Kategorie: Nachrichten
Was kann weiter „rechts“ sein als deutsche Panzer, die wieder auf Russen schießen?
Die französische Regierung sei im Streit mit den Landwirten eingeknickt, lauteten am Wochenende die Meldungen. Allerdings wäre ein französischer Alleingang ohne die Zustimmung der EU-Kommission gar nicht möglich. Denn Regierungen und Parlamente haben in vielen Bereichen in entscheidenden Fragen für das Wohl des eigenen Volks an die EU abgetreten.
Von Rainer Rupp
Zwei der wichtigsten französischen Landwirtschaftsgewerkschaften haben am Donnerstag letzter Woche dafür gestimmt, die Proteste auszusetzen und die Straßenblockaden im ganzen Land aufzuheben. Das geschah, nachdem die Regierung Maßnahmen angekündigt hatte, die von den Gewerkschaften als „handfeste Fortschritte“ gegenüber den Forderungen der Landwirte bezeichnet wurden. Eine andere Frage ist es, ob diese tatsächlich ein Ende der massiven französischen Revolten gegen die beiden Hauptprobleme der Landwirte in der gesamten EU bedeutet.
Das erste große Problem sind die „klimaorientierten“, grün-ideologischen Initiativen der EU, die die Fundamente der wirtschaftlichen Existenz der kleinen und mittelgroßen Landwirte in der Europäischen Union untergraben. Das zweite akute Problem für die Landwirte finden wir im zollfreien und massenhaften Export landwirtschaftlicher Produkte aus dem Nicht-EU-Land Ukraine in die EU.
Ampel-Totalangriff auf Opposition und Demokratie

Die “wehrhafte Demokratie” mit der die Ampel nun gegen Rechtsextremismus vorgehen will, dürfte eigentlich ein wilder Angriff auf die Demokratie und die Opposition sein. Deutschland steht vor einer weiteren autoritären Zuspitzung. Die 13 Punkte von Nancy Faeser, die am Dienstag vorgestellt worden sind, lesen sich wie aus einem dystopischen Roman. Der Mund bleibt einem offen, […]
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Kubicki: Demokratiefördergesetz ist „Gefahr für die Demokratie“
Frankreichs Deeskalierungsplan stößt bei der Hisbollah auf Widerstand
Die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah riskiert einen für den Libanon katastrophalen Krieg mit Israel. Französische Pläne zur Deeskalation der Lage stoßen dort nämlich auf Widerstand. Dabei könnte das kleine Land israelischen Gegenangriffen nichts entgegensetzen. Auch hier steht das Leben von Millionen Menschen auf dem Spiel.
Frankreich hat einen Plan vorgeschlagen, um den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Süden des Libanons zu deeskalieren. Der Plan sieht vor, dass die Hisbollah ihre Kämpfer 10 km von der Grenze entfernt, was Verhandlungen über eine Pufferzone zwischen dem Libanon und Israel ermöglichen würde. Diese Verhandlungen sollen 10 Tage nach dem Rückzug der Hisbollah beginnen. Das ultimative Ziel ist eine Waffenruhe basierend auf einer Deeskalationszone, die sich 30 km von der Grenze bis zum Litani-Fluss erstreckt, ähnlich dem Friedensplan von 2006. Das Dokument warnt davor, dass der Konflikt außer Kontrolle geraten könnte, und fordert eine potenzielle Waffenruhe unter bestimmten Bedingungen sowie die Festlegung von entmilitarisiertem Land zwischen den Seiten.
Das ultimative Ziel, so der Vorschlag, wäre es, eine Waffenruhe auf der Grundlage einer Deeskalationszone zu erreichen, die sich 30 km von der Grenze bis zum Litani-Fluss erstreckt, basierend auf dem ähnlichen Friedensplan von 2006, der den Krieg damals beendete. Das Dokument betont, dass dieser Konflikt „Gefahr läuft, außer Kontrolle zu geraten“, während es die Umsetzung „einer potenziellen Waffenruhe, wenn die Bedingungen stimmen“ fordert und die Festlegung von entmilitarisiertem Land zwischen den beiden Seiten verlangt.
Hassan Nasrallah, der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, beklagte die internationalen Delegationen, die in den letzten Wochen nach Libanon kamen, um die Situation zu beruhigen, und sagte, dass sie nur daran interessiert seien, Israel zu schützen, und sich weigerten, auf die Forderungen der Hisbollah einzugehen. „Die Front im Südlibanon ist eine Front der Unterstützung, Hilfe, Solidarität und Teilnahme an der Schwächung des israelischen Feindes, bis er davon überzeugt ist, dass er seine Aggression stoppen muss“, schwor der Hisbollah-Führer, der als proiranisch gilt. „Diese Front wird nur aufhören, wenn die Aggression gegen Gaza innerhalb einer Vereinbarung mit dem palästinensischen Widerstand stoppt.“ Nasrallah betonte: „Der Libanon befindet sich in einer starken und proaktiven Position.“ Er warnte auch davor, dass Millionen israelische Siedler im Norden Israels vertrieben werden könnten.
Allerdings besitzt der Libanon nicht die militärischen Mittel, um im Falle eines ausgewachsenen Konflikts mit Israel sich gegen umfangreiche Luftangriffe zu verteidigen. Die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah, die auch seit Jahren Teil der libanesischen Regierung ist, würde mit einer Eskalation der Lage in Nordisrael damit das ganze Land in Gefahr bringen. Da der Libanon nicht über eine funktionierende Luftraumverteidigung verfügt, könnte die israelische Luftwaffe das kleine Land mit Bombenteppichen übersäen und für unzählige Todesopfer sorgen.
Fasching: Steuergeld-gefördertes Institut will nicht, dass Mädchen als Prinzessinnen gehen
Einst stand Fasching für Spaß. Jeder konnte sein, wer er sein wollte. Inzwischen sind Faschingskostüme zu einer heiklen Sache geworden, denn heutzutage müssen diese kultursensibel, diskriminierungsfrei und vorurteilsbewusst sein. Laut den Benimm-Regeln des Instituts für Situationsansatz, über die in der Elternschaft Berliner Schulen diskutiert wird, sind nun auch „geschlechtsstereotype“ Kostüme unerwünscht. Auch die fünfte Jahreszeit wird immer mehr der „Political Correctness“ unterworfen – die Freiheit der Narren wird beschnitten.
Der Text, über den in der Elternschaft Berliner Schulen gestritten wird, trägt den Titel „KiDs aktuell -Fasching vorurteilsbewusst feiern“. Dieser wurde im Jahr 2016 vom Institut für Situationsansatz herausgegeben. KiDs gehört zur Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung am Institut für den Situationsansatz (ISTA) und wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.
Die Verfasser sprechen sich in dem Text gegen „Verkleidungen, die rassistische, kulturalisierende oder geschlechtsstereotype Bilder bedienen“ aus. Dies wird damit begründet, dass „der Druck auf Kinder, sich eindeutig als Junge oder Mädchen zu definieren und dies durch entsprechendes Aussehen und Verhalten zu unterstreichen“, hoch ist. Dies würde sich an Fasching zeigen, denn in jedem Kostüm würde auch ein Persönlichkeitsprofil stecken: „hübsch, niedlich, hilflos die einen; draufgängerisch, furchtlos, stets kampfbereit die anderen“, heißt es in dem Text. Es würde dabei nur ein Aspekt in den Vordergrund gestellt, wird kritisiert.
Dann kommt die Empfehlung: „Dabei könnte gerade Fasching so viele Möglichkeiten bieten, sich in verschiedenen Aspekten der Persönlichkeit auszuprobieren! Das ist gut für Kinder, die sich in der ihnen
zugeschriebenen Geschlechterrolle unwohl fühlen, und eröffnet auch allen anderen Spielräume. Dass es Piratinnen und Meerjungmänner geben kann, braucht manchmal eine Ermutigung durch Erwachsene“.
Wir leben in Absurdistan: Selbst der Faschingsspaß soll politisch korrekten Vorgaben folgen. Im Fokus steht nicht mehr die Freude am Verkleiden für die Kleinen, sondern das Gender-Gaga der woken Erwachsenen. Wie viele Kinder, denen niemals die Regenbogen-Agenda aufgedrängt wurde, leiden wohl unter ihrem biologischen Geschlecht und fühlen sich von Prinzessinnenkleidern getriggert?
Zehntausende „Covid-Todesfälle“ auf medizinische Interventionen zurückzuführen?

Im Jahr 2020 wurde alles unternommen, um Covid-Todesfälle zu „erzeugen“. Die harmloseste Variante war alle Todesfälle innerhalb 28 Tagen nach positiven Test Covid zuzuschreiben unabhängig von der Todesursache. Die zweite Methode war die bisher übliche und erfolgreiche Behandlung von bakteriellen Ko-Infektionen mit Antibiotika zu verhindern und zu verbieten. Eine neue Studie zeigt, dass Zehntausende älterer […]
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WHO kooperiert mit Strafverfolgungsbehörden

Der Bericht der WHO über Covid-19-Desinformation wurde gemeinsam mit Interpol und dem UN-Büro für Terrorismusbekämpfung angefertigt. Man muss mit etwas Grundsätzlichem beginnen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte sich eigentlich mit der Gesundheit der Menschen beschäftigen. Das wäre eigentlich ihre Aufgabe. Aber (jedoch wohl nicht nur), nachdem die Vereinten Nationen seit Jahren die „Desinformation“ als gefährlichste Gefahr […]
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Auf dem Weg in die Ochlokratie

Von RAINER K. KÄMPF | Nancy Faeser wird bald „Früherkennungseinheiten“ gegen Rechtsextremismus aufbauen. Abgesehen von der Tatsache, dass diese unsägliche Absicht von einer Frau geäußert wird, die leider Bundesinnenministerin ist, beschleicht mich ein Gefühl von Furcht, wenn ich lese, dass in inniger Vertrautheit die Chefs des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, und des Bundeskriminalamts, Holger […]
JETZT LIVE: Politischer Aschermittwoch der AfD in Osterhofen

Die AfD feiert heute ab 10 Uhr den politischen Aschermittwoch im niederbayerischen Osterhofen. Mit dabei sind unter anderem der Europawahl-Spitzenkandidat Dr. Maximilian Krah, der stellvertretende AfD-Bundessprecher Stephan Brandner, der Landesvorsitzende der AfD Bayern, Stephan Protschka, die Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag Bayern, Katrin Ebner-Steiner, und viele weitere. Like
Der nukleare Elefant im nahöstlichen Raum: Israels „Samson-Option“
Der Mangel an Weitsicht der USA, ihr mordendes Sorgenkind Israel in die Kunst der Deeskalation einzuweisen, wird täglich klarer. Wie immer, hilft Kontext. Israel ist nämlich eine Atommacht, die im Geheimen entstand, auch dank der Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist nicht nur für Gaza entscheidend.
Von Elem Chintsky
Der preisgekrönte US-Investigativjournalist Seymour Hersh rückte jüngst mit seinen Enthüllungen zu den Umständen der Sprengung der russisch-deutschen Energie-Infrastruktur Nord Stream 2 wieder in den Vordergrund. Auch zum Stellvertreterkrieg der NATO und der USA gegen Russland in der Ukraine leistete der zivile Ermittler Aufklärungsarbeit. In Deutschland fand beides weder in der Scholz-Regierung noch in den gleichgeschalteten Massenmedien großen Anklang. Zum Beispiel sind laut Hersh hauptsächlich die US-Geheimdienste für den Angriff auf die Ostsee-Erdgas-Pipelines verantwortlich: in der BRD dagegen ist diese illustre Indizienmappe vollkommen irrelevant und didaktisch unzugänglich – disqualifiziert für einen deutschen Diskurs.
Hersh war aber seit vielen Jahrzehnten bereits ein nicht genehmer Journalist: Der heute erfahrene Veteran seiner Zunft legte US-amerikanische Gräueltaten während des Vietnam-Krieges (1968), inländische Spionageprogramme der CIA (1967-1974) gegen die eigenen Bürger und die extremem Menschenrechtsverletzungen des US-Militärs im Irak 2004 offen.
Tatsächlich ist aber Hershs umfangreichste, bedeutendste und weitreichendste Enthüllung die, welche er 1991 gemacht hat. Gleichzeitig ist sie die am wenigsten bekannte: die sogenannte „Samson-Option“. Die Rede ist von Israels Atomwaffen-Arsenal, welches seit spätestens den 1960er Jahren durch die Hintertür entwickelt, getestet und kuratiert wurde. Die Gönner dieser Prozesse waren die USA. Einige stichhaltige Indizien weisen sogar darauf hin, dass die Gründung des modernen Judenstaates im Jahr 1948 eine Atomwaffen-Fähigkeit bereits vorsah. Zumindest waren der erste Ministerpräsident Israels, David Ben-Gurion, und einer der Wissenschaftler und Urväter der „israelischen Bombe“, Ernst David Bergmann, darauf fixiert, Israel als Atommacht aus der Taufe zu heben. Deren Ratio war noch nachvollziehbar: einen weiteren Holocaust an den Juden mit allen Mitteln zu verhindern. Ob man den potenziellen Gründungsvätern eines letztendlich nicht entstandenen palästinensischen Staates, der damals ja von der UNO definitiv in Aussicht gestellt worden war, dieselben nuklearen Zugeständnisse machte, bleibt ausgesprochen fraglich bis absurd. Allein an dieser extremen Favorisierung der Angelsachsen gegenüber den Israelis ist eine von Anfang an unaufrichtige und bösartige und verschleierte Absichtserklärung gegen Iran wie die arabische Welt zu erkennen.
Hersh stärkte seine These, indem er die konkrete Strategie der US-Außenpolitik dazu skizzierte: nach außen täuschte man in Washington, D.C. Ignoranz oder Unwissen über Israels Nuklearwaffenprogramm vor, wobei indirekt aber volle Unterstützung geleistet wurde. Die US-Amerikaner antizipierten bis dahin keine Nachteile für sich. Einige Jahre später – besonders während des Jom-Kippur-Kriegs 1973 Israels gegen Ägypten und Syrien – sah man in Tel Aviv, dass die US-Amerikaner begannen, ihre Hilfe zu verweigern. Die Israelis korrigierten diesen US-Unmut, indem sie auf „nukleare Erpressung“ schalteten. Demnach drohte Israel den USA, die akquirierten Atomwaffen gegen seine arabischen Feinde einzusetzen. Die Hilfe der USA – vertreten damals durch den US-Präsidenten Richard Nixon und dessen Außenminister Henry Kissinger – war kurz darauf, quasi augenblicklich wieder gesichert.
Im Fall des US-amerikanischen Nachrichtendienst-Analytikers Jonathan Pollard, der als Spion für Israel sehr sensible US-Staatsgeheimnisse an Israel weitergab, griff die US-Führung jedoch durch. Pollard wurde verurteilt und saß in den Jahren 1987 bis 2020 eine „lebenslange“ Gefängnisstrafe ab. In seinem Buch von 1991 behauptete Hersh, dass Pollards auch Nukleartechnologie betreffende Dokumente schlussendlich den israelischen Premierminister Jitzchak Rabin erreicht haben sollen. Rabin soll diese Geheimdienstdaten an die Sowjetunion weitergegeben haben, was der Regierungschef später vehement bestritt.
Wie die USA ihren Jonathan Pollard ertragen mussten, so hatte Israel einen Mann namens Mordechai Vanunu, der ein israelischer Nukleartechniker mit schwerem Gewissen war. Anders als Pollard, hat Vanunu 1986 als Whistleblower Beweise für Israels Atomwaffenfähigkeit an mehrere große britische Zeitungen weitergegeben. Noch bevor Vanunu die Publikation seiner Enthüllungen in Freiheit erleben durfte, wurde er vom Mossad entführt und für 18 Jahre eingesperrt – 11 davon in Isolationshaft. Der Inhaber einiger der britischen Zeitungen, an die sich Vanunu gewandt hatte, war der britische Medien-Tycoon Robert Maxwell. Er war es, der den israelischen Mossad über Vanunus Verrat in Kenntnis setzte. Hersh erwähnte diesen Sachverhalt, weshalb Maxwell eine Verleumdungsklage gegen Hersh einreichte. Wie der seltsame Zufall es in solchen Situationen stets fordert, verunglückte Maxwell nur zwei Wochen nach dem Erscheinen des Buches. Er war der Vater der 2021 verurteilten Sexualstraftäterin Ghislaine Maxwell, welche wiederum die rechte Hand des 2019 „durch Selbstmord“ im Gefängnis verunglückten, zuvor bereits einmal verurteilten Sexualstraftäters und Promi-affinen Investmentbankers Jeffrey Epstein war. Epstein wiederum wird postum vermehrt eine intime Liaison mit den Geheimdiensten der USA, aber besonders mit den israelischen Geheimdiensten nachgesagt – wohl, weil Epsteins menschenverachtende Dienstleistungen allzu sehr in den Modus Operandi der Erpressung, Kompromittierung und politischen Lenkung reicher und mächtiger Personen weltweit passen.
Zurück in die bilaterale Geschichte der USA und Israels, hatte die Eisenhower-Regierung faktisch noch bis Ende 1960 einen letzten bemühten Versuch unternommen, Israel der völkerrechtlichen Transparenz halber zur öffentlichen Anerkennung seiner nuklearen Ambitionen zu zwingen – allerdings vergeblich. Ganz im Gegenteil: Israel begann eine mit höchster Geheimhaltungsstufe versehene, unterirdische Nuklearanlage in der Negev-Wüste zu betreiben. Dort begannen die Wissenschaftler in den späten 1960ern mit der Herstellung von neuen Atomsprengköpfen.
Dank Hersh ist man seit über drei Dekaden imstande zu wissen, dass die Israelis im Jahr 1979 einen Atombombentest im Süd-Atlantik gemacht haben – und zwar in enger, bilateraler Zusammenarbeit mit Südafrika. Dieses mysteriöse „Aufblitzen“ im Ozean sorgte noch Jahre später für Verwirrung und Sorge. Auch ist die Nebensächlichkeit eine Erwähnung wert, dass Südafrika, wo fast ein halbes Jahrhundert Apartheid herrschte (1948–1994), von Israel 1979 so gerne und willig zu einem streng geheimen Atombombentest eingeladen wurde. Die Affinität zur Apartheid, welche Rassentrennung als Grundprinzip soziokultureller Organisation durchsetzt – fällt Israel heutzutage schwerer abzuschütteln als jemals zuvor. Allzu überwältigend ist auch hier die Beweislage.
Da Israel ein vermeintlich nicht militärisches Kernforschungszentrum in seiner Stadt Dimona betrieb (heute das „Schimon-Peres-Kernforschungszentrum im Negev“), wurden US-Inspekteure getäuscht, indem man extra für diese Inspektionen einen falschen Kontrollraum im Atomreaktor des Zentrums einrichtete – alles, um den falschen Eindruck zu vermitteln, die Anlage diene ausschließlich der friedlichen Forschung. Schon im Jahr 1969 wurden diese US-Inspektionen eingestellt. Dieser Bedarf an Täuschung und Irreführung deutet darauf hin, dass Israel von den USA einige Begrenzungen gesetzt bekommen hatte, wie weit es bei der Entwicklung seines Atomwaffenarsenals gehen dürfe.
Hersh schilderte in seinem Exposé außerdem, wie der US-amerikanische Geheimdienst schlussendlich in der Lage war zu erfahren, was Israel in Dimona wirklich tat. Da aber geradezu von vornherein evident war, dass eine Weitergabe solcher Informationen an das Weiße Haus – oder an die damals noch halbwegs freie Presse – für niemanden von Vorteil sein würde, verzögerte sich die Offenbarung um viele weitere Jahre.
Die gefährlichen Parallelen in der Regierungsgeschichte Israels helfen, das heutige Machtparadigma mit mehr Dringlichkeit zu betrachten. Denn der rechtsnationale Ministerpräsident Israels Menachem Begin (von 1977 bis 1983) war einer der Gründerväter der extremistischen Cherut-Partei, und die ordneten seit Anbeginn gemäßigte Zionisten wie Hannah Arendt und Albert Einstein als angeblich „nazistisch“ ein. Die Cherut-Partei war ein Vorläufer des Likud, welcher eben aus einem Parteienzusammenschluss 1988 hervorging und auch Benjamin Netanjahu zu einer intensiven und erfolgreichen politischen Karriere verhalf – einer Karriere, die sich gerade jetzt in dramatischer Kulmination befindet. Als Begin im Jahr 1977 die Macht übernahm, war seine Regierung der „Samson-Option“ ideologisch und militärpolitisch viel stärker verpflichtet, als es seine gemäßigten Konkurrenten aus der israelischen Arbeitspartei waren. Laut Hershs Ausführungen war bei Begin und seinem Umfeld stets die Rede davon, neben der Fähigkeit eines nuklearen Erst- und Zweitschlags auch „die israelische Macht zu nutzen, um die politische Landkarte des Nahen Ostens neu zu zeichnen“. Die Karte der „Machtprojektion“, welche Benjamin Netanjahu wenige Wochen vor dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 bei der UNO hochhielt, ist die beste Illustration dieses extremistischen Credos von Begin, welches Netanjahu wie eine leuchtende Fackel weiterträgt: Auf ihr ist Palästina – über ein zynisch umgekehrtes „Vom Fluss bis zum Meer“ – in keinem Fragment mehr zu finden.
Diese radikale außenpolitische Strategie des heutigen Staates Israel wurde nach dem übermenschlich starken Israeliten Samson aus der Bibel benannt, der sein Volk mit physischer Stärke einige Male vor den Philistern bewahrte – die damalig größten Widersacher der Israeliten in dieser Region. Durch Verrat kam der israelitische Richter Samson dennoch bei den Philistern in Gefangenschaft. Im heidnischen Tempel der Philister für Dagān (hebräisch Dagon) riss der gefesselte Samson in einem letzten Kraftakt die zwei großen Säulen auseinander – womit er sich und Tausende von Philistern im kollabierenden Tempel tötete. Die moderne Deutung lautet, dass die Israelis ihre feindlichen Nachbarn mit Nuklearschlägen vernichten werden, sofern eine zu große Gefahr von ihnen ausgeht – auch wenn das hieße, sich selbst in den sicheren Abgrund hineinzuziehen. Diese „Option Samsons“, über der Israel brütet, muss mit großer Dringlichkeit in den Umlauf der oberflächlichen Systemmedien des Westens geraten – überall dort, wo Lippenbekenntnisse über eine vermeintliche Diskussion des Gaza-Krieges und „möglicher Eskalationen“, ausgeweitet in den Nahen Osten, geführt werden. Bleibt die „Samson-Option“ verschwiegen, sind jegliche Debatten nur Zeitverschwendung.
Hersh zitiert in seinem Buch auf Seite 289 den israelischen General, Berufspolitiker und späteren Premierminister (2001–2006) Ariel Scharon, der zum Zeitpunkt der Aussage, Verteidigungsminister Israels war: „Wir sind viel wichtiger, als (die US-Amerikaner) denken. Wir können den Nahen Osten mit uns nehmen, wann auch immer wir gehen.“ Damit meinte Scharon wohl, „… mit uns [in den nuklearen Holocaust] nehmen“.
Ein anderer „hoher israelischer Staatsbediensteter“ wird von Hersh auf Seite 42 anonym folgendermaßen wiedergegeben: „Wir können uns noch an den Geruch von Auschwitz und Treblinka erinnern. Nächstes Mal werden wir euch alle mitnehmen.“
Ist womöglich die von Hersh offengelegte israelische „Samson-Option“ vom Anfang der 1990er Jahre in dem kosmetischen Freudengesang und den „Oden an die Liebe zu den USA“ über den ruhmreichen Sieg der „freien Welt“ über die Sowjetunion untergegangen? Die am 11. September 1990 eingeleitete, unipolare und von den US-Amerikanern dominierte Weltordnung sah vor, dass auch das „jüdische Jahrhundert“ – wie es der in der Sowjetunion als Juri Lwowitsch Sljoskin geborene US-Historiker Yuri Slezkine 2004 erforschte – im 21. Jahrhundert mit einer US-zugesicherten „Carte blanche“ für den Staat Israel seine narrenfreie, nukleare Fortsetzung nehmen würde. Bis heute ist die genaue Beschaffenheit von Israels Atomwaffenarsenal nicht bekannt – ungefähr 80 bis 400 Nuklearsprengköpfe sollen aber einsatzbereit sein. Das trotzige Land hat den Atomwaffensperrvertrag niemals unterzeichnet – der Grund: „Es entspricht nicht unseren Sicherheitsinteressen“. Hoffentlich werden Scholz und Baerbock beim nächsten Mal, wenn Netanjahu bei der UN-Generalversammlung eine Kindergarten-Zeichnung von einer „nuklearen Zeitbombe“ betreffend Iran in die Kamera hält, ihre Stimmen zum Protest erheben. Verlassen kann man sich darauf jedoch nicht.
Scheint es nicht zeitgemäß und vernünftig, dass vor dem Anbruch einer multipolaren Ordnung diese zionistisch-ethnozentrische Option mit einer friedensstiftenden Mahnung rechtzeitig das öffentliche Bewusstsein des Westens erreicht? Eher dafür – statt für das Abkühlen lauwarmer Luft – hätten „mehr als 200.000 Menschen“ in Berlin vor dem Reichstagsgebäude demonstrieren müssen. Multipolarität wird entweder über einen großen, tragischen Krieg oder über eine vernünftige, kooperative, kompromissbereite und rationale Umverteilung der hegemonialen Verantwortung und ihrer konstruktiven Dezentralisierung erreicht. Die spekulative Mutmaßung der Stunde lautet, dass trotz der in Torschlusspanik hochkochenden Kriegshetze der noch erhabenen NATO-Propagandisten die meisten einfachen Menschen immer noch die zweite Option bevorzugen würden.
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Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.
Diktatur-Vorstufe Deutschland: Linke Innenministerin will Strafen für Verhöhnung des Staates
Die gegenwärtige Regierung ist eine der schlimmsten Prüfungen, welche die Menschen in Deutschland je erdulden mussten. Und sie hat Potential und Willen, noch viel mehr Leid und Schaden anzurichten. Die von manchen Kritikern auch als dem Linksextremismus zugeneigt bezeichnete Innenministerin Faeser möchte nun Strafen für die „Verhöhnung des Staates“ einführen. Dies entspricht der Rechtslage totalitärer Monarchien, Bananenrepubliken mit Militärjunta oder eben einer Diktatur. Der Bürger ist für Faeser und ihre Kumpanen wohl nur ein lästiger Untertan, den es klein zu halten und zu bekämpfen gilt.
Ein Kommentar von Willi Huber
„Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“. Ein Zitat, das (möglicherweise fälschlich) Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben wird. Wenn der große Meister der Worte geahnt hätte, was dereinst aus Deutschland wird, er würde im Grab immer schneller rotieren und als Supernova explodieren.
Bei einer Pressekonferenz in Berlin erklärte Faeser am 13. Februar ihre große Freude über die Staatsdemonstrationen „gegen Rechts“. Auch diese sind ein Zeichen für einen autoritären Staat am Weg in die Diktatur. Faeser und ihre Helfershelfer bezeichnen alle Menschen als rechts bis rechtsextrem, die sich ihrer Meinung nicht vollständig unterwerfen. Widerspruch und Fragen sind nicht vorgesehen, der Faeser-Staat diktiert, das Volk hat zu gehorchen.
Wer nicht gehorchen will, soll in Zukunft auch fühlen. Gemeint ist eine Gesetzgebung, die bereits aus der DDR bekannt war. Faeser will wörtlich ihre Art von Gesellschaft „gegen ihre Feinde verteidigen“. Die Wortwahl spricht Bände, von Versöhnung und Brückenbau keine Spur. Diese verbitterte Person will den Krieg des Staates gegen die Bürger, denn nichts anderes möchte man, wenn man von „Feinden“ spricht. Der Kontrast zu ihren Kritikern, die von einer Menschheitsfamilie ausgeht, die im Frieden miteinander auskommen will – ja sogar muss – könnte nicht größer sein.
Faeser setzt dabei auf Polizeistaat, Überwachung, Zensur und Denunziation. All das sind Dinge, die aus zwei Diktaturen auf deutschem Boden in den letzten 100 Jahren sattsam bekannt sind. „Die Deutschen“ haben aus ihrer Geschichte offenbar nichts gelernt, wenn sie wieder zu Mitteln zurückkehren, die in einer wahrhaft offenen, pluralistischen und vor allem demokratischen Gesellschaft nichts verloren haben.
Die so genannten „Rechtsextremisten“ sind zumeist Mitbürger, die auf Menschen- und Grundrechten beharren. Dafür werden sie von Faeser und ihren Bütteln verfolgt, kriminalisiert und unterdrückt. Und all diese Maßnahmen sollen in Hinkunft noch verschärft werden. Wer dieses Deutschland beobachtet, das sogar Richter einsperrt, wenn sie ideologisch unangenehme Urteile fällen, kann sich nur noch mit Grauen abwenden.
Der 13-Punkte-Plan Faesers entspricht der marxistisch-maoistischen Grundhaltung linksextremer Diktaturen, welche immer einen „Feind von Rechts“ herbeifantasierten, der geschichtlich mit unfassbar grausamen Menschenrechtsverletzungen und letztendlich Massenmord bekämpft wurde. Wie weit man zu gehen bereit ist, zeigt das Zitat der Familienministerin Paus, welches von Nius berichtet wurde:
Wir wollen dem Umstand Rechnung tragen, dass Hass im Netz auch unter der Strafbarkeitsgrenze vorkommt. Viele Feinde der Demokratie wissen ganz genau, was auf den Social-Media-Plattformen gerade noch so unter Meinungsfreiheit fällt.
Faeser sagte laut Nius zu diesem Thema, man wolle Menschen strafrechtlich und geheimdienstlich verfolgen, „die den Staat verhöhnen“. Man will also künftig gegen nicht strafbare, friedliche Meinungsäußerung vorgehen, die vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist. Die Systemmedien schweigen und applaudieren dazu – was nur logisch ist, denn ihre systemkonforme Meinungsäußerung wird auch weiterhin möglich sein und mit Steuergeld subventioniert.
Als schockierendes Beispiel muss man immer wieder die „Anti-Rechts-Bewegung“ in Maos China erwähnen – und sollte dabei nicht vergessen, dass sich manche linke Politiker als auch Journalisten offen zum Maoismus bekennen.
Die Anti-Rechts-Bewegung (chinesisch 反右運動, Pinyin Fǎn Yòu Yùndòng) war eine landesweite „Säuberung“ der sogenannten „Rechten“, die Mao Zedong ab 1957 in der Volksrepublik China ins Leben gerufen hatte. Dabei wurden zwischen einer und zwei Millionen Menschen willkürlich als „rechts“ eingestuft und in zwei Schüben in Erziehungshaft gesteckt oder hingerichtet.
Fest steht: Jeder Beamte, jeder Staatsanwalt, jeder Richter, jeder Polizist, jeder Soldat, jeder Journalist der bei der Umwandlung Deutschlands in eine Diktatur tatenlos zusieht, anstelle seine Stimme zu erheben und den Gehorsam zu verweigern, wird sich an jedem Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch das entstehende Regime mitschuldig machen. Jede Amtshandlung, die ersichtlich auf Ungerechtigkeit beruht, ist eine solche Beitragstat.

