.

Zudem hat sich rund um die Pandemie bereits eine gigantische Industrie aufgebaut, mit Wissenschaftlern, Medien, Pharmakonzernen, Tech-Giganten, Regierungen und Behörden, deren Existenz von der Weiterführung der Pandemie abhängt. Einkommen, Macht und Ehre stehen auf Spiel. Sie lügen so hartnäckig und unbeirrbar, weil sie die Lüge für die Wahrheit halten. Ohne Pandemie sind sie verloren, ihre Wirklichkeit löst sich auf.

Unter ihnen befindet sich eine Armee von Millionen Befehlsempfänger, die sich alle der Mittäterschaft schuldig gemacht haben und wo Einsicht nur noch zu erwarten ist, wo Seele und Herz sich noch nicht aus dem Staub gemacht haben. Da ist eine gewisse Hoffnung berechtigt; aber sie schwindet mit jedem Tag der Anpassung. Immerhin: Nicht wenige dürften auf den Tag warten, die Fronten zu wechseln.

Ohne Unterbau in der Gesellschaft hätte die Pandemie keine Chance gehabt. Das sind die Hilfspolizisten, Blockwarte und die vielen Unterdrückten, die jetzt auch ein bisschen Unterdrückung weitergeben konnten. Das ist die grosse Masse der Menschen, die nicht durch Nachdenken, sondern durch Schaden klug wird – also zu spät. Sie werden sich erst von der Angst befreien, wenn sie von ihren Regierungen dazu aufgefordert werden, was nicht zu erwarten ist.

Dass es an der Spitze dieser Pyramide Wissende gibt, müssen wir annehmen. Die grösste Macht ist unsichtbar. Seit über 20 Jahren planen und üben Thinktanks Pandemien. (Mehr dazu in Paul Schreyer: «Chronik einer angekündigten Krise» oder in einem Vortrag mit Millionenpublikum). Ihr langfristiges Handeln lässt vermuten, dass sie auch auf das Ende des Narrativs eine passende Antwort haben.

Es gibt noch genügend Krisen, die in den letzten Monaten angedroht und sogar geübt wurden: Cyber-Attacken, Blackouts und Versorgungslücken bis hin zu Krieg und wirklich tödlichen Viren, wie von William Gates III vor drei Tagen erneut angekündigt. Es wäre naiv, die Fortsetzung der Pandemie mit anderen Mitteln auszuschliessen. Immerhin sind wir in einer Auseinandersetzung, die bis zum bitteren Ende geführt wird.

Natürlich gibt es noch Hoffnung – auf die man allerdings besser nicht bauen sollte:

  • Die Medien könnten zu seriöser Berichterstattung und Aufklärung zurückkehren. Dafür gibt es ein paar Beispiele. Gegen eine Medienwende spricht, dass sie längst nicht mehr von ihrer Glaubwürdigkeit leben (sondern von Daten) und fester Teil der pandemischen Nahrungskette sind.
  • Eine Wende in den Parlamenten. Auch das ist unwahrscheinlich, da die Wiederwahl der Abgeordneten von den Medien abhängt, die alle Abweichler umgehend kreuzigen. Eine Möglichkeit gibt es allerdings: Wenn sich ein Dutzend Parlamentarier zusammentun und sich einzeln, aber prominent und gut getaktet zum Pandemie-Irrsinn äussern. Die Medien können nicht täglich einen vom Volk gewählten und mithin einigermassen populären Meinungsführer abschiessen, wenn sie das Restvertrauen des Publikums retten wollen. Weil Mut ansteckend ist, könnten die Parlamente so wieder die Kontrolle über die entgleisten Regierungen übernehmen. Wunschdenken, ich weiss.
  • Eine Wende in der Bevölkerung. Nach zwei Jahren wissen wir, dass Information, Demos, Petitionen, Referenden etc. nichts bringen. Jetzt müsste die nächste Stufe gezündet werden: ziviler Ungehorsam. Zumindest: Maske ausziehen und, falls nicht vorhanden, ein ärztliches Zeugnis behaupten oder sich selber ein Attest ausstellen (als ungültig erklärtes Muster hier). Das funktioniert im Verkehr mit Hilfspolizisten. Bei echten Polizisten würde ich die Maske aufbehalten. Private Treffen draussen organisieren und bei zunehmender Überforderung der Behörden auch in Innenräume verlegen. Nicht vergessen: Versammlungsfreiheit ist ein Menschenrecht.
  • Eine Wende in uns selber. Damit fängt es natürlich an. Es geht jetzt ums Ganze, liebe Freunde. Wer jetzt nicht aufwacht, wird in einem Albtraum steckenbleiben, aus dem es vermutlich für lange Zeit kein Entrinnen gibt.

Die Gelegenheit ist günstig:

  • Der Übergang von einer Krisenphase in die nächste ist auch für ihre Manager kritisch. Der Wechsel von einem Narrativ ins nächste ist nicht ohne.
  • Bald wird es wieder wärmer und damit schwieriger, eine Bevölkerung zu kontrollieren. Wenn man nicht frieren muss, ist ein Blackout zu verkraften.
  • Wenn es spriesst, sind Versorgungslücken ärgerlich, aber überbrückbar.
  • Und wenn man sich draussen trifft, kann wieder Menschengemeinschaft entstehen.

Die Menschlichkeit wird diese Krise entscheiden. Nicht die an der Spitze der Pandemie-Pyramide, sondern die in uns.

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Dieser Text ist zuerst auf Christoph Pflugers eigenem Blog erschienen. Siehe hier.

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