Kategorie: Nachrichten
Long-Covid-Institut sperrt zu

Long Covid ist nicht mehr “in”: Weil die öffentlichen Gelder ausgelaufen sind, muss das Rostocker Institut für Long-Covid zusperren. Das Rostocker Long-Covid-Institut sperrt wieder zu. Nach nur eineinhalb Jahren Tätigkeit ist die Arbeit wieder erledigt, denn die Förderungen des Landes sind ausgelaufen und ohne öffentliche Zuwendung ist der Betrieb „nicht mehr wirtschaftlich“. Das hat die […]
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Corona-Aufarbeitung und Klima: ein Teddy und ein Bauernopfer

Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Die „Corona-Aufarbeitung“ darf deshalb nicht nur fragen, „Was haben wir damals falsch gemacht?“, sondern muss fragen: „Könnten diese Fehler wieder vorkommen?“ Man will doch nicht in ein paar Jahren schon wieder reumütige „Aufarbeitungen“ zur Energiewende oder zur Immigration machen müssen.
von Hans Hofmann-Reinecke
Ein Teddy und ein Bauernopfer
Nach der geplanten Aufarbeitung wird die Regierung auf jegliche kritischen Fragen antworten können: „Corona? Das Thema ist sorgfältig analysiert und abgeschlossen. Hier ist der Bericht. Ja, wir hätten einiges besser machen können – niemand ist vollkommen. Ja, wir haben uns gegenseitig viel zu verzeihen, aber das ist nun geschehen. Jetzt müssen wir in die Zukunft blicken.“ Da sind vielleicht ein paar Krokodilstränen geflossen, vielleicht gab es sogar ein Bauernopfer, aber das war’s dann. Dem braven Bürger wird ein Teddy in die Wiege gelegt und mit den Worten „jetzt schlaf schön“ über den Kopf gestrichen.
Falls die „Aufarbeitung“ aber ernst genommen würde – was ich sehr bezweifle – dann müssten die folgenden Fragen beantwortet werden:
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Wie konnte es dazu kommen, dass so weitreichende Entscheidungen ohne die geringste ernsthafte Abwägung von erhofftem Nutzen und Schaden gefällt wurden?
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Warum wurden Kritiker nicht angehört, sondern verteufelt und bestraft?
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Sind die Ursachen für diese gravierenden Fehlentscheidungen systemisch, also in der Arbeitsweise unseres politischen Systems eingebettet? Wenn ja, warum? Es hat doch in der Vergangenheit gut funktioniert.
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Sind die Ursachen vielleicht in den Personen zu suchen, welche aus ethischer oder professioneller Sicht ihren Verantwortungen nicht gewachsen waren?
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Was muss heute getan werden, dass in Zukunft derartiges Versagen verhindert wird, und zwar auf allen Gebieten?
Energiewende: Analyse statt Aufarbeitung
Wir brauchen nicht auf das nächste Virus zu warten um zu erleben, ob so eine Aufarbeitung ernst gemeint ist. Es gibt aktuell durchaus Themen, bei denen das Risiko besteht, dass hier ähnliche Fehlentscheidungen wie bei Corona gefällt werden. Es könnte sein, dass dieselben personellen oder systemischen Mängel erneut enormen Schaden verursachen werden. Es könnte gut sein, dass die Energiewende so ein Thema ist, und wir hätten nichts davon, wenn uns in fünf Jahren eine Aufarbeitung der Energiewende angeboten wird, die dann zu dem Ergebnis kommt:
„Das Thema ist sorgfältig analysiert und abgeschlossen. Ja, wir hätten einiges besser machen können. Ja, wir haben uns gegenseitig viel zu verzeihen, aber das ist nun geschehen, und jetzt müssen wir in die Zukunft schauen.“
Ich schlage daher ich vor, dass wir Entscheidungen zum Thema Energiewende hier und jetzt einer kurzen Revision unterziehen:
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Wurden die weitreichenden Entscheidungen nach ernsthafter Abwägung von erhofftem Nutzen und mölichem Schaden gefällt? Keineswegs: Der Atomausstieg hat keinerlei Nutzen, aber großen Schaden gebracht. Er basierte auf der Lüge, Kernkraft sei eine „Risikotechnologie“. Dass dies nicht der Fall ist, das hätte einer der vielen Mitarbeiter im Energie-Ministerium in kürzester Zeit eruieren können (Fukushima, Three Mile Island). Die Entscheidung wurde aber durch einen „Ethikrat“ aus handverlesenen Laien gefällt, deren Urteil a priori feststand.
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Warum wurden kompetente Kritiker nicht angehört, sondern verteufelt und bestraft? Durch die Verteufelung vom Kritikern soll verhindert werden, dass man sich mit deren Argumenten auseinander setzen muss. Man ist sich ja dessen bewusst, dass die Kritiker den politischen Entscheidungsträgern fachlich und intellektuell überlegen sein könnten. Da will man eine Konfrontation um jeden Preis vermeiden. Dies ist unverantwortlich, denn die pessimistischen Prognosen der Kritiker hinsichtlich Strompreis, Stabilität des Netzes und Schäden durch Wind- und Solarkraftwerke bewahrheiten sich jetzt unaufhaltsam.
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Sind die Ursachen für diese gravierenden Fehlentscheidungen systemisch, also in der Arbeitsweise unseres politischen Systems eingebettet, welches doch früher einmal gut funktioniert hat? Die Ähnlichkeiten zu der Gefährdungs-Eskalation von „mittel“ auf „hoch“ sind ganz offensichtlich. Die beim Start der Energiewende verfügbaren technisch-wissenschaftlichen Daten wurden ignoriert oder verdrängt, und zwar in noch krasserem Ausmaß als bei Corona. Es liegt also nahe, dass es sich hier um systemisches Versagen handelt, welches darin besteht, dass sich die politischen Akteure ausschließlich ihrer Partei verantwortlich fühlen, nicht aber der deutschen Bevölkerung. Dieser Makel besteht auf allen hierarchischen Ebenen.
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Sind die Ursachen vielleicht in den Personen zu suchen, welche aus ethischer oder professioneller Sicht ihrer Verantwortung nicht gewachsen waren? Das ist nicht auszuschließen. Ein Wirtschafts- und Energieminister, der keinerlei Ausbildung in seinem Fach besitzt, muss im Amt dazulernen. Das teure Lehrgeld dafür kommt aus den Taschen der Steuerzahler. Dazu ist er seinen Beratern zu 100% ausgeliefert, und diese wiederum verfolgen ihre eigenen Ziele, sie haben ja keinen Amtseid auf die Bundesrepublik abgelegt.
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Was muss getan werden, dass in Zukunft derartiges Versagen der Politik verhindert wird? Die Probleme sind also sowohl auf systemisches, als auch auf personelles Versagen zurückzuführen. Eine wirksame „Aufarbeitung“ muß an den Wurzeln ansetzen und nicht an den Symptomen. Man sollte sich ein Beispiel an der Vergangenheit nehmen. Was wurde bis vor 20 Jahren anders und besser gemacht? Was gab es damals, was es heute nicht mehr gibt? Umgekehrt muß man untersuchen, warum brauchen wir heute Gesetze, die es damals nicht gab?
Solange weder In Sachen Energie, noch auf anderen existenziellen Gebieten gnadenlose und objektive Prüfung der Entscheidungen stattgefunden hat, und die notwendigen Revisionen durchgesetzt wurden, ist die Corona-Aufarbeitung nur ein weiterer Trick, um die Bevölkerung ruhig zu stellen.
Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.
Beschädigung von Markenimage und Ruf: Wokes Disney gerät unter Druck
Der US-Medienkonzern Disney hat in den letzten Jahren immer wieder Kritik an seinem woken Kurs einstecken müssen. Der Börsenwert sinkt auch aufgrund von Flops bei den Produktionen, die eben wegen dieses Kurses beim Publikum nicht ankommen. Dies schadet auch den Aktionären.
Die Filme und Zeichentrickserien von Disney sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der familiären medialen Unterhaltung. Von Micky Maus und Bambi über das Dschungelbuch, Susi & Strolch bis hin zu Arielle und Der König der Löwen – es gibt kaum jemanden, der nicht mit entsprechenden Disney-Produktionen aufgewachsen ist. Allerdings hat sich in den letzten Jahren zusehends ein woker, linksliberaler Trend etabliert, bei dem auch Neuauflagen alter Filme verhunzt werden. Plus natürlich neue Produktionen wie „Black Panther“ oder andere aus dem „Marvel“-Universum.
Vor wenigen Tagen erst hat der Investor Nelson Peltz die woke Strategie des Konzerns scharf attackiert. „Die Leute sehen sich einen Film oder eine Serie an, um unterhalten zu werden. Sie wollen keine Message erhalten“, so Peltz. „Warum muss ich ein Marvel haben, das nur aus Frauen besteht? Nicht dass ich etwas gegen Frauen hätte, aber warum muss ich das tun? Warum kann ich nicht Marvels haben, die beides sind? Warum brauche ich eine ausschließlich schwarze Besetzung?“ sagte er später im Interview. Letzteres bezieht sich auf den Film „Black Panther“.
Auch die Donald Trump nahestehende Gruppe „America First Legal“ hat sich nun eingeschaltet und wirft dem Medienkonzern eine rechtswidrige Diskriminierung und ein Aufzwingen politischer Botschaften vor, welche zu „Schäden am Markenimage, den Eigentumswerten und dem kommerziellen Ruf von Disney durch das von der Unternehmensführung herbeigeführte Missverhältnis zwischen seiner woken politischen und sozialen Agenda und der überwältigenden Mehrheit der Kunden des Unternehmens“ geführt hätten. Dies habe dazu geführt, dass der Konzern seit Februar 2021 mehr als 100 Milliarden Dollar verlor.
- Lesen Sie auch: ESG-Scores sind Risikofaktor: Disney gibt zu, dass Wokeness die Zukunft des Unternehmens gefährdet
„Disney hat eine unerklärliche Missachtung seiner Kunden und Aktionäre gezeigt, indem es radikal gender-erweiternde, anti-weiße und anti-polizeiliche Inhalte auf Familien zwang, während es vor schädlichen Inhalten in unkontroversen Inhalten warnte“, sagte die AFL laut Fox News in einer Pressemitteilung. Darin wurden mehrere Beispiele für linksgerichtete Rhetorik und Botschaften in Disneys verschiedenen Unterhaltungsprodukten von Fernsehsendungen bis hin zu Filmen genannt. Dies sei nicht nur schlecht für die Aktionäre, sondern auch gegen das Gesetz.
Disney und andere Unternehmen in der Hollywood-Unterhaltungsindustrie sehen sich schon seit einiger Zeit mit Kritik konfrontiert. So findet sich beispielsweise in den modernen Serien unter den Hauptcharakteren stets eine bunte Mischung aus Weißen, Latinos, Schwarzen, Juden, Asiaten, Heterosexuellen, Homosexuellen, Transsexuellen und so weiter. Idealerweise natürlich in Kombos wie beispielsweise einer schwarzen, lesbischen Polizeichefin (was im realen Leben wohl eher die Ausnahme als die Regel sein dürfte). „Es soll sich ja möglichst jeder irgendwie wiederfinden“, wird da gerne argumentiert.
Doch gleichzeitig findet man immer wieder offene Unterstützung für radikale Gruppen wie Black Lives Matter (BLM) und in vielen Serien wurde während der letzten Jahre auch die Covid-Impfung propagiert. Gerade langjährige TV-Serien sind zwar immer auch ein Spiegel der Zeit und des aktuellen Zeitgeistes, doch wenn daraus Produktionen aus der Filterblase werden, gibt es ein Authentizitätsproblem. Das konservative Amerika zeigt Disney, Netflix & Co bereits den Stinkefinger. Wie weit werden die Umsatzeinbrüche noch gehen?
Vor US-Wahl: Biden immer mehr in Schwierigkeiten

Wer Biden schon bei Live Auftritten, und vor allem beim jeweiligen Abgang, beobachtet hat, versteht gut, dass Zweifel und seiner Fähigkeit zur Amtsausübung massiver werden. In jüngster Zeit kommt auch seine Außenpolitik immer weniger bei den Wählern an. Die Daily Mail etwa schreibt über seinen jüngsten Wahlkampfauftritt, für die er sogar seine Vorgänger Barack Obama […]
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Geheimbericht warnt: Kanada versinkt bald im Chaos
Um Kanadas Wirtschaft steht es nicht sonderlich gut. Auch das Vertrauen der Bürger in die globalistische Regierung ist auf einem Tiefststand. Die Behörden gehen laut einem (weiterhin stark geschwärzten) Geheimbericht davon aus, dass die allgemeine Unzufriedenheit bald schon in Chaos umschlagen könnte. Doch schuld an der Misere ist die regierende Politik selbst.
Kanada galt für lange Zeit als das „bessere Amerika“. Es war sicherer, wohlhabender und freundlicher als der große Nachbar im Süden. Mittlerweile hat sich das jedoch offensichtlich geändert. Die quasidiktatorischen Maßnahmen der „liberalen“ kanadischen Führung unter der WEF-Marionette Justin Trudeau sorgten bereits für eine breite Auflehnung in der Bevölkerung. Nun schlagen auch zusehends wirtschaftliche Probleme zu Buche. Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) hat in einem Geheimbericht einen Fünfjahrestrend erstellt. Dieser wurde nun durch eine Anfrage auf Informationsfreiheit (stark geschwärzt und zensiert) freigegeben. Doch die weiterhin lesbaren Abschnitte lassen nichts Gutes für das nordamerikanische Land erahnen.
So warnt die kanadische Polizeibehörde vor einer anhaltenden gesellschaftlichen und politischen Polarisierung, die durch Desinformationskampagnen geschürt werde. Auch steige das Misstrauen gegen „alle demokratischen Institutionen“. Zudem würde der Klimawandel angeblich zu mehr Unwettern führen, was infolge von Zerstörungen von Eigentum und von Versorgungsproblemen ebenfalls Unruhen auslösen könne.
„Die kommende Rezessionsphase wird den Rückgang des Lebensstandards beschleunigen, den die jüngeren Generationen im Vergleich zu früheren Generationen bereits erlebt haben“, heißt es im Bericht weiter. „Zum Beispiel werden viele Kanadier unter 35 wahrscheinlich nie in der Lage sein, sich einen Wohnsitz zu kaufen.“ Laut dem Bericht, der als „besondere operative Information“ gekennzeichnet ist und ursprünglich nur innerhalb der RCMP und unter „Entscheidungsträgern“ in der kanadischen Bundesregierung verbreitet werden sollte, sind Trends im Gange, „die eine bedeutende Auswirkung auf die kanadische Regierung und die RCMP haben könnten.“
Ein weiteres wichtiges Thema des Berichts ist, dass die Kanadier zunehmend desillusioniert von ihrer Regierung werden, was die Autoren größtenteils auf „Desinformation“, „Verschwörungstheorien“ und „Paranoia“ zurückführen. „Die letzten sieben Jahre haben eine deutliche soziale und politische Polarisierung in der westlichen Welt gesehen“, heißt es in einem stark geschwärzten Abschnitt, betitelt „Erosion des Vertrauens“, wobei der Rest von Regierungszensoren gelöscht wurde – die auch den größten Teil eines Abschnitts eliminierten, der vor „paranoidem Populismus“ warnt. Aber gut, mit der starken Zensur des Berichts und gerade dieses besonderen Abschnitts schafft man auch sehr viel Vertrauen in der Bevölkerung.
Die kanadische Zeitung „National Post“ merkt in einem Artikel dazu an, dass die wirtschaftliche Produktivität des Landes seit den 1980ern einen Abwärtstrend verzeichnet habe. Dies habe sich in den letzten Jahren „dramatisch beschleunigt“, während diese in anderen Ländern mit dem gleichen wirtschaftlichen Niveau gestiegen sei. Ebenso sei die Leistbarkeit von Wohnraum auf das „allerschlimmste“ Niveau gesunken. Nur mehr eine Minderheit der kanadischen Haushalte habe ein ausreichendes Einkommen, um sich eine Eigentumswohnung zu leisten.
Vereinfacht gesagt könnte man konstatieren, dass die liberale, globalistische Politik unter den WEF-Marionetten Trudeau und Freeland zuerst Kanada kaputtregieren und die Sicherheitsbehörden dann vor dem dadurch verursachten Unmut in der Bevölkerung warnen. Und selbstverständlich ist jegliche Kritik an der Regierung nur „Desinformation“ und „Propaganda“, gegen die man nun vorgehen will.
Bank-Kommunikationssystem SWIFT kündigt CBDC-Plattform in spätestens zwei Jahren an
Eine zentrale, internationale CBDC-Plattform durch SWIFT läutet das Ende der kurzen Ära individueller Freiheit der Menschen ein. Für Menschen, die bei der Zahlung auf Bankomat- oder Kreditkarten angewiesen sind, werden Zahlungen mit CBDCs – also digitalem Zentralbankgeld -nicht etwa einfacher, sie werden kontrollierbar. Es kann zentral bestimmt werden, was gekauft werden und wofür gespendet werden darf – und dies ist auch so geplant und offen kommuniziert.
Die Menschheit durfte durch das Internet sowie internationale Handels- und Reisemöglichkeiten einige Jahrzehnte lang eine Freiheit auskosten, die für „Normalsterbliche“ wohl bald enden wird. Die Eliten dieser Welt haben bestimmt, dass individuelle Mobilität (Fahrzeuge) genauso wie Langstreckenreise enden müssen – angeblich um die Welt zu retten, welche durch zu hohen CO2-Ausstoß gefährdet sei. Mit dieser vorgeschobenen Behauptung möchte man aber das gesamte Konsumverhalten der Menschen regulieren. Zentral soll bestimmt werden, was gekauft und gegessen werden darf.
Die Verwendung von Digitalen Zentralbank-Geldern kann genau überwacht werden. So ist nicht nur bis ins letzte Detail einsehbar, wer wo was gekauft hat (um „Fehlverhalten“ nachträglich zu sanktionieren), man kann diese Käufe auch blockieren. Dazu laufen großangelegte Versuche, welche man den Menschen als „Bezahlkarten für Flüchtlinge“ schmackhaft machen will. Die millionenfach zur Destabilisierung des Westens umgesiedelten Armutsmigranten erhalten in diesem Modell kein Bargeld mehr, sie müssen mit Karten bezahlen, deren Einsatz sich präzise einschränken lässt.
„Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, abgekürzt SWIFT, ist eine 1973 gegründete und in Belgien ansässige Organisation, die ein besonders sicheres Telekommunikationsnetz (das SWIFTNet) betreibt, welches insbesondere von mehr als 11.000 Kreditinstituten weltweit im Auslandszahlungsverkehr als Gironetz genutzt wird.“, erklärt die deutsche Wikipedia.
Am 25. März meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass SWIFT in den nächsten ein bis zwei Jahren die Fertigstellung einer Plattform plant, mit der digitale Zentralbankwährungen mit dem bestehenden Finanzsystem nahtlos verbunden werden können.
Der Schwerpunkt liegt darauf, sicherzustellen, dass die CBDCs verschiedener Länder alle gemeinsam genutzt werden können, auch wenn sie auf unterschiedlichen zugrunde liegenden Technologien oder „Protokollen“ basieren, wodurch das Risiko einer Fragmentierung des Zahlungssystems verringert wird.
Es zeigte sich auch, dass sie bei hochkomplexen Handels- oder Devisenzahlungen eingesetzt und möglicherweise automatisiert werden könnten, um die Prozesse zu beschleunigen und die Kosten zu senken.
REUTERS auf Basis von Auskünften durch SWIFT
Nick Kerigan, Leiter der Abteilung Innovation bei SWIFT, definierte den Zeitraum bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme mit 12-24 Monaten. Damit soll die weltweite Dominanz von SWIFT im Bank-zu-Bank-Netzwerk erhalten bleiben.
Testgebiete für CBDCs befinden sich aktuell auf den Bahamas, in Nigeria und in Jamaika. Der E-Yuan in China dürfte die nächste derartige Währung sein. SWIFT geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 Vermögenswerte in der Höhe von 16 Billionen US-Dollar in Digitalwährungen umgewandelt werden. „Diese könnten dann in Echtzeit gehandelt werden“, freut sich Kerigan – ein scheinbarer Nutzen für die Menschen dieser Welt, die in Wahrheit damit in die totale Kontrolle taumeln. Ob sie das wollen, wurde nie demokratisch abgefragt.
An SWIFT kommt speziell in Europa kaum jemand vorbei, das System ist aber international etabliert und eine wichtige Schnittstelle für internationale Geldtransfers. Dabei gab es rund um das Unternehmen schon zahlreiche Skandale, welche starke Zweifel an einem Nutzen für die europäischen Bürger aufwarfen. Beispielsweise deckte Edward Snowden auf, dass US-Dienste das SWIFT-System auf mehreren Ebenen ausspähen und somit kompletten Einblick in den Zahlungsverkehr europäischer Bürger haben. Zudem wird SWIFT als Waffe gegen Länder eingesetzt, die sich nicht so verhalten, wie andere Länder dies verlangen. 2018 wurden auf Zuruf der USA iranische Banken blockiert, im Zuge des Ukraine-Kriegs schloss SWIFT russische Banken aus.
SWIFT ist auch anfällig auf Cyberattacken. So soll Nordkorea mehrfach erfolgreich zweistellige Millionensummen an US-Dollar entwendet haben. Im Februar 2016 konnten bei der Zentralbank Bangladesch 81 Millionen US-Dollar gestohlen werden.
Italienischer VfGH urteilt: Strafen wegen fehlender „Grüner Pässe“ in Gastro verfassungswidrig
Teile der Südtiroler Corona-Maßnahmen wurden nun vom italienischen Verfassungsgerichtshof als verfassungswidrig erkannt. Das Urteil erging am 28. März. Die Verfassungsrichter wurden von einer Pizzeria aus Meran befasst, der sich eine „Corona-Strafe“ nicht gefallen lassen wollte. Er hatte seine Gäste nicht nach dem „Grünen Pass“ gefragt.
Das Verfassungsgericht erklärte zwei Artikel des Südtiroler Landesgesetzes vom Mai 2020 „Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus SARS-COV-2 in der Phase der Wiederaufnahme der Tätigkeiten“ für verfassungswidrig. Soweit wir versuchen, die italienischen Texte korrekt zu interpretieren, befand das Höchstgericht, dass es nicht Aufgabe des Landes Südtirol war, „Coronasünder“ zu bestrafen. Es handelte sich also um einen Kompetenzstreit. Südtirol wäre nicht dafür zuständig gewesen, Wirtschaftsbetriebe zu sanktionieren, welche die „Grünen Pässe“ ihrer Kunden nicht kontrollierten.
Die Artikel 36. und 37. des Gesetzes wurden aufgehoben, was bedeutet, dass auch alle darauf basierenden Strafen ungültig sind. Das Onlinemagazin salto.bz berichtet, dass die Strafen „annulliert“ werden. Ob bereits geleistete Zahlungen rückabgewickelt werden, ist unserer Redaktion aktuell nicht bekannt. Weitere Berichte finden sich auf lavocedibolzano.it und rainews.it.
Südtirol ging unter Landeshauptmann Kompatscher während der Coronazeit einen „eigenen Weg“ – der wie in vielen anderen Ländern weder evidenzbasiert war, noch die Grundrechte der Menschen berücksichtigte. Dieser Weg wackelt nun nachträglich – denn am Landesgericht in Bozen sind noch zahlreiche Beschwerden wegen Covid-19-Maßnahmen anhängig. Es war auch dieses Gericht, welches das Verfassungsgericht anrief, um durch die gestrige Entscheidung im Fall der „Grünen Pässe“ Klarheit zu erhalten. Auch wegen anderer Corona-Bestimmungen befasste man das übergeordnete Gericht und wartet gespannt, ob auch weitere Bestimmungen fallen werden.
Jesus und die AfD

Von MEINRAD MÜLLER | Das Land Judäa, seit dem Jahr 63 v. Chr. fest in römischer Hand, ächzte unter der eisernen Faust der Diktatur. Während sich die römischen Legionen in ihren Festungen verschanzten, brodelte in den Gassen der Dörfer und Städte eine tiefe Unzufriedenheit. Steuereintreiber, wie der in Matthäus 9,11 erwähnte Jude Zachäus, knechteten das […]
UNVERGESSEN! – »Corona-Quarantäne-Verweigerer« sollten weggesperrt werden!
Höhere Meeresspiegel bestätigen wesentlich höhere Temperaturen vor 7000 Jahren als heute

Der Klimawandel hat in der gegenwärtigen vor etwa 11.000 bis 13.000 Jahren begonnen Interglazialzeit wesentlich höhere Temperaturen hervorgebracht als heute. Und das offenbar ohne „menschengemachtes“ CO2. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Beweisen, wie etwa das vollkommene Fehlen von Gletschern in den Alpen vor etwa 7000 Jahren oder um 5 bis 9 Meter höhere […]
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Die außerordentlichen Wetter-Ereignisse von 2022 bis 2024*
Javier Vinós, Climate Etc.
[*Im Original lautet die Schlagzeile „…climate events…“. Auch im Beitrag wird „climate events“ mit „Wetterereignisse“ übersetzt. A. d. Übers.]
Der unwahrscheinliche Vulkan, das wärmste Jahr und der Zusammenbruch des Polarwirbels.
Die Wetter-Ereignisse des Jahres 2022-24 waren wirklich außergewöhnlich. Von einem unwahrscheinlichen unterseeischen Vulkanausbruch über das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen bis hin zum Zusammenbruch des Polarwirbels nach drei plötzlichen stratosphärischen Erwärmungs-Ereignissen. Diese seltene Konvergenz stellt eine einzigartige Lernmöglichkeit für Klimatologen und Klimabegeisterte gleichermaßen dar und bietet Einblicke in ein Klimaereignis, das sich möglicherweise in Hunderten oder gar Tausenden von Jahren nicht wiederholen wird.
1. Januar 2022, der unwahrscheinliche Vulkan
Nie zuvor hat es einen unterseeischen Vulkanausbruch gegeben, dessen Rauchfahne bis in die Stratosphäre reichte und der eine große Menge an verdampftem Wasser absetzte. Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis war es im Januar 2022 gekommen, als der Vulkan Hunga Tonga ausbrach. Die Bedingungen für ein solches Ereignis sind selten: Der Vulkan muss tief genug sein, um genügend Wasser mit der Wolke auszustoßen, aber nicht zu tief, um zu verhindern, dass es die Stratosphäre erreicht. Die meisten Unterwasservulkane erzeugen überhaupt keine Wasserfahnen, was den Ausbruch des Hunga Tonga umso bemerkenswerter macht.
Der Vulkan Hunga Tonga befand sich am Tag vor dem Ausbruch in einer Tiefe von 150 Metern an einem einzigartigen „Sweet Spot“. Außerdem muss die Eruption selbst außergewöhnlich stark sein, damit Wasserdampf in die Stratosphäre aufsteigen kann. Der Ausbruch des Hunga Tonga im Januar 2022 war der stärkste seit dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo im Jahr 1991 und damit seit 30 Jahren.
Aktive Unterwasservulkane in der entsprechenden Tiefe sind selten, und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vulkan mit dieser Intensität ausbricht, ist relativ gering. Möglicherweise handelt es sich um ein Ereignis, das nur alle paar Jahrhunderte oder vielleicht sogar nur einmal pro Jahrtausend auftritt. Zweifellos war es ein außergewöhnlich seltenes Ereignis.
Während die stärksten Eruptionen wie z. B. der Tambora im Jahre 1815 das Wetter in der Hemisphäre einige Jahre lang stark beeinflussen können, deuten unsere Beobachtungen von Eruptionen wie Agung (1963), El Chichón (1982) und Pinatubo (1991) darauf hin, dass ihre Auswirkungen innerhalb von drei bis vier Jahren abklingen.
Die Vorstellung, dass die Kleine Eiszeit (LIA) durch verstärkte vulkanische Aktivität verursacht wurde, ist weit verbreitet. Die Daten sprechen jedoch dagegen. Die vulkanische Aktivität während der LIA war nicht ungewöhnlich hoch, sondern eher niedriger als im Durchschnitt des Holozäns (obwohl die vulkanische Aktivität im frühen 19. Jahrhundert, gegen Ende der LIA, außergewöhnlich hoch war). Der wichtigste ungewöhnliche Klimafaktor während der LIA war die außergewöhnlich geringe Sonnenaktivität.
In die Stratosphäre eindringende Vulkanausbrüche führen zu erheblichen strahlungsbedingten, chemischen und dynamischen Veränderungen, wobei Schwefel eine Schlüsselrolle spielt. Vulkanisches Schwefeldioxid (SO₂) oxidiert, verbindet sich und aggregiert zu Sulfataerosolen. Diese Aerosole streuen die eintreffende kurzwellige Strahlung, was zu einer verringerten Oberflächeneinstrahlung und damit zu einer Abkühlung der Oberfläche führt. Außerdem absorbieren sie sowohl die ein- als auch die ausgehende Infrarotstrahlung und tragen so zur Erwärmung der Stratosphäre bei.
Die Auswirkungen des Hunga-Tonga-Ausbruchs sind jedoch genau das Gegenteil. Hunga Tonga wurde zwar mit Schwefeldioxid in Verbindung gebracht, aber die Hauptauswirkung ging von Wasserdampf aus. Wasserdampf ist ein starkes Treibhausgas, so dass der plötzliche Anstieg des Wasserdampfs in der Stratosphäre um 10 % an einem einzigen Tag die Trübung der Stratosphäre für ausgehende Infrarotstrahlung erhöhte. Anders als in der unteren Troposphäre, wo der Treibhauseffekt relativ gesättigt ist, wirkt sich der Zusatz von Wasserdampf in der Stratosphäre wesentlich stärker aus, befindet sich dieser doch damit weit oberhalb der durchschnittlichen Emissionshöhe der Erde (etwa 6 km). Außerdem verstärkt der erhöhte Wasserdampfgehalt in der Stratosphäre die Infrarot-Emissionen aus der Stratosphäre und kühlt sie dadurch erheblich ab.
Abbildung 2: Stratosphärischer Wasserdampf in ppm nach Breitengrad im Laufe der Zeit in 31,6 hPa Höhe. Die Entwicklung des Hunga-Tonga-Wasserdampfes ist von der tropischen Injektion in Richtung der Pole deutlich zu erkennen.
Der unwahrscheinliche inverse Vulkanausbruch von Hunga Tonga kühlt derzeit die Stratosphäre ab und erwärmt gleichzeitig die Oberfläche. Dieser Effekt wird jedoch im Laufe der Zeit allmählich abnehmen, wenn der überschüssige Wasserdampf in den nächsten 2 bis 4 Jahren aus der Stratosphäre entweicht. Abbildung 2 veranschaulicht die Bewegung des vulkanischen Wassers von den tropischen Regionen, in welche die dehydrierte Luft aus der Troposphäre eindringt, zu den mittleren und hohen Breiten, wo es in den kommenden Jahren allmählich die Stratosphäre verlassen wird.
Es stellt sich die Frage: Warum hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis die Auswirkungen der stratosphärischen Veränderungen auf die Temperatur nach der Explosion festgestellt werden konnten? Normalerweise geht man davon aus, dass Strahlungseffekte sofort eintreten, sobald Wasserdampf oder Sulfataerosole in die Stratosphäre gelangen. Unser Wissen darüber, wie Vulkane das Wetter beeinflussen, ist jedoch nach wie vor unvollständig, und Klimamodelle haben Schwierigkeiten, diese Phänomene genau zu reproduzieren.
Der Transport in der Stratosphäre erfolgt schnell in Nord-Süd-Richtung, aber sehr langsam in Bezug auf den Breitengrad und die Höhe, mit erheblichen saisonalen Schwankungen. Abhängig von Faktoren wie dem Breitengrad des Ausbruchs und der Jahreszeit können die Auswirkungen eines Vulkanausbruchs auf das Wetter sehr unterschiedlich sein. Der Ausbruch des Tambora liefert einen Präzedenzfall: Er ereignete sich im April 1815, aber seine Auswirkungen auf das Wetter, die zum „Jahr ohne Sommer“ führten, wurden erst im Juni 1816, also 15 Monate nach dem Ausbruch, festgestellt. Dieses historische Beispiel unterstreicht die Möglichkeit, dass Ereignisse, die mehr als ein Jahr nach einer Eruption eintreten, tatsächlich auf diese zurückgeführt werden können.
2. 2023, das wärmste Jahr jemals
Ab Juni 2023 waren die letzten sieben Monate des Jahres die wärmste Periode seit Beginn der Aufzeichnungen und übertrafen die bisherigen Rekorde deutlich. Angesichts der beträchtlichen Temperaturschwankungen, die von Monat zu Monat zu beobachten sind, ist ein solches Ereignis recht bemerkenswert. Aber wie unwahrscheinlich ist es?
Anhand des HadCRUT5-Datensatzes stellen wir fest, dass es seit 1870 17 rekordverdächtige wärmste Jahre gegeben hat. Jedes Jahr in HadCRUT5, das alle vorangegangenen Jahre übertrifft, wird als Rekordjahr eingestuft, und der Rekordanstieg wird als Temperaturdifferenz zum vorherigen Rekordjahr gemessen (höchste Marke bis dahin). Zum Beispiel war 2009 das wärmste Jahr, aber es war nur 0,005ºC wärmer als 2007, das vorherige Rekordjahr. Das Jahr 2023 war das wärmste Jahr und 0,17ºC wärmer als 2016. Dies ist der größte Unterschied zwischen einem Rekordjahr und dem vorherigen Rekordjahr in der gesamten Reihe.
Abbildung 3 zeigt, dass 2023 mit +0,17 °C der größte Temperaturanstieg seit 153 Jahren zu verzeichnen war. Dieser Anstieg im Vergleich zu früheren Aufzeichnungen ist bemerkenswert, selbst für ein Jahr, das als das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet worden ist.
Abbildung 3. Die wärmsten Jahre im HadCRUT5-Datensatz seit 1870 mit dem Temperaturanstieg gegenüber dem vorherigen Rekord. Den größten Sprung gab es im Jahre 2023.
In den wärmsten Jahren stechen oft mehrere Monate als die wärmsten hervor (Abbildung 4, blaue Balken). Im Jahr 2023 gab es sieben solcher Monate, die nur 2016 hinter sich lassen und mit 2015 gleichziehen. Bemerkenswert ist, dass diese sieben wärmsten Monate aufeinander folgten und sich von Juni bis Dezember erstreckten. Die roten Balken in Abbildung 4 veranschaulichen die Anzahl der aufeinanderfolgenden Rekordmonate für jedes Rekordjahr. Aus der Abbildung wird deutlich, dass die Jahre im Datensatz mit fünf oder mehr aufeinanderfolgenden wärmsten Monaten mit sehr starken El-Niño-Jahren zusammenfallen: 1877-78, 1997-98 und 2015-2016.
Abbildung 4. Die Anzahl der Rekordmonate in den Rekordjahren ist in blau, die Anzahl der aufeinanderfolgenden Rekordmonate in rot dargestellt.
Im Jahr 2023 reflektieren die Temperaturstatistiken ähnliche Bedingungen wie in den stärksten El-Niño-Jahren seit über einem Jahrhundert. Aber war dies wirklich der Fall? Es ist schwierig festzustellen, ob El Niño der Auslöser für den Wärmerekord im Jahr 2023 war. Sich allein auf die Temperatur des Pazifischen Ozeans als Kriterium für El Niño zu verlassen, würde zu einem Zirkelschluss führen. El Niño ist ein komplexes Phänomen, an dem sowohl die Atmosphäre als auch der Ozean beteiligt sind. Der Multivariate ENSO-Index (MEI v2) verwendet fünf Variablen – Luftdruck auf Meeresspiegel-Niveau, Temperatur der Meeresoberfläche, zonale Winde an der Oberfläche, meridionale Winde an der Oberfläche und ausgehende langwellige Strahlung – um eine Zeitreihe der ENSO-Bedingungen von 1979 bis heute zu erstellen.
Dieser Index zeigt, wenn er über das gesamte Jahr gemittelt wird, dass von allen Rekordjahren seit 1980 nur 1997-98 und 2015-16 das Ergebnis eines sehr starken El Niño waren. Das Jahr 2023 war sogar ein schwaches El-Niño-Jahr, trotz sehr hoher Meerestemperaturen.
Daraus lässt sich schließen, dass 2023 tatsächlich ein ungewöhnliches Jahr mit Rekordtemperaturen war. Obwohl es in Bezug auf die Überschreitung früherer Temperaturrekorde mit sehr starken El-Niño-Jahren konkurrierte, fiel es nicht wirklich in diese Kategorie. Bemerkenswert ist, dass es trotz des Fehlens eines starken El Niño den höchsten Temperaturrekord in dem anderthalb Jahrhunderte umfassenden Datensatz aufstellte, und zwar mit dem größten Abstand.
In einem Artikel mit dem Titel „State of the climate – summer 2023“ zeigte Judith Curry, wie ungewöhnlich das Jahr 2023 in Bezug auf die globale Strahlungsbilanz am oberen Rand der Atmosphäre, die Komponenten der Oberflächen-Energiebilanz und die internen Modi der Klimavariabilität war, die durch atmosphärische und ozeanische Zirkulationsmuster bestimmt werden.
Das Ausmaß der Anomalien, die im Jahr 2023 in einem breiten Spektrum von Variablen auftraten, wurde noch nie zuvor aufgezeichnet. Es handelt sich um ein in unseren Aufzeichnungen bisher nicht dagewesenes Wetter-Ereignis.
3. Januar-März 2024, der Zusammenbruch des Polsrwirbels
Der Polarwirbel ist ein kreisförmiges Windmuster, das sich auf rotierenden Planeten mit einer Atmosphäre entwickelt. Er resultiert aus der Erhaltung der potenziellen Wirbelstärke, einer Eigenschaft, die von der Corioliskraft und dem potenziellen Temperaturgradienten abhängt. Die potenzielle Temperatur bezieht sich auf den Teil der Temperatur eines Luftpakets, der nicht von seiner potenziellen Energie beeinflusst wird, und wird oft als die Temperatur definiert, die das Paket hätte, wenn es an die Oberfläche gebracht werden würde (1000 hPa).
In der nördlichen Hemisphäre kommt es gegen Ende des Sommers in der Arktis zu einem starken Temperaturabfall, wenn die Tage kürzer werden. Um die potenzielle Wirbelstärke aufrechtzuerhalten, verstärkt sich der Wind um die Polarregionen in west-östlicher Richtung. Die Bildung des Polarwirbels in der Stratosphäre erfolgt, wenn die vorherrschenden Ostwinde auf Westwinde umschlagen. Diese Verschiebung ist an der zonalen Windgeschwindigkeit zu erkennen, die um den September herum von negativ auf positiv wechselt (siehe Abbildung 6). Schließlich löst sich der Wirbel gegen April auf.
Die Winde im stratosphärischen Polarwirbel können bis zu 180 km/h erreichen und bilden eine gewaltige Barriere für den Wärmetransport aus den Tropen. Infolgedessen werden die Atmosphäre und die Oberfläche innerhalb des Wirbels sehr kalt und trocken, was den Energieverlust für den Planeten verringert, da kalte Oberflächen weniger Wärme abstrahlen.
In der Atmosphäre treten wie in jeder Flüssigkeit Wellen auf, planetarische Wellen genannt. Eine Ursache der Bildung dieser planetarischen Wellen sind große Gebirgsketten und Temperaturunterschiede zwischen Ozeanen und Land. Nach der Rossby-Formel verlagern sich diese Wellen umso schneller, je kürzer deren Wellenlänge und je stärker der sog. Zonale Grundstrom [= der Westwind-Impuls] ist. Schwächt sich der zonale Grundstrom ab, wird der Polarwirbel geschwächt, so dass wärmere Luft einströmen kann, welche kalte Luft nach außen drückt. Dieser Austausch führt zu kälteren Winterbedingungen in den mittleren Breitengraden.
[Ohne dem Autor zu nahe treten zu wollen – obiger Absatz ist keine direkte Übersetzung, denn es entsteht der Eindruck, dass der Autor – anders als der Übersetzer – nicht wirklich mit der Rossby-Theorie planetarischer Wellen vertraut ist. Wer mehr dazu wissen will, kann den Link anklicken. A. d. Übers.]
Wenn sich die Winde so weit abschwächen, dass sie ihre Richtung ändern, zerfällt der Polarwirbel in zwei oder drei kleinere Wirbel, die sich voneinander entfernen. Die Luft in der Stratosphäre, die in das Gebiet eindringt, das zuvor von dem Wirbel eingenommen wurde, sinkt ab und erwärmt sich dabei erheblich. Dieses Phänomen, das als plötzliche Stratosphärenerwärmung (SSW) bezeichnet wird, kann die Temperaturen in der polaren Stratosphäre innerhalb weniger Tage bis zu 40 °C ansteigen lassen. SSWs sind in der nördlichen Hemisphäre relativ häufig und treten in der Regel etwa alle zwei Jahre auf. In den folgenden Wochen führen sie in bestimmten Regionen, insbesondere im östlichen Nordamerika und im östlichen Eurasien, oft zu härteren Winterbedingungen.
El-Niño-Jahre begünstigen in der Regel SSW-Ereignisse und Zusammenbrüche des Polarwirbels.
Dies könnte auf die erhöhten Temperaturkontraste im Ozean während El Niño zurückzuführen sein, die planetarische Wellen mit größerer Amplitude erzeugen. Gelegentlich, etwa alle 10-20 Jahre, treten zwei SSW-Ereignisse im gleichen Winter auf. Die lange Periode dieses Winters (November bis März) markiert jedoch das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1950er Jahren, dass drei SSW-Ereignisse beobachtet wurden. Der Zusammenbruch des Polarwirbels ereignete sich im Januar, Februar und März, wie in Abbildung 6 der SSW-Überwachung der NOAA dargestellt. Jedes Mal fiel die rote Linie, die die Westwindgeschwindigkeit darstellt, auf die Nulllinie. Zu dieser Jahreszeit ist es möglich, dass sich der stratosphärische Polarwirbel nicht neu bildet.
Abbildung 6. Die westlichen (positiven) stratosphärischen zonalen Winde bei 60°N (rote Linie) erreichten in diesem Jahr dreimal die Null-Geschwindigkeits-Linie, was jedes Mal auf eine plötzliche Erwärmung der Stratosphäre und den Zusammenbruch des Polarwirbels hindeutet.
Laut Adam Scaife vom britischen Met Office ist dieses Ereignis nicht nur beispiellos, sondern könnte auch nur einmal in 250 Jahren auftreten. Dies geht aus einer aktuellen statistischen Studie über SSW-Ereignisse hervor, die mit einem saisonalen Vorhersagesystem innerhalb eines Klimamodells durchgeführt wurde. Es ist jedoch wichtig, einen Vorbehalt anzumerken: Klimamodelle haben immer noch Schwierigkeiten, die Stratosphäre genau abzubilden, und können das beobachtete Phänomen nicht reproduzieren, dass La-Niña-Jahre auch die Wahrscheinlichkeit von SSW-Ereignissen erhöhen.
Die Auswirkungen der drei SSW-Ereignisse in diesem Winter sind nicht besonders dramatisch. Zwar können sich normale Wettermuster verschieben und in einigen Gebieten zu ungewöhnlichen Temperaturen und Niederschlägen führen, doch sind die Auswirkungen nur vorübergehend. Allerdings wirken sich diese Ereignisse auf die Temperaturen in der Arktis und damit auf die Energiemenge aus, die den Planeten verlässt. Die Abschwächung des Polarwirbels, wie in Abbildung 6 dargestellt, führt in diesem Winter zu einem verstärkten Wärmetransport in die Arktis und damit zu höheren Temperaturen in dieser Region.
Abbildung 7 veranschaulicht diesen Trend, wobei die orangefarbene Linie die Temperaturen in der Arktis im Jahr 2023 nach Angaben des Dänischen Meteorologischen Instituts und die grüne Linie die Temperaturen in diesem Jahr darstellt. Da der Treibhauseffekt während des arktischen Winters aufgrund des geringen Wasserdampfs in der Atmosphäre relativ schwach ist, entweicht aufgrund des geschwächten Wirbels mehr Energie vom Planeten. Dadurch wird die ungewöhnliche Erwärmung in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abgeschwächt und reduziert, die dazu beigetragen hat, dass es das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war.
Abbildung 7. Oberflächentemperatur in der Arktis für die Jahre 2023 (orange) und 2024 (grün), verglichen mit dem Durchschnitt von 1958-2002 (blau).
Trotz der zusätzlichen Wärme, die in die Arktis transportiert wird und zu einem Temperaturanstieg führt, ist die Ausdehnung des arktischen Meereises nicht entsprechend zurückgegangen. Tatsächlich übersteigt die Meereisausdehnung in diesem Winter den Durchschnitt für 2010-2020. Es scheint, dass das arktische Eis entgegen den weit verbreiteten Befürchtungen über sein Verschwinden widerstandsfähig und stabil bleibt.
Abbildung 8. Ausdehnung des arktischen Meereises im Jahr 2024 im Vergleich zu den dekadischen Durchschnittswerten für 2001-10 und 2011-20 des National Snow and Ice Data Center.
4. Was ist in naher Zukunft zu erwarten?
Der unwahrscheinliche Vulkanausbruch ist die wahrscheinliche Ursache für die außergewöhnliche Erwärmung, die wiederum zum Auftreten der beispiellosen drei SSW-Ereignisse führte.
Unser Verständnis der Auswirkungen dieser Ereignisse unterstützt diese Interpretation.
Historische Daten über die wärmsten Jahre deuten darauf hin, dass das Jahr 2024 mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut den Temperaturrekord brechen wird, ähnlich wie die Jahre 1877-78, 1980-81, 1997-98 und 2015-16. Wenn wir jedoch die Hunga-Tonga-Eruption als Hauptursache für die Erwärmung identifiziert haben, können wir davon ausgehen, dass der überschüssige Wasserdampf, wenn er die Stratosphäre verlässt, zu einer Abkühlung an der Oberfläche führt, was die Temperaturen in den nächsten drei bis vier Jahren senken könnte. Studien wie Solomon et al. (2010) haben bereits die negativen Auswirkungen der Austrocknung der Stratosphäre auf die globale Erwärmung aufgezeigt. Die durch den Hunga-Tonga-Vulkan verursachte Erwärmung dürfte sich wieder umkehren.
Darüber hinaus könnten andere Faktoren, die sich auf die Temperaturen auswirken, wie der Rückgang der Sonnenaktivität nach dem Maximum des Sonnenzyklus 25 und ein künftiger Wechsel der atlantischen multidekadischen Oszillation in ihre kalte Phase zu einer großen Pause bei der globalen Erwärmung beitragen. Nimmt man die Temperatur von 2023-24 als Bezugspunkt, könnte es in den kommenden Jahren sogar zu einer gewissen Abkühlung kommen. Es sind in der Tat interessante Zeiten, was die Klimadynamik betrifft.
Link: https://wattsupwiththat.com/2024/03/25/the-extraordinary-climate-events-of-2022-24/
Übersetzt und teils modifiziert von Christian Freuer für das EIKE
Karfreitag: Klappern und Klapperspatzen
(David Berger) Der Klang der Kirchenglocken in seinen verschiedensten Variationen gehört seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. zur Atmosphäre und Kultur des Abendlandes. Und das nicht nur, wenn sie zum Gottesdienst rufen. In der katholischen Welt schweigen sie allerdings von Gründonnerstag Abend bis zur Osternacht.
Der Beitrag Karfreitag: Klappern und Klapperspatzen erschien zuerst auf Philosophia Perennis.


