Kategorie: Nachrichten
Das offizielle Deutschland rätselt: Woran sterben so viele Menschen (Artikel mit EMA-Tabelle)
Die seit dem Hinauswurf des kritischen Chefredakteurs Julian Reichelt wieder voll globalismus- und systemhörige deutsche BILD-Zeitung rätselt: “Warum sterben im Moment so viele Menschen?” Denn die Übersterblichkeit will nicht zurückgehen, auch im September wurden neun Prozent festgestellt. Auf Coronaerkrankungen kann man die vielen Toten nicht schieben – laut BILD “tappt das Statistische Bundesamt” im Dunklen.
Wer den Artikel in der Bild lesen möchte, muss wieder einmal in die Tasche greifen, denn er steht nur Plus-Abonnenten zur Verfügung. Ein “lustiger Trick” den wir mittlerweile aus dem gesamten deutschsprachigen Raum kennen, wenn die Verbreitungsgeschwindigkeit von Informationen gedrosselt werden soll. Aber keine Sorge, die Zahlen und Fakten sind auch anderswo verfügbar – beispielsweise im Statistikportal DeStatis.
Klimawandel als Ursache ausgeschlossen
Selbst den Systemtreuen Apokalyptikern ist inzwischen klar geworden, dass sich die Begründung “Klimawandel” im September nicht mehr ausgeht. So schreibt DeStatis:
Im September 2022 sind in Deutschland nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 79 310 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt 9 % oder 6 677 Fälle über dem mittleren Wert (Median) der Jahre 2018 bis 2021 für diesen Monat. Hitzewellen, die in den Vormonaten in zeitlichem Zusammenhang mit den erhöhten Sterbefallzahlen standen, gab es im September nicht. Auch die COVID-19-Todesfallzahlen waren geringer als in den vorangegangenen Sommerwochen.
Tabelle: DeStatis
Übersterblichkeit seit März nie unter 7 Prozent
In der Tabelle von Destatis ist vor allem die zweite Spalte unter dem Titel “Anzahl” relevant. Dort sieht man in absoluten Zahlen, wie viele Menschen mehr starben, als zu erwarten war. Die Prozentzahl sieht man eine Spalte weiter. Dort ergibt sich, dass der Übersterblichkeitswert sei März nie unter 7 Prozent gesunken ist. Trauriger Höhepunkt ist der Juli mit einem Plus von 12 Prozent.
Um nochmal auf die Klimaapokalyptiker zurückzukommen. Im Juli betrug die Durchschnittstemperatur in Deutschland “brüllend heiße” 19,1 Grad. Das hat es bestimmt so noch nie gegeben, Beweisverfahren abgeschlossen. Nicht? Der Mittelwert seit 1981 beträgt übrigens 18 Grad. Dumme Sache, dass 1 bis 2 Grad Schwankungsbreite völlig normal sind. Ein paar Beispiele: 1911: 19,2 Grad. 1958: 19,3 Grad. 1976: 19,3 Grad. Und erinnern Sie sich noch an das Massensterben vom Juli 1983? Damals lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland bei 20,4 Grad. Oder jenes vom Juli 1994 bei 21,3 Grad? Aber das von 2006, bei 22 Grad, haben Sie sicher noch im Kopf? Verzeihen sie den Sarkasmus, ein solches Massensterben gab es natürlich nie. Das gibt es nur jetzt.
Was es damals auch nicht gab, waren erzwungene Massenimpfungen mit nicht getesteten experimentellen Genspritzen. Zu diesen gibt es aber auch eine hübsche Statistik – aus den Nebenwirkungszahlen, die bei der EMA protokolliert werden.
Quelle: Telegram Kanal DatenAnalyseProgrammieren
Die aktuellen Datensätze (28-10-2022) zeigen im Berichtsraum der EMA 26.883 Fälle verstorbener Impflinge. Dass die Zahl relativ gering erscheint, hat mehrere Gründe. Zum einen hat die EMA offenbar immer wieder nachträglich gemeldete Nebenwirkungen systematisch gelöscht. Zum anderen handelt es sich zwar um ein verpflichtendes Meldesystem, das in der Praxis aber kaum genutzt wird. Die Missachtung der Meldepflicht kann zwar zu hohen Strafen führen, wird im Falle des Themenkreises Corona-Impfungen bislang aber nicht verfolgt.
Experten gehen nach entsprechenden Erfahrungen der letzten Jahrzehnte davon aus, dass Nebenwirkungen nur im Bereich von 1-10 Prozent der tatsächlichen Fälle erfasst werden (“Underreporting”). (In Österreich gibt es ein Ministeriums-Dokument das von 6-10 Prozent ausgeht.) Dies war allerdings vor Corona, wo niemand Angst um seinen Job haben musste, wenn er über Nebenwirkungen spricht. Zumindest logisch denkbar sind inzwischen Erfassungsraten von 0,1 Prozent – denn weshalb sollte ein Arzt seine berufliche Zukunft und damit sein ganzes Leben riskieren, nur weil er Impfstoff-Nebenwirkungen korrekt einträgt – wenn man beim Wegsehen einfach nichts zu befürchten hat?
Erkenntnisse aus den EMA-Zahlen
Die “bereinigten” und an “underreporting” leidenden Zahlen der EMA belegen aktuell in Europa 2.1 Millionen gemeldete Nebenwirkungen, davon 26.883 Todesfälle in zeitlicher Nähe zur Genspritze. Dabei muss man sich auch wieder einmal die Behauptungen vor Augen halten, die Genspritzen hätten dem gegenüber Millionen Menschenleben gerettet. Hätten. Es ist eine reine Modellrechnung – und wie zuverlässig von der Regierung bestellte Modellrechnungen sind wissen wir spätestens seit 2020. Die Todesfälle sind hingegen real und inzwischen kennt jeder jemanden, der plötzlich und unerwartet gestorben ist. Ob jemand “hätte” gerettet werden können, hilft den Familien der Todesopfer nicht.
Die Behörden müssen dazu aufgefordert werden, die Übersterblichkeit ernsthaft und ergebnisoffen zu untersuchen. Es besteht der begründete Verdacht, dass die Todesfälle, die seit Beginn der Impfkampagne auftreten, direkt mit dieser zu tun haben. Die dummen Geschichten von Klimawandel, “zu kalt duschen”, “zu sehr freuen”, “zu viel computerspielen” und wie sie alle lauteten, müssen endlich aufhören. Ein Schreiberling, der solche Texte veröffentlicht und sich “Journalist” nennt, ist Teil des Problems.
Selbst Drogeriemagazine machen schon Verzichts-Propaganda

Grünfeld, Robert
Das dm-Magazin alverde, für seine politische Erziehung schon länger bekannt, gibt in der aktuellen November-Ausgabe den Leserinnen Tipps, wie sie als brave Konsumentinnen Energie sparen können, um das Versagen der Ampel-Regierung nicht so deutlich werden zu lassen. Das geht, weil „Klimaschutz“ drüber steht.
Dabei ist die politische PR im Sinne der Regierung in Stuttgart und Berlin erstaunlich offen: Winfried „Waschlappen“ Kretschmann wird interviewt und darf seine für Schwaben sinnlose Aufforderung, die Heizung herunterzuschalten, wiederholen.
Dann folgt eine Doppelseite mit Energiespar-Tipps vom Kaliber des „Waschlappens“. Hier die schönsten Stilblüten der alverde-Redaktion:
Dabei laufen durch einen herkömmlichen Duschkopf 15 bis 25 Liter erhitztes Wasser pro Minute durch[sic]. Nach zehn Minuten hat man also eine Wanne voll. Was da hilft? Wasser abdrehen beim Einschäumen.
Nein, wer hätte es gedacht. Nun, wenn ich eine Brause von oben habe, muß ich sowieso abschalten, weil das Duschgel sonst sofort weggespült wird. Habe ich eine Handbrause, muß ich abschalten, um beide Hände frei zu haben.
Öfter mal kalt duschen.
Macht Habeck, der es zuerst empfahl, selber? Da es nicht überprüfbar ist – eher nicht. Der Mann ist über 50 und hat seine „harte“ 20er Phase hinter sich.
Am besten morgens duschen, wenn Sie unter Zeitdruck stehen.
Und wenn ein Handwerker, z.B. ein Sanitärinstallateur, abends müffelt? Nun gut, alverde ist eine Frauenzeitschrift. Aber es gibt auch Krankenschwestern, die nach der Schicht eine warme Dusche gebrauchen können – dummerweise aber nicht so gut verdienen wie ein Redakteur.
Schauen wir mal auf unsere Waschmaschine. Die wenigsten von uns waschen bei 20°, dabei können wir das bei normal verschmutzter Wäsche bedenkenlos.
20°? Meine Maschine fängt bei 30° an. Oder sie meinen Raumtemperatur – ob aber das Leitungswasser im Winter tatsächlich so warm ist, darf bezweifelt werden. Die Enzyme im Waschmittel brauchen zwischen 30 und 60°, um zu funktionieren. Ein Kollege berichtete in dem Zusammenhang einmal, daß er eine befreundete Familie nur ungern besuche, weil diese ihre Wäsche stets sparsam bei 40° oder weniger wasche. Ergebnis: Die Handtücher im Bad und Klo muffeln. Dieses Problem geben die Autoren sogar zu:
Sollte die Maschine mal müffeln, legen Sie für Bettwäsche oder Handtücher einen 60°-Waschgang ein.
Wußten Sie, daß ein Wäschetrockner doppelt bis dreifach so viel Strom wie eine 60°-Wäsche verbrauchen kann? Das Trocknen an der frischen Luft spart enorm Strom.
Daß elektrische Heizungen besonders viel brauchen, ist eine Binsenweisheit. Halten die Redakteure ihre Leserinnen für unbedarfte Kinder?
Lüften Sie Stoß, statt Fenster dauerhaft zu kippen.
Heizung auf und Fenster kippen? Wer, derdie selber zahlt, würde das tun?
Und halten Sie die Türen zwischen beheizten und unbeheizten Zimmern geschlossen.
Kein Kommentar.
Die restlichen Tipps sind ähnlich banal – man hat den Eindruck, die Redaktion bekam den Auftrag, irgendwas zum grünen Weltretten per Verzicht zu schreiben, und saugte sich dann etwas aus den Fingern, egal, ob die meisten vernünftigen Gebührenzahler es sowieso machen. Man wartet am Ende nur noch auf die „zwei Pullover“ von Wolfgang Schäuble, der zudem empfahl, nicht laufend nach Galapagos zu fliegen (War Sie schon einmal da? Unwahrscheinlich, das Archipel ist ein wissenschaftliches Juwel und darf nicht so einfach betreten werden.).
Die tatsächliche Botschaft des Artikels lautet also: Die grüne Regierung hat Recht, wir müssen das Klima und die Umwelt, oder so, retten. Daher ist die Leistung von Habeck und Scholz nicht miserabel – sie tun das Notwendige. Die Probleme sind nicht künstlich gemacht, sondern eine logische Folge des bisherigen luxuriösen Lebens. Die Verteuerung ist nicht die Schuld der wahnwitzigen Politik Merkels. Sie und die Ampel können nichts für die Wohlstandsverluste und Sparzwänge, die wir hinnehmen müssen, um nicht ruiniert zu werden.
Gerd Held formuliert es so bei der Achse:
So ist in diesem Herbst 2022 im Grunde nur eine Negativ-Botschaft geblieben: Die Bürger sollen drastische Einschnitte bei ihrem Lebensstandard, bei ihren kulturellen Aktivitäten und bei ihrer Sicherheit hinnehmen. Deutschland soll zu einem Land des kollektiven Verzichtens werden.
Man fragt sich dann nur, wieso private Produktmagazine von Drogerien diese PR mitmachen. Vielleicht liegt es daran, daß die Leserinnen so viel Strom und Gas sparen sollen, damit sie noch Geld haben, die teuren Öko-Kosmetikprodukte der Kette zu kaufen. Genau dafür ist so ein Magazin nämlich da – als Journalismus getarnt Reklame für Lippenstift und Cremes machen.
Viele Babys von Covid-geimpften Müttern leiden unter V-Aids
Viele Neugeborene von mit der rNA-Impfung behandelten Müttern leiden unter V-AIDS. einer vakzin-induzierten erworbenen Immunschwäche. Der Facharzt für Gynäkologie und Geburtsmedizin aus Florida Dr. James Thorp spricht deutliche Worte. „Es ist eine verdammte Katastrophe!“.
Der Beitrag Viele Babys von Covid-geimpften Müttern leiden unter V-Aids erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Corona-Wahn: Lauterbach und seine Komplizen müssen sich endlich verantworten!
Ein Kommentar des DeutschlandKURIER
-Kolumnisten Gerald Grosz.
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Ausländerkriminalität: In Hamburg werden sogar Obdachlose bestohlen!
Hamburg wurde vor kurzem zur Obdachlosenhauptstadt Deutschlands „gekürt“. Dank massiver Zuwanderung, auch unter den Ärmsten der Armen, gibt es Grabenkämpfe und Diebstähle unter denen vor allem die deutschen Obdachlosen leiden. DeutschlandKURIER-Reporter Oliver Flesch sprach darüber vor Ort mit Betroffenen und mit Alexander Wolf, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Hamburger AfD.
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Warum ist die Transformation gescheitert?
Der Westen ignoriert die Bedürfnisse Mittel- und Osteuropas. Heute erscheint der neue “Atlas der Weltwirtschaft 2022/23” von Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker und Constantin Heidegger. Wieso schaffen es in Asien Schwellenländer zu Wohlstand zu kommen, nicht aber in Lateinamerika? Weshalb ist Afrika mit Ausnahme der Staaten, die ihre Rohstoffvorkommen ausbeuten, kaum in der Lage, stabile und nachhaltige Wirtschaftsstrukturen aufzubauen? Ist Freihandel einer nachhaltigen Entwicklung zu- oder abträglich? Der neue „Atlas der Weltwirtschaft 2022/23“ stellt zentrale Fragen und gibt unkonventionelle Antworten, unabhängig, faktenorientiert und mit anschaulichen Infografiken zu allen wichtigen Wirtschaftsthemen. In der Ausgabe 2022/23 widmen sich die Autoren schwerpunktmäßig den Problemen der Länder in Mittel- und Osteuropa und den Hintergründen des Konflikts in der Ukraine. Aus diesem Sonderteil bringen wir heute zum Erscheinen einen Auszug.
Die Transformation ehemals planwirtschaftlich organisierter Volkswirtschaften in Mittel-, Ost- und Südosteuropa war bis vor wenigen Monaten weitgehend in Vergessenheit geraten. Fast alle der betreffenden Staaten hatten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Entscheidung getroffen, sich der Marktwirtschaft zuzuwenden. Aus der Perspektive vieler Menschen im Westen war das eine richtige und erfolgreiche Entscheidung trotz aller noch bestehenden Unzulänglichkeiten. Der russische Krieg gegen die Ukraine erschüttert diese Wahrnehmung. Spätestens jetzt muss die bisherige Sicht auf den Transformationsprozess grundlegend in Frage gestellt werden, um die Hintergründe dieses Kriegs besser zu verstehen und Mittel gegen seine weitere Eskalation zu finden.
Zweifel am Transformationserfolg sind auch deswegen angebracht, weil selbst in den Ländern, die längst Teil des europäischen Binnenmarkts geworden sind, keineswegs überall ein Wirtschaftswunder eingesetzt hat. Hatte man ursprünglich gehofft, dass die Region nach der großen Wende Anfang der 1990er Jahre zu einem neuen Kraftfeld in Europa werden würde, von dem auch der Westen profitieren wollte, überwiegt heute die Enttäuschung – und zwar auf beiden Seiten. Die Region ist gekennzeichnet von der Dominanz westlicher Unternehmen, massenhafter Abwanderung von Arbeitskräften und enormer politischer Instabilität, die bis zu offenem Antagonismus gegenüber der EU reicht. Die Verantwortlichen in Westeuropa haben nicht verstanden und trotz dieser beunruhigenden Entwicklung nicht einmal zu verstehen versucht, wie es zu den entweder fatalen oder zumindest weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Ergebnissen des Systemwechsels kommen konnte.
Politische Verwerfungen in Richtung Nationalismus primär auf unzureichende Institutionen oder Korruption zurückführen zu wollen, ist dabei wenig hilfreich, denn beides gibt es auch in ökonomisch erfolgreichen Staaten, ob sie nun zu den Industrie- oder Schwellenländern zählen. Eine seriöse Analyse der Transformationsstaaten zeigt, dass in den meisten Fällen die makroökonomischen Voraussetzungen nicht stimmen. Die EU hat diese Länder mit monetären Restriktionen, die in den vergangenen 30 Jahren keine ausreichende Investitionsdynamik zuließen, alleingelassen, obwohl derartige Einschränkungen mit rein nationalen Mitteln nicht überwunden werden können. […]
Aufholen verlangt Schutz
Handel zwischen Nationalstaaten darf niemals zur Einbahnstraße werden. Das gilt für die globalen Salden von Export und Import, muss aber auch für die Unternehmensstrukturen gelten, mit denen sich jedes Land dem internationalen Handel stellt. Funktionierende industrielle und technologische Strukturen dürfen von keinem Land der internationalen Arbeitsteilung geopfert werden. Sie sind entscheidend für die Zukunftsaussichten der Bevölkerung, weil sie die einzige Quelle des materiellen Wohlstandes darstellen, nämlich des Produktivitätsfortschritts. Um nicht missverstanden zu werden: Es geht nicht um plattes »Wachstum«, sondern um eine positive technologische Entwicklung, die auch und gerade in Hinblick auf den Schutz unseres Planeten erforderlich ist.
Jedes Land muss innerhalb internationaler Regeln die Möglichkeit haben, Schlüsselindustrien aufzubauen und zu bewahren. Alle erfolgreichen asiatischen Entwicklungsmodelle haben gezeigt, dass nur mit Hilfe des Staates und der Regulierung des internationalen Austauschs wirkliches Aufholen möglich ist. Öffnung ohne den Staat und ohne Schutzregeln für die aufholenden Länder bedeutet nur, dass die Mächtigen noch mächtiger und die Reichen noch reicher werden.
Das Lehrbuch-Konstrukt der Mainstream-Ökonomik von den komparativen Vorteilen im internationalen Handel mit seinen Schlussfolgerungen hinsichtlich Freihandel und Kapitalverkehrsfreiheit muss entlarvt werden: Es ist das wissenschaftliche Feigenblatt für Wirtschaftskolonialismus. Wie ehrlich es der Westen mit den wirtschaftlichen Aufholprozessen, der Entwicklung von Demokratie und dem Schutz von Freiheitsrechten in Ländern wie der Ukraine, der Türkei, aber auch in Polen und Ungarn und anderen mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern bis hin zu Russland selbst und den armen Ländern des globalen Südens wirklich meint, entscheidet sich auf diesem Feld.
Ein zukünftiger Frieden kann nur mit neuen Konzepten dauerhaft gesichert werden. Der Westen, insbesondere aber Europa, muss jetzt endlich lernen, dass man dafür viel mehr bieten muss als offene Märkte. Nach 30 verlorenen Jahren haben die ehemaligen Transformationsländer Anspruch darauf, nicht weiter als Anhängsel des Westens betrachtet zu werden – was übrigens für die Entwicklungsländer in gleicher Weise gilt. Wer glaubt, es reiche aus, ihnen nur das Angebot zu machen, sich dem Westen anzuschließen, sich also den bisherigen Konzepten des Westens ohne Wenn und Aber unterzuordnen, hat schon vor 30 Jahren falsch gelegen. Darüber kann der momentan so großzügig verwendete Freiheitsbegriff nicht hinwegtäuschen, hinter dem sich im engeren ökonomischen Sinne in erster Linie das Dogma des Freihandels und der Kapitalverkehrsfreiheit verbirgt. Dass die Migrationsfolgen, die diese Ideologie zeitigt, zu erheblichen politischen Spannungen auch im Westen führen, lässt sich gut am Zulauf populistischer Strömungen mit nationalistischem, oft fremdenfeindlichem Anstrich erkennen. Ob Brexit oder Mauerbauversuche zwischen den USA und Mexiko – der Westen sägt mit der Verteidigung des Neoliberalismus an dem Ast, auf dem er sich noch mit Mühe hält.
Vernünftigen Handel zwischen Staaten gibt es nicht ohne ein vernünftiges Währungssystem. Währungsfragen dem Markt zu überlassen zählt zu den entscheidenden wirtschaftspolitischen Fehlern nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Russland war das größte und wichtigste Land, dessen naive politische Führung man in den 1990er Jahren in das eiskalte Wasser der internationalen Kapitalmärkte geworfen hat. Ohne die russische Währungskrise und das Versagen der Regierung Jelzin wäre Wladimir Putin nicht so leicht an die Macht gekommen.
Die Währungsrelationen aller Länder müssen so gesteuert werden, dass sich kein Land gegenüber einem anderen Land absolute Vorteile erschleichen kann, dass also die realen Wechselkurse prinzipiell konstant bleiben. Dies bedeutet das Ende des von der EU-Kommission und von Deutschland immer wieder beschworenen Wettbewerbs der Nationen. Der Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2007, der sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU insgesamt und auf die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsländer kapriziert, war ein fataler Irrtum. Er hat genau zu dem Zeitpunkt, wo Einsicht in die komplexen Zusammenhänge der internationalen Kooperation die negativen Entwicklungen vielleicht noch rechtzeitig hätte umkehren können, in die falsche Richtung gewiesen.
Das Prinzip des konstanten realen Wechselkurses muss außerhalb und innerhalb der Europäischen Währungsunion gelten. Jedem Land, das assoziiert wird, muss die Garantie gegeben werden, dass der Wechselkurs seiner Währung mit Hilfe der EZB vor Spekulation geschützt und so bewertet wird, dass die Inflationsdifferenzen gegenüber der EWU ausgeglichen werden. Jedem Mitgliedsland muss eine Abweichung vom gemeinsam vereinbarten Inflationsziel nach unten sanktionsbewehrt verboten sein. Für Länder mit extrem niedrigem Wohlstandsniveau ist der Einstieg in ein weltweites Währungssystem zu einem leicht unterbewerteten Kurs sinnvoll.
Ein politischer Neuanfang in ganz Europa muss auch die Haltung zu China klären. Der amerikanische Hegemonialanspruch mit seiner Tendenz, China schon deswegen zum großen Gegner zu stilisieren, weil es eine wesentlich stärkere wirtschaftliche Dynamik zu erzeugen vermag als die USA, darf für Europa kein Vorbild sein. China ist groß, es wird ökonomisch noch größer werden und sein Umgang mit der Klimakrise wird für den Planeten mindestens so entscheidend sein wie das Verhalten Europas und der USA. Selbst wenn China noch viele Jahre von einer kommunistischen Partei diktatorisch regiert werden wird, muss man Wege finden, dauerhaft kooperativ miteinander umzugehen. Dazu gehört, die Einhaltung von Menschenrechten nicht um des Handels willen auszublenden. Dazu gehört aber ebenso, sich für die Konsequenzen des bisherigen westlichen Systems verantwortlich zu fühlen.
Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker, Constantin Heidegger: „Atlas der Weltwirtschaft 2022/23. Zahlen, Fakten und Analysen zur globalisierten Ökonomie“, 128 Seiten, durchgängig farbig illustriert, Westend Verlag, 7.11.2022
Weltwoche Daily: Polen, Deutschland, Wagenknecht

„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Von Montag bis Freitag ab 6:30 Uhr mit der Daily-Show von Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe: Polen, Deutschland, Wagenknecht. Mach aus der Katastrophe eine Goldgrube: Japans Weg. Scholz‘ China-Reise ist ein Lichtblick. Trump wäre eine Bereicherung. Fairness für Katar. […]
Bundeskanzler Scholz macht sich lustig über die Energiesorgen der Bürger! (VIDEO)
Das russische Fernsehen über das „qualvolle Sterben“ der europäischen Wirtschaft
Wie in Russland über die anstehenden US-Wahlen berichtet wird
Wie in Russland über die Rolle Großbritanniens bei Nord Stream berichtet wird
RGM-84 Harpoon – „Zuverlässigen Quellen zufolge wurde ein amerikanischer Torpedo an der Explosionsstelle der Nord-Stream-Gaspipeline gefunden“
Exclusive: U.S. Torpedo Appeared at Explosion Site of the Nord Stream
„Zuverlässigen Quellen zufolge wurde ein amerikanischer Torpedo an der Explosionsstelle der Nord Stream-Gaspipeline gefunden. Es handelte sich um den Torpedo-Typ, den der Lenkwaffenzerstörer USS Paul Ignatius (DDG 117) der Arleigh-Burke-Klasse mit sich führte – eine RGM-84 Harpoon-Rakete. Die Harpoon ist die wichtigste Anti-Schiffswaffe der US-Marine, hat eine Reichweite von 300 km und ist als ‚Schiffskiller‘ bekannt. (…)
Am 15. September traf die USS Paul Ignatius in Riga, Lettland, zu einem geplanten Hafenbesuch ein. Am 26. September legte der Zerstörer nach Beendigung seiner ‚Mission‘ im Hafen von Gdynia (Polen) an. Am selben Tag kam es zu Explosionen an den Nord Stream-Pipelines. Daraufhin wurde Paul Ignatius sofort zum Marinestützpunkt Rota in Spanien zurückgeschickt, um dem Unfallort zu entkommen.“
Dazu auch:
Nord-Stream-Update – US-Angriff mit Großbritannien?



