
Superwahljahr 2026: Fünf Landtage werden gewählt – in drei Ländern finden wichtige Kommunalwahlen statt. Aktuelle Umfragen sehen die AfD in einer hervorragenden Ausgangsposition. Der politische Wind in Deutschland dreht auf Orkanstärke.
Das neue, noch junge Jahr könnte Geschichte schreiben: Es stehen fünf Landtagswahlen und drei Kommunalwahlen an. Deutlich mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten können 2026 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Damit hat das neue Jahr das Potential, ein epochales Ereignis mit politischer Sprengkraft zu werden – vor allem im Osten der Republik!
Los geht’s am 8. März in Baden-Württemberg (Landtagswahl) und Bayern (Kommunalwahlen).
Im Südwesten endet – so oder so- eine Ära. Der seit 2011 regierende erste und bisher einzige „Grünen“-Ministerpräsident Winfried Kretschmann tritt nicht mehr an. Und mit dem Abgang des 77-Jährigen könnten sich die „grün“-schwarzen Mehrheitsverhältnisse in Stuttgart umdrehen. Die derzeit als Juniorpartner mitregierende CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel liegt in allen Umfragen vorn, die „Grünen“ mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir kämpfen mit der AfD um den zweiten Platz. Letzte Umfragen sahen die AfD mit 21 Prozent allerdings klar vor den Ökosozialisten.
Für die FDP geht es um alles oder nichts. Die seit der Wahl im Februar nicht mehr im Bundestag vertretenen sogenannten Liberalen drohen nach mehr als 70 Jahren sogar in ihrem Stammland aus dem Landesparlament zu fliegen.
Aus den Kommunalwahlen in Bayern dürfte die AfD klar als zweitstärkste Kraft hervorgehen. Jüngste Umfragen sahen die Partei zuletzt zwischen 19 und 21 Prozent. Zwischenzeitlich hatte eine Forsa-Erhebung für die „Süddeutsche Zeitung“ sogar sensationelle 24 Prozent landesweit ermittelt. Die AfD hat damit gute Chancen, es bei der Wahl von Landräten und Bürgermeistern vielerorts im Freistaat in die Stichwahlen zu schaffen.
Ein neues Regierungsbündnis gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit in Rheinland-Pfalz, wo zwei Wochen später (22. März) ein neuer Landtag gewählt wird. Die bisherige Ampelkoalition aus SPD, „Grünen“ und FDP hat in den letzten Umfragen keine Mehrheit mehr. Es sieht danach aus, dass künftig in Mainz ein rot-schwarzes Bündnis aus SPD und CDU regieren dürfte. Die AfD liegt den Umfragen zufolge bei beachtlichen 20 Prozent.
Zweifellos das magischste Datum von allen Wahlterminen ist der 6.September, wenn in Sachsen-Anhalt gewählt wird. Hält der Rückenwind für den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund an, hat der 35-Jährige beste Chancen, die absolute Mehrheit zu holen und der erste AfD-Ministerpräsident Deutschlands zu werden. Es wäre ohne Übertreibung eine Zeitenwende mit weitreichenden bundespolitischen Konsequenzen (Stichwort u.a. „Brandmauer“).
In Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September ein neuer Landtag gewählt wird, sah Infratest dimap die AfD zuletzt bei 38 Prozent. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sieht noch Luft nach oben und hat als „großes Ziel“ eine Alleinregierung auch in Schwerin ausgegeben. Sollte es am Ende nicht zur absoluten Mehrheit reichen, käme rechnerisch ein Bündnis mit dem BSW (sieben Prozent) in Betracht. Die andere Möglichkeit wäre eine SPD-geführte Minderheitsregierung.
Im Bundesland bzw. Stadtstaat Berlin (20. September) wird die CDU-SPD-Koalition voraussichtlich nicht weiterwursteln können. Hier legen AfD und Linke deutlich zu. Vieles deutet auf ein Volksfrontbündnis künftig aus SPD, „Grünen“ und Kommunisten hin. Der Ausgang der Berliner Wahl dürfte mit Blick auf die Koalitionsbildung jedenfalls spannend werden – nach der CDU lagen Linke, „Grüne“, SPD und AfD zuletzt dicht beieinander.
Kommunalwahlen finden außer in Bayern noch in Hessen (15. März) und in Niedersachsen (13. September) statt.
Festzuhalten bleibt: Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern könnten ein bundesweites Politbeben auslösen – mit Sprengpotential für das Altparteien-Kartell!
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