Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

Jetzt kostenlosen Gesprächstermin buchen

Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Nachtbeleuchtungs-Beobachtungen in Städten stellen eine Herausforderung für die Interpretation von Messungen der Temperatur auf dem Festland dar

Nachtbeleuchtungs-Beobachtungen in Städten stellen eine Herausforderung für die Interpretation von Messungen der Temperatur auf dem Festland dar

Alan Longhurst

Das Muster der Erwärmung, welches von den instrumentellen Daten aufgezeichnet wird, wird von der wissenschaftlichen Gemeinschaft fast ohne Frage als Folge der fortschreitenden und globalen Verschmutzung der Atmosphäre durch CO akzeptiert. Wäre man jedoch wirklich wissbegierig, würde man nicht lange brauchen, um zu erkennen, was an dieser übermäßigen Vereinfachung falsch ist: Die Beweise sind völlig eindeutig und für jeden Menschen guten Willens einfach zu verstehen.

Im Jahr 2006 veröffentlichte die NASA Goddard zwei Diagramme, die zeigen, dass die Daten aus den USA [1] nicht dem gleichen Erwärmungstrend folgen wie der Rest der Welt. Im Archiv der USA dominieren numerisch die Daten aus dem ländlichen Raum, während fast überall sonst die Daten aus den Städten massiv überwiegen. Die Beobachtung begann in den USA schon sehr früh – sie wurde 1776 von Jefferson eingeführt – und schon damals wurde der Schwerpunkt auf die Unterstützung der Landwirte gelegt.

Sie stimmen damit überein, dass die uns heute so beunruhigende „globale Erwärmung“ eine städtische Angelegenheit ist, die nicht durch die globale CO-Verschmutzung der Erdatmosphäre verursacht wird, sondern durch die Verbrennungswärme des Erdöls, das wir in unseren Fahrzeugen, in unseren Häusern und an unseren Arbeitsplätzen verbrennen – all das addiert sich zu den Strahlungsfolgen unserer Gebäude und undurchlässigen Zement- und Asphaltflächen. Städte nehmen jedoch nur einen sehr kleinen Teil der Landoberfläche unseres Planeten ein, etwa 0,53 % (bzw. 1,25 %, wenn man die dicht besiedelten Vororte mit einbezieht), wie eine kürzlich durchgeführte Berechnung mit Hilfe einer regelbasierten Kartierung ergab. Die meisten Daten in den CRUTEM- oder GISTEMP-Archiven wurden jedoch auf diesem sehr kleinen Teil der Landoberfläche aufgezeichnet.

Folglich liegen aus den kleinen Dörfern, die mit ihren Bauernhöfen und Weiden über das ansonsten unbewohnte Grasland, die Wälder, die Berge, die Wüste und die Tundra verstreut sind, nur sehr wenige Temperaturmessungen vor.  Es ist auch nicht allgemein bekannt, dass unsere Anwesenheit dort seit der Einführung von Stahl und Dampf zum Pflügen des Graslandes und zum Abholzen der Wälder mit fortschreitenden Veränderungen verbunden ist. [2]

Ein Maß für die Helligkeit oder Intensität der nächtlichen Beleuchtung, der BI-Index, wurde von der NASA aus der Arbeit von Mark Imhoff abgeleitet, der die nächtliche Beleuchtung kalibriert und in sieben stabile Klassen eingeteilt hat – eine ländliche, zwei stadtnahe und vier städtische [3]. Der BI-Index für den Flughafen von Toulouse liegt bei 59 und für den zentralen Bezirk von Kairo bei 167. Vorsicht ist geboten bei offensichtlichen Anomalien wie der von Millau, einer aktiven Kleinstadt mit 20 000 Einwohnern, die jedoch einen BI = 0 aufweist, ebenso wie Gourdon, das nur 4000 Einwohner hat. Der Grund dafür ist, dass die MeteoFrance-Instrumente in Millau auf einer kahlen Bergkuppe auf der anderen Seite eines tiefen, unbebauten Tals neben der Stadt aufgestellt wurden und daher nur die Bedingungen der Umgebung aufzeichnen.

Die Auswirkungen der Verstädterung lassen sich nicht nur in Großstädten feststellen, sondern auch in den Daten einiger sehr kleiner Orte, die ansonsten als ländlich gelten würden, wie in Lerwick, einem Hafen auf den Orkney-Inseln mit einer Bevölkerung von <7000 Einwohnern. Hier zeigen die GHCN-M-Daten des KNMI eine Erwärmung von etwa 0,9 °C im Zeitraum 1978-2018, während sich im gleichen Zeitraum der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht um 0,3 °C vergrößerte. Die nächtliche Wärmespeicherung ist charakteristisch für die Erwärmung der Städte.

Aber Gourdon, ein kleines, kompaktes Dorf im Westen Frankreichs, nicht weit von meinem Wohnort entfernt, hat bei einer Einwohnerzahl von nur 3900 einen BI von nur 7. Es liegt auf einem Ackerland, das vor 150 Jahren nach dem Absterben der Weinstöcke aufgegeben wurde und heute durch Schafe, Ziegen und Gestrüpp geprägt wird. Die kleinen Weiler in dieser Region sind nachts oft dunkel, und die Straßenschilder weisen darauf hin, dass man ein „Sternendorf“ betritt.

Trotz der tiefen Abgeschiedenheit gibt es in Gourdon eine bemannte Meteofrance-Station, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts über einen Zeitraum von 60 Jahren eine sehr allmähliche und geringfügige Erwärmung des Sommers bei gleichzeitig absolut stabilen Winterbedingungen festgestellt hat.

Da sich Gebäude und menschliche Aktivitäten in Gourdon in diesem langen Zeitraum zweifellos verändert haben, vielleicht vor allem durch die Zunahme des ländlichen Tourismus‘, war dieser Effekt wahrscheinlich vorhersehbar.  Das Gleiche gilt für Daten aus anderen kleinen Orten wie Lerwick, einem Hafen auf den Orkney-Inseln mit einer etwa doppelt so großen Bevölkerung wie Gourdon. Hier zeigen die GHCN-M-Daten des KNMI eine Erwärmung von etwa 0,9 °C im Zeitraum 1978-2018, während sich im gleichen Zeitraum die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht um 0,3 °C erhöhte.

Die BI-Werte für die Nachtbeleuchtung werden in keiner Weise durch die Tatsache beeinflusst, dass die thermometrischen Daten, mit denen sie jeweils verknüpft sind, später mit den Daten einer anderen Station zusammengeführt wurden, um eine regionale Homogenität zu erreichen. Folglich ist es angebracht, sie mit den Nachtbeleuchtungsdaten in Verbindung zu bringen, in der Hoffnung, die Auswirkungen der lokalen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen in den Städten von denjenigen zu isolieren, die wir den Sonnenschwankungen zuschreiben müssen. Die Folgen der Homogenisierung der Daten für die Temperatur werden hier durch die Verwendung von GHCN-M-Daten vom KNMI-Standort vermieden, die den ursprünglichen, nur um die Probleme vor Ort bereinigten Beobachtungen so nahe kommen, wie es heute möglich ist.

Das Phänomen der städtischen Erwärmung wird seit fast zweihundert Jahren beobachtet und verstanden. Der Meteorologe Luke Howard (zitiert von H.H. Lamb) schrieb 1833 über seine Untersuchungen der Temperatur im Gebäude der Royal Society im Zentrum Londons sowie in Tottenham und Plaistow, die damals etwas außerhalb der Stadt lagen:

Aber die Temperatur der Stadt ist nicht als die des Klimas zu betrachten; sie hat zu viel von einer künstlichen Wärme, die durch ihre Struktur, durch eine gedrängte Bevölkerung und den Verbrauch großer Mengen von Brennstoff in Feuern hervorgerufen wird: wie aus dem Folgenden ersichtlich wird…. Wir finden London immer wärmer als das Land, der durchschnittliche Temperaturüberschuss beträgt 1,579°F….ein beträchtlicher Teil der erhitzten Luft wird ständig aus den Schornsteinen in die allgemeine Masse geströmt; dazu kommt die Wärme, die in alle Richtungen von Gießereien, Brauereien, Dampfmaschinen und anderen Produktions- und Küchenfeuern verbreitet wird. [4]

Zu Luke Howards Liste müssen nun noch die Folgen der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen in Fahrzeugen, Massentransportsystemen, Kraftwerken und Industriebetrieben innerhalb des Stadtgebietes sowie Zement-/Asphaltflächen nebst deren relative Beiträge bei Tag und Nacht hinzugefügt werden [5].

Der Energiehaushalt des Ballungsraums Toulouse in Südfrankreich ist wahrscheinlich typisch für solche Orte: Die anthropogene Wärmeabgabe liegt in der Größenordnung von 100 W/m² im Winter und 25 W/m² im Sommer im Stadtkern und etwas weniger in den Wohnvororten. Die Beobachtungen der sich daraus ergebenden Entwicklung der Temperaturen im Zentrum von Toulouse sind mit den erwarteten Auswirkungen der saisonalen Erfassung aller Wärmequellen vereinbar. Unterhalb der städtischen Überdachung wurde ein Budget für die Wärmeerzeugung und den Wärmeverlust durch Advektion in die umliegenden ländlichen Gebiete berechnet, und es wurde festgestellt, dass dieser Verlust unter bestimmten Windbedingungen erheblich ist. In dieser und vielen anderen Städten ist auch die Wärmeabgabe durch den vorbeifahrenden Straßenverkehr stark saisonabhängig und stellt eine wichtige Komponente des Wärmebudgets dar, da die nationalen Straßennetze in der Regel in der Nähe großer Bevölkerungszentren vorbeiführen [6].

Größere Städte, größere Auswirkungen: Im Kern der Stadt Tokio lag der saisonale Wärmestrom in den 1990er Jahren zwischen 400 und 1600 W.m-2, und die gesamte Küstenebene von Tokio scheint durch die in der Stadt erzeugte Wärme kontaminiert zu sein, vor allem im Sommer, wenn die Erwärmung bis in 1 km Höhe reichen kann, was viel stärker ist als die einfache nächtliche Wärmeinsel über großen Städten [7]. Die langfristige Entwicklung des Stadtklimas wird in Europa gut veranschaulicht, wo in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihre natürliche Verbindung mit dem regionalen Klima abrupt durch einen einfachen Erwärmungstrend ersetzt wurde, der sie fast 2°C über die Basislinie der vorangegangenen 250 Jahre brachte.

Obwohl die von der städtischen Wärme ausgehende Energie global gesehen nur einen sehr kleinen Teil der in der Atmosphäre transportierten Wärme ausmacht, deuten Modelle darauf hin, dass sie in der Lage sein könnte, die natürlichen Zirkulationsmuster so weit zu stören, dass sie sowohl Fern- als auch lokale Auswirkungen auf das globale Muster der Temperatur hat. Die signifikante Freisetzung dieser Wärme in die untere Atmosphäre konzentriert sich auf drei relativ kleine Regionen in den mittleren Breitengraden – das östliche Nordamerika, Westeuropa und Ostasien – aber die Einbeziehung dieser regionalen Wärmezufuhr (als stetiger Input an 86 Modellpunkten, an denen sie 0,4 100 W/m² übersteigt) wurde im NCAR Community Atmospheric Model CAM3 getestet.

Der Vergleich der Kontroll- und Störungsläufe zeigte signifikante regionale Auswirkungen der Wärmeabgabe aus diesen drei Regionen an 86 Gitterpunkten, an denen Beobachtungen der Nutzung fossiler Brennstoffe darauf hindeuten, dass sie 0,4 100 W/m² übersteigt. Im Winter kommt es in hohen nördlichen Breitengraden zu sehr starken Temperaturveränderungen: Den Autoren zufolge gibt es eine starke Erwärmung von bis zu 1 K in Russland und Nordasien…., im Nordosten der USA und im Süden Kanadas ist eine deutliche Erwärmung zu verzeichnen, die in den kanadischen Prärien bis zu 0,8 K beträgt.

Die Vermutung, dass die Daten zur globalen Temperatur – von denen die Hypothese der anthropogenen Klimaerwärmung abhängt – durch andere Wärmequellen stark verunreinigt sind, ist nicht neu.  Die nachstehende Karte zeigt die Standorte von 173 Stationen, die von MacKittrick und Michaels für eine statistische Analyse der Verunreinigung der globalen Temperaturarchive durch städtische Wärmequellen verwendet wurden, mit der sie die Nullhypothese verwarfen, dass das räumliche Muster der Temperaturtrends unabhängig von sozioökonomischen Effekten ist, was die Position des IPCC war und ist, für den MacKittrick damals als Gutachter tätig war.[8]

Im vorliegenden Kontext schien es lohnenswert, diese Studie zu wiederholen, und so wurde eine Datei mit 31 Clustern von BI-Indizes aus den „Get Neighbours“-Listen zusammengestellt, die beim Zugriff auf die GISTEMP-Daten angezeigt werden.  Diese Cluster umfassen 1200 Datendateien, die 776 Städte und 424 ländliche Orte repräsentieren, von denen 355 nachts völlig dunkel sind.  Sie repräsentieren daher ein breites Spektrum individueller Stationshistorien – viele davon länger als 100 Jahre – und sind für diese Aufgabe ausreichend.   Nur 53 der 540 aufgelisteten ländlichen Orte befinden sich in Westeuropa, der Rest in den weiten, nachtdunklen Weiten Asiens – wo die auf der arktischen Insel Novaya Zemyla basierenden Daten nur drei Orte mit signifikanter Nachtbeleuchtung umfassen, von denen einer die Stadt Murmansk ist. Der Cluster südöstlich des Baikalsees umfasst zwei Städte (329.000 und 212.000 Einwohner mit BIs von nur 28 und 13) sowie 39 kleine Orte – von denen 28 nachts völlig dunkel sind – während der Cluster unmittelbar westlich des Baikalsees 19 solcher Orte umfasst.   Aber nicht alle hellen Orte haben eine große Bevölkerung, denn intensive Industrieanlagen, die mit Solarzellen betrieben werden, können die regionale Nachtbeleuchtung dominieren, wie dies in einigen Golfstaaten der Fall ist: eine Versuchsfarm allein erzeugt hier einen BI von 122, während die 3012 Menschen, die in Shiwaik leben, einen BI von 181 erzeugen.

Die nachstehende Karte zeigt die zentrale Lage von 30 Clustern in Bezug auf die Verteilung der einheimischen Vegetationstypen. [9]

Zentralstationen eines jeden Clusters

        Name                              Radius km   BI=0 BI>25  Npop<1K    N       E      

  1   Gourdon, France                                  288       5           1               6         44.7  01.4

2   Valentia Observatory, S. Ireland       400       14         2              14        51.9  10.2

3   Santiago Compostella, Spain           406      7          23              2          42.9   06.4

4   Muenster, Germany                         109      1          7                0          52.4   07.7

5   Innsbruck, Austria                           107      9           2                4          42.3   11.4

6   Bursa, Turkey                                  224     12         1                2          40.4   25.1

7   El Suez, Egypt                                 532       7       21                0            25.4   32.5

8   Abadan                                             628        6       17             0         30.4   48.5

9   Gdov, Russia                                    224      14         5             10          58.7   27.5

10  Saransk. W Russia                            434        9         9                1          54.1   45.2

11  Tobolsk, Russia                                 482         8        7                5          58.1   68.2

12  Lviv, Ukraine                                    293      10        5                  2           49.8   23.9

13  Simferopol, Crimea                           397       14        4                2           44.7   34.4

14  Tulun , Russia                                    485      19        4                9            54.0   98.0

15  Tatarsk, Russia                                    308      14         1               6           55.2   75.9

16  Krasnojarsk, Russia                            391     13         2               7            56.0   92.7

17  Ostrov Gollomjanny, Russia i             277      38         2            24           79.5   90.6

18  Malye Kamakuki, Russia                     82      30         1              23            72.4   52.7

19  Kokshetay, Kazakstan                          460      15         3             2          53.3   69.4

20  Cardara, Russia                                   212       12         0             1           41.3   68.0

21  Nagov, Russia                                     696      30         0              4          31.4   92,1

22  Selagunly, Russia                                846      26        0               5            66.2  114.0

23  Loksak, Russia                                    493       31         0            11          54.7  130.0

24  Gyzylarbat, Russia                              636       20         5             5          38.9    56.3

25  Ust Tzilma, Pechora Basin                 451        16         1             7           65.4    52.3

26  Cape Kigilyak, Kamchatka               1055        37        0              9          73.3  139.9

27  Dashbalbar, Mongolia                       435       29         1             6           49.5  114.4

28  Guanghua, China                               465       17         2             ?           32.3  111.7

29  Youyang, S. Korea                            417       26          0             ?          28.3  108.7

30  Poona, N. India                                 681         4          7            0          18.5   73,8

31  C. India                                             601         1        17            0          23.2   71.3

32  Mai Sariang, Burma                          57         10          4            1          68.2    97.9

33  Central Japan                                   203          5       13            1          34.4  132.6

Anhand dieser Daten kann die angebliche Erwärmung Europas und Asiens untersucht werden, welche die Öffentlichkeit so beunruhigt. Im fernen Osten Russlands und den angrenzenden Gebieten sind acht Cluster aufgelistet, zu denen 296 Ortsnamen gehören, in denen es überhaupt keine Nachtbeleuchtung gibt, und nur fünf Kleinstädte, die einen Nachtbeleuchtungsindex von nur 1 haben. In solchen Orten dominiert der natürliche Zyklus der Klimabedingungen – der lokal durch die fortschreitende anthropogene Veränderung der Bodenbedeckung modifiziert wird – das globale Muster der Lufttemperatur, und in ländlichen Regionen gibt es eine recht einfache Beziehung zwischen Bevölkerungsgröße und BI.

Städte und Dörfer nehmen nur einen sehr kleinen Teil der kontinentalen Landfläche unseres Planeten ein, derzeit etwa 0,53 % – bzw. 1,25 %, wenn man die dicht besiedelten Vororte mit einbezieht – wie eine kürzlich durchgeführte Studie mit Hilfe regelbasierter Kartierung ergab. Auch wenn es für die vorliegende Diskussion von untergeordneter Bedeutung ist, muss betont werden, dass die Bedingungen in den dünn besiedelten ländlichen oder natürlichen Regionen in säkularem Maßstab nicht statisch sind – überall, auch in Asien, wurden Grasland und Prärien abgeweidet oder gepflügt und Wälder gerodet und durch Sekundärwald ersetzt.

Infolgedessen ist die Bevölkerungsverteilung hochgradig aggregiert und – wie es sein muss – mit der regionalen Wirtschaftsentwicklung verbunden. Dies wird in den nachstehenden Abbildungen veranschaulicht, die zeigen, dass in Westeuropa der Zugang zum Meer von entscheidender Bedeutung ist, ebenso wie in Japan, während in der nachtschwarzen Ukraine und in Russland die Zonen der gemäßigten Laubwälder und der gemäßigten Steppen die aktivste Siedlungs- und Stadtentwicklung erfahren haben [10]. Der arktische Tundragürtel ist sehr dünn besiedelt, umfasst jedoch einige Industriestädte, von denen Archangelsk die größte ist.

Obwohl die Energie aus der Verbrennungswärme global gesehen nur einen sehr kleinen Teil der in der Atmosphäre transportierten Energie ausmacht, deuten Modelle darauf hin, dass sie in der Lage sein könnte, die natürlichen Zirkulationsmuster ausreichend zu stören, um sowohl Fern- als auch lokale Auswirkungen auf das aus Beobachtungen abgeleitete globale SAT-Muster hervorzurufen. Die signifikante Freisetzung dieser Wärme in die untere Atmosphäre konzentriert sich auf drei relativ kleine Regionen in den mittleren Breitengraden – das östliche Nordamerika, Westeuropa und Ostasien – aber die Einbeziehung dieser regionalen Wärmezufuhr (als ständiger Input an 86 Modellpunkten, an denen sie 0,4 W/m² übersteigt) in das gemeinschaftliche Atmosphärenmodell CAM3 des NCAR hat bedeutende, aber weit entfernte regionale Auswirkungen, insbesondere im Winter.

Vergleiche von Kontroll- und Störungsläufen zeigen signifikante regionale Auswirkungen der Wärmefreisetzung aus diesen drei Regionen an 86 Gitterpunkten, an denen Beobachtungen der Nutzung fossiler Brennstoffe darauf hindeuten, dass sie 0,4 W/m² übersteigt: Insbesondere im Winter in hohen nördlichen Breitengraden kommt es zu sehr signifikanten Temperaturveränderungen: Den Autoren zufolge „gibt es eine starke Erwärmung von bis zu 1 K in Russland und Nordasien…. im Nordosten der USA und im Süden Kanadas eine signifikante Erwärmung von bis zu 0,8 K in den kanadischen Prärien“. Vor allem im nördlichen Nordamerika, wo die instrumentellen Aufzeichnungen hervorragend sind, ist dieser Effekt leicht zu beobachten, da die nächtliche Beleuchtung stark aggregiert ist und – wie es sein muss – mit der regionalen wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt. Dies wird in der obigen Abbildung veranschaulicht, die zeigt, dass in Westeuropa der Zugang zum Meer von entscheidender Bedeutung ist, ebenso wie in Japan, während in der nachtschwarzen Ukraine und in Russland die Zonen der gemäßigten Laubwälder und der gemäßigten Steppe am aktivsten für die Siedlungs- und Stadtentwicklung waren [11].

In Ostasien umfassen 8 Cluster 268 Orte, an denen es nachts dunkel ist, und nur 47 mit einer gewissen nächtlichen Beleuchtung, meist mit einer Intensität <20. Dazu gehört nur eine Stadt (BI = 153). In diesen Regionen dominiert der mehrdekadische Zyklus der Sonneneinstrahlung die Entwicklung der Lufttemperatur, modifiziert durch lokale Auswirkungen von Veränderungen der Vegetation und der Bodenbedeckung.

Aber es ist wirklich ein Missbrauch des Begriffs „ländlich“, ihn auf die kleinen bewohnten Orte anzuwenden, die über Nordasien verstreut sind, denn dies impliziert eine gewisse Ähnlichkeit mit Landschaften wie der um Gourdon, die heute oder in der Vergangenheit der Landwirtschaft und der Viehzucht gewidmet sind. Die kleinen Dörfer im asiatischen Russland haben jedoch nichts mit dem ländlichen Raum zu tun: Ihre Häuser und Straßen wurden einfach in ein natürliches Gelände – wenn man so will, in die Wildnis – gesetzt, das anschließend ignoriert wird; es gibt keine Felder, Gärten oder Gewächshäuser, und die Aktivitäten der Bevölkerung sind nicht klar. Auf den breiten, unbefestigten Straßen verkehren nur wenige Kraftfahrzeuge, und es gibt keine Straßenbeleuchtung. Viele werden als Verwaltungszentren bezeichnet, und einige verfügen über eine kleine unbefestigte Landebahn für Leichtflugzeuge, während einige wenige nicht einmal saisonal über unbefestigte Straßen mit dem Rest der Welt verbunden zu sein scheinen,

Hier sind zwei kleine Orte in Nordsibirien mit sehr unterschiedlichen jahreszeitlichen Temperaturregimen, von denen einer eindeutig auf dem Weg zur Urbanisierung ist. Sie liegen beide zwischen 65 und 70 Grad nördlicher Breite an den Ufern des Flusses Lena:

Schigansk ist ein seit langem besiedeltes Städtchen, das 1632 von Kosaken gegründet wurde, die zur Befriedung und Besteuerung der Region entsandt worden waren; heute ist es ein Verwaltungszentrum mit 3500 Einwohnern, das in einem rechteckigen Raster am Fluss angelegt ist. Solange die Lena nicht zufriert, gibt es im Winter keine Straßenverbindung nach draußen.

Kjusjur, südlich der Lena-Mündung in einer subarktischen Umgebung gelegen, wurde 1924 als Verwaltungszentrum für diese Region gegründet und hat 1345 Einwohner; die routinemäßige Erhebung meteorologischer Daten begann 1924 und wird bis heute fortgesetzt. Etwa 100 kleine Häuser und ein größeres Gebäude stehen auf ungepflasterten Straßen am steinigen Ufer des Flusses Te; es gibt weder eine Landebahn noch eine Anlegestelle am Fluss, aber von der Siedlung führen raue Pisten nach Norden und Süden, die die meiste Zeit des Jahres unpassierbar sein müssen [12].

In Kjusjur sind zwei Kraftfahrzeuge zu sehen und ein paar kleine Boote liegen am Strand, während es in Zhigansk etwa zehn Kraftfahrzeuge gibt und beide Orte keine Straßenbeleuchtung haben. Zhigansk hat eine unbefestigte Landebahn mit einer Radaranlage, in der vielleicht auch die Wetterstation untergebracht ist. Beide Orte haben ein Temperaturregime, das ihrer Situation angemessen ist, und obwohl es das war, wonach ich gesucht hatte, bin ich von der Stärke der Reaktion auf die Urbanisierung in Zhigansk überrascht. Ich hatte auch erwartet, dass beide – zumindest ganz allgemein – auf den solaren Antrieb reagieren würden, und das tun sie auch: Die Abkühlung der 1940er und 50er Jahre, die uns in jenen Jahren so viele Sorgen über eine bevorstehende Vergletscherung machte, ist eindeutig:

Bei einer Zusammenstellung arktischer Daten und Proxies wurde 64° N als Grenze der arktischen Region zugrunde gelegt, innerhalb derer 59 Stationen zur Analyse des Musters regionaler Kovariabilität für SAT-Anomalien auf der Grundlage von PCA-Techniken herangezogen wurden [13], was eine Quasi-Periodizität der Eisbedeckung von 50-80 Jahren in der Spitzbergen-Region ergab: mindestens acht frühere Perioden mit relativ geringer Eisbedeckung lassen sich bis etwa 1200 zurückverfolgen.

Die Vorhersage von Klimazuständen ist nicht einfach: In einer neueren Synthese von Baumringdaten von der Jamal-Halbinsel wird vorschnell behauptet, dass in Sibirien die „Erwärmung in der Industrieepoche die Sommertemperaturen über die der letzten sieben Jahrtausende hinaus erhöht hat“ (….). Dokumente und Beobachtungen zeigen jedoch, dass dies eine zu weit gehende Verallgemeinerung ist. Im Sommer 1846 erstreckte sich die Erwärmung in der Arktis von Archangelsk bis nach Ostsibirien, wo der Kapitän eines russischen Vermessungsschiffs feststellte, dass der Fluss Lena in der weiten, überschwemmten Landschaft schwer zu finden war und nur durch das „Rauschen des Stroms“ verfolgt werden konnte, der „Bäume, Moos und große Torfmassen“ gegen sein Schiff wälzte, welches vor den Fluten „einen Elefantenkopf“ sicherte.

Die nachstehende Temperatur-Rekonstruktion stammt aus dem jährlichen Wachstum von Lärchen auf der Jamal-Halbinsel an der Mündung des Ob [14]. Sie beweist, dass die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts tatsächlich eine Periode sehr kalter Bedingungen an der arktischen Küste beinhalteten, während sie gleichzeitig die Realität von Wärmeperioden unterstützt, die wahrscheinlich das Schmelzen des Permafrosts in den Tundra-Regionen verursachten.

Auf jeden Fall sind Einbrüche von warmem Atlantikwasser in die östliche Arktis – einschließlich des gegenwärtigen – in den Archiven des Walfangs, der Robbenjagd und der Kabeljaufischerei gut dokumentiert.  Die gegenwärtige Periode eines warmen arktischen Klimas ist nicht neu, und es gibt eine Fülle von Aufzeichnungen aus der Kabeljaufischerei in der Barentssee und darüber hinaus, ganz zu schweigen von der Dokumentation über die Unterbrechung der offenen See seitens von Robbenfängern und Walfängern in nördlichen Gewässern.

Die Daten zur Lufttemperatur werden von Beobachtungen in den Städten dominiert, so dass die säkulare Entwicklung des Klimas weder von der Gaszusammensetzung der Atmosphäre noch von der Sonneneinstrahlung bestimmt wird, sondern von den Folgen unserer immer stärkeren Verbrennung fossiler Kohlenwasserstoffe in Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln und Hausheizungen sowie in den Industrieanlagen und Fabriken, in denen die meisten von uns arbeiten müssen. Hinzu kommt die tägliche Akkumulation von Sonnenwärme im Mauerwerk oder Zement unserer Gebäude, die sich entlang enger Gänge gegenüberstehen.

Eine Schlussfolgerung lässt sich aus dieser einfachen Untersuchung des Archivs der Temperaturen nicht vermeiden: So, wie es heute vom IPCC und den Wissenschaftlern des Klimawandels verwendet wird, ist die instrumentelle Aufzeichnung nicht zweckdienlich: Sie ist durch Daten verunreinigt, die von dem winzigen Bruchteil der Erdoberfläche stammen, wo die meisten von uns ihre kurze Lebensspanne in geschlossenen Räumen verbringen.

[Hervorhebung im Original]

Footnotes

[1] Hansen, NASA press release and J. Geophys. Res. 106, D20, 23947-23963.

[2] Ellis, E.C. et al. (2010) Glob. Ecol. Biogeog. 19, 589-606

[3] R.A. Ruedy (pers. comm)- see GISS notice dated Aug 28, 1998, at the Sources website

[4] from H.H. Lamb

[5] see for example, Li, X et al. (2020) Sci. Data 7, 168-177.

[6] Pigeon, G. et al. (2007) Int. J. Climat. 27, 1969-1981

[7] Ichinose, T.K et al. (1999) Atmosph. Envir. 33, 3897-3909, Fujibe, F. (2009) 7th Int. Conf. Urban Clim., Yokohama

[8] McKittrick, R.R. and P.J. Michaels (2004 & 2007) Clim. Res. 26 (2) 159-273 & J.G.R. (27) 265-268

[9] Map is from Gao and O’Neil (2020) NATURE COMMUNICATIONS |11:2302 https://doi.org/10.1038/s41467-020-15788, image is from eomages.gf.nasa.go

[10] Map from Gao and O’Neil (2020) NATURE COMMUNICATIONS |11:2302 https://doi.org/10.1038/s41467-020-15788, image is from eomages.gf.nasa.gov

[11] Ellis, E.C. et al. (date) Global Ecol. Geogr. 19, 589-60, and “Anthropogenic biomes: 10,000 BCE-2025 CE (doi.3390/land9050129v

[12] Images from Google Maps software

[13] Overland, J.A.. et al. (2003) J. Clim. pp-pp

19 Polyakov, I.V. et al. J. Clim. 16, 2067-77

Link: https://judithcurry.com/2022/12/17/urban-night-lighting-observations-challenge-interpretation-of-land-surface-temperature-observations/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Transhumanismus-Horror: Eliten wollen Kinder im Mutterleib gentechnisch verändern, hochgezüchtete Globalistenkinder (Video)

Der Wunsch der Menschen, ihre menschlichen Fähigkeiten zu erweitern, wird den Globalisten ein Instrument der totalen Kontrolle über unser Leben in die Hand geben.

Die Globalisten haben große Träume: Sie wollen gottgleiche Macht über die Menschen, ihre Fortpflanzung und ihren genetischen Code haben. Unter den neuen Schlagwörtern „Human Upgrade“ oder „Body Tuning“ verkaufen sie ihre Pläne, die Menschen mit Chips für den täglichen Gebrauch auszustatten. Mit ihrem Wunsch, über das Leben herrschen zu können, machen sie nicht einmal vor ungeborenen Kindern halt: Sie wollen sogar schon im Mutterleib an den genetischen Voraussetzungen von Babys herumpfuschen.

Genschere im Mutterleib

In einem „Welt“-Interview spricht der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck vom Universitätsklinikum Bonn über „Body Tuning“ oder „Human Upgrade“: belastbare Babys oder implantierte Chips in der Hand, mit denen man an der Kasse bezahlen oder die Tür aufschließen kann. 

Er glaubt, dass jeder schon einmal davon geträumt hat, seine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. „Schneller denken zu können oder die Leistung zu verbessern“. Dr. Streeck erklärt, dass es drei Arten von Körpertuning gibt, um dies zu ermöglichen.

Mit Medikamenten chemisch aufgerüstet werden. Durch Technologie, indem man ein Implantat oder etwas anderes in den Körper einpflanzt. Und schließlich die Manipulation der DNA, indem man schon vor der Geburt Dinge heraus- oder hineinschneidet und ein Kind, ein Baby mit einem Upgrade bekommt.

„Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist möglich“, erklärt Dr. Streeek. Streeck denkt über die CRISPR-Technologie (Genschere) nach. Die Möglichkeiten sind weitreichend: „Wir können damit alle möglichen Dinge bei ungeborenen Menschen verändern. Wir könnten etwa Kinder schaffen, die gegen bestimmte Krankheiten immun sind oder resistenter gegen Erkältungen. Und auch in anderen Bereichen wird viel geforscht, z. B. in der Technik und Pharmazie. Er vergleicht das mit der Verabreichung von Ritalin bei ADHS, um die Betroffenen leistungsfähiger zu machen und ihr Denken zu beschleunigen.

Hochgezüchtete Globalistenkinder

Dr. Streeck warnt vor den negativen Auswirkungen des Eingriffs in das menschliche Genom. Kinder, deren Genetik auf diese Weise verändert wurde, könnten mit unvorhersehbaren und langfristigen Nebenwirkungen konfrontiert werden. Man muss immer bedenken, dass diese genetische Veränderung an die Nachkommen weitergegeben wird. Dennoch glaubt er, dass jeder zweite Deutsche für solche „Körper-Upgrades“ offen sein könnte. 

Wie so viele transhumanistische Schreckensvisionen phantasieren auch das Weltwirtschaftsforum (WEF) und sein Chefarchitekt Klaus Schwab vom „Great Reset“ schon lange davon, Kinder mit Gehirnchips auszustatten. Erst im August dieses Jahres erklärten sie auf der WEF-Website, wie Gehirnchips nicht nur die Gesundheit verbessern würden, indem sie Beeinträchtigungen wie Lernschwächen und Depressionen beseitigen, sondern auch den Weg dafür ebnen würden, dass Kinder übermenschliche Fähigkeiten erlangen:

„Superhelden dominieren schon seit einiger Zeit die großen und kleinen Bildschirme, aber es gibt eine subtile Veränderung. Viele Kinder erwarten, dass sie selbst Superkräfte entwickeln. Diese Erwartungen mögen unerreichbar klingen, aber wir machen bereits die ersten Schritte in Richtung einer „erweiterten Gesellschaft“, schreibt die WEF-Agenda-Mitarbeiterin Kathleen Phillips in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Erweiterte Technologie kann die Art und Weise verändern, wie wir leben, aber nur mit der richtigen Unterstützung und Vision“.

Führende Politiker der Welt haben sich mit den angeblichen Vorteilen für die Jüngsten gebrüstet – und ethische Bedenken weggewischt, indem sie betonten, sie seien wie „Superhelden“. Man fühlt sich auf bedrohliche Weise an die Impfpropaganda erinnert, die eingesetzt wird, um kleinen Kindern experimentelle Gentherapien zu injizieren.

Chip-Implantate für alle?

Streeck sprach auch über die technische Möglichkeit, sich einen Chip unter die Haut implantieren zu lassen, um an der Supermarktkasse zu bezahlen. Was lange Zeit als „Verschwörungstheorie“ abgetan wurde, ist jetzt offenbar bestenfalls eine Frage der Ethik. „Wollen wir wirklich, dass unsere Daten überall entdeckt werden? Die Grenzen dessen, was wir tun können, verschwinden langsam“, sagt Streeck.

Wie Xiao Liu im Juni 2020 auf der Website des Weltwirtschaftsforums (WEF) schrieb, „treten wir in die Ära des „Internet der Körper“ ein: Wir sammeln unsere physischen Daten über eine Reihe von Geräten, die implantiert, verschluckt oder getragen werden können.“

Apple rühmt sich bereits mit einem neuen Implantat in der klinischen Erprobungsphase, das den Nutzern die Möglichkeit gibt, ihr Gehirn zu nutzen, um ihr iPhone oder iPad mit ihren Gedanken zu steuern. Darüber hinaus werden bereits App-Stores für die zukünftigen Gehirnchips erdacht.

Transhumanistische Gottesspiele

Der WEF-Berater und Transhumanismus-Vordenker Yuval Noah Harari geht sogar noch einen Schritt weiter. Er träumt von einem „Anti-Virus-Programm für den Verstand“, um negative – und wahrscheinlich auch kritische – Gedanken aus dem Menschen zu vertreiben. In der Zukunft, so glaubt Harari, „werden Bioingenieure den alten Sapiens-Körper nehmen und absichtlich seinen genetischen Code umschreiben, seine Gehirnschaltungen neu verdrahten, sein biochemisches Gleichgewicht verändern und ihm sogar völlig neue Gliedmaßen wachsen lassen. Auf diese Weise werden sie neue Götterwesen erschaffen, die sich von uns Sapiens so sehr unterscheiden, wie wir vom Homo erectus.“ In weniger als einem halben Jahrhundert werden also Cyborgs die Menschheit ersetzen.

In dieser Welt der maschinell erschaffenen Elitegötter erscheinen konventionelle, gewöhnliche Menschen ohne solche „Upgrades“ nur als eine Herde von Vieh, das kontrolliert und beherrscht werden muss. Selbst die menschliche Fortpflanzung soll kontrolliert werden; die Schönen und Reichen können sich ihre Wunschkinder aus dem Reagenzglas aussuchen. Von den Menschen hält Harari ohnehin nicht viel. Wie er erklärt, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Sapiens, anders als Schweine, eine Seele haben. Transhumanisten wollen die Menschheit überwinden und ihre Macht festigen. Leider wird der Wunsch der Menschen, ihre menschlichen Fähigkeiten zu erweitern, den Globalisten ein Instrument zur totalen Kontrolle über unser Leben in die Hand geben.

Sehen Sie sich das Interview mit Professor Dr. Hendrik Streeck vom Universitätsklinikum Bonn und Welt TV-Moderatorin Franca Lehfeldt an, das exklusiv von der RAIR Foundation USA übersetzt wurde:

Übersetzung des Videos für unsere Gehörlosen Leser.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Welt-Gesundheit. Unser heutiges Thema ist „Human Upgrades“.

Die Forschung und die Fortschritte, die in diesem Bereich denkbar sind, sind vergleichbar mit dem menschlichen Willen, Kolonien auf dem Mond zu errichten.

Nicht lange, nachdem die Menschheit den Mond erreicht und dort Fußspuren hinterlassen hatte, wollte sie es möglich machen, dort zu leben.

Auch wenn auf dem Gebiet der Genetik bereits so viel geforscht wurde, ist noch nicht alles erreicht. Es besteht nach wie vor der Wunsch, die Biologie zu manipulieren und die menschliche Genetik zu verändern. Doch trotz aller Fortschritte lässt sich der Alterungsprozess nicht aufhalten oder umkehren. Heute diskutieren wir mit Prof. Hendrik Streeck, was bereits möglich ist und was nicht.

Er kommt von der Uniklinik Bonn zu uns. Hallo, Hendrik. Schön, dass du wieder bei uns sein kannst. 

Hendrik Streeck

Hallo, Franca; immer wieder eine Freude.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Wie ich schon sagte, die Manipulation der Biologie, bitte erklären Sie uns, was die Quintessenz von Human Upgrades ist.


Hendrik Streeck

Nun, wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, bessere kognitive Fähigkeiten zu haben? Schneller denken zu können oder die Leistung zu verbessern. Es gibt eigentlich drei verschiedene Arten von Human Upgrades.

Chemisch mit Medikamenten aufgerüstet werden. Durch Technologie, indem man sich ein Implantat oder etwas anderes in den Körper einsetzen lässt. Und schließlich die Manipulation der DNA, indem man schon vor der Geburt Dinge heraus- oder hineinschneidet und ein Kind, ein Baby mit einem Upgrade bekommt.


TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Das klingt alles noch sehr komplex und etwas futuristisch, aber welche Teile des menschlichen Körpers könnten wir aufrüsten?


Hendrik Streeck

Da sind der Fantasie tatsächlich keine Grenzen gesetzt. Das liegt an der Gen-Editierung, der so genannten CRISPR-Technologie. Sie ermöglicht die Manipulation der DNA in Embryonen. Alles ist möglich.

Es könnten Kinder geschaffen werden, die gegen bestimmte Viren immun sind.

Oder man könnte sie sogar kälteresistent machen, indem man Gene von Lachsen in ihre DNA einbaut.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist möglich.

Die Verbesserung des Menschen durch Technologie ist jedoch eine andere Geschichte, aber es wird viel geforscht. Und schließlich gibt es noch chemische Upgrades – so etwas wie Doping für das Gehirn.


TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Eine der von Ihnen erwähnten Methoden, die Manipulation des menschlichen Körpers durch genetisches Editing, ist also bereits medizinisch möglich. Dennoch stellt sich die Frage: Ist das eine realistische Vision für die Zukunft? Wenn wir uns in unserem eigenen Freundeskreis umsehen, habe ich keine Freunde, die mit einem Mikrochip herumlaufen und mit ihrem Chip Türen öffnen.

Das klingt alles ein bisschen zu sehr nach Science Fiction. 


Hendrik Streeck

Ja, die Entwicklung solcher Chips ist möglich, und man kann sogar schon mit dem Handgelenk bezahlen. Die Frage ist, ob wir das wirklich wollen.

Wollen wir wirklich, dass unsere Informationen überall erkannt werden? Die Grenzen dessen, was wir tun können, verschwinden langsam. Sie kennen ADHS, das Zappelphilipp-Syndrom, bei dem Kindern Ritalin zur besseren Konzentration verschrieben wird.

Derzeit wird es immer häufiger verschrieben, was eine besorgniserregende Entwicklung ist.

Ritalin wird zur Leistungssteigerung eingesetzt und hilft Kindern, schneller zu denken und sich besser zu konzentrieren.

In vielen Bereichen muss noch geforscht werden, aber die Möglichkeiten sind bereits vorhanden.

Auch das wird erforscht.


TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Das ist ein treffendes Stichwort, denn wir müssen ehrlich zu unserer eigenen Spezies, dem Homosapiens, sein und darüber informieren, was vorhanden oder möglich ist, denn es wird früher oder später umgesetzt werden. 

Die Frage ist: Wo ist die rote Linie zwischen einer Therapie und dem Optimierungswahn, der Sucht nach dem ewigen Leben und der Vermehrung?

Wir haben einen Bericht von Johannes Feld über den aktuellen Stand im Bereich der Technologie, die evolutionäre Manipulationen beinhaltet.

WELT TV-Bericht

Besser sehen, besser hören und mehr fühlen? Umfragen zeigen, dass 90% der deutschen Bevölkerung bereit wären, ihren Körper zu verbessern, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.

Human Enhancement macht es möglich.

Verbesserung in allen Bereichen der Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers. Einige haben bereits damit begonnen, sich Chips implantieren zu lassen, die das Zugticket oder den Wohnungsschlüssel ersetzen.

Einige sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen. So ließ sich der britische Farbkünstler Neal Harbisson eine Kamera in seinen Schädel implantieren.

Das Implantat ermöglicht es ihm, Farben als hörbare Vibrationen in seinem Kopf zu spüren und zu hören, was ihm den Titel des ersten gesetzlich anerkannten Cyborgs der Welt einbrachte.

Nicht jedes Human Enhancement muss in den Körper integriert werden. Das Vorläuferprojekt, die Google-Brille, soll zum Beispiel den Arbeitsprozess vereinfachen und Menschen mit Behinderungen bei ihren täglichen Aufgaben helfen.

Human Enhancement kann schon sehr früh im Leben eingesetzt werden. Neben unmittelbaren körperlichen und geistigen Verbesserungen gibt es auch die Möglichkeit, Körperfunktionen über die Reproduktion mit Hilfe der Präimplantationsdiagnostik zu verbessern. 

Ein sehr prominentes Beispiel dafür präsentierte ein Forscherteam der chinesischen Universität Shenzhen.

Im Jahr 2018 behaupteten sie, es seien HIV-resistente Zwillinge geboren worden, die als Embryonen einer CRISPR-basierten Genbearbeitung unterzogen worden waren.

Der internationale Aufschrei war damals groß, weil eine solche Manipulation der menschlichen DNA ethisch umstritten war.

Die ethische Diskussion über die Verbesserung des menschlichen Erbguts ist immer ein heißes Thema, insbesondere wenn es um die Sicherheit und den verantwortungsvollen Einsatz von Technologie geht.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Wir haben gerade das Schlagwort gehört: Manipulation. Wenn wir über die Manipulation unserer Biologie und unserer Evolution sprechen. Da stellt sich die Frage, wie Sie schon sagten: Was sind die ethischen Aspekte?

Was für Debatten gibt es dazu?

Hendrik Streeck

Nun, da die Möglichkeiten endlos sind, stellt sich die Frage: Sollte man es überhaupt tun?

Wie wir gerade in dem Bericht gesehen haben, wurden Babys geboren, denen der HIV-Rezeptor fehlte.

Es ist wichtig zu bedenken, dass diese Veränderungen an die Nachkommen weitergegeben werden.

Auf diese Weise wird wirklich unsere eigene Evolution manipuliert.

Andererseits hätten wir die Möglichkeit, schwere Krankheiten bei Kindern zu verhindern, z. B. Mukoviszidose. In diesem Fall wäre das Gen-Editing… 

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Könnten Sie erklären, was das genau ist? Ich weiß es nämlich nicht.

Hendrik Streeck

Es handelt sich um eine schwere Erbkrankheit, bei der bestimmte Röhren in der Lunge, die normalerweise den Schleim flüssiger machen, nicht richtig funktionieren.

Dies führt zu Atembeschwerden und kann tödlich sein.

Mit Gene Editing könnte dies jedoch korrigiert werden.

Es wird jedoch Grenzen geben, und die Frage ist, wo diese Grenzen gezogen werden sollen.

Wir haben in Deutschland auch die Präimplantationsdiagnostik. Das Erbgut eines Kindes wird vor der Geburt untersucht, um festzustellen, ob es irgendwelche Defekte gibt. In den USA oder Israel ist es jedoch nicht erlaubt, zu bestimmen, ob ein Kind männlich oder weiblich sein wird, um eine Auswahl zu treffen.

Man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen und ein Kind mit blauen oder braunen Augen auswählen. Oder sogar ein Kind mit dichtem Haar.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, daher ist es wichtig, klare ethische Grenzen zu ziehen.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

In Deutschland gibt es einen Ethik-Rat, und spätestens seit der Corona-Pandemie wissen die meisten Menschen davon.

Meine Frage ist: Wo sehen Sie Gefahren oder Risiken? An welchem Punkt sind wir in dieser Debatte?

Wie steht die deutsche Gesellschaft zu diesem Thema? Oder die wissenschaftliche Gemeinschaft in Deutschland?

Unter welchen Umständen würden Sie sagen, die Risiken sind zu groß?

Wann sollten wir uns von solchen Technologien oder Forschungen distanzieren? 

Hendrik Streeck

Ich denke, dass jeder einzelne Umstand diskutiert werden sollte, und deshalb haben wir einen Ethikrat, der diese Fragen stellt.

Das Thema ist viel zu breit gefächert, um eine klare Grenze zu ziehen, zumal es Vorteile hat, wenn man früh genug gegen bestimmte Krankheiten vorgeht.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Wir haben über die Risiken gesprochen, aber wir müssen auch die verschiedenen Bereiche diskutieren, in denen Human Upgrades eingesetzt werden könnten. Es gibt Unterschiede zwischen externen Upgrades und Upgrades im Inneren des Körpers.

Hendrik Streeck

Bisher haben wir über genetische Veränderungen gesprochen, aber auch technologische Upgrades sind möglich.

Die meisten Menschen haben bereits einen Fitnessmonitor am Handgelenk, um sich zu verbessern.

Und vielleicht haben Sie schon von Google Glass gehört?

Wenn diese Brille getragen wird, werden Informationen für das Auge des Trägers angezeigt.

Zum Beispiel ist eine Gesichtserkennung möglich.

Oder man kann schnell Informationen über ein bestimmtes Objekt lesen.

Wie wäre es, wenn es direkt in das Auge implantiert würde?

Vielleicht gäbe es sogar die Möglichkeit, im Infrarotspektrum zu sehen. So könnte man zum Beispiel sehen, ob der Herd an- oder ausgeschaltet ist und ob ein Eindringling im Haus ist. Man könnte sogar elektromagnetische Wellen sehen, was es einfacher machen würde, sein Handy zu finden. In diesem Bereich wird bereits geforscht.

Implantate würden direkt in das Gehirn eingesetzt werden.

Diese könnten über Nacht Informationen direkt in das Gehirn herunterladen.

Eine weitere Option, die in der Forschung bereits sehr weit fortgeschritten ist, ist der Exo-Anzug.

Dieser Anzug hilft beim Tragen und Heben von Gegenständen, was in Pflegeheimen hilfreich wäre.

Er könnte den Pflegern helfen, Patienten zu tragen oder sie in ein anderes Bett zu legen, indem er ihnen mehr Kraft verleiht.

Auch für Soldaten könnte dies von Vorteil sein.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Wenn man sich diese drei verschiedenen Möglichkeiten anschaut, ist klar, dass sie alle sehr unterschiedlich sind.

Wie groß ist die Akzeptanz solcher Methoden in der deutschen Gesellschaft, vor allem, wenn es um die Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit geht?

Hendrik Streeck

Es ist eigentlich ziemlich überraschend, aber jeder zweite Befragte hält Human Upgrades für akzeptabel.

Vor allem, wenn es um die Beschäftigung geht. Wie zum Beispiel die Hilfe beim Tragen schwerer Gegenstände.

Skeptischer ist die Gesellschaft, wenn es nur um rein kosmetische Veränderungen geht oder um einen Vorteil zu erlangen.

In diesem Fall würde nur ein Drittel in Betracht ziehen, sich aufrüsten zu lassen.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Die Deutschen werden also nicht Schlange stehen, um sich morgen etwas direkt ins Gehirn implantieren zu lassen? 

Hendrik Streeck

Nein.

Das scheint nicht der Fall zu sein, aber wir sind auch noch nicht so weit mit der Technologie.

Deutschland scheint technologisch hinterherzuhinken, aber das tut nichts zur Sache.


TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Lassen Sie uns über Biohacks sprechen, weil das ein wichtiger Begriff ist. Es gibt einen Unterschied zwischen einem Human Upgrade und einem Bio-Hack. Wie Sie erwähnt haben, sind es kosmetische Veränderungen oder kleine Verbesserungen.

Wenn ich vor Mitternacht ins Bett gehe, ist das dann ein Biohack?

Werde ich dadurch länger leben und schöner sein?

Bitte erzählen Sie uns mehr darüber.


Hendrik Streeck

Inzwischen haben viele von uns Apps, Gesundheits-Apps oder einen Fitnessmonitor.

Oder wir haben eine Apple Watch, mit der wir versuchen, unser Leben zu optimieren.

Ein Teil der Selbstoptimierung ist mehr Schlaf, der uns zu einem gesünderen Leben verhilft.

Schlaf ist sehr wichtig, und die meisten Menschen schlafen nicht genug.

Das beeinflusst unsere Lebensqualität.


TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Werde ich noch belächelt, wenn ich sage, dass ich mich nach zehn Stunden Schlaf gut fühle?

Viele Leute lachen, wenn ich das sage, aber so falsch scheint es dann doch nicht zu sein.

Hier ist ein weiterer Mythos, oder ist er wahr: Wird man durch vegane Ernährung fitter?

Lebe ich dann länger? Oder ist das alles nur ein Marketingtrick? Oder Wunschdenken?


Hendrik Streeck

Die Studien zu diesem Thema sind sehr geteilt, aber man muss bedenken, dass sich Vegetarier oder Veganer grundsätzlich gesünder ernähren als andere Menschen.

Wir wissen, dass rotes Fleisch Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann.

Die Daten zeigen jedoch, dass Vegetarier aufgrund ihrer gesünderen Lebensweise zwar gesünder sterben, aber nicht länger leben.


TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

OK, was ist mit Milch und Eiern? Gesund oder ungesund?


Hendrik Streeck

Nun, natürlich sind Proteine in der richtigen Menge immer gesund. Man kann sie auch vegan konsumieren.

TV-Moderatorin – Franca Lehfeldt

Vielen Dank, Hendrik Streeck, für Ihren heutigen Besuch in unserem Studio. Wir haben so viel gelernt.

Wir wissen jetzt, dass die Manipulation des Menschen umstritten ist. Aber kleine Biohacks, wie zum Beispiel früher ins Bett zu gehen, können helfen. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, wir verabschieden uns mit dem Alphaville-Song „Forever Young“ und bitten Sie, darüber nachzudenken, wie Sie sich selbst optimieren lassen würden – oder vielleicht gar nicht.

Überlegen Sie, ob es sich wirklich lohnt, der Unsterblichkeit nachzujagen.

Bis zum nächsten Mal. Auf Wiedersehen.

Salamander-Schuhe insolvent: 950 Mitarbeiter bangen um Jobs

Wieder steht eine deutsche Traditionsfirma vor der Pleite! Der für seine Kinderschuhe und Comics mit dem „Lurchi“ bekannte Schuhhändler Salamander ist insolvent und begibt sich unter ein sogenanntes Schutzschirmverfahren. 950 Mitarbeiter in 93 Filialen bangen um ihre Arbeitsplätze.  Die Lockdowns während der Corona-Hysterie haben dem Mutterkonzern Ara, der neben Salamander u.a. den Schuhhersteller Lloyd besitzt, schwer zu schaffen gemacht. Energiekostenexplosion, Horror-Inflation und Konjunktureinbruch infolge des Sanktions-Irrsinns gaben der Kultfirma den Rest.

The post Salamander-Schuhe insolvent: 950 Mitarbeiter bangen um Jobs appeared first on Deutschland-Kurier.

Hans-Jörg Karrenbrock: „Es ist doch nur… bald Weihnachten“ (19)

Hans-Jörg Karrenbrock: „Es ist doch nur… bald Weihnachten“ (19)

maxresdefault-56.jpg

Wunderlich, winterlich, weihnachtlich sind die Texte, die der professionelle Sprecher Hans-Jörg Karrenbrock – auf den viele in der Corona-Zeit durch sein „Es ist doch nur…“-Video aufmerksam wurden -, für die nächsten 24 Tage bis Weihnachten zusammengestellt hat. Jeden Tag gibt es eine neue Überraschung: mal ein ganz unmögliches Gedicht, mal eine autobiografische Erinnerung und ein […]

Rechtsstaat à la Ukraine: Selenskys Warnung an ukrainische Richter

Der ukrainische Präsident Selensky hat seit seinem Amtsantritt ein sehr eigenartiges Verhältnis zu den ukrainischen Gerichten. Schon seit 2020 hat er Probleme mit ukrainischen Gerichten, unter anderem wollte er damals verfassungswidrig das Verfassungsgericht entmachten. Nun gab es ein weiteres Kapitel in diesem Streit, bei dem Selensky ein ganzes Gericht kurzerhand liquidiert hat, weil ihm dessen […]
Leserbriefe zu „Anne Will und die Reichsbürger“

Leserbriefe zu „Anne Will und die Reichsbürger“

nds-socialmedia.jpg

In diesem Beitrag thematisiert Tobias Riegel die Ausgabe der Sendung „Anne Will“, bei der die Razzien gegen Reichsbürger debattiert wurden. Mutmaßlich extremistische Royalisten oder rechtsradikale Netzwerke bei Polizei und Geheimdiensten sollten seiner Meinung nach nicht unterschätzt werden. Es gebe jedoch Kriterien für solche Einsätze: Z.B. sollten sie nicht genutzt werden, um anschließend Panikmache für verschärfte Gesetze darauf aufzubauen – doch das geschehe jetzt: Bundesinnenministerin Faeser wolle das Disziplinarrecht so ändern, dass es keiner Verwaltungsgerichtsklage mehr bedürfe, um Bedienstete aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen. Vielleicht werde durch solche Aussagen „noch die Reaktion der Öffentlichkeit getestet“. Wir danken für die interessanten Zuschriften. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel, liebes NachDenkSeiten-Team!

Wie hieß es ehedem in Auseinandersetzung mit den 68ern? Aus „Verfassungswidrigkeit” wurde „Verfassungsfeindlichkeit” und schon konnten der kommunistische Briefträger oder Lokführer aus dem öffentlichen Dienst entlassen, die viel zahlreicheren Lehramtsaspiranten nicht eingestellt werden. Berufsverbot hieß der (umstrittene) Kampfbegriff.

Heute geht es gegen rechts. Erst erfolgt die Zuschreibung als Querdenker*in, dann als Verschwörungstheoretiker*in, dann als Demokratiefeind*in. Ggfs. folgt die Entfernung aus dem öffentlichen Dienst – geplant als Verwaltungsakt unter Umkehrung der Beweislast. Das ist rechtsstaatlich höchst bedenklich, wird erwogen zur Steigerung der Wehrhaftigkeit der Demokratie, die damit ein Stück mehr geschleift wird.

Gerade deshalb: Der glasklare bislang vom Grundgesetz vorgegebene Unterschied zwischen Worten und Taten muss gewahrt werden. Erst bei Nachweis von Handlungen, nicht aber beim Haben von Meinungen darf von Staats wegen eingeschritten werden. Beim Vorhandensein von V-Leuten in rechten Gruppierungen nicht einfach zu bewerkstelligen.

Doch notwendig! Weil der Staatsbeschäftigte durch Eid oder Gelöbnis auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung verpflichtet ist, nicht auf die jeweilige Regierungsmeinung.

Beste Grüße
Dietrich Brauer


2. Leserbrief

Sehr geehrte NDS Redaktion,

Was wir sehen ist die Entstehung einer Variante 2.0 der Mcarthy Zeit allerdings made in Germany.

Als Buchreferenz für den Mechanismus kann man das Buch Shock Doctrine von Naomi Klein heranziehen.

Schärfere Gesetze, mehr Dauerbeobachtung der Bürger.

Danach kommt nie der Beweis dass die neuen Massnahmen auch einen Nutzen gebracht haben.

Da kommt sowieso noch etwas auf die Bevölkerung zu: komplette Überwachung der Gesamtbevölkerung.

Wie wird das verkauft: wer nichts unrechtes tut hat nichts zu fürchten.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


3. Leserbrief

Das Land noch weiter spalten
 
Da möchte also Frau Faeser einfach bei Verdacht auf Demokratiefeindlichkeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst entfernen. Und wer sagt dann, was demokratiefeindlich ist. Ich habe im letztjährigen Spätherbst regelmäßig Demonstrationen gegen die Corona-Politik besucht und obwohl es dort friedlich, tolerant und entspannt zuging, wurde die Messlatte für die Erlaubnis zur Durchführung der Demonstrationen Stück für Stück höher gelegt. Als dann ohne größere Ankündigungen kurz vor Weihnachten rund 15 000 Menschen um die Alster gingen, war das wohl zu demokratiefeindlich und die Demo an diesem Ort nicht mehr genehmigt. Als Teilnehmer bin ich somit auch Demokratiefeind. Dabei habe ich immer gedacht, als politischer Erwachsenenbilder, Wahlvorstand und mit zahlreichen Ehrenämtern tue ich viel für die Demokratie. Vermutlich stehe ich nun aber eher auf dem Index.
 
Manchmal ist es ja ein Vorteil, etwas älter zu sein. Ich erinnere mich noch an den sogenannten Radikalenerlass der 1970er Jahre, vielfach polemisch “Berufsverbote” genannt. Damals musste die Verwaltung wenigstens anhand von dokumentierten Aktionen der Beschuldigten oder ihren nachweislichen mündlichen wie schriftlichen Äußerungen, deren Verfassungstreue prüfen. Unterm Strich hat es der Verfassung nicht genutzt, allerdings viele Menschen gegen den Staat aufgebracht. Heute ist die Erosion weiter fortgeschritten und sie wird von Verantwortlichen in Politik und Medien (auch von Anne Will) aus Unwissenheit, Dummheit, manchmal auch aus lauteren, wenngleich überambitionierten Motiven vorangetrieben. Daher; was Frau Faeser sagt und macht und wofür andere wie Frau Will eifrig Hilfestellung geben, wird das Land noch weiter spalten.
 
Andreas Klotz


4. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel!

Das ganze Vorgehen des Staates gegen die Reichsbürger dient doch nur dazu, die freie Meinungsäußerung weiter einzuschränken. Wer sich heute z.B. als Lehrer kritisch zu den Coronamaßnahmen, zur Privatisierung bei Bahn oder Rente, zu den westlichen Kriegen oder zu einer empfundenen Klimahysterie in der Klasse äußern will, wird sich das reiflich überlegen, um nicht hinterher Nachteile zu haben. Ich weiß nicht, wo da noch ein Unterschied zu den sogenannten autokratischen Staaten sein soll.
 
Mit freundlichem Gruß
Harald Pfleger


5. Leserbrief

Hallo & Guten Tag,

mit großem Interesse verfolge ich nun schon seit gut 2 Jahren die NDS und bin froh, dass es noch eine kritische Stimme in der Medienlandschaft gibt. Hierbei geht es mir nicht nur um kritische Kommentare, sondern vor allem auch um Hintergründe. Und hier ist auch der Punkt meiner Anfrage zu o.g. Artikel in den NDS vom 13.12.2022.

Im Zusammenhang mit den „Reichsbürgern“ wird ja stets von „Verschwörungstheorien“ und Mythen gesprochen; um welche Theorien & Mythen geht es eigentlich konkret und wie sieht hier die Faktenlage tatsächlich aus?

Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen!
M. H.


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

wie Sie so schön formulieren, haben die NachDenkSeiten bisher nur mit einer Satire auf die Vorgänge reagiert.

Ich habe den Anfang der Sendung „Anne Will“ geschaut, musste den Apparat dann allerdings ausschalten, weil die Ernsthaftigkeit, mit der über die „Notwendigkeit dieser Maßnahme“ gesprochen wurde, jeden Rahmen des Erträglichen sprengte. Oder anders: So viel Lächerlichkeit vertrage ich nicht.

Es ist und bleibt ein Witz! Hier eine „Rentnergang“ in den Mittelpunkt eines geplanten „Systemsturzes“ zu stellen!

Und für mich fast selbstverständlich ist, dass mit dieser Aktion, wenn nicht generell als Ablenkungsmanöver im Sinne „hier lauert eine Gefahr“, die größer ist als alles was wir bisher gekannt haben, „passen sie auf!“, um evtl. die Aufmerksamkeit dahin zu lenken. Oder auch, um Gesetzesänderungen auf die schnelle Art durchzuziehen, oder eben die Überwachung in privaten Chats zu rechtfertigen.

Wer erwartet von den Medien en gros noch etwas anderes?

„„Viele Bürger seien ausgewandert aus unserem demokratischen System“, so Baum.“ Im Ernst?

Schon Karl Jaspers formulierte Mitte der 60er: „Welcher Wandel vollzieht sich in der Struktur der Bundesrepublik? Es scheint: von der Demokratie zur Parteienoligarchie zur Diktatur.“  Dort sind wir inzwischen wohl gelandet: In der Parteiendiktatur – (Diktatur heißt ja nicht gleich mordend).  Dieses durften wir gerade die letzten 2-3 Jahre sehr deutlich erfahren. Und es geht weiter. Mit den immer häufigeren Omnibus-Gesetzesänderungen, mit immer mehr Verboten und Einschränkungen, mit EU-Richtlinien von nicht gewählten „Abgeordneten“, mit Regierungen, die sich weder an Gesetze noch an das Grundgesetz halten (Ausstieg aus der Kernenergie, offene Grenzen, nicht evidenzbasierte Corona-Maßnahmen mit Freiheitseinschränkungen, keine freie Meinungsäußerung (oder nach Dunja Halali: man kann doch alles sagen, nur muss man dann auch die Konsequenzen tragen), um nur die bekanntesten Beispiele zu nennen)

Das Parteiensystem und mit ihm die Medien sind aus dem demokratischen System ausgewandert!

Hier liegen die Ursachen!

Ein wirklich demokratisches System könnte – und jetzt denke ich selbst – auch eine Partei wie die NPD zulassen. Denn in einem wirklich demokratischen System würden Ansichten, wie sie dort vielleicht vertreten werden, keinen Zustrom finden, solche Parteien würden vermtl. von selbst verschwinden. In einem demokratischen Rechtsstaat als Sozialstaat, der seine Bürger ernst nimmt, dafür sorgt, dass es allen Bürgern gut gehen kann – mit fairen Löhnen; fairen Abgaben; vernünftigen, der Bevölkerung zu Gute kommenden Ausgaben; Wahllisten, die von den Wählern besetzt werden und direkter Demokratie … – braucht es keine Parteienverbote. Und selbst wenn eine NPD nicht von selbst verschwände, so what? Was kann die uns?!

Was wollen ideologiegetriebene und damit machtgetriebene Regierungen erwarten?

Dass man ihnen die Füße küsst, dafür dass Arbeit sich nicht lohnt; dafür dass für zu viele der Lebensunterhalt einer Familie nur noch mit zwei Einkommen gesichert ist; dafür dass auch das jetzt nicht mehr reicht und die Bude kalt und bald auch noch dunkel ist; dafür dass Unternehmen schließen und entlassen müssen; dafür dass Unternehmen in das Ausland abwandern; dafür dass winzige Minderheiten in der öffentlichen Wahrnehmung das gesellschaftliche Miteinander dominieren und dafür dass man neue Sprachformen aufoktroyiert bekommt und in diese Bereiche ungeheure Steuermittel fließen; dafür dass die Bildung immer weiter den Bach ´runter geht;  dafür dass zwar viele, viele studieren können (irgendwas, was der Gesellschaft wenig nutzt), aber es keine Facharbeiter mehr gibt;  dafür dass in eine Energiewende investiert wird, die allein schon für sich genommen zur Deindustrialisierung führen muss;  ….  ?????  (die Liste wird immer länger, ich höre hier mal auf)

Und solcher Art Gesetze, wie die Bundesinnenministerin (auch von niemandem gewählt) erlassen möchte, dienen dem Selbst-und Machterhalt der Regierung. Der Regierungsapparat muss geschmeidig gehalten werden.

Nur kurz zur NSU, sowie auch anderer rechter Gruppierungen. Hätten diese überhaupt existiert und würden diese überhaupt noch existieren, wenn nicht der Verfassungsschutz dafür Sorge trüge, dass sie am Leben bleiben. Darüber gibt es zur Genüge Aussagen.  Man denke an das NPD-Verbotsverfahren oder die Beteiligung des VS im NSU-Prozedere/Prozess, inklusive das unter Verschluss halten der Akten für 120 Jahre.

Mit freundlichen Grüßen, Sigrid Petersen


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

Weitere Eskalation? Briten liefern Präzisionsraketen an die Ukraine

Weitere Eskalation? Briten liefern Präzisionsraketen an die Ukraine

Trotz der Warnungen aus Moskau liefert Großbritannien präzisionsgelenkte Brimstone-2-Raketen an die Ukraine. London setzt offensichtlich auf eine weitere Eskalation des Konflikts. Eine solche Strategie birgt jedoch auch Risiken, die die Briten damit bewusst eingehen.

Großbritannien hat bestätigt, dass es präzisionsgelenkte Raketen an die Ukraine geliefert hat. Dies trotz wiederholter Warnungen Russlands, dass westliche Waffen nur dazu dienen, den Krieg in der Ukraine zu verlängern und als “legitime Ziele” für das russische Militär betrachtet werden. Das britische Verteidigungsministerium teilte am Samstag in einem Tweet mit, dass diese Waffen an Kiew geliefert wurden. Dabei bestätigte das Ministerium die Bewaffnung der Ukraine mit Brimstone-2-Raketen und erklärte, die Geschosse seien für den Einsatz gegen Russland bestimmt. Eine Erklärung die das Vereinigte Königreich eigentlich schon zu einem direkten Kriegsteilnehmer macht.

? As part of its aid package, the UK has provided Brimstone 2 missiles, a precision-guided missile, to the Ukrainian Armed Forces.

This aid has played a crucial role in stalling Russian advances.

?? #StandWithUkraine ??pic.twitter.com/SpVnWqeiVm

— Ministry of Defence ?? (@DefenceHQ) December 17, 2022

“Im Rahmen seines Hilfspakets hat das Vereinigte Königreich den ukrainischen Streitkräften Brimstone-2-Raketen, eine präzisionsgelenkte Rakete, zur Verfügung gestellt. Diese Hilfe hat entscheidend dazu beigetragen, den russischen Vormarsch aufzuhalten”, so das Ministerium. Die Raketen, von denen jede etwa 175.000 Pfund (ca. 200.000 Euro) kostet, sollen in der Lage sein, Ziele zu treffen, indem sie einer Lasermarkierung folgen, die von Bodentruppen, Flugzeugen oder Fahrzeugen auf ihnen angebracht wurde. Alternativ können sie auch das jeweilige Schlachtfeld absuchen und Ziele aus einer vorprogrammierten Liste mit Hilfe eines Radars aufspüren. Deshalb werden diese Projektile auch als “intelligente Raketen” bezeichnet.

Die vom europäischen Raketenkonsortium MBDA entwickelten Brimstone-2-Raketen sind als luft-, boden- und schiffsgestützte Version erhältlich. Für die ukrainische Armee werden die Brimstones als Teil von auf Lastwagen montierten Raketenwerfern bereitgestellt. Die neuen Waffenlieferungen an Kiew erfolgen trotz häufiger Warnungen hochrangiger russischer Beamter, dass derartige Waffenlieferungen die Notlage der ukrainischen Bevölkerung nur verschlimmern und den Krieg auch unnötig verlängern. 

Anfang Oktober warnte ein hochrangiger Beamter des russischen Außenministeriums beispielsweise die westlichen Länder, dass die Lieferung von Langstreckenwaffen und moderneren Waffen an die Ukraine die roten Linien Russlands überschreiten würde und dass sie in diesem Fall auf eine Reaktion vorbereitet sein müssten. “Was die roten Linien angeht, so haben wir sie bereits festgelegt. In erster Linie handelt es sich um die Lieferung von Langstreckenwaffen oder stärkeren Waffen an Kiew. Konkrete Maßnahmen als Reaktion auf die Aktionen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, die Waffen an das Kiewer Regime liefern, werden nach einer gründlichen Analyse der sich entwickelnden Situation festgelegt”, sagte der Direktor der zweiten GUS-Abteilung des russischen Außenministeriums, Alexey Polischchuk, der Nachrichtenagentur TASS bereits im Oktober.

Es ist zu erwarten, dass Moskau auf die Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums entsprechend negativ reagieren wird. Allerdings sorgen die britischen Waffenlieferungen auch dafür, dass die eigene Armee des Landes in Bezug auf die Waffen- und Munitionsvorräte ausgehungert wird. Die Auffüllung der Bestände wird Berichten zufolge Jahre dauern, was die Kampffähigkeit der britischen Truppen noch einige Zeit lang beeinträchtigen wird.

Das Sabotieren der Kernenergie

VON Jean Goychman

Während Frankreich 1975 noch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt war, ist es nun auf den siebten Platz zurückgefallen. Wird unsere Industrie, die bereits in der Dämmerung liegt, diese Energiekrise, die sich als große Krise ankündigt, überleben können?

Unsere Regierenden scheinen die Bedrohung, die auf uns lastet, weder wahrzunehmen noch zu erfassen, sondern ziehen es vor, „Kommunikation zu betreiben“, um ihre doch widersprüchlichen Handlungen zu rechtfertigen. Diese Politik, die sowohl „den Kopf in den Sand steckt“ als auch „mit dem Kopf durch die Wand“ geht, wird den eigentlichen Herausforderungen nicht gerecht. Die (keineswegs künstlerische) Unklarheit, die die Entscheidungen (oder vielmehr das Fehlen von Entscheidungen) zu so lebenswichtigen Themen wie der Kernenergie umgibt, ist nicht beruhigend, was die Beherrschung oder auch nur das Wissen unserer politischen Führer in diesen Bereichen angeht.

Die Verringerung der Energieproduktion ist zu einer Regierungsform geworden.

Die Mechanisierung und die für den Betrieb von Maschinen benötigte Energie waren der Ursprung der industriellen Revolutionen. Die Verringerung des Energieangebots und die damit einhergehende Erhöhung der Energiekosten ist ein sehr wirksames Mittel, um ein Land zu deindustrialisieren. Es ist auffällig, dass sich die aufeinanderfolgenden Regierungen seit über einem Jahrzehnt auf die Bedrohung durch die anthropogene Klimaerwärmung stützen, um die Energieressourcen unseres Landes zu verringern.

Frankreich verbot als erstes Land Suche und Förderung von Erdölprodukten

Nachdem die Menschen mehrere Jahre lang durch Kommunikationskampagnen auf die Schädlichkeit von Kohlenwasserstoffen vorbereitet worden waren, wurde Frankreich 2017 zum ersten Land, das auf seinem Boden die Suche nach und die Förderung von Erdölprodukten verbot. Dabei waren die ersten Untersuchungen zu möglichen Schiefergas- und Schieferölvorkommen sehr vielversprechend.

Im Nachhinein kann man sich heute über eine solche Entscheidung wundern, wenn wir uns anschicken, für viel Geld amerikanisches Öl aus der Schieferförderung zu kaufen? Wo bleibt da die Logik?

Das 2015 verabschiedete Gesetz zur „Energiewende“ war von der gleichen Art. Immer weniger Energie und immer teurer. Unter einem ökologischen Deckmantel griff das Gesetz, das als „grünes Wachstum“ bezeichnet wurde, auch die Atomenergie an – warum wohl?

Diese reichlich vorhandene und sehr billige Energie lieferte 75 % der nationalen Stromerzeugung und sollte bis 2030 ohne ersichtlichen Grund auf 50 % reduziert werden. Dies ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass hinter dieser Fassade etwas ganz anderes steckte.

Macron beerdigt französisches Atom-Programm

Frankreich hatte bis dahin eine „tadellose Leistung“ erbracht, indem es die Kernenergie zum Rückgrat unserer Energieerzeugung machte und bis vor kurzem sogar Strom an unsere Nachbarn exportierte. Die Zeitschrift der ehemaligen Schüler der École Polytechnique „La jaune et la rouge“ bezeichnete diese Entscheidung in einem bemerkenswerten Artikel von Georges Vendryes, der selbst aus dieser renommierten Schule stammte, zu Recht als „Hinrichtung ohne Urteil“.

Scheinbar harmlos, verurteilte die Einstellung dieses Programms langfristig den gesamten Studiengang, denn es war das Element, mit dem der Zyklus geschlossen werden konnte. In der ersten Phase wurde ziviles Uran angereichert, um es als Brennstoff für Spaltreaktoren zu verwenden. Diese Spaltung hinterließ Restprodukte, die oft als „radioaktiver Abfall“ bezeichnet werden. Dieser Abfall war ein wichtiges Argument für die Atomkraftgegner, die sich in ihren Hetzkampagnen auf ihn konzentrierten. In Wirklichkeit waren diese Produkte der Brennstoff für zukünftige Reaktoren der sogenannten vierten Generation, die mit schnellen Neutronen betrieben werden.

Dies sollte der Höhepunkt des Atomprogramms sein, der uns eine echte Energieautonomie verschaffen würde, da man heute schätzt, dass diese Spaltprodukte etwa zehn Jahrhunderte der Stromerzeugung liefern könnten, wobei gleichzeitig das Problem dieser langlebigen radioaktiven Rückstände gelöst würde.

Daraus wird die nahezu lebenswichtige Bedeutung dieser rein politischen Entscheidung ersichtlich.

In jüngerer Zeit hat die Regierung von Emmanuel Macron das Astrid-Programm beerdigt. Dieses sogenannte „Programm der vierten Generation“ griff die Grundlagen des Super-Phénix auf und hätte es ermöglicht, Plutonium mehrfach wiederaufzubereiten und sogar mehr Plutonium zu produzieren, als es verbrauchte.

Die Aufgabe dieses Projekts ohne ernsthaften Grund demotivierte den gesamten Sektor, aber vielleicht war das auch das Ziel?

Ein weiteres Problem: Der Verkauf von Alstom an GE führte zur Abtretung des Unternehmens Arabelle. Dieser scheinbar harmlose Verkauf stellte jedoch eine enorme strategische Gefahr dar, da dieses Unternehmen alle Turbinen herstellte, die von Dampferzeugern nuklearen Ursprungs angetrieben werden. Sie waren nicht nur für den Reaktorpark unserer Kraftwerke, sondern auch für die „Bord“-Reaktoren auf unseren U‑Booten oder dem Flugzeugträger Charles de Gaulle bestimmt. Edf muss nach langem Zögern nun um jeden Preis dieses Unternehmen aufkaufen, das alle von ihm genutzten Patente besitzt, und die Rechnung könnte „gesalzen“ werden, da nicht bekannt ist, unter welchen Bedingungen die Nutzung der Patente fortgesetzt wird.

Eine „einseitige“ Kommunikation

Alle Argumente, die dazu dienen konnten, die Atomkraft zu verunglimpfen, wurden verwendet, manchmal sogar wahrheitswidrig. Alles, was für die Kernenergie sprechen könnte, wurde hingegen verschwiegen.

So fand der Nobelpreis für Physik, den Gérard Mourou für seine Arbeiten zur Transmutation von radioaktiven Abfällen, die bei der Kernspaltung entstehen, erhielt, in den Mainstream-Medien keinerlei Beachtung. Nur „La tribune“ und „l’usine nouvelle“ sowie vielleicht einige andere Fachzeitschriften berichteten darüber. Dennoch ebnete diese Arbeit auch den Weg zu einer Lösung für die Behandlung langlebiger radioaktiver Abfälle.

Dies erweckt den Eindruck eines methodischen Prozesses, mit dem der Ausstieg aus der Atomenergie gerechtfertigt werden soll. Und genau das ist auch passiert. Von dem Moment an, als die Regierung beschloss, den Betrieb der Kernkraftwerke langfristig zu reduzieren und schließlich einzustellen, waren eine Reihe von betrieblichen Entscheidungen erforderlich, darunter die geplante Einstellung der Wartungsarbeiten an den Reaktoren. Und es dauerte nicht lange, bis sich dies auszahlte.

Die Inkohärenz der Schließung von Fessenheim und der Abschaltung von Astrid

Die Entscheidung, Fessenhem abzuschalten, wurde nach Aussage von Ministerin Prunier-Renacher aufgrund der fehlenden durchgeführten Wartungsarbeiten getroffen, obwohl die für die Verlängerung des Betriebs dieses Kraftwerks notwendigen Arbeiten, die von der Agentur für nukleare Sicherheit gefordert worden waren, von EDF durchgeführt und bezahlt worden waren. Das Programmteam von Eric Zemmour, das sich aus hochrangigen und mit der Situation bestens vertrauten Fachleuten zusammensetzte, hatte diese Inkohärenz erkannt und ein Moratoriumsschreiben vorbereitet, das vom Kandidaten unterzeichnet werden sollte und in dem um einen Aufschub der Entscheidung über die Abschaltung des Kraftwerks gebeten wurde. Die Mitarbeiter von Eric Zemmour reagierten nicht darauf. Marine Le Pen versuchte ebenfalls, ein Moratorium zu erwirken, jedoch ohne Erfolg. Die LR-Senatorin Sophie Primas machte einen Vorstoß in die gleiche Richtung, der jedoch nichts bewirkte. Heute zeigt sich, wie sehr uns die beiden Reaktoren dieses Kraftwerks fehlen.

Die Zukunft sieht nicht viel besser aus

Man spricht davon, sechs neue EPR-Blöcke in Betrieb zu nehmen, deren Amortisierung mehrere Jahrzehnte dauern wird, während alles darauf hindeutet, dass der Fusionsprozess, der einen Großteil der Kernspaltungsreaktoren überflüssig machen wird, in etwa 15 Jahren eintreten wird. Auch hier gilt: zu spät. Welch ein Rückschlag und welche Inkohärenz!

Dagegen scheint das „Astrid“-Programm, das die Nutzung eines Brennstoffs ermöglicht hätte, der nicht nur völlig kostenlos ist, sondern dessen Aufbewahrung auch immer teurer wird, endgültig begraben zu sein.

Warum zeigen unsere Politiker eine solche Hartnäckigkeit im Irrtum?

Obwohl viele Stimmen, nicht zuletzt die von Jean Bernard Lévy, versucht haben, sie zu einer Sichtweise zu bewegen, die den Interessen des Landes besser entspricht, scheint nichts und niemand sie auch nur im Geringsten zu beeinflussen. Sie erscheinen wie „in ihrer Gewissheit eingemauert“.

In jüngster Zeit sind Persönlichkeiten wie Yves Brechet oder Loïc Le Floch Prigent mit unumstößlichen Argumenten aus der Deckung gekommen, wurden aber von dieser Regierung, die mehr denn je das Offensichtliche leugnet, abgewiesen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei BREIZH-INFO, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.


Wirtschaft vor dem „Kipp-Punkt“: Stihl warnt vor Deindustrialisierung!

Deutschland steuert bei der Standort-Attraktivität nach den Worten des Kettensägen-Unternehmers Nikolas Stihl auf einen „Kipp-Punkt“ zu. „Die Gefahr einer Deindustrialisierung ist nicht von der Hand zu weisen“, sagte der schwäbische Familienunternehmer der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und betonte:  „Der deutsche Standort könnte irgendwann einen Kipp-Punkt erreichen mit stark negativen Auswirkungen auf die Bereitschaft, hierzulande unternehmerisch zu wirken.“ Für sein Unternehmen sei dieser Punkt erreicht, wenn es hierzulande nicht mehr wettbewerbsfähig herstellen könne.

Zuletzt hatten Migrationsexperten mit Blick auf die Masseneinwanderung von einem drohenden „Kipp-Punkt“ gesprochen.

The post Wirtschaft vor dem „Kipp-Punkt“: Stihl warnt vor Deindustrialisierung! appeared first on Deutschland-Kurier.

Einige neue Entwicklungen im Fall Assange und der Versuch positiver Gedanken dazu

Am vergangenen Samstag, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, gab es wieder zahlreiche Mahnwachen für den in London inhaftierten WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Er ist seit dem 7. Dezember 2010 auf die eine oder andere Art seiner Freiheit beraubt, seit über 3½ Jahren mehr oder weniger isoliert im Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh inhaftiert. Seit knapp 4 Jahren beschäftige ich mich mit diesem Fall, der, je genauer man ihn betrachtet, umso ungeheuerlicher wird. Das hat auch ziemlich schnell dazu geführt, dass ich die Auslieferung von Assange in die USA vehement ablehne und seine Freilassung und, so gut es geht, Entschädigung fordere. Nun scheint es mir an der Zeit, einmal wieder über die Personen und Ereignisse zu berichten, die Julian Assange im vergangenen Viertel seines Lebens geholfen haben und ihn damit wahrscheinlich auch zum Überleben ermutigt haben. Von Moritz Müller.

Beim ungeordneten Nachdenken ist mir sehr schnell eine DIN-A4-Seite voller Namen eingefallen, die ich positiv mit Julian Assange verbinde. Das ist Stoff für einen längeren Artikel und ich will heute erst einmal die aktuellsten Ereignisse und die profiliertesten Kämpfer für Julian Assange erwähnen, auch weil am Mittwoch ein Newsletter von FreeAssangeBerlin eingetrudelt ist, der auf sehr aktuelle Veranstaltungen hinweist und den wir unten anhängen. Die beiden Verfasser sind natürlich auch auf „meiner“ Unterstützerliste gelandet. Vielen Dank nach Berlin!

Was ich noch voranstellen möchte, ist die Tatsache, dass ich mich durchaus auch mit der Frage des „Kampagnenjournalismus“ auseinandergesetzt habe, den ein Leser den NachDenkSeiten Ende 2018 im Zuge unserer Assange-Berichterstattung vorwarf. Dazu habe ich zwei wesentliche Gedanken:

Zum ersten sehe ich in Assange einen sehr konsequenten Kollegen, dessen (Meinungs-)Freiheit es zu verteidigen gilt, wenn wir unsere eigene Freiheit, soweit es diese überhaupt noch gibt, behalten wollen. Dieser Fall ist sozusagen ein Test, wie weit Regierungen bereit sind, zu gehen, Gesetze zu verbiegen und Medien und Justiz für sich einzuspannen.

Das zweite Argument ist eher genereller Natur, nämlich dass man als Beobachter nicht vollständig neutral sein kann. Hierzu gibt es ein Zitat von Julian Assange, das ich hier ein weiteres Mal wiedergeben will:

„To be completely impartial is to be an idiot. This would mean that we would have to treat the dust in the street the same as the lives of people who have been killed.“

„Völlig unparteiisch zu sein, hieße, ein Idiot zu sein. Das würde bedeuten, dass wir den Staub auf der Straße genauso behandeln müssten wie das Leben von Menschen, die getötet wurden.“

Quelle: NewYorker

Viele der untengenannten Menschen kennen Julian Assange persönlich und von diesen bin ich wiederum selbst einigen persönlich begegnet. Was sie über Julian Assange erzählen, lässt das negative Bild, welches im letzten Jahrzehnt in der Öffentlichkeit von Assange gezeichnet wurde, als eher unwahrscheinlich oder zumindest als unvollständig erscheinen.

Ein seit langem überfälliger Schritt ist die Forderung von Australiens Premierminister Anthony Albanese zur Beendigung der Verfolgung von Assange. Er ist der erste australische Regierungspolitiker, der sich für den Australier einsetzt. Bisher war ich skeptisch gewesen, ob sich die aus der Opposition geäußerten Zweifel am Sinn der US-Verfolgung von Assange auch in Worten und Taten als neuer Regierungschef niederschlagen würden. Ich hatte diese Skepsis auch in Artikeln ausgedrückt und hoffe wirklich, dass ich hier Abbitte leisten muss!

Christine Assange, seine Mutter, sieht in dieser auf hoher Ebene agierenden Diplomatie letztendlich den einzigen Hoffnungsschimmer . Auch diverse Regierungschefs und -mitglieder aus Südamerika haben in den letzten Tagen eine Erklärung zugunsten Assanges abgegeben und ihm teilweise auch Asyl angeboten.

Leider scheint Einsichtigkeit nicht die größte Stärke der eher auf Militär, Macht, Propaganda und Rache basierenden US-Politik zu sein. Die USA sind mit diesem Politikansatz in der heutigen Zeit keinesfalls allein, aber sie sind nun einmal das am meisten hochgerüstete Land in der Geschichte und erfordern somit erhöhte Wachsamkeit. Aber Überraschungen und Wunder gibt es ja zum Glück auch immer wieder.

Bei „Glück“ fällt mir Assanges Ehefrau Stella ein. Sie hatten sich noch zu Assanges Zeiten des Hausarrests in den Jahren 2010-2012 kennengelernt und sind nach ihren Worten seit 2015 ein Paar. Das war zu der Zeit, als Ecuador Assange Asyl in der Botschaft in London gewährte. In der Botschaft wurden auch die beiden gemeinsamen Söhne gezeugt, die 2017 und 2019 zur Welt kamen und die Assange nur in Gefangenschaft kennen.

Für Stella Assange ist die andauernde ungewisse Situation ihres Ehemanns sicher äußerst schwierig. Sie hat dies immer wieder in Interviews und Erklärungen gesagt. Für Julian Assange ist der unermüdliche Einsatz von Stella Assange wohl eine unschätzbare moralische und emotionale Unterstützung.

Seit Jahren reist Julians Assanges Vater John Shipton um die Welt und kämpft für die Freilassung seines Sohnes. Er ist eine zentrale Figur im Film „Ithaka“, der von Assanges Bruder Gabriel Shipton produziert wurde. Auch Gabriel Shipton spricht sich immer wieder für die Freilassung seines Bruders aus. Im angehängten Newsletter finden sich weitere Termine, wo man den Film sehen kann.

Der Schweizer Jurist Nils Melzer hat in seiner Zeit als UN-Sonderberichterstatter für Folter dieses Buch über den Fall geschrieben. Er beschreibt darin detailliert, wie die Behörden der USA, des Vereinigten Königreichs und Schwedens gegen Assange vorgingen und dabei die Justiz in ihrem Sinne benutzten. Wer Zweifel an der Unrechtmäßigkeit von Assanges Verfolgung hat, dem sei dieses Buch empfohlen, denn den darin enthaltenen nüchternen Argumenten kann man sich eigentlich nicht verschließen. Es ist allerdings auch ein sehr bedrückendes Buch, dass beim Leser den Glauben an den Rechtsstaat nicht unbedingt festigt.

Auch die italienische Journalistin Stefania Maurizi hat vor kurzem ein Buch über Julian Assange und WikiLeaks veröffentlicht. Frau Maurizi kämpft sich seit Jahren durch die Justizsysteme der beteiligten Länder, um Akteneinsicht zu erlangen. Ihr Einsatz ist so konsequent wie mühevoll und auch ihr gebührt wie den anderen oben Genannten meine ganze Hochachtung.

Wie eingangs geschrieben, ist meine Liste mittlerweile zu lang, um hier vollständig wiedergegeben zu werden. Es handelt sich bei den hier genannten Personen nur um eine klitzekleine, sehr willkürliche Auswahl. Ich werde versuchen, diese „Liste der Empathie“ in nächster Zeit zu ordnen und aufzuschreiben.


Hier nun erst einmal der Newsletter von FreeAssangeBerlin:

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Freiheit von Julian Assange, für Pressefreiheit und freie Rede,

bitte kommt wieder zahlreich herbei am Donnerstag, 15.12.2022, zu unserer Mahnwache für Julian Assange. Wie immer mahnen wir Julians Freiheit auf dem Pariser Platz an, direkt vor der US Botschaft, – zwischendrin wollen wir lautstark wie sonst auch zur Britischen Botschaft in der Wilhelmstraße spazieren!

Allenthalben werden nun Weihnachtsgrüße geschrieben, wir wollen Julian Assange ebenfalls einen Gruß in seine Zelle schicken. Dafür habe ich Papier und Stifte in der Tasche für Donnerstag, sodass ihr eure Grüße für ihn jetzt schon mal überlegen könnt.

LONDON, Dec 2 (Reuters) Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Beschwerde eingelegt, wie das Gericht am Freitag bestätigte.

Großbritannien hatte im Sommer 2022 grünes Licht für seine Auslieferung gegeben, doch Assange hat beim Londoner High Court Berufung eingelegt, und die erste Anhörung wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres stattfinden.

„Wir bestätigen, dass ein Antrag eingegangen ist“, hieß es in einer Erklärung des Gerichts.

Sein Anwaltsteam hat außerdem eine Klage gegen Großbritannien beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht, der die Auslieferung möglicherweise blockieren könnte.

Stella Assange sagte, sie hoffe, dass der EGMR sich nicht mit dem Fall befassen müsse und dass er in Großbritannien gelöst werden könne. Müsste der Fall vor den EGMR gebracht werden, wäre dies „ein trauriger Tag und eine große Enttäuschung“.

NDS:
nachdenkseiten.de/?p=91351#h01

Infos aus diversen Medien:

Nachtrag zur Solidarität mit Assange in Lateinamerika: amerika21.de/2022/12/261420/brasilien-lula-freiheit-fuer-assange

In Lateinamerika wächst eine Bewegung, die die Freiheit des politischen Gefangenen Julian Assange fordert. „Lasst Julian Assange frei!“, sagen Lateinamerikas linke Führer: Lula, AMLO, Petro, Maduro, Ortega, Kirchner, Evo, Zelaya: multipolarista.substack.com/p/free-assange-latin-america-left

Nachtrag zu dem offenen Brief der Medien, die 2010 mit Wikileaks zusammenarbeiteten: jungewelt.de/artikel/439900.pressefreiheit-journalismus-ist-kein-verbrechen.html

DJV: djv.de/startseite/service/blogs-und-intranet/djv-blog/detail/news-zweierlei-mass

Nachtrag zu den Bemühungen des australischen Premierministers (engl.): sbs.com.au/news/article/anthony-albaneses-appeal-to-end-julian-assange-pursuit-a-test-of-australia-us-relations-family-say/1v03njuik

Im Tagesspiegel: tagesspiegel.de/australien-premier-albanese-usa-sollen-strafverfolgung-von-julian-assange-beenden-8976022.html

zeit.de/2022/49/julian-assange-wikileaks-auslieferung-annalena-baerbock#paywall Leider Bezahlschranke.

(engl.) im Guardian: theguardian.com/media/2022/dec/12/julian-assange-biden-press-freedom-legacy?CMP=Share_iOSApp_Other&s=09

Fällt etwas aus dem Rahmen, trotzdem immer noch sehr interessant ist diese Meldung aus dem SPIEGEL von 2015, zum Asyl für Snowden in Deutschland, auf das er, als nun russischer Staatsbürger, nicht mehr angewiesen ist: spiegel.de/politik/ausland/snowden-asyl-usa-sollen-deutschland-gedroht-haben-a-1024841.html

Fragen an Sue-Ellen Braverman: factcheck.de/2022/12/02/fragen-an-ihre-exzellenz-die-britische-innenministerin-sue-ellen-braverman/

Daniel Ellsberg, der „Pentagon Papers“ Whistleblower enthüllt, dass auch er Manning-Leaks hatte, und fordert das Justizministerium auf, ihn wie Assange zu belangen (engl.): commondreams.org/news/2022/12/07/revealing-he-too-had-manning-leaks-ellsberg-dares-doj-prosecute-him-assange

twitter.com/danielellsberg/status/1600262331698536448?s=43&t=1XWT-_7RXW8o3Y1uYck0-Q

Meinungsumfrage zur Auslieferung, Twitter von Elon Musk: twitter.com/elonmusk/status/1599224347121500160?s=43&t=hvAVr8Ig3V0XDXWgJXrOSA

Mahnwache des PEN Deutschland in 3 Städten: deutschlandfunkkultur.de/pen-zentrum-deutschland-drei-mahnwachen-fuer-julian-assange-dlf-kultur-56b8bb6c-100.html

rp-online.de/kultur/duesseldorf-pen-zentrum-haelt-mahnwache-fuer-wikileaks-gruender-assange_aid-81363937

www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-mosaik/audio-cornelia-zetzsche-zu-den-mahnwachen-des-pen-fuer-julian-assange-100.html

swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/eine-auslieferung-von-assange-waere-eine-katastrophe-fuer-den-investigativen-journalismus-pen-zentrum-deutschland-demonstriert-am-tag-der-menschenrechte-100.html

Videos:

Zum Tag der Menschenrechte „Stuhlaktion“ in Berlin am 10.12.22:

pressenza.com/de/2022/12/zum-tag-der-menschenrechte-weltweiter-flashmob-am-10-dezember-2022-demo-auf-stuehlen/

youtube.com/watch?v=kG3DGC9WCEI

Berlin: youtube.com/watch?app=desktop&v=1tEMVYOh6pM

Australien: mobile.twitter.com/alimay101234/status/1601893490719612928

twitter.com/Raquelparicio/status/1601858978778071040?s=20&t=_r-Ni7_FmgQ0eWI6l2QIrA

Catalonien: twitter.com/tonistrubellt/status/1601631025746305025?s=20&t=Igh1yjgRBC9bxVbmxw4swg

Belmarsh: twitter.com/JA_Defence/status/1601655194072141825?s=20&t=f0kvMtI6ItmleULnJegjmw

Aufruf Globaler Protest: twitter.com/evelinschallert/status/1600815464153632770?s=43&t=gq1BregMko-mKuoRrK95bg

Aber: Assange Demo in Heidelberg verboten: youtube.com/watch?v=wZnprnfT7Nc


Gut gemachtes 3 Minuten Video zu Einigem, was WikiLeaks aufgedeckt hat, sowie Aussagen zugehöriger Politiker: youtube.com/watch?v=n5RnFetwMR4

Rede von Stef Manzini auf der Friedensdemo am 05.11.22 in Berlin: youtube.com/watch?v=wOltZvYx8pw

Roger Waters spricht zu Assange: twitter.com/peoplesdispatch/status/1602372713774972937?s=43&t=hB5IxXvJ4h7CmWpO3z1U_w

Kunst:

Nochmal zur Erinnerung an die Ausstellung im Oktober in Berlin.
Noisy Leaks: The Art of Exposing Secrets – Julian Assange, Edward Snowden and more!

youtube.com/watch?v=1vVV09YRqIw

Musik:
Ein neuer Song für Julian Assange. Una canzone: youtube.com/watch?app=desktop&v=rlJqij_lPz4

svensafarow.bandcamp.com/track/for-julian

KINO:

Die Doku ITHAKA ist weiterhin mit neuen Spielterminen aus Deutschland Tour: blog.freeassange.eu/2022/09/20/dokumentarfilm-ithaka-nun-auch-in-deutschland/


HEUTE! Jetzt ! Übergabe des Sacharow Preises in Straßburg: twitter.com/FreeAssange_eu/status/1602286930426822656

Livestream: multimedia.europarl.europa.eu/en/webstreaming/award-of-sakharov-prize_20221214-1200-SPECIAL-SAKHAROVPRIZE

Stella Assange vertritt dort heute ihren Mann Julian Assange, der in die Auswahl der letzten drei möglichen Preisträger kam.

Belmarsh Prison hat ihm selbst die Teilnahme verweigert.

Soweit für heute.

Mit solidarischen Grüßen
Thilo und Almut
FreeAssange Berlin

Mahnwache jeden 1. und 3. Donnerstag 18-20 Uhr Pariser Platz vor der US-Botschaft

Dok.: free-whistleblower.jimdofree.com/free-assange-berlin-1/

Web: www.freeassange.eu

Hamburg4Assange Video: youtube.com/watch?v=lck3Od7YtrQ

Berliner Gezwitscher:

Titelbild: Screencap A Penny For Your Thoughts/YouTube

Covid-Impfstoffe: Floridas Gouverneur will gerichtliche Untersuchung von Fehlverhalten

Covid-Impfstoffe: Floridas Gouverneur will gerichtliche Untersuchung von Fehlverhalten

Während viele Gesundheitsbehörden und Regierungen weiterhin zur Impfung gegen Covid-19 drängen, geht die Staatsregierung von Florida einen anderen Weg. Eine Grand Jury soll nun Fehlverhalten in Bezug auf die experimentellen Covid-Impfstoffe untersuchen.

Floridas konservativer Gouverneur, Ron DeSantis, gilt als eine der prominentesten Stimmen des US-amerikanischen Widerstands gegen Zwangsimpfungen mit den experimentellen und umstrittenen Covid-Impfstoffen. Letzte Woche hat er – von den deutschsprachigen Mainstreammedien ignoriert – nach einem Runden Tisch mit Wissenschaftlern und Ärzten angekündigt, eine umfassende Untersuchung in Bezug auf das Fehlverhalten rund um diese Impfstoffe einzuleiten.

Hierbei geht es US-Medienberichten zufolge insbesondere um Informationen von den Pharmakonzernen wie Pfizer und Moderna zu den Impfstoffen selbst und den Nebenwirkungen. “Wir werden in der Lage sein, die Daten zu bekommen, ob sie sie nun herausgeben wollen oder nicht”, sagte DeSantis. “In Florida ist es illegal, zu täuschen und falsche Angaben zu machen, insbesondere wenn es um die Wirksamkeit eines Medikaments geht.” Nicht umsonst hat Floridas Gesundheitsbehörde bereits im Oktober wegen Herzkomplikationen vor den mRNA-Impfstoffen gewarnt.

In einer Pressemitteilung, in der der Gouverneur diesen Schritt ankündigte, kündigte er auch die Einrichtung eines Ausschusses für die Integrität der öffentlichen Gesundheit an, der “die Empfehlungen und Leitlinien der Bundesbehörden im Bereich der öffentlichen Gesundheit bewerten soll, um sicherzustellen, dass Floridas Politik im Bereich der öffentlichen Gesundheit auf die Gemeinden und Prioritäten des Bundesstaates zugeschnitten ist”. In der Mitteilung wurde ausführlich auf Spekulationen über Schäden eingegangen, die möglicherweise durch die experimentellen Covid-19-Impfstoffe verursacht werden.

DeSantis reichte “eine Petition für eine landesweite Grand Jury ein, um Verbrechen und Fehlverhalten zu untersuchen, die gegen Floridianer im Zusammenhang mit dem Covid-19-Impfstoff begangen wurden”, als eine von mehreren “aggressiven Maßnahmen, um die Bundesregierung und Big Pharma zur Verantwortung zu ziehen.” In der Mitteilung wurde näher erläutert, was die Grand Jury beinhalten würde und welche Ziele sie verfolgen würde.

“Die pharmazeutische Industrie und die FDA haben sich geweigert, Daten auf Patientenebene für unabhängige Forscher freizugeben. In der Zwischenzeit haben die von Pfizer und Moderna hergestellten COVID-19-Impfstoffe die FDA-Zulassung für pädiatrische und erwachsene Patienten erhalten und werden weiterhin als sicher und wirksam vermarktet, obwohl die Impfstoffe die Übertragung nicht verhindern und unerwünschte Ereignisse von der Biden-Administration und Big Pharma heruntergespielt und ignoriert wurden”, heißt es in der Mitteilung.

Nun bleibt es abzuwarten, ob es der Initiative von DeSantis tatsächlich möglich sein wird, umfangreiche Erkenntnisse und Daten zu gewinnen und zu publizieren. Interessant dabei ist, ob diese Grand Jury dann auch in der Lage sein wird, umfangreiche Missstände rund um die Studien und die Zulassungsverfahren dieser experimentellen Covid-Impfstoffe aufzudecken und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

US-Ökonom: Die Ukraine steht kurz vor dem Zusammenbruch

US-Ökonom: Die Ukraine steht kurz vor dem Zusammenbruch

Der Ökonom Adam Tooze sieht im Aufruf Wolodymyr Selenskyjs an die ukrainischen Flüchtlinge, im Ausland zu bleiben und nicht zurückzukehren, eine Bestätigung für die katastrophale Lage des Landes. Die Energieinfrastruktur ist weitestgehend zerstört und die Wirtschaft kollabiert.

Die russischen Truppen agieren in der Ukraine ähnlich wie die NATO während des Jugoslawienkriegs und zerstören kritische zivile Infrastrukturen wie die Strom- und Wasserversorgung des Landes. Gerade jetzt im Winter führt dies zu einer sehr ernsthaften Lage für die Zivilisten, die in der Ukraine verblieben sind. Präsident Wolodymyr Selenskyj rief deshalb die ins Ausland geflohenen Bürger dazu auf, dort zu bleiben und nicht in die Heimat zurückzukehren.

Der US-Ökonom Adam Tooze sieht darin quasi eine Kapitulationserklärung des ukrainischen Staatschefs, wie er es auch in einem Gespräch mit US-Magazin “Foreign Policy” erklärt. Während Russland infolge des Krieges und der Sanktionen einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von jeweils lediglich etwa vier Prozent in diesem und im kommenden Jahr erwartet, liegen die Kontraktionen der ukrainischen Wirtschaft bereits bei etwa einem Drittel der Wirtschaftsleistung.

Im Moment wird die wirtschaftliche und soziale Lage der Ukraine, vor allem in dieser kalten Jahreszeit, immer ernster – ich meine, buchstäblich von Woche zu Woche. Sie ist meiner Meinung nach in zweierlei Hinsicht äußerst prekär. Zum einen geht es um Geld und zum anderen um das, was man als Realwirtschaft bezeichnen könnte”, so Tooze. Denn die Ukraine sieht sich mit einer sehr hohen Inflationsrate konfrontiert und der bisherige realökonomische Zusammenbruch um rund ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung wird sich noch weiter verstärken. “Und ich denke, es ist wirklich aufschlussreich, dass [der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj] ukrainische Flüchtlinge gebeten hat, nicht nach Hause zu kommen, sich außerhalb des Landes zu halten. Wenn ein Staat seine Bürger buchstäblich auffordert, im Ausland zu bleiben, weil er ihnen zu Hause keine grundlegenden Infrastrukturdienste zur Verfügung stellen kann, ist das eine wirklich existenzielle Aussage”, so der Ökonom.

Der Experte hält es zwar für möglich, die ukrainische Wirtschaft mit monatlichen Hilfszahlungen von etwa 5 Milliarden Dollar zu stabilisieren, doch nur wenn diese auch zielgerichtet eingesetzt werden. Insbesondere die Reparatur des Energiesystems und die Unterstützung von Improvisationsmaßnahmen sei dabei wichtig, um eine Basisversorgung der Haushalte und der Unternehmen gewährleisten zu können. Doch davon ist man derzeit weit entfernt. Das heißt aber auch, dass die allgemeine Lage in den kommenden Monaten noch schlechter wird, da die Ukrainer die Energienetze nicht rasch genug wieder instand setzen können. Und wie es Tooze anmerkt, steht es um die Ukraine offensichtlich deutlich schlechter als man es offiziell zugeben möchte. Wie lange wird es wohl dauern, bis die zivilen Opferzahlen deshalb in die Höhe schießen und Selenskyj zu Friedensverhandlungen gezwungen sein wird?