Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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USA führen Wirtschaftskrieg gegen die ganze Welt?

USA führen Wirtschaftskrieg gegen die ganze Welt?

USA führen Wirtschaftskrieg gegen die ganze Welt?

Die US-Wirtschaftspolitik ist klar: Die USA muss “gewinnen”, d.h. eindeutig einen Vorteil haben. Es gibt keine “gemeinsamen Interessen” oder “Win-Win”-Situationen, sondern “The winner takes it all”. Was nichts anderes als ein Wirtschaftskrieg gegen die ganze Welt ist, wie Vertreter des Multipolarismus erklären. Die USA wehren sich so vehement gegen die neue multipolare Weltordnung nicht nur […]

Der Beitrag USA führen Wirtschaftskrieg gegen die ganze Welt? erschien zuerst unter tkp.at.

Epstein-Skandal: Die große Ablenkung – Das Netzwerk bleibt im Dunkeln

Kla.TV untersucht den Fall Epstein schon seit Jahren aufwändig und hat ihn bereits in mehreren Dokumentationen aufgegriffen. Dabei wurde der Fall anhand solider Quellen, z.B. den langjährigen Recherchen von hochkarätigen Investigativjournalisten, wie Nick Bryant, Julie K. Brown und Whitney Webb sorgfältig aufgerollt. Darüber hinaus wurden zahlreiche Aussagen von Opfern – oft sogar eidesstattliche – sowie offizielle Dokumente, unter anderem des FBI, analysiert und können in den jeweiligen Sendungen eingesehen werden. Sehen Sie einen Ausschnitt einer Dokumentation von Lois Sasek aus dem Herbst 2025. Innerhalb von drei Monaten ging diese in 69 Sprachen um die Welt und erreichte mehr als drei Millionen Aufrufe. Wer weiß, welchen Stein Kla.TV hier tatsächlich losgetreten hat.
Australier bremsen Absatz von Elektroautos: Jüngste Fahrer haben eine „stärkere Bindung“ zu Autos mit Verbrennungsmotor.

Australier bremsen Absatz von Elektroautos: Jüngste Fahrer haben eine „stärkere Bindung“ zu Autos mit Verbrennungsmotor.

Australier bremsen Absatz von Elektroautos: Jüngste Fahrer haben eine „stärkere Bindung“ zu Autos mit Verbrennungsmotor.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Volvo_EX30_Cross_Country_IAA_2025_DSC_1356.jpg

Von Jo Nova

Die guten Nachrichten für den erzwungenen Übergang zu Elektroautos reißen nicht ab.

Die neuesten Umfragen zeigen, dass die Australier rapide das Interesse am Kauf von Elektrofahrzeugen verlieren (selbst wenn diese das Wetter in hundert Jahren schöner machen sollten):

Australische Autofahrer bremsen den Absatz von Elektrofahrzeugen aufgrund von Batteriekostenängsten. [Bezahlsperre]

Jared Lynch, The Australian

Der australische Markt für Elektrofahrzeuge steckt in einer Krise. Viele Autofahrer zögern mit Neukäufen, da sie versteckte Kosten und die langfristige Zuverlässigkeit der Batterien befürchten. Eine neue Umfrage von Carsales, Australiens größtem Online-Autoportal, zeigt,  dass das Interesse der Verbraucher an batteriebetriebenen Fahrzeugen trotz des harten Wettbewerbs zwischen dem chinesischen Hersteller BYD und Tesla nachlässt.

Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber das (unten) klingt, als ob ein Verkäufer von Elektrofahrzeugen versucht, nicht zu sagen, dass 64 % der Australier ein Elektrofahrzeug nicht einmal in Erwägung ziehen würden:

Die jüngste EV-Verbraucherumfrage von Carsales *) hat ergeben, dass die Bereitschaft australischer Autofahrer, sich für Elektrofahrzeuge zu interessieren, bei 36 Prozent stagniert, was den abrupten Stillstand des Marktes verdeutlicht.

Einer anderen Quelle zufolge sind es jedoch 70 %, die den Kauf eines Elektrofahrzeugs nicht in Erwägung ziehen.

Die Bereitschaft, sich jemals ein Elektrofahrzeug anzuschaffen, ist erneut gesunken; nur noch 30 % der Befragten haben jemals ein Elektrofahrzeug in Erwägung gezogen.  Dieser anhaltende Rückgang von 56 % (Juni 2022) dürfte die gestiegenen Lebenshaltungskosten und das sinkende verfügbare Einkommen des Durchschnittsbürgers widerspiegeln.

Eine Gegenreaktion auf das Hightech-Fahrzeug

Interessanterweise sind die Millennials (25-35 Jahre) zwar die Altersgruppe, die am ehesten den Kauf eines Elektrofahrzeugs in Erwägung zieht, ihre jüngeren Geschwister der Generation Z (18-24 Jahre) hängen jedoch eher an Benzinmotoren:

Einige Autofahrer, insbesondere die Generation Z – geboren zwischen 1997 und 2012 – gaben an, eine stärkere Verbundenheit zu traditionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu haben. Herr Booth fand dies kontraintuitiv und erklärte: „Man sollte meinen, dass sie technologisch fortschrittlicher wären, da sie damit aufgewachsen sind … aber das scheint eher ein Rückschritt zu sein.“

Vielleicht haben sie von dem jüngsten Rückruf der Volvo-Elektrofahrzeuge gehört? Die unglücklichen Besitzer einjähriger Autos wurden angewiesen, ihre Fahrzeuge nicht über 70 % aufzuladen, da Brandgefahr besteht. Beunruhigender Weise gibt es noch keine Lösung. Volvo versichert, die Besitzer zu informieren, sobald eine Lösung verfügbar ist. Na, ist das nicht beruhigend?

Fast 3000 Besitzer von Volvo-Elektrofahrzeugen haben nun also „auf unbestimmte Zeit“ eine deutlich geringere Reichweite.

Wie MGuy betont, folgt dies unmittelbar auf den großen Rückruf von Mercedes wegen desselben Brandrisikos.

Es ist kein Zufall, dass die Labour-Regierung gerade erst Geldgeschenke angekündigt hat, damit mehr Reiche ein Elektroauto kaufen können:

Die Labour-Partei greift angesichts knapper werdender Budgets auf günstige Kredite zurück, um die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu stützen.

Steuerzahler, die sich für ein neues Elektrofahrzeug entscheiden, erhalten einen Zuschuss von 1900 Dollar. Dies ist der jüngste Versuch der Albanese-Regierung, die Akzeptanz zu steigern und die Autofahrer an die ehrgeizigen Klimaziele der Labour-Partei anzupassen.

Im Rahmen eines Rabattkreditprogramms erhalten Elektrofahrzeuge, deren Preis unterhalb der Luxusauto-Steuergrenze von 91.378 US-Dollar liegt, Zinsnachlässe zwischen 0,5 und 1 Prozentpunkt.

Egal wie die Frage lautet, die Antwort ist immer, den Armen die Kaufkraft zu rauben und sie den Freunden der Labour-Partei in den Innenstädten zu geben.

________________

*) Carsales befragte vom 4. bis 11. November 2025 insgesamt 2299 Personen.

Foto: Alexander-93

https://joannenova.com.au/2026/02/australians-slam-brakes-on-evs-youngest-drivers-had-a-stronger-connection-to-fossil-fuel-cars/

 

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Trump setzt Selenskyj unter Druck: Präsidentschaftswahlen in der Ukraine „vor dem 15. Mai“!

Trump setzt Selenskyj unter Druck: Präsidentschaftswahlen in der Ukraine „vor dem 15. Mai“!

Trump setzt Selenskyj unter Druck: Präsidentschaftswahlen in der Ukraine „vor dem 15. Mai“!(David Berger) Ein brisanter Bericht der Financial Times enthüllt, dass die Trump-Regierung den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj massiv unter Druck setzt. Demnach soll Kiew „vor dem 15. Mai“ Präsidentschaftswahlen abhalten – andernfalls drohten die USA, ihre Sicherheitsgarantien für das Land zurückzuziehen. Die Nachricht sorgt international für Alarm, ja dürfte bei den Selenskyj-Jüngern auch in Deutschland […]

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Die Realität in unseren Zügen: Zugbegleiter packt über Gefahren und Missstände aus

Die Realität in unseren Zügen: Zugbegleiter packt über Gefahren und Missstände aus

Die Realität in unseren Zügen: Zugbegleiter packt über Gefahren und Missstände aus

Der tödliche Angriff auf Schaffner Serkan C. hat dafür gesorgt, dass auch die Politik die zunehmende Gewalt im Bahnverkehr aufgreift. Doch erkennen Regierende die Probleme an? Wir haben mit Zugbegleiter Rocco M. über die Gefahren in seinem Berufsalltag gesprochen. Im Interview spricht er Klartext darüber, von welchen Gruppen die meisten Probleme ausgehen und wie das Personal beim Warten auf die Bundespolizei auf sich allein gestellt ist, wenn Situationen wie Fahrkartenkontrollen eskalieren. Und er macht deutlich: Hier arbeiten Menschen für Menschen. Sie bestmöglich zu schützen, muss selbstverständlich sein.

Ein Interview von Vanessa Renner

Lange wurde der Bahnverkehr vor allem mit Ärger über Verspätungen und Zugausfälle assoziiert. Inzwischen rückt infolge etlicher brutaler Angriffe auch die mangelnde Sicherheit an Bahnhöfen und in den Zügen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Eine Berufsgruppe, die diese Zustände täglich ausbaden muss, sind Zugbegleiter. Der Tod von Serkan C., der von einem Schwarzfahrer bei einer Fahrkartenkontrolle brutal attackiert wurde und später seinen schweren Verletzungen erlag, sorgt landesweit für Entsetzen. Der Täter war Berichten zufolge schon zuvor in einem anderen Zug durch aggressives Verhalten aufgefallen – die Bundespolizei rückte zwar an, doch das Randalieren blieb für den Mann ohne Konsequenzen. Stunden später attackierte er dann Serkan C.

Rocco M. aus Berlin arbeitet seit 2020 als Zugbegleiter, zunächst im Fern- und inzwischen im Regionalverkehr. Er übt seinen Beruf mit Feuereifer aus und schätzt den täglichen Menschenkontakt. Doch auch er wurde bei der Ausübung seiner Tätigkeit schon bedroht und kennt die Gefahren, die der Job mit sich bringt, aus eigener Erfahrung. Mit uns sprach er über typische Problemgruppen, wie das Personal versucht, Eskalationen zu vermeiden, und über die mangelnde Präsenz der Bundespolizei.

Rocco macht auch deutlich: Hinter der Uniform steckt kein anonymes „Bahnpersonal“, sondern hier arbeiten Menschen für Menschen, und zwar mit vollem Engagement – allen Widrigkeiten zum Trotz. Sie sorgen für Ordnung, lösen Probleme und geben Orientierung im vom Chaos geprägten Bahnalltag. Dafür erhalten sie zu wenig Schutz und werden so zu Opfern von falschen Prioritäten und einer verfehlten und realitätsfernen Politik.

Der gefährliche Alltag der Zugbegleiter: “Er zog direkt ein Messer”

Report24: Die Sicherheit von Zugbegleitern ist nach dem grausamen Tod von Serkan C. in aller Munde. Die Politik hat ihre Beileidsfloskeln produziert, doch es steht zu befürchten, dass das Thema rasch wieder in Vergessenheit geraten wird – bis wieder etwas passiert. Rocco, du arbeitest seit 2020 als Zugbegleiter, inzwischen vor allem in und um Berlin, und hast in dieser Zeit einiges erlebt. Wie sicher fühlst du dich, wenn du zur Schicht aufbrichst?

Rocco: Das variiert stark nach Tageszeit. Spätabends und nachts fühle ich mich deutlich unsicherer als tagsüber. Man merkt auch, dass zu später Stunde mehr Problemklientel unterwegs ist.

Report24: Bist du selbst schon in brenzlige Situationen geraten?

Rocco: Ja. Vor knapp einem Jahr, hatte ich die Situation, dass am Endbahnhof noch jemand im Zug war. Es war kurz nach Mitternacht und die letzte Fahrt vor dem Feierabend. Ein Team von der DB-Sicherheit war mit an Bord. Ich weckte die Person, und derjenige wachte auf und zog direkt ein Messer. Ich halte generell immer Abstand zu den Fahrgästen, gerade wenn jemand schläft. Und das war auch gut so, wie sich wieder einmal bestätigte. Ich war in dem Moment wie gelähmt. Ein Kollege von der DB-Sicherheit rief nur laut „Pack das Messer weg“. Was er dann auch machte. Dann stieg er aus dem Zug und verließ den Bahnsteig. 

Männer aus arabischem und osteuropäischem Raum treten aggressiv auf

Report24: Gerade bei den Fahrkartenkontrollen steht ihr direkt an der Front. Nach vielen Jahren im Beruf hast du sicher schon ein gutes Gespür dafür entwickelt, wer Probleme verursachen könnte und wer nicht, oder? Woran erkennst du schwierige Fahrgäste, bei denen du besonders vorsichtig sein musst? Welche Gruppen stechen heraus?

Rocco: Problempersonen sind meist Betrunkene, Jugendgruppen, Fußballfans (dabei meist die sogenannten „Ultras“) und Männer arabischer und osteuropäischer Herkunft.

Report24: Bemerkst du Unterschiede im Aggressions- und Gefahrenpotenzial je nach Migrationshintergrund der Fahrgäste?

Rocco: Da merkt man deutliche Unterschiede. Während Fahrgäste mit asiatischem Migrationshintergrund völlig problemlos sind, treten gerade die genannten Männer aus arabischem und osteuropäischem Raum aggressiv auf. Die strahlen zum Teil ihre Aggression schon aus. Ich möchte dabei betonen, dass dies nicht pauschal für alle gilt, aber man spürt da auf jeden Fall eine deutlich vermehrte Frequenz.

Sicherheit geht vor: Verzicht auf Kontrollen bei Problempersonen

Report24: Verzichtet ihr eurer Sicherheit (und der Sicherheit der anderen Passagiere) zuliebe bei den kritischen Klientelen manchmal auf Kontrollen?

Rocco: Ja, definitiv. Bei der Ausübung unserer Tätigkeit, haben wir durch unsere Präsenz im Zug alle Fahrgäste im Blick. Und wenn Problempersonen dabei sind, dann verzichte ich gezielt auf die Kontrolle bei genau eben dieser Person, und mache lieber im nächsten Wagen weiter.

Report24: Auch Migranten aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsheimen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel. Ist es ein Klischee, dass diese Menschen häufig ohne Ticket fahren, oder deckt sich das mit deinen Beobachtungen?

Rocco: Ja, kann ich so bestätigen. Bei der Aufnahme der Kontaktdaten, um eine Fahrpreisnacherhebung auszustellen, bekommt man dann oft einen Aufenthaltstitel im Scheckkartenformat vorgehalten. 

Report24: Eine fehlende Fahrkarte ist es ganz sicher nicht wert, dass ihr euer Leben riskiert. Ungerecht ist es aber schon, wenn der brave Normalbürger für sein Ticket zahlt, während Problemgruppen praktisch kostenlos fahren, oder? Müssen gewohnheitsmäßige Schwarzfahrer mit Konsequenzen rechnen oder fehlt es an abschreckenden Strafen?

Rocco: Ja, das ist definitiv ungerecht, ich zahle auch wie jeder andere mein Ticket und da erwarte ich nicht nur als Zugbegleiter, sondern auch als zahlender Fahrgast, dass andere das genauso machen. Aber meine eigene Sicherheit hat da Vorrang. Und ich bin da ganz ehrlich, bei den restlichen Verkehrsmitteln, wie z.B. Straßenbahn und U-Bahn, wird auch nur stichprobenartig kontrolliert. Von daher denke ich, wird das System es verkraften, wenn ich nicht jeden einzelnen kontrolliere. Meist nutze ich die Möglichkeit, Fahrgäste ohne Fahrschein direkt von der Fahrt auszuschließen und des Zuges zu verweisen. Wenn dann jemand nicht freiwillig den Zug verlässt, wird die Bundespolizei dazu gerufen, und spätestens dann werden auch die Personalien aufgenommen für die Fahrpreisnacherhebung. Dann wird es für denjenigen richtig teuer.
Ich denke, das Strafmaß für Schwarzfahrer ist an sich schon ganz okay. Immerhin kann es bei Wiederholungstätern nicht nur zu Geldstrafen, sondern sogar zur Freiheitsstrafe kommen. Was mindestens erfolgt, ist der Eintrag ins Führungszeugnis nach spätestens der dritten Fahrt ohne gültigen Fahrschein.

Zu schwache Präsenz der Bundespolizei und langes Warten auf Hilfe

Report24: Ihr macht regelmäßig Schulungen und absolviert auch Deeskalationstrainings. Wenn nun aber trotz aller Vorsicht eine Situation eskaliert: Wie schnell ist die Bundespolizei bei euch? 

Rocco: In Ballungsgebieten und größeren Ortschaften geht das relativ schnell, im ländlichen Raum kann es schon mal vorkommen, dass man 30 Minuten oder länger wartet, bis die Bundespolizei vor Ort ist. Wenn es ganz schlecht läuft, kommt niemand.

Report24: Hast du den Eindruck, dass die Bundespolizei ausreichend gut aufgestellt und präsent ist, um für Sicherheit zu sorgen? Gibt es zusätzliche Sicherheitskräfte, die euch unterstützen? 

Rocco: Die Präsenz der Bundespolizei lässt sehr zu wünschen übrig. Man kann es oft beobachten, dass im Berliner Hauptbahnhof zwischen 9 und 18 Uhr mehrere Streifen mit Maschinengewehr im Anschlag unterwegs sind, und um 23 Uhr sieht man niemanden mehr und ist sich selbst überlassen. Zusätzlich zur Bundespolizei haben wir noch unsere Teams der DB-Sicherheit. Deren Präsenz ist aber auch noch ausbaufähig.

Report24: Zivilcourage ist leider nicht ungefährlich. Stärken euch dennoch auch mal andere Fahrgäste den Rücken? 

Rocco: Das stimmt, aber es soll sich auch niemand selbst in Gefahr bringen. Es kommt selten vor, dass Fahrgäste sich aktiv für uns einsetzen, aber ich selbst habe schon Fahrgäste an Bord gehabt, die eingeschritten sind, gerade in Fällen, wo andere mich verbal angegangen haben.

Bahn investiert lieber 7 Millionen Euro in Werbespots statt in Sicherheit

Report24: Aktuell sorgt eine Werbekampagne der Bahn mit Anke Engelke für Negativschlagzeilen: 7 Millionen Euro kosteten die Spots, die bekannte Bahn-Probleme auf die Schippe nehmen. Wie hätte man das Geld deiner Meinung nach besser investieren können? Wie könnte man die Sicherheit für euch und andere Mitarbeiter und für die Passagiere in Zügen und auf Bahnhöfen erhöhen? 

Rocco: Solche Sachen ärgern mich. Vieles, was uns Personal helfen würde, wird abgelehnt mit den Worten „zu teuer“. Und dann wird mal eben Geld verbrannt für ein paar witzige Spots. Die gigantische Summe von 7 Millionen Euro hätte man durchaus gerne in die Aufstockung von Personal investieren können. Gerade in den Abendstunden wäre mehr Sicherheitspersonal wünschenswert.
Was die Sicherheit stärken würde, wäre definitiv mehr Präsenz von Bundespolizei und der DB-Sicherheit. Und man sollte generell mal das Konzept überdenken, wie man die Sicherheit gewährleisten will. Wenn Konfliktpersonen, welche durchaus schon vor der Zugfahrt auffällig sind, es bis in meinen Zug schaffen, dann haben die aktuellen Mechanismen versagt.

Bahnpersonal hält als Blitzableiter her

Report24: Menschen, die von A nach B kommen müssen und dank der Unzuverlässigkeit der Bahn zu spät oder gar nicht ans Ziel gelangen, können über die sündhaft teuren Werbespots wahrscheinlich kaum lachen. Müsst ihr als Zugbegleiter oft als Sündenböcke und Blitzableiter für aufgestauten Frust herhalten? 

Rocco: Ja, wir sind meist dem Frust der Fahrgäste ausgeliefert. Auch dem geschuldet, dass wir in der Regel die ersten Ansprechpartner der Gäste sind. Ich kann den Frust verstehen, ich nutze selbst die öffentlichen Verkehrsmittel. Dennoch würde mir nicht einfallen, das Personal zu beschimpfen und zu beleidigen. Das Personal an der Basis ist das letzte Glied in der Kette, und kann am wenigsten für die Missstände.

Report24: Die Menschen machen so natürlich nur denen das Leben schwer, die gar nichts für die Zustände können – ihr leidet ja selbst unter Verspätungen und Ausfällen und schlagt euch die Stunden wegen liegengebliebener Züge um die Ohren. Was würdest du all den gefrusteten Reisenden und Bahn-Enttäuschten gern mit auf den Weg geben? 

Rocco: Bleibt freundlich und respektvoll zueinander und zu uns. Wir sind für euch da. Ich kann da wirklich mit Überzeugung behaupten, dass die meisten Kolleginnen und Kollegen die Tätigkeit mit Herz und Leidenschaft ausüben. Wir geben täglich unser Bestes, um mit den wenigen Mitteln, die wir haben, das Beste für unsere Gäste rauszuholen. Das funktioniert leider nicht immer. Auch mich ärgert es, wenn wir bei Verspätung die Anschlusszüge vormelden, und dann am Ende doch nur die Mitteilung der Leitstelle kommt, „Zug wartet nicht“. Was mich am meisten ärgert, ist, dass man den Gästen schnell und zuverlässig Informationen geben möchte, und selbst dann fast immer der Letzte ist, der Informationen bekommt.

Verrohung: Schlechtere Lebensqualität und eine realitätsferne Politik

Report24: Auch die Politik beklagt inzwischen verstärkt eine Verrohung der Gesellschaft: Im Fokus der Debatte steht oft der „Hass im Netz“. Manche Politiker betrachten sich wegen Beleidigungen in den sozialen Netzen auch selbst als besonders schwer betroffene Opfer. Siehst du in einer stärkeren Regulierung von Social Media eine Lösung oder siehst du andere Ursachen für die zunehmenden Aggressionen in der Gesellschaft?

Rocco: Eine Regulierung von Social Media kann eine Säule von vielen sein. Gewaltvideos müssen definitiv schneller und konsequenter entfernt werden. Die freie Meinungsäußerung darf dabei aber nicht eingeschränkt werden. Ich sehe auch den schwindenen Wohlstand in unserer Gesellschaft als zentrale Ursache. Aus der Politik wird ja der so oft beschworene Wohlstand immer ganz oben aufgeführt. Allerdings sehe ich da eine Verschlechterung der Lebensqualität. Klar, wenn man, wie die Politiker, uns Deutsche mit ärmeren Ländern vergleicht, dann geht’s uns besser. Ich vergleiche aber gerne den Stand heute mit der Vergangenheit. Vor 30 Jahren war es deutlich leichter für die Bürgerinnen und Bürger, sich ein Haus zu kaufen. Heutzutage sind viele froh, wenn sie gerade so ihre Miete stemmen können. Alles wird teurer. Die Beiträge in den Sozialversicherungen steigen stetig, Lebensmittel im Supermarkt werden immer mehr zum Luxusgut, die Mieten schießen durch die Decke. Dazu kommt die allgemeine schlechte globale Situation, die die Menschen zusätzlich belastet. Diese Mischung wirkt meiner Meinung nach wie ein Brandbeschleuniger und sorgt für mehr Aggressivität in unserer Gesellschaft.

Report24: Hast du das Gefühl, dass die Politik die Probleme, mit denen ihr (und alle, die die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen) konfrontiert seid, versteht und ernst nimmt? 

Rocco: Ich denke eher, „die da oben“ sind ganz weit weg von der Realität. Die werden teilweise nicht mal wissen, was sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln abspielt. Woher auch? Die werden doch mit ihrer gepanzerten Dienstlimousine in ihre schicke Stadtrandvilla gefahren, und leben dort bestimmt ganz gut.

Volles Engagement für die Fahrgäste

Report24: Zum Abschluss: Gibt es auch positive Erlebnisse, die deinen Berufsalltag erhellen? Machst du deinen Job immer noch gern?

Rocco: Ja, es gibt auch viele schöne Momente. Ich hatte mal eine ältere Dame im Zug, die wollte über Hamburg an die Küste und dann mit dem Schiff weiter nach Norderney. Bei der Fahrscheinkontrolle hatte ich dann gesehen, dass sie im völlig falschen Zug saß. Sie war daraufhin sehr aufgelöst und weinte. Ich tröstete sie, nahm sie in den Arm und sagte, „wir bekommen das hin“. Als Erstes suchte ich die schnellste Fahrverbindung für sie heraus. Dann fragte ich, ob sie Reiseunterlagen dabei hat. Ich habe dann den Reiseleiter angerufen und mitgeteilt, dass einer seiner Gäste gerade im falschen Zug unterwegs ist und wie die neue Reiseroute für sie aussieht. Mit der neuen Verbindung war dann sogar noch das Schiff erreichbar. Auf meine Anmerkung hin, dass sie ziemlich aufgelöst ist, hat der Reiseleiter jemanden organisiert, der die Dame in Hamburg in Empfang nimmt und mit dem nächsten Zug bis an die Küste begleitet. Am nächsten Umsteigebahnhof, wo sie meinen Zug dann verlassen musste, habe ich sie noch zur Tür begleitet mit den Worten „Wenn ich könnte, würde ich Sie bis zu Ihrem nächsten Zug bringen, aber ich kann hier nicht einfach absteigen“.
Ein aufmerksamer Fahrgast hat das mitbekommen und sagte, er bringt sie rüber, er muss denselben Zug nehmen. Er bekam auch mit, wie ich für sie alles umorganisiert hatte, und beide bedankten sich dafür. Das war für mich ein schöner Moment und ich war dabei richtig glücklich, weil ich wusste, die Dame bekommt ihr Schiff und kann wie geplant ihren Urlaub antreten. Das sind die Momente, wo ich mir denke: „Hier bin ich richtig, das ist genau mein Ding.“ 

Aber es kam noch besser. Zwei Wochen später klingelte mein Diensthandy mit einer fremden Nummer. Es war wieder die ältere Dame. Sie hatte sich die Mühe gemacht, meine Nummer rauszubekommen, um sich persönlich zu bedanken. Sie erzählte, dass es in Hamburg reibungslos funktionierte und die Begleitung sie dann mit dem Zug bis zum Schiff brachte. Problem war nur, der Zug hatte dann Verspätung und das Schiff auf die Insel war weg. Es war das letzte des Tages. Sie berichtete, dass das Reiseunternehmen ihr kurzfristig einen Flug auf die Insel organisierte. Sie war noch am selben Abend dort und sagte, das war der schönste Urlaub, den sie je hatte, und sie wird nie vergessen, wie freundlich und hilfsbereit ich war. Das war unendlich schön und hat mich so berührt, dass dann ich derjenige war, der Tränen in den Augen hatte, aber vor Freude. Kurz gesagt: Ja, ich mache meinen Job nach wie vor gerne.

Report24: Herzlichen Dank für das Gespräch und eine konfliktfreie nächste Schicht – danke für deine Arbeit! 

Rocco: Dankeschön, gerne. Und vielen Dank, dass ich die Möglichkeit hatte, mich zu äußern.

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