Kategorie: Nachrichten
Weltwoche Daily: Amerikas Wirtschaftskrieg gegen Deutschland

„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Von Montag bis Freitag ab 6:30 Uhr mit der Daily-Show von Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe: Amerikas Wirtschaftskrieg gegen Deutschland. Röttgen und Kiesewetter gegen Russland und Trump. Beeindruckendes Moskau. Putin, der neue Dschingis Khan? Ex-Präsident der Mongolei verstolpert […]
DRESDEN 13./14. Februar 1945: »Der schändliche Streit um die Opferzahlen« (2)
Österreichs Problem mit der ukrainischen Pipeline
Klima der Angst: „Wer hat ein Interesse an knapper Energie?“ – Interview mit Dr. Helmut Böttiger
Klimawandel: die Menschen sind gefesselt in den Bann dieser Schlagzeilen. Woher kommt eigentlich die Angst vor CO2? Befinden wir uns tatsächlich an der Grenze des natürlichen Wachstums im Bereich Energie? Dr. Helmut Böttiger erläutert im Interview mit Kla.TV Hintergründe zur Hypothese der CO2-Klimaerwärmung.
Erfahren Sie, welche Rolle diese Kampagne zum Beispiel für die Hochfinanz und deren Pläne zur Globalherrschaft spielt …
„Achtung, Reichelt!“: Ricarda Lang baut eigene grüne Polizei auf!

Das wirklich Allerletzte, was wir in diesem Land jemals wieder wollen, ist eine politische Polizei. Unser Land hat zwei Mal Bekanntschaft gemacht mit einer solchen Polizei, die aus der Parteizentrale gesteuert und befehligt wird. Zwei Mal war es eine historische Katastrophe. Es gibt in Deutschland keine Polizei der CDU, keine Polizei der SPD, keine Polizei […]
Die neue Folge über die Geschichte der Energiekrise und die „zuverlässigen“ USA ist nun auch hier online

Dieses Mal sprechen Dominik Reichert und Thomas Röper im Detail über die Vorgeschichte der europäischen Energie- und Gaskrise und darüber, warum es vielleicht doch keine so gute Idee war, russisches Gas gegen amerikanisches LNG zu tauschen.
Die deutsche Kriegsgeilheit kennt keine Hemmungen mehr
(David Berger) Die letzten Hemmungen sind gefallen. Die Kriegsgeilheit gerade der deutschen, im System Merkel groß gewordenen Politiker von der FDP über die Union bis hin zu den Grünen und auch der SPD kennt keine Grenzen mehr. Ohne Scham spricht man nun offen von einem Angriffskrieg auf Russland und Scholz will dafür in Deutschland Waffen in Großserie herstellen.
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Der Boykott der Altparteien im Hessischen Landtag

Ein Gastbeitrag von Anna Nguyen, Landtagsabgeordnete der AfD Hessen
Nachdem unser Alterspräsident Bernd Vohl die Sitzung in möglichst neutraler, unparteiischer Form eröffnet hatte, begann im Anschluss das berechenbare Schauspiel der anderen Fraktionen. Die neue Legislaturperiode startete am 18. Januar mit einer erwartbaren Missachtung der parlamentarischen Gepflogenheiten durch die Fraktionen der Altparteien.
Die erste Rede hielt die neue Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU). Die Ansprache war geprägt von tendenziösen und wenig unparteilichen Passagen – natürlich bewusste Seitenhiebe gegen die AfD-Fraktion, ohne die AfD jedoch beim Namen zu nennen. Sie würdigte die 27 Mandatsträger der größten Oppositionsfraktion des Landtags keines Blickes, was als gewollte Respektlosigkeit eingeordnet werden muss. Ironischerweise appellierte sie an den demokratischen Geist der Abgeordneten, was jedoch nur wenige Momente später durch die Ablehnung meiner Vizepräsidentschaft konterkariert wurde, während wir uns bei allen Kandidaten der anderen Fraktionen enthalten haben. Dies hätten wir uns ebenfalls von CDU, SPD, Grünen und FDP gewünscht.
Ich wurde nicht zur Vizepräsidentin des Hessischen Landtags gewählt, weil ich der AfD-Fraktion angehöre und durch eben jene vorgeschlagen wurde. Auf ein Kennenlernangebot meinerseits im Vorfeld der Wahl ist keine der Fraktionen eingegangen. Man zweifele an meiner Eignung, ohne je mit mir gesprochen zu haben. Eigentlich ist es üblich, dass jede Fraktion in den Bundes- und Landesparlamenten einen Vizepräsidenten stellt, aber seit dem parlamentarischen Erfolgsweg unserer Partei gelten scheinbar andere Regeln.
Ich schaue nun aber zuversichtlich in die Zukunft und freue mich auf meine kommenden Aufgaben im Europaausschuss, dankenswerterweise erhielt ich hierfür das breite Vertrauen meiner Fraktion. Hier gilt es nun die Interessen der hessischen Bürger und der Wirtschaft im Blick zu behalten. Wir werden genau prüfen, ob die Auslegungen kommender EU-Richtlinien die Interessen der Bürger und der Privatwirtschaft verletzen und unnötige Gängelungen samt Bürokratie aufladen, und werden in jenen Fällen eine Öffentlichkeit dafür schaffen.
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Bad Schandau: Die lustigen Streiche sächsischer Schildbürger
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Bad Schandau: Die lustigen Streiche sächsischer Schildbürger
„Negerküsse“, Afro-Perücken und eine „lange Schlange aus der Savanne“. Der Faschingsumzug im sächsischen Bad Schandau bietet dieses Jahr alles, was politisch korrekten Zeitgenossen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Es ist nicht der erste Streich der feierwütigen Karnevalisten.
von Günther Strauß
Der Faschingsumzug im sächsischen Bad Schandau hat erneut für Aufsehen und Empörung gesorgt. Am vergangenen Samstag trugen mehrere Teilnehmer Afro-Perücken und hatten schwarze Farbe im Gesicht sowie rot bemalte Lippen. Zudem trug einer der etwa 400 Karnevalisten ein Schild mit einem alten Aufdruck von Schokoküssen, auf denen das Wort „Negerküsse“ geschrieben stand. Auf dem Schild eines weiteren Teilnehmers stand – wohl in Anlehnung an die anhaltende Asylkrise – „Lange Schlange aus der Savanne“ geschrieben.
Die vom Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanzierte „Stiftung gegen Rassismus“ äußerte scharfe Kritik an den Feierlichkeiten. Weiße Menschen, die sich schwarz anmalen, behandelten „die Identität und Erfahrungen schwarzer Menschen als eine Art Kostüm“, und das sei rassistisch, schrieb der Verband dazu.
Bad Schandau tut es immer wieder
Andere Teilnehmer des Umzugs stellten Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) umgeben von Menschen in Ratten-Kostümen dar. Auf den Bäuchen der Ratten stand „FDP“, „ARD“, „CSU“ und „Die Linken“. Dazu der Spruch auf dem Plakat: „Annalena träumt vom grünen Leben, doch nur die Ratten an ihrem Leimtopf kleben.“
Bereits seit mehreren Jahren erzeugen die Karnevalisten von Bad Schandau mediale Aufmerksamkeit über die Grenzen der sächsischen Schweiz hinaus. Im vergangenen Jahr fesselten Teilnehmer einen in Regenbogenfarben gekleideten Mann an einen Marterpfahl, während mehrere Feierwütige in Winnetou-Kostümen um ihn herumtanzten. 2020 hatten Karnevalisten die schwedische „Fridays for Future“-Gründerin Greta Thunberg verspottet.
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Brüssel gegen die Freiheit
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Brüssel gegen die Freiheit
Bald ist Europawahl – und die Politik singt wieder das Hohelied auf die EU als Garant von Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa. Doch das ist eine Illusion – die historische Wahrheit ist eine andere. Mit dem EU-Mythos soll vor allem Kritik am Machtprojekt des politischen Brüssels verteidigt werden.
von Max Roland
Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Wahl? Ich erinnere mich noch sehr gut – so lange ist es ja auch nicht her. Es war 2019, es war Europawahl – und die Politik erzählte den Wählern, sie dürften etwas mitentscheiden durch die Wahlen zum Europäischen Parlament. Mit meinen damals 18 Jahren war ich schon desillusioniert genug, um über das erhebliche Demokratiedefizit der EU Bescheid zu wissen. Aber damals hieß es: endlich mehr Mitbestimmung für die Europäer! Mit einer Spitzenkandidaten-Wahl sollten wir alle erstmals über den Kommissionspräsidenten entscheiden können. Bei meiner ersten Wahl wählte ich meinen Überzeugungen entsprechend, freute mich und ging ein wenig stolz nach Hause. Ich hatte ja meine Bürgerpflicht getan, dachte ich.
Was danach passierte, werde ich als Lehrstunde nie vergessen: In einem ewigen Hin und Her konnte sich das europäische Brüssel nicht auf einen Kommissionspräsidenten einigen. Manfred Weber, Spitzenkandidat der europäischen Konservativen, hatte die meisten Stimmen bekommen – aber manche Politiker wollten ihn nicht unterstützten. Andere Spitzenkandidaten, wie Frans Timmermans von den Sozialdemokraten, konnten ohnehin keine Machtbasis aufbauen. Am Ende war es ein Hinterzimmerdeal von Angela Merkel mit Emmanuel Macron, der die Postenfrage klärte. Kommissionspräsidentin wurde Ursula von der Leyen. Die hatte niemand gewählt, sie stand nicht mal auf dem Wahlzettel. Vielen Europäern war sie gänzlich unbekannt, wir Deutschen kannten sie freilich als unsere schlechteste Verteidigungsministerin. Als Kommissionspräsidentin, als mächtigste Frau der EU wollte sie niemand. Wir bekamen sie trotzdem.
EU: Inszenierte Demokratie und kalte Machtpolitik
Dass die ganze demokratische Inszenierung um die EU-Wahl derart prompt und offensichtlich niedergerissen wurde, hätte ich damals nicht erwartet. Aber das ist eben Brüssel, wo das Hinterzimmer entscheidet. Einen so klaren Blick auf diese kalte, abgehobene Machtpolitik zu bekommen, hat mich jedenfalls einiges gelehrt. Seit dem hat sich nichts verändert – doch auch vor der diesjährigen Europawahl wird wieder fleißig idealisiert und romantisiert, was die EU angeht.
Wäre die EU ein Land und würde der Europäischen Union beitreten wollen, könnte sie das eben gar nicht – weil ihre politische Struktur zu undemokratisch ist. Und es steht im starken Kontrast zu allen Bekundungen über EU-Europa als „Hort der Demokratie“, als verlässlicher Fackelträger von Demokratie und Freiheit. Ohnehin ist die EU von selbstgeschaffenen Mythen umwoben, die den Blick auf das tatsächliche kalte, bürokratische Machtgebilde Brüssel vernebeln sollen. Die EU gilt gemeinhin als Säule des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes in Europa. Als Projekt von Völkerverständigung und Lehre der Nachkriegszeit. Das ist das Projekt der europäischen Einigung auch – das ist allerdings keinesfalls identisch mit der Europäischen Kommission.
Die historische Wahrheit ist auch: Es waren die Vereinigten Staaten, die den Frieden in Freiheit auf unserem Kontinent sicherten und garantierten. Sie drängten auf die europäische Einigung – die EU isoliert als Zentrum von Freiheit und Frieden zu begreifen, die gar noch gegen ein möglicherweise Trump-regiertes Amerika in Stellung gebracht werden soll, ist absurd.
Sonntagsreden über Europa als großes Friedensprojekt sind daher weitgehend ideologisierte Performance Art – das Friedensprojekt ist die westliche Allianz der Demokratien, von der die „europäische Einigung“ nur eine Facette darstellt. Und glaubt irgendjemand im Ernst, dass der Deutsche wieder in einem elsässischen Schützengraben hocken oder seine polnischen Nachbarn wieder über die Weichsel beschießen würde, wenn die Brüsseler Bürokratie weg wäre? Haben die Briten seit dem Brexit etwa wieder Dresden bombardiert oder die spanische Armada versenkt? Natürlich nicht.
Der Glaube an ein Superstaats-Projekt Made in Brüssel ist keinesfalls die Basis für den Frieden in Europa. Im Gegenteil waren es doch die überzeugtesten Patrioten, die den Grundstein für eine europäische Versöhnung legten. Man kann über den großen Franzosen Charles de Gaulle viel sagen – nicht aber, dass er sein Frankreich am liebsten in einem undemokratischen, supernationalen EU-Komplex aufgelöst hätte. Sein Händedruck mit Konrad Adenauer ist symbolisch: Auf diesem Foto stehen die Regierungschefs zweier demokratischer Nationen, die zu einer neuen Freundschaft bereit sind. Da liegt der Kern einer positiven, gemeinsamen europäischen Idee – in Partnerschaft, nicht in einem Superstaat.
Nicht Regulierungswahn, sondern Freihandel sichert Wohlstand
Die Idee, dass nur durch die Europäische Kommission der Frieden in Europa gesichert wird, ist vollkommen abwegig und eine mystische Überhöhung der EU. All dieses Gerede dient vor allem längst der Legitimation der EU, als Totschlagargument gegen jede grundlegende Kritik. Dabei hat die EU aber im Ernst nicht viel für den Frieden geleistet: Sie war sogar unfähig, einen Völkermord auf dem Balkan, vor der eigenen Haustür, zu verhindern. Es war am Ende wieder die NATO unter amerikanischer Führung, die in Jugoslawien eingreifen musste. Die EU sah nur zu. Weil es seit über 70 Jahren eben immer das transatlantische Bündnis ist, das Frieden und Freiheit in Europa schützt.
Auch der europäische Wohlstand hängt nicht von Ursula von der Leyen und dutzenden Kommissaren ab – sondern basiert auf den Gesetzen des Freihandels, die genauso in Nordamerika oder an jedem anderen Ort der Welt funktionieren. Freihandel und Freizügigkeit für Staatsbürger hat die Europäische Union nicht erfunden. Und auch ein gemeinsamer Binnenmarkt benötigt kein Regime wie das in Brüssel.
Warum also beschwören Politiker ständig die EU als Basis von Frieden, Freiheit und Wohlstand, wenn dem doch gar nicht so ist? Ganz einfach: Es geht um Macht. Macht und Machterhalt. Hat man eine so kritikwürdige Institution wie die EU erstmal mit solchen Dingen gleichgesetzt, wagt kaum noch einer wirkliche Kritik. Denn Frieden, Freiheit und Wohlstand will niemand kritisieren. Doch die politische Elite hat mit der EU ihren Über-Staat geschaffen, der, von den Menschen unkontrolliert, völlig weltfremde Politik auf undemokratischer Grundlage macht. Und man hat ein System geschaffen, mit dem faktisch Regierungschefs legislative Macht an den nationalen Parlamenten vorbei ausüben können.
Sind Engländer noch Europäer?
Und ist es wirklich so, dass die EU uns in Europa näher zusammenbringt? In vielen Formen sicherlich. Aktuell spaltet Brüssel Europa zweifellos mehr, als es eint. Ohne die ideologische Euro-Politik mit fast religiösem Alternativlos-Anspruch würden wir hierzulande sicherlich deutlich besser über die Griechen denken. Und umgekehrt erst! So ist es in vielen Fragen: Die EU spaltet Europa gegen Nord und Süd, gegen West und Ost – sie versucht zu oft, Gegensätze auf Zwang zusammenzuführen und löst damit nur Reibung, Konflikte und Widerstand aus.
Überhaupt: Der Gedanke, dass es nur „das europäische Projekt“ in Brüssel sein soll, das uns als Europäer in Frieden verbindet, ist doch traurig. Was Europa definiert, ist nicht die Zugehörigkeit zu einem bürokratischen Machtblock. Sind Schweizer oder Norweger irgendwie weniger europäisch als Franzosen oder Schweden? Sind Briten nicht mehr unsere europäischen Freunde, weil sie die EU verlassen haben? Sind uns andere Länder umgekehrt plötzlich näher, nur weil sie der EU beigetreten sind? Der europäische Gedanke sollte doch mehr sein als nur das.
Bald werden Politiker fast aller Parteien im kommenden „Europawahlkampf“ mit genau dieser Perversion des europäischen Gedankens antreten – doch in Bezug auf die europäische Idee ist die EU eine leere Hülle. Man wird wieder erzählen, wie wichtig es ist, wählen zu gehen – doch sich dann wieder über die Stimmen hinwegsetzen.
Dabei wäre es gerade im Sinne einer echten europäischen Idee, endlich eine ehrliche Reformdebatte rund um die EU zu eröffnen – denn die „antieuropäischen“ Fliehkräfte werden auf dem gesamten Kontinent immer stärker. Geeint ist Europa vor allem im Frust über Brüssel. Doch die etablierten Parteien in Deutschland verpassen auch 2024 die Chance, diese Debatte anzustoßen – sie ergehen sich lieber in substanzloser EU-Romantik.
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Die kleine Eiszeit existiert!
Renee Hannon wies darauf hin, dass Raphael Neukom et al. (2019) die moderne instrumentelle Temperaturaufzeichnung mit der PAGES2K-Proxy-Temperaturaufzeichnung vergleicht und feststellt, dass:
„… wir finden, dass die kälteste Epoche des letzten Jahrtausends – die mutmaßliche Kleine Eiszeit – höchstwahrscheinlich die niedrigsten Temperaturen während des fünfzehnten Jahrhunderts im zentralen und östlichen Pazifik, während des siebzehnten Jahrhunderts in Nordwesteuropa und im südöstlichen Nordamerika und während der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in den meisten der übrigen Regionen aufwies.“ – Neukom, et al. (2019)
Dann vergleichen sie dies mit den instrumentellen Aufzeichnungen seit etwa 1900 nach Christus:
„Im Gegensatz dazu stellen wir fest, dass die wärmste Periode der letzten zwei Jahrtausende für mehr als 98 Prozent des Globus während des zwanzigsten Jahrhunderts stattfand. Dies ist ein starker Beweis dafür, dass die anthropogene globale Erwärmung nicht nur in Bezug auf die absoluten Temperaturen beispiellos ist, sondern auch in Bezug auf die räumliche Konsistenz im Kontext der letzten 2.000 Jahre.“ – Neukom, et al. (2019).
Sie vergleichen spärliche, schlecht kalibrierte, uneinheitliche und schlecht datierte Näherungswerte mit jährlicher bis hundertjähriger Auflösung mit einem globalen modernen Netz täglich kalibrierter Thermometermessungen, und ihre Argumentation beruht auf dem Zeitpunkt und der Genauigkeit. Die globale Erwärmung im zwanzigsten Jahrhundert war ohnehin kaum einheitlich, sie fand fast ausschließlich in den Jahren 1920-1940 und 1980-2000 statt, und die Temperaturen in der Antarktis und in weiten Teilen des Südlichen Ozeans haben sich kaum verändert, wahrscheinlich nur um 0,2°C seit dem späten 19. Jahrhundert.
Die Lage und Art der in der Studie verwendeten PAGES2K-Proxies sind in Abbildung 1a dargestellt, die auch unsere Abbildung 1 enthält.
In Abbildung 1 werden einige der verschiedenen Arten von Proxies und ihre Standorte genannt, aber es wird nicht auf die zeitliche Auflösung der Proxies eingegangen oder darauf, wie viele von ihnen jedes Jahr zwischen 0 AD und 2000 AD Temperaturen liefern. Diese Größen sind wichtig, wenn wir die 1000 Jahre alte mittelalterliche Warmzeit oder die 400 Jahre alte Kleine Eiszeit mit den Tausenden von täglichen kalibrierten Thermometerablesungen vergleichen, die uns heute zur Verfügung stehen, und ein Urteil über die räumliche Konsistenz der Erwärmung oder Abkühlung fällen wollen. Abbildung 2 ist Abbildung 1a von PAGES 2K, 2019. Sie enthält weitere Details zu den Proxies.
Abbildung 2. Abbildung 1 aus PAGES 2K, 2019. Sie zeigt die Lage und den Typ der Proxies in der Version 2019 von PAGES 2K.
Abbildung 3 zeigt die zeitliche Auflösung der Proxies in der PAGES 2K 2017 Version, es gibt keine entsprechende Abbildung in der PAGES 2K 2019 Version. Für die meisten Proxies variiert sie von jährlich (beige) bis multidekadisch (blau). Einige der tropischen Proxies haben eine subannuelle Auflösung, sie sind in Abbildung 3 rot kodiert.
Abbildung 3. Eine PAGES 2K-Karte, welche die zeitliche Auflösung der Proxies über die letzten 2000 Jahre zeigt. (PAGES 2K, 2017).
In Abbildung 3 sehen die in Rot dargestellten hochauflösenden Proxys aufgrund der Farben beeindruckend aus, im Vergleich zu den weicheren Farben, die für die Proxys mit geringerer Auflösung verwendet werden. Abbildung 4 zeigt die Verfügbarkeit der einzelnen Proxy-Typen und gibt uns ein klareres Bild von der zeitlichen Auflösung der PAGES 2K Proxy-Temperatur-Rekonstruktion. Wir sollten uns daran erinnern, dass einer der vielen Kritikpunkte an Marcotts globaler Rekonstruktion darin bestand, dass die Proxies in Richtung der modernen Periode aus der Rekonstruktion herausfielen oder in sie eintraten, wodurch sich die Trends veränderten (siehe auch hier).
Abbildung 4. Die Verfügbarkeit von Proxy-Typen nach Jahr für die letzten 2000 Jahre. PAGES 2K Version 2019 (Neukom, Steiger, & Gómez-Navarro, 2019).
Ein Vergleich der Abbildungen 2 und 3 zeigt, dass zumindest nach Ansicht von PAGES 2K die zeitlich höher aufgelösten Proxys die orangefarbenen Korallenproxys sind. Die Kodierung deutet darauf hin, dass diese Proxies eine subannuelle Auflösung haben, wie in diesen USGS-Anmerkungen und diesen NCAR-Anmerkungen diskutiert. Abbildung 4 zeigt jedoch, dass nur sehr wenige dieser Aufzeichnungen bis in die vorindustrielle Periode zurückreichen, auch bekannt als „Kleine Eiszeit“. Ein Blick auf Abbildung 4 zeigt, dass wir bis zur Mitte der Kleinen Eiszeit (~1500 bis ~1600) fast die Hälfte der gesamten Proxy-Aufzeichnungen verlieren, und bis zur mittelalterlichen Warmzeit (~1000 n. Chr.) verlieren wir fast 80 %.
Im Abschnitt „Verfahren“ von PAGES 2K (2019) heißt es, dass die unterjährigen Näherungswerte auf Jahreswerte reduziert wurden, indem die Durchschnittswerte von April bis März für die Rekonstruktionen verwendet wurden, was die Detailgenauigkeit verringert. Sie geben auch zu, dass keine der getesteten Rekonstruktionsmethoden „explizit Altersunsicherheiten berücksichtigt“, was ein grundlegendes Problem beim Vergleich alter Proxies mit modernen Aufzeichnungen ist.
Neben der geringen Anzahl von Proxies und der schlechten zeitlichen Auflösung gibt es noch weitere Probleme. Sie sind auf instrumentelle Aufzeichnungen aus der Neuzeit kalibriert. Bei den meisten handelt es sich um organische Proxies, Baumringe, Korallen, Schwämme usw., die durch die menschlichen CO₂-Emissionen und die moderne Erwärmung beeinflusst werden. Die verbleibenden Proxies wie Seesedimente, Meeressedimente, Bohrlochmessungen und Eisbohrkerne verlieren oft mit der Zeit an Genauigkeit und/oder Auflösung, weil sie geologisch (d. h. durch die Konservierung) beeinträchtigt werden. Außerdem wird die Schätzung des korrekten Datums für eine Probe umso ungenauer, je älter die Probe ist – ein Problem, das in PAGES 2K ignoriert wird. Tatsächlich nehmen die Unsicherheiten für alle Rekonstruktionsmethoden und alle Messungen mit der Zeit zu (PAGES2K, 2019). Abbildung 3 in den ergänzenden Materialien zu PAGES 2k 2019 vermittelt ein visuelles Gefühl für die Zunahme des Fehlers im zeitlichen Verlauf.
Diskussion
Durch den Vergleich der minimalen und maximalen Proxy-Temperaturen während der Kleinen Eiszeit (~1300 bis ~1850) mit den minimalen und maximalen täglichen Instrumentalmessungen seit 1900 wollen uns Neukom und andere glauben machen, dass die heutige Warmzeit einzigartig ist. Heute gibt es Tausende von Wetterstationen, Ozeanbojen und ARGO-Floats auf der ganzen Welt. Es ist bekannt, dass die täglichen Temperaturextreme oft 30°C überschreiten, was mehr als das 70-fache der von Neukom et al. geschätzten Differenzen ist, wie in Abbildung 5 aus ihrer Veröffentlichung gezeigt wird. Diese täglichen Extreme werden in den instrumentellen Daten erfasst, aber nur gelegentlich, rein zufällig, ungenau und in einer sehr natürlich geglätteten Weise in den Proxies gesehen. Die Proxies sind sowohl bei den hohen als auch bei den niedrigen Temperaturen unterdurchschnittlich. Außerdem nimmt die Genauigkeit mit der Zeit ab.
In der PAGES 2K 2019 Studie wird hervorgehoben, dass Baumringaufzeichnungen verzerrt sind, was zu einem Verlust der „mehrjährigen Temperaturvariabilität“ führt. Die Variabilität ist genau das, was Neukom et al. zu messen versuchen! Auf PAGES 2K kommt man dann zu dem Schluss, dass niedrig aufgelöste maritime Aufzeichnungen die wahre Varianz zu überschätzen scheinen – woher kennen sie nun die wahre Varianz? Sie sollten einfach sagen, dass sie nicht wissen, was die Wahrheit ist.
Behauptungen, die moderne Erwärmung sei ungewöhnlich, lassen sich mit dem PAGES 2K-Datensatz nicht belegen. Dies wird am besten in der Abbildung 2 von Neukom et al. deutlich, die Renee Hannon gefunden hat. Sie ist in Abbildung 5 dargestellt.
Mit Ausnahme des Teils von Abbildung 5 nach 1900 n. Chr. liegt der Globus in einer sehr spärlichen Stichprobe, aber zumindest wird die Temperatur im 20. Jahrhundert mit Instrumenten gemessen. Vor 1700 n. Chr. enthält der Datensatz nicht nur wenige Daten, sondern besteht nur aus den oben beschriebenen zeitlich schlecht aufgelösten, schlecht datierten und ungenauen Proxydaten.
Abbildung 5. Aus Abbildung 2 in Neukom, et al., 2019. Die Abbildung zeigt die geschätzten Prozentsätze der globalen Fläche mit positiven (roter Bereich) und negativen (blauer Bereich) Temperaturanomalien in Bezug auf den Referenzzeitraum 1-2000 n. Chr.. Es wurde ein 51-jähriger Tiefpassfilter angewendet. Die Intensität der Schattierung zeigt das Ausmaß der Erwärmung oder Abkühlung an.
Woher wissen wir, dass die seit etwa 1950 beobachtete globale Erwärmung in irgendeiner Hinsicht ungewöhnlich ist? Wie in Abbildung 6 zu sehen ist, hat sich die moderne Erwärmung nicht gleichmäßig um den Planeten herum vollzogen, und einige Gebiete haben sich laut AR6 und HadCRUT5 abgekühlt.
Abbildung 6. Abbildung 2.11b aus AR6. Temperaturänderungen von 1981-2020 nach HadCRUT5. (IPCC, 2021, S. 316).
Bei Erwärmungs- und Abkühlungstrends treten die Veränderungen nicht überall auf der Welt zur gleichen Zeit auf. Dafür sorgen Konvektion und atmosphärische Zirkulation. Die Genauigkeit und die globale Abdeckung unserer Messungen bestimmen, wie gut wir die Entwicklung der Erwärmung oder Abkühlung erkennen können. Was Neukom und PAGES 2K beobachten, könnte einfach auf die veränderte Genauigkeit, Abdeckung und Auflösung ihrer Proxy-Messungen der Kleinen Eiszeit und der mittelalterlichen Warmzeit im Vergleich zu heute zurückzuführen sein. Ich würde darauf wetten, dass die in Abbildung 5 dargestellten Extremwerte die Realität besser wiedergeben als ihre Rekonstruktion, und ich bezweifle ernsthaft, dass sie diese Aussage widerlegen können.
Vergleiche von Messungen in der modernen instrumentellen Periode mit antiken Proxies waren in Manns berüchtigtem Hockeystick ungültig, und sie sind es immer noch. Außerdem ist die Frage, ob eine Klimaänderung global oder regional ist, kein Beweis dafür, dass sie auf veränderte CO₂-Konzentrationen oder auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Es ist schwer zu beweisen, dass die globale Durchschnittstemperatur überhaupt eine gültige Klima-Messgröße ist. Luftzirkulationsmuster ändern sich ständig, insbesondere im Winter.
Es ist bekannt, dass die kälteste Periode der Kleinen Eiszeit zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten auftrat. In der Makassar-Straße in Indonesien war es um 1810 und in Grönland um 1650 n. Chr. am kältesten, wie die Abbildungen 1 und 2 hier zeigen.
Die allgemeinen Temperaturtrends an beiden Orten, die über 10.000 Meilen voneinander entfernt sind, sind jedoch ähnlich. Die Auswirkungen der Klimaerwärmung, sei es durch die Sonne oder durch Treibhausgase, treten nicht überall zur gleichen Zeit auf. Die Sonnenenergie dringt tief in den Ozean ein, was zu einer erheblichen Verzögerung der Klimaauswirkungen führt und die Stärke der Veränderungen der Sonneneinstrahlung erhöht, da sich die Veränderungen der Sonneneinstrahlung in den Ozeanen ansammeln, die wie eine Batterie wirken. Die Strahlung der Treibhausgase durchdringt die Meeresoberfläche nicht, was sowohl ihre Auswirkungen auf das Klima im Vergleich zur Sonne als auch die Verzögerung ihrer Wirkung verringert. Dies wiederum stützt Neukoms Hypothese, dass eine stärkere globale Synchronisierung des Klimawandels auf eine Erwärmung durch Treibhausgase hinweist.
Aber die von der Sonne verursachten Veränderungen der Luftzirkulationsmuster durch ENSO, PDO, NAO, AMO usw. (siehe hier) führen immer noch zu regionalen und manchmal globalen Verzögerungen der relativ bescheidenen klimatischen Auswirkungen der Treibhausgase.
Die Erstellung globaler Rekonstruktionen aus Proxies ist aufgrund der geringen Anzahl von Proxies, ihrer Ungenauigkeit und ihrer unterschiedlichen zeitlichen Auflösungen unsinnig. Man kann die Auflösung verringern, aber man kann sie nicht erhöhen. Es ist sinnvoller, die modernen Temperaturen an einem bestimmten Proxy-Standort mit diesem Proxy zu vergleichen, als zu versuchen, Proxies zu einer globalen Temperatur zu kombinieren, wie hier diskutiert.
Download the bibliography here.
Link: https://andymaypetrophysicist.com/2024/02/08/sorry-the-little-ice-age-does-exist/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

