Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Leserbriefe zu „Der Berliner Tagesspiegel ist auf den Hund gekommen“

Leserbriefe zu „Der Berliner Tagesspiegel ist auf den Hund gekommen“

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Die Redaktion der NachDenkSeiten berichtet hier in einem gemeinsamen Beitrag über einen skurrilen Artikel über die NachDenkSeiten im Tagesspiegel. Dessen ehemaliger Redakteur Matthias Meisner habe „ein mehr als fragwürdiges Geschäftsmodell“ entwickelt und sei „zum ersten ´Berufs-Gegner´ der NachDenkSeiten“ geworden. Er habe den ehemaligen freien NachDenkSeiten-Mitarbeiter Frederico Füllgraf für seinen Privatkrieg genutzt „oder besser missbraucht“. Die Behauptungen, die NachDenkSeiten seien „nach rechts“ und „verschwörungsideologisch“ unterwegs, seien „schlicht erfunden“ und würden „vom Tagesspiegel nicht einmal im Ansatz belegt“. Wir danken für die interessanten Zuschriften. Christian Reimann hat eine Auswahl der Leserbriefe zusammengestellt.


1. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

es gilt wie immer: Zuerst ignorieren sie dich, dann verlachen sie dich und dann bekämpfen sie dich.” Gibt es eine höhere Auszeichnung für die NachDenkSeiten?

Herzliche Grüße
Alfons Schwarzenböck


2. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten-Redaktion:

Seht es als einen Ritterschlag. Wer dem Establishment nicht gefährlich wird, der wird auch nicht bekämpft. Je mehr Gegenwind, desto mehr “brennt denen der Kittel”, wie wir in Hessen sagen.

Die Erkenntnis, dass den MSM nicht zu trauen ist, wächst. So muß auch der Ton schriller werden, um noch eine gewünschte Wirkung zu erzielen. Inklusive dem Risiko, noch mehr Menschen zu verschrecken. Mal sehen, wo das endet.

Alles Gute,
M


3. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
zum Artikel “Der Berliner Tagesspiegel ist auf den Hund gekommen” fiel mir eine – zugegeben etwas ältere – Geschichte um Herrn Meisner ein.
Den – in vielerlei Punkten durchaus kritikwürdigen – SPD-Politiker Johannes Kahrs meinte Meisner ausgerechnet wegen dessen Homosexualität und ein paar Aktfotos im privaten Twitter-Account anzählen zu müssen: 

Mein Eindruck: Meisners damaliger Erguss pendelt irgendwo zwischen gestelzter Moralpredigt und ordinärer Homophobie. 
Wenn ausgerechnet so Jemand Anderen dann “Rechtslastigkeit” o.Ä. vorwirft, entbehrt das nicht einer gewissen Komik… 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
Hans Wiepert


4. Leserbrief

Verehrtes NDS-Team,

Die Einschlägt kommen näher. Die Gegner der NDS gehen zum Angriff von allen Seiten über:

Erst die “Gegneranalyse” von Fücks und Konsorten, dann der Entzug der Gemeinnützigkeit, jetzt die Kampagne im Berliner Tagesspiegel.

Was kommt danach? Kündigung der Konten durch die Banken und fungierte Beschuldigungen im Steuerbereich? Razzien und Sicherstellung sämtlicher Server, Laptops und Smartphones.

Ich traue dem jetzigen Regime, das keine Roten Linien beachten will (Scholz) mittlerweile alles zu.

Mit KenFM wurde schon vorgeübt.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Himmeröder


5. Leserbrief

Hallo,

mein Einwand: Das ist ein alltagssprachlicher Spruch, der einen Hundeliebhaber gelegentlich nervt …
Im Ernst: Der Text hat meine fast  volle Zustimmung; dem letzten Satz –  “Der Berliner Tagesspiegel bringt sich um seinen Ruf.” – halte ich entgegen:

Der Tagesspiegel hat seinen Ruf schon länger verloren.

Begründungshinweis: Ich habe vor ca. zwei Jahren nach ca. 60 Jahren als regelmäßiger Leser die Nutzung dieses Blattes eingestellt. Der Propaganda- und Agitationsanteil war über ein erträgliches Maß hinaus gewachsen und entsprechend der Anteil vertrauenswürdiger Informationen tief gesunken (immerhin: Die Lottozahlen und die Hertha-Ergebnisse stimmten immer.)

Meissner passte gut in dieses Bild …. . Leider hat seine Selbstradikalisierung ihn nunmehr sogar aus dem eigentlich passenden Tagesspiegel-Dunstkreis geschleudert. Eine bedauerliche Entwicklung für ihn  (wo er sich doch der Unterstützung des Linken-Kultursenators per Vorwort für eines seiner Bücher erfreuen konnte). Meissner ist zu wünschen, dass er zurückfindet zu seinen eigentlich vorhandenen journalistischen Fähigkeiten.

Im Übrigen: Der Tagesspiegel war immer ziemlich konservativ und sehr offen für us-gestützte Sichtweisen auf die Welt. Aber: Der Anteil vertrauenswürdiger Berichte war doch deutlich höher, die Gewohnheiten eines Kampfblattes pflegte er – anders als heute – nicht. Bei dem mir aus Kooperation und Kontroverse vertrauten früheren Verleger FKM (Franz Karl Maier) wäre ein solcher Kampfblatt-Modus nicht möglich gewesen.

Jürgen Kunze

p.s. Erfreulicherweise hat der Platz Berlin inzwischen einen anderen Medien-Maier, der etwas Substanz und Horizont in die hiesige mediale Landschaft bringt. (Michael Maier  >  BLZ)


6. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

schade, man merkt Ihnen an, daß Sie deutlich ‘angepißt’ sind.

Dabei gibt es doch kein größeres Lob als die Zielscheibe der ‘angepaßten’ Medien zu sein !

Was wäre denn die Alternative: Keine Kritik ?  Wie langweilig !  Dann wären Sie ja ein Rädchen im Getriebe.

Dann doch lieber von den Leitmedien angegriffen werden, das zeigt zumindest, daß Sie des Pudels Kern getroffen haben !

Insofern: Machen Sie weiter so, Sie haben genau den richtigen Ton !!!

Sie hätten es m.E. lieber auf die leichte Schulter nehmen sollen und zynisch auf die Spitze treiben sollen, das hätte sich ‘schöner’ gelesen und Ihre Überlegenheit gezeigt.

Aber Achtung: Die Angriffe der Regierungsmacht werden zunehmen !  Wenn erst Ihre Konten (und die Ihrer Kinder) gesperrt werden und Ihre Spenden nicht mehr ankommen, dann wissen Sie, daß Sie die Regierungsmacht empfindlich getroffen haben (siehe Reitschuster (dessen Meinung ich nicht immer unterstütze – aber ebenfalls lese)). Daher kann ich Ihnen nur den Tip geben: Schließen Sie sich mit anderen freien Medien zusammen (auch wenn Sie deren Meinung nicht immer unterstützen)  !

Sie sollten gemeinsam (!) über “Angriffe der Regierungsmacht auf Sie” berichten und sich austauschen, bspw. über kompetente Anwälte, Banken etc.

Mit freundlichen Grüßen
Jörn Mertes


7. Leserbrief

Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam,

Nachfolgendes Zitat beschäftigt mich schon eine lange Zeit.

Weniger verständlich ist, dass in den letzten Jahren immer mehr selbsternannte Linke sich ebenfalls zu ausgemachten Gegnern der NachDenkSeiten entwickelt haben.

Wenn wir mal die linke “Idee” simplifiziert ausdrücken wollen, könnte man diese zusammenfassen als “Gerechtigkeit für Alle” und dies ist nun einmal unvereinbar mit dem Neoliberalismus oder dem Kapitalismus, da dieses Systeme auf der Ausbeutung von anderen beruhen.

Leider hat sich ein Großteil der Linken Szene domestizieren lassen und den Kampf um das System komplett aus den Augen verloren. Da der Gerechtigkeits-Drang einem aber keine Ruhe lässt, hat man den Kampf innerhalb des Rahmens des Systems verlagert. Deshalb drückt sich der Linke Kampf heute auch in “Wokeness” aus, dieser wird dem System nicht gefährlich, im Gegenteil, er nützt diesem sogar. Nicht nur, dass er uns spaltet, weil die Menschen fein säuberlich in Gruppen eingeteilt werden, mit den sie sich zu identifizieren haben (Ich gehöre nur einer Gruppe an, der Gruppe Mensch, alles darüber hinaus sollte irrelevant sein). Des Weiteren hat jede Gruppe ihre eigenen Erkennungssymbole (z.b. Pussy-Hats bei #metoo) die versprechen neue Märkte zu eröffnen und somit Profite versprechen.

Wenn ich das so darlege, sollte jedem klar sein, dass dies mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat und das wissen auch moderne Linke, wenn auch nur unterbewusst. Deshalb sind die NDS auch so gefährlich für Neu-Linke. Die NDS kämpfen zwar auch nicht um das System, aber sie zeigen wenigstens noch die Fehler des Systems auf und führen einem Neu-Linken so immer wieder sein unausweichliches Versagen im Kampf für Gerechtigkeit vor Augen.

So etwas erzeugt natürlich Wut und Frustration, die sich dann z.b. wie bei Herrn Meisner Bahn brechen muss.

Abschließend möchte ich noch klarstellen, wenn ich sage “Kampf um das System”, dann soll dies bitte nicht als Plädoyer für den Kommunismus missverstanden werden.  Dieser ist genauso zum Scheitern verurteilt, solange der Faktor Mensch eine Rolle spielt, was aber nicht bedeuten muss, dass wir nicht nach Alternativen suchen sollten, was haben wir schon zu verlieren, außer einer besseren Zukunft für die, die nach uns kommen.

Ein letzter Gedanke noch, “Wokeness” ist auch nicht per se falsch. Da wo Minderheiten konkret benachteiligt werden, haben diese meine volle Unterstützung. Als Beispiel sei ein Video empfohlen, in der eine Transfrau ihren Kampf gegen das NHS schildert ihre Geschlechtsanpassende Operation zu bekommen: “I Emailed My Doctor 133 Times: The Crisis In the British Healthcare System”.
Was mehr muss ich wissen, als dass ein Mensch leidet und Hilfe in seinem Kampf für Gerechtigkeit braucht ?

Mit freundlichen Grüßen
Ronny Dietzsch


8. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion,

folgende E-Mail habe ich Tagesspiegel geschrieben.
Ich mache mir wirklich Sorgen wohin Deutschland sich entwickelt.
Lasst euch nicht klein kriegen bitte!

MfG
Jan van Leeuwen

Mail an Tagesspiegel:
————————
Sehr geehrte Redaktion,

haben Sie folgende Artikel, das Sie veröffentlicht haben gelesen und kontrolliert?

tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/parallelwelten-bitte-weniger-verschworungstheoretisch-umformulieren-8882158.html

Als Holländer dessen Familie früher bei Zeitungen gearbeitet haben finde ich es schrecklich zu sehen welchen Tiefpunkt die deutsche Journalistik erreicht hat.

Libmod und Gegneranalyse sind von Grünen betriebene Propagandamedien wo auffällig viele ehemalige DDR-Gestalten sich tümeln – jetzt sind es keine “Kommunisten” mehr aber “Kapitalisten” von dem Typ die die Mantel
wechseln wie es persönlich am Meisten Vorteil bringt. Das ist natürlich “nur” meine Meinung . . . . .

Deutschland geht den Bach runter, angeführt von Transatlantiker, ich warte nur darauf wann euch wieder in den Krieg zieht.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan van Leeuwen, ein beunruhigter Holländer


9. Leserbrief

Hallo liebes Nachdenkseiten Team, Hallo Spiegelfechter (ja, solange lese ich schon deine Artikel ? ).

Matthias Meisner gehörte imo früher mal zumindest zum erweiterten Dunstkreis der Antideutschen. Er scheint sich dann aber auch wieder von dieser Gruppe distanziert zu haben. Diese Strömung innerhalb der Linken ist der Grund warum die Linke heute so aussieht wie sie aussieht und auch an der Zerstörung oder vielleicht sogar Zersetzung der Piraten beteiligt gewesen. Verschiedene Anfifa Gruppen haben sich wegen dieser Strömung aufgelöst.

Man findet sie in vielen “linken Medien”… bis hin zur Springerpresse. Ich zitiere mal aus einem nicht mehr öffentlichen Wiki:

Die schwarze Katze fasst die Kritik in folgenden Worten zusammen Zitat: rassistische, nationalistische, imperialistische, völkische, philosemitische, staatsbefürwortende, nationalbolschewistische und identitäre Politsekte, die die Kriege der USA unterstützt und vorbehaltlose Solidarität mit der israelischen Regierung übt. Sie haben viele Antifa-Gruppen gespalten und kaputtgemacht

Ansatzpunkt für eine eigene Recherche wären z.b.

Auch der Faktenchecker Patrick Gensing ist imo diesem Dunstkreis zuzuordnen. In der Amadeu Antonio Stiftung befinden sich auch ein paar die dieser Strömung eindeutig zuzuweisen sind. Im Großen und Ganzen also eine großflächige Unterwanderung linker Medien und Politik. Auch bis zur SPD und Grünen. Allen gemeinsam ist dass sie die NATO und die Kriege der NATO unterstützen und eine Feindschaft zum Antikapitalismus pflegen. Also nichts mit den alten Werten wie Pazifismus und Kapitalismuskritik zu tun haben. Sahra Wagenknecht oder auch Oskar Lafontaine sind für sie “der Feind”. Was diese Gruppierung in der Linken zu suchen haben frage ich mich noch heute.

Viele Grüße
Michael Schenk


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
traurig genug das viele auf so billige Propaganda hereinfallen während im Bundestag im Grunde nur rechte Parteien sitzen und andere, die in Wirklichkeit nicht rechts sind, verunglimpft werden.
Ich sehe öfter mal Aufkleber von den NachDenkSeiten, die abgerissen oder zerkratzt werden. So etwas gibt es sonst nur bei rivalsierenden Fussballclubs.
Macht weiter so.
 
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Haack


11. Leserbrief

Mit dem Einschwenken auf Putins Linie sind auch für mich die Nachdenkseiten eindeutig nach rechts geschwenkt. Aber ich lese sie trotzdem regelmäßig, z.B. wegen der Berichte von Frederico Füllgraf aus Lateinamerika – die ich seit einiger Zeit vermisse und die ich in Zukunft vermissen werde. Füllgraf hat wie kein anderer detailliert die Hintergründe und Missstände in Lateinamerika ausgeleuchtet. Ich selber habe persönliche Beziehungen nach Brasilien, habe in dem Land auch schon mal gearbeitet. Kein anderes  Medium in Deutschland – ich bin regelmäßiger Leser von SZ, Spiegel, Zeit – zeigt derartige Lateinamerika-Kompetenz. Und die brasilianischen Leitmedien („midia corporativa“) haben Bolsonaro seit dem Putsch  gegen Dilma im Jahr 2016 immer gestützt und hochgejubelt.

Loben möchte ich die Nachdenkseiten auch für ihre kritische Berichterstattung über die sozialen Systeme in Deutschland. Auch da wird von den deutschen Leitmedien viel verschwiegen.

Ich werde die Nachdenkseiten weiter lesen, aber wie gesagt, in der Außenpolitik haben Sie sich nach meiner Einschätzung verrannt – ähnlich wie Sahra Wagenknecht und ihr Partner.

Heinz Kammer


12. Leserbrief

Lieber Jens,

“Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt!” (M. L. King)

In diesem Sinne: Lasst euch von solchen Typen nicht ärgern. Sie sind es nicht wert, sich auch nur mit einem Wort an sie zu wenden. Nicht(be)achtung ist für derartige Leute der größte Ärger, den man ihnen bereiten kann.
 
Beste Grüße
Martina R.


13. Leserbrief

Hallo Herr Berger,
 
Sie enden:

“Der Berliner Tagesspiegel bringt sich um seinen Ruf.”

Hier (und nur hier) bin ich anderer Meinung: Der Tagesspiegel wird seinem Ruf gerecht. Um einen guten Ruf hat er sich nämlich in den letzten Jahren schon fleißig gebracht.
 
Ich habe lange in Berlin gelebt. Der Tagesspiegel schrieb immer eher FDP- und CDU-nah, war also nicht meine Blase. Meine Eltern lasen traditionell Berliner Zeitung. Ich habe daher keinerlei emotionale Verbindung zu dem Blatt. Ich erinnere mich positiv an des Tagesspiegels investigatives Nachhaken bzgl. des BER Flughafenbaus. Doch umso negativer stieß mir die Abdeckung der Corona-Maßnahmen auf. Da wurde (und wird wahrscheinlich noch) kübelweise Gülle über kritische Geister, auch einfache Bürger, geschüttet. Auslassungen, Vorwürfe, Lügen… – niedrigstes Argumentationsniveau.
 
Das von Ihnen geschilderte Vorgehen gegen die NachDenkSeiten passt also in mein Bild dieses sich seriös gebenden Käseblatts. Leider scheint die Kampagne auch handfeste finanzielle Nachteile für den IQM e.V. und die NDS zu bringen. Ich werde Ihnen als Leser und Unterstützer die Stange halten.
 
Liebe Grüße
S. M.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

Russland oder die Ukraine, wer ist der „Terrorstaat“?

Das EU-Parlament hat eine Pressemeldung veröffentlicht, in der es erklärt hat: „Das Parlament hat am Mittwoch eine Entschließung zu den jüngsten Entwicklungen in Russlands brutalem Angriffskrieg gegen die Ukraine angenommen. Die Abgeordneten betonen, dass die vorsätzlichen Angriffe und Gräueltaten der russischen Streitkräfte und ihrer Stellvertreter gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine, die Zerstörung der zivilen […]

Könnte der „effektive Altruismus“ von FTX der größere Skandal sein?

Die 2019 gegründete FTX „Futures Exchange“ wurde schnell zur zweitgrößten Kryptowährungsbörse der Welt und wurde Anfang 2022 mit unglaublichen 32 Milliarden Dollar bewertet, bevor sie auf spektakuläre Weise in Ungnade fiel und ihre 1 Million Kunden mit Milliardenverlusten zurückließ und Schockwellen durch das bereits fragile globale Finanzsystem sandte.

Wenn man die allgemeinen Medienberichte über die FTX-Saga liest, könnte man meinen, es handele sich um ein weiteres Start-up-Unternehmen, das Pleite ging und seine Kunden um Milliarden ärmer machte. In einigen Berichten könnte man sogar Mitleid mit dem „Senkrechtstarter“ und Gründer, dem 30-jährigen Sam Bankman-Fried, auch bekannt unter seinen Initialen SBF, haben, der einige Fehlentscheidungen getroffen hat, obwohl er und sein Bruder Gabe mit ihrer FTX Foundation nur „etwas bewirken“ wollten, um die nächste Pandemie zu verhindern.

Was die FTX-Geschichte so interessant macht, ist die Tatsache, dass aus den Trümmern des implodierten Schneeballsystems der SBF eine Reihe von Skandalen ans Licht gekommen ist:

  • Die Pflichtverletzung des Vorsitzenden der Börsenaufsichtsbehörde, Gary Gensler, der wegen seiner engen Beziehung zu dem in Ungnade gefallenen FTX-Gründer und der Tatsache, dass seine Behörde kritische Anzeichen für den bevorstehenden Zusammenbruch der Kryptowährungsbörse übersehen hat, immer stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird.
  • SBFs Platzierung seiner 28-jährigen Freundin, der sehr unerfahrenen Caroline Ellison, als CEO von Alameda Research (an dem FTX zu 90 % beteiligt war). Ohne dass die FTX-Kunden es wussten, erhielt Ellison Milliarden von Dollar ihrer Gelder, um damit zu „handeln“. Als sie ihre Gelder abheben wollten, FTX sie aber nicht auszahlte, zündete eine Lunte, die zur Implosion beider Unternehmen führte.
  • Bevor der MIT-Absolvent Konkurs anmeldete, belief sich sein persönliches Vermögen auf stolze 16 Mrd. Dollar. SBF hatte zusammen mit seinen Eltern (Barbara Fried, die Mutter von SBF ist Mitbegründerin der politischen Spendenorganisation Mind the Gap und der Get-out-the-Vote-Kampagne) ein Immobilienimperium von über 100 Millionen Dollar im Steuerparadies der Bahamas angehäuft, wo FTX seit September 2021 seinen Hauptsitz hat. Der junge Milliardär war der zweitgrößte Einzelspender (nur hinter George Soros) für demokratische Zwecke (er spendete 40 Millionen Dollar für demokratische Kandidaten während der US-Zwischenwahlen 2022) und der zweitgrößte Einzelspender für Joe Biden bei den Präsidentschaftswahlen 2020, wo er persönlich 5,2 Millionen Dollar spendete. Die Tatsache, dass sein enormer Reichtum, der ihn in die Lage versetzt, Millionen an die Demokratische Partei und ihre Anliegen zu spenden, aus einem betrügerischen System entstanden ist, bei dem FTX-Kunden um Milliardenbeträge betrogen wurden, ist ein echter Skandal.

Die Bewegung des effektiven Altruismus

Während seiner Zeit am MIT lernte Bankman-Fried William MacAskill kennen, den Begründer einer intellektuellen Bewegung der Philanthropie, die ihren Ursprung an der Universität Oxford hat und darauf abzielt, „die besten Wege zu finden, anderen zu helfen“, indem man so viel Geld wie möglich verdient, um seine wohltätigen Spenden zu maximieren. Das nennt man effektiven Altruismus. SBF wurde zu einem Verfechter dieser Bewegung und gründete zusammen mit seinem Bruder Gabe, einem ehemaligen Mitarbeiter des Capitol Hill und Berater der Demokraten, das philanthropische Kollektiv FTX Foundation und den FTX Future Fund, der „ehrgeizige Projekte in Bereichen wie Biosicherheit und KI-Sicherheit unterstützt“.

FTX finanziert die Prävention der nächsten Pandemie

Guarding Against Pandemics (GAP), „eine Gruppe wissenschaftlicher und politischer Experten, die während der COVID-19-Pandemie gegründet wurde und sich der Verhinderung der nächsten Pandemie verschrieben hat“, scheint aus dem Engagement der Brüder für die Bewegung des effektiven Altruismus entstanden zu sein.

Gabe Bankman-Fried wird als Gründer von GAP genannt, „zu dessen Spendern der CEO und Philanthrop Sam Bankman-Fried gehört“. Interessant ist, dass die „Über“-Seite der Website, die das Engagement des FTX-Gründers als Spender offenbart, zusammen mit allen, die direkt für die Organisation arbeiten, entfernt wurde. (In ähnlicher Weise ist auch die Seite auf der Website des Weltwirtschaftsforums, auf der FTX als einer seiner Unternehmenspartner genannt wird, verschwunden). Die „Über“-Seite von GAP kann immer noch über eine Archiv-Website aufgerufen werden, auf der man etwas über die Mitarbeiter und ihre Verbindungen zu Organisationen wie der Weltbank, CovidActNow und dem Oxford Future of Humanity Institute erfährt, das „existenzielle Risiken wie Pandemien oder negative Folgen der künstlichen Intelligenz identifiziert und nach Wegen sucht, sie zu vermeiden. Maßnahmen zur Verringerung dieser Risiken werden sowohl den Menschen von heute als auch den künftigen Generationen helfen.

Das Hauptziel von GAP ist es, „für öffentliche Investitionen zur Verhinderung der nächsten Pandemie einzutreten“. Und weiter heißt es: Wir müssen alle Amerikaner zusammenarbeiten, um die nächste Pandemie zu stoppen, bevor sie ausbricht. Deshalb drängt die GAP den Kongress, eine Investition in Höhe von 30 Milliarden Dollar in das bevorstehende Haushaltsüberleitungsgesetz aufzunehmen – weniger als 1% der Gesamtkosten des Gesetzes – um die nächste Pandemie zu verhindern.

Der „Kampf der GAP für 30 Milliarden Dollar“ an US-Steuergeldern, um die nächste Pandemie zu stoppen, „bevor sie ausbricht“, erscheint auf den ersten Blick lobenswert. Wenn jedoch riesige Summen öffentlicher Gelder zur Finanzierung der Forschung für die Entwicklung, Zulassung und Herstellung von „Therapeutika und Impfstoffen im Voraus“ verwendet werden, bevor es zu einem Ausbruch gekommen ist, wirft dies wichtige Fragen auf. Wie könnte man messen, ob die bereits in Massenproduktion hergestellten Impfstoffe oder Therapeutika überhaupt funktionieren, da sie vor dem Ausbruch der Krankheit hergestellt und zugelassen wurden? In Anbetracht dessen, was wir über die COVID-19-Impfstoffe wissen, die mit „Warp-Geschwindigkeit“ entwickelt wurden, und angesichts einer Vielzahl von Studien und realen Daten, die gezeigt haben, dass sie weder sicher noch wirksam sind, um eine Übertragung zu verhindern, werden die potenziellen Probleme der GAP-Vorschläge noch gravierender. Ferner birgt die Verwendung von Milliardenbeträgen für die von GAP befürworteten Maßnahmen wie „pandemiesichere Gebäude“, „möglichst häufige Tests für alle“ und „viel bequemere Masken“ die reale Gefahr, dass es sich um ein weiteres Schneeballsystem nach dem Vorbild von FTX handelt – diesmal allerdings mit öffentlichen Mitteln der US-Regierung.

FTX-Finanzierung der TOGETHER-Studie

Ein weiterer Bereich des „effektiven Altruismus“, den FTX unterstützt hat und der potenziell schwerwiegendere Folgen haben könnte, ist die Finanzierung der TOGETHER-Studie. Diese preisgekrönte, aber von Interessenkonflikten geprägte klinische Studie war die größte aller randomisierten kontrollierten Studien über die Wirkung von COVID-19-Frühbehandlungen, bei denen wiederverwendete Generika wie Ivermectin und Hydroxychloroquin eingesetzt wurden. Die Studie ergab, dass ihr Nutzen bei der Verhinderung des Fortschreitens der Krankheit bei COVID-19 „statisch unbedeutend“ war.

TrialSite News hat seit Anfang 2021 ausführlich über die TOGETHER-Studie berichtet. Es wurden viele Fragen zu der Tatsache aufgeworfen, dass die Studie von Forschern konzipiert und durchgeführt wurde, die alle Verbindungen zur Pharmaindustrie und zur Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF) haben. TrialSite News berichtete, wie Bill Gates das zehnfache seiner Investition in BioNTech verdiente, seltsamerweise genau vor der Pandemie. 

Die Together-Studie, die zeigte, dass „weder Hydroxychloroquin noch Lopinavir-Ritonavir einen signifikanten Nutzen für die Verringerung der COVID-19-assoziierten Krankenhausaufenthalte zeigten“, wurde vollständig von der BMGF finanziert.

Die TOGETHER-Studie, die zeigte, dass Ivermectin nicht wirksam ist, wurde von FastGrants und der Rainwater Charitable Foundation unterstützt, einem Investmentfonds, der zu 97,6 % aus Vanguard Index Funds besteht. Vanguard ist der größte institutionelle Anteilseigner von Pfizer, Inc. und hält Aktien des Pharmaunternehmens im Wert von fast 22 Milliarden Dollar. Natürlich bedeuten diese Verbindungen nicht unbedingt eine Voreingenommenheit, aber sie sind auf jeden Fall bemerkenswert.

In einem Untersuchungsbericht über Ivermectin, der vor über einem Jahr für TrialSite News verfasst wurde, schrieb dieser Autor:

Dieselbe Stiftung [BMGF] hat Pfizer, an dem sie Anteile hält, sowie anderen pharmazeutischen Unternehmen wie BioNTech (dem sie ebenfalls Zuschüsse gewährt hat und an dem sie beteiligt ist), dem Partner von Pfizer bei der Herstellung des Impfstoffs COVID-19, Zuschüsse in Höhe von über 17 Millionen Dollar gewährt. Die BMGF finanziert auch in großem Umfang GAVI, die Impfstoffallianz, die auf ihrer Website Artikel veröffentlicht hat, in denen sie aktiv von der Verwendung von Ivermectin abrät.

Dies ist ein Beleg für die langfristigen Interessen des BMGF an der Impfstoffindustrie, was zu einem erheblichen Interessenkonflikt führen kann, wenn diese Organisation eine TOGETHER-Studie über wiederverwendete Arzneimittel finanziert.

Ich fuhr fort zu schreiben:

Die TOGETHER Clinical Trials … ist eine weitere Studie mit Mängeln und Interessenkonflikten. Die Studie ist mit MMS Holdings verbunden. Das ist dasselbe Unternehmen, das Pharmaunternehmen bei der Zulassung von Medikamenten hilft, indem es die wissenschaftlichen Studien entwirft, die ihnen zur Zulassung verhelfen. Zufälligerweise ist einer ihrer Kunden Pfizer. Es ist nicht überraschend, dass ihre Ergebnisse keinen Nutzen für Ivermectin bei der Behandlung von Covid-19 zeigten.

Der Co-Leiter der TOGETHER-Studie ist Dr. Edward Mills, ein außerordentlicher Professor in der Abteilung für Gesundheits- und Forschungsmethoden, Evidenz und Auswirkungen an der McMaster-Universität in Kanada. Er ist auch Berater für klinische Studien bei der Bill and Melinda Gates Foundation.

Die McMaster University ist auch Empfängerin von BMGF-Fördermitteln in Höhe von knapp über 20 Millionen Dollar.

TrialSite News hat über die Ärztegruppe Front Line COVID-19 Critical Care Alliance (FLCCC) berichtet, die das fehlerhafte Design der TOGETHER-Studie zu Ivermectin kritisiert – von der Dosierung des Medikaments bis zum Behandlungsverlauf. Ein Skandal wurde auch dadurch ausgelöst, dass die Studiendaten nie in dem von der ICODA angegebenen Repositorium waren, was von einem ICODA-Kommunikationsmanager bestätigt wurde.

In Anbetracht zahlreicher potenzieller oder tatsächlicher Interessenkonflikte und Skandale im Zusammenhang mit der TOGETHER-Studie ist es plausibel, dass diese neu entwickelten Generika bei der Behandlung von COVID-19 vielleicht absichtlich versagt haben. Dutzende anderer Studien (unabhängig von der Pharmaindustrie oder deren Interessen), einschließlich einer Meta-Analyse, sowie Daten aus der Praxis haben gezeigt, dass Ivermectin nicht nur sicher und wirksam, sondern auch lebensrettend bei der Bekämpfung von COVID-19 ist. Infolgedessen genehmigten zahlreiche Zulassungsbehörden und nationale Regierungen zumindest vorübergehend während der Pandemie die Verwendung des Medikaments auf einer vorläufigen oder Notfallbasis. Beispiele hierfür sind Slowenien, Peru, Indien, El Salvador, Belize, Myanmar und Gemeinden in Brasilien.

Es ist erwähnenswert, dass die COVID-19-Impfstoffe und die anschließenden drakonischen Verordnungen zu Beginn der Pandemie als „einziger Ausweg aus der Pandemie“ angesehen wurden. Die Schlussfolgerung der TOGETHER-Studie, dass diese vorhandenen billigen Medikamente „nicht funktionieren“, untermauerte daher die Begründung für die Notfallzulassung der milliardenschweren COVID-19-Impfstoffe, die besagt, dass es „keine angemessene, zugelassene und verfügbare Alternative zu dem Produkt zur Verhinderung von COVID-19 durch SARS-CoV-2“ gibt.

Die Finanzierung der TOGETHER-Studie durch FTX förderte das offizielle COVID-19-Narrativ, wonach die Impfstoffe der einzige Ausweg seien, und trug gleichzeitig dazu bei, die gewinnorientierte Agenda des pharmazeutisch-industriellen Komplexes voranzutreiben. Während viele Skandale aus den Geschäften des Krypto-Königs entstanden sind, ist die Unterdrückung einer lebensrettenden Behandlung ein Skandal, der in einer ganz eigenen Liga spielt.

Berliner „Demokratie“: Wie der Bürger ignoriert wird

Berliner „Demokratie“: Wie der Bürger ignoriert wird

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Eigentlich ist es ganz einfach: Es gibt eine Mehrheit für eine politische Position, jemand bringt den Volkswillen in Form eines Antrags ins Parlament, dem Antrag wird zugestimmt – weil es Volkswille ist, es gibt eine Mehrheit dafür – und dieser Wille wird in Gesetz gegossen. Fertig. Nun, so einfach läuft es nicht. Thorsten Weiß, der […]

Die Polizei von San Francisco schlägt eine neue Politik vor, die Robotern die Lizenz zum Töten von Menschen geben würde.

theverge.com: Die Polizei von San Francisco erwägt, Roboter „tödliche Gewalt“ anwenden zu lassen

Die Polizeibehörde von San Francisco hat einen Vorschlag vorgelegt, der Robotern die Möglichkeit geben würde, in gefährlichen Situationen tödliche Gewalt anzuwenden.

Das San Francisco Police Department schlägt eine neue Richtlinie vor, die Robotern die Lizenz zum Töten geben würde, wie Mission Local (via Engadget) berichtet. Der Entwurf der Richtlinie, der den Einsatz militärischer Waffen durch das SFPD regelt, sieht vor, dass Roboter „als tödliche Gewaltoption eingesetzt werden können, wenn die Gefahr des Verlusts von Menschenleben für die Öffentlichkeit oder die Beamten unmittelbar bevorsteht und jede andere Gewaltoption überwiegt“.

Wie Mission Local berichtet, haben die Mitglieder des Regelausschusses des Aufsichtsrates der Stadt die neue Ausrüstungsrichtlinie mehrere Wochen lang geprüft. Die ursprüngliche Version des Entwurfs enthielt keine Formulierung über die Anwendung tödlicher Gewalt durch Roboter, bis Aaron Peskin, der Dekan des Aufsichtsrates der Stadt, zunächst hinzufügte, dass „Roboter nicht als Gewaltanwendung gegen eine Person eingesetzt werden dürfen“.

Die SFPD schickte den Entwurf jedoch mit einer roten Linie zurück, die Peskins Zusatz durchstrich und durch die Linie ersetzte, die Robotern die Befugnis gibt, Verdächtige zu töten. Laut Mission Local beschloss Peskin schließlich, die Änderung zu akzeptieren, weil „es Szenarien geben könnte, in denen der Einsatz tödlicher Gewalt die einzige Option ist“. Der Regelausschuss von San Francisco hat letzte Woche einstimmig eine Version des Entwurfs angenommen, die am 29. November dem Aufsichtsrat vorgelegt wird.

Wie in der Ausrüstungspolitik dargelegt, verfügt die SFPD derzeit über 17 ferngesteuerte Roboter, von denen jedoch nur 12 funktionsfähig sind. Der Vorschlag sieht vor, dass die Roboter nicht nur tödliche Gewalt anwenden dürfen, sondern auch für „Schulungen und Simulationen, Festnahmen von Kriminellen, kritische Zwischenfälle, dringende Umstände, die Vollstreckung eines Haftbefehls oder die Untersuchung verdächtiger Geräte“ eingesetzt werden können.

Während die meisten der im Inventar des SFPD aufgeführten Roboter in erster Linie für die Entschärfung von Bomben oder den Umgang mit gefährlichen Materialien eingesetzt werden, verfügen neuere Remotec-Modelle über ein optionales Waffensystem, und der bereits vorhandene F5A des Departments verfügt über ein Werkzeug namens PAN Disruptor, das Schrotpatronen vom Kaliber 12 laden kann. Er wird normalerweise verwendet, um Bomben aus der Ferne zu zünden. Der QinetiQ Talon des Ministeriums kann auch so modifiziert werden, dass er verschiedene Waffen tragen kann – eine bewaffnete Version des Roboters wird derzeit von der US-Armee eingesetzt und kann Granatwerfer, Maschinengewehre oder sogar ein Kaliber .50-Gewehr zur Bekämpfung von Munition tragen.

„Das SFPD hat schon immer die Möglichkeit gehabt, tödliche Gewalt anzuwenden, wenn das Risiko des Verlusts von Menschenleben für die Öffentlichkeit oder für Beamte unmittelbar bevorsteht und jede andere verfügbare Gewaltoption überwiegt“, sagt SFPD Officer Eve Laokwansathitaya in einer Erklärung gegenüber The Verge. „Das SFPD hat keinen spezifischen Plan für ungewöhnlich gefährliche oder spontane Einsätze, bei denen das SFPD tödliche Gewalt per Roboter anwenden müsste, was ein seltener und außergewöhnlicher Umstand wäre.“

Das Dallas Police Department hat 2016 zum ersten Mal einen Roboter zur Anwendung von tödlicher Gewalt eingesetzt. Sie setzte einen Bombenentschärfungsroboter ein – das gleiche Modell Remotec F5A wie das SFPD -, der mit einem Sprengsatz bewaffnet war, um einen Verdächtigen zu töten, der fünf Polizeibeamte erschossen und mehrere andere verwundet hatte. Damals sagte der Polizeichef von Dallas, David Brown, dass die Polizei „keine andere Möglichkeit sah, als unseren Bombenroboter einzusetzen und einen Sprengsatz an seiner Verlängerung anzubringen, damit er dort detoniert, wo sich der Verdächtige aufhält“.

Vergangenen Monat enthüllte ein Bericht von The Intercept, dass das kalifornische Oakland Police Department ebenfalls erwog, mit Schrotflinten ausgerüstete Remotec F5A-Roboter tödliche Gewalt anwenden zu lassen. Kurz nach Erscheinen des Berichts gab die Polizei von Oakland auf Facebook bekannt, dass sie sich gegen den Einsatz von „bewaffneten ferngesteuerten Fahrzeugen in der Abteilung“ entschieden hat. In der Zwischenzeit hat eine Gruppe von Roboterherstellern, darunter Boston Dynamics, Anfang des Jahres eine Verpflichtung unterzeichnet, ihre Roboter nicht mit Waffen auszustatten.

Kein Bügeln, Netflix oder Heizen: Schweiz möchte Verbotsweltmeister in Energiekrise werden

Kein Bügeln, Netflix oder Heizen: Schweiz möchte Verbotsweltmeister in Energiekrise werden

Vorbild für Deutschland? Bei einer Strommangellage im Winter müssen die Schweizer sich einiges gefallen lassen: Der Schweizer Bundesrat hat seinen Notfallplan für eine solche Situation vorgelegt. Die möglichen Einschränkungen und Verbote greifen weit in die Privatsphäre der Bürger ein – und sind erstaunlich spezifisch. Vom Bügel-, Heiz- bis hin zum Netflix-Verbot ist alles dabei.

Schon zuvor positionierte man sich in der Schweiz als Vorreiter in Sachen Gängelung der Bürger in der Krise, indem man “Heiz-Sündern” mit empfindlichen Strafen drohte. Nun werden Vorbereitungen für einen möglichen Strommangel getroffen: Bundesrat Guy Parmelin hat die Maßnahmen für diesen Fall, die man nur als drastisch bezeichnen kann, vorgestellt. Der Notfallplan beinhaltet dabei vier sogenannte Eskalationsstufen.

Staat reguliert das Wäschewaschen: Trocknungs- und Bügelverbot

In der ersten Stufe würden Saunas und Dampfbäder, der Einsatz von elektrischen Laubbläsern, das Warmwasser in öffentlichen Toiletten und Sitzheizungen von Sesselliften verboten. Auch die Beleuchtung von Gärten und Privatwegen wäre nur noch erlaubt, wenn sie der Sicherheit dient. Wäsche dürfte nur noch mit maximal 40 Grad gewaschen und Kühlschränke nicht kälter als 6 Grad eingestellt werden.

Im zweiten Schritt erfolgt das Verbot von Schaufensterbeleuchtung und Leuchtreklamen, auch die Verwendung von Wäschetrocknern und Bügeleisen würde untersagt.

TV-Verbot, Heizbeschränkungen, E-Auto-Sperre

Der dritte Schritt beinhaltet ein Verbot von elektronischer Unterhaltung und würde sowohl das Spielen von Videospielen als auch das Konsumieren von Filmen untersagen, sei es per DVD oder über Streaming-Dienste wie Netflix. Für Räume, die mit Elektroheizungen oder Wärmepumpen geheizt werden, würde eine Höchsttemperatur von 18 Grad gelten und die Nutzung von Elektroautos wäre nur noch für “zwingend notwendige” Fahrten erlaubt. Was genau als “zwingend notwendig” gilt, blieb bisher offen. Hoffentlich haben die Schweizer sich also mit Decken, Kerzen und Büchern eingedeckt und können notfalls mit Benziner oder Fahrrad zur Arbeit fahren.

Erst in der vierten Stufe geht es dem Tourismus an den Kragen: Dann ist nämlich ein Verbot des Betriebs von Beschneiungsanlagen und Skiliften vorgesehen. Kinos, Theater, Konzerte und Sportveranstaltungen würden verboten, wenn dafür Strom verbraucht wird.

Bei einem drohenden Strommangel würde der Bund die Verbraucher zunächst zum Sparen aufrufen, dann erfolge eine stufenweise Verschärfung der Maßnahmen, die anfangs nur zu “Komforteinbußen” führen würden.

Sollten diese Maßnahmen zum Einsatz kommen, müssen sich die Schweizer Bürger im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen. Möglicherweise bringt dieser Notfallplan auch die deutsche Regierung noch auf Ideen – mit Energiemangel lassen sich schließlich noch tiefgreifendere Zwangsmaßnahmen begründen als mit der angeblichen Pandemie…

Iren protestieren gegen Zustrom männlicher Migranten

Iren protestieren gegen Zustrom männlicher Migranten

Der anhaltende Zustrom von zumeist jungen, männlichen Migranten stößt bei immer mehr Menschen in Irland auf Ablehnung. In den letzten Tagen protestierten Hunderte Iren in Dublin gegen die Unterbringung dieser Asylbewerber in ihrer Nachbarschaft.

Rund 150 männliche Asylbewerber wurden von den irischen Behörden in ein Gebäude in Dublin gesteckt, was viele Menschen in der Nachbarschaft beunruhigt. Ohne überhaupt gefragt worden zu sein, hätten Behörden dies durchgezogen. Laut der irischen Zeitung “The Journal” sagte einer der Repräsentanten der Nachbarschaft, Nigel Murphy, dass man die Menschen vor Ort damit überrumpelt habe. So sei die East Wall eine multikulturelle Nachbarschaft, was man auch so belassen wolle, doch die Art und Weise wie die Politik gehandelt habe, sei nicht gerecht.

“Das Problem, das wir damit haben, ist, dass sie 150 Männer ohne Absprache in dieses Gebäude gesteckt haben. Kein Politiker ist zu uns gekommen, niemand hat mit uns gesprochen und sie haben sie mitten in der Nacht reingeschmuggelt”, sagte Murphy und behauptete, dass keiner der Asylbewerber im alten ESB-Gebäude aus der Ukraine stammt. “Ich habe keine Wut auf diese Männer, sie sind nur Spielfiguren in einem Spiel.”

East Wall Road now completely blocked as locals protest over “male only” refugees arriving to live in the area last night with “no consultation”. #Dublin pic.twitter.com/gsPcwlzrrl

— Alison O’Reilly (@AlisonMaryORE) November 19, 2022

Indessen waren auch Sprechchöre mit “Schmeißt sie raus!” und “Das ist unser Land!” zu hören. Offensichtlich können sich nicht alle Menschen in der dortigen Gegend mit der “multikulturellen Nachbarschaft” anfreunden. Sie fragen sich auch, warum Iren auf der Straße schlafen müssen, während die Zuwanderer alles kostenlos erhalten würden.

Large protest in East Wall, Dublin, today after illegal immigrants were bussed in to the old ESB building last night.

Locals says they weren’t consulted and want to know why Irish people are left to sleep on the streets while these foreigners are given everything for free! pic.twitter.com/hMvWF969Pr

— UK Justice Forum ?? Latest Video News Updates! (@Justice_forum) November 19, 2022

Zudem gibt es Befürchtungen über eine Steigerung der Kriminalität, denn eine so große Gruppe an jungen, männlichen Zuwanderern mit viel Zeit und wenig Beschäftigung kann naturgemäß für entsprechende Probleme sogen.

Vorbereitungen für die Weltgesundheits-Diktatur der WHO

Vorbereitungen für die Weltgesundheits-Diktatur der WHO

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Durch den kürzlich gefassten Beschluss bei der G20-Konferenz ein weltweites digitales Gesundheitszertifikat einzuführen ist die Aufmerksamkeit wieder auf diese Pläne gelenkt worden. Der Beschluss wiederholt allerdings nur den bereits beim vorigen G20-gipfel gefassten und bestätigt die Pläne der WHO für einen Pandemievertrag. Im Vorjahr waren Pläne gescheitert auf Antrag der USA die völkerrechtlich verbindlichen Internationalen […]

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Petition fordert Ende des Covid-Regimes im Gesundheitswesen

Petition fordert Ende des Covid-Regimes im Gesundheitswesen

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Das Covid-Regime in Österreichs Spitälern und Pflegeheimen wird von der Politik nicht mehr thematisiert. Ein Innsbrucker Professor versucht nun mit einer Petition Druck auf die Politik auszuüben, um Maskenpflicht und 3G-Regel endlich zu kippen.  Es ist kaum anzunehmen, dass Corona noch harmloser werden könnte, als es mittlerweile ist. Auch die Politik hat das weitgehend eingesehen, […]

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Hurra: Schikane gegen Arbeitslose kann weitergehen

Hurra: Schikane gegen Arbeitslose kann weitergehen

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Die Debatte um das Bürgergeld, das Einknicken der Ampel-Koalition und das triumphale Auftreten der Verteidiger von Sanktionen gegen Arbeitslose müssen als Skandal bezeichnet werden. Das Lob vieler Medien und Politiker für das Fortführen eines erniedrigenden Systems gegen in Not geratene Bürger offenbart ein fragwürdiges Bild vom Zusammenleben. Die aktuelle Debatte zeigt: Mit einer Gesellschaft, in der sich Politiker und Journalisten in der nun erlebten Form auf dem Rücken von arbeitssuchenden Bürgern (erfolgreich) profilieren können, stimmt etwas nicht. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Die Einführung des Bürgergelds zählte – trotz dem Wunsch nach weitergehenden Änderungen – zu den wenigen Vorhaben der Ampelkoalition, die ich vorsichtig begrüßt hätte, zumindest als einen Schritt in die richtige Richtung. Dieser teils positive Eindruck hat sich in den letzten Tagen durch das Einknicken der Bundesregierung und das triumphale Auftreten der Verteidiger von Sanktionen gegen Arbeitslose fast ins Gegenteil verkehrt: In einer schrecklich effektiven Arbeitsteilung haben CDU-Politiker, zahlreiche Journalisten und Teile der Ampel-Koalition aus dem Bürgergeld (endgültig) eine Mogelpackung und einen Etikettenschwindel gemacht. Die diesem Akt folgende Siegerpose der CDU und die Beifall spendenden Beiträge vieler Medien kommen noch zusätzlich aufreizend hinzu.

In den letzten Tagen wurden von mehreren einflussreichen Gruppen die Schikanen gegen Arbeitslose als ein quasi für sich stehender gesellschaftlicher Wert dargestellt, den es zu „retten“ gelte. Die schnelle Reaktion der Bundesregierung auf diese falsche Darstellung erscheint als ein weiterer Beleg des bereits bewiesenen prinzipienlosen Charakters der Ampel-Koalition: Möglicherweise auch für die angestrebte Botschaft (etwa vor der Wahlwiederholung in Berlin), dass diese Bundesregierung schnell und „praktikabel“ handeln kann, wurden fast alle wichtigen Inhalte geopfert.

Wie dieser Akt des Einknickens dann auch noch als anpackende Politik verkauft werden soll, also Etikettenschwindel praktiziert wird, das hat die „Junge Welt“ unter der sehr treffenden Überschrift „Hartz IV heißt jetzt Twix: Ansonsten ändert sich nix“ beschrieben:

„Geändert wird nur der Name. (…) Das Sanktionsregime soll unverändert bestehen bleiben. Die geplante »Vertrauenszeit« von einem halben Jahr, in der »nur« Terminverstöße mit zehn Prozent Kürzung bestraft werden sollten, ist vom Tisch (…). Wer seine Mitwirkungspflichten verletzt, (…) soll vom ersten Tag an mit zehn Prozent Kürzung bestraft werden. Im zweiten Monat sollen ihm 20 Prozent, ab dem dritten Monat 30 Prozent gestrichen werden. Von einem Existenzminimum wohlgemerkt, das zu tief angesetzt ist. (…) Für reihenweise Hartz-IV-Bezieher wird die Einführung des Bürgergelds sogar eine Verschlechterung bedeuten.“

Diese Art der Politik ist wohl nach dem Geschmack vieler Medien. In einem Tagesthemen-Kommentar heißt es entsprechend:

„Ein ‚Systemwechsel‘ ist das Bürgergeld nicht. In Wirklichkeit steckt da noch viel Hartz IV drin. Und das ist gut!“

Von fragwürdigen Informationen in dem Kommentar zur Steuerlast hat André Tautenhahn bereits in den Hinweisen berichtet. Eine der grundfalschen Botschaften, die aus der Bürgergeld-Debatte klingt, ist die, dass die Schikanen der Ämter indirekt die „gerechte“ Folge des selbst verschuldeten Versagens seien. Eine andere lautet, dass es „Anreize“ (Schikanen) geben müsse, damit Bürger sich nicht einer „staatlich alimentierten Bequemlichkeit“ hingeben würden. Dazu schreibt etwa exemplarisch die „FAZ“:

„Dass die Ampelkoalition die ‚Vertrauenszeit‘ fallen ließ und darauf einging, die ‚Karenzzeit‘ zu halbieren und das ‚Schonvermögen‘ um fast die Hälfte zu senken, zeigt, dass die Union mit ihrer Kritik nicht ganz falsch lag. Durch alle drei Eingriffe werden die Anreize erhöht, die Jobsuche nicht zugunsten einer staatlich alimentierten Bequemlichkeit aus den Augen zu verlieren.“

Auch Medien aus der zweiten Reihe argumentieren in diese Richtung, so kommentiert etwa der „Donaukurier“:

„Geringverdiener müssen nun in aller Regel nicht zu der fatalen Erkenntnis kommen, dass Bürgergeldempfänger samt Zulagen vielleicht besser dastehen als sie selbst als regulär Arbeitende.“

Jede Abmilderung des Sanktionsregimes bei Hart-IV wäre meiner Meinung nach zu begrüßen, darum hatte ich das Bürgergeld vorsichtig als prinzipiell gutes Vorhaben betrachtet – doch durch die Debatte und das Einnicken der Regierung ist nun (zumindest auf dem Gebiet der „Moral“) sogar das Gegenteil des angeblich mit dem Gesetz angestrebten „Vertrauensvorschusses“ gegenüber betroffenen Bürger eingetreten: Eine Masse an diffamierenden Äußerungen wurde in den letzten Tagen über arbeitslosen Bürgern ausgeschüttet. Die pauschale Unterstellungen der Faulheit und des tendenziellen „Leistungsbetrugs“ wurden nicht etwa abgestellt, was ein indirektes Motiv des Bürgergelds war, sondern sie wurden durch die schlimme Entwicklung der Debatte jetzt nochmal gesteigert und erneuert.

Mit einer Gesellschaft, in der sich Politiker und Journalisten in der nun erlebten Form auf dem Rücken von Not leidenden Bürgern (erfolgreich) profilieren können, stimmt etwas nicht.

Titelbild: pathdoc / Shutterstock

Leserbriefe zu „Pardon, mal was anderes: Kraniche über Pleisweiler“

Leserbriefe zu „Pardon, mal was anderes: Kraniche über Pleisweiler“

Anette Sorg hatte Fotos von über Pleisweiler vorbeiziehenden Vögeln gemacht, die hier zu sehen sind. Albrecht Müller fand den Vogelflug so beeindruckend, dass er die Fotos den Leserinnen und Lesern zur Kenntnis gab, verbunden mit der Anmerkung, „auch diese Wunder unserer Welt würden einen Atomkrieg kaum überstehen“. Wir haben zahlreiche und interessante Leserbriefe erhalten. Erstaunlich viele haben ebenfalls durchziehende Kraniche beobachtet. Danke für die Leserbriefe und besonders danke dafür, dass so viele Leserinnen und Leser es ganz und gar nicht deplatziert fanden, dass so etwas auf den NachDenkSeiten auch vorkommt. Christian Reimann hat die LBS zusammengestellt.

1. Leserbrief

Hallo Frau Sorg, hallo Herr Müller, in diesem Jahr sind die Kraniche wahrscheinlich etwas von ihrer üblichen Route abgewichen.
Wir haben am Sonntag ebenfalls mehrere hundert Tiere in mindestens 10 Schwärmen über Bad Dürkheim gesehen. Die Flugrichtung war entlang des Tales in Richtung Kaiserslautern. In den letzten Jahren sind die Kraniche öfters bei Grünstadt/Eisenberg in Richtung Kaiserslautern gezogen.

Ein Freund hat zur gleichen Zeit etwa 500 Kraniche über Fußgönheim in Richtung Südpfalz beobachtet. Das könnte der Schwarm gewesen sein, der auch über Pleisweiler gezogen ist.

Beste Grüße
Lutz Mager


2. Leserbrief

Sehr geehrtes Nachdenkenseiten-Team,

so weit sind sie also schon gekommen: forum.motorang.com/viewtopic.php?f=13&t=5237&start=3570#p450535
am 15.11. am hohen Meissner – hat doch was Verbindendes …

Warum entschuldigen?

“Sei glücklich, nicht unbedingt weil Du es verdienst, sondern weil die Welt ein herber Ort ist und es jeden Funken Glück gebrauchen kann” (Caitlin Johnston)

Christoph Seesing


3. Leserbrief

Liebes Team der Nachdenkseiten,

Kraniche über Pleisweiler, was für ein erfreuliches Thema. Nicht nur über Pleisweiler, auch über Königsbach/Neustadt zogen diese fantastischen Tiere. Es waren 4 große Schwärme, die ich direkt aus meinem Garten beobachten konnte, die Richtung Pfälzerwald flogen. Der letzte große Schwarm zog direkt über meinen Kopf hinweg und ich hoffte eine Sekunde lang, er würde in meinem Garten landen. Nein, die Kraniche ziehen weiter nach Frankreich in die Champagne, wo sie am Stausee Lac du Der rasten. Diese Information habe ich der Website des NABU entnommen.

Unter Stichwort “NABU Zug der Kraniche” wird über die aktuellen Kranichrouten informiert. Es ist ein fast mystisches Erlebnis gewesen, die Kranichformationen aus dieser Nähe zu sehen. Mein erster Gedanke war, dass der Leitvogel seinen Schwarm mit Sicherheit nicht in die Irre führt und der Schwarm auf ihn vertrauen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Waldenmaier


4. Leserbrief

Ja, es sind Kraniche, ein stattlicher Trupp und die haben tatsächlich in den letzten Jahren enorm zugenommen. Aber immer wieder ein schöner Anblick mit tollen Rufen. Vielen Dank dafür, dass in dieser verrückten und kriegslüsternen Zeit noch wichtige andere Dinge eine Rolle dürfen.
 
viele Grüße
Andreas Klotz


5. Leserbrief

Liebe Redaktion,

das sind – völlig richtig – Kraniche auf dem Zug; nach den Bildern mindestens 100 Tiere. Wenn Sie wollen, können Sie Ihre Beobachtung an das zentrale Meldeportal in DL melden: www.ornitho.de.

Danke für Ihre Arbeit und beste Grüße
Hubert Ott


6. Leserbrief

Lieber Herr Müller,

ja, sie sehen aus, wie Kraniche – und sie erinnern mich an die Ballade von Fr. Schiller

„Die Kraniche des Ibykus“.

„…. ist ein Paradebeispiel für Schillers Gedankenlyrik. 1797 gedichtet, stellt sie die scheinbar übernatürliche Macht der Poesie und ihre Wirkung auf den Menschen in den Mittelpunkt. Der Dichter Ibykus, der auf seinem Weg nach Korinth heimtückisch ermordet wird, trägt den über ihn hinziehenden Kranichen die Sühnung seines Todes auf. Die Rache erfüllt sich im Theater, wo sich die Mörder durch das wundersame Erscheinen der Kraniche selbst verraten.“

Kraniche sind in Japan seit den Atombombenabwürfen aber auch ein Friedenssymbol….
Vielleicht ein Zeichen?

Beste Grüße
Martina Rütter


7. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion,

Die Ballade “Die Kraniche des Ibykus”  von Friedrich Schiller ist ein hervorragendes poetisches Beispiel für den Sieg der Wahrheit über die Lüge.

Siehe auch die Zeitschrift Ibykus, die vom Schiller-Institut herausgegeben wird. 
eir.de/produkt/e-book-pdf-der-weg-zum-frieden/

Mit freundlichen Grüssen
Elke Fimmen


8. Leserbrief

Werter Herr Müller!

Zu diesem Beitrag „Kraniche“ fällt mir nur Eines ein. Mutmaßend doch, Sie könnten sich vielleicht doch als Schlitzohr erweisen wollen. Die erste Strophe – trotz Ermangelung aller skills meinerseits – von mir, geimpft dann doch von Schiller und sein Versmaß wenigstens versuchend. Die zweite, dritte, vierte Strophe von Schiller höchstselbst, anstelle einer dringlichen Bitte, die Kraniche könnten alsbald ihr mutiges Werk verrichten. Möge dem Friederich und vor allem Ihnen das Schicksal eines May, Karl und seinem Winnetou erspart bleiben.

Des Orkus’ Bannstrahl heißts zu fürchten
Die Linie hundertdreißig solls jetzt richten
die, alsbald ein böses, schlimmes Werk verrichtend
Nicht nur Freiheit der Gedanken meuchelnd
Und finster wirken die selbsterkore’nen Gestirne
Und die stets bereiten Häscher sich frech erfröhnen
in Ihrem Hass und ihrer Hinterlist, die vergifteten Gehirne
Wo immer die Trommeln des Mars ertönen

Da hört man auf den höchsten Stufen

Auf einmal eine Stimme rufen:

Sieh da! Sieh da, Timotheus,

Die Kraniche des Ibykus!«
Und finster plötzlich wird der Himmel,

Und über dem Theater hin

Sieht man in schwärzlichtem Gewimmel

Ein Kranichheer vorüberziehn.

Und lauter immer wird die Frage,
Und ahnend fliegts mit Blitzesschlage
Durch alle Herzen. »Gebet acht!
Das ist der Eumeniden Macht!
Der fromme Dichter wird gerochen,
Der Mörder bietet selbst sich dar!
Ergreift ihn, der das Wort gesprochen,
Und ihn, an dens gerichtet war.«

Doch dem war kaum das Wort entfahren,
Möcht ers im Busen gern bewahren;
Umsonst, der schreckenbleiche Mund
Macht schnell die Schuldbewußten kund.
Man reißt und schleppt sie vor den Richter,
Die Szene wird zum Tribunal24,
Und es gestehn die Bösewichter,
Getroffen von der Rache Strahl.

Mit den besten Wünschen
Michael Kohle


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,
 
ich fühle mich als langjähriger Leser den Nachdenkseiten sehr verbunden und habe immer wieder, meist waren es Randbemerkungen, wahrnehmen können, dass Sie lieber Herr Müller, sich offenbar eine große Freude und Sensibilität für die Natur bewahrt haben. Das finde ich deshalb bemerkenswert, weil man annehmen könnte, dass Ihre alltäglichen Auseinandersetzungen mit den politische Themen Ihnen gar keinen Raum ließen, außerhalb dessen noch einen Blick für die eigentliche Welt zu haben.

Ich kann mir vorstellen, dass dies eine Kraftquelle für Sie ist.

Für mich sind dies beides, die Nachdenkseiten und eine große Nähe zur Natur. Als intensiver und nicht ganz kenntnisarmer Beobachter der Natur hier auf der Schwäbischen Alb möchte ich Ihnen bestätigen, dass Ihre Deutung , dass es sich bei der beeindruckenden  Kette von Zugvögeln um Kraniche handelt, zutrifft. Im Frühherbst des vergangen Jahres hatte ich das Glück, über Reutlingen eine vergleichbare Beobachtung machen zu können. Das war aber eine merkwürdige Besonderheit,  weil die Stadt Reutlingen nicht an der Hauptzugroute von Kranichen liegt und die Formation der Vögel extrem niedrig über die Stadt flog.
 
Ich teile Ihre Sorge , dass auch diese wunderbaren Geschöpfe einen Atomkrieg nicht überleben würden. Meine Befürchtungen gehen noch weiter. Wenn die rücksichtslose und schonungslose Plünderung  der Natur durch eine im wahrsten Sinne des Wortes irrsinnige globale Wirtschaftspolitik keine fundamental andere Richtung einschlägt, wird die Menschheit der Natur auch ohne  Atomkrieg den Garaus machen.
 
Mit großem Dank für Ihre politische  Arbeit und dem Wunsch, dass Sie noch viele schöne Begegnungen mit der Natur haben mögen.
 
Herbert Löhr


10. Leserbrief

Sehr geschätzte Anette Sorg, sehr geschätzter Albrecht Müller,

ich kann sehr gut verstehen weshalb sie gar nicht anders konnten – so meine dreiste Vermutung – als diese Fotos hier einzustellen.

Wer die “Antennen” dafür (noch) hat, sich darüber hinaus in einer Region aufhält, die es einem ermöglicht dieses Schauspiel miterleben zu dürfen – egal ob Gänse, Kraniche oder andere (größere) Zugvögel – für den sind es wunderschöne Augenblicke, miterleben zu dürfen, wie sich diese Tiere schnatternd/krächzend auf ihre jährlich wiederkehrende, längste und gefährlichste Reise begeben!

Vielen Dank für die schönen Fotos – ich kann sie geradezu schnattern hören (was übrigens auch bei Nacht ein eindrückliches Erlebnis ist).

Herzliche Grüße
Andreas Rommel


11. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

nix Pardon- im Gegenteil: Was für ein Balsam, was für eine Normalität, was für beruhigende Bilder, mitten im Chaos der sich darum befindenden Bilder und Artikel. Einen Moment lang innehalten. Die Natur folgt stoisch ihrem Rhythmus, unbeeindruckt von dem ganzen Wahnsinn, dem wir ausgesetzt sind. Wie schön, dass dieser Anblick bei vielen Menschen doch noch Eindruck hinterlässt und man sich dadurch emotional verbunden fühlt.

Auch hier über mir ziehen die Kraniche gen Süden und verabschieden sich mit lautem Getöse. Mich überkommt jedes Jahr die Wehmut “Die haben es gut!”, und gleichzeitig freue ich mich schon darauf, wenn sie im Frühjahr wiederkommen. Dann ist der Frühling nicht mehr weit und es wird wärmer.

Hoffen wir alle darauf, dass die Vernunft sehr, sehr bald wieder Einzug hält und wir alle das auch erleben können.

Herzlichst
Gerd Lingner


12. Leserbrief

Guten Tag Frau Sorg, guten Tag Herr Müller,
 
die Kraniche sind am Sonntag auch über das südöstliche Saarland geflogen. Es waren etliche Schwärme größere und kleinere. Am Montagmorgen sind auch noch einige über Homburg geflogen. Zuerst hört man sie dann findet man sie am Himmel. Ich finde die Rufe haben etwas Magisches.
 
Ich bin kein Ornithologe, aber ich denke auch, dass es Kraniche sind. Wenn sie tief fliegen, kann man die langen Beine erkennen, Gänse haben kurze Beine. Man kann Kraniche auch an den trompetenhaften Rufen erkennen.
 
Freundliche Grüße in einer schlimmen Zeit
Ralf Haupert


13. Leserbrief

Hallo liebe Frau Sorg, liebe Nachdenkseiten-Macher,

ich bin zwar keine Ornithologin, kann Ihnen aber versichern, dass das Kraniche sind! Wir leben fast dauerhaft im Departement Aube (10) in Frankreich und hatten die letzten Tage sehr viel Kranichflugverkehr, die bleiben zum Teil sogar hier am Lac de l’Orient bei Troyes!

Fantastische Vögel!

Da denke ich dann immer: ” Wenn der Mensch eine Waffe hätte, die nur die Spezies Mensch ausrottet…”

Schade wäre es um die vielen Tierarten, alles Wesen die wesentlich sozialer und intelligenter sind als der sich selbst als homo sapiens bezeichnende Primat..

Liebe Grüsse einer Leserin der ersten Stunde
Christine Reichelt


14. Leserbrief

Herrlich! Ja, ich würde auch sagen, dass es Kraniche sind. Ich freue mich auch jedes Mal im Frühjahr bzw. Herbst, wenn sie manchmal direkt über unserem Kiez am Stadtrand von Berlin fliegen. Meine Frau und ich fahren auch öfters extra raus aufs Land, wo sie manchmal zu hunderten auf den Äckern zu bewundern sind. Toll!

T. Karsten


15. Leserbrief

Servus liebe Redaktion,

ein wirklich sehr schönes Schauspiel konnte man am Himmel im November noch verfolgen. Kranichzüge in den Süden werden wir hoffentlich weiterhin erleben.
Diese Beobachtung in Verbindung mit der aktuellen Situation wecken Erinnerungen an ein sehr bekanntes Lied (zumindest in Russland) wach.

Schurawli – Wikipedia

Eine Fassung des Liedes von Lexa A. Thomas zum ersten Mal zur Eröffnung der Ausstellung »Botschafter des Friedens – Das Alexandrow-Ensemble« im Oktober 2018 in Berlin vorgetragen.
Kraniche (Журавли) Gesang & Arrangement: Lexa A. Thomas – YouTube
 
Frank Viehweg hat es auch sehr schön gesungen:
KRANICHE (ЖУРАВЛИ) – Frank Viehweg – YouTube

Hoffen wir, dass möglichst bald in Frieden und nicht in Krieg investiert wird!

Viele Grüße
Andreas Mayer


16. Leserbrief

Liebe Frau Sorg,
lieber Herr Müller,
liebe Nachdenkseitenredaktion,

es gibt aus meiner sich keinen Grund für diesen Artikel um Verzeihung zu bitten. Wer von uns verspürt in diesen dunklen und kalten Tagen nicht auch die Sehnsucht nach Süden zu fliegen. Seit Wochen beobachte ich den Zug der Kraniche und bei diesem majestätischen Anblick vergesse ich für ein paar Minuten das Chaos um uns herum. Die Kraniche haben ein gemeinsames Ziel. Sie erreichen es durch Zusammenarbeit, sparen Kräfte im Formationsflug. Die Kraniche machen es uns vor. Nur gemeinsam können wir unser Ziel erreichen und friedlich zusammenleben.

Mit bestem Dank für Ihre wertvolle Arbeit sende ich beste Grüße
Christoph Nietfeld


17. Leserbrief

Lieber Herr Müller,
 
herzlichen Dank für Ihre berührende Meldung zu den Kranichen über Pleisweiler! Ich hatte auch dieses beeindruckende Erlebnis am Wochenende: In der Jugendherberge in Wolfstein im Pfälzer Bergland habe ich am Samstag Nachmittag beim Yoga üben mit Freundinnen einen vielfachen Vogelschrei wahrgenommen. Der Blick aus dem Fenster (über die weite Hügellandschaft hinweg) war faszinierend: Kraniche! Zu Hunderten!
Am Sonntag das gleiche Bild in Otterberg, wo wir uns die romanische Abteikirche ansahen. Ein seltenes Wunder unserer Welt, das haben Sie sehr passend ausgedrückt. Ich habe es als erhebend empfunden, Hoffnung spendend.
 
Alles Gute für Sie!
 
Viele Grüße
Ursula Rubenbauer


18. Leserbrief

Ja, natürlich: Kraniche!
In den letzten Tagen auch über Aschaffenburg

attac-aschaffenburg.de/fileadmin/user_upload/Gruppen/Aschaffenburg/songs/wir_gruessen_der_kraniche_zug.mp3

WIR GRÜßEN DER KRANICHE ZUG
Words & Music: Karine Polwart, dt. R. Frankl

Den Panzer des Winters gebrochen,
liegt das Licht längst warm am Tor.
Die Sommersaat hat angesprochen,
bunt sprießt das Leben hervor.

Chorus:
Tag und Nacht werd’n wir spielen und toll’n,
uns berauschen, wenn über’s Meer Lichttänze roll’n.
Morgenwind wird den Schlaf aus den Augen hol’n
und wir grüßen der Kraniche Zug.

Wir wiegten im Dunkel die Sorgen
und schürten die Feuer mit Bang.
Müd und leer sind die Knochen am Morgen,
doch bereit für den Freudengesang.

(Chorus)

Der Frühling erwacht jetzt auf’s Neue,
Lebenslust dringt durch die Por’n.
Alles wächst ohne Maß, ohne Reue,
ohne Vorsicht wird Neues gebor’n.

(Chorus)

Zum Lied nach den Mühen der Berge
mit dem Klang aus vereistem Terrain
bläst der Nordwind mit aller Stärke,
durch die Ebene seinen Refrain.
(Chorus)

DIE KRANICHE FLIEGEN IM KEIL
Worte und Weise: Kurt Demmler

Die Kraniche fliegen im Keil,
so trotzen sie besser den Winden.
So teilen sie besser die Kräfte, weil
Die Stärkeren fliegen im vorderen Teil,
und die Schwachen, die fliegen hinten.

Und kommen die Kraniche an
Am Ziel ihrer Reise, dann haben
Die Stärkeren größere Arbeit getan
Und loben die Schwächeren hinten an,
die doch auch ihr Bestes gaben.

Dann essen die Kraniche Fisch
Soviel, wie die Mägen verlangen.
Die Stärkeren, die haben nicht mehr für den Tisch als
Die Schwachen vom guten, silbernen Fisch
In den Teichen am Ziel sich gefangen.

Laßt uns wie die Kraniche sein,
dass wir unser Möglichstes geben:
Die Starken in Groß und die Schwachen in Klein
Und trinken am Abend den gleich teu’ren Wein
Auf ein noch viel besseres Leben.

Rinhard Frankl


19. Leserbrief

Guten Tag Herr Müller,

ja, das sieht mir doch sehr nach Kranichen aus und ist auch dieser Tage nicht wirklich verwunderlich. Auch wenn mittlerweile große Zahlen an Kranichen in Norddeutschland überwintern und auch viele Paare ganzjährig in ihrem Revier bleiben, so kommt es insbesondere bei kaltem Wetter und zu dieser Jahreszeit zu starken Zugbewegungen gen Südwesten (Ziel u.a. Extremadura in Spanien).

Das sieht man im Moment sehr gut im Portal ornitho.de vom Dachverband Deutscher Avifaunisten. Dort können Ornithologen aus ganz Deutschland ihre Beobachtungen melden und tun das auch. Anbei sende ich einen Screenshot der aktuellen Karte. Da sehen Sie gut den massiven Zug, der gerade über Südwestdeutschland stattfindet.

Kraniche sind vermutlich für Sie „da unten“ eine Besonderheit. Die Brutverbreitung (die sende ich für 2022 mal in einem zweiten Screenshot anbei) beschränkt sich nämlich auf den nördlichen Teil Deutschlands, mit Schwerpunkt im Osten. In vielen Gegenden Norddeutschlands brütet der Kranich mittlerweile in jedem geeigneten Bruchwald bzw. an Gewässern und in Sumpfgebieten. Die Ausbreitung nach Süden und Westen ist in vollem Gange.

Die Bestandserholung des Kranichs (er steht nicht mehr auf der Roten Liste!) ist übrigens eine wunderbare Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Das ist in diesem PDF am Anfang sehr gut beschrieben …

lbv-landshut.de/Energie-Biodiversitaet.pdf

Leider sieht es bei anderen Vogelarten(gruppen) deutlich schlechter aus, wie auch dort sehr gut zusammengefasst ist. Das Papier ist zwar schon etwas älter, die Situation hat sich aber eher nicht zum Besseren gewendet. Zur Zeit arbeiten insbesondere die Grünen leider eher gegen Naturschutzziele. Umwelt- und Klimaschutz ist eben nicht gleich Natur- oder Artenschutz. Man versucht zwar, da Geld „draufzuschütten“, aber das ist mE leider nicht sonderlich zielführend. Zu einem aktuellen Vorgang siehe beispielsweise dieses Interview mit dem Bundesbeauftragten …

riffreporter.de/de/umwelt/windkraft-ausbau-erneuerbare-energien-artenschutz-artenhilfsprogramm-voegel-tumbrinck

Wäre vielleicht auch mal ein interessantes Thema für die NachDenkSeiten.

Bezüglich Ihrer Aussage „Auch diese Wunder unserer Welt würden einen Atomkrieg kaum überstehen …“ bin ich mir nicht sicher. Wenn es den gesamten Planeten „zerreißt“ ist da natürlich nicht mehr viel drin. Vermutlich kommen Wildtiere aber mit großen Katastrophen am Ende besser zurecht als wir. Ein prominentes Beispiel dafür ist Tschernobyl. Hier ein etwas älterer Beispielartikel (unter den Schlagworten „Tschernobyl“ und „Biodiversität“ findet sich im Web aber noch viel mehr) …

faz.net/aktuell/wissen/natur/natur-und-landschaft-in-tschernobyl-gruende-fuer-den-roten-wald-1609533.html

Wollen wir aber nicht hoffen, dass es soweit kommt.

Gruß von einem Berufsornithologen aus Norddeutschland
C.B.


20. Leserbrief

Liebe Frau Sorg, lieber Herr Müller,
 
ich bedanke mich für diese beeindruckenden Fotos. Sie haben mir persönlich noch einmal ganz besonders deutlich die mörderische Skrupellosigkeit unserer Herrschenden vor Augen gestellt.
 
Lassen Sie uns mutig und hoffnungsvoll bleiben,
 
mit herzlichem Gruß,
Michael Mahn


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.