Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Deutsche Regierung stritt Existenz ab, Washington Post zitiert Friedensvertrags-Entwurf aus 2022

Deutsche Regierung stritt Existenz ab, Washington Post zitiert Friedensvertrags-Entwurf aus 2022

Deutsche Regierung stritt Existenz ab, Washington Post zitiert Friedensvertrags-Entwurf aus 2022

Eigentlich handelt es sich um eine politische Bombe, die zu Rücktritten führen müsste. Zu erwarten ist dies nicht, Mainstream-Medien sind bereits um Reframing bemüht. Die Washington Post veröffentlichte einen Vertragsentwurf für eine Friedensvereinbarung zwischen Russland und der Ukraine aus dem Jahr 2022 – dessen Existenz in der Bundespressekonferenz abgestritten wurde. Frieden zwischen Russland und der Ukraine ist politisch nicht gewollt und wurde mehrfach aus dem Westen torpediert.

Das Volk ist für die Eliten, welche diese Welt wirklich beherrschen, nur zum bezahlen, arbeiten und sterben da. Dies zeigt sich gut in der Ukraine-Krise. Anders lässt sich nicht erklären, dass man die Bevölkerung am 14. Februar bei der Bundespressekonferenz so dreist belogen hat – die Existenz von Friedensverträgen wurde abgestritten. Dass es diese Verträge gibt, erwähnte auch der russische Präsident Wladimir Putin gegenüber Tucker Carlson bei seinem am 9. Februar veröffentlichten Interview.

Die Washington Post veröffentlichte am 1. März diesen Vertragsentwurf aus dem Jahr 2022 – der diesbezügliche Artikel ist hier über das Internet-Archiv vollständig zu lesen. Das für die USA bedeutende Medium erwähnt auch Putins Aussagen gegenüber Tucker Carlson – dass er gesprächsbereit sei.

Vertragsbasis: die Wiedervereinigung Deutschlands

Die erste Runde vorläufiger Friedensgespräche begann nur wenige Tage nach der Invasion im Februar 2022. Die russischen und ukrainischen Unterhändler trafen sich zunächst in Weißrussland, bevor sie in die Türkei zogen und die Gespräche mit Unterbrechungen bis April fortsetzten. Das resultierende Dokument scheint lose auf dem Vertrag von 1990 zu basieren, der ein geeintes Deutschland schuf, in dem die Truppen der Sowjetunion Ostdeutschland unter der Bedingung verließen, dass das Land auf Atomwaffen verzichtet und die Größe seiner Armee begrenzt. 

Zitat: Washington Post, 1.3.2024

Der Vertrag war zu jenem Zeitpunkt nicht fertig – die Verhandlungen dauerten bis Juni 2022 und wurden dann aufgegeben. Hintergrund für das Ende der Verhandlungen dürfte die Intervention von NATO-Staaten gewesen sein, die am Frieden nicht interessiert sind.

In Faktenchecks der öffentlich-rechtlichen Medien finden sich Aussagen, dass es sich um Fake News handle, dass die USA und Großbritannien die Friedensgespräche torpedierten.

Mainstream kritisiert jetzt Russlands Positionen und Forderungen

Mainstream-Medien wie die Frankfurter Rundschau sind unterdessen um ein Reframing des aufgetauchten Vertrags bemüht. Es gibt eine Reihe von Vorwürfen gegen Russlands Forderungen in diesem Papier. So wird Putin der Wunsch nach einer Demilitarisierung der Ukraine und ein Verbot eines Anschlusses an die NATO vorgehalten – beides sind angesichts der Greueltaten seit 2014 aber nachvollziehbare Anliegen der russischen Seite.

Westliche Medien blenden in der öffentlichen Debatte gerne aus, dass durch Bruderkriegshandlungen der Ukraine seit diesem Jahr, je nach Quelle, rund 14.000 Menschen, vielleicht auch mehr, in den durch Russen bewohnten Teilgebieten ums Leben kamen – viele davon Zivilisten (siehe auch englische Wikipedia). Damals meldeten auch Mainstream-Medien sowohl die Kriegshandlungen als auch die Opfer (hier ein Bericht von NTV aus dem Jahr 2019), seit 2022 will davon niemand mehr etwas wissen, diese Vorgeschichte wird schlichtweg nicht mehr erwähnt.

Die wahre Gefahr für Demokratie und Wohlstand kommt von links!

Die wahre Gefahr für Demokratie und Wohlstand kommt von links!

Die wahre Gefahr für Demokratie und Wohlstand kommt von links!

Der Anschlag der linksextremistischen „Vulkangruppe“ auf das Tesla-Werk in Grünheide verdeutlicht, woher die tatsächliche Gefahr für die Demokratie und den Standort Deutschland kommt. Auch sorgt die linksgrüne Wirtschaftspolitik für einen industriellen Kollaps. Vom Staat aufgepäppelte linke und linksgrüne Fanatiker arbeiten an der Vernichtung von Freiheit und Wohlstand.

Ein Kommentar von Heinz Steiner

Die sozialistische Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die früher für eine linksextremistische Publikation schrieb, hat sich weiterhin dem „Kampf gegen Rechts“ verschrieben. Im letzten Jahr behauptete sie nach dem AfD-Sieg in Sonneberg beispielsweise, dass die konservative Partei ein Klima schüre, welches dem Standort Deutschland schade und AfD-Wahlerfolge negative Folgen hätten. Dann, kürzlich erst, geriet sie wegen ihrer demokratiefeindlichen Pläne ins Kreuzfeuer der Kritik.

Doch ein Blick auf die Realität außerhalb der linkslinken bzw. linksgrünen Filterblasen verdeutlicht, dass nicht die AfD oder die politische Rechte im Allgemeinen eine Gefahr für die Demokratie oder den wirtschaftlichen Wohlstand darstellen. Vielmehr sind es die Sozialisten und die Grünen selbst. Denn wenn eine vom Verfassungsschutz beobachtete linksextremistische Gruppierung einen Anschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide durchführt, ist das nur ein weiterer Beweis für die Blindheit auf dem linken Auge. Mehr noch: Mit der jahrzehntelangen Unterstützung von linksradikalen Gruppierungen durch Steuergelder hat man doch genau diesen Sumpf an kommunistischen, anarchistischen und ökoterroristischen Organisationen geschaffen und gefüttert.

Mehr noch zeigen die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen, dass der Standort Deutschland in erster Linie unter der linksgrünen Wirtschaftspolitik leidet. Explodierende Energiepreise, Ökosteuern, immer schärfer werdende Regularien (für das „Klima“, selbstverständlich…) und so weiter sind es, welche die deutsche Industrie kollabieren lassen. Das hat nichts mit den Wahlergebnissen der AfD zu tun – einer Partei, die sich für eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland einsetzt und ein ökonomisches Umfeld schaffen möchte, in dem das deutsche Unternehmertum blühen kann.

Je mehr man sich mit dem Ganzen auseinandersetzt, desto deutlicher wird es, dass die tatsächliche Gefahr für Demokratie und Wirtschaft von links kommt – und nicht von rechts. Es sind die Linken und Linksgrünen, welche die Meinungsfreiheit beschneiden wollen, nicht die Konservativen und Rechten. Auch sind es die Sozialisten und die Ökofanatiker, welche die wirtschaftlichen Grundlagen zerstören, welche die Bundesrepublik zur „Lokomotive Europas“ machten. Sie sind die wahren Feinde von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wohlstand.

Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium: Was folgt?

Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium: Was folgt?

Die desaströse Aufklärungsarbeit rund um die Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium zeigt: Es braucht dringend einen neuen Umgang mit Interessenkonflikten in Ministerien.

Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium: Was folgt?

Skikumpels, die sich gegenseitig Gelder zuschieben und ein Unternehmer, der einen Abteilungsleiter per privater Mail auf einen noch ausstehenden Förderbescheid hinweist – die Vorwurf der Vetternwirtschaft im Ministerium wiegt schwer. Angemessene Redaktionen kamen viel zu spät, doch mittlerweile musste ein Abteilungsleiter gehen, ein Referatsleiter wurde versetzt, die Wasserstoff-Förderung eingefroren und die hausinterne Aufklärungsarbeit zu den Vorwürfen komplett neu aufgerollt. Das ist ganz schön viel – und doch reicht es nicht. Wir werfen ein Blick zurück auf die Wasserstoff-Affäre und zeigen auf, warum es auch jetzt noch weitere Schritte braucht.

Zusammenfassung

  • Der Anschein der Vetternwirtschaft im Verkehrsministerium rund um die Vergabe von Wasserstoff-Fördergelden hat sich bestätigt. Auch das Verkehrsministerium räumte inzwischen Ungereimtheiten ein und zog entsprechende Konsequenzen.
  • Das Ministerium hatte die Vorwürfe zu nachlässig behandelt – und handelte zu spät. Es legte übliche Compliance-Empfehlungen viel zu eng aus. Zudem zeigte sich im Nachhinein, dass die Aufklärungsarbeit des Ministeriums völlig unzureichend und zahnlos war. Das wirft kein gutes Licht auf das Ministerium, weil es sich lange auf eine sehr gründliche Aufklärung berufen hatte und keine Zweifel an deren Ergebnissen zugelassen hatte.
  • Eine problematische Rolle spielte der Umgang des Ministeriums mit einem Teil-Widerruf des Handelsblatts zu den Vorwürfen gespielt. Das Verkehrsministerium berief sich immer wieder darauf und weckte den falsche Eindruck, dass damit alle Vorwürfe ausgeräumt seien – obwohl das Ministerium praktisch zeitgleich bereits einräumen musste, dass Abteilungsleiter Bonhoff mit seinem Skifreund und Wasserstoff-Lobbyisten zu dessen Fördergesuch zustimmend kommuniziert hatte.
  • Es braucht nun weitere Aufklärung und weitere Konsequenzen. Es stehen weitere problematische Interessenkonflikte rund um die bundeseigene NOW, die die Wasserstoff-Fördergelder koordiniert, im Raum. Zudem braucht es dringend eine neue politische Kultur, die angemessen mit Interessenkonflikten umgeht. Dazu braucht es auch weitere Schritte in Richtung modernisierter Compliance-Verfahren in den Ministerien.

Anschein der Vetternwirtschaft hat sich bestätigt

Im Juli berichtete Daniel Delhaes im Handelsblatt das erste Mal über Freundschaftsnetzwerke rund um die Vergabe von Fördergeldern für Wasserstoff-Projekte im Straßenverkehr. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft stand im Raum. In den darauf folgenden Monaten erhärtete sich dieser Anfangsverdacht immer weiter. Klar ist inzwischen: Der Abteilungsleiter Klaus Bonhoff war mit den Chefs eines Lobbyverbands befreundet, der eine Millionenförderung aus Geldern des Verkehrsministeriums erhielt. Mailwechsel belegen, dass Bonhoff eng in die Kommunikation dazu eingebunden war.

Auch mit einem Unternehmer aus Bayern, der ebenfalls Wasserstoff-Gelder erhielt, stand er in sehr vertrautem Austausch, u.a. über einen noch ausstehenden Förderbescheid. Diese beiden Fälle wurden nach Veröffentlichungen von uns und im Spiegel breiter in der Öffentlichkeit thematisiert. Damit ist auch klar, dass Bonhoff in mindestens zwei Fällen nicht ausreichend zwischen privaten und dienstlichen Kontakten getrennt hat. Im Februar 2024 musste schließlich auch das Verkehrsministerium „Ungereimtheiten“ im eigenen Haus einräumen und zog entsprechende erste Konsequenzen, indem es u.a. den beschuldigten Abteilungsleiter entließ.

Damit fehlt ein wesentlicher Akteur in einem ganz Netz aus Freundschafts- und Lobbyverbindungen rund um die Vergabe von Wasserstoff-Geldern. ausführlichen Recherche haben wir weitere Netzwerke sichtbar gemacht: etwa rund um die bundeseigene Behörde zur Vergabe von Fördergeldern im Verkehrsbereich NOW und den Wasserstoff-Lobbyverband DWV sichtbar gemacht. Hier bestehen weitere problematische Verbindungen – etwa die enge Freundschaft zwischen Bonhoff und NOW-Geschäftsführer Knobelsdorff. Oder einem weiteren Skifreund von Bonhoff, der dem Beirat der NOW vorsitzt und dessen Lobbyverband und auch dessen Schwiegersohn ebenfalls von der Fördergeld-Vergabe profitiert. Hier braucht es dringend weitere Aufklärungsarbeit.

Allein der Anschein der Vetternwirtschaft ist bereits hochproblematisch und schadet der Glaubwürdigkeit des Ministeriums. Gerade in Zeiten des wachsenden Misstrauens gegenüber demokratischen Institutionen wiegen die Vorwürfe schwer. Das gilt besonders für den Bereich der Geldervergabe. Dieser scheint besonders anfällig für Vetternwirtschaft und sogar Korruption. Es sollte deshalb klar sein, dass hier besonders strenge Compliance-Regeln gelten sollten – und die Einhaltung dieser auch genau kontrolliert wird. Doch das ist hier ganz offenbar nicht passiert.

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Zeitleiste der Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium (Teil 1, 2023)

  • 27.7.2023: Erste Veröffentlichung zum Fall Bonhoff erscheinen im Handelsblatt, weitere Berichte des Handelsblatt folgen.
  • 9.8.2023: FragdenStaat erhält Antworten auf IFG-Anfragen, die einen brisanten Mailwechsel zwischen Bonhoff und seinem Skifreund und Wasserstoff-Lobbyist Diwald enthalten. Die Dokumente sind zwar öffentlich, bleiben aber unbeachtet.
  • 24.8.2023: Das Verkehrsministerium legt einen nicht-öffentlichen Zwischenbericht der Innenrevision vor. Die Freundschaft zwischen Bonhoff und Diwald bestätigt sich, Bonhoffs Beteiligung an Kommunikation zu dessen Fördergesuch wird bekannt. Das Ministerium erklärt Bonhoffs Vorgehen dennoch weiterhin für korrekt. Der Bericht bleibt geheim, Journalist:innen werden dazu informiert.
  • 5.9.2023: Das Handelsblatt widerruft einige Aussagen aus seinen Veröffentlichungen (Aussagen zu einer mutmaßlichen Freundschaft zwischen Bonhoff und Unternehmer Brunner, zu Patenten und einer Honorarprofessur). Das Verkehrsministerium verweist Medien auf den Widerruf, zahlreiche Berichte folgen. Dadurch entsteht der fälschliche Eindruck, das Handelsblatt habe sämtliche Vorwürfe zurückgezogen.
  • 5.9.2023: In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Unions-Bundestagsfraktion bestätigen sich die Vorwürfe rund um Bonhoff weiter.
  • 28.9.2023: Das Verkehrsministerium berichtet an den Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Linke), dass Bonhoff ein Fördergesuch von Wasserstoff-Lobbyist Diwald „zuvor mündlich befürwortet“ habe und eine Mail dazu mit der Notiz „wie besprochen“ innerhalb seiner Abteilung weitergeleitet hat.
  • 7.12.2023: Das Ministerium legt den nicht-öffentlichen Abschlussbericht der Innenrevision vor. Dazu gibt es kein Pressebriefing. Auf Nachfrage heißt es weiterhin, es sei alles korrekt gelaufen.
  • Im Dezember 2023: Das Verkehrsministerium veröffentlicht hausinterne neue Compliance-Richtlinien. Darin heißt es an vorderster Stelle: „Bei Amtsbezug trennen sich bei uns dienstliche und private Wege“.

Zeitleiste Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium (Teil 2, 2024)

  • 2.2.2024: LobbyControl und der Spiegel berichten zeitgleich über das Wasserstoff-Netzwerk im Ministerium und belegen die Beteiligung Bonhoffs an der Kommunikation zum Fördergesuch Diwalds.
  • 6.2.2024: Der Spiegel berichtet über brisante Mailwechsel zwischen Bonhoff und Wasserstoff-Lobbyist Diwald. Das Ministerium muss später zugeben, dass es diese Dokumente nicht kannte. Diese Dokumente lagen FragdenStaat bereits vor, LobbyControl liegen sie wenig später ebenfalls vor.
  • 7.2.2024: Das Ministerium leitet eine neue hausinterne Untersuchung ein.
  • 15.2.2024: Das Ministerium gibt bekannt, dass Abteilungsleiter Bonhoff entlassen ist und der für Wasserstoff zuständige Referatsleiter versetzt wurde. Es bestehe kein Vertrauensverhältnis mehr.
  • 20.2.2024 (morgens): LobbyControl erhält weitere brisante Mailwechsel zwischen Bonhoff und Wasserstoff-Unternehmer Tobias Brunner. Darin geht es um vertraute Mails über Bonhoffs Privataccount, Brunner verweist darin auch auf einen noch ausstehendes Fördergesuch. Der Spiegel und LobbyControl berichten zeitgleich über die Mailwechsel. Auch diese Dokumente waren nicht Teil der Untersuchung der Innenrevision, wie das Ministerium wenig später einräumt.
  • 20.2.2024 (abends): Das Ministerium kündigt an, die laufende Wasserstoff-Förderung einzufrieren.
  • 21.2.2024: Staatssekretär Schnorr wird im Haushaltsausschuss des Bundestags befragt, auch im Verkehrsausschuss ist die Affäre Thema.

Ministerium räumt Freundschaften ein, streitet aber Probleme viel zu lange ab

Die Empörung war zurecht groß, nachdem das Handelsblatt Mitte Juli 2023 erstmals die Vorwürfe der Vetternwirtschaft im Verkehrsministerium erhoben hatte. Viele Medien berichteten, wir griffen den Fall sofort auf. In Fachkreisen zeigten sich viele erleichtert, dass das Handelsblatt die Wasserstoff-Netzwerke endlich sichtbar machte, über deren problematische Rolle schon lange gemunkelt wurde. Auch das Ministerium reagierte auf die Vorwürfe und leitete recht zügig eine interne Untersuchung durch die sogenannte Innenrevision des Hauses ein. Doch im Rückblick wird deutlich: Diese verlief völlig unzureichend.

Bereits Ende August legte das Ministerium einen ersten Zwischenbericht ihrer Innenrevision vor. Das Ministerium räumte damals ein, dass Bonhoff mit den Chefs des Wasserstoff-Verbands tatsächlich sehr eng befreundet ist. Der zuständige Staatssekretär Schnorr berichtete außerdem, dass Bonhoff in die Kommunikation zu einem Förderantrag an einen Freund eingebunden war: Er hatte eine Mail mit einem Fördergesuch von seinem Ski-Freund an einen Referatsleiter in seiner Abteilung weitergeleitet.

Äußerst enge Auslegung von Compliance-Empfehlungen

Brisant ist auch, was Schnorr damals gegenüber den Journalist:innen nicht berichtete, aber bereits gewusst haben sollte: Bonhoff hatte den entsprechenden Förderbescheid seines Skifreundes nicht nur weitergeleitet, sondern vorab bereits befürwortet haben. Das stand in einer Mitteilung des Verkehrsministerium an den Bundestagsabgeordneten Victor Perli. Warum dieses wichtige Detail der Öffentlichkeit vorenthalten wurde, bleibt unklar. Als der Spiegel und wir darüber berichteten, kam erstmals Bewegung in die weitere Debatte.

All dies reichten Staatssekretär Schnorr und der Innenrevision allerdings nicht aus, um Bonhoff ein Verstoß gegen die Compliance-Regeln des Ministeriums vorzuwerfen. Als Begründung nannte Schnorr, dass Bonhoff bei der Vergabe von Fördergeldern formal nicht mitgezeichnet habe. Das ist allerdings eine sehr enge Auslegung dessen, was Compliance-Empfehlungen üblicherweise vorsehen. Im „Verhaltenskodex gegen Korruption“ der Bundesregierung heißt es wörtlich: „Trennen Sie strikt Dienst- und Privatleben. Prüfen Sie, ob Ihre Privatinteressen zu einer Kollision mit Ihren Dienstpflichten führen.“ Dass Bonhoff hier nicht wirklich streng getrennt hatte, war also seit Ende August bereits klar.

Desaströse Aufklärungsarbeit

Im Nachhinein wird immer deutlicher, dass das Ministerium nicht nur Compliance-Regeln äußert eng auslegte, sondern auch die Aufklärungsarbeit nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit durchgeführt hatte. Denn einige weitere brisante Informationen kamen erst durch Berichte vom Spiegel und von uns an die Öffentlichkeit. Parallel zu der Arbeit der Innenrevision erreichten das Ministerium ab Juli 2023 mehrere Anfragen zu den Vorfällen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) – so u.a. auch vom Spiegel und von uns. Auf diese Anfragen gab das Verkehrsministerium Dokumente heraus, die der Innenrevision nicht vorlagen.

Es stellte sich also heraus, dass die IFG-Anfragen offenbar gründlicher bearbeitet wurden als die Aufforderungen der Innenrevision. Und: Die Innenrevision wurde auch nicht über die Bearbeitung der IFG-Anfragen informiert. So passierte es, dass erste brisante Mails schon im September 2023 an die Organisation FragdenStaat und später an den Spiegel und uns herausgegeben wurden. Von diesen erfuhr die Innenrevision aber erst im Februar 2024, als der Spiegel darüber schrieb und wir Auszüge daraus veröffentlichten. Das ist erstaunlich und zeichnet gleichzeitig ein desaströses Bild der angeblich so gründlichen Aufklärungsarbeit.

Das Ministerium argumentiert mit einem Widerruf des Handelsblatts

Eine wichtige Rolle in der Debatte um die Wasserstoff-Affäre spielte eine veröffentlichte „Klarstellung“ des Handelsblatts. Diese erschien kurz nachdem das Verkehrsministerium den Fall auf Grundlage seines ersten Zwischenberichts für unproblematisch erklärt hatte. Anders als das Handelsblatt vermutet und entsprechend berichtet hatte, war der bayerische Wasserstoff-Unternehmer Tobias Brunner laut eigenen Aussagen nicht mit Abteilungsleiter Bonhoff befreundet oder in den Urlaub gefahren. Dazu legte auch Bonhoff dem Ministerium eine eidesstattliche Erklärung vor. Auch Berichte des Handelsblatt über weitere möglicher Interessenkonflikte und Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Patenten und einer Honorarprofessur stellten sich im Nachhinein in Teilen als nicht korrekt heraus.

Daraufhin veröffentlichte das Handelsblatt einen Teil-Widerruf und berichtete zunächst nicht mehr über den Fall. Abteilungsleiter Bonhoff setzte das Handelsblatt offenbar so weit unter Druck, dass dieses seinen eigenen Redakteur zwingen wollte, seine Quellen offenzulegen und er nicht länger über Verkehrsthemen berichten durfte. Es kam schließlich zu einem Vergleich zwischen Bonhoff und dem Handelsblatt. Den Widerruf des Handelsblatts verstanden viele so, als seien sämtliche Vorwürfe falsch gewesen. Diese Sicht legte auch die Kommunikation des Ministeriums nahe.

Das Ministerium erhöhte den Druck auf Medien weiter, indem es mehrere Medien auf die Klarstellung des Handelsblatt hinwies. So kam bei vielen nun an: Das Handelsblatt habe falsch berichtet, der Vorwurf der Vetternwirtschaft sei aus dem Raum. Die Medienresonanz mit der entsprechenden Botschaft war riesig: Der Deutschlandfunk etwa berichtete am 7. September 2023 fälschlicherweise, dass das Handelsblatt seine Vorwürfe „komplett“ zurückgezogen habe.

Das verzerrte die Debatte enorm. Denn der Hauptvorwurf des Handelsblatts, dass es rund um die Vergabe von Fördergeldern problematische Freundschaftsnetzwerke gegeben habe, blieb weiter bestehen, ging aber in der Berichterstattung verloren. Dabei hatten sich die Vorwürfe gegen Bonhoff hatten sich im Zuge der Untersuchung der Innenrevision bereits weiter verdichtet. Dennoch verwies das Ministerium immer wieder auf den Widerruf des Handelsblatts, um die Vorwürfe gegen sein Haus abzuwehren. Die Botschaft lautete: Der Fall sei doch nun ausgestanden.

Geheime Berichte: Aussagen lassen sich nicht überprüfen

Das Ministerium hat sich bei seiner hausinternen Untersuchung offenbar zu sehr auf eine gründliche Zuarbeit Mitarbeiter:innen verlassen. Die Ministeriums-Mitarbeiter:innen wurden schriftlich und mündlich aufgefordert, ihre Postfächer nach bestimmten Stichwörtern zu durchsuchen und entsprechende Ergebnisse an die Innenrevision weiterzuleiten. Das Ministerium betonte im Nachhinein auch, dass alle auf ihre Pflicht zur Beteiligung hingewiesen worden seien.

Weitere Kontrollen gab es aber offenbar nicht. Der für die Aufklärung zuständige Staatssekretär Stefan Schnorr teilte dem Haushaltsausschuss des Bundestags im Februar 2024 während einer Befragung mit, dass die Anhaltspunkte für eine tiefergreifende Untersuchung nicht ausgereicht hätten. Es habe gegolten, die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter:innen zu schützen.

Die Aussagen des Ministeriums zu den Berichten der Innenrevision lassen sich nicht überprüfen, weil diese nicht öffentlich war. Das Ministerium lud lediglich eine ausgewählte Runde an Journalist:innen ein, um erste Untersuchungsergebnisse vorzustellen. Aus einem Großteil dieses Briefings durften die anwesenden Journalist:innen nicht berichten. Selbst Bundestagsabgeordnete durften den Bericht nur unter hohen Auflagen in der Geheimschutzstelle des Bundestags einsehen – und auch keine Informationen daraus weitergeben. Entsprechend groß war die Kritik vor allem von Oppositions-Bundestagsabgeordenten wie Ulrich Lange (CSU) oder Victor Perli (Linke).

Äußerst erstaunlicher Umgang mit schweren Vorwürfen

Der nachlässige Umgang des Ministeriums mit dem Fall Bonhoff steht im Widerspruch zu Schnorrs Aussagen dazu. Der Staatssekretär hatte anlässlich der Veröffentlichung des Zwischenberichts und auch auf weitere Nachfragen hin immer wieder betont, wie gründlich die Untersuchung hausintern durchgeführt worden sei. Er bemühte sich, mit allen Mitteln, keinerlei Zweifel an der Aufklärungsarbeit und deren Ergebnissen zu wecken.

Als der Abschlussbericht der Untersuchung vom Dezember 2023 veröffentlicht wurde, war kaum jemand überrascht, dass dieser ebenfalls zu dem Ergebnis kam, dass es keinerlei Anhaltspunkte für Fehlverhalten gegeben hätte. Zu diesem Zeitpunkt interessierte sich sowieso noch kaum jemand für den Fall – die Kommunikation des Ministeriums hatte seine Wirkung bereits erzielt. Weitere Medienberichte gab es erst, nachdem der Spiegel und wir weitere Details zu den Vorwürfe an die Öffentlichkeit brachten. Dadurch wurde nun für alle sichtbar und nachvollziehbar, dass Abteilungsleiter Bonhoff Absprachen mit seinen Freunden und Bekannten zu weit gegangen waren. Das wiederum setzte das Ministerium unter Handlungsdruck.

Nicht der erste Fall von Interessenkonflikten in Ministerien

Der Fall Bonhoff ist kein Einzelfall. Die Vorwürfe der Vetternwirtschaft und problematischer Interessenkonflikte in Ministerien haben sich gerade im letzten Jahr gehäuft: Besonders prominent in den Medien war der Fall des Staatssekretärs Patrick Graichen im Bundeswirtschaftsministerium, dessen Trauzeuge Chef bei der DENA bekommen sollte und dessen Schwester einem Umweltverband vorsaß, der Gelder aus dem Ministerium bekam.

Brisant war ebenfalls ein Fall aus dem Bundesfinanzministerium: Abteilungsleiterin Gerda Hofmann erläuterte beriet auf einem Seminar für Hochvermögende, wie diese die Steuern vermeiden können, die ihr Haus gerade erarbeitet.

Diese und weitere Fälle zeigen, dass es weitergehende Konsequenzen braucht. Wir haben bereits nach dem Fall Graichen erste Eckpunkte mit Vorschlägen für den Umgang mit Interessenkonflikten in Ministerien erarbeitet. Nun muss das Verkehrsministerium handeln. Gleichzeitig braucht es eine neue Regeln und Verfahren für die gesamte Bundesregierung.

Unsere Forderungen an das Verkehrsministerium

Das Verkehrsministerium hat bereits erste Konsequenzen gezogen: Bonhoff wurde entlassen, ein zuständiger Referatsleiter versetzt und die Wasserstoff-Förderung eingefroren. Die bundeseigene NOW soll extern untersucht werden. Zusätzlich veröffentlichte das Ministerium bereits im Dezember hausintern einen „Compliance Leitfaden zu Interessenkonflikte“ und rollte die hausinterne Untersuchung durch Innenrevision ab dem 7.2.2024 neu auf. Das sind wichtige Schritte, doch sie kamen viel zu spät und reichen noch nicht aus. Nun muss das Ministerium endlich die notwendige Ernsthaftigkeit beweisen, um seine Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.

Dazu zählen folgende weitere Schritte:

  • Das Ministerium sollte in seiner Kommunikation zu dem Fall klar einräumen, dass es bei der Aufklärung des Falls schwerwiegende Fehler begangen hat. Hierfür müssen vor allem Staatssekretär Stefan Schnorr und Minister Volker Wissing die Verantwortung übernehmen.
  • Die erneute Aufklärungsarbeit sollte dieses Mal transparent sein. Es muss für die Öffentlichkeit, aber auch für die Bundestagsabgeordneten nachvollziehbar sein, wie diese durchgeführt wird und welche Berichte dazu verfasst werden.
  • Das Ministerium sollte sich externe Unterstützung für die Aufklärung besorgen – und zwar nicht nur wie bereits angekündigt für die Untersuchung der bundeseigenen NOW, die die Vergabe der Fördergelder koordiniert.
  • Es ist richtig, dass nun auch die Rolle der bundeseigenen NOW weitergehend untersucht wird. Im Zentrum der Untersuchung muss hier die Frage stehen, ob es auch hier problematische Interessenkonflikte gab und wie mit diesen umgegangen wurde.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung

Es braucht aber auch für die gesamte Bundesregierung einen angemessenen Umgang mit Fragen von Interessenkonflikten, Compliance und Integrität. Das Thema muss in der Bundesregierung gut verankert werden – und nicht nur beim passenden Anlass dem politischen Gegner angekreidet werden. Hierfür braucht es eine entsprechende Kultur und Haltung in allen Teilen der Politik, die immer wieder neu gepflegt werden muss. Entsprechende Schulungen und das Ergreifen der Vorbildfunktion sind hier wichtig.

Die bestehenden Regeln haben sich als nicht mehr zeitgemäß erwiesen. Sie setzen zu sehr auf die Pflichttreue der Beamt:innen und auf deren Fähigkeit, mögliche Interessenkonflikte selbst einzuschätzen und anzuzeigen. Bestehende Regelwerke der Ministerien sollten entsprechend abgeglichen, angepasst und vereinheitlicht werden. Internationale Empfehlungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten und zur Korruptionsprävention sollten dabei als Vorbild dienen.

Als erste wichtige Schritte schlagen wir vor:

  • Kontrolle und Aufsicht: Es braucht eine zentrale, eigenständige und unabhängige Stelle zur Kontrolle und Aufsicht für Fragen der Transparenz und Integrität. Als Vorbild dient die Hohe Behörde für Transparenz im öffentlichen Leben in Frankreich. Diese nimmt Interessenerklärungen von hochrangigen Amtsträger:innen zentral entgegen, prüft und trifft Entscheidungen zum Umgang mit Interessenkonflikten. Die Behörde kann eigenständig Untersuchungen durchführen und Hinweisen auf regelwidriges Verhalten nachgehen.
  • Interessenerklärungen: Hochrangige Entscheidungsträger:innen in Ministerien sollten künftig verpflichtet sein, vor Amtsantritt und bei wesentlichen Änderungen eine sogenannte Interessenerklärung abzugeben. Diese sollte Angaben zu finanziellen Interessen wie Unternehmensbeteiligungen enthalten. Bei Bewilligungsverfahren sollten alle daran beteiligten Beschäftigten aktiv befragt werden, ob es private Beziehungen zu den Verfahrensbeteiligten gibt.

Ausführliche Informationen zum Thema Regelungsbedarf zu Interessenkonflikten in Ministerien und vielen anderen Entwicklungen und Neuerungen im Bereich Lobbyregulierung und was noch zu tun ist, finden sie in unserem Lobbyreport, der am 14.03.2024 erscheint.

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Ukrainischer Flüchtling in der Schweiz nutzt Sozialhilfe für Weltreise statt Integration

Ein geflüchteter Ukrainer in der Schweiz bezieht Sozialhilfe, anstatt sich jedoch um Arbeit zu bemühen oder Deutschkurse zu besuchen, bereist er Thailand, Indien, Sri Lanka und Georgien, angeblich auf der Suche nach kultureller Bereicherung und Inspiration für zukünftige berufliche Tätigkeiten – und das alles auf Kosten der Schweiz.

von Szene isch Züri

Die großzügige Sozialhilfe in der Schweiz für ukrainische Flüchtlinge hat bereits seit einiger Zeit für Diskussionen gesorgt – und die jüngste Geschichte eines gewissen Wolodymyr aus Zürich bringt da noch einmal richtig Schwung rein.

Also, da haben wir diesen Wolodymyr, ein gebürtiger Ukrainer, der sich in den letzten zwölf Jahren in Polen herumgetrieben hat. Dann bricht der Krieg aus, und zack, ist er weg, direkt in die Schweiz, vor den „bösen Russen“ geflohen, wie er betont. In Zürich angekommen, hat er es gut erwischt. Die Behörden sind wohl ziemlich naiv, vor allem wenn man mit einem ukrainischen Pass wedelt. Einmal im

Demokratie im Endstadium

Wenn eine Regierung nach zwei Jahren im Amt so weit abgewirtschaftet hat, dass sie – nach den Erkenntnissen der Demoskopie – unter den Wählern keine Mehrheit mehr hat, und dann meint, ein „Demokratieförderungsgesetz“ verabschieden zu müssen, um die politische Konkurrenz unter Druck zu setzen und deren Wähler abzuschrecken, dann ist mit Fug und Recht zu konstatieren:

Dies ist eine Demokratie im Endzustand.

Ich erachte es für höchste Zeit, die Demokratie im Allgemeinen und die real existierende deutsche Demokratie im Speziellen wieder in den Vordergrund politischer Erwägungen zu stellen. Denn alles, was als negative Ergebnisse politischen Wollens und Handelns in die Welt gesetzt wurde und wird, bezieht seine Wirksamkeit letztlich nur aus den deformierten demokratischen Spielregeln, mit deren Defekten wir uns abgefunden haben, weil diese Ergebnisse doch

Beschädigte Internetleitungen im Roten Meer – Von Huthis versenktes Schiff als Ursache?

Beschädigte Internetleitungen im Roten Meer – Von Huthis versenktes Schiff als Ursache?

Beschädigte Internetleitungen im Roten Meer – Von Huthis versenktes Schiff als Ursache?

Wichtige Internetleitungen im Roten Meer wurden kürzlich beschädigt, sodass der Datenverkehr zwischen Europa und Asien umgeleitet werden muss. Schuld daran soll wohl ein von den jemenitischen Ansar Allah (Huthis) versenktes Schiff sein. Der Anker der Rubymar könnte demnach die wichtigen Leitungen getroffen haben.

Bereits Anfang Februar gingen Schlagzeilen um die Welt, wonach die jemenitischen Ansar Allah (Huthis) die internationalen Internetleitungen im Roten Meer sabotieren könnten. Als dann Mitte Februar der internationale Datenverkehr zwischen Europa und Asien gestört wurde, gab man der schiitischen Miliz die Schuld daran. Diese hätte sich an den Kabeln zu schaffen gemacht. Etwas, was die Führung der islamistischen Gruppe jedoch von sich weist.

Die Nachrichtenagentur AP wirft den jemenitischen Rebellen allerdings weiterhin vor, für die Beschädigung von drei Leitungen direkt verantwortlich zu sein. Diese liegen teilweise gerade einmal rund hundert Meter unter dem Meeresspiegel. Allerdings könnten die Schäden auch eine indirekte Folge der militärischen Aktivitäten in der Region sein. Demnach wird nun davon ausgegangen, dass das Frachtschiff Rubymar, welches von Ansar Allah beschossen wurde, den Anker abließ bevor es sank und damit die Internetleitungen traf. Angesichts der Weite des Meeres eigentlich ein sehr unwahrscheinliches Szenario, dennoch nicht unmöglich.

Das Schiff, das in der Meerenge zwischen dem Jemen, Eritrea und Dschibuti sank, könnte demnach durchaus genau dort gesunken sein, wo die Leitungen verlegt wurden. Gleichzeitig stellt dies auch ein Problem für die Telekommunikationsfirmen dar, deren Internetkabel beschädigt wurden. Denn eine Reparatur der Datenleitungen kann nur dann durchgeführt werden, wenn die jemenitischen Rebellen eine Sicherheitsgarantie geben.

Kopflos in Europa

Kopflos in Europa

Kopflos in Europa

Angesichts der russischen Erfolge in der Ukraine und dem drohenden Wahlsieg von Donald Trump in den USA, spielen europäische Politiker verrückt. Macron faselt über Truppen für die Ukraine. CDU, Grüne und Liberale wollen weitreichende Marschflugkörper zum Einsatz gegen Russland. Immer neue Geldinfusionen sollen die Kampfkraft der Ukraine erhalten. Aber Geld und Waffen werden immer knapper, […]

Der Beitrag Kopflos in Europa erschien zuerst unter tkp.at.

Die Grundlegenden Tipps für eine optimale Gesundheit

Die Grundlegenden Tipps für eine optimale Gesundheit

Analyse von Dr. Joseph Mercola

Die Geschichte auf einen Blick

  • Sonnenbestrahlung ist notwendig für die körpereigene Vitamin-D-Produktion, die Ihr Immunsystem radikal hochreguliert und Ihre Fähigkeit verbessert, Infektionen, einschließlich COVID, zu bekämpfen
  • Die Nahinfrarotstrahlen des Sonnenlichts erzeugen außerdem strukturiertes Wasser, das für die zelluläre Integrität und Energieverteilung wichtig ist, und regen die Produktion von Melatonin – einem starken Antioxidans – in Ihren Mitochondrien an
  • Linolsäure (LA), ein Omega-6-Fett, das in Pflanzen- und Samenölen vorkommt, erhöht massiv den oxidativen Stress und senkt die Stoffwechselrate, was wiederum zu einer vorzeitigen Alterung und einem Abbau des Körpers führt
  • Eines der grundlegenden Gesundheitskonzepte, das ich radikal überdacht habe, ist die Vorstellung, dass eine kohlenhydratarme Ernährung der beste Weg ist, um den Stoffwechsel zu optimieren. Das war ein Irrtum, denn wenn keine Glukose vorhanden ist, schüttet der Körper Cortisol aus, um körpereigene Glukose zu produzieren. Cortisol opfert magere Muskelmasse, Knochen und Ihr Gehirn, um Glukose zu produzieren, was Entzündungen auslöst und Ihre Immunfunktion beeinträchtigt
  • Die meisten Menschen können wahrscheinlich von Aspirin profitieren, da es antilipolytisch wirkt, den Cortisolspiegel senkt, einen Entzündungsweg namens NF kappa B (NF-kB) reguliert, zur Erhöhung von Testosteron und Progesteron beiträgt, den Stoffwechsel steigert und durch die Senkung von Aldosteron zur Normalisierung des Blutdrucks beiträgt

Am 8. Mai 2023 wurde ich von Polly Tommey in der Sendung Children’s Health Defense Tea Time interviewt. Darin ging ich auf einige meiner wichtigsten Ernährungs- und Lebensstilstrategien ein, mit denen Sie Ihre Gesundheit optimieren können, wobei der Schwerpunkt auf meinen jüngsten Überarbeitungen und Aktualisierungen lag.

Wie die meisten von Ihnen wissen, ist Gesundheit meine Leidenschaft. Ich bin seit über fünf Jahrzehnten in der Gesundheitserziehung tätig. Gesundheit ist auch eine Reise, denn wenn man neue Informationen erfährt, ändern sich auch die Ansichten über die grundlegendsten Aspekte. Vor kurzem habe ich meine Gedanken über die Gefahren und die Bedeutung gesunder Kohlenhydrate in der Ernährung weiterentwickelt, die ich hier mitteilen möchte.

Wie ich in diesem Programm erwähne, befinden wir uns derzeit in einer Flaute in Bezug auf die globale Tyrannei, da in den USA Verbote und andere Vorschriften aufgehoben wurden. Dies ist also eine großartige Gelegenheit, sich neu zu formieren und sich Strategien zu widmen, die Ihre Gesundheit radikal verbessern können, so dass Sie besser auf alles vorbereitet sind, was auf Sie zukommt.

Sonnenbestrahlung stärkt Ihr Immunsystem

Eine grundlegende Erkenntnis, die sich nicht geändert hat, ist die Bedeutung regelmäßiger Sonneneinstrahlung. Seit einem Jahrhundert wissen wir, dass Sonnenexposition für die körpereigene Vitamin-D-Produktion notwendig ist, die wiederum das Immunsystem radikal hochreguliert und die Fähigkeit zur Bekämpfung von Infektionen, einschließlich COVID, verbessert.

Im Oktober 2020 veröffentlichte ich eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit, in der ich darlegte, wie Vitamin D das Risiko einer COVID-19-Infektion und deren Schweregrad reduziert. Seitdem sind die Beweise nur noch stärker geworden. Ich habe auch einen Vitamin-D-Leitfaden veröffentlicht, der auf StopCOVIDcold.com heruntergeladen werden kann.

Die Optimierung Ihres Vitamin-D-Spiegels auf einen Wert zwischen 50 Nanogramm pro Milliliter und 80 ng/ml ist wahrscheinlich eine der einfachsten, kostengünstigsten und grundlegendsten Strategien zur Erhaltung Ihrer Gesundheit. In Europa und Kanada liegt der angestrebte Blutspiegel bei 150 bis 200 Nanomol pro Liter.

Wenn Sie sich aus irgendeinem Grund nicht ausreichend der Sonne aussetzen können, um diesen Idealwert zu erreichen, sollten Sie die Einnahme eines oralen Vitamin-D3-Präparats in Betracht ziehen. In der Regel benötigen Erwachsene, die sich nicht der Sonne aussetzen, etwa 8.000 IE pro Tag. Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie diese Menge etwas erhöhen, da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, das leicht im Fett gespeichert werden kann.

Andere gesundheitliche Vorteile der Sonnenexposition

Die Sonneneinstrahlung hat jedoch noch weitere gesundheitliche Vorteile, die nichts mit der Vitamin-D-Produktion zu tun haben – und die auch nicht durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten erreicht werden können.

So erzeugen die Nahinfrarotstrahlen im Sonnenlicht strukturiertes Wasser, das auch als EZ-Wasser bezeichnet wird und ein wenig wie eine Batterie wirkt, indem es mit Energie aufgeladen wird. Dieses strukturierte, gelartige Wasser ist wichtig für die zelluläre Integrität. Es verbessert auch die Fähigkeit der roten Blutkörperchen, durch die Kapillaren zu fließen. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle bei der Energieverteilung in Ihrem Körper.

Ein weiterer wichtiger gesundheitlicher Vorteil der Sonneneinstrahlung ist die Produktion von Melatonin in Ihren Mitochondrien. Auch dieses wird durch das nahe Infrarot des Sonnenlichts gebildet. Melatonin ist ein äußerst wirksames Antioxidans, aber es veranlasst den Körper auch, andere körpereigene Antioxidantien, wie z. B. Glutathion, zu produzieren.

Es ist wichtig, hohe Mengen an subzellulärem mitochondrialem Melatonin zu haben, um den oxidativen Stress in Ihrem Körper zu regulieren. In meinem Interview mit Dr. Russel Reiter können Sie mehr darüber erfahren.

Sonnenlicht ermöglicht auch die Umwandlung von Vitamin A in Retinoide, also die aktive Form, und Vitamin A ist fast so wichtig wie Vitamin D. Ein weiteres wichtiges Hormon ist Testosteron. Wenn Sie sich ausreichend der Sonne aussetzen, erhöht sich Ihr Testosteronspiegel. Männer haben und brauchen natürlich mehr Testosteron, aber es ist auch ein wichtiges Sexualhormon für Frauen.

Die Gefahren von Omega-6-LA

Wie wichtig es ist, LA – ein Omega-6-Fett – zu meiden, ist eine der grundlegenden Gesundheitskomponenten, die mir in den letzten Jahren bewusst geworden ist. LA, das in pflanzlichen Ölen und Samenölen vorkommt, erhöht den oxidativen Stress massiv und senkt die Stoffwechselrate, was wiederum zu einer vorzeitigen Alterung und zum Abbau des Körpers führt.

Ich bin davon überzeugt, dass eine übermäßige LA-Aufnahme heute einer der wichtigsten Faktoren für chronische Krankheiten ist – weit mehr als Zucker. Der Hauptgrund, warum ein Übermaß an LA Krankheiten verursacht, ist, dass es die Mitochondrien daran hindert, gut zu funktionieren. Mitochondrien sind subzelluläre Organellen, die für die Produktion eines Großteils der Zellenergie in Form von ATP verantwortlich sind. Ohne ATP können Ihre Zellen nicht normal funktionieren und sich selbst reparieren. Auch verarbeitete Samenöle können:

  • Schädigung der Zellen, die Ihre Blutgefäße auskleiden
  • Gedächtnisstörungen verursachen und das Risiko der Alzheimer-Krankheit erhöhen (Rapsöl wird mit Alzheimer in Verbindung gebracht)
  • Entzug von Glutathion in der Leber und dadurch Verringerung der antioxidativen Abwehrkräfte
  • Hemmung der Delta-6-Desaturase (Delta-6), eines Enzyms, das an der Umwandlung von kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren in längerkettige Omega-3-Fettsäuren in Ihrer Leber beteiligt ist
  • Ihre Immunfunktion beeinträchtigen und die Sterblichkeit erhöhen
  • Sie machen Ihre Fettzellen insulinempfindlicher und führen so zu Insulinresistenz
  • hemmt Cardiolipin, ein wichtiges Fett in der inneren Membran Ihrer Mitochondrien

Letzten Monat habe ich einen Übersichtsartikel über Linolsäure (LA) bei der Zeitschrift Nutrients eingereicht. Er befindet sich derzeit im Peer-Review-Verfahren. Ich habe auch einen ausführlichen Artikel über LA mit einem umfassenden Video auf meinem Substack veröffentlicht, der recht umfangreich ist. Die Erstellung des Videos hat viele Monate gedauert, um Ihnen zu helfen, dieses komplexe Thema zu verstehen. Der Artikel ist für jedermann kostenlos zu lesen.

Vorsicht! Die meisten Fischölergänzungen sind Müll

Es gibt zwei grundlegende Arten von Fettsäuren, je nachdem, wie viele ihrer Kohlenstoffbindungen mit Wasserstoff gepaart sind: gesättigte Fette und ungesättigte Fette. Ungesättigte Fette werden weiter unterteilt in einfach ungesättigte Fette und PUFAs, je nachdem, wie viele Paare von Wasserstoffatomen ihnen fehlen.

Da Ihr Gewebe hauptsächlich aus gesättigten und einfach ungesättigten Fetten besteht, benötigt Ihr Körper mehr von ihnen als von PUFAs. Die wichtigsten PUFAs in der Nahrung sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die der Körper zwar braucht, aber nur in relativ geringen Mengen.

LA wiederum ist ein Omega-6-Fett, das so weit wie möglich vermieden werden sollte. Es ist von Natur aus in den meisten Lebensmitteln enthalten, so dass es fast unmöglich ist, einen Mangel zu bekommen, wenn man echte Lebensmittel isst. In verarbeiteten Lebensmitteln ist es natürlich reichlich enthalten, so dass man dort garantiert übermäßige Mengen zu sich nimmt. Die meisten Amerikaner nehmen 50 Gramm oder mehr LA pro Tag zu sich, obwohl der Tagesbedarf nur 2 Gramm beträgt.

Omega-3 hingegen ist nicht ohne Weiteres in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten. Es ist nur in fettem Kaltwasserfisch enthalten. Die meisten wissen wahrscheinlich, dass Omega-3 unter anderem für die Herzgesundheit wichtig ist, und Fischöl ist eines der beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt.

Das Problem ist, dass die meisten dieser Nahrungsergänzungsmittel mehr als nur Müll sind. Abgesehen davon, dass die meisten ranzig sind, liegen sie auch nicht in Form von Triglyceriden vor, wie sie im Fisch selbst enthalten sind. Es handelt sich um destillierte synthetische Stoffe in einer Ethylesterform, die in der Natur nicht vorkommt. Ich empfehle daher nicht, die meisten Fischölpräparate einzunehmen. Nehmen Sie stattdessen Omega-3-Fettsäuren aus kleinen fetten Fischen wie Alaska-Lachs, Sardinen und Makrelen aus Wildfang zu sich.

Eine weitere Alternative ist Lebertran. Die Fettsäuren in Lebertran liegen in der natürlichen Form von Triglyceriden vor, so dass er meiner Meinung nach eines der besten Omega-3-Präparate ist. Ich nehme es jeden Tag ein.

Allerdings muss man vorsichtig sein, denn wie bei Fischölergänzungen sind viele Lebertranpräparate bereits ranzig, wenn man die Flasche öffnet. Der Geschmack von Lebertran sollte völlig neutral sein. Sie sollten sich nicht die Nase zuhalten und ihn schlucken müssen. Wenn er schlecht schmeckt oder riecht, ist er ranzig und sollte nicht verwendet werden.

Warum ich meine Meinung über kohlenhydratarme Diäten geändert habe

Eines der grundlegenden Gesundheitskonzepte, das ich auf der Grundlage der Arbeit des verstorbenen Ray Peat und seines Schülers Georgi Dinkov radikal überdenken musste, ist die Vorstellung, dass eine kohlenhydratarme Ernährung langfristig der beste Weg ist, um den Stoffwechsel und die Gesundheit der Mitochondrien zu optimieren.

Heute weiß ich, dass dies ein Irrtum war, und der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass der Körper Glukose benötigt, und wenn man diese nicht zu sich nimmt, fällt man in ein hypoglykämisches Koma und stirbt. Natürlich hat der Körper Schutzmechanismen, um das zu verhindern, und der wichtigste davon ist das Hormon Cortisol.

Im Medizinstudium haben wir gelernt, dass Cortisol ein Glukokortikoid ist. Gluco bedeutet Glukose (Zucker) und Cortico bedeutet, dass es aus der Nebennierenrinde stammt. Es ist auch ein anderes Wort für Steroid. Man hat uns gesagt, dass Cortisol für die Aufrechterhaltung der Glukosehomöostase verantwortlich ist, aber man hat uns glauben lassen, dass sein Hauptzweck in der Entzündung liegt.

Nun, das ist einfach nicht wahr. Cortisol trägt zwar zum Glukosegleichgewicht bei, aber sein Hauptzweck besteht darin, den Blutzuckerspiegel anzuheben, wenn er zu niedrig ist und nicht genügend Glykogenreserven in der Leber vorhanden sind.

Wie wirkt Cortisol?

Aber wie genau erhöht Cortisol Ihren Blutzucker? Indem es Ihre Muskeln, Knochen und Ihr Gehirn abbaut. Es opfert Ihre magere Muskelmasse, um Aminosäuren freizusetzen, die Ihre Leber in einem Prozess namens Glukoneogenese in Glukose umwandelt.

Letztendlich verursacht Cortisol also auch Entzündungen und beeinträchtigt Ihre Immunfunktion. Und es steigert das Verlangen nach Essen. Sie wollen also nicht, dass Ihr Cortisolspiegel erhöht ist. Lange Zeit war ich ein Befürworter einer kohlenhydratarmen Ernährung, aber jetzt weiß ich, dass eine chronisch kohlenhydratarme Ernährung keine gute Idee ist.

Als Brennstoff ist Glukose dem Fett weit überlegen, und das war etwas, was ich einfach falsch verstanden habe. Das Gleiche gilt für das Fasten. Sowohl kohlenhydratarmes Essen als auch Fasten sind kurzfristig großartige Maßnahmen für Übergewichtige und Stoffwechselkranke.

Sobald Sie jedoch Ihre metabolische Flexibilität wiedererlangt haben, ist es wichtig, Ihre Strategie zu revidieren und gesunde Kohlenhydrate wieder hinzuzufügen, da diese Strategien sonst nach hinten losgehen und zu einer verminderten metabolischen Gesundheit, einer beeinträchtigten mitochondrialen Funktion und einem gestörten Stoffwechsel führen.

Cortisol ist zufällig das wichtigste Alterungshormon. Wenn es chronisch erhöht ist, werden Sie einfach vorzeitig sterben, da es hochgradig katabolisch ist, d. h. es baut Ihr Körpergewebe ab. Um im Alter gesund zu bleiben, müssen Sie anabolisch sein und gesundes Gewebe wie Muskeln und Mitochondrien aufbauen. Erhöhtes Cortisol wird diese Bemühungen ernsthaft beeinträchtigen.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen, bevor Sie die Kohlenhydratmenge erhöhen

Es ist also klar, dass Sie alles tun müssen, was Sie können, um Ihren Cortisolspiegel und die chronische Entzündung niedrig zu halten. Aber es wäre auch ein großer Fehler, Ihre Kohlenhydratzufuhr zu erhöhen, wenn Sie sich noch immer fettreich ernähren. Ich habe dieses Experiment Mitte der 80er Jahre durchgeführt, nachdem ich das Buch „Fit for Life“ von Harvey und Marilyn Diamond gelesen hatte.

Sie schlugen vor, zum Frühstück nur Obst zu essen, was ich ausprobierte. Als ich dann meine Laborwerte untersuchte, stellte ich fest, dass meine Nüchterntriglyzeride und Lipoproteinprofile zum Schlechten hin explodiert waren. Ich kam vorschnell zu dem Schluss, dass eine Ernährung mit viel Obst unsinnig sei, und blieb fast vier Jahrzehnte lang relativ kohlenhydratarm.

Das war so lange, bis ich auf die Arbeit von Ray Peat stieß und meinen anfänglichen Eindruck neu überdachte. Jetzt weiß ich, dass ich wichtige Teile der Strategie übersehen hatte. Und jetzt esse ich praktisch jeden Morgen um 5.30 Uhr 3 bis 4 Pfund Wassermelone als erste Mahlzeit, gefolgt von drei Eiern und 8 Unzen weißem Reis und 2 Unzen Ahornsirup ein bis zwei Stunden später.

Das hört sich nach einer Menge Kohlenhydrate an, und das ist es auch. Später am Tag esse ich zusätzlich Obst, und jetzt liegt meine Kohlenhydrataufnahme bei etwa 475 Gramm pro Tag. Sie fragen sich vielleicht, was mit meinem Gewicht und meinem Blutzucker passiert ist, wenn ich so viele Kohlenhydrate zu mir nehme.

Nun, ich dachte, mein Gewicht sei mit 192 gut, da ich meine Muskelmasse erhöht habe, aber es ist um 10 Pfund auf 182 gesunken, ohne dass sich die Muskelmasse verändert hat. Mein Nüchternblutzucker ist um 10 Punkte gesunken. So weit scheint es für mich zu arbeiten.

Der entscheidende Stoffwechselschalter, den Sie verstehen müssen

Dies ist eines der wichtigsten Prinzipien der Ernährungswissenschaft, das ich bis vor kurzem weder gelernt noch verstanden habe. Ich nehme stark an, dass dies auch für die meisten Naturheilkundler gilt. Deshalb habe ich die folgende Abbildung erstellt, um Ihnen zu helfen, dieses wichtige Konzept besser zu verstehen.

Die Grundlegenden Tipps für eine optimale Gesundheit

Kohlenhydratarme Diäten haben mindestens zehn Millionen Menschen geholfen, ihre Gesundheit zu verbessern, und das aus einem sehr guten Grund: Es gibt einen heimlichen Schalter, der steuert, welchen Brennstoff Ihre Mitochondrien verbrennen können, da sie nur einen Brennstoff auf einmal verbrennen können: entweder Fett oder Glukose.

Diese Weiche hat den Namen Randle-Zyklus erhalten, aber es ist hilfreicher, sie sich wie eine Eisenbahnweiche vorzustellen, die die Gleise des Zuges wechselt, und der Zug kann nur auf einem Gleis fahren, nicht auf beiden. Das liegt daran, dass jeweils nur eine Art von Brennstoff verbrannt werden kann.

Im günstigsten Fall verstoffwechseln oder verbrennen Sie Glukose in Ihren Mitochondrien ohne reduktiven Stress (ein Begriff, den ich in meinem kommenden Interview mit Georgi Dinkov erklären werde). Wenn Sie dies tun, werden Sie nur 0,1 % reaktive Sauerstoffspezies (ROS) erzeugen.

Dieser Weg erzeugt nicht nur weniger ROS, sondern ist auch unglaublich effizient bei der Energieerzeugung, da für jedes verstoffwechselte Glukosemolekül 36 bis 38 Adenosintriphosphat (ATP) erzeugt werden. Dabei werden auch metabolisches Wasser und Kohlendioxid erzeugt, die ebenfalls wichtig für Ihre Gesundheit sind.

Damit dies geschieht, müssen Sie, wie in der obigen Abbildung dargestellt, weniger als 30 % Ihrer Kalorien in Form von Fett zu sich nehmen. Wenn Sie deutlich mehr als diese Menge zu sich nehmen, wird in Ihren Mitochondrien auf Fettverbrennung umgeschaltet, und Sie können erst dann wieder Glukose verbrennen, wenn Ihr Fettanteil auf unter 30 % der Kalorien sinkt.

Da die Glukose nicht zur Verbrennung in die Mitochondrien transportiert werden kann, gelangt sie in den Blutkreislauf und erhöht den Blutzucker. Dies ist eine der Hauptursachen für Diabetes. Der geringe Anteil an Glukose, der als Brennstoff verbrannt wird, wird mit Hilfe der Glykolyse verwertet, einem primitiven Stoffwechselweg, den auch Bakterien und Krebszellen nutzen.

Es ist gut, dass es diesen Weg gibt, denn Sie brauchen ihn unbedingt als schnellen Brennstoff, wenn Sie Ihre Muskelfasern vom Typ II aktivieren. Wenn dies jedoch der primäre Weg zur Verbrennung von Glukose ist, befinden Sie sich in einer katastrophalen Stoffwechsellage, da Sie eine Menge Milchsäure als Abfallprodukt anstelle von gesundem CO2 erzeugen und für jedes Glukosemolekül nur zwei ATP erzeugen, was 95 % weniger Energie bedeutet.

Milchsäure erhöht den reduktiven Stress, was zu einem umgekehrten Elektronenfluss in den Mitochondrien führt und reduktiven Stress verursacht, der die ROS auf 3 bis 4 % erhöht, was 30 bis 40 Mal mehr ist, als wenn Glukose effizient in den Mitochondrien verbrannt wird. Wahrscheinlich wissen Sie noch nicht, was reduktiver Stress ist, das Gegenteil von oxidativem Stress, aber ich werde ein Interview mit Georgi zu diesem Thema führen und es später in diesem Monat veröffentlichen.

Warum Milchsäure und CO2 so wichtig sind

Denken Sie daran, dass bei der effizienten Verbrennung von Glukose in Ihren Mitochondrien die Glukose nicht nur in 36 bis 28 ATP umgewandelt wird, sondern dass bei der Abgabe der Elektronen aus der Glukose an den Sauerstoff auch metabolisches Wasser (deuteriumfrei) und – sehr wichtig – Kohlendioxid entsteht.

Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Kohlendioxid ein starker Stimulator der mitochondrialen Biogenese ist, wodurch sich die Anzahl der Mitochondrien erhöht, so dass Sie noch mehr Energie erzeugen können.

Wenn Sie dagegen Glukose in der Glykolyse weit weniger effizient verbrennen, erzeugen Sie nur zwei ATP und statt lebenserhaltendem Kohlendioxid lebensschädliche Milchsäure, die Ihre Mitochondrien abbaut und sie früher sterben lässt.

Aktualisierte Empfehlungen für eine zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme

Ich bin inzwischen der Meinung, dass Fasten für die meisten Menschen keine gute Idee ist, und der Grund dafür liegt darin, dass die meisten Menschen große Mengen an LA in ihrem Körperfett gespeichert haben. Wenn man überschüssiges, schädliches Fett im Körper hat, sollte man auf keinen Fall damit beginnen, es zu verbrennen, denn dadurch werden entzündungsfördernde Moleküle freigesetzt und der Cortisolspiegel steigt, was ebenfalls zu Entzündungen führt.

Ich habe lange Zeit gelehrt, dass eine der Strategien, die viele Menschen gesund macht, die zeitlich begrenzte Ernährung (TRE) ist, bei der man sein Essensfenster komprimiert und alle Mahlzeiten innerhalb einer bestimmten Anzahl von Stunden isst, in der Regel sechs bis acht Stunden pro Tag.

Dies ist nach wie vor eine nützliche Strategie, denn die meisten Menschen, insbesondere die übergewichtigen, essen mehr als 12 Stunden am Tag. Das kann zu einer Stoffwechselkatastrophe führen, aber man sollte sich auch nicht auf eine oder zwei Stunden pro Tag beschränken, denn dann fastet man zu viel.

In der Regel sollte das Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme zwischen acht und 12 Stunden liegen, und Sie sollten die Dauer des Fastens regelmäßig variieren. Vielleicht sollten Sie im Winter etwas kürzer und im Sommer, wenn die Tage länger sind, etwas länger fasten, da Ihr Stoffwechsel auch auf den Hell-Dunkel-Zyklus abgestimmt ist.

Die wichtigste Regel ist, drei oder vier Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen. Sie brauchen jede Nacht sieben bis acht Stunden Schlaf und 10 bis 11 Stunden, in denen Sie nichts essen. Das erreichen Sie automatisch, wenn Sie drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen aufhören zu essen. Das ist also meine überarbeitete TRE-Empfehlung, basierend auf den Auswirkungen auf das Cortisol.

Aktualisierte Kohlenhydrat-Empfehlungen

Aus den oben genannten Gründen habe ich meine eigene Makronährstoffzufuhr überarbeitet. In der Vergangenheit habe ich meine Kohlenhydratzufuhr auf 100 Gramm beschränkt, manchmal sogar auf weniger als 50 Gramm. Jetzt esse ich 450 Gramm Kohlenhydrate pro Tag, d. h. der Großteil meiner Kalorien stammt aus Kohlenhydraten – aber nicht aus irgendwelchen Kohlenhydraten.

Lange Zeit wurde angenommen, dass einfache Kohlenhydrate – Zucker – den Menschen vorzeitig altern lassen, während man glaubte, dass komplexe Kohlenhydrate vorzuziehen sind, da sie das Mikrobiom ernähren. Diese Vorstellung scheint jedoch durch die neuen Erkenntnisse darüber, dass Endotoxine ein großes Problem darstellen, das die Gesundheit Ihres Stoffwechsels sabotiert, auf den Kopf gestellt zu werden. Die besten Kohlenhydrate sind reife Früchte.

Die komplexen Kohlenhydrate, die im Magen nicht verdaut werden, wandern in den Darm, wo sie in der Tat die Bakterien ernähren, aber nachdem die Bakterien wachsen, sich vermehren und absterben, setzen die gramnegativen Bakterien Endotoxin oder LPS (Lipopolysaccharid) frei, das allergische Reaktionen, Organdysfunktionen und sogar Sepsis verstärkt.

Endotoxin katalysiert auch eine Reihe von Stoffwechselreaktionen, die Tryptophan in Ihrem Darm in Serotonin umwandeln. Dies ist ein weiterer Schocker, denn die meisten Menschen denken, dass Serotonin gut ist, aber vor allem höhere Werte sind nicht gut für die Gesundheit. Ein hoher Serotoninspiegel ist nicht erwünscht, denn Serotonin ist ein Antimetabolit.

Das heißt, es unterdrückt die Fähigkeit des Körpers, in den Mitochondrien, in der Elektronentransportkette, Energie zu erzeugen.

Das bioenergetische Modell basiert auf dem Konzept, dass Ihr Körper nach Energie lechzt, und wenn Sie den Brennstoff in die subzellulären Räume wie die Mitochondrien bringen, ihn richtig verbrennen und ATP erzeugen können, dann sind Sie auf dem besten Weg. Ihr Körper wird sich automatisch selbst reparieren.

Vier Wege zur Verbesserung Ihrer metabolischen Gesundheit

Mit diesem Hintergrund können Sie nun verstehen, warum längeres Fasten nach hinten losgehen kann. Wenn Sie nichts essen, ernähren Sie die Bakterien in Ihrem Darm nicht. Es wird also kein Endotoxin produziert. Infolgedessen gehen die Entzündungen zurück, der Cortisolspiegel sinkt deutlich und man fühlt sich besser.

Aber nach ein oder zwei Tagen sind die Glykogenspeicher (Zucker) in Ihrer Leber aufgebraucht. Und weil Sie keine mehr haben, steigt Ihr Cortisolspiegel an und aktiviert die Lipolyse, die die Fettsäuren aus Ihren Fettzellen freisetzt. PUFAs wie LA werden nicht zur Energiegewinnung verbrannt, sondern in Ihren Zellen gespeichert, und wenn Ihre Fettzellen mit LA beladen sind, kann die Lipolyse wirklich verheerende Folgen haben. Die LA muss langsam und vorsichtig freigesetzt werden, und zwar im Laufe der Zeit. Dazu empfehle ich die folgenden vier Strategien:

  1. Erhöhen Sie Ihren NAD+-Spiegel, indem Sie dreimal täglich 50 Milligramm Niacinamid einnehmen.
  2. Optimieren Sie Ihren zirkadianen Rhythmus, indem Sie bei Sonnenuntergang oder kurz danach (im Sommer) zu Bett gehen und bei Sonnenaufgang aufstehen.
  3. Bewegen Sie sich in Maßen. Vermeiden Sie anstrengende und hochintensive Trainingseinheiten, da dadurch LA aus Ihren Zellen freigesetzt wird und Ihr Cortisolspiegel steigt.
  4. Nehmen Sie ein hochwertiges Vitamin-E-Präparat in einer Dosis von 100 bis 150 mg ein. Das spezifische Isomer, das Sie benötigen, ist D-alpha-Tocopherol, die aktive Form. Vermeiden Sie die „DL“-Form. Sie benötigen auch die anderen Tocopherole (Beta-, Gamma- und Delta-Tocopherol) und eine kleine Menge an Tocotrienolen. Vitamin E trägt dazu bei, den negativen Auswirkungen von LA entgegenzuwirken, so dass es, wenn es durch Lipolyse freigesetzt wird, nicht so viel oxidativen Stress verursacht.

Die überraschenden Vorteile von Aspirin

Ich habe meine Ansichten über Aspirin in letzter Zeit geändert und kürzlich einen Artikel darüber geschrieben, warum. Ich vermute nun, dass Aspirin eine Ergänzung sein kann, von der die meisten Menschen profitieren können. Aspirin ist zum Beispiel ein starkes Antilipolytikum, d. h. es verringert den Abbau von PUFAs, die aus den Fettzellen freigesetzt werden. Aspirin:

  • senkt Ihren Cortisolspiegel
  • ist ein Hauptregulator eines Entzündungswegs namens NF kappa B (NF-kB)
  • hilft, Testosteron und Progesteron, zwei der wichtigsten Sexualhormone des Körpers, zu erhöhen
  • erhöht den Stoffwechsel durch Entkopplung der Mitochondrien, was zur Gewichtsabnahme beiträgt. Die Entkopplung der Mitochondrien bedeutet, dass Ihr Körper anstelle von ATP Wärme produziert. Es kommt also nicht zu einer Energieüberlastung und oxidativem Stress, sondern die Energie wird durch die Erzeugung von Wärme freigesetzt.
  • kann das Risiko eines COVID-Todes um 50 % senken
  • senkt Aldosteron, was zur Normalisierung des Blutdrucks beiträgt

Ich nehme jetzt täglich Aspirin. Baby-Aspirin ist eine Möglichkeit, aber ich glaube, eine tägliche Dosis von 325 mg, einmal am Tag, ist für die meisten besser, es sei denn, Sie verwenden es, um ein Gerinnsel zu verhindern, dann ist ein Baby-Aspirin ein- oder zweimal am Tag wahrscheinlich besser. Vermeiden Sie magensaftresistentes Aspirin (mit verzögerter Wirkstofffreisetzung), da diese fragwürdige Zusatzstoffe enthalten. Suchen Sie stattdessen nach solchen, die nur Aspirin und Maisstärke enthalten (in diesem Fall ist die Menge der Maisstärke nicht von Belang, da es sich um winzige Mengen handelt).

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Quellen:

Neuer Ampel-Irrsinn: Renten-Pläne lassen Beiträge explodieren!

Neuer Ampel-Irrsinn: Renten-Pläne lassen Beiträge explodieren!

Neuer Ampel-Irrsinn: Renten-Pläne lassen Beiträge explodieren!

Das neue Rentenpaket der Ampel mit einer schuldenfinanzierten, zusätzlichen „Aktien-Rente“ wird die Beiträge in den kommenden Jahren explodieren lassen! Die Kritik reißt nicht ab.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) haben ihre Pläne für eine Aktienrente vorgestellt. Demnach soll bis 2035 ein schuldenfinanzierter Kapitalstock von 200 Milliarden Euro aufgebaut werden; das Geld soll in Aktien und Fonds angelegt werden. 

Ab 2036 sollen jährlich zehn Milliarden Euro erwirtschaftet und so die Rentenversicherung entlastet werden. Auf lange Sicht will die Regierung so ein Rentenniveau von 48 Prozent garantieren. 

Zwar dürften vor allem Neu-Rentner aus den sogenannten „Baby-Boomer“-Jahrgängen zunächst profitieren – aber nur unter der Annahme, dass Aktien immer weiter steigen und entsprechende Renditen abwerfen. Unterm Strich aber füge sich das Rentenpaket in die sattsam bekannte Reihe von Murks-Gesetzen der Ampel ein, kritisieren Experten.

Das bedeutet die Reform für Arbeitnehmer

Denn schon jetzt ist klar: Die Beiträge an die Rentenkasse werden zur Finanzierung des neuen Ampel-Irrsinns massiv steigen! Aktuell liegt der Satz bei 18,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die Hälfte. 

Im Jahr 2028 soll dieser Beitrag auf 20 Prozent steigen. 2030 auf 20,6 Prozent, ab 2035 dann bei 22,3 Prozent liegen.

Für einen Beschäftigten mit 2.000 Euro Monatsbrutto bedeutet das: Statt aktuell 186 Euro Rentenbeitrag pro Monat werden dann 224 Euro fällig. Ein Plus von 38 Euro!

Bei einem Arbeitnehmer mit 3.000 Euro Monatsbrutto sind es statt 279 Euro dann 336 Euro pro Monat. Ein sattes Plus um 57 Euro/Monat!

So stark steigen demnach die Beiträge (Lohn/Gehalt/ Beitrag ab 2028/ Beitrag ab 2035):

2.000 € 186 € 200 € 224 €

3.000 € 279 € 300 € 336 €

4.000 € 372 € 400 € 448 €

5.000 € 490 € 500 € 560 €

6.000 € 558 € 600 € 672 €

7.000 € 651 € 700 € 784 €

FAZIT: Murks, mehr Murks, Ampel! 

Und nur mal so zur Erinnerung: Rund 50 Milliarden Euro jährlich lässt sich der Staat (Steuerzahler) die illegale Massenmigration jährlich kosten. Der angestrebte Kapitalstock für die Rente könnte theoretisch in vier Jahren angespart sein – ganz OHNE neue Schulden und Beitragserhöhungen!

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Jetzt kritisiert sogar Pfizer Karl Lauterbach: Unwissenschaftliches Vorgehen, das Vertrauen untergräbt

Jetzt kritisiert sogar Pfizer Karl Lauterbach: Unwissenschaftliches Vorgehen, das Vertrauen untergräbt

Jetzt kritisiert sogar Pfizer Karl Lauterbach: Unwissenschaftliches Vorgehen, das Vertrauen untergräbt

Karl Lauterbach müsste für den Pharmariesen Pfizer eigentlich ein absoluter Glücksfall sein, denn er hat dessen Produkte in der „Pandemie“ unters Volk gebracht wie kaum ein anderer. Doch allmählich wird es den Verantwortlichen bei Pfizer zu bunt: Weil das Bundesgesundheitsministerium nicht nur Impfstoffe, sondern auch Medikamente in unfassbaren Mengen anschaffte, die schlussendlich keine Abnehmer fanden, soll nun abermals das Haltbarkeitsdatum von Paxlovid verlängert werden. In einem Schreiben von Pfizer wird angeprangert, dass es dafür keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gebe – und dass auf diese Weise das Vertrauen der Menschen nicht nur in das Produkt, sondern auch die Zulassungsverfahren untergraben werde.

Die „Welt“ berichtete zuerst hinter der Bezahlschranke über die Kritik an Lauterbachs Ministerium, inzwischen hat Tim Röhn das fragliche Schreiben auf X veröffentlicht. Dort drückt man seine Besorgnis darüber aus, dass das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die einseitige Verlängerung der Haltbarkeitsdauer des Medikaments Paxlovid prüfen.

Man habe die ursprünglich 12-monatige Haltbarkeitsdauer des Medikaments in der „Pandemie“ aufgrund der „Notfallsituation“ in Zusammenarbeit mit der EMA auf 24 Monate verlängert, um die Versorgung sicherzustellen. Das erfolgte ohne Echtzeit-Stabilitätsdaten. Nun habe man nach einer umfangreichen Bewertung zu einer möglichen neuerlichen Verlängerung festgestellt, dass es weder in Deutschland noch in anderen Ländern wissenschaftliche Erkenntnisse gebe, die eine Verlängerung der Haltbarkeit über 24 Monate hinaus unterstützen.

An dieser Stelle wird es brisant: Pfizer schreibt, dass die Verwendung abgelaufener Bestände nicht nur das Vertrauen in das Produkt, sondern auch in die etablierten Zulassungsverfahren untergrabe. Schon jetzt erhalte man viele besorgte Anfragen von Ärzten, Apothekern und Patienten. Pfizer als Zulassungsinhaber sei allein in der Verantwortung, Änderungsverfahren zur Verlängerung der Haltbarkeitsdauer einzuleiten. Diese regulatorische Praxis einzuhalten sei aus Sicht Pfizers elementar.

Außerdem weist man darauf hin, dass die Versorgung mit Paxlovid gesichert ist. Auf die Verwendung alter Bestände ist also niemand angewiesen.

Für Karl Lauterbach und sein Ministerium ist das eine schallende Ohrfeige. Seine Corona-Politik wird aufseiten der Bürger nicht mit Gesundheitsschutz assoziiert, sondern mit hochgradig schädlichen Restriktionen und massiver Steuergeldverschwendung – laut „Welt“ müssen Paxlovid-Bestände im dreistelligen Millionenwert vernichtet werden. Dass nun auch Pfizer feststellt, dass das beliebige Eingreifen in regulatorische Prozesse das Vertrauen der Menschen zerstört, ist bezeichnend. Lauterbach bescherte dem Unternehmen Milliardenprofite – doch auch bei Pfizer muss man an die Zukunft und an die Wahrnehmung der Patienten (sprich: Kunden) denken. Das Vertrauen in Gesundheitsinstitutionen und Pharmaunternehmen ist nach der Corona-Krise auf einem Tiefpunkt angelangt.