Horst D. Deckert

Wissenschaftler ignorieren CO₂-Daten, die für das alarmistische Narrativ ungünstig sind

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H. Sterling Burnett

Eine der gängigen Methoden zur Rekonstruktion/Schätzung vergangener Temperaturen ist die Stomata-Analyse, bei der die Spaltöffnungen der Pflanzen untersucht werden – die Poren in der Epidermis von Blättern, Stängeln und anderen Organen – welche die Geschwindigkeit des Gasaustauschs, einschließlich der Transpiration, zwischen den inneren Lufträumen des Blattes und der Atmosphäre steuern. Es ist bekannt, dass sich die Spaltöffnungen der Pflanzen bei einem Anstieg der Temperatur und/oder des Kohlendioxidgehalts schließen oder verkleinern, was die Effizienz der Wassernutzung verbessert.

Wie No Tricks Zone feststellt, sind Temperatur-Rekonstruktionen üblich und weithin akzeptiert, die aus der Analyse der Spaltöffnungen von Pflanzen abgeleitet wurden, da sie gültige Paläoklima-Rekonstruktionen der historischen atmosphärischen Kohlendioxidwerte liefern. Er gibt einen teilweisen Literaturüberblick über neuere, von Experten begutachtete Studien, die solche Rekonstruktionen vornehmen. Ein solches Beispiel stammt aus der Märzausgabe 2024 der Zeitschrift Paleoworld.

In einer neuen Studie wird zum Beispiel gezeigt, dass 100-150 Millionen Jahre alte Spaltöffnungen aus dem Iran bestätigen, dass die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre während der Jurazeit bei 1100 bis 1700 ppm lag. Die Autoren zeigen stolz, wie konsistent ihre aus den Spaltöffnungen abgeleiteten CO₂-Messungen im Vergleich zu mehreren anderen Rekonstruktionen sind, die zu den gleichen Schlussfolgerungen über die CO₂-Konzentrationen in der Vergangenheit kommen.

No Tricks Zone weist jedoch darauf hin, dass wenn es um stomatäre CO₂-Schätzungen in jüngerer Zeit geht, dies von der Klimawissenschaft weitgehend ignoriert wird, was darauf hindeutet, dass stomatäre Rekonstruktionen der Vergangenheit zwar in Ordnung sind, Rekonstruktionen der gegenwärtigen CO₂-Werte jedoch ungültig sind, so No Tricks Zone. Und warum? No Tricks Zone vermutet, dass es daran liegt, dass der jüngste Anstieg der CO₂-Konzentrationen nicht allein auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, sondern dass die Natur dazu beigetragen hat, vielleicht als Reaktion auf die Erwärmung.

No Tricks Zone schreibt zum Beispiel über eine Arbeit aus dem Jahr 2022, die in der Fachzeitschrift Science of Climate Change veröffentlicht worden ist, und weist darauf hin, dass ihre Analyse anders behandelt wird als die viel begrenzteren CO₂-Analysen von Eiskernen:

Dr. Ernst-Georg Becks gesammelte Forschungsergebnisse über CO₂-Messungen an den Spaltöffnungen von Pflanzen wurden 2022 posthum veröffentlicht. Es handelt sich um eine ausführlich referenzierte Arbeit mit 97.404 direkten bodennahen Messungen von 901 Stationen auf der ganzen Welt in beiden Hemisphären. (Dies steht im Gegensatz zu den CO₂-Eiskerndaten, bei denen nur ein einziger kontinentaler Standort, die Antarktis, verwendet wird; und dennoch wird diese lokale Messung – die von den grönländischen Eiskernen widerlegt wird – als „global“ angesehen.)

Die Forschungsergebnisse wurden in 292 wissenschaftlichen Arbeiten (77 Autoren) festgehalten, die sich auf von Spaltöffnungen abgeleitete direkte CO₂-Messungen für das Industriezeitalter (1800-1960) beziehen.

Diese Datenbankzusammenstellungen – ~60.000 Messungen auf globaler Ebene allein zwischen den 1930er und 1950er Jahren – zeigen durchweg, dass der CO₂-Gehalt 1943 bei 380 ppm und 1950 bei 372 ppm lag, mit sehr geringen Fehlerspannen nach etwa 1870.

Die heute akzeptierten CO₂-Werte für 1943 und 1950 werden stattdessen mit 310 ppm angegeben, und die Werte von 372 bis 380 ppm sollen erst Mitte der 2000er Jahre erreicht worden sein. Die datengestützte Darstellung eines dekadischen Rückgangs der CO₂-Konzentration nach dem Höhepunkt in den 1940er Jahren (siehe Abb. 24) widerspricht der Auffassung, dass die stark steigenden anthropogenen CO₂-Emissionen nach 1945 zu einem gleichzeitigen Anstieg der CO₂-Konzentrationen führten. Infolgedessen werden diese direkten CO₂-Messungen – Zehntausende von ihnen aus der ganzen Welt – von den Hütern der These von der menschlichen Verursachung abgelehnt.

Darüber hinaus zeigen die von den Spaltöffnungen abgeleiteten CO₂-Werte, dass die Temperatur der wichtigste Faktor für die CO₂-Konzentration ist, wobei die CO₂-Änderungen korrelativ (r = 0,67) den Temperaturänderungen um etwa ein Jahr hinterherhinken. Dies widerspricht einmal mehr der Schlussfolgerung, dass die CO₂-Konzentration durch anthropogene Emissionen bestimmt wird.

Klimaalarmisten wie die am Weltklimarat beteiligten Wissenschaftler haben bei der Beschreibung und grafischen Darstellung des jüngsten CO₂-Anstiegs und dem Vergleich mit dem jüngsten Temperaturanstieg die Stomata-Analyse des CO₂ der letzten Jahre weitgehend ignoriert oder abgetan. Eine unabhängige Datenquelle zu ignorieren, ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt, da, wie Climate Realism, Climate at a Glance und Climate Change Weekly gezeigt haben, der Klimaalarm größtenteils nicht auf wissenschaftlichen, sondern auf politischen Erwägungen beruht, wie z. B. Komitologie, Konsens, Finanzierung und die damit verbundene Macht. Es ist vielleicht nicht überraschend, dass Daten, die der Behauptung eines vom Menschen verursachten Klimawandels widersprechen, von den Medien und in der von Regierungsstellen zitierten Literatur ignoriert werden.

Quellen No Tricks Zone; Science of Climate Change

Link: https://heartlanddailynews.com/2024/05/climate-change-weekly-506-climate-at-a-glance-videos-climate-fact-checks-for-youths/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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