Horst D. Deckert

Wie ein kaputtgespartes Gesundheitswesen noch weiter zerstört wird

Ab Oktober gilt in England eine Impfpflicht für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Eine Massnahme, die vielen Ärzten und Pflegekräften bitter aufstösst und wogegen sich die Menschen seit Wochen auflehnen.

So zum Beispiel Barbara Korzeniowska. Sie machte in einem Leserbrief an die Zeitung The Telegraph darauf aufmerksam, was eine Impfpflicht in der Praxis konkret bedeuten würde. Korzeniowska arbeitet als Führungskraft in einem Pflegeheim. Sie schrieb:

«Ich bin Vorsitzende des Kuratoriums eines privaten Pflegeheims. Im März 2020 hatten wir keine andere Wahl, als einige Bewohner mit Covid aus dem Krankenhaus zurückzunehmen.

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen wütete die Krankheit bei Bewohnern und Personal. Viele ältere Menschen starben. An ihrer Seite hatten sie einzig und allein unsere treuen und liebevollen Pfleger. Von den Mitarbeitern erkrankten 90% an der Krankheit. Sie erholten sich und kehrten zurück. Wir sind seit über 15 Monaten frei von Covid.»

Und Korzeniowska weiter :

«Doch jetzt sagt man mir, ich müsse die Mitarbeiter entlassen, die sich nicht impfen lassen wollen. Ihre Loyalität, ihr Können und ihre Kompetenz werden nicht in Frage gestellt. Wie kann ich mit gutem Gewissen jemanden entlassen, der nichts falsch gemacht hat? Diese drakonische Regelung gilt nur für Pflegeheime in England. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Ich bin geimpft worden und befürworte die Impfung. Aber wie kann es vernünftig sein, Menschen ihren Arbeitsplatz zu nehmen, weil sie diese invasive Prozedur nicht über sich ergehen lassen wollen? Sie können nicht entlassen werden, weil die Stelle noch offen ist.

Dieses Gesetz ist nicht durchdacht. Es wäre besser gewesen, wenn wir das Personal, das wir haben, behalten und keine neuen ungeimpften Mitarbeiter einstellen dürften. Ich bin verzweifelt über diese Ungerechtigkeit.»

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