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Energieversorgung der Entwicklungsländer: Gewinnen China und Russland das Rennen?

Von Klaus-Dieter Humpich
Wie sieht die Struktur einer optimale Energieversorgung aus? Deutschlands Weg ist prohibitiv teuer. In Entwicklungsländern wird der Ausbau fossiler Kraftwerke weiter zunehmen, sie sind der billigste und schnellste Weg aus der Armut, die Kernenergie benötigt hohen Kapitaleinsatz. Wenn der Westen dafür keine pragmatischen Lösungen anbietet, werden China und Russland die Sieger sein.
Langsam verflüchtigen sich die Visionen vom Wasserstoff aus Namibia oder Strom aus der Sahara. Macht nichts. Die Schlangenölverkäufer können ja versuchen, die sogenannten Entwicklungsländer mit wetterabhängigen Energien für den Klimaschutz zu beglücken. Vielleicht sogar wirksamer als Fahrradwege in den Anden.
Immer noch beliebter Trick aus dem Reich der Hütchenspieler ist der Vergleich der „Levelized cost of Energy“ (LCOE): Bei dieser Methode summiert man alle Kosten (Investition, Betrieb, Brennstoff) über die Lebensdauer und teilt sie durch die in diesem Zeitraum produzierte Energie (€/MWh). Eigentlich kann man eine solche Rechnung nur nachträglich ausführen. Will man geplante Anlagen miteinander vergleichen, bewegt man sich auf dem Gebiet der Schätzung – mit allen Unwägbarkeiten:
Die Baukosten sind stark von der Bauzeit abhängig. Je länger diese dauert, müssen die Preise für die Komponenten vorfinanziert (Kredite, Eigenkapital) werden.
Die vollständigen Betriebskosten (Wartung, Ersatzteile, Verbrauchsstoffe etc.). Hier gilt grundsätzlich, erprobte Technik ist genauer bekannt, neue Technologien eher unwägbar.
Es gibt keine technische Lebensdauer. Man kann jede Anlage durch Reparatur und Modernisierung nahezu beliebig am Leben erhalten. Üblich ist es daher, die Lebensdauer bei wirtschaftlichen Betrachtungen bis zu einer notwendigen Generalüberholung anzunehmen bzw. Restwerte abzuziehen. So wird bei Windmühlen die wirtschaftliche Lebensdauer mit 20 Jahren, bei (modernen) Kernkraftwerken mit 60 Jahren angesetzt.
Rechnerische Zinsen. Die zu bezahlenden Zinsen richten sich besonders nach der Bonität des Schuldners. Insofern macht es Sinn, wenn der „Staat“ (kostenpflichtige) Bürgschaften oder direkt Geld zur Verfügung stellt.
Ein dunkles Kapitel sind Subventionen. Insbesondere die wetterabhängigen Energien rechnen sich nicht. Aus politischen Überzeugungen werden sie meist hoch subventioniert. Nach über 20 Jahren kann man wohl kaum noch von „Starthilfen“ sprechen – eher handelt es sich um Fehlinvestitionen.
Angebot und Nachfrage
Favorit bei den staatstragenden Medien sind Phrasen wie … kann soundso viele Haushalte versorgen… Das ist ziemlich plumper Unsinn. Keine Windmühle und kein Sonnenkollektor kann auch nur einen einzigen Haushalt (voll) versorgen, geschweige denn ein Stahlwerk oder eine Chemiefabrik. Elektrische Energie, die das Netz flutet (Hellbrise), ist nicht nur völlig wertlos, sondern muss auch noch kostenpflichtig entsorgt werden (negative Preise an der Strombörse). Für die Zeiträume der Dunkelflaute muss ein Backup-System einspringen. Selbstverständlich muss der Endkunde das mitbezahlen. Einen Anhaltspunkt für die tatsächlichen Erzeugungskosten bieten die Preise an der Strombörse zu Zeiten hoher Nachfrage, bei geringer Erzeugung von Zufallstrom. Deshalb war früher die Bezeichnung „additive Energien“ weit treffender als „alternative Energien“. Wind und Sonne sind nämlich genau keine Alternative zu einer konventionellen Stromversorgung.
Speicherung ist auch keine befriedigende Lösung. Elektrische Energie lässt sich großtechnisch nicht speichern. Es ist deshalb immer eine Umwandlung mit anschließender Rückwandlung nötig. Bei jeder Wandlung entstehen unweigerlich Verluste. Mit anderen Worten, es sind nicht nur die Investitionen für die Speicher (Batterien, Wasserkraftwerke usw.) nötig, sondern es müssen auch zusätzliche Windmühlen und Photovoltaik nur zur Abdeckung der Verluste gebaut werden. Speicherung ist wegen der geringen Auslastung (rund 15 Prozent in Deutschland) solcher Erzeugungsarten technisch und wirtschaftlich unmöglich: Steile und spitze Gebirge (Angebot) und flache, aber weite Täler (Nachfrage).
Thermische Kraftwerke kann man unmittelbar an den Verbrauchsschwerpunkten betreiben. Bei den wetterabhängigen Energien muss man sich nach den geologischen Gegebenheiten (Windstärken) richten. Hinzu kommen noch andere Randbedingungen, wie landwirtschaftliche Nutzflächen, Besiedelung etc. Besonders nachteilig ist die geringe Energiedichte. Man muss nicht nur großflächig einsammeln (Windpark) sondern anschließend noch diese Energie über weite Strecken (Hochspannungsleitungen) transportieren. Alles zusätzliche Kosten, die bei einem konventionellen Netz gar nicht entstehen.
Eine neue Studie
In einer Studie von Bayesian. Energy und Radiant Energy Group wird die Struktur einer optimale Energieversorgung untersucht. Die Zahl der Menschen weltweit, die keine ausreichende Stromversorgung haben, ist seit der Jahrtausendwende stark gesunken. Gleichwohl haben geschätzt 750 Millionen keinen Zugang zu einer gesicherten Stromversorgung. Die meisten von ihnen leben im sogenanten „Sub Sahara Afrika“. Dort wird in 62 Ländern nicht einmal das „moderne Minimum“ von 1.000 kWh/Jahr und Einwohner erreicht. Nur so viel zu den Themen Industrialisierung, Elektromobilität usw. Bekanntlich ist das „pro Kopf Einkommen“ direkt mit dem Energieverbrauch gekoppelt – mit anderen Worten: Diese Länder stecken in der Armutsfalle fest.
In der Studie werden die acht Länder: Ghana, Ruanda, Nigeria, Süd-Afrika, Indien, Indonesien, Philippinen und Brasilien für einen Pfad „netto Null“ bis 2050 simuliert. Gemeint ist damit, es findet 2050 keine Stromerzeugung mehr aus fossilen Energien statt, d.h. nur noch „Alternative Energien“ und/oder Kernenergie sind im Gebrauch. Das dürfte, für sich genommen, eine reine Illusion sein. Ferner geht die Studie davon aus, dass bis 2050 alle betrachteten Länder einen Verbrauch von 1.000 kW/Jahr und Einwohner erreichen. Es werden Wachstumsraten zwischen 2,1 und 8,4 Prozent jährlich unterstellt.
Das Netto-Null-Emissions-Szenario der IEA (International Atomic Energy Agency) prognostiziert, dass die Nuklearkapazität von 416 GW heute auf 1.017 GW bis 2050 weltweit steigen wird – ein 2,5-facher Anstieg in 25 Jahren. Dieser Ausbau wird sich vornehmlich auf die Industrieländer konzentrieren, da Kernkraftwerke sehr kapitalintensiv sind. Reaktoren in Entwicklungsländern gehen nur, wenn der Projektentwickler die Finanzierung mitbringt. Das wiederum bevorzugt staatliche Lieferanten (Russland in der Türkei, Ungarn, Indien, Bangladesh und Ägypten, China in Pakistan). Russland führt gerade Krieg, und China hat große Probleme mit seinen Seidenstraßen-Projekten. Frankreich hat eh kein Geld, und die USA sind sehr strategisch ausgerichtet. Alles in allem keine guten Aussichten zumindest für rohstoffarme Länder wie Ruanda.
Eine große Hoffnung liegt deshalb auf den SMR. Kleine Reaktoren erfordern per se eine geringere Investition. Werden sie (irgendwann) in Serie gebaut, wie z.B. Flugzeuge, ist die Zeit zwischen Planung und Fertigstellung so kurz, dass die finanziellen Risiken handhabbar sind. Dem steht die praktische Erfahrung entgegen. Große Reaktoren (AP1000, Hualong, VVER usw.) sind eingeführt und erprobt. Dies erleichtert nicht zuletzt die Ausbildung von Fachpersonal. Wenn hier nicht bald mutige Entscheidungen gefällt werden, entwickelt sich ein weiteres Henne-Ei-Problem der Kerntechnik.
Die Ergebnisse
Additive Energien sind besonders günstig, solange ihre Schwankungen durch vorhandene fossile Kraftwerke ausgeglichen werden können. Diese brauchen dann zwar weniger Brennstoff, aber ihre Auslastung sinkt durch die Verdrängung, was zu höheren spezifischen Kapitalkosten führt. Der denkbare – aber nicht zu erreichende – Fall ist die Vollversorgung einer Volkswirtschaft nur durch wetterabhängige Energien. In diesem Fall sind entsprechende Speicher zwingend notwendig, um Dunkelflauten zu überbrücken. Die Studie (Simulation mit dem Program CONVEXITY der Bayesian Energy’s zur Netzerweiterung und Betriebsoptimierung) benutzt diesen Grenzwert als Bezugsgröße. Solche „Weltmodelle“ benötigen eine Vielzahl von Daten für jedes einzelne betrachtete Land:
- Kenntnisse der Geographie zur Auslegung des Transportnetzes
- Wetterdaten
- Wahrscheinliche Entwicklung des Stromverbrauchs
- Wahrscheinlicher Ausbau der Kernenergie in Abhängigkeit der finanziellen Möglichkeiten und sonstigen Randbedingungen.
Letztendlich sind auch für Ausbaupläne in so einem relativ kurzen Zeitraum von 25 Jahren eine Menge Annahmen – um nicht zu sagen Spekulationen – nötig. Man beschränkte sich deshalb auf drei Varianten: Vollständiger Rückbau aller fossilen Kraftwerke bis 2050 und ab da, Vollversorgung durch „Erneuerbare“ mit gemäßigtem und optimistischem Ausbau der Kernenergie.
Nicht überraschend sind die Ergebnisse der Simulationen. Mit Abstand die kostengünstigste Lösung ist der Ausbau ohne Einschränkungen, d.h. unter weiterer Verwendung fossiler Energien. Diese Lösung ist um so günstiger, je weniger entwickelt das Land ist – schließlich haben einst alle Industrieländer diesen Pfad beschritten. Mit zunehmendem „Reichtum“ kann und wird dann der Umweltschutz berücksichtigt werden. Wer das für eine schreckliche Perspektive hält, sollte sich schleunigst mal mit den Konsequenzen von Armut beschäftigen. Wie sonst hätte z.B. China in so kurzer Zeit etwa 250 Millionen Menschen aus bitterster Armut herausführen können? Das teuerste Extrem ist die ausschließliche Versorgung durch „alternative“ Energien. Damit ein solches System überhaupt funktionieren kann, sind gewaltige Speicher und Transportleitungen nötig.
Modellrechnungen in die Zukunft sind prinzipiell ungenau und bieten viele Möglichkeiten unterschiedlicher Interpretation – und auch Manipulationen. Gleichwohl sind sie sehr nützlich, um Relationen zu vergleichen. Wenn, wie hier, durchweg ein Faktor vier zwischen einer unregulierten und einer Vollversorgung durch „alternative Energien“ liegt, ist das ein überzeugendes Ergebnis. Mit anderen Worten: Gerade in „Entwicklungsländern“, was nur eine andere Bezeichnung für „kapitalarm“ ist, wird der Ausbau der fossilen Energien weiter zunehmen – Indien und China sind eindrucksvolle Beispiele. „King Coal“ hat 2025 wieder einen neuen Verbrauchsrekord weltweit (rund 8,8 Milliarden Tonnen) erzielt.
Die Kernenergie erlebt eine Renaissance weltweit. Bezüglich der Entwicklungsländer gibt es jedoch ernsthafte Hindernisse bezüglich Kapital, Ausbildung und Politik. Die Kapitalnachfrage ist immens, zumal viele Sektoren in Entwicklungsländern bessere Renditen versprechen. Der Mangel an Industrie ist Fluch und Chance zugleich. Es müssen dringend Fachkräfte ausgebildet werden. Eine (langsame) Lokalisierung der Fertigung bedeutet einen gewaltigen Schub für die Industrialisierung, im Gegensatz zu Stahltürmen mit Plastikflügeln. Nicht zu unterschätzen ist gerade bei Sonnenenergie der riesige Flächenbedarf. Hierbei handelt es sich südlich der Sahara überwiegend um dringend benötigte landwirtschaftliche Flächen. In tropischen Gebieten gibt es enorme technische Schwierigkeiten beim Bau von Überlandleitungen (mangelnde Infrastruktur) und gewaltige Umweltbelastungen (Abholzung von Regenwald etc.).
Wenn die Industrie „im Westen“ nicht schnellstens Paketlösungen (Bau, Finanzierung, Betrieb und Ausbildung) anbietet, wird sie gewaltige Marktanteile an China und Russland verlieren, zumal sozialistische Länder immer bereit sind, einen Preis für politische Einflüsse zu zahlen. Damit kein Missverständnis entsteht, hiermit ist keine staatliche Entwicklungshilfe gemeint, sondern private Initiative.
Der Beitrag erschien zuerst auf bei ACHGUT hier
Der Beitrag Energieversorgung der Entwicklungsländer: Gewinnen China und Russland das Rennen? erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Gruß an die durch CO2-Lügen ausgepressten Europäer: US-Spritpreise sinken
Während die Klimawahnsinnigen in Deutschland und Europa die Preise für Benzin und Diesel immer weiter künstlich verteuern, sinken sie in den Vereinigten Staaten. Dort regiert nämlich zumeist die wirtschaftspolitische Vernunft.
Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem Energieverbrauch von Ländern und deren Wohlstand. Und gerade eine günstige Energieversorgung ist der wichtigste Wohlstandstreiber einer jeden Volkswirtschaft. Die Vereinigten Staaten, die der Europäischen Union wirtschaftlich wieder einmal davongaloppieren, zeigen dies eindrücklich.
Denn während unter anderem Dank der zunehmenden CO2-Abgaben und Energiesteuern der Sprit in Deutschland und anderen europäischen Ländern immer teurer wird, setzen die Amerikaner auf marktwirtschaftliche Bedingungen. Eine Gallone (3,78541 Liter) Benzin kostet im nationalen Schnitt nämlich gerade einmal 2,83 Dollar. Das sind etwa 0,75 Dollar pro Liter. Preise, von denen man in der Bundesrepublik nur träumen kann.
Mehr noch liegt dieser Durchschnittspreis um 0,23 Dollar pro Gallone niedriger als noch vor einem Jahr. Insgesamt liegt das US-amerikanische Preisniveau für Sprit damit auf dem niedrigsten Level seit fünf Jahren. Für die Amerikaner ist dies eine spürbare Entlastung, ebenso für die Transportunternehmen des Landes.
Wie lange hat die Industrie die Impfstoffregulierung bereits infiltriert?
Wie lange hat die Industrie die Impfstoffregulierung bereits infiltriert?
Unter den vielen unglaublichen Enthüllungen der vergangenen fünf Jahre befindet sich der Umfang der Macht der pharmazeutischen Unternehmen. Durch Werbung haben sie den Medieninhalt geprägt. Das wiederum hat die digitalen Inhaltsanbieter beeinflusst, die ab 2020 Posts entfernt haben, die die Sicherheit und Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe in Frage stellten.
Sie haben Universitäten und medizinische Fachzeitschriften mit Spenden und anderen Formen finanzieller Kontrolle infiltriert. Schließlich treiben sie die Agenda der Regierungen entscheidender voran, als wir es je wussten. Nur als Beispiel: Wir erfuhren 2023, dass das NIH Tausende von Patenten mit der Pharma-Industrie teilte, mit einem Marktwert von fast 1-2 Milliarden Dollar. Dies wurde alles durch den Bayh-Dole Act von 1980 möglich, der als Form der Privatisierung verkauft wurde, aber nur die schlimmsten korporatistischen Korruptionen zementierte.
Jeffrey A. Tucker
Jeffrey Tucker ist Gründer, Autor und Präsident des Brownstone Institute. Er ist auch Senior Economics Columnist für Epoch Times, Autor von 10 Büchern, einschließlich Life After Lockdown, und Tausenden von Artikeln in der wissenschaftlichen und populären Presse. Er spricht weitgehend zu Themen wie Wirtschaft, Technologie, Sozialphilosophie und Kultur.
Der Einfluss auf Regierungen wurde mit dem National Childhood Vaccine Injury Act von 1986 zementiert, der den Herstellern von Produkten, die auf dem Kindesimpfplan stehen, einen Haftungsschutz gewährte. Die Geschädigten dürfen einfach nicht in Zivilgerichten kämpfen. Keine andere Branche genießt eine solch umfassende Entschädigungsfreiheit nach dem Gesetz.
Die Pharma-Industrie konkurriert heute zweifellos mit der Militärmunitionsindustrie in ihrem Einfluss auf die Macht. Keine andere Branche in der Menschheitsgeschichte hat es geschafft, die Volkswirtschaften von 194 Ländern zu schließen, um die meisten Menschen der Welt zu ihrem Impfstoff zu zwingen. Eine solche Macht lässt die East India Company, gegen die sich die amerikanischen Gründerväter erhoben, im Vergleich wie einen Eckladen aussehen.
Es gibt reichlich Gerede darüber, wie sehr die Pharma-Industrie seit dem Scheitern ihres angepriesenen Produkts gelitten hat. Aber lassen Sie uns nicht naiv sein. Ihre Macht ist immer noch allgegenwärtig in jedem Sektor der Gesellschaft zu sehen. Der Kampf auf Bundesstaatenebene für rezeptfreie Therapeutika – und für medizinische Freiheit für die Bürger – offenbart den Umfang der Herausforderungen vor uns. Die Reformer, die jetzt Agenturen in Washington leiten, kämpfen täglich durch ein Dickicht von Einflüssen, das Jahrzehnte zurückreicht.
Wie weit in die Vergangenheit reicht diese Macht eigentlich? Der erste bundesweite Versuch, Impfungen – so primitiv und gefährlich sie auch waren – voranzutreiben, stammte von Präsident James Madison. Der „Act to Encourage Vaccination“ von 1813 verlangte, dass Pockenimpfstoffe kostenlos verteilt und ordnungsgemäß an jeden geliefert werden, der sie verlangt. Als Verletzungen und Todesfälle sich häuften und inmitten von Schreien nach Profiteering und Korruption handelte der Kongress 1822 entschieden, um das Gesetz aufzuheben.
Der Wendepunkt in der öffentlichen Meinung war das, was als Tarboro-Tragödie bekannt wurde. Der angesehenste Impfstoffexperte des Landes und offizielle Hüter des Impfstoffs, Dr. James Smith, hatte versehentlich Material mit lebendem Pockenvirus statt Kuhpockenimpfstoff an einen Arzt in Tarboro, North Carolina, geschickt. Dies verursachte einen lokalen Pocken-Ausbruch, der etwa 60 Menschen infizierte und zu rund 10 Todesfällen führte. Dieser Fehler schädigte das Vertrauen der Öffentlichkeit und des Kongresses in die Fähigkeit des Bundesprogramms, Impfstoffmaterial sicher zu handhaben und zu verteilen.
Die große Verheißung der Impfung, die die Möglichkeit der wissenschaftlichen Ausrottung tödlicher Krankheiten unter der Führung elitärer Heiler aufkommen ließ, war in Misskredit geraten.
Dennoch, als der Bürgerkrieg 1861 ausbrach, gab es einen Push, alle Soldaten zu impfen, um tödliche Pocken-Ausbrüche zu stoppen. Damit einher gingen eine Reihe von Verletzungen und Todesfällen. Historikerin Terry Reimer schreibt:
„Ungünstige Ergebnisse von Impfungen oder gefälschte Impfungen waren allzu häufig. Sogar reiner Impfstoff, der aus offiziellen Armee-Dispensarien bezogen wurde, verursachte manchmal Komplikationen. Manchmal konnte fehlerhafte Lagerung der Krusten ihre Wirksamkeit beeinträchtigt haben. Wie selbst bei modernen Impfstoffen heute der Fall ist, nahm die Impfung gelegentlich nicht, und es kam nicht zu der erwarteten großen Reaktion an der Impfstelle. In anderen Fällen wurde die Impfstelle übermäßig wund und geschwollen, und abnormale Pusteln entwickelten sich, was Chirurgen zweifeln ließ, ob diese Impfungen wirksam gewesen waren.
„Komplikationen durch die Verwendung einer Schorfkruste von einem kürzlich geimpften Erwachsenen waren noch schädlicher. Da viele Impfungen in Krankenhäusern stattfanden, wurden Krusten von Männern, die an anderen Erkrankungen litten, gelegentlich unbeabsichtigt verwendet, was Krankheiten verbreitete statt verhinderte. Oft wurden Soldaten in einem Krankenhaus oder Gefängnis nicht geimpft, bis Pocken bereits in der Einrichtung aufgetreten waren, was das Risiko für einige erhöhte, die sonst nicht exponiert gewesen wären.
„Vielleicht die schlimmste und leider häufige Form der gefälschten Impfung war die Verwendung von syphilitischen Schorfkrusten. Dies geschah sowohl in Krankenhäusern als auch unter Soldaten, die sich selbst impften. Eine Fehldiagnose einer Kruste oder das Ernten von Krusten vom Arm eines Soldaten mit Syphilis würde diese Krankheit auf alle verbreiten, die aus dieser Quelle geimpft wurden. In einem bemerkenswerten Fall wurden zwei Brigaden von einer Impfinfektion betroffen, die als syphilitisch galt. Die Männer waren so krank, dass die Brigaden für den Militärdienst untauglich waren. Die Epidemie wurde auf einen einzelnen Soldaten zurückgeführt, der Impfstoffmaterial von einer Frau bezogen hatte, die wahrscheinlich Syphilis hatte.
„Das medizinische Department der Konföderierten versuchte, Soldat-zu-Soldat-Impfungen zu verbieten, um diese schädlichen Effekte zu begrenzen. Sogar Zivilisten wurden von Selbstimpfungen abgeraten, da die Folgen gefälschter Impfstoffe sich auch auf die allgemeine Bevölkerung ausgebreitet hatten, was zu einem Misstrauen gegenüber dem Impfprozess führte.“
Zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte waren wir anderthalb Jahrhunderte tief in der Impferfahrung, und sicherlich mit gemischten Ergebnissen aufgrund unsicherer Methoden und gefälschter Produkte. Aber es gab kein Aufgeben. Ganz im Gegenteil. Die medizinischen Fachzeitschriften des späten 19. Jahrhunderts waren voller Optimismus über die Fähigkeit der medizinischen Wissenschaft, alle Krankheiten zu heilen und sogar ewiges Leben zu gewähren, vorausgesetzt, die Mischungen und die Verabreichung würden verbessert.
„Es gibt scheinbar keinen inhärenten Grund, warum der Mensch sterben sollte“, kommentierte American Druggist 1902 redaktionell, „außer unserer Unwissenheit über die Bedingungen, die die Reaktionen in seinem Protoplasma steuern.“ Dieses Problem könne durch „die künstliche Synthese lebender Materie“ behoben werden, mit der Impfung an der Spitze der Suche nach dem Heilmittel gegen die Sterblichkeit selbst. Ja, es gab immer eine religiöse Dimension im Ethos dieser Industrie.
Der Wendepunkt kam 1902 mit dem Biologics Control Act, der ersten echten Intervention der Bundesregierung in der Progressiven Ära, die den Boden für die Regulierung aller Lebensmittel und Medikamente bereitete. Tatsächlich kam dieses Gesetz vier Jahre vor Upton Sinclairs Roman The Jungle, der den Federal Meat Inspection Act von 1906 inspirierte.
In der populären Überlieferung wurde das Fleischgesetz vom Kongress erlassen, um eine gefährliche Industrie einzudämmen und strenge Sicherheitsstandards durchzusetzen, die den öffentlichen Gesundheitsschutz gewährleisteten. Aber wie Murray Rothbard bewiesen hat, war die wahre Macht hinter dem Gesetz der Fleischkartell selbst, das nicht nur die Kartellisierung zugunsten der Zerschlagung kleinerer Konkurrenten befürwortete, sondern auch einen tödlichen Schlag gegen die traditionelle Praxis von Bauern führte, ihr eigenes Fleisch zu schlachten und zu verarbeiten. Selbst heute noch üben die Fleischverpacker die gesamte Regulierungsmacht aus.
Nicht viel ist über die gleichen Bemühungen geschrieben worden, die vier Jahre früher in der Impf- und Pharmakologieindustrie unternommen wurden. Aber es ist eine vernünftige Annahme, dass dieselben Kräfte auch hier am Werk waren. Es dauerte eine Weile, und KI half überhaupt nicht, aber schließlich fanden wir den maßgeblichen Artikel zu dem Thema, der auf Primärquellen zurückgreift, um genau herauszufinden, was vor sich ging. Wie sich herausstellte, war der Biologics Control Act von 1902 vollständig eine Schöpfung der Industrie, vorangetrieben von den dominanten Marktteilnehmern, um die Konkurrenz zu zerschlagen und um das öffentliche Misstrauen zu festigen.
Der fragliche Artikel ist „Early Developments in the Regulation of Biologics“ von Terry S. Coleman, erschienen in Food and Drug Law Journal, 2016. Dieses außergewöhnliche Stück zeigt, dass die unsichtbare Hand hinter dem Gesetz die Industrie selbst war. Das Gesetz bandelte den Handel nicht ein, sondern gab ihm viel benötigten Glaubwürdigkeitsboost.
Der Auslöser für das Gesetz war eine Reihe gut publikalisierter Todesfälle durch Impfstoffe 1901. In Camden, New Jersey, gab es 80 Infektionen und 11 Todesfälle durch Tetanus, die auf einen einzelnen vergifteten Impfstoff zurückgeführt wurden. Zusätzlich gab es andere solche Vorfälle in Philadelphia, Atlantic City, Cleveland und Bristol, Pennsylvania.
Der Ruf der Industrie fiel frei. Etwas musste getan werden, um den Marktanteil zu stärken. Die Industrie rannte nach Washington und zog alle Register, um reguliert zu werden, und posierte als das Geschäft, das Regulierung hasste, aber bereit war, sich zu fügen.
„Geschichten über das Gesetz von 1902 beschreiben es allgemein einfach als kongressielle Reaktion auf die Vorfälle in St. Louis und Camden, als ob das Gesetz das Ergebnis eines routinemäßigen kongressionalen Prozesses wäre.“ In Wirklichkeit war „das Gesetz von 1902 eine Initiative der großen Biologika-Hersteller, und es wurde mit der geheimen Kooperation des Public Health Service erlassen.“
„Die Biologika-Industrie strebte die Verabschiedung des Gesetzes von 1902 hauptsächlich an, weil sie befürchtete, dass die Kontaminationsvorfälle dazu führen würden, dass zusätzliche staatliche und lokale Gesundheitsbehörden ihre eigenen Impfstoffe und Antitoxine herstellen, was das kommerzielle Biologika-Geschäft auslöschen würde….Einige medizinische Publikationen forderten auch staatliche Inspektion und Lizenzierung von Biologika-Herstellern. Das Journal of the American Medical Association kommentierte redaktionell, dass ‚[f]alls nötig, sollte Gesetzgebung erlassen werden, die den Verkauf oder Gebrauch jeglichen Antitoxins verbietet, das nicht…getestet und zertifiziert ist von einer kompetenten Behörde.‘ Die New York Times forderte intensivere Inspektion und Aufsicht über kommerzielle Biologika-Produzenten. Im Oktober 1902 empfahl die Conference of State and Provincial Boards of Health of North America, dass Impfstoff entweder von Regierungen oder von privaten Produzenten ‚unter der engsten Aufsicht qualifizierter Regierungsbeamter‘ hergestellt werden sollte.“
Der führende Hersteller, der für das Gesetz kämpfte, war Parke-Davis. Dies ist das Unternehmen, das „die Konkurrenz reduzieren wollte, indem es strenge staatliche Standards etablierte, die kleine Produzenten schwer einhalten konnten.“ Kurz nach der Verabschiedung des Gesetzes schrieb Parke-Davis an das Public Health Service mit Vorschlägen für Regulierungen und erklärte: „Wie Sie vielleicht wissen, können die Regulierungen für uns nicht streng genug sein.“⁶
Coleman kommentiert: „Es ist unmöglich, den Wunsch nach strengen Regulierungen, um das öffentliche Vertrauen in Biologika zu stärken, vom Wunsch nach solchen Regulierungen, um Konkurrenten auszuschalten, zu trennen, aber es ist bemerkenswert, dass mehrere Biologika-Produzenten pleitegingen, weil sie die PHS-Inspektionen nicht bestanden.⁶¹
Die Behörde, die nach 1902 die Aufgabe der Impfstoffregulierung übernahm, war das Hygienic Laboratory innerhalb des Public Health and Marine Hospital Service. 1930 wurde dies zu den National Institutes of Health, die heute von Jay Bhattacharya geleitet werden, mit dem Mandat, die Mission der Behörde von der Industrieinfiltrierung zu lösen.
Was Parke-Davis betrifft, wurde es 1970 von Warner-Lambert übernommen. 2000 übernahm Pfizer Warner-Lambert in einer Fusion über 90 Milliarden Dollar, der größten in der Pharmageschichte zu jener Zeit. Dies brachte Parke-Davis unter den Schirm von Pfizer, wo das Unternehmen heute noch ist.
Dann 1905 erhielt die Industrie das größte mögliche Geschenk vom Obersten Gerichtshof. In Jacobson v. Massachusetts segnete das Gericht Zwangsimpfungen auf der Grundlage, dass der öffentliche Gesundheitsschutz immer die Freiheit des Gewissens übertrumpfen müsse. Hier sind wir 123 Jahre später, und die Implikationen dieses Gesetzes von 1902 machen sich immer noch bemerkbar, inklusive des überwältigenden Einflusses industrieller Kartelle, die bundesweite Regulierungsanstrengungen antreiben.
Die Ereignisse von 2020-2023 haben erneut tiefe Fragen nach der Macht dieser Industrie aufgeworfen, zusammen mit Bedenken hinsichtlich Verletzungen und Todesfällen durch Impfmandate. Im Gegensatz zu 1813, 1902, 1905 oder 1986 hat die Öffentlichkeit heute Zugang zu neuen Informationsquellen und Bestsellern, die alle Wege detaillieren, auf denen die Industrie mit Wissenschaft und öffentlicher Gesundheit Schindluder getrieben hat, um ihre finanzielle Position zu stärken.
Die Industrie versuchte mächtig, diesen Informationsfluss mit brutalen Zensurwerkzeugen zu stoppen, die jeden Impfstoffzweifel als Desinformation, Fehlinformation und Malinformation brandmarkten. Diese Bemühungen gelangen eine Weile, bis First-Amendment-Herausforderungen die digitalen Unternehmen zum Nachgeben brachten. Die Katze ist nun aus dem Sack.
Zusätzlich lebt die Öffentlichkeit mit den tiefen Wunden und dem bleibenden Trauma der Covid-Periode, in vollem Wissen um die industriellen Interessen, die für die schockierenden Politiken drängten, die Menschenrechte erdrosselten und die soziale Funktionsfähigkeit zerstörten, alles im Interesse, eine Impfung durchzudrücken, die nicht nur scheiterte, sondern beispielloses Leid verursachte. Endlich, und nach einem so langen Kampf um die Freiheit der Wahl, scheint es, dass endlich ein gewisses Maß an Rechenschaft für eine Industrie kommt, die seit ihrer Entstehung auf staatliche Unterstützung angewiesen war.
Sozialarbeiter schlagen Alarm: In Deutschland explodiert die Jugendobdachlosigkeit!

Die Stiftung „Off Road Kids“ warnt in ihrem jüngsten Jahresbericht vor einer aus ihrer Sicht „gefährlichen Entwicklung“: Demnach explodiert in Deutschland die Zahl von Hilfe suchenden wohnungslosen Jugendlichen. Die in München ansässige Stiftung hilft seit 32 Jahren bundesweit jungen Menschen zwischen 14 und 26 Jahren ohne Obdach und betreibt nach eigenen Angaben Streetwork-Stationen u.a. in Berlin, Dortmund, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main. Die Zahl relevanter Hilferufe, die bei der Stiftung eingingen, hat sich nach deren Angaben innerhalb von nur fünf Jahren auf rund 5.350 verfünffacht!
Trotz dieser Zahlen falle das Problem der Jugendwohnungslosigkeit bisher in Deutschland kaum auf, beklagt die Stiftung. Das liege vor allem daran, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen bei wechselnden Bekannten unterkomme. Die Organisation bezeichnet das als „Sofahopping“. Ein weiteres Drittel suche regelmäßig Notunterkünfte auf. Gut 6.000 Jugendliche leben den Angaben zufolge aber dauerhaft auf der Straße. Weil vollständige Daten fehlen, sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.
Stiftungssprecher Markus Seidel spricht von einer „gefährlichen Entwicklung“. So würden wohnungslose Jugendliche nicht nur an Kälte und Ängsten leiden. Sie seien auch betroffen von Mangelernährung, schlechter Hygiene und kriminellen Übergriffen. Diesem Risiko seien vor allem Mädchen und junge Frauen ausgesetzt.
So schaut’s aus im „besten Deutschland“, das es laut Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „jemals gegeben hat“!
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Terror in Berlin: “Im Ernstfall Chaos” – Stadt ließ die eigenen Bürger ins offene Messer laufen
Nur wenige Wochen vor dem Antifa-Terror in Berlin, der der Stadt einen historischen Blackout beschert hat, hatte der Berliner Rechnungshof vor gravierenden Mängeln beim Katastrophenschutz gewarnt. Nirgendwo sonst in der EU werden volksfeindliche Misswirtschaft und eine Politik gegen sämtliche Interessen der eigenen Bürger so offensichtlich wie aktuell in Berlin.
Ein Kommentar von Vanessa Renner
Die Bilder aus der deutschen Hauptstadt sind erschütternd. Zwar brachte man arme “Flüchtlinge” aus einer Unterkunft ohne Strom und Heizung Berichten zufolge rasch in Sicherheit, doch die Bevölkerung bleibt auf sich gestellt: Der Vollversorgung für Asylforderer auf Steuerzahlerkosten in warmen Ersatzzunterkünften steht aktuell das “großzügige” Angebot für die Berliner gegenüber, sie könnten ja für schlappe 70 Euro pro Nacht in Hotels ausweichen – das sollen ganz tolle “Sonderkonditionen” für die notleidende Bevölkerung sein. Auch an denen möchten die Hotels natürlich ganz solidarisch verdienen!
Derweil wirft selbst die Berliner Zeitung als Mainstream-Medium eine brisante Frage auf: “Über 1.700 Generatoren gingen über das THW bereits in die Ukraine. Fehlen diese Reserven jetzt in der Hauptstadt?” Denn: Schon 2024 sei die Zahl der vom Technischen Hilfswerk bereitgestellten Stromgeneratoren auf über 1.700 gestiegen. Koordiniert wurde das Ganze vom Bundesinnenministerium. Bis 2024 lieferte man zudem bereits mehr als 1.100 Ölheizgeräte in die Ukraine. Das THW stellte obendrein 180 winterfeste Zelte bereit. Auch Zeltöfen wurden geliefert. Für die Ukraine werden eben keine Kosten und Mühen gescheut!
Antifa-Terror war angekündigt
Ganz anders sieht das bei den eigenen Bürgern aus. Die linksextreme “Vulkangruppe” hatte die eigenen Anschlagspläne – man wolle das “Villenviertel lahmlegen” – schon im August in einem Pamphlet veröffentlicht. Doch Linksextremisten werden in Deutschland nicht nur nicht wirksam bekämpft, sondern auch hofiert: Unvergessen sind die Forderungen von Renate Künast, “Antifa-Gruppen” endlich “verlässlich” mit Steuergeldern zu finanzieren. Ob Linksgrüne der Vulkangruppe für ihren lebensgefährlichen Angriff auf die Infrastruktur und auf Leben und Wohlbefinden der Berliner vielleicht noch eine zünftige Finanzspritze geben wollen? Das eigene Volk schützen will jedenfalls niemand von ihnen; das hat man inzwischen mehr als deutlich gemacht. Weder nimmt man die realen Gefahren für das Volk auch nur ansatzweise ernst, noch bemüht man sich um Vorsorge für den Krisenfall.
Schon im November war klar: “Berlin im Ernstfall nicht handlungsfähig”
Das hatte Ende November erst der Rechnungshof von Berlin offengelegt. Der schrieb am 27.11.2025 in einer Pressemitteilung zum Jahresbericht 2025:
Im Ernstfall Chaos?! – Der Katastrophenschutz in Berlin
Berlin ist organisatorisch und personell nicht gut auf den Krisenfall vorbereitet. Die Zuständigkeiten und Ressourcen sind weitgehend ungeklärt. So ist Berlin im Ernstfall nicht handlungsfähig.
Viele der 37 Katastrophenschutzbehörden haben auch drei Jahre nach der Reform des Katastrophenschutzgesetzes weder Gefährdungsanalysen noch Krisenstäbe oder funktionierende Katastrophenschutzpläne vorzuweisen. Einigen Behörden war nicht einmal bekannt, dass sie Katastrophenschutzbehörden sind, andere hielten sich für nicht zuständig. Von dem geplanten flächendeckenden Netz an Krisen-Anlaufstellen ist Berlin weit entfernt. Nur ca. 25 % der geplanten Stützpunkte dieses “Leuchtturm-Systems” sind einsatzbereit. Ursprünglich war auch ein neues Landesamt für Katastrophenschutz vorgesehen. Das Vorhaben scheiterte jedoch an ständig wechselnden Vorgaben und verschlang dennoch geschätzte 1,4 Mio. €.
Die Innenverwaltung muss Ihre Steuerungsverantwortung deutlich besser wahrnehmen. Sie muss für die Umsetzung des Gesetzes sorgen. Es braucht klare Zuständigkeiten, einheitliche Strukturen und mehr Ressourcen – bevor der Ernstfall eintritt.
Der Rechnungshof ging mit der Berliner Regierung generell hart ins Gericht, prangerte “uferlose Ausgaben” und “Geldverschwendung in der Verwaltung” an und sprach von einer Gefahr für Berlins Zukunft. Doch die Erörterungen zum Katastrophenschutz wirken angesichts der aktuellen Lage umso brisanter.
Überdeutlich hatte man festgestellt: “So ist Berlin im Ernstfall nicht handlungsfähig.” Katastrophenschutzbehörden halten sich demnach einfach für nicht zuständig, Krisen-Anlaufstellen sind überwiegend nicht einsatzbereit, das vorgesehene neue Landesamt für Katastrophenschutz fraß zwar geschätzte 1,4 Millionen Euro, “scheiterte jedoch an ständig wechselnden Vorgaben”. Jetzt ist die (angekündigte!) Katastrophe da und die Behörden sind, erwartungsgemäß, heillos überfordert.
Das ist linke Politik: Geld wird für alles verprasst, nur nicht für die Grundaufgaben des Staats, der für das Wohl der eigenen Bürger zu sorgen hat. Was in Berlin zu beobachten ist, zeigt sich ebenso auf Bundesebene. Allerdings sollen dem Bundesrechnungshof nach scharfer Kritik an der schwarz-roten Schuldenpolitik prompt die Gelder gekürzt werden. Ob dieses Schicksal auch dem Berliner Rechnungshof blüht, dessen pointierte Kritik vom November aktuell zu Recht viel Aufmerksamkeit erfährt?
Selenskys Weihnachtsbotschaft: Putin soll sterben – kurz darauf Drohnenangriff auf russische Präsidentenresidenz
Von Worten zu Drohnen: Provokante Botschaft löst nächtlichen Angriff auf Putins Residenz aus
Am 25. Dezember 2025 richtete Präsident Wolodymyr Selensky eine deutliche Botschaft an die Nation. Er deutete an, viele könnten heimlich den Tod von Wladimir Putin wünschen, und proklamierte: „Heute teilen wir alle einen Traum … möge er zugrunde gehen.“
Nur wenige Tage später meldete Russland einen schweren Vorfall: In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 2025 habe die Ukraine angeblich einen groß angelegten Drohnenangriff auf Putins Residenz am Valdai-See in Nowgorod durchgeführt.
Russische Darstellung
Moskau veröffentlichte eine Karte der Flugrouten und Videoaufnahmen von Trümmern, die als ukrainische Chaklun-V-Drohne mit Sprengstoff beschrieben wurden. Später hieß es, Flugprotokolle würden zeigen, dass die Drohnen auf Regierungsgebäude gezielt hätten; die Daten seien vertraulich mit US-Beamten geteilt worden.
Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die Ukraine habe 91 Drohnen abgefeuert. Alle seien von russischen Luftabwehrsystemen zerstört worden, ohne Schaden oder Opfer. Das Verteidigungsministerium präzisierte: landesweit wurden etwa 89 Drohnen abgefangen, für Nowgorod 18 bis 41 je nach Quelle. Der Kreml bezeichnete den Vorfall als staatlichen Terrorismus und Versuch, Friedensverhandlungen zu sabotieren.
Moskau erklärte ausserdem, Putin habe Trump persönlich informiert; dieser habe die Aktion als „irrational“ bezeichnet. Russland deutet eine Neubewertung der Verhandlungen an, behält aber den Dialog bei. Zudem beschuldigte Russland den britischen Geheimdienst MI6, die Operation im Hintergrund orchestriert zu haben.
US- und ukrainische Perspektive
US-Beamte wiesen die russische Darstellung im Namen der CIA zurück. Fast gleichzeitig berichtete die New York Times in „The Separation: Inside the Unraveling U.S.-Ukraine Partnership“, dass die CIA gemeinsam mit dem US-Militär die Ukraine bei Angriffen auf russische Ölanlagen, Raffinerien und Tanker der „Schattenflotte“ mit Geheimdienstinformationen, Zielauswahlhilfe und technischer Unterstützung massiv unterstützt habe.
Wie zu erwarten bestritt Selensky jegliche Beteiligung an dem Angriff und nannte die Meldung eine russische „Erfindung“. Zahlreiche westliche Medien – von France24 bis The Guardian – übernahmen umgehend die ukrainische Darstellung, noch bevor Russland seine Version darlegte.
Wer zieht die Fäden?
Die Ukraine hat eine langjährige Geschichte mit gezielten Operationen auf russischem Boden, darunter Angriffe auf hochrangige Militär- und Zivilpersonen. Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, von CIA und MI6 ausgebildet und von Geheimdienstexperten als deren „Mann“ bezeichnet, bestätigte frühere gescheiterte Versuche, Putin zu töten – darunter einen Drohnenangriff auf das Kreml-Dach im Jahr 2023.
Auch außerhalb der Ukraine wurden immer wieder Operationen gegen Tanker, Infrastruktur und militärische Ziele durchgeführt. Experten betonen die technischen und strategischen Herausforderungen, eine stark bewachte Residenz wie die in Valdai unentdeckt zu erreichen. CIA-Analyst Larry Johnson erklärte, ohne US-Unterstützung sei ein solcher Angriff kaum möglich.
MI6-Chefin Blaise Metreweli hatte zuvor erklärt, ihr Geheimdienst werde Moskau „überlisten“ und sei bereit, proaktiv Risiken einzugehen, wenn Großbritanniens vitale Interessen bedroht seien – Details blieben geheim.
Breiterer Kontext und Motive
Der Vorfall wird als westliche Eskalation gesehen, die Russlands rote Linien testet und Risiken auf die Ukraine verlagert. Moskau wirft NATO-Staaten, insbesondere Großbritannien, Grauzonentaktiken vor, wie sie von der MI6-Chefin angekündigt wurden.
Ein Angriff auf Selensky selbst gilt als unwahrscheinlich. Russland hält ihn für unfähig und schädlich für die ukrainischen Militärinteressen, während ein fähigerer Nachfolger eine ernsthaftere Gefahr für Russland darstellen würde.
Diplomatische Folgen
Der Vorfall erschwert US-vermittelte Verhandlungen. Russland fordert nun Sicherheitsgarantien, territoriale Anerkennung (inklusive Krim und Teilen von Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson) sowie die Demilitarisierung und Neutralität der Ukraine.
Die Ukraine steht unter wachsendem Druck: militärische Rückschläge, wirtschaftliche Belastungen und nachlassende westliche Unterstützung könnten verzweifelte oder symbolische Maßnahmen motivieren.
Selenskys Glaubwürdigkeit wird einmal mehr infrage gestellt: Er wünscht Putins Tod und leugnet wenige Tage später jede Beteiligung an dem Angriff.

Felix Abt ist ein in Asien ansässiger Unternehmer, Autor (felixabt.substack.com) und Reiseblogger (youtube.com/@lixplore).
Gibt es noch Staaten mit funktionsfähiger Demokratie?
Peter Haisenko
Helmut Schmidt sagte dereinst, die Demokratie ist alles andere als ideal, aber wir haben zur Zeit nichts besseres. In der BRD hat sich Demokratie zu „unserer Demokratie“ gewandelt und das ist alles andere als eine Verbesserung. Muss man also verzweifeln oder gibt es Länder, in denen man von einer funktionsfähigen Demokratie sprechen kann?
Bei der Demokratie ist elementar, wie sie organisiert ist. Es gibt etliche Abarten der Demokratie. Wir kennen eine Präsidialdemokratie, eine mit Mehrheitswahlrecht und eine mit Verhältniswahlrecht. Interessant ist, dass die USA, England und Frankreich allen Ländern, denen sie Demokratie verordnet haben, eine andere befohlen haben, als sie selbst haben. Allen diesen demokratisierten Ländern wurde das Verhältniswahlrecht auferlegt. Wie wir lernen mussten, verhindert diese Abart der Demokratie stabile Mehrheiten und die Länder werden über die Jahre unregierbar. Was hat es noch mit Demokratie zu tun, wenn sich eine Partei Wahlsieger nennen darf, die gerade mal 22,8 Prozent erreichen konnte, wie in Berlin? Und dann auch noch regiert. Also regiert, gegen den
Die geistige Realität der Weihnacht: „Das Wunder“ von 1914
Die Weihnachtszeit dauert ja noch bis 6. Januar. Daher möchte ich im Anschluss an die Betrachtung Hermann Hesses von 1917 über die allgemeine Weihnachts-Sentimentalität im vorigen Artikel noch an etwas sehr Wesentliches erinnern. Es ist erstaunlich, dass Hermann Hesse eine große Ausnahme nicht erwähnte – was zeigt, wie stark sie verborgen gehalten wurde -, die bereits im ersten Kriegs-Weihnachten stattgefunden hat: den Weihnachtsfrieden von 1914, der an der Westfront in großem Ausmaß von den einander feindlich gegenüberliegenden Soldaten selbst ausging. Sie erlebten, wie „alle Herzen ein sonderbares, in Worten gar nicht wiederzugebendes Gefühl durchzitterte“, das bei Tausenden zu ernst-heiteren weihnachtlichen Begegnungen und Verbrüderungen führte.
Der EU-Kredit an die Ukraine: Die “saubere” Verlängerung eines schmutzigen Krieges
Uwe Froschauer
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich darauf geeinigt, der Ukraine einen zinslosen Kredit für die Jahre 2026 und 2027 zu gewähren. Die Einigung über den 90-Milliarden-Euro-Kredit wurde in der Nacht zum 19. Dezember 2025 beim Gipfeltreffen in Brüssel erzielt. Der Kompromiss am Ende dieses fragwürdigen Treffens lautet: eine gemeinsame Schuldenaufnahme von 90 Milliarden Euros zur Unterstützung des Kampfes der Ukraine gegen Russland. Der EU-Haushalt steht als Garant, was bedeutet, dass EU-Mitgliedsstaaten – besonders wirtschaftsstarke Länder wie Deutschland – finanziell in die Haftung genommen werden.
Emmanuel Macron hat eines seiner Ziele seit Beginn seiner Präsidentschaft erreicht. Er trat immer sehr konsequent für eine gemeinsame europäische
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“Wir haben einen Traum”: X-Nutzer editieren Eurokraten in Maduros Gefangenenfoto
Eine US-Intervention, bitte? Zahlreiche Nutzer auf X haben das Foto von Venezuelas Ex-Präsident Nicolás Maduro als Vorlage genutzt, um ihre Unzufriedenheit mit weiteren Staatschefs zum Ausdruck zu bringen. Inzwischen kursieren auf der Plattform KI-generierte Bilder von gekidnappten Politikern wie Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer, betitelt mit Aussagen wie “We have a dream” – “Wir haben einen Traum”.
Zehntausende Likes und Reposts sammeln auf X aktuell Postings wie das folgende, das Eurokraten in die Rolle von Nicolás Maduro bei seinem Gefangenentransport versetzt:
Auf der Kidnapping-Wunschliste der Scherzkekse stehen demnach Politiker wie Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron, Keir Starmer und Friedrich Merz. Auch entsprechende Bilder von Altkanzlerin Angela Merkel kursieren. Zahlreiche Nutzer bitten so faktisch um eine Befreiung vom Sozialismus durch die USA auch in der EU.
Die Gleichsetzung mit Maduro sollte den betreffenden Staatschefs dabei ebenso zu denken geben wie die kolportierte Annahme, dass man diese Personalien anderweitig nicht mehr aus ihren Ämtern entfernen kann.
Ist das diese “Demokratie”, für die die Eurokraten stehen wollen? Eine Demokratie, in der Bürger überzeugt sind, dass die unliebsame Obrigkeit nicht abgewählt, sondern nur durch einen Regime-Change von außen ausgetauscht werden kann?
Die KI-Bilder und die hohe Resonanz darauf verdeutlichen die aufgeheizte Stimmung jedenfalls eindrücklich. Mit ihrem Vorgehen gegen die Meinungsfreiheit, Repressionen gegen Kritiker und einer Politik, die vielfach klar den Interessen und dem Willen der Bevölkerung widerspricht, machen diese Regierenden sich keine Freunde.

