Kategorie: Nachrichten
An ukrainischer Grenze: US-Elite-Luftlandedivision “übt für den Krieg”
In Rumänien, direkt an der Grenze zur Ukraine, üben US-amerikanische Elite-Luftlandeeinheiten “für den Krieg” – bereit dafür, um “innerhalb von Stunden auf jedem beliebigen Schlachtfeld dieser Welt eingesetzt zu werden”. Sie könnten auch in die Ukraine entsandt werden.
Während der pensionierte Armeegeneral und Ex-CIA-Direktor David Petraeus behauptet, die Vereinigten Staaten von Amerika könnten zusammen mit alliierten Ländern auch ohne die NATO direkt in den Ukraine-Krieg eintreten, üben bereits Elite-Luftlandeeinheiten des US-Militärs im rumänisch-ukrainischen Grenzgebiet für den Kriegseinsatz. In Zeiten, in denen die russische Militärführung die Taktik ändert und verstärkt auf Luftangriffe setzt, die die kritischen Infrastrukturen (wie die Stromversorgung) des Landes ins Visier nehmen, kann dies als zusätzliches Warnsignal verstanden werden.
HISTORIC DEPLOYMENT: CBS News has been given exclusive access to the Army’s 101st Airborne Division as they are deployed to Europe for the first time since the last World War. They are now the closest U.S. forces to the fight in Ukraine. pic.twitter.com/61sAvrCeVf
— CBS Evening News (@CBSEveningNews) October 21, 2022
Der US-Fernsehsender CBS News berichtet von der Übung: “Die 101. Luftlandedivision der US-Armee wurde inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und dem von den USA geführten NATO-Militärbündnis zum ersten Mal seit fast 80 Jahren nach Europa entsandt. Die leichte Infanterieeinheit, die den Spitznamen ‘Screaming Eagles’ trägt, ist darauf trainiert, innerhalb von Stunden auf jedem Schlachtfeld der Welt kampfbereit zu sein.”
CBS gets an exclusive sneak peak: “The US Army’s 101st Airborne is practicing for war with Russia just miles from Ukraine’s border”
“It’s not just about defending NATO territory,” correspondent @charliecbs reports. “They’re fully prepared to cross over into Ukrainian territory” pic.twitter.com/XE2OfHZV4o
— Michael Tracey (@mtracey) October 22, 2022
“Wir sind bereit, jeden Zoll des NATO-Bodens zu verteidigen”, sagte Brigadegeneral John Lubas gegenüber CBS News. “Wir bringen eine einzigartige Fähigkeit mit, nämlich unsere Luftangriffsfähigkeit… Wir sind eine leichte Infanterietruppe, aber auch hier bringen wir diese Mobilität für unsere Flugzeuge und Luftangriffe mit”, sagte er. Kriegsberichterstatter Charlie D’Agata merkte bei der Aufnahme des Filmmaterials an, dass es nicht nur um die Verteidigung des NATO-Gebiets geht, sondern dass “sie voll und ganz darauf vorbereitet sind, in ukrainisches Gebiet vorzudringen” – er sprach von den Luftlandetruppen der Armee.
Angesichts dessen, dass Moskau Washington schon lange beschuldigt, in der Ukaine einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu führen, stellen solche Aussagen eine weitere Eskalation der Lage dar. Vor allem jedoch hat der Kreml bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass man nicht davor zurückschrecke, ausländische Militäreinheiten und Kriegsgerät anzugreifen, wenn diese sich auf ukrainischem Boden befinden. Da stellt sich allerdings die Frage, ob die NATO dann tatsächlich so weit gehen würde, den “Bündnisfall” auszurufen.
RBB-Mitarbeiter soll fliegen, weil er Somalia als “Shithole” bezeichnete
Denunziantenparadies Deutschland: Eine Haltungs-Posse um den Journalisten Jan A. Karon gibt wieder einmal einen Einblick in den Denunziantenstaat Deutschland. Nachdem vergangene Woche ein islamistischer Somalier in Karons Heimatstadt Ludwigshafen zwei Männer erstochen und einen dritten schwer verletzt hatte, nannte er Somalia unter Anspielung auf eine Formulierung Donald Trumps zutreffenderweise ein „Shithole-Country”. Daraufhin schwärzte ihn die linksradikale Ex-„Quattromilf” Jasmina Kuhnke, die überall Rassismus wittert, bei seinem Arbeitgeber an – dem ARD-Sender Radio Berlin-Brandenburg.
Auf seinem Twitter-Account hatte Karon folgenden Kommentar abgesetzt: „Somalia ist ein Shithole-Country mit Steinzeit-Kultur. Wenn ein Migrant aus Somalia zwei Menschen absticht und zwei weitere verletzt, ist das ein Problem.”
Und er fuhr in dem längeren Thread, der seine nachvollziehbare Erschütterung auf den Punkt bringt, fort: „Wenn dies 800 Meter von deinen Eltern, am Ort passiert, an dem du aufgewachsen bist, ist das schockierend. Wenn Politiker diese Probleme aber nicht lösen, sondern ignorieren, wenden sich Menschen von diesen Politikern ab. Wenn diese besorgten Menschen zudem noch von Medien zu Rassisten gemacht werden, entsteht eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität.”
Berufsempörte drehen auf: Shitstorm wegen Shithole
Anscheinend in weiser Voraussicht fügte Karon noch hinzu: „Und wenn Berufsempörte mir jetzt sagen wollen, ich sei rechts, rassistisch oder fremdenfeindlich, weil ich keine Lust habe, das auszuschweigen, ist mir das egal. Inzwischen passieren diese Einzelfälle jeden Tag, quer durchs Bundesgebiet.“
In der Tat: Die „Berufsempörten“ ließen nicht lange auf sich warten. Die quasi hauptberuflich schwarze, linksradikale „Aktivistin“ Jasmina Kuhnke, deren Geschäftsmodell es ist, immer und überall Rassismus zu vermuten, forderte ebenfalls über Twitter den skandalgeschüttelten RBB, für den Karon als freier Mitarbeiter tätig ist, de facto auf, die Zusammenarbeit zu beenden, und rief nach dem Staatsanwalt:
Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren
Twitter Tweets immer entsperren
Mit der scheinheiligen Frage an den Sender, ob man dort eigentlich wisse, was Karon so von sich gebe, stellte sich Kuhnke in die beste Tradition der hässlichsten Phasen der deutschen Geschichte – auch wenn ihr das vermutlich wegen mangelndem geistigen Horizont gar nicht bewusst ist. Die Frage ob hier nicht sogar der Volksverhetzungsparagraph greife, dienst zusätzlich nur der vorsorglichen Erhöhung des Drucks auf den RBB: Denn „Stellungnahme“ bedeutet natürlich Kündigung, mindestens aber kleinlaute Distanzierung.
Der RBB tat ihr denn auch umgehend den Gefallen: Statt sich hinter den Mitarbeiter zu stellen und den Fall zumindest unter Ausschluss der Öffentlichkeit intern zu besprechen, erklärte der Sender: „Wir verstehen und teilen die Kritik an den Äußerungen und sind mit der Produktionsfirma im Gespräch über mögliche Konsequenzen. Wir als RBB verurteilen jegliche Form von Rassismus“. Die Mühe, zu erklären, was eigentlich genau an Karons Äußerungen „rassistisch“ gewesen sein soll, machte sich hier niemand – kein Wunder in Zeiten, da nach der Devise „schuldig bei Verdacht“ verfahren wird.
Schuldig bei Verdacht
Bei Karon, selbst Sohn polnischer Zuwanderer, kommt noch „erschwerend“ hinzu, dass er im vergangenen Jahr verkündet hatte, „mit der linken woken Generation gebrochen“ zu haben. Damals hatte er erklärt: „Links ist nicht, aus falsch verstandener Toleranz oder Angst vor rechten oder konservativen Parteien darüber zu schweigen, dass es Probleme mit Integration, fundamentalistischer Religionsausübung oder Kriminalität von Migranten und Migrantinnen gibt.“
Außerdem hatte er kritisiert, dass der antifaschistische Grundkonsens „zur selbst beweihräuchernden Pose“ geworden sei, „die davor zurückschreckt, eine Diskussion zu führen, die den Falschen nutzen könnte.“ Er und seine Freunde, hätten „keine Lust, in einem weltoffenen Land mit Aufstiegschancen an jeder Ecke Rassismus zu wittern.“ Schon damit hatte er dem linken Juste Milieu den Fehdehandschuh hingeworfen.
Im Linksmilieu in Ungnade gefallen
Erstaunlicherweise erfährt Karon jetzt Rückendeckung ausgerechnet von einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkmitarbeiterin: Julia Ruhs vom Bayerischen Rundfunk wies den Schwesterkinder RBB zurecht: „So ein Tweet eines Mitarbeiters reicht, um Konsequenzen ziehen zu wollen? Somalia ist nun mal ein Land mit Attentaten, Überfällen, Terrorismus. Das klar auszusprechen, muss noch lange kein Rassismus sein. Für Jasmina Kuhnke ist im Übrigen ’ne Menge ‚Hetze‘.“
Auf Twitter war man logischerweise noch fixer als beim RBB: Dort wurde Karons sofort stumm geschaltet und sein Twitter-Konto gesperrt. Nach anwaltlicher Abmahnung wurde es jedoch zwischenzeitlich geöffnet – zu eindeutig war die fehlende Rechtsgrundlage und Anlasslosigkeit dieses Willkürakts.
Ein weiterer RBB-Skandal?
Der Vorfall zeigt, welchen absurden Nichtigkeiten, Denunziationen und Diffamierungen sich in Deutschland inzwischen jeder ausgesetzt sieht, der nur von seinem Grundrecht auf Meinungsfreiheit Gebrauch macht.
Dies ist umso alarmierender, als Karon seine Ansichten völlig sachlich erläutert hatte:
Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren
Twitter Tweets immer entsperren
Er brachte die ganze Farce denn auch selbst am treffendsten auf den Punkt: „Für Teile des Establishments ist die Verwendung des Begriffs „Shithole“ auf Twitter ein größeres Problem als wiederkehrende Tötungsdelikte durch eingewanderte Menschen, und ich glaube, das fasst Deutschland ganz gut zusammen.“
Nun bleibt abzuwarten, ob der RBB der langen Liste seiner Skandale einen weiteren hinzufügen wird, indem er die Zusammenarbeit mit Karon tatsächlich beendet – bloß weil ein linker Twitter-Mob dies fordert.
Wiedervereinigung oder westdeutsche Besatzung?

Von GEORG S. | 1990 übernahmen westdeutsche Parteien und westdeutsche Medienkonzerne in der ehemaligen DDR die Macht. Damit begann auch das Diktat westdeutscher Ideologien im sogenannten „Osten“: Umvolkung, Gender-Gaga, Ökokommunismus, Verherrlichung der EUdSSR. Westdeutsche Parteien und Medien wachten seither darüber, dass sich die fortan „Ostdeutsche“ genannten Menschen in Thüringen, Sachsen, Mecklenburg den Doktrinen und Parolen […]
Würde & Stil: Feierliche Amtsübergabe an Italiens neue Regierungschefin Giorgia Meloni
Bewegender Wechsel im Palazzo Chigi: Die neue italienische Regierungschefin Giorgia Meloni hat offiziell die Amtsgeschäfte in Rom übernommen. Ex-Ministerpräsident Mario Draghi übergab ihr die traditionelle Kabinetts-Glocke. Patriotin Meloni sagte bei ihrer Amtseinführung: „Wir beginnen mit viel Emotion, aber auch mit dem Bewusstsein für die schwierigen Herausforderungen, die auf uns warten.“
The post Würde & Stil: Feierliche Amtsübergabe an Italiens neue Regierungschefin Giorgia Meloni appeared first on Deutschland-Kurier.
Wieder Kunst-Frevel: Klima-Chaoten schänden Monet-Bild mit Kartoffelbrei
Wohlstandsverwahrloste Angehörige der Klima-Sekte „Letzte Generation“ haben in Potsdam ein wertvolles Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet mit Kartoffelbrei beschmiert, sich dann festgeklebt und hysterisch gekreischt: „Was ist mehr wert – Kunst oder Leben?“
Erst vor wenigen Tagen war ein Van-Gogh-Gemälde in der Londoner National Gallery mit Tomatensuppe beworfen worden. Nun gab es einen ähnlichen Vorfall im Potsdamer Museum Barberini. Das geschändete Monet-Bild stammte aus der Serie „Les Meules“ (Getreideschober) und wurde mit Kartoffelpüree beworfen. Zum Glück war das Werk selbst verglast. Das Bild habe keinerlei Schäden davongetragen, hieß es in einer Mitteilung von Seiten des Museums. Noch in dieser Woche soll es wieder zu sehen sein.
Insgesamt seien vier Personen an der Aktion beteiligt gewesen, berichtete eine Museumssprecherin. Polizeiangaben zufolge wurden zwei Personen in Gewahrsam genommen. Es werde wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt.
The post Wieder Kunst-Frevel: Klima-Chaoten schänden Monet-Bild mit Kartoffelbrei appeared first on Deutschland-Kurier.
Post-kolonialer Schuldkomplex: Ist das Böse europäisch ?
Von ELMAR FORSTER
Merkels a‑historischer Schuld-Komplex
Für die deutsche Ex-Bundeskanzlerin Merkel bedeutete Geschichte ein Exerzierfeld von moralisierenden Gutmensch-Imperativen im Stile eines protestantischen Spießbürger-Büßertums: „Wir haben uns in der Kolonialzeit an Afrika versündigt.“ (7.4.2017 – Flüchtlingshelfer-Empfang)
Der Historiker Friedrich Hegel sah das anders: „Die Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks.“ und „die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr.“
Dürrenmatt: literarischer Urheber von Schuld- und Sühne
Merkels lebensverneinender „Schuld-Komplex“ steht am Ende einer kulturellen Dekadenzentwicklung. Dürrenmatt´s Historio-Komödie „Romulus der Große“ (1949) lieferte vor 70 Jahren den Anfang vom Ende dazu. Schuld und Sühne bestimmten ab jetzt das Thema Vergangenheitsbewältigung; diese projizierte er in die Zeit des Untergangs des römischen Reiches hinein, in die Person eines fiktiven, politisch-pervertierten spätrömischen Staatsmannes zurück: Ein moralisch grübelnder Anti-Machiavelli, der sich in Merkels „Lasset die Kinder zu mir kommen. Denn ihnen gehört das Himmelreich!“ realpolitisch überholen sollte …
Romulus´ Monologe erinnern an selbstkasteiende Beichtstuhl-Analysen: „Du stehst vor dem Thron der römischen Kaiser, … diese Ströme von Blut … seine Schuld ist nicht abgetragen.“ Doch impliziert dieser psychopathisch-politische Schuldkomplex zweierlei: Kultur-Selbsthass und eine masochistisch-moralisierende Kasteiungs-Unterwerfungshaltung unter Fremdkulturen, den eigenen Untergang schicksalshaft herbei sehnend: „Wir haben fremdes Blut vergossen, nun müssen wir mit dem eigenen zurückzahlen.“ Dem römischen Imperium wird ein Selbstverteidigungsrecht abgesprochen: „Haben wir noch das Recht, uns zu wehren … , mehr zu sein als ein Opfer?“ (Dürrenmatt: „Romulus der Große“)
Nietzsche: „Das Christentum zerbricht die Starken“
Zum Höhepunkt der Refjutschie-Krise hat sich dieser Schuld- und Opferkomplex (mit Nietzsches Worten: „Sklavenmoral“ ) aus der geistigen Enklave einer linken Elitenkultur auf einen ganzen Volkskörper massenpsychotisch übertragen. Friedrich Nietzsche (1844–1900) kannte den Namen jener protestantischen Grande Dame der Willkommenskultur nicht, den kulturellen Niedergang Europas benannte er wohl: Nämlich, „dass es (das Christentum) die Starken zerbrechen will, (…) bis die Starken an … der Selbstverachtung und der Selbstmisshandlung zu Grunde geh´n.“
Ahistorischer, postkolonialer Schuld-Komplex
Merkels Geschichtsdeutung: Eine ins Gegenteil pervertierte christliche (Un)heilsverkündung: Die von Europa dem schwarzen Kontinent aufgezwungene postkoloniale Ordnung sei Quell all des Übels, aus dem dann die Flüchtlingsbewegungen wie eine biblische Heuschrecken-Strafe auf den alten Kontinent losgeschickt wurden.
Merkel und Nietzsche: Beide aus protestantischem Pfarrhause, Antipoden derselben Geistesverfassung: Prophet und Vollstreckerin der Niedergangs …
Nüchtern betrachtet wurde allerdings durch die willkürlich innerafrikanische Grenzziehung („ohne Rücksicht auf die Gebiete der einzelnen Stämme“ – Merkel) erst die Basis für moderne Staatswesen überhaupt geschaffen. Was wäre wohl passiert, hätte man die modernen Staatswerdungen Afrikas und des Nahen Ostens unter dem Prinzip des Tribalismus gestaltet (Afrika mit mehr als 2.000 Sprachen und hunderten versprengter Völkern).
Merkels Pseudo-Historisiererei resultiert nach den Worten des deutschen Philosophen Safranski aus einem „Gefühl der Hilflosigkeit“ heraus:
„Die Ursachen dieses gigantischen Zerfalls im Nahen Osten sind dermaßen komplex, dass es völlig unmöglich ist, sie von außen beseitigen zu können. … Das sind Zerfallsprozesse, bei denen die meisten Eingriffe (siehe die beiden Irakkriege, Afghanistan und Libyen) die Sache nur noch schlimmer machen … Es ist viel erreicht, wenn man das eigene Haus wenigstens notdürftig bewahrt.“ („Politischer Kitsch“ )
Völlig ratlos lässt einen Merkel freilich mit ihrem Psycho-Esoterik-Appell zurück: „Wir müssen ein bisschen Leidenschaft für die Geschichte Afrikas entwickeln, ansonsten werden wir auch nicht zueinander kommen.“ WIE und – vor allem – WO sollte ein Ein-Milliarden-Kontinent mit Europa zueinander finden?
„Der metaphysisch-romantische Zug hat unsere politische Urteilskraft geschädigt. Ich liebe die Romantik, aber nicht die politische Romantik.“ (Safranski: „Politischer Kitsch“)
Merkel verwechselt Weltpolitik mit christlicher Ökumene in einem ostdeutschen Ex-DDR-Provinzdorf im Stile christlich-naiver Bibelrunden oder einiger Psychositzungen beim Paar-Therapeuten.
Ist das Böse exklusiv europäisch?
Ein halbes Jahrhundert nach Dürrenmatt stellte sich jemand eine überfällige globalhistorische, politisch-inkorrekte Frage: „Wie kam es dazu, dass Reichtum und Macht so verteilt sind … und nicht anders? Warum führte die Geschichte nicht dazu, dass beispielsweise … Afrikaner Europäer unterwarfen … ?“ (Jared Diamond: „Arm und Reich – Die Schicksale menschlicher Gemeinschaften“ )
… um zu einer lapidaren Conclusio zu kommen: Der Unterschied beruhe einzig und allein „auf Verschiedenheiten der Umwelt“; also auf einer geographischen Besonderheit unseres Globus: Der Ost-West-Erstreckung Eurasiens…
Das Archaisch-Böse jenseits von Europa
Menschenopfer bei den Azteken
Doch impliziert die Frage eine weitere. Ist das Böse per se europäisch? Ein kriminal-archäologischer Fund aus dem prähistorischen Südwesten der USA lässt daran zweifeln.
„Die Kannibalen schlichen sich in die Siedlung eines Indianerclans … Drei Männer, eine Frau und drei Kinder … wurden mit Keulen und Steinen erschlagen. Die Angreifer zerhackten die Toten, … um sie über dem Feuer zu braten … Ehe sie den Ort verließen, drang einer von ihnen noch einmal in eine Behausung ein … Dort hockte er sich hin und entleerte sich – eine letzte Geste der Verachtung.“ (Geo-Epoche)
Um 900 n. Chr. soll sich eine Horde mittelamerikanischer Tolteken-Indianer (im Stile von Konquistadoren) aufgemacht haben, um durch Terrorherrschaft die friedliebenden Ackerbauer-Anasazi (500 – 1050 / 1300 n. Chr) zu unterdrücken: „Durch den größten Schrecken, den sie bei den Unterjochten überhaupt auslösen konnten: Sie aßen sie auf.“ (GeoEpoche)
Ähnliche Herrschaftspraxis ist auch von den Azteken überliefert. Ihren Gefangenen schnitten sie bei lebendigem Leib einfach die Herzen heraus. Selbst die Spanier waren ob solch brutaler interkultureller Umgangsformen entsetzt gewesen…
Mittlerweile wird auch die europäische Eroberungsgeschichte zunehmend ambivalenter gesehen: „600 Jahre lang haben Europäer die Welt erkundet, unterworfen und ausgebeutet. Doch zugleich haben sie zahllose Impulse für die Entstehung unserer heutigen Welt gegeben und empfangen.“ (Reinhard: „Die Unterwerfung der Welt“ )
Ein weiteres hartes historisches Faktum: Als Kolumbus unterwegs war, „herrschten Azteken und Inkas über Reiche mit Steinwerkzeugen“; und „die meisten anderen Völker“ verdingten sich „als Jäger und Sammler“ (Diamond), bestenfalls als einfache Ackerbauern.
Großes Rätsel Afrika
„Große Rätsel gibt (zudem) gerade Afrika auf, über Jahrmillionen Stätte der menschlichen Evolution … Warum tauchten Kanonen und Stahl nicht zuerst in Afrika auf?“ (Diamond) Und weiter: „Warum lastet ein Fluch auf Afrika, diesem Sehnsuchtskontinent?“ („Afrika – Das umkämpfte Paradies“ – Spiegel-Special)
„Anatomie der menschlichen Destruktivität“ (Fromm)
Ist das Böse etwa nur ein Teil des Menschseins, dessen Anatomie seziert werden kann?
„Das Einzigartige beim Menschen ist, dass er … morden und quälen kann und … dabei Lustgefühle empfindet. Er ist das einzige Lebewesen, das zum Mörder … werden kann, ohne davon einen entsprechenden biologischen oder ökonomischen Nutzen zu haben.“ (Erich Fromm: „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ )
Arabische Sklaverei Jahrhunderte vor Auftauchen des Weißen Mannes
Bisher etwa wurde der afrikanische Sklavenhandel stereotyp nur den Europäern angelastet. Die Fakten ergeben ein anderes Bild: „Funktionierte (doch) die Versklavungsmaschinerie“ bereits Jahrhunderte vor Auftauchen weißer Männer; und zwar als „Menschenhandel von Afrika nach Asien“ und nicht Richtung Europa. Was natürlich nicht ins einseitige Bild vom bösen europäischen Kulturimperialismus passt: „Sklaverei war in vielen afrikanischen Kulturen selbstverständlich … ganze Reiche im Inneren Afrikas profitierten (davon) stark.“ (Spiegel Special)
Doch hält sich innerhalb der europäischen Geistesgeschichte hartnäckig eine gegenteilige Sicht. Von den römischen Dekadenztheorien (in Tacitus´ „Germania“
, über eine christliche „Sklavenmoral“ (Nietzsche) und einem vorläufigen Höhepunkt in der Aufklärung bis herauf zur Willkommenskultur: „Denn Sklavenhandel von Schwarzen mit Schwarzen oder Asiaten war unvereinbar mit einem verbreiteten Missverständnis von Aufklärung, das die rassistische Perspektive des Kolonialismus einfach umkehrte und Farbige grundsätzlich für die besseren Menschen hielt.“ (Spiegel Special)
Darin manifestiert sich die (im zivilisationsmüden weil hochzivilisierten Europa seit Jahrhunderten gepflegte verführerisch-schicke) Gutmensch-Ideologie vom Edlen Wilden. Nach mehr als einem halben Jahrhundert Post-Kolonialismus hätte man allerdings freilich unschwer erkennen können, dass zu Verbrechen und Genoziden auch autochthon-afrikanische Despoten fähig und willens sind …
Hitlers und Stalins Revival in Schwarzafrika
Idi Amin
In nur acht Regierungsjahren (1971–79) mordete der ugandische Schlächter Idi Amin hunderttausende Menschen, er zwang Häftlinge dazu, sich gegenseitig aufzufressen, oder beispielsweise „27 von schweren Folterungen gezeichneten Gefangenen, mit Schmiedehämmern die Schädel einzuschlagen“.
Seltsamerweise „aber ist die Erinnerung an (seine) monströse Verbrechen weitgehend verblasst“: „Big Daddy“ gilt weiterhin „vorwiegend als plattköpfiger, aber pfiffiger Clown“, der nur „ein wenig Farbe in die triste Weltpolitik brachte.“(ebenda)
Welch abartig-groteske Züge die postkolonialen westlichen Unterwerfungsgesten annahmen, zeigte sich an einer Walpurgisnachtszene, in der weiße Geschäftsleute den schwarzen Zampano (im Juli 1975) auf einer Sänfte durch die Hauptstadt Kampala trugen.
Zuvor hatte Idi allerdings alle 40.000 im Lande ansässigen asiatisch-stämmigen Briten verjagt und deren Besitztümer an Regierungsgünstlinge unter der Devise „Operation Mafuta Mingi“ („Viel Fett“
verjagt – mit fatalen Folgen: In einer Zementfabrik „war schon wenige Wochen nach der Vertreibung der indischen Ingenieure der Betrieb buchstäblich zusammengebrochen … Die neuen Besitzer hatten … die regelmäßige Reinigung der Fabrikdächer versäumt. Dann kam die Regenzeit. Kurz nachdem der erste Guss die Staubdecke zu einem tonnenschweren Zementpanzer verdichtet hatte, brach das Dach ein.“ (Spiegel Geschichte)
Mobutu
Erwähnenswert wäre auch noch „Mobutu Sese Seko Kuku Ngbendu wa za Banga“, der die postkoloniale Demokratische Republik Kongo „fast 32 Jahre wie ein Lehen regierte … und zu einem der reichsten Männer der Welt“ avancierte. Sein Titel lautete so: „Der allmächtige Krieger, der wegen seiner Ausdauer und dem unbeirrbaren Willen zu siegen von Sieg zu Sieg geht und Feuer hinter sich zurücklässt“, oder auch: „Mobutu auf alle Zeit, der mächtige Hahn, der keine Henne unbestiegen lässt.“ Unter Politsch-Korrekt-Sprechregeln also innerhalb eines einzigen Titels ein Sammelsurium an sexistischer, machistischer, kriegstreiberischer Ausdrucksweise par excellence.
Weil allerdings afrikanisches Improvisationstalent weltberühmt ist, initiierte „Big Daddy“ einen ökonomischen Neustart – frei nach der Devise: „Ein großer Kopf ist eine schwere Last.“ (nigerianisches Sprichwort). Kurzerhand hob er das bisherige Fremdenverkehrsverbot wieder auf. Dummerweise tummelten sich in den Nationalparks aber „kaum noch Elefanten, weil Soldaten die meisten Dickhäuter mit Maschinengewehren niedergemäht und das Elfenbein an Händler in Kenia verkauft hatten.“ (Spiegel Geschichte)
„Ich bin ein Wilder und kann nicht verstehen…“ – Die Fake-Öko-Rede des Häuptlings Seattle
Öko-Cineasten erinnern sich sicher noch an Kevin Costners Hollywood-Schinken „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990): Bleichgesichtige Wildwest-Desperados feuern von fahrenden Zügen wie tollwütig auf Bisonherden, um deren Kadaver der Präriehitze und Verwesung sowie die Indianer dem baldigen Hungertod zu übergeben.
In diesem Sinne kursiert eine angebliche Rede des Indianer-Häuptlings Seattle von 1854, ein Klassiker der Ökobewegung schlechthin und seither Beweis für die moralische Verkommenheit des weißen Mannes.
„Ich habe tausend verrottende Büffel gesehen, vom weißen Mann … erschossen. Ich bin ein Wilder und kann nicht verstehen, wie das qualmende Eisenpferd wichtiger sein soll als der Büffel, den wir nur töten, um am Leben zu bleiben.“
Die Rezeption dieser Rede ist gleichzeitig ein Dokument für öko-ideologische Umdeutungen vom Edlen Wilden: Zunächst einmal wurde das Manifest erst 33 Jahre später (von Smith) publiziert, gehalten wurde es allerdings in indianischem Dialekt, den Smith nicht verstand.
Insgesamt existieren vier Versionen: In der ersten fehlen ökologische Bezüge zur Naturzerstörung noch völlig; die zweite Fassung (von Arrowsmith) wurde in den 60er-Jahren (also knapp 80 Jahre später) in modernes Englisch übertragen. Den populären Durchbruch überschritt der Ökosermon aber in den 70ern (starke Umgestaltung durch Perry 1972) während der anlaufenden Öko-Bewegung.
Einige darin enthaltenen Bezüge (wie etwa der Hinweis auf Bisons oder die Vogelart des Ziegenmelkers) sind Fakes (beide Spezies existierten bei den Küsten-Salish-Indianer, die im Nordwesten Nord-Amerikas hauptsächlich vom Fischfang lebten, gar nicht; der Beginn des Eisenbahnbaus war zudem erst viele Jahre später, 1862).
Doch fügte sich alles wunderbar in ein Gutmenschen-Feindbild zusammen: Der Culture-Clash bösartiger Bleichgesichter gegen gutherzige Rothäute.
Die Ur-Indianer und die Overkill-Hypothese
Ein archäologischer Massenfund von 200 Bisonkadavern (bei Olsen-Chubbock in Ost-Colorado) legt einen anderen, einen bösen Verdacht nahe: Die Treibjagd-Methode der amerikanischen Ureinwohner widerspricht nämlich der Öko-Mär von deren angeblich so nachhaltigen Jagdtechnik. Auch fällt das Aussterben des nordamerikanischen Großwildes exakt mit der Einwanderung der sogenannten Clowis-Jäger vor etwa 11.500 Jahren zusammen, welche die Overkill-Hypothese bildet: „Dabei hinterließen sie eine Spur ausgelöschter Säugetier-Populationen.“
Dass diese Archäologen auch immer der Vergangenheit herumwühlen müssen!
West-Ost-Achse des Doppelkontinents Eurasien – Ursache der europäischen Herrschaft
Noch bis vor 13.000 Jahren lebten alle Kulturen auf der Welt als Sammler und Jäger. Danach setzte im Nahen Osten die neolithische Revolution ein. Der Grund dafür: Geographischer Determinismus. Nur im euro-asiatischen Gebiet des Goldenen Halbmonds nämlich konnten Ackerbau und Viehzucht erfunden werden (aufgrund des hier ausgeprägten Mittelmeerklimas), was in der Folge zur Entstehung von Städten mit arbeitsteiliger Wirtschaft führte.
Durch das Zusammenleben mit Tieren sprangen bedrohliche Seuchen (Pocken, Pest und Cholera) auf Menschen über und verbreiteten sich in den dicht besiedelten Zivilisationsräumen epidemisch; langfristig aber erwies sich dies als gewaltiger Vorteil für die Weltherrschaft: Das euro-asiatische Immunsystem entwickelte Resistenzen, über welche jene außereuropäischen Ureinwohner nicht verfügten.
Überdies gab es außerhalb Eurasien nur sehr wenige zur Domestizierung geeignete Tierarten, während hier gewisse Spezies (Ziege, Schaf, Schwein, Rind und Pferd) zu idealen „Zulieferern“ von Fleisch, Milch und Energie (Muskelkraft) domestiziert wurden (dasselbe betrifft auch das Vorhandensein von Gräsern).
Aus diesem Grunde waren die Alt-Amerikaner auch eindeutig im Nachteil gegenüber den bösen Konquistadoren ab dem 15. Jahrhundert: So ließ sich etwa das Lama leider „nicht melken, trug niemals einen Reiter, zog weder Karren noch Pflug, spendete keine Energie und fand auch keine kriegerische Verwendung“. (J. Diamond) Ein weiteres kulturhistorisches Rätsel: Warum erfanden die Altamerikaner kein Rad, obwohl sie es in Kinderspielzeugen bereits verwirklich hatten? Einen Wagen können schließlich auch Hunde ziehen.
Aufgrund der riesigen Ost-West-Ausdehnung Eurasiens verbreiteten sich diese Innovationen (nördlich und südlich des Breitengrades des Goldenen Halbmonds) schnell; während in der neuen Welt eine solche Ausdehnung (Ackerbau existierte auch hier, wenn auch später) aufgrund der Nord-Süd-Lage (divergierende Klimaverhältnisse) und ausgedehnter Sperrriegel in Form von Wüsten (Sahara) und Dschungeln (Mesoamerika) unmöglich war.
„Alle Jahrhunderte ähneln sich durch die Bosheit der Menschen.“ (Voltaire)
Mugabe
Ein Treppen-Clown der Geschichte ist auch der Despoten-Präsident Zimbabwes, Robert Mugabe (einer jener sogenannten „Big Men“ der postkolonialen Hoffnungs-Gründergeneration Afrikas): Schon bald hatte er die Wirtschaft des Landes ruiniert (Arbeitslosigkeit 80%, Inflationsrate 1700%). „Rollt der Präsident mit seinem gepanzerten, fünf Tonnen schweren Mercedes … durchs Land, muss ihm ein Tankwagen folgen, weil es nicht mehr genug Benzin an den Tankstellen des Landes gibt.“ (Spiegel Geschichte)
Genozid in Ruanda
Ein historisch einzigartiger Genozid ereignete sich in Ruanda 1994 (frei nach einem Motto aus Burundi: „Recht hab immer jener, der den Griff des Dolches in seiner Hand hält.“
und zwar in einer sagenhaft kurzen Zeitspanne von nur 100 Tagen, innerhalb derer bis zu einer Million Angehörige der Tutsi-Minderheit durch die Hutu-Mehrheit abgeschlachtet wurden. („bis zu 60 Prozent der männlichen Hutu, mit Macheten und Nagelkeulen bewaffnet“
. Die Auswüchse von Tötungsarten sprengen eigentlich alle in Europa bisher bekannten Techniken:
„Eine verbreitete Foltermethode … war das Abhacken von Händen und Füßen. Dahinter stand … auch der Gedanke des ´Zurechtstutzens´ groß gewachsener Menschen. Teilweise wurden Opfer aufgefordert, ihre eigenen Ehepartner oder Kinder umzubringen. Kinder wurden vor den Augen ihrer Eltern erschlagen. Blutsverwandte wurden zum Inzest untereinander gezwungen. Menschen wurden … zum Kannibalismus genötigt … In vielen Fällen wurden die Leichen Tieren zum Fraß angeboten.“
Warum nur wurden „die Hintergründe des Genozids in den Massenmedien so gut wie nicht aufgezeigt“? „Offensichtlich bildet sich eine Sprachregelung, der blind gefolgt wird“. „Es hat eine Form von Blindheit gegeben, wir haben die Dimension des Völkermords nicht wahrgenommen.“ (N. Sarkozy – ehemaliger französischer Staatspräsident). Wieder also schaute die Welt weg…
„Was für Verbrechen sind nicht schon im Schutze politischer Korrektheit begangen worden.“ (Doris Lessing, im ehemaligen Rhodesien aufgewachsene Schriftstellerin). Die von ihr beklagten post-kolonialen Double-Measures, der zufolge „ein Mörder ungestraft davon kommen kann, wenn er Schwarzer ist“ (ebenda), offenbaren aber nur, dass es schon länger langsam zu Ende gehen musste mit diesem Political-Correctness-Kult.
Multi-Kulti-Vergewaltigungen durch Refugees
Diese Bewelcome-Klatscher-Gutmenschen-Hysterie verschleudert und verbrennt nun aber ihr letztes Feuerwerk am Himmel der Political-Correctness. Ähnliche kriminologische Fallstudien kann man seither mitten in Deutschland studieren, wie etwa eine Gruppenvergewaltigung durch vier afrikanische Asylwerber aus Eritrea an einer deutschen Frau:
„Sie wurde erniedrigend entkleidet, über Betonstufen einer Treppe … gezogen und mit einer abgebrochenen Bierflasche verletzt. Die Täter sollen sich dann über eine Stunde und im Wechsel an ihrem Opfer vergangen haben.“
Genitalverstümmelung mitten in Westeuropa
…oder der brutale Brauch weiblicher Genitalverstümmelung, der sich aus afrikanisch-arabischen Ländern in Westeuropa verbreitet: „In Europa sind 500.000 Mädchen davon betroffen. In Wiens Spitälern gibt es bereits Ambulanzen für Rückoperationen.“
Immerhin aber können gestandene links-grüne Gutmenschen selbst solchen Entwicklungen noch einen positiven interkulturellen Touch abgewinnen: Etwa die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt“, mit deren Hilfe Deutschland „religiöser, bunter, vielfältiger und jünger“ werde. Oder der Ex-SPD-Kandidat Martin Schulz: „Was die Flüchtlinge mit zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“
Die Welcome-Klatscher-Hysterie trägt aber nun den Glauben zu Grabe, wonach die Unterdrückten dieser Welt (oder solche, die sich dafür äußerlich ausgeben) die besten aller Gutmenschen wären. Ein geistiges Wahnsinns-Konstrukt einer postmodernen westlichen Dekadenz-Spätkultur. Das erkannte freilich Thomas Bernhard schon vor mehr als 30 Jahren: „Eines der abstoßendsten Kennzeichen dieser Zeit ist, dass behauptet wird, die … unterdrückten Menschen seien gut, die anderen schlecht, das ist eine der widerlichsten Verlogenheiten … . Sind (doch) die sogenannten unteren Klassen … genauso gemein und niederträchtig.“ („Alte Meister“ )
Wie die Biographie Idi Amins mustergültig beweist, der als Hilfskoch bei der britischen Kolonialschutztruppe begann, sich dann zu höchsten Militärrängen hochdiente und sich am Schluss im Stile europäischer Feudalherrscher folgenden Monster-Schachtel-Titel verlieh: „Seine Exzellenz, Präsident auf Lebenszeit, Feldmarschall Al Hadschi Doktor Idi Amin Dada, Viktoria-Kreuz, Distinguished Service Order, Military Cross, Herr aller Tiere der Erde und aller Fische der Meere und Bezwinger des Britischen Empires in Afrika im Allgemeinen und Uganda im Speziellen.“
Oder mit den Worten des französischen Philosophen Pascal Bruckner (Anfang der 80er Jahre) ausgedrückt: „Die Vergehen Europas werden auf ihr bösartiges Wesen zurückgeführt, während diejenigen der Entwicklungsländer angeblich nur durch die Umstände bedingt sind.“ (Spiegel Geschichte)
________________________________________________________________________
Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampgane verteidigt. Der amazon-Bestseller ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>
Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
Diese Woche im neuen Normal, Teil 51 – OffGuardian
Quelle: This Week in the New Normal #51 – OffGuardian 1. Die „neue Omikron-Variante“ landet…
The post Diese Woche im neuen Normal, Teil 51 – OffGuardian first appeared on Axel B.C. Krauss.
Neue Forschungsergebnisse stützen die Winterpförtner-Hypothese
Javier Vinós
[Hinweis: Alle vorherigen Teile nebst deren deutschen Übersetzungen sind im Teil VII hier verlinkt!]
1. Einführung
Die Winter-Gatekeeper-Hypothese, die der Autor in seinem Buch „Climate of the Past, Present and Future“ (Vinós 2022) vorschlägt, basiert auf dem Nachweis, dass der Klimawandel in erster Linie das Ergebnis von Veränderungen des polwärts gerichteten Energietransports ist und dass die Sonnenvariabilität ein wichtiger Modulator dieses Transports ist. Wenn die Hypothese zutrifft, wird sie eine neue Antwort auf zwei wichtige Fragen geben: Wie sich das Klima auf natürlicher Weise auf der Zeitskala von mehreren Dekaden bis zu Jahrtausenden verändert, selbst wenn es keine Veränderungen des Treibhauseffekts gibt, und wie Veränderungen der Sonnenaktivität das Klima trotz ihrer geringen Energieveränderungen tiefgreifend beeinflussen können. Eine Schlussfolgerung der Hypothese ist, dass das moderne Sonnenmaximum von 1935-2005 zur globalen Erwärmung des 20. Jahrhunderts beigetragen hat, was eine erhebliche Verringerung der Klima-Sensitivität gegenüber Kohlendioxid bedeutet.
Der polwärts gerichtete (meridionale) Energietransport ist ein sehr komplexer und schlecht verstandener Prozess. Folglich ist die Winter-Gatekeeper-Hypothese nicht einfach zu erklären, da sie Vorkenntnisse über atmosphärische und ozeanische Transportmechanismen voraussetzt. Der Leser wird auf die Teile III, IV und V verwiesen, die zusätzliche Informationen über meridionale Transportmechanismen enthalten, sowie auf Teil VII, der eine Zusammenfassung der Hypothese enthält.
Die Winter-Gatekeeper-Hypothese integriert verschiedene Komponenten des Transportsystems in der Stratosphäre, Troposphäre und im Ozean. Eine schematische Darstellung der beteiligten Energieprozesse ist in Abb. 8.1 zu sehen, wobei der Energietransport durch weiße Pfeile dargestellt ist. Die solare Modulation, die in der Stratosphäre beginnt, wirkt sich auf den gesamten Transport aus, und Vinós (2022) zeigte einen solaren Einfluss auf ENSO und den Polarwirbel. Der Mechanismus, durch den die Sonnenaktivität die ENSO-Aktivität moduliert, ist noch unbekannt, aber ich schlage eine solare Modulation des tropischen Auftriebs nach Brewer-Dobson vor, die als „tropische Route“ des „Top-down-Mechanismus“ bekannt ist (Maycock & Misios 2016; Vinós 2022).
In Abb. 8.1 bestimmt das Verhältnis zwischen Energiegewinn und -verlust an der Obergrenze der Atmosphäre die maximale Energiequelle im tropischen Band und die maximale Energiesenke in der Arktis im Winter. Die eintreffende Sonnenenergie verteilt sich in der Stratosphäre und der Troposphäre/Oberfläche, wo sie unterschiedlichen Transportmodulationen unterworfen ist. Energie (weiße Pfeile) steigt von der Oberfläche in die Stratosphäre am tropischen Rohr (linke gestrichelte Linie) auf und wird durch die Brewer-Dobson-Zirkulation zum Polarwirbel (rechte gestrichelte Linie) transportiert. Der stratosphärische Transport wird durch die UV-Erwärmung in der tropischen Ozonschicht moduliert, die einen Temperaturgradienten erzeugt, der die zonale Windstärke durch die thermische Windbilanz beeinflusst, sowie durch die quasi-bienniale Oszillation (QBO). Diese doppelte Steuerung bestimmt das Verhalten der planetarischen Wellen (schwarze Pfeile) und bestimmt, ob der Polarwirbel eine zweijährige Kopplung mit der QBO erfährt (BO). In der Mischungsschicht des tropischen Ozeans ist ENSO der wichtigste Modulator der Energieverteilung. Die Hadley-Zelle ist zwar am Energietransport beteiligt und reagiert auf dessen Intensität, indem sie sich ausdehnt oder zusammenzieht, doch der größte Teil des Energietransports in den Tropen erfolgt über den Ozean. Änderungen in der Transportintensität führen zu den wichtigsten Variabilitätsmodi, der AMO und der PDO. Außerhalb der Tropen wird die meiste Energie in die Troposphäre transportiert, wo der synoptische Transport durch Wirbel entlang von Sturmbahnen für den Großteil des Transports in die hohen Breiten verantwortlich ist. Die Stärke des Polarwirbels bestimmt das winterliche Klimaregime in den hohen Breiten. Ein schwacher Wirbel begünstigt einen warmen arktischen/kalten kontinentalen Winter, bei dem mehr Energie in die Arktis gelangt und gegen kalte Luftmassen ausgetauscht wird, die die mittleren Breiten abkühlen. Jetstreams (PJS, polar; TJS, tropisch; PNJ, Polarnacht) bilden die Grenzen und begrenzen den Transport. Rotes Oval, der Teil der Winter-Gatekeeper-Hypothese, der in Veretenenko 2022 untersucht wurde. Die Abbildung stammt von Vinós 2022.
Die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf den Polarwirbel, die erstmals 1987 von Karin Labitzke beschrieben worden waren, werden nun besser verstanden. Es gibt inzwischen zahlreiche Hinweise darauf, dass die Sonnenaktivität den Zustand des Polarwirbels beeinflusst. Der Mechanismus, der bereits in den 1970er Jahren vorgeschlagen wurde, wird „Planetary Wave Feedback“ genannt (Gray et al. 2010). Die Menge an Energie und Impuls, die auf den Polarwirbel einwirkt, hängt vom Zustand der Stratosphäre ab, der durch die Sonnenaktivität beeinflusst wird. In Zeiten geringer Sonnenaktivität wird mehr Energie zugeführt, wodurch der Polarwirbel gestört wird, der bei hoher Sonnenaktivität stabiler ist. Die Stabilität des Polarwirbels ist von grundlegender Bedeutung für das Winterklima in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre und für die Energiemenge, die die Arktis erreicht.
Die Winter-Gatekeeper-Hypothese stellt diesen bekannten solaren Mechanismus in einen Kontext als Teil einer allgemeineren Auswirkung der Sonnenaktivität auf den meridionalen Transport durch die Stratosphäre und Troposphäre von den Tropen zu den Polen. Sie zeigt auch, dass Transportveränderungen das Klima beeinflussen, indem sie die Energiemenge verändern, die den Planeten als ausgehende langwellige Strahlung in den Polarregionen verlässt.
Eine kürzlich erschienene Arbeit von Svetlana Veretenenko vom Ioffe-Institut in St. Petersburg, Russland (Veretenenko 2022, Ve22 von hier), liefert eine wichtige Unterstützung für die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die untere atmosphärische Zirkulation durch ihren Einfluss auf den Polarwirbel. Veretenenkos Arbeit konzentriert sich nur auf den Troposphären-Polarwirbel-Teil der Winter-Gatekeeper-Hypothese (Abb. 8.1, rotes Oval). Es fehlt auch eine Erklärung für die energetischen Veränderungen, die für eine Klimaänderung notwendig sind. Die Winter-Gatekeeper-Hypothese hat eine solche Erklärung durch Veränderungen der ausgehenden Strahlung geliefert (Vinós 2022). Nichtsdestotrotz ist Veretenenkos Arbeit ein wichtiger Schritt zum Nachweis des solaren Effekts auf die globale atmosphärische Zirkulation, ein wichtiger Teil der Winter-Gatekeeper-Hypothese. In der Wissenschaft ist es nicht ungewöhnlich, dass unabhängige Autoren etwa zur gleichen Zeit zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen. Die Winter-Gatekeeper-Hypothese wurde bereits 2018 entwickelt und war in der ersten Ausgabe von „Climate of the Past, Present and Future“ enthalten. Diese Hypothese hätte vor 20 Jahren nicht entwickelt werden können, weil es nicht genügend Wissen und Daten gab, um sie zu stützen. Es ist an der Zeit, einen großen Durchbruch in unserem Verständnis des natürlichen Klimawandels und der Rolle der Sonne dabei zu erzielen. Dieser Autor ist stolz darauf, ein Teil davon zu sein und begrüßt Veretenenkos Studie „Stratospheric Polar Vortex as an Important Link between the Lower Atmosphere Circulation and Solar Activity“. Die wichtigsten Ergebnisse dieses Artikels werden im Folgenden erörtert.
2. Der Polarwirbel und seine Rolle in atmosphärischen Prozessen
Ve22 definiert den Polarwirbel und seine Rolle in atmosphärischen Prozessen sehr gut:
Der stratosphärische Polarwirbel ist eine großräumige zyklonale Zirkulation, die sich während der kalten Jahreshälfte in der kalten Luftmasse über der Polarregion bildet und sich von der mittleren Troposphäre bis in die Stratosphäre erstreckt. Es entsteht eine kreisförmige Ostwärtsbewegung der Luft, die die polare Luft von der wärmeren Luft der mittleren Breiten isoliert und zu einem Temperaturabfall innerhalb des Wirbels beiträgt. Der Wirbel ist als ein Gürtel starker westlicher Winde in Breitengraden von ~50-80° N zu erkennen, wobei die Windgeschwindigkeit in den oberen Schichten ~50-60 m/s erreicht. In Abbildung 2b ist die Größe der horizontalen Temperaturgradienten in der Höhe von 20 hPa für Januar 2005 dargestellt.
Veretenenko 2022
Abb. 8.2 (a) Verteilung der mittleren monatlichen Geschwindigkeit des zonalen Windes (in m/s) im 20 hPa-Niveau (Stratosphäre) in der nördlichen Hemisphäre im Januar 2005. (b) Verteilung des mittleren monatlichen Betrags des horizontalen Temperaturgradienten (in °C/100 km) auf der 20 hPa-Fläche im Januar 2005. Abbildung aus Ve22.
Abb. 8.2 veranschaulicht sehr schön das Konzept des Winter-Gatekeeper-Konzeptes. Die starken Winde, die im Winter um die Pole kreisen, wirken wie ein Pförtner, der bestimmt, wie viel Energie in die Polarregion gelangt und einen steilen Temperaturgradienten erzeugt. Die Stärke des Polarwirbels ist an die atmosphärische Winterzirkulation auf der Nordhalbkugel gebunden:
Der Polarwirbel ist bekanntlich ein wichtiges Element der großräumigen Zirkulation in der Atmosphäre. Die Lage und der Zustand des Wirbels beeinflussen die Entwicklung der Nordatlantischen Oszillation (NAO) und der Arktischen Oszillation (AO). Baldwin und Dunkerton [5] zeigten, dass bei starken Wirbelregimen die NAO- und AO-Indizes tendenziell positiv sind und sich die Zugbahnen außertropischer Tiefdruckgebiete nach Norden verlagern. Gudkovich und Kollegen [6] brachten den Wechsel von kalten und warmen Epochen in der Arktis mit Veränderungen des Wirbelzustands in Verbindung, wobei warme und kalte Epochen mit starken bzw. schwachen Wirbelregimen einhergingen. Labitzke [7] war die erste, der aufzeigte, dass die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die Eigenschaften der Stratosphäre und Troposphäre von der Phase der quasi-biennialen Oszillationen (QBO) in der Atmosphäre abhängen; die Erkenntnisse von Labitzke legen nahe, dass die Stärke des Polarwirbels auch die Reaktion der Atmosphäre auf die solare Variabilität beeinflussen kann.
Veretenenko 2022
3. Räumliche und zeitliche Variabilität der Auswirkungen der galaktischen kosmischen Strahlung auf den Troposphärendruck
Ve22 glaubt, dass der solare Effekt durch die galaktische kosmische Strahlung vermittelt wird, aber wir müssen bedenken, dass die Sonnenaktivität, die oft durch Sonnenflecken oder den 10,7-cm-Radiofluss gemessen wird, stark mit dem Kehrwert der kosmischen Strahlung korreliert ist, wie in Abb. 8.3 gezeigt. Es gibt eine Verzögerung von etwa einem Jahr, aber die Feststellung einer ähnlichen Verzögerung bei einer Korrelation von Klimaeffekten kann nicht als Beweis für die Beteiligung der kosmischen Strahlung interpretiert werden, da die Verzögerungen unabhängig voneinander auftreten können.
Abb. 8.3. Sonnenaktivität (Sonnenflecken) und kosmische Strahlung (invertiert). Abbildung aus http://www.climatedata.info.
Ve22 korreliert die Sonnenaktivität mit dem atmosphärischen Druck, wie dies bereits von vielen Autoren seit den Studien von Labitzke und Van Loon in den 1980er Jahren getan wurde. Ve22 weist auch auf die Umkehrungen der Korrelationen hin, die im Sonnen-Klima-Signal stattgefunden haben und die in den Teilen I, II und IV ausführlich diskutiert wurden.
Abb. 8.4. Räumliche Verteilung der Korrelationskoeffizienten zwischen den Jahresmittelwerten der geopotentiellen Höhe in 700 hPa (Troposphäre) und der Rate der kosmischen Strahlung für den Zeitraum 1982-2000. Die Kurven 1 und 2 zeigen die klimatischen Positionen der arktischen Fronten im Januar bzw. Juli. Die Kurven 3 und 4 sind die gleichen für die Polarfronten; die Kurven 5 und 6 sind die gleichen für die äquatoriale Trogachse.
Abbildung 8.4 entspricht Abbildung 3a von Ve22 und wurde durch Hinzufügen von Landkonturen und einer gelben Umrandung des Gebiets, das Ve22 als nordatlantische zyklogenetische Zone (Zone der intensivsten Tiefdruckgebiete) entlang der Ostküste Nordamerikas bezeichnet (20-30° N, 280-300° E und 30-40° N, 290-310° E), geändert.
4. Zeitliche Variabilität der Auswirkungen der Sonnenaktivität auf den Troposphärendruck in der nördlichen Hemisphäre und die Epochen der großräumigen Zirkulation
Für längerfristige Analysen verwendet Ve22 die Sonnenfleckenzahl als Proxy für die Sonnenaktivität und ihre Korrelation mit dem Luftdruck in zwei Gebieten, der nordatlantischen zyklogenetischen Zone (gelber Kasten in Abb. 8.4) oder der Polarregion (60-85° N). Wie in Abb. 8.4 zu sehen ist, ist die Korrelation mit der Sonnenaktivität in diesen beiden Gebieten entgegengesetzt. Abb. 8.5 zeigt, dass die entgegengesetzte Korrelation mit der Sonnenaktivität im Laufe der Zeit erhalten bleibt, sich aber zu bestimmten Zeiten umkehrt.
Abb. 8.5. (a) Korrelationskoeffizienten zwischen den Jahreswerten des Luftdrucks auf Meeresspiegel-Niveau und der Sonnenfleckenzahl R (SLP, SSN) für die Polarregion (durchgezogene Linie) und die nordatlantische zyklogenetische Zone (gestrichelte Linie) für gleitende 15-Jahres-Intervalle. Die gepunkteten Linien zeigen das 95%ige Signifikanzniveau. (b) Fourier-Spektren der gleitenden Korrelationskoeffizienten wie in (a). Abbildung aus Ve22.
Die Daten in Abb. 8.5 deuten auf eine enge Verbindung zwischen den dynamischen Prozessen hin, die sich in der nordatlantischen zyklogenetischen Zone und in der Polarregion als Reaktion auf Phänomene im Zusammenhang mit der Sonnenaktivität entwickeln. Die Umkehrung der Korrelation fand Ende des 19. Jahrhunderts, in den 1920er Jahren, um 1950 und in den frühen 1980er Jahren statt, was auf eine etwa 60-jährige Variation der Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die Zirkulation in der Troposphäre hinweist.
Veretenenko 2022
Ve22 geht von den Daten der Korrelationsumkehrungen aus und nicht von den Daten, an denen sich die Trends ändern, so dass bekannte Klimaverschiebungen im Pazifik, wie die von 1976, die der Korrelationsumkehr der frühen 1980er Jahre um etwa sechs Jahre vorausgeht, nicht berücksichtigt werden. Dies hindert Ve22 daran, die festgestellten Veränderungen mit einem globaleren Phänomen in Verbindung zu bringen, bei dem es um den meridionalen Transport durch die multidekadische Stadiumwellen-Oszillation geht, die die gleiche 65-jährige Frequenz aufweist (Vinós 2022). Im Gegensatz zur Winter-Gatekeeper-Hypothese bietet Ve22 außerdem keine Erklärung für die Korrelationsumkehrungen, die den Sonnenklimaforschern seit einem Jahrhundert Rätsel aufgeben.
Die erzielten Ergebnisse lassen uns daher vermuten, dass die Umkehrung der Korrelationsbeziehungen zwischen Druckvariationen (Entwicklung außertropischer Wettersysteme) und Phänomenen der Sonnenaktivität mit Veränderungen in den großräumigen Zirkulationsepochen zusammenhängen könnte.
Veretenenko 2022
Ve22 stützt die Korrelation zwischen Sonnenaktivität und atmosphärischem Druck mit einer ähnlichen Analyse unter Verwendung des atmosphärischen Zirkulationsindex‘ (Vangengeim-Girs), den dieser Autor auch in Vinós 2022 verwendete (Abb. 11.10d). Ve22 zeigt korrekt die Beziehung zwischen Sonnenaktivität und meridionaler Zirkulation auf, die eine der Grundlagen der Winter-Gatekeeper-Hypothese ist.
So scheint der Charakter der Sonnenaktivität … Auswirkungen auf zyklonale Prozesse (Druckschwankungen) in außertropischen Breiten eng mit den Epochen der großräumigen Zirkulation und insbesondere mit der Entwicklung der meridionalen Zirkulationsformen verbunden zu sein. Die Ergebnisse der Spektralanalyse [Abbildung 8.5, rechtes Feld] zeigen, dass das jährliche Auftreten der meridionalen Zirkulationsformen … durch dominante Oberschwingungen von ~60 Jahren gekennzeichnet ist … Die erzielten Ergebnisse erlauben uns daher die Vermutung, dass die Umkehrung der Korrelationsbeziehungen zwischen den Druckschwankungen (Entwicklung außertropischer Drucksysteme) und den Phänomenen der Sonnenaktivität mit Veränderungen der großräumigen Zirkulationsepochen verbunden sein könnte.
Veretenenko 2022
5.Die Entwicklung des Polarwirbels als möglicher Grund für die zeitliche Variabilität der Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die Zirkulation in der unteren Atmosphäre
Ve22 setzt die beobachteten Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation und ihre wechselnde Korrelation mit der Sonnenaktivität in Beziehung zu Veränderungen im Zustand des Polarwirbels. Anhand von Reanalysen zeigt Ve22 eine Periode starker stratosphärischer Wirbel von Mitte der 1970er bis Ende der 1990er Jahre, die durch stärkere zonale Winde bei 60-80°N und niedrigere polare Temperaturen gekennzeichnet waren. Schwächere Wirbelphasen gab es in den beiden Jahrzehnten davor und danach.
Umstrittener sind die Ergebnisse von Ve22 über die Veränderungen des Drucks und der Temperatur am Boden in der arktischen Region.
Man kann sehen, dass die Periode mit einem starken Wirbel (~1980-2000), in der die stratosphärischen Winde verstärkt wurden (Abbildung 7), tatsächlich von einer Druckabnahme und Erwärmung in der Arktis begleitet wurde. Die vorangegangene Periode mit einem schwachen Wirbel (~1950-1980) war dagegen von einem Druckanstieg und einer Kälteepoche in der untersuchten Region begleitet.
Veretenenko 2022
Dies macht wenig Sinn, da ein starker Wirbel eine Zone mit niedrigerem Oberflächendruck und niedrigerer Temperatur schafft. Die Daten bestätigen dies, da die Arktis seit dem Wechsel zu einer schwächeren Wirbelphase im Jahr 1997 eine intensive Wintererwärmung und nicht die in Abbildung 7 von Ve22 gezeigte Abkühlung erlebt hat. Der Autor vermutet ein Problem mit der Abbildung 7 von Ve22 oder mit der Methodik der polynomialen Trendbereinigung.
6. Zerstörung der Korrelation zwischen Wolken und galaktischer kosmischer Strahlung: Mögliche Rolle der Wirbelabschwächung
Ve22 untersucht als Nächstes die Korrelation zwischen den Anomalien der Bedeckung mit tiefen Wolken und der kosmischen Strahlung, welche die Grundlage der Theorie von Svensmark bildete. Wie Ve22 zeigt, verschwand die Korrelation nach 2000, und Ve22 versucht, das Ende der Korrelation mit einer Veränderung des Polarwirbels in Verbindung zu bringen. Meiner Meinung nach ist dieser Versuch erfolglos. Die Theorie von Svensmark setzt eine direkte Wirkung der kosmischen Strahlung auf Wolkenkondensationskerne voraus. Es ist nicht möglich zu begründen, dass mehr kosmische Strahlung zu mehr Wolken und weniger Wolken führt. Ve22 versucht dies jedoch, indem sie die physikalische Wirkung der kosmischen Strahlung auf die Kondensationskerne durch eine nicht näher spezifizierte Wirkung auf die Zyklogenese ersetzt.
Man kann sehen, dass die Korrelationskoeffizienten für Druck-GCRs [galaktische kosmische Strahlung] und Wolken-GCRs in entgegengesetzten Phasen variieren. Die höchste positive Korrelation R (LCA, FCR) fand in dem Zeitraum statt, in dem die Auswirkungen der GCR auf die Entwicklung von Tiefdruckgebieten am stärksten ausgeprägt waren. In den späten 1990er Jahren begann diese Korrelation zu sinken und änderte ihr Vorzeichen gleichzeitig mit der Umkehrung der Druck-GCR-Korrelation. Die vorgestellten Daten belegen also, dass die hohe positive Korrelation zwischen Wolkenmenge und galaktischer kosmischer Strahlung, die auf der dekadischen Zeitskala [16,39] festgestellt wurde, hauptsächlich auf die Auswirkungen der GCR auf die Entwicklung dynamischer Prozesse in der Atmosphäre unter einem starken Polarwirbel zurückzuführen ist.
Veretenenko 2022
Dies erscheint verworren. Die Änderung von Svensmarks Theorie, um die Hypothese aufrechtzuerhalten, dass die solaren Auswirkungen auf die atmosphärische Zirkulation auf kosmische Strahlung zurückzuführen sind, funktioniert nicht. Die alternative Erklärung, dass die Auswirkungen auf dynamische Veränderungen zurückzuführen sind, die durch Veränderungen der solaren UV-Strahlung, vermittelt durch stratosphärisches Ozon, ausgelöst werden (der „Top-Down“-Mechanismus; Maycock & Misios 2016), wird durch beträchtliche Beweise gestützt und ist Bestandteil der Winter-Gatekeeper-Hypothese. Sie ist einfacher und eine besser unterstützte Alternative.
Als Nächstes geht Ve22 auf eine höchst spekulative und recht ausführliche Diskussion der möglichen Auswirkungen von solaren Protonenereignissen, Polarlichtphänomenen im Zusammenhang mit geomagnetischer Aktivität, Magnetstürmen und Sonnenwind auf den Polarwirbel ein. Sie argumentiert sogar für eine 60-jährige Periodizität der gesamten Sonneneinstrahlung, die bei Sonnenflecken nicht beobachtet wird. Sie wirft auch die Möglichkeit auf, dass Veränderungen in der Chemie der mittleren Atmosphäre an den Schwankungen der Stärke des Polarwirbels beteiligt sind. Der Autor findet es überraschend, dass der wichtigste Faktor, von dem bekannt ist, dass er sich auf die Stabilität des Polarwirbels auswirkt, nämlich der planetarische Wellen-Rückkopplungs-Mechanismus (Gray et al. 2010), in diesem Papier nicht berücksichtigt wird.
7. Schlussfolgerungen
Ve22 endet mit drei Schlussfolgerungen:
- Die zeitliche Variabilität der Phänomene der Sonnenaktivität auf die Zirkulation der unteren Atmosphäre zeigt eine etwa 60-jährige Periodizität, die mit Veränderungen in den Epochen der großräumigen Zirkulation verbunden zu sein scheint…
- Die Veränderungen der Zirkulationsepochen scheinen wiederum mit den Übergängen zwischen den verschiedenen Zuständen des stratosphärischen Polarwirbels zusammenzuhängen…
- Der Zustand des Polarwirbels kann durch verschiedene Phänomene der Sonnenaktivität beeinflusst werden, die zu einer etwa 60-jährigen Oszillation seiner Intensität beitragen…
Veretenenko 2022
Die ersten beiden sind eindeutig und werden durch die Beweise gut unterstützt. Wie in der Winter-Gatekeeper-Hypothese behauptet, weist der meridionale Transport Epochen auf, die durch klimatische Veränderungen voneinander getrennt und durch unterschiedliche Zustände der winterlichen atmosphärischen Zirkulation und der Stärke des Polarwirbels gekennzeichnet sind. Die Periodizität dieser mehrdekadischen Transportschwingung, an der auch die Ozeane beteiligt sind, beträgt etwa 65 Jahre. Die Sonnenaktivität ist einer der wichtigsten Modulatoren der meridionalen Transportschwankungen, da sie auf drei Kontrollzentren einwirkt: die tropische Ozonschicht, den Polarwirbel (ebenfalls durch Ve22 identifiziert) und ENSO (Vinós 2022).
Zum ersten Mal seit hundert Jahren wurde ein Mechanismus zur Erklärung des solaren Einflusses auf das Klima vorgeschlagen, der mit allen Beweisen übereinstimmt und die Fähigkeit einschließt, den Energiehaushalt des Planeten durch gleichzeitige Änderungen der ausgehenden Energie zu verändern. Er erklärt, wie eine sehr kleine Änderung der UV-Energie in der Stratosphäre den meridionalen Energietransport verändern kann, so dass es für den Planeten einfacher oder schwieriger wird, Energie zu bewahren. Ve22 liefert Beweise für den Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität → Polarwirbel → atmosphärische Zirkulation und identifiziert das Kontrollzentrum des Polarwirbels als eine der Verbindungen zwischen Sonnenaktivität und atmosphärischer Zirkulation.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf der Website von Judith Curry.
8. References
Gray LJ, Beer J, Geller M, et al (2010) Solar influences on climate. Reviews of Geophysics 48 (4)
Maycock A & Misios S (2016) Top-down” versus “Bottom-up” mechanisms for solar-climate coupling. In: Matthes K, De Wit TD & Lilensten J (eds.) Earth’s climate response to a changing Sun. EDP Sciences, France, 237-246. Free book download
Veretenenko S (2022) Stratospheric polar vortex as an important link between the lower atmosphere circulation and solar activity. Atmosphere 13 (7), 1132
Vinós J (2022) Climate of the past, present and future. A scientific debate, 2nd ed. Critical Science Press. Free book download
Link: https://andymaypetrophysicist.com/2022/10/21/new-research-supports-the-winter-gatekeeper-hypothesis/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Über „Faktenchecker”, die uns die Dystopie “1984” erklären wollen
… und selbst dabei zu dystopischen Erscheinungen werden. Jagd auf Orwell. Nicht erst mit dem kindlichen „Doppel-Wumms“ eines alternden Olaf Scholz, der geradezu orwellschen Ankündigung, man verteidige die Freiheit in der Ukraine, die vor 20 Jahren Afghanistan hieß („Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt“, Verteidigungsminister Peter Struck 2002), dem „Krieg gegen das Virus“ (Macron), der nun in einem „Krieg gegen Putin“ (Gesundheitsminister Karl Lauterbach) überführt wird, scheint man der Dystopie „1984“ von George Orwell Schritt für Schritt, Wort für Wort zu folgen. Von Wolf Wetzel
Wann hat „1984“ angefangen?
Bereits ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Georg Orwell damit begonnen, die wohl berühmteste Dystopie „1984“ zu schreiben – eine schreckliche Vision von einem Frieden. Ganz offensichtlich traute Georg Orwell diesem Frieden nicht, auch nicht den „Siegermächten“.
In Orwells Roman „1984“ hat der Krieg nicht aufgehört. Die Welt ist in drei Machtblöcke aufgeteilt und was sich in einem dieser Machtblöcke, in Ozeanien, abspielt, ist Gegenstand seines Romans. Im Gegensatz zum allgegenwärtigen, omnipräsenten Faschismus ist die politische Klasse in Ozeanien kaum sichtbar. Man erahnt sie, in Gestalt des „Großen Bruders“ (Big Brother). Ähnlich diffus ist die Zustimmung zu dieser Herrschaftsordnung. Eindeutig und allgegenwärtig ist nur die Angst. Eine gut begründete Angst, denn es gibt eine „Gedankenpolizei“, die alles zu überwachen versucht, selbst die Mitglieder der „Partei“. Dabei wird diese nicht nur aktiv, wenn sich jemand mit Handlungen strafbar macht. In Ozeanien sind auch Gedanken strafbar, die sich in dem Wunsch ausdrücken, gegen das Regime zu opponieren. Dazu gehört auch die als Straftat verfolgte Absicht, sich der allgegenwärtigen Überwachung entziehen zu wollen.
Das Regime bedient sich modernster Technik. Überall, im öffentlichen Raum, in jeder Wohnung befinden sich Teleschirme, offene und verdeckte Überwachungskameras, die jedes noch so intime Ereignis festhalten und auswerten. Der Schutz der Privatsphäre ist vollkommen aufgehoben, das Leben in Ozeanien hat sich in ein lückenloses Panoptikum verwandelt. Daraus machen die Herrschenden auch keinen Hehl: Überall prangern große Plakate, die jeden und jede wissen lassen: “Big Brother is watching you”. Während im Inneren die Angst regiert, wird außerhalb Ozeaniens unentwegt Krieg geführt. Ein Krieg jedoch, der nicht mehr als Krieg propagiert wird, sondern als enduring Friedensmission: “Krieg ist Frieden”. Dabei bleibt offen, ob die Kriege auf eine reale Bedrohung antworten oder vor allem dem inneren Zusammenhalt der Ordnung dienen, einen permanenten Ausnahmezustand generieren und rechtfertigen sollen.
In “1984” kommen auch Menschen vor, die sich gegen dieses totalitäre Regime auflehnen. Es sind nicht viele und die meisten müssen im Untergrund leben. Doch dieser Widerstand ist erfolglos. Am Beispiel der Hauptfigur Winston Smith wird das Scheitern in all seinen Etappen beschrieben: Er ist Mitglied der “Partei” und bekommt im Laufe dieser Kollaboration immer mehr Zweifel an seinem Tun. Er nimmt Kontakt zum Untergrund auf, gerät dabei an einen Spitzel des Systems und wird wenig später festgenommen und gefoltert. Am Ende zahlreicher Torturen gibt er noch das Letzte preis, woran er sich klammerte, seine Liebe zu einer Frau namens Julia. “Brainwashed”, also geheilt wird er entlassen und trifft zufällig Julia in einem Café. Selbst körperlich und seelisch gebrochen offenbart sie ihm, dass auch sie ein Glied in der Kette des Verrats und des sich-selbst-verratens ist. Seine Verhaftung erfolgte aufgrund ihrer Denunziation.
Viel düsterer und aussichtsloser kann man sich die Parole dieses Regimes “Widerstand ist zwecklos” nicht ausmalen.
Orwell in besten Händen
Ich hatte folgenden Post auf “meiner” Facebook-Seite geteilt:

Dieses Zitat wurde von Facebook alsbald entdeckt, verdeckt und mit dem Hinweis versehen:
“Fehlinformationen”
In diesem Fall saugen sich dpa-Cleaner folgende Begründung aus den Fingern:
„George Orwell wird oft zitiert, um vor dem Totalitarismus zu warnen. Teils werden dem britischen Schriftsteller aber auch Aussprüche mit aktuellem Bezug untergeschoben.
In vielen EU-Staaten wird der Wetterumschwung und baldige Herbstbeginn von einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der Energieversorgung begleitet. Eine Besorgnis ist in sozialen Netzwerken zu spüren. Ein Sharepic mit einem angeblichen Zitat des englischen Schriftstellers George Orwell soll die aktuellen Ereignisse widerspiegeln. Auf der Grafik steht: ‚Wir müssen Energie sparen, für den Krieg, der dem Frieden dient. Der Strom wird jetzt abgeschaltet.‘ Handelt es sich um ein authentisches Zitat?
Bewertung
Das Zitat ist nicht belegt und kann Orwell nicht zugeschrieben werden. Zwar stammt es aus der deutschen Synchronisation des Films ‚1984‘, allerdings ist es nicht in der Romanvorlage zu finden.
Fakten
Ab und an wird gemeinsam mit dem Zitat ein Filmausschnitt geteilt. Dabei handelt es sich um eine Verfilmung von Orwells Roman ‚1984‘ aus dem Jahr 1956.
Dort heißt es in der englischen Version:
‚It is now 22:30 hours. Power must be conserved for our victory effort. All lights will be extinguished. Good night comrade, tomorrow your work for the party must be better than today. Remember, even in your sleep, big brother is watching you. Big brother is watching you.‘
In der deutschen Version wurde es etwas abgeändert und entspricht dem Zitat auf dem Sharepic.
In Orwells Roman geht es darum, dass die Menschheit in der Zukunft von totalitären Überwachungsstaaten beherrscht und kontrolliert wird. Darin findet sich das Zitat jedoch nicht. Suchmaschinen finden weder in Deutsch noch in Englisch passende Treffer. Im ‚Orwell Archive‘ sind ebenfalls keine derartigen Textstellen dokumentiert.
Auch in der Originalfassung von ‚1984‘ kommen die Sätze nicht vor, sie sind also ein Produkt der Verfilmung. Der Film von Regisseur Michael Anderson weicht in einigen Aspekten von der Textvorlage ab.“ (Stand: 21.9.2022)
Der Krieg in Europa als “Wetterumschwung”
Das dpa-Cleanerteam versteht auf jeden Fall etwas von Orwell, vom wording, das bei Orwell im “Krieg ist Frieden” gipfelt. Leben wir nicht in Vor/Kriegszeiten? Ist die Angst vor einem Dritten Weltkrieg krankhaft?
Das dpa-Cleanerteam führt uns in seine ganz eigen/artig/e Welt:
„In vielen EU-Staaten wird der Wetterumschwung und baldige Herbstbeginn von einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der Energieversorgung begleitet. Eine Besorgnis ist in sozialen Netzwerken zu spüren.“
Ehrlich? Echt? Ach so, es geht seit Wochen um einen „Wetterumschwung“, um einen „baldigen Herbstbeginn“, der von einer „gewissen Unsicherheit … begleitet“ wird. Geht’s noch entstellter?
Dieselbe tippen sich die Finger wund, um uns darüber aufzuklären, dass die Filmversion von „1984“ von der Romanvorlage abweicht. Habt ihr sie noch alle?
Dieselben dpa-Cleaner, die sich im „International Fact-Checking Network“ um die Echtheit der Fakten sorgen, verbreiten im Hauptberuf als dpa-Mitarbeiter Behauptungen, die zum Himmel stinken – ohne im Traum daran zu denken, diese „Nachrichten“ als Fehlinformationen zu markieren und zu bewerten.
„Und ich unterscheide da nicht zwischen Uiguren in China, ich unterscheide da nicht zwischen Ukrainerinnen oder verfolgten russischen Journalisten und Menschenrechtsverteidigern, zwischen Jesiden oder Kurden. Das ist doch die Stärke der Menschenrechte. Unteilbarkeit – egal an welchem Fleckchen der Welt man lebt.“ (Annalena Baerbock, Bundesaußenministerin, B90/Grüne 01.06.2022)
„Wenn wir es zulassen, dass ein großes Land ein kleineres Land tyrannisiert, dann gibt es kein Halten mehr, dann kommt es zur Freiwildjagd. Nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt. Und die Auswirkungen werden auch hier und weltweit zu spüren sein.” (Annalena Bearbock, 2022)
Es gibt einen Berg solcher Äußerungen, für deren Verbreitung genau jene dpa-Büros sorgen und zwar auf eine Weise, die George Orwell in “1984” so beschrieben hat:
„Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“
Weniger romanhaft kann man es auch so auf den Punkt bringen:
„Die Journalisten waren gleichsam Soldaten in dem Sinne, dass sie der Öffentlichkeit erklären mussten, warum dieser Krieg wichtig ist. Es gehörte zu meinen Aufgaben, sie zu munitionieren, die Lauterkeit unserer Kriegsmotive und unserer Aktionen zu zeigen.“
Dieses Zitat ist nicht aus “1984”, sondern stammt vom ehemaligen NATO-Sprecher Jamie Sheaa, als er die Aufgabe der “freien Presse” beim Angriffskrieg gegen die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien 1999 festlegte.
Titelbild: Emily Masi/shutterstock.com
Weltwoche Daily: Basta-Kanzler Scholz

„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Von Montag bis Freitag ab 6:30 Uhr mit der Daily-Show von Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe: Pfizers Impf-Lüge und das politische Schweigen. Basta-Kanzler Scholz. Achtung, Asylchaos droht. Dietrich Mateschitz, Mozart des Marketings. Was es heißt, eine Frau zu sein. […]
CORONA-DIKTATUR: »Unfassbare Schockvideos aus China!«
Bestattungsunternehmer und Einbalsamierer im In- und Ausland beginnen, ein rätselhaftes Muster zu erkennen
Seit anderthalb Jahren schreibt der Spezialist für Sterbebegleitung Edwin Spieard, dass Menschen, die plötzlich sterben, innerhalb von zwei Tagen stark verfärbt und geschwollen sind. „Glücklicherweise beginnen nun auch andere Bestattungsunternehmen, ein Muster zu erkennen“, schreibt er in den sozialen Medien.
Spieard stellt fest, dass die Verstorbenen in einigen Fällen nach zwei Tagen nicht mehr zu erkennen sind. In seinem Unternehmen verzeichnet er einen „enormen Anstieg“ dieser anschwellenden Verstorbenen, 259 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten des Jahres 2021. Deswegen wird er demnächst Gespräche mit einem bekannten Pathologen aufnehmen, um zu prüfen, ob es rechtlich möglich ist, das Blut und das Gewebe dieser Verstorbenen weiter zu untersuchen.
Er sagt, er schaffe es nicht mehr, Verstorbene wieder salonfähig zu machen. Seine Geräte verstopfen bei der Entwässerung und Einbalsamierung. Da die Zahlen so dramatisch angestiegen sind, würde er gerne wissen, was die Ursache dafür ist.
„Der Pathologe ist wie ich auch sehr daran interessiert, warum das Blut plötzlich zähflüssig ist und viele Gerinnsel enthält“, sagt Spieard.
Diese Muster sind auch im Ausland zu beobachten. Der US-amerikanische Einbalsamierer und Bestattungsunternehmer Richard Hirschman sagte letzte Woche in einem Gespräch mit Daniel Bobinski von Keep the Republic, dass das Blut von Verstorbenen seit 2021 eine andere Farbe und Beschaffenheit hat. In einigen Fällen scheint das Blut Sandkörner oder ähnliches wie einen „Kaffeesatz“ zu enthalten, so Hirschman.
Der Einbalsamierer stellte außerdem fest, dass immer mehr Menschen sterben, die rätselhafte Blutgerinnsel in ihrem Körper haben. Auch der britische Bestattungsunternehmer John O’Looney beschäftigt sich mit den Gerinnseln.





