Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Top-Klimaforscher: „Es gibt keine Klimakrise!“

Deutschland stöhnt unter der ersten Sommer-Hitzewelle. Das bedeutet Hochkonjunktur für die Klima-Hysteriker. Zu dumm nur, dass ausgerechnet jetzt einer der renommiertesten Klimaforscher weltweit dem Katastrophen-Geschwafel widerspricht: „Die gegenwärtige Erwärmung sollte meines Erachtens nicht als Krise bezeichnet werden.“

Der Schwede Lennart Bengtsson gilt international als Koryphäe auf dem Gebiet der Klimaforschung. Der deutsche Physik-Nobelpreisträger Klaus Hasselmann würdigte ihn als einen „erfahrenen und hoch angesehenen“ Meteorologen und Klimaexperten. Seine Einschätzungen basierten auf realistischen Daten und Annahmen.

Bengtsson, der u.a. an der Universität Reading in England lehrte, wurde sozusagen vom Saulus zum Paulus. Er sagte sich schon vor Jahren von der Sekte der Klima-Hysteriker los. Jetzt hat er sich mit einem fulminanten „Welt“-Interview (leider hinter der Bezahlschranke) zurückgemeldet und widerspricht den Klima-Apokalyptikern: Es gebe keine Klimakrise, das wärmere Klima sei mancherorts vorteilhaft, Folgen der globalen Erwärmung ließen sich zudem begrenzen. Ein zu ehrgeiziger Klimaschutz könne sogar schädlich sein.

Bengtsson erklärte wörtlich:

„Die gegenwärtige Erwärmung sollte meines Erachtens nicht als Krise bezeichnet werden. Die Nahrungsmittelproduktion beispielsweise nimmt zu. Und trotz rasant wachsender Bevölkerung und fortschreitender Erwärmung sterben weitaus weniger Menschen in Wetterextremen als früher. Die gegenwärtigen akuten Probleme werden durch Konflikte und Kriege und durch die Schwierigkeit verursacht, schnell genug einen zuverlässigen Ersatz für fossile Brennstoffe zu finden. Dennoch sind langfristige und systematische Maßnahmen erforderlich, um Treibhausgase weltweit zu reduzieren, um die Erwärmung einzudämmen.“

Auf das Machbare achten!

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens erachtet er – insbesondere für die Europäische Union – als zu ehrgeizig und sie sollten seiner Meinung nach an das technisch Machbare angepasst werden, um schwerwiegende wirtschaftliche Folgen zu vermeiden. Problemen, wie etwa der Anstieg des Meeresspiegels in einigen Gebieten, die durch natürlichen Klimawandel verursacht würden, könne durch den Bau von Küstenschutzanlagen begegnet werden, wie es beispielsweise in den Niederlanden geschehen ist.

Es sterben mehr Menschen an Kälte als an Hitze

In der Klimadebatte werde zu viel über Treibhausgas-Eindämmung geredet und zu wenig über Anpassung an den Klimawandel, so Bengtsson weiter. Die Zahl der Menschen, die an extremen Wetterereignissen sterben, sei durch genauere Vorhersagen und verbesserte Warnsysteme deutlich zurückgegangen. Er fürchte, die Mainstream-Medien präsentieren häufig ein allzu einfaches Bild. De facto sterben laut Bengtsson weitaus mehr Menschen an Kälte als an Wärme. Der kommende Winter werde in Europa sehr ernst werden. Schon jetzt werde in Großbritannien befürchtet, dass im nächsten Winter viele ältere Menschen in Wohnungen und Häusern erfrieren könnten, deren Beheizung sie sich nicht mehr leisten können.

Absage an die „Klimawissenschaft“

Der sich überschätzenden sogenannten Klimawissenschaft erteilt Bengtsson ebenfalls eine Absage. Diese könne keine robusten Aussagen über gesellschaftliche Entwicklungen aufgrund des Klimawandels machen. Gesellschaftliche Entwicklungen, die derzeit so deutlich beobachtet werden, hätten in der Regel nichts mit Wetter und Klima zu tun, sondern mit gesellschaftlichen Ereignissen wie politischer Unfähigkeit, Konflikten und Kriegen. Aufgrund des enormen Bevölkerungswachstums im 20. Jahrhundert und weil deshalb mehr Infrastruktur zerstört werde, seien Siedlungen nun stärker extremen Wetterereignissen ausgesetzt. Ein Klimaeffekt sei da nicht so einfach zu finden.

„Klimawandel“ in 100 Jahren kein Thema mehr

Bengtsson fordert eine offenere Debatte und kritisiert das „Gruppendenken, das eine rationale Analyse verhindert”. Der Wissenschaftler ist sich aus folgenden Gründen sicher, dass der Klimawandel gebremst werden kann:

► Es gebe einen signifikanten wissenschaftlichen Fortschritt und zuverlässigere Wettervorhersagen und damit ein besseres Verständnis des Klimasystems.

► Bisherige Beobachtungen zeigten zudem, dass die Klimaerwärmung langsamer voranschreite als in den meisten Computersimulationen.

► Der Ausstoß von Treibhausgasen sei in den wichtigsten Industrieländern in den letzten 10–15 Jahren erheblich zurückgegangen. Es gebt Grund zu der Annahme, dass dies einige Jahrzehnte später auch in Schwellenländern der Fall sein werde.

In 100 Jahren, resümiert Bengtsson, werde der Klimawandel aufgrund von Treibhausgasen kein Thema mehr sein!

Lesen Sie diesen Artikel nicht, wenn Sie geimpft sind

Von Alex Berenson: Er ist ein ehemaliger Reporter der New York Times und Autor von 13 Romanen, drei Sachbüchern und den Broschüren Unreported Truths. Sein neuestes Buch, PANDEMIA, über das Coronavirus und unsere Reaktion darauf, wurde am 30. November veröffentlicht.

Eine neue Studie in der Zeitschrift Science legt nahe, dass die Impfstoffe gegen Omikron nutzlos oder sogar schädlich sind.

mRNA-Covid-Impfstoffe bieten nur wenige Monate nach einer Auffrischungsimpfung im Wesentlichen keinen Schutz gegen Omikron, so eine wichtige neue Studie britischer Forscher.

Sowohl der Antikörper- als auch der T-Zellen-Schutz sind nahezu nicht vorhanden, so die Wissenschaftler.

Noch besorgniserregender ist die Tatsache, dass bei geimpften, aber zuvor nicht infizierten Personen die T-Zellen auf frühere Versionen von Sars-Cov-2 reagieren – und nicht auf die Omikron-Variante, mit der sie tatsächlich infiziert sind -, wenn es zu einem Durchbruch der Omikron-Infektion kommt.

Mit anderen Worten: Die mRNA-Spritzen scheinen das Immunsystem der Empfänger dauerhaft zu beeinträchtigen und es so zu beeinflussen, dass es T-Zellen produziert, die Varianten angreifen, die nicht mehr existieren – auch wenn sie nie mit diesen Varianten infiziert waren.

Die Probleme mit den T-Zellen sind besonders überraschend und besorgniserregend.

Während Antikörper die erste Verteidigungslinie gegen die Infektion darstellen und versuchen, das Virus aus dem Blutkreislauf zu entfernen, sind T-Zellen die entscheidende zweite Linie. Sie greifen infizierte Zellen an und zerstören sie und arbeiten auch mit anderen Teilen des Immunsystems zusammen, um später mehr und gezieltere Antikörper zu produzieren.

Impfstoffbefürworter haben immer wieder behauptet, dass mRNA-generierte T-Zellen dazu beitragen, dass Menschen auch dann nicht schwer an Covid erkranken, wenn der Schutz vor einer Infektion durch Antikörper an der Frontlinie verschwunden ist.

Diese Studie legt nahe, dass der vermeintliche Schutz ein Mythos sein könnte und dass die niedrigen Todesraten durch Omikron einfach darauf zurückzuführen sind, dass Omikron sowohl bei geimpften als auch bei ungeimpften Menschen generell nicht virulent ist.

Die Studie liefert auch zusätzliche Beweise dafür, dass die Wirkungsweise der mRNA-Impfungen geimpfte Menschen im Laufe der Zeit sogar noch anfälliger für Infektionen und Reinfektionen machen könnte.

Die Impfungen bewirken, dass die Menschen eine bestimmte Art von Antikörpern gegen das Coronavirus bilden. Die Studie legt jedoch nahe, dass die Fähigkeit des Immunsystems, das Virus zu bekämpfen, auch von anderen Antikörpern abhängt – und die Impfungen behindern die Produktion dieser Antikörper.

Wissenschaftler haben die potenziellen langfristigen Probleme, die die Unterdrückung der Produktion breiter Antikörper durch mRNA-Impfstoffe verursachen kann, bisher nur ungern zugegeben, geschweige denn diskutiert.

In diesem Fall waren die Autoren jedoch besorgt genug, um das Problem anzuerkennen. Sie schrieben, dass die allgemeine Immunität von Teilen des Coronavirus profitieren könnte, die „nur während der Infektion exponiert sind“. Dennoch verbargen sie diese Warnung in einer hochtechnischen Sprache tief im Papier, ein Zeichen für die politischen Empfindlichkeiten, die jede Kritik an den Impfstoffen umgeben.

Die renommierte Fachzeitschrift Science veröffentlichte die Arbeit, die auf der Analyse von Antikörpern und B- und T-Zellen in einer Gruppe britischer Mitarbeiter des Gesundheitswesens beruht, die die Forscher seit März 2020 beobachtet haben.

Die Forscher konzentrierten sich in erster Linie auf das Potenzial von Omikron, Reinfektionen bei geimpften Personen zu verursachen, die bereits mit früheren Varianten von Covid infiziert waren. Sie untersuchten aber auch sein Potenzial, Erstinfektionen bei zuvor nicht infizierten, aber geimpften Personen zu verursachen. Diese Ergebnisse sind für alle, die sich für das Versagen von Impfstoffen interessieren, am interessantesten.

Leider, aber nicht überraschend, untersuchten die Wissenschaftler nicht die Immunreaktionen von Personen, die nicht geimpft waren – mit oder ohne vorherige Infektion. Daher bietet die Studie keinen direkten Vergleich der Art und Weise, wie Omikron die Antikörper-, B- und T-Zell-Reaktionen von geimpften und ungeimpften Personen beeinflussen kann.

Warum haben die Forscher keine ungeimpften Personen einbezogen? Vielleicht, weil fast alle britischen Erwachsenen geimpft und die meisten geboostet sind, sodass sich die Autoren auf die Risiken konzentrieren wollten, die Omikron für geimpfte Menschen darstellt.

Oder vielleicht, weil sie sich Sorgen machten, was sie herausfinden würden, wenn sie die beiden Gruppen direkt miteinander vergleichen würden.

Nichtsdestotrotz zeigt die Studie deutlich, dass Impfungen und Auffrischungsdosen höchstens einige Wochen Schutz vor Omikron bieten.

Keiner der „dreifach geimpften, infektionsunerfahrenen“ Menschen, die die Forscher untersuchten, hatte innerhalb von 14 Wochen nach der dritten Dosis Antikörper, die Omikron neutralisieren konnten. Und die Forscher fanden eine T-Zell-Antwort auf Omikron bei nur 1 von 10 Personen, die dreifach geimpft, aber nicht zuvor infiziert worden waren.

Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass eine Gruppe von zuvor nicht infizierten, aber geimpften Personen, die sich dann mit Omikron infizierten, eine viel stärkere T-Zell-Reaktion auf frühere Varianten hatte.

Wie bei Arbeiten, die derart vernichtende Ergebnisse präsentieren, üblich, zogen die Forscher nicht ausdrücklich die besorgniserregendsten Schlussfolgerungen, die ihre Daten nahelegen.

Sie wiesen jedoch offen darauf hin, dass die Tatsache, dass die Immunreaktion bei geimpften Personen eher auf frühere Coronavirus-Varianten als auf Omikron ausgerichtet ist, selbst bei Personen, die nicht mit diesen früheren Varianten infiziert waren, dazu beitragen könnte, „häufige B.1.1.529 (Omikron)-Wiederinfektionen mit kurzen Zeitabständen zwischen den Infektionen als neues Merkmal in dieser Welle zu erklären.“

Weniger klar ist, was, wenn überhaupt, jemand gegen diese Prägung tun kann. Die Autoren stellten fest, dass die Bemühungen der Impfstoffhersteller, neuere mRNA-Impfungen zu produzieren, die den Körper veranlassen, den Omikron-Spike zu produzieren, weitgehend gescheitert sind, wahrscheinlich aus demselben Grund – die anfängliche Prägung ist zu stark.

In der Zwischenzeit bleibt Omikron jedoch relativ harmlos. Solange es nicht mutiert und gefährlicher wird, können die Impfstoffbefürworter weiterhin so tun, als würde die klinische Studie mit einer Milliarde Menschen im Jahr 2021 nicht katastrophal enden.

Mutiger Schritt: Kolumnistin kündigt mit offenem Brief bei BILD: keine Meinungsfreiheit

Mutiger Schritt: Kolumnistin kündigt mit offenem Brief bei BILD: keine Meinungsfreiheit

Die Kolumnistin und Buchautorin Judith Sevinc Basad kündigte gestern per offenem Brief bei der BILD Zeitung. Die Autorin von “Schäm Dich! Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist” sieht in der BILD unter dem aktuellen Chefredakteur Döpfner keine publizistische Freiheit mehr. Man wäre vor den “woken” Miteigentümern aus den USA eingeknickt. Hier der ganze Text des mutigen Schreibens:

Offener Brief von Judith Sevinc Basad, 16.6.2022

Mit großem Bedauern habe ich meine Kündigung bei BILD eingereicht. Die Gründe dafür erkläre ich in einem offenen Brief an Axel-Springer-Chef Mathias Döpfnerhttps://t.co/sGbHSTMuDW

— Judith Sevinc Basad (@JSevincBasad) June 16, 2022

Lieber Mathias Döpfner,

mit großem Bedauern habe ich meine Kündigung bei BILD eingereicht.

Als ich vor einem Jahr im Politikressort der BILD anfing, war ich begeistert. Ich war stolz, Teil einer Redaktion zu sein, die mit so großer Entschlossenheit freiheitsfeindliche Ideologen klar und furchtlos analysiert, benennt und beschreibt.

Großartige Reporter wie Paul Ronzheimer riskierten nicht nur ihr Leben, um über die Kriegsverbrechen der Russen im Ukraine-Krieg oder die der Taliban in Afghanistan zu berichten. Sie gingen auch mit den grausamsten Diktatoren der Welt ins Gericht, sprachen sie direkt auf ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Ex-Bild-Chef Julian Reichelt schrieb während des Syrien-Krieges im Jahr 2016 einen offenen Brief an Vladimir Putin, fragte den Diktator: „Wie können Sie es wagen, so barbarisch im Namen aller Russen zu handeln?“

Paul Ronzheimer reiste im Jahr 2019 zusammen mit Heiko Maas in den Iran und stellte dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif die Frage, für die dem deutschen Außenminister der Mut fehlte: „Wieso werden Homosexuelle im Iran hingerichtet?“ Nicht nur die Antwort, mit der Sarif die grausamen Hinrichtungen rechtfertigte, ging um die Welt und offenbarte die Barbarei eines menschenverachtenden Regimes. Auch der unfassbare Mut von Paul, der im Iran als schwuler Mann auch leicht selbst Opfer einer solchen Hinrichtung hätte werden können, war einzigartig und wurde von der internationalen Presse zu Recht gefeiert.

Egal, ob es um die Gräueltaten von mächtigen Diktatoren, die widersprüchliche Corona-Politik der Bundesregierung oder um gesellschaftliche Trends wie das Gendern der Sprache ging – BILD ließ sich von keiner Autorität der Welt, von keiner noch so trendigen Konvention einschüchtern, sondern kämpfte wie ein altes Schlachtschiff für die eigenen Werte: Demokratie, Meinungsfreiheit und das Existenzrecht Israels.

Nochmal: Ich bin unfassbar stolz, dass ich Teil dieser wunderbaren und mutigen Redaktion sein durfte. Die Zeit bei BILD gehört definitiv zu den großartigsten und lehrreichsten Abschnitten in meinem Leben, die ich nie vergessen werde. Dafür möchte ich meinen tiefsten Dank aussprechen.

Der Grund für meine Kündigung ist am Ende der Umgang von Axel Springer, also auch Ihr Umgang, mit der woken Bewegung. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr über die Gefahren berichten kann, die von dieser gesellschaftlichen Bewegung ausgehen. Und ich habe das Gefühl, das der gesamte Verlag in dieser Sache nicht mehr hinter mir steht.

Keine Thematik hat mich als Journalistin so sehr um den Verstand gebracht, wie der Aktivismus einer kleinen Minderheit, die offiziell behauptet, für Diversität zu stehen, aber eine im Kern radikale Ideologie verfolgt.

Über Jahre hinweg habe ich beobachtet, wie selbst riesige Konzerne vor den totalitären Forderungen der woken Aktivisten eingeknickt sind. Ich habe verfolgt, wie die einzige Frau im Vorstand von Adidas gefeuert wurde, weil sie sagte, dass Rassismus in ihrem Konzern kein großes Problem ist. Ich habe beobachtet, wie Dozenten an einer Medizin-Uni in den USA nicht mehr von „Vater“ und „Mutter“ und „männlich“ und „weiblich“ reden, weil sie sonst von radikalen Aktivisten als „transphob“ beschimpft werden. Und ich habe darüber berichtet, wie Antirassismus-Aktivisten an deutschen Schulen weiße Kinder demütigen, um ihnen ihre „weißen Privilegien“ auszutreiben.

Diese Themen sind ein heißes Eisen. Wer über sie schreibt, muss mit harten Anfeindungen rechnen, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen: Äußerungen werden absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt, um kritische Stimmen als „rechts“ zu diffamieren und sie somit aus dem Diskurs zu werfen.

Besonders aggressiv gehen dabei Trans-Aktivisten vor, die eine der krudesten Behauptung vertreten, die das 21. Jahrhundert hervorgebracht hat: Dass das biologische Geschlecht nicht existiert.

J.K. Rowling, der Erfinderin von Harry Potter, wird bis heute von Aktivisten der Tod gewünscht – im Netz kursieren Videos, in denen Harry-Potter-Bücher verbannt werden. Die Professorin Kathleen Stock kündigte neulich ihre Professur an der Uni Sussex auf, weil sie die permanenten Attacken der Aktivisten nicht mehr aushielt und sich um das Wohl ihrer Familie sorgte. Beide Frauen haben lediglich den Fakt verteidigt, dass biologische Frauen keine biologischen Männer sein können und umgekehrt. Nicht mehr, nicht weniger.

Genau diesen Aktivismus stellten 120 deutsche Wissenschaftler in einem 50-seitigen Dossier an den Pranger. In einem Welt-Artikel erklärten fünf dieser Wissenschaftler, wie die kruden Thesen eines fragwürdigen Aktivismus auch in Deutschland Einzug in junge Formate des ÖRR erhalten. Es wird kritisiert, dass schon Kindern vermittelt wird, dass eine Transition die beste Option für sie sei – ohne auf die Nebenwirkungen von lebenslangen Hormontherapien, Pubertätsblockern und irreversiblen Operationen einzugehen.

Genau darüber wollte ich bei BILD in einem Artikel berichten, kurz nachdem der Welt-Kommentar veröffentlicht wurde. In dem Artikel äußerte sich der Kinderpsychiater Prof. Dr. med. Alexander Korte, einer der 5 Autoren des Welt-Kommentars, mit folgenden Worten:

„Der Aufruf ist nicht dafür gedacht, transsexuelle Menschen – deren Existenz wir akzeptieren und vor deren Leidensdruck wir den allergrößten Respekt haben – zu diskreditieren. Es geht auch nicht darum, dass Kinder nicht frühzeitig über ihre Sexualität aufgeklärt werden sollen. In dem Aufruf geht es darum, vor gefährlichen Falschinformationen – wie Leugnung biologischer Tatsachen und die Mär der Vielgeschlechtlichkeit, kurz: der Verbreitung unwissenschaftlichen Tatsachen – zu warnen“.

Der Artikel wurde verhindert. Mir wurde gesagt, dass ich den Wissenschaftler-Aufruf kritisieren sollte, ansonsten würde der Artikel nicht erscheinen. De facto wurde von mir verlangt, dass ich genau das negativ darstelle, für was ich seit Jahren mit vollem Idealismus kämpfe: vor den Gefahren des woken Aktivismus zu warnen.

Allein das hat mich psychisch zermürbt. Die Situation spitzte sich zu, als Sie, Herr Döpfner, einen Tag später einen offenen Brief an alle Mitarbeiter von Axel Springer schickten.

Denn mit diesem Brief ist der Konzern vor der unerträglichen Tyrannei der woken Aktivisten eingeknickt. Der Verlag, der mir eine journalistische Heimat gegeben hat und von dem ich immer dachte, dass er sich mit einer klaren Haltung gegen Ideologien wehrt – ausgerechnet dieser Verlag übernahm mit diesem Brief genau die inhaltslose Rhetorik, mit der nicht nur ich, sondern jeder Mensch, der eine differenzierte Kritik der woken Bewegung betreibt, immer wieder als Menschenfeind diffamiert wird.

Das fängt damit an, dass Sie in dem Brief Dinge behaupten, die nicht wahr sind: Weder in dem Welt-Kommentar noch in dem 50-seitigen Dossier wird Hetze gegen Homosexuelle oder Transsexuelle betrieben, wie man es dort liest. Auch geht es den Wissenschaftlern nicht darum, Menschen daran zu hindern, ihre „fluide Geschlechtsidentität“ frei auszuwählen, also etwa einer Frau zu verbieten als Mann zu leben (und umgekehrt) oder sich als „nicht-binäre“ Person zu identifizieren.

Nochmal: Die gesamte Kritik des Dossiers und des Welt-Kommentars bezieht sich auf eine unwissenschaftliche Ideologie, die zunehmend den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beeinflusst: Der Behauptung, dass man das biologische Geschlecht durch einen einfachen Sprechakt wechseln kann.

Dass Sie als Axel-Springer-Chef diesen Fakt falsch darstellen, dass Sie damit tatsächlich leugnen, dass es zwei biologische Geschlechter gibt (im selben Atemzug aber den Autoren „Pseudowissenschaft“ vorwerfen) –, dass Sie die Autoren des Gastkommentars und deren gesamte Kritik als Hetze gegen Minderheiten, ja sogar als homophob diffamieren, und deren kritische Stimme in bester Manier der Cancel Culture mundtot machen – das hat mich zutiefst erschüttert und erschüttert mich noch jetzt.

Es hat mich schockiert, dass der Koloss Axel Springer, der regelmäßig gegen die übelsten Diktatoren der Welt schießt, sich plötzlich von der inhaltslosen Propaganda einer woken Minderheit in die Knie zwingen lässt und dabei auch noch die eigenen Journalisten als Menschenfeinde verhöhnt, die bei diesem bizarren Schauspiel nicht mitmachen wollen.

Eine andere Sache, die mich nachhaltig irritiert, ist die Bigotterie, mit der Sie gleichzeitig versuchten, sich aus der Affäre herauszureden. Auf der einen Seite sagten Sie, dass der offene Brief nur die Meinung des Konzern-Chefs abbilde und, dass man BILD keine politische Richtung aufzwänge. Auf der anderen Seite steht in dem Brief, dass der Gastkommentar „erst recht nicht die Meinung des ganzen Hauses“ widerspiegle, sondern Axel Springer – ganz im Gegenteil – für „Vielfalt und Freiheit“ stehe.

Aber was bedeuten hier „Vielfalt und Freiheit“, Herr Döpfner? Wenn „Vielfalt und Freiheit“ daraus bestehen, einen Gastkommentar kontextlos in die rechte Ecke zu stellen, dann frage ich mich, ob es vor allem darum geht, die woken US-Redaktionen des Unternehmens Axel Springer nicht zu verärgern. Das hat nichts mit „Vielfalt und Freiheit“ zu tun, sondern mit Gleichschaltung und Unterwerfung.

Einige Tage nach Ihrem Brief führten Sie mit uns eine emotionale Debatte, die inzwischen auch öffentlich geführt wurde, und deswegen auch die Redaktionen erreicht hatte.

Dort verteidigten Sie nochmals die Inhalte Ihres Briefes, wiederholten mit Nachdruck Ihre Kritik an dem Kommentar. In diesem Zusammenhang sprachen Sie über die moralische Pflicht einer Redaktion, nicht jede Behauptung in einer Zeitung abzubilden, nur weil sie den Eindruck von Wissenschaftlichkeit erweckt. Als Beispiel nannten Sie Studien von Holocaustleugnern.

Ich weiß nicht genau, in welche Richtung Axel Springer gerade steuert, welche neuen Ideale von „Vielfalt und Freiheit“ in der Unternehmenskultur zukünftig etabliert werden sollen. Wer aber solche Vergleiche zu Holocaustleugnern zieht, ist nicht weit davon entfernt, den Holocaust selbst zu relativieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das tatsächliche Ihre Interpretation einer vielfältigen und freiheitlichen Firmenkultur sein soll.

Herzlich,

Judith Sevinç Basad

Das Buch “Schäm Dich! Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist“, ist auch im KOPP-Verlag erhältlich.

Judith Sevinç Basad empört sich – und stemmt sich vehement gegen die sich aufgeklärt wähnende Meinungsmache, gegen Denkverbote und Unschärfen in den Argumenten einer selbsternannten kulturellen Elite. Ist es denn, genau betrachtet, wirklich so, dass die „Privilegierten“ den sozialen Aufstieg von Migrantenkindern verhindern? Kann nur eine Frau wissen, wie man Politik für Frauen macht? Ist „MeToo“ eine durchgängig lautere Bewegung? Ist es im Kampf gegen Rassismus mit der Entmachtung des „alten weißen Mannes“ getan? Tatsächlich wird es fast schon modisch, dass man Andersdenkenden ein „Schäm dich“ zuruft und ihnen damit den Mund verbietet.

Plötzliches Erwachsenensterben: Geht es nach System-Panikmachern wird Sonntag gefährlich

Plötzliches Erwachsenensterben: Geht es nach System-Panikmachern wird Sonntag gefährlich

Vor allem in den letzten Monaten häufen sich weltweit die Berichte über ein “neues Syndrom”, dem plötzlichen Erwachsenentod, abgekürzt SADS. Besonders gefährlich wäre es bei Temperaturen ab 30 Grad – denn auch der angebliche Klimawandel wäre Schuld daran. Diesen Sonntag werden in Österreich Temperaturen um die 32 Grad, in Deutschland um die 34 Grad erwartet. Neben all der Klima-Propaganda ist aber ein ernster Hintergrund denkbar …

Ein Kommentar von Willi Huber

Wer noch nicht im Thema ist, dem legen wir diese drei Artikel besonders ans Herz:

Der Mainstream legt sich in einer internationalen Kampagne fest. Die signifikante Übersterblichkeit seit dem Jahr 2021, die nicht mit Covid-19-Erkrankungen erklärbar ist, liegt am “Plötzlichen Erwachsenensterben”, ausgelöst durch Temperaturen über 30 Grad Celsius, die natürlich nur wegen des Klimawandels erreicht werden.

Mit der Theorie wird man in warmen Ländern eher scheitern

Nach Logik darf man dabei bitte tunlichst weder fragen noch suchen. Um diese Strategie zu verstehen muss man wissen, dass viele der Länder, die den “Great Reset” massiv vorantreiben, in einer kühl-gemäßigten Klimazone liegen. Das erklärt aber nicht alles, denn so dreist-dumme Propaganda geht vielleicht in Mitteleuropa durch, beim von der neuen Weltordnung gebeutelten Australien wohl eher nicht. Auch in Südamerika dürften sich die Leute in manchen Ländern bestenfalls am Kopf kratzen und diesen dann ausgiebig schütteln. Die Durchschnittstemperatur in Texas liegt im Sommer zwischen 31 und 34 Grad, in Nordaustralien sogar das ganze Jahr über bei rund 32 Grad. Gemäß der neuen Todestheorien der Hof-, System- und Panikmedien dürfte dort kein menschliches Leben möglich sein beziehungsweise müssten dort gesunde, junge Menschen ständig tot umfallen. Davon ist aber vor dem Jahr 2021 nichts bekannt geworden. Eine Verschwörung?

Entspannter Leben ohne Mainstreammedien

Nachdem nun aber die Stadt Nürnberg bekannt gegeben hat, dass Temperaturen ab 30 Grad lebensgefährlich sind, haben die Menschen einen neuen Grund, sich zu Tode zu fürchten. Diese Angst wird schon seit Jahren geschürt, indem man ganz normale Sommertemperaturen zu Hitzewellen deklarierte und die Wetterkarten in immer knalligeren Farben einfärbte. Höhepunkt der Entwicklung ist, dass Temperaturen an besonders schönen Sommertagen mittlerweile als Schwarz und Aschegrau auf den Wetterkarten eingezeichnet werden. Alternativ könnten man auf den Konsum von Mainstreammedien verzichten und einfach nur ihr Leben leben. Aber wer will das schon, ohne ein wenig Angst und Panik aus dem Fernsehgerät ist das Leben scheinbar viel zu langweilig.

Was aber, wenn Geimpfte besonders stark auf Hitze reagieren?

Ein Leser wies uns jüngst darauf hin, dass es vielleicht gar nicht so lustig ist, über die Ankündigungen tödlicher Hitze zu spotten. Was, wenn Geimpfte auf heißes Wetter besonders heikel reagieren? Wir wissen, dass Covid-19 Impfungen als Nebenwirkung zu Blutverklumpungen und damit zu Thrombosen führen können. Blut neigt bei höheren Temperaturen generell eher zur Verklumpung – deshalb gelten Körpertemperaturen jenseits der 40 Grad auch tatsächlich als lebensgefährlich. (Körpertemperaturen wohlgemerkt, das hat nichts mit den Außentemperaturen zu tun, sonst könnte niemand einen Saunaaufenthalt überleben).

Es ist zwar davon auszugehen, dass der Medienmainstream uns an der Nase herumführen will, um die Klima-Agenda voranzutreiben – doch gänzlich von der Hand zu weisen ist die Theorie nicht. Wir werden das sehr genau beobachten müssen, ob es an heißen Sommertagen zu mehr “plötzlich und unerwarteten” Todesfällen unter zuvor gesunden Menschen kommt und ob weiterhin auch jüngere Jahrgänge überproportional stark betroffen sind. Wenn Sie geimpft sind: Geben Sie auf sich acht und achten Sie auf alle ungewöhnlichen Signale ihres Körpers. Wir alle haben nur dieses eine Leben.

Ab 10 Uhr LIVE: Tag 1 des AfD-Bundesparteitags in Riesa

Ab 10 Uhr LIVE: Tag 1 des AfD-Bundesparteitags in Riesa

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In der Sportstadt Riesa findet an diesem Wochenende der 13. Parteitag der Alternative für Deutschland statt. Wir übertragen im Live-Stream aus der SACHSENarena, wenn die Delegierten aus den Landesverbänden über die künftige Ausrichtung der größten Oppositionspartei Deutschlands abstimmen. Mit Spannung erwartet wird auch die Wahl des neuen Vorstandes, die für den heutigen Freitag auf der […]

Ausgerechnet! Antideutsche Ferda Ataman soll Antidiskriminierungsbeauftragte werden! | Oliver Flesch

Das Kabinett aus SPD, „Grüne“ und FDP hat beschlossen, dem Bundestag die deutschenfeindliche Aktivistin Ferda Ataman als „Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung“ vorzuschlagen. Ausgerechnet die Ataman, die kein Problem damit hat, Deutsche als „Kartoffeln“ zu beschimpfen!  

Die Deutschen übrigens, die mit ihrer Arbeit Leute wie Ataman finanzieren. 10 000 Euro pro Monat wird sie für ihre Gaga-Arbeit bekommen, sofern sie den Posten tatsächlich bekommt.

Leserbriefe zu „Inkompetenz oder bewusste Fehlinformation? Tagesschau gibt ukrainischen Angriff auf Donezk als russischen aus“

Leserbriefe zu „Inkompetenz oder bewusste Fehlinformation? Tagesschau gibt ukrainischen Angriff auf Donezk als russischen aus“

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Florian Warweg thematisiert in diesem Beitrag die Berichterstattung der „Tagesschau“ über den Beschuss der Stadt Donezk. Mit ihrer Darstellung, es habe sich um einen russischen Angriff gehandelt, stehe sie „ziemlich alleine da“. Andere Medien wie „dpa“, „Reuters“ und „Welt“ hätten den Sachverhalt korrekt wiedergegeben und von einem „ukrainischen Artillerieangriff“ geschrieben. Hinterfragt wird, was in der „Tagesschau“-Redaktion los gewesen sei, der Redaktion, die „seit 2014 ausnahmslos bei Berichten über Donezk über ´das von prorussischen Kräften kontrollierte Donezk´ oder ´das unter Kontrolle prorussischer Kräfte stehende Donezk´ sprach und schrieb“. Abschließend ist die Leserschaft der NachDenkSeiten um eine Einschätzung gebeten worden, ob diese „Falschdarstellung“ auf eine bewusste Verdrehung der Tatsachen oder auf einen versehentlichen redaktionellen Fehler zurückzuführen sei. Von zahlreichen Leserinnen und Lesern haben wir hierzu eine Rückmeldung erhalten. Hier eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Hallo Herr Warweg,

Danke für Ihren Text. Ich habe eine Antwort der Zuschauerredaktion der ARD zu dem Fall erhalten. Man hat, meinem Eindruck nach, die bestreffende Passage mit dem geringsten Aufwand inzwischen “verschlimmbessert”. Text und Bild passen jetzt nicht mehr zusammen, aber man hat es mit diesem “Kunstgriff” immerhin vermieden, einen Angriff ukrainischen Militärs auf den Markt in Donezk auch nur in Erwägung zu ziehen. Auch kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass das angeführte Sorgfaltsargument im Umgang mit Bildmaterial doch eher selektiv gehandhabt wird.

Beste Grüße

Andreas K.

Nachstehend die ARD-Antwort.

„Sehr geehrter Herr K…,

vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihre Anmerkungen zu unserer Tagesschau-Ausgabe vom 13. Juni 2022.

Sie kritisieren, dass in einem Beitrag zum Ukraine-Krieg suggeriert worden sei, dass die Zerstörung des Marktes in der Stadt Donezk Folge eines russischen Angriffs gewesen sei. Stattdessen habe es sich aber um einen ukrainischen Angriff gehandelt.

Der Markt in Donezk wurde nach Angaben von pro-russischen Separatisten von einer ukrainischen Rakete getroffen. Die Nachrichtenagentur, die das Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat, hat darauf hingewiesen, dass diese Angaben nicht unabhängig überprüft werden können. Dies ist leider bei der Berichterstattung aus einem Kriegsgebiet sehr häufig der Fall.

Grundsätzlich ist die Aussage des Beitragstextes richtig, dass die militärisch überlegene russische Armee immer wieder zivile Ziele in der Ukraine trifft.
In Kombination mit den Bildern vom Markt in Donezk wurde jedoch der Eindruck erweckt, dass es sich auch hier um einen russischen Angriff gehandelt habe. Das ist in der Tat nicht erwiesen.
Der Beitrag wurde inzwischen entsprechend korrigiert.

Bei einer so sensiblen Thematik wie der Kriegsberichterstattung ist besondere Sorgfalt geboten. Umso bedauerlicher ist es, wenn wir diesem Anspruch diesmal nicht gerecht wurden. Wir danken Ihnen ausdrücklich für Ihre Kritik, die wir sehr ernst nehmen.
Wir hoffen, dass Sie uns weiterhin als kritischer Zuschauer begleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Publikumsservice ARD-aktuell“t freundlichen Grüßen 
Publikumsservice ARD-aktuell


2. Leserbrief

Moin Nachdenker,
 
Inkompetenz könnte man einer Schülerzeitung vielleicht durchgehen lassen. Bei Journalisten (man überlegt wirklich, ob man diese Schmierenfinke überhaupt noch so nennen kann) ist das Propaganda. Dazu kommt die Erfahrungen der letzten Jahre, Jahrzehnte. Die ganzen Lügen, Verdrehungen, Verkürzungen, Unterschlagungen von Information bei sämtlichen Kriegen, Krisen, Corona, und die lifestyle Propaganda des Werte Westens deuten auf bewusste Manipulation hin. Nein, beweisen sie sogar. Es können Fehler passieren, aber alles spricht gerade gegen diese These (live ticker, Reuters Meldung). Glasklare Lüge.
 
Mit freundlichen Grüßen
Florian App


3. Leserbrief

Inkompetenz? Ich bitte Sie. Tagesschau gibt es nicht seit gestern. Es sind Profis – zwar überbezahlt mMn, aber dennoch Profis.

Und dafür muss ich jeden Monat fast 20€ abdrücken, sonst droht Gefängnis.

Vielleicht sollte man langsam realisieren, dass die Demokratie eine Farce ist und dass die Mainstreammedien unsere Realität bestimmen.

Willkommen in der Zeitenwende.
 
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Scholz


4. Leserbrief

Lieber Florian Warweg, liebes Nachdenkseiten-Team,

ich kann es kaum glauben, dass dies in der Tagesschau so berichtet wurde. Da ich diese nicht mehr sehen will – den Grund sieht man an diesem Beispiel ganz deutlich – habe ich das nicht mitbekommen.

Es wäre doch eigentlich jetzt ein Fall für Correctiv, oder? Keine Angst, das meine ich nicht ernst, denn ich weiß ja, dass diese „Faktenchecker“ bloß „Fake-News“ alternativer Medien untersuchen, niemals Fake-News der „Qualitäts-“Medien.

Dass sie jetzt so dreist lügen, ist wohl nur dem Umstand geschuldet, dass sie anderweitige Bilder nicht haben, dass sie den Russen derartige Brutalitäten nicht nachweisen können. Da müssen dann halt ukrainische Verbrechen als russische ausgegeben werden. Ich denke, mindestens eine Klage vor der Medienaufsicht ist notwendig. Das kann man so nicht stehen lassen. Sie müssen – im vollen Umfang und zur gleichen Sendezeit – diese Meldung richtigstellen.

Das wäre das Mindeste, was man von objektiven Medien erwarten muss. Leider habe ich den Beitrag nicht gesehen und kann dies daher selber nicht machen. Vom Hörensagen – das klappt nicht.

Ich muss feststellen, dass in der Frage Kriegsberichterstattung die öffentlichen (und auch privaten) Medien jegliche Sorgfalt fallen lassen. Und im vorliegenden Fall möglicherweise sogar absichtlich Fake-News verbreiten. Ich denke noch an Bilder aus dem Syrienkrieg, die aber aus Afghanistan stammen. Bei den Weißhelmen wurden die gleichen Kinder mehrfach zu sehr verschiedenen Anlässen medienwirksam dargeboten, Prügelorgien angeblicher syrischer Polizisten stammten aus dem Irak, russische Panzer in der Ostukraine aus Georgien… von den offensichtlichen Fake-News (Brutkastenlüge, Massenvernichtungswaffen …) mal ganz abgesehen.

Eine Abmahnung der Verantwortlichen ist fällig. Sie müssen ihre Stühle räumen.

Mit solidarischen Grüßen
Gunther Troost


5. Leserbrief

„Werte NachDenkSeiten-Leser, was meinen Sie, ist diese offensichtliche Falschdarstellung der Tagesschau auf eine bewusste Verdrehung der Tatsachen zurückzuführen oder auf einen versehentlichen redaktionellen Fehler?“

Bloßes Meinen bringt wenig. Erklärte sich die Tagesschau-Redaktion, würde sie selbstverständlich auf einen „versehentlichen redaktionellen Fehler“ rekurrieren. Schön wäre, wenn die Faktenfinder-Redaktion der Tagesschau diesen Fall aufgriffe und analysierte. Darauf zu hoffen, wird vergeblich sein. Gäbe die Redaktion zu, dass es sich um eine „bewusste Verdrehung der Tatsachen“ handeln würde, käme dies einem Offenbarungseid gleich.

Mit freundlichen Grüßen
Rudi Brenzinger


6. Leserbrief

Hallo Herr Warweg,
 
meiner Einschätzung nach handelt es sich um einen Fehler. Dieser (wir nehmen mal an) Fehler ist so offensichtlich, dass es eigentlich auch dem letzten im Tiefschlaf befindlichen Zuschauer aufgefallen sein muss.
 
Die spannende Frage ist eher folgende: Wird der Fehler in der nächsten Sendung korrigiert? Man kann gespannt bleiben.
 
Freundliche Grüße
Marvin Kortlang


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,
 
Fehlmeldungen haben in der ARD eine lange Tradition.
 
Am Gründonnerstag des Jahres 1992 oder 1993 wurde vor einem Hotel in Sarajevo ein UN-Soldat durch einen Heckenschützen erschossen. Die ARD schob diese Tat einem Serben zu. Mit Freunden sah ich die Heute-Sendung um 17 Uhr und ein Freund aus Sarajevo sprang auf: „Der Bereich, aus der der Schuß kam, hat seit 500 Jahren keinen Serben mehr gesehen.“
 
Ich rief die Redaktion der ARD an (das war damals ganz einfach durch die Vermittlung des Pförtners) und frug, wie man zu dieser Meldung gekommen sei. Man wußte es nicht und so bat ich, die Agenturmeldungen durchzulesen und die Redakteurin erklärte, in den Meldungen existiert kein Serbe. Darauf frug ich sie, wie man dann zu dem Serben käme und sie meinte schnippisch: „Das machen wir immer so.“
 
Die ARD revidierte die Meldung nach damals noch heftigen Protesten nach einigen Tagen.
 
Im Übrigen ist das Marketing des ganzen des Krieges und des Umfeldes des Krieges gegenüber damals noch gewaltig verbessert worden. Hut ab!
 
Mit freundlichen Grüßen
von unserem Leser G.K.
 
PS. Ceterum censeo Lapidem Ram esse translocandam!


8. Leserbrief

Guten Tag,

ich bin 1990 im Rahmen meiner Ausbildung zum Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Werbung im Modul ÖA mehrere Wochen zum Nachrichtenschreiben ausgebildet worden. Für mich, der in Frankreich geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, war es besonders schwer Nachrichten zu schreiben, die nur Fakten transportieren, und keinerlei Wertung beinhalten sollten. Unser Dozent, von einem Korrespondentenbüro in Bonn (für Jüngere, damals Hauptstadt), war unerbittlich, und bemängelte jedes Wort, das eine Konnotation transportierte. Sie können sich vermutlich vorstellen, mit welchen Bauchgrimmen, ich heut zu Tage Nachrichten im Fernsehen, Radio und Tageszeitungen  verfolge (mit sauberen Journalismus hat dies jedoch nichts mehr zu tun).

Beste Grüße an die Redaktion der Nachdenkseiten, und allen Wahrheits- und Friedensbewegten
Günter Schlüter


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,

zuerst möchte ich endlich meine Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass Sie bei den NDS wiederzufinden sind. Noch größer wäre die Freude, wenn Sie einen Presseausweis erhielten und in der Bundespressekonferenz wieder Ihre unbequemen Fragen stellen dürften.

Zur Falschmeldung der Tagesschau: Bei den Verlautbarungen der Stimmen Amerikas (ARD und ZDF) habe ich schon oft pessimistisch gedacht: Dümmer geht`s doch nimmer! Und wurde jedesmal im Optimismus bestärkt: Doch, es geht! Aber diesmal haben wir es nicht mit Dummheit, sondern mit listiger Vernunft zu tun: Da hat ein Redakteur (*?, -in?) schon lange auf eine Gelegenheit gelauert, die Öffentlichkeit endlich wenigstens einmal auf die Lage in Donezk hinzuweisen, den schon wochenlangen unablässigen Beschuss ziviler Ziele durch die ukrainische Armee, inzwischen mit NATO-Waffen. Jetzt hat er seine Chance erkannt und genutzt. Der Erfolg lässt sich sehen: 1. Dass Donezk nicht von “den Russen” beschossen wurde, müsste selbst den glühenden Verehrern des Heldendarstellers Zelenskyy bekannt sein. 2. Die Medien Russlands und die Alternativen haben einen Fall von Fake-News im deutschen Fernsehen, den sie weidlich ausschlachten können.

Es lebe der-die-das unbekannte Redakteur*in!

Mit freundlichen Grüßen
Ernst Herbst


10. Leserbrief

Moin Herr Warweg,

das war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Fehler, sondern volle Absicht. Ich bin zwar kein Journalist, aber mein Verstand sagt mir, daß alles, was zu einem Millionen-Publikum ausgestrahlt wird, vor Veröffentlichung mehrfach geprüft wird. Auch der Beitrag in der tagesschau will sorgfältig erstellt sein.

Wenn ich ARD wäre und wollte die Kriegshetze gegen Rußland weiter anfachen, dann bietet es sich förmlich an, einen vermeintlichen “Fehler” zu machen. Das bewegte Bild formt die Gedanken stärker als das geschriebene Wort. Ist die Botschaft erst einmal in die Köpfe der Menschen gepflanzt, so läßt sie sich so schnell auch nicht mehr ändern.

Anhand der Art der Aufmachung in der tagesschau läßt sich ein Muster erkennen:

Zunächst zeigt man die zerstörten Gebiete, in denen die Lösch- & Räumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Das erzeugt Wut & Mitleid. Die so erzeugte Wut wird auf die Kampfhubschrauber der russischen Armee projiziert. Anschließend wird Selenskyi im Großformat gezeigt, der das erzeugte Mitleid abfängt. Das ist eine geniale wie auch perfide Strategie, weil sie unterschwellig wirkt.

Übrig bleibt das Bild, daß die bösen Russen mal wieder auf Zivilisten geschossen hätten.

Es ist bekannt, daß das ukrainische Militär bei erzwungenem Rückzug gerne mal die Gebiete zerstörte, die es verlassen mußte, so auch die Verbrennung von 50.000 Tonnen Getreidevorrat in Mariupol, wie am 8. Juni auf RT zu lesen war. Wo sind diesbezüglich die tagesschau-Berichte, welche die vorsätzliche Verknappung dringend benötigter Lebensmittel weltweit thematisiert?

Besten Dank & viele Grüße,
Michael Schauberger


12. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,

Vielen Dank für den Artikel “Inkompetenz oder bewusste Fehlinformation”. Während ich die 20:00 Uhr Tagesschau am 13.06.2022 sah, wurde ich stutzig. Ich war sicher, dass Donezk im Gebiet der Separatisten liegt.

Nachdem ich nun Ihren Artikel auf den Nachdenkseiten las, habe ich mir den Bericht in der Mediathek noch einmal angesehen. Auch im Nachtmagazin am 14.06. um 0:21 Uhr wurde der Beitrag gesendet (ab 4:28) Da die Sendungen auch heute am 14.06. 16:45 Uhr immer noch zu sehen sind, muss wohl von vorsätzlicher Falschinformation ausgehen. In der Tagesschau Redaktion wird das Desinformation genannt. Hier haben wir einen klaren Fall für die Medienaufsicht. Man darf gespannt sein wie sich die Gemeinde der Faktenchecker verhält.

Freundliche Grüße
Michael Schürmann


13. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,
sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,
 
ich bin auf diese skandalöse Tatsache, einer Falschmeldung hingewiesen worden auf Anti-Spiegel und Nachdenkseiten.
 
Ich habe schon seit langer Zeit der Tagesschau, Tagesthemen, Heute, Heute-Journal und den „speziellen“ Talkshows den Rücken gekehrt, weil das mittlerweile nicht mehr zu ertragen war und ist, wie hier eine üble Propaganda abgezogen wird.
 
Inkompetenz oder bewusste Fehlinformation? Ich weiß es nicht, aber zutrauen kann man es den westlichen Medien in dem sogenannten „Wertewesten“, der für mich schon seit geraumer Zeit ein Westen ist ohne Wert, dass man immer dreister Unwahrheiten heraushaut.
 
Wenn ohne Konsequenzen der Artikel 5, Absatz 1 des GG keine Gültigkeit mehr hat, dann fehlt bereits eine Essenz einer Demokratie. Wie und wo das enden soll, keine Ahnung, aber ich werde mich nicht von diesen scheinheiligen Medien und der entsprechenden Politkaste (die unsägliche Frau Baerbock, Strack-Zimmermann, von der Leyen, Lambert, Habeck usw.) von meinen auf kompetente Medien wie die Nachdenkseiten, RT DE, Anti-Spiegel, Seniora.org usw. und entsprechender Literatur (wie Armin Wertz, Die Weltbeherrscher, Daniele Ganser, Ulrike Guérot) aufbauenden Wissen für dumm verkaufen lassen.
 
Ich werde eher versuchen, andere, die in die falsche Richtung laufen, zu überzeugen. Frau Guérot hat einen sehr guten Satz in Ihrem Buch Wer schweigt, stimmt zu geschrieben: Eine Wahrheit braucht keine Mehrheit und eine Mehrheit allein ist kein Argument. Richtig!
 
Genauso ist die Sache mit dem „Sondervermögen“ für die Militärrüstung. Das ist kein Sondervermögen, sondern eine zusätzliche Verschuldung, die irgend jemand mal irgend wann zurückzahlen muss. Das Wort „Sondervermögen“ ist ein scheinheiliges Wort.
 
Freundliche Grüße
G. Lange


14. Leserbrief

Werte NDS Redaktion, Werter Herr Florian Warweg,

Sie fragten nach einer Einschätzung der Leser, was der Unfug der Propagandaorgane soll.

Die typische Methode der Halblüge (also eher schlimmer, als “Halbwahrheit”), die schon so lange benutzt wird, wie die Propagandaorgane über die Ukraine, Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan, den Iran, Israel, oder auch diverse neumoderne Superseuchen schwurbeln ist hier in Perfektion zu beobachten.

Die ZWEI Sätze:

„Zivile Ziele, immer wieder stehen sie unter Beschuss der russischen Armee.
Dies ist der Markt in der ostukrainischen Stadt Donezk, oder das, was davon übrig ist.“

Sind einzeln betrachtet richtig und wahr!

Die russische Armee muss natürlich immer wieder “zivile Ziele” beschießen, weil sich die Armee des Regimes in zivilen Einrichtungen verschanzt hat.

Das mit dem Markt glaube ich sogar.

Der Kontext aber, der vom unbedarften Medienrezipienten hergestellt wird, wird

vom Propagandaorgan nie direkt behauptet!

Das ist eben die Falle der eigenen Gedankenkonstruktion.

Dass der Angriff auf den Markt von Russland durchgeführt wurde ist in der “Halblüge” eben gerade nicht behauptet worden. Das entspringt eben nur der überbordenden Phantasie, des hinreichend dressierten Medienschluckers.

Viele Grüsse aus dem Exil in Schweden:
Dr. Rainer Kowallik


15. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,

der heutige Beitrag über die Frechheit der Tagesschau lässt einem wieder die Zornesröte ins Gesicht steigen. Er ist nur ein Beispiel von vielen dafür, mit welchen Lügen, bewussten Auslassungen und verkürzten Darstellungen das Volk manipuliert wird.

Seit dem Maidan 2014 verfolge ich die Ereignisse in der Ukraine mit wachsendem Interesse und gehöre deshalb nicht zu den Opfern der seitdem immer stärker eskalierenden Desinformationskampagne. 

Was mich am meisten ärgert, ist die gespielte Ignoranz von Politik und Medien hinsichtlich der Ereignisse, die letztendlich zu dem heutigen Kriegszustand geführt haben. Wohlweislich wird totgeschwiegen, dass das auf die Regierung Janukowitsch folgende Parlament ungesetzlich ins Amt kam, da in der Rada hierzu nicht die erforderliche Mehrheit gegeben war. Demnach handelte es sich um einen Putsch. Aber was macht das; den großen “Beschützer” USA wusste man ja  hinter sich, nachdem er diesen Putsch mit Millionen Dollars herbeigeführt hatte.

Dass sich ein Teil des ukrainischen Volkes, nämlich die im Donbass lebende Bevölkerung (in Politik und Medien “Separatisten” genannt), nicht damit abfinden wollten, unter einer Putschregierung, die ihnen auch noch ihre Muttersprache verbot, zu leben, leuchtet ein und ist legitim. Seit 2014 wird der Donbass von der ukrainischen Armee beschossen, Städte und Dörfer wurden zerstört und14.000 Menschen haben ihr Leben verloren. Darüber war in unseren Medien herzlich wenig zu erfahren.

Die Abspaltung der Krim wird von unseren Politikern und Medien ausschließlich als “Annexion durch Russland” bezeichnet; Immerhin fand dort zuvor ein Referendum statt, bei dem die überwiegende Mehrheit für einen Beitritt zu Russland stimmte, wohingegen z.B.im Kosovo ohne Befragung des Volkes brutal über deren Köpfe hinweg vom “Wertewesten” die Abspaltung von Serbien beschlossen und durchgeführt wurde. Ein eklatantes Beispiel für Messen mit zweierlei Maß.

Wer für das Massaker in Butscha verantwortlich ist, ist bis dato nicht geklärt,  Aber einhellig behaupten Politiker und Medien, dass die russische Armee diese Schandtat verübt hätte. Und so geht es Tag für Tag weiter; letztes Beispiel siehe oben.

Wie weit wird die Dummheit unserer Politiker und ihrer willfährigen Kollaborateure in den Medien noch gehen? Warum muss Deutschland die Ukraine mit Waffen und Millionen Geldbeträgen versorgen? Die Ukraine ist nicht unser Bündnispartner und hat den Krieg in ihrem Land bewusst herbeigeführt (wahrscheinlich auf Befehl des großen transatlantischen Bruders, der jetzt als einer der Stellvertreter fungiert) oder jedenfalls nichts getan, um ihn zu vermeiden, z. B. sich mit seinem mächtigen Nachbarn zu einigen, anstatt ihn jahrelang zu provozieren.  

Angesichts dieser schwer erträglichen Gegenwart lässt die Zukunft leider nichts Gutes erwarten!

Gruß
G. Fernekes   


16. Leserbrief

Lieber Herr Warweg
Liebes NDS-Team

Bis jetzt konnte man solche Fälschungen erklären mit dem Stress, unter dem Journalisten stehen, mit den schwierigen Produktionsbedingungen, damit, dass halt Menschen Fehler machen, wenn sie arbeiten. Was gestern passiert ist, ist aber eindeutig und ungeheuerlich: Die Nachricht wird am Nachmittag richtig dargestellt, am Abend dann falsch, obwohl den Leuten (Journalisten sage ich nicht mehr) klar sein müsste, dass der einfachste Menschenverstand diese plumpe Fälschung sofort durchschaut. Ich habe die Tagesschau von gestern im ARD-Archiv gesucht und bekam die Auskunft zum nicht mehr vorhandenen Beitrag:

Hinweis:

Die Sendung wurde nachträglich redaktionell bearbeitet.

ARD/ZDF sind öffentlich-rechtlich organisiert, könnten also eigentlich vom Publikum kontrolliert und zur Rechenschaft gezogen werden. Die Hoffnung, dass das in absehbarer Zeit doch noch geschehen wird, ist zwar klein, aber sie stirbt zuletzt.

Dani Schönmann


17. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

wäre es das erste Mal, könnte man es ja noch mit “Versehen” beschönigen. Ich würde allerdings erwarten, dass der “Fehler” auch öffentlich richtiggestellt wird. 

Da diese Richtigstellung aber nicht erfolgt und Falschmeldungen mittlerweile Routine sind, muss man von System ausgehen.

Deswegen spreche ich schon seit einiger Zeit nicht mehr von der “Tagesschau” sondern von der “TAGESSCHLAMPEREI”.
Tja, wie tief ist sie gesunken.

Ich danke jedenfalls den NDS, dass hier recherchierbare Richtigstellungen nachlesbar sind.

Udo Hellmann


18. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg,
sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,
 
ich danke Ihnen für den Beitrag und möchte auf Ihre Frage eingehen, ob es sich um Inkompetenz oder gezielte Desinformation handelt:
 
Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, braucht man sich nur die “korrigierte” Meldung mit der Überschrift “Vorwürfe von Amnesty International. Offenbar Einsatz von Streumunition” in der 20-Uhr-Sendung vom 13. Juni anzuschauen. Ich möchte sie an dieser Stelle wiedergeben und die stattfindende Manipulation verdeutlichen.
 
Zitat:

“Amnesty International wirft Russland vor, im Krieg gegen die Ukraine Streumunition und Streuminen eingesetzt zu haben. Wie die Menschenrechtsorganisation berichtet, wurden nach der Bombardierung von Wohnvierteln in der ostukrainischen Stadt Charkiw im April und Mai deutliche Beweise gefunden.

In Sjewjerodonezk dauern die heftigen Gefechte weiter an. Nach Angaben des zuständigen Gouverneurs wird auch das benachbarte Lyssytschansk weiter eingekreist. Derzeit kontrolliert Russland etwa 20 Prozent des ukrainischen Territoriums, vor dem Krieg waren es sieben.
 
(Es folgen die Bilder vom Angriff auf Donezk aus der mittlerweile entfernten Falschmeldung)
Zivile Ziele – immer wieder stehen sie unter Beschuss. Dies ist der Markt in der ostukrainischen Stadt Donezk – oder das, was davon übrig ist. An anderen Orten sind die ukrainischen Streitkräfte zunehmend machtlos gegen die massiven Angriffe der besser ausgerüsteten russischen Armee.”

Zitatende.
 
Es folgt eine Meldung über die Videoansprache des ukrainischen Präsidenten, in der er um weitere Anstrengung bittet, um Russlands “Hass auf die Menschheit” aufzuhalten. Abgerundet wird die Meldung durch ein kurzes Statement seitens Fr. Uhlmannsiek von Amnesty International, die von Überresten von Streumunition in Charkiw spricht, die wörtlich “dort überall, auf Spielplätzen und in den Gegenden zu finden waren”
 
Es ist hier klar zu erkennen, dass die Meldung über den Beschuss von Donezk in einen komplett anderen Zusammenhang gestellt wird.
 
Das Schema der Meldung ist grob vereinfacht: Russland greift Wohnviertel an – Ziviles Ziel in Donezk wurde beschossen – Die Ukraine ist machtlos gegen russische Angriffe – Russland hasst die Menschheit – Russland greift Spielplätze mit Streumunition an.
 
Damit wird beim Zuschauer der Eindruck erweckt, dass es sich bei dem Angriff auf Donezk um einen russischen Angriff handelt.
Durch die Voranstellung der Schuldzuweisung seitens Amnesty International und das im Nachgang 1-zu-1 wiedergegebene moralische Framing einer ganzen Nation durch den ukrainischen Präsidenten wird das Meinungsbild komplett. Auch die Hervorhebung der Spielplätze ist hier gezielt für die Dämonisierung Russlands platziert.
Was hier stattfindet, ist keine Revision der Falschmeldung und erst recht keine Informierung der Zuschauer. Es wird vielmehr ganz bewusst – durch Unterschlagung von Information auf der einen Seite und Hervorhebung auf der anderen – der ukrainische Angriff für weitere emotionale Aufladung des Zuschauers gegen Russland und für Waffenlieferungen benutzt.
 
Es könnten und sollten auch der Wahrheitsgehalt, die Vollständigkeit und die Einordnung des eigentlichen Kerns der Meldung kritisch betrachtet werden, aber das würde den Rahmen dieses Briefes sprengen. 
 
Man fühlt sich zunehmend als Zuschauer oder Zuhörer solcher Beiträge – und vor allem als Bürger – selbst in seiner bescheidenen Intelligenz beleidigt. Und es schmerzt einem im Herzen, dass es Mitmenschen gibt, die dem Ganzen blind Glauben schenken und die Fahne der Manipulation mittragen.
Deshalb danke ich Ihnen an dieser Stelle noch einmal für Ihren Einsatz und Anregung zum kritischen Denken.
 
Freundliche Grüße
DF


19. Leserbrief

Hallo Herr Warweg und liebe NDS-Macher,
 
wo stehen wir in der heutigen Zeit? Können wir uns keine Wahrheit leisten? Ist es unbedeutend, wenn als kleine Meldung die vorherige Falschmeldung/ -behauptung (siehe ukr. Menschenrechtsbeauftragte erfindet Massenvergewaltigung durch Russen (1)) korrigiert wird, denn es interessiert die Mehrzahl nicht? Gibt es noch seriösen Journalismus in unseren Hauptmedien oder verschwindet auch bald der Feigenblattjournalismus ganz?
 
Ich (Mitte der 60er Jahre in Sachsen geboren) kenne das, den eigentlichen Nachrichtensendungen nicht mehr trauen zu können. Nach „Alternativen“ zu suchen (und dann findet man auch immer welche). Früher habe ich für solche sogenannte Reporter/ Journalisten ekel empfunden. Soviel Empathie kann ich heute nicht mehr aufbringen. Was ich mich frage, wie schaffen es solche „Macher“ dieser Sendung am nächsten Morgen in den Spiegel zu schauen? Oder ist es denen ebenso egal, wie es einen notorisch „fremdgehenden“ Menschen egal ist, nicht ehrlich zu sein? Wie lange macht das ein Gewissen mit oder haben sie keins ( denn Unwissenheit liegt hier nicht vor)?
 
Bei RT.de (genau der Sender den es bei uns eigentlich nicht gibt), wird es so dargestellt:

„In dem Kurzvideo in der Sendung (Tagesschau) um 16 Uhr, das die Lösch- und Aufräumarbeiten nach dem morgendlichen Beschuss eines Lebensmittelmarktes zeigt, sind es knapp zehn Sekunden Beitragstext der aus dem Off erläuternden Sprecherin:

“Dies ist der Markt in der ostukrainischen Stadt Donezk, oder das, was davon übrig ist. Drei Menschen sollen bei dem russischen Angriff getötet worden sein.”

In der Hauptsendung des Abends um 20.00 Uhr ist der Text etwas abgewandelt: 

“Zivile Ziele, immer wieder stehen sie unter Beschuss der russischen Armee. Dies ist der Markt in der ostukrainischen Stadt Donezk, oder das, was davon übrig ist.”

Einen Unterschied macht es allenfalls aus Sicht von Winkeladvokaten und aus Sicht der Rechtsabteilung des NDR. Natürlich ist auch der Text in der Sendung um 20.00 Uhr, auch wenn nicht mehr explizit von einem “russischen Angriff” die Rede ist, darauf angelegt, dass der Zuschauer das Bombardement als ein russisches wahrnimmt. Eben weil der erste Satz genau darauf konditioniert. 

Die Hauptausgabe der ARD-Tagesschau um 20.00 Uhr, früher einmal der Inbegriff von seriösem Journalismus, schalten Tag für Tag immer noch bis zu 16 Millionen Zuschauer ein. Unter anderem auch deshalb, weil jede ihrer Ausgaben zusätzlich in den Dritten Fernsehprogrammen (außer beim MDR), bei Phoenix, 3sat, Deutsche Welle TV (DW-TV), tagesschau24 und ARD alpha ausgestrahlt wird.“

Musste RT.de und Sputnik hier verboten werden, damit unsere Propagandisten kein Korrektiv ihrer Propaganda/ Lügen erfahren/ befürchten müssen? Wie lange gibt es noch alternative Medien (wie NDS, Anti Spiegel, Telepolis mit seinem Forum, overton-magazin und bestimmt noch einige mehr)? Wie lange gibt es noch die „freie Meinung“, welcher jeder hier in Deutschland laut Grundgesetz haben darf?
 
Wenn man so dreist Lügen muss, um die eigene Bevölkerung hinter sich zu halten, was erwartet die Bevölkerung dann noch?
 
Ich habe Fragen über Fragen.
 
Die möglichen (meine) Antworten erschrecken mich mehr, als dass sie mich befrieden. Ehrlich gesagt, ich habe (Zukunfts)Angst!
 
Hätte ich am 09.Oktober 1989 gewusst, was heute passiert, wäre ich an diesem erwähnten Nachmittag NICHT in die Leipziger Nikolaikirche gegangen und hätte mich dem anschliessenden Umzug angeschlossen. Ich fühle mich schon seid mehreren Jahren, missbraucht, benutzt, fallen gelassen und dieses Unbehagen wird immer schlimmer!
 
Vielen Dank an Sie alle bei den NDS! Vor allem auch, da Ihre Berichterstattung sehr zurückhaltend ist! Bleiben Sie sich bitte treu!
 
Mit freundlichen Grüßen aus dem Osten
Mengel
 
PS.: Kann gerne veröffentlicht werden.
 
Zu  1.: nachdenkseiten.de/?p=84712


20. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den gestrigen 19-Uhr-HEUTE-Nachrichten wurde im ZDF m. E. eine analoge Fehlinformation verbreitet.Diesmal berichtete das ZDF von einem russischen Angriff auf eine Entbindungsklinik in Donezk. Dazu gehört auch der Bild/Wortbeitrag eines Arztes. Diese Nachricht hat mich aufgrund des Sachverhalts, dass Donezk doch zum russisch kontrollierten Gebiet gehört, mehr als irritiert.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Hoppe

Dies wurde anscheinend zwischenzeitlich korrigiert.


21. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Frage, die Florian Warweg in seinem Beitrag: “Inkompetenz oder bewusste Fehlinformation? Tagesschau gibt ukrainischen Angriff auf Donezk als russischen aus” kann ganz einfach beantwortet werden: Bewusste Fehlinformation, Hetze, Propaganda, das ist das, was der ÖRR leistet.

Nicht erst seit dem Ukraine-Konflikt oder Corona, der ÖRR ist “Schild und Schwert” einer grünen, Nato hörigen Bundesregierung. Den Programmauftrag, den der ÖRR hat und für den er sich stattlich (zwangs) bezahlen lässt, erfüllt er schon lange nicht mehr. Hunderte Beispiele von Programmbeschwerden und deren teilweise lächerliche Zurückweisung als “unbegründet” kann man hier nachlesen.

In den 70`er Jahren des 20. Jahrhunderts konnte man noch (manchmal) in der Tagesschau folgendes hören: “Gegendarstellung, in der Sendung vom xxx behaupteten wir, dass xxx. Dazu müssen wir folgendes feststellen xxx ”

Es ist bestimmt 35 Jahre her, dass ich letztmalig so etwas vernommen habe. Heute wird geframt, was das Zeug hält. Erinnern wir uns noch an den US- Wahlkampf und das sogenannte “Russigate”. Eine Sondersendung nach der Anderen über russische Hacker, die in den US- Wahlkampf eingegriffen hätten. Selbst als Sonderermittler Miller nach 3 Jahren nichts gefunden hatte, dröhnte noch immer die Propagandatrommel nach dem Motto “auch wenn er nichts gefunden hat, könnte ja trotzdem nicht ausgeschlossen werden, dass Hacker am Werk waren” Der angeklagte hat gefälligst seine Unschuld zu beweisen (zumindest, wenn es Russland ist). Inzwischen ist erwiesen, dass die ganze Story auf einer Lüge von Hillery Clintons Wahlkampfteam beruht. Es gab diesbezüglich schon rechtskräftige Urteile in den USA.

Was macht der deutsche ÖRR? Er taucht ab und wechselt das Thema, das war es. Gegendarstellung? Fehlanzeige!

Man kann sich nur noch schämen, für diese Propagandisten. Mit Journalismus hat das nichts zu tun. Die Worte “Goebbels wäre Stolz auf Euch” (hab sie auf den NDS mal gelesen, glaub ich) treffen voll zu. Der ÖRR ist eine Schande für die Demokratie.

Auch zu dem Tagesschaubeitrag gibt es hervorragende Programmbeschwerde: publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=30&t=3348

Sie werden sich herausreden, dass sie ja nur erwähnt hätten, dass durch russische Angriffe Häuser zerstört werden und Zivilisten ums Leben kommen (das kann ja auch nicht bestritten werden), aber nicht behauptet haben, die Angriffe auf Donezk hätten explizit Russen begangen (die 16:00 Uhr Ausgabe wird da einfach nicht beachtet, man bezieht sich auf 20.00 Uhr.

Das Problem ist: die kommen damit durch. es bleibt etwas beim Zuschauer hängen und genau das ist geplant. In einem halben Jahr werden die meisten Zuschauer Donezk und alles andere in der Ukraine den Russen in die Schuhe schieben. So geht Propaganda. War es nicht Goebbels, der gesagt hat: “Eine Lüge wird zur Wahrheit, sie muß nur oft genug propagiert werden?”

Wir müssen uns wehren und den ÖRR zwingen, seinen Programmauftrag wieder zu erfüllen. Gerade heute, wo selbst die sogenannten “Faktenchecker” Desinformationen am laufenden Band verbreiten, ist unabhängige, objektive Berichterstattung wichtig.

leuchtturmard.de/

Mit freundlichen Grüssen
Ralf Binde


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

Das Recht auf „Erhalt Treibhausgas-bezogener Freiheit“ lässt sich einklagen

Das Recht auf „Erhalt Treibhausgas-bezogener Freiheit“ lässt sich einklagen

Helmut Kuntz

Zumindest ist man bei Greenpeace fest davon überzeugt. Denn zwei der drei gegen VW Klagenden sind dort Geschäftsführer. Allerdings erschließt sich der Sinn der Klage nicht, da die EU-Administration doch selbst schon zielgerichtet gegen die deutsche Autoindustrie vorgeht. Wobei das UBA schon einen Schritt weiter ist und das „Gehen“ als Mobilitäts-Zukunftsstrategie beschrieben hat [2] [3].

Ein Lehrstück für das Anspruchsdenken heutiger „Gutmenschen“ die der Welt ihre persönlichen Befindlichkeiten bis ins Kleinste vorschreiben wollen – und einer Politikkaste, welche das unterstützt -, ist es allerdings.

Die Unterlassungsklage

[1] Kläger

Martin Kaiser … ist seit dem 1. Juli 2016 einer der beiden Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland … Vorliegend macht der Kläger zu 1) jedoch als Klagegrund eigene Rechte und Interessen geltend …

Roland Hipp … Der am (Baden-Württemberg) geborene Kläger ist seit 2002 Geschäftsführer von Greenpeace e.V. Er wird wie der Kläger zu 1) hier aber im eigenen Interesse tätig ..

Clara Mayer … ist zugleich Pressesprecherin der Bewegung Fridays for Future. Die Klägerin hat schon 2019 auf der Hauptversammlung der Volkswagen AG den Konzern zu klimaschützendem Verhalten aufgefordert, weil ihr zukünftiges Leben wegen der Klimawandelfolgen und Freiheitseinschränkungen andernfalls nicht mit einem heutigen Leben vergleichbar sein wird.

Klage

… in dem wir beantragen werden, die Beklagte zu verurteilen … es zu unterlassen,

a) selbst sowie durch vollkonsolidierte Tochterunternehmen mit einem Verbrennungsmotor ausgestattete Personenkraftwagen … nach Ablauf des Jahres 2029 entgeltlich oder unentgeltlich erstmals in den Verkehr zu bringen

Mit VW haben die Kläger allerdings ein Opfer, welches diesem Zeitgeist schon längst begeistert hinterherrennt und vorbeugend umsetzt, so dass der Verdacht besteht, dass die Klage eher der „Eigenwerbung“, als einem sinnvollen Zweck gedacht ist:

VW-Homepage:Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit“, sagt Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns. Als erster Automobilhersteller hat sich Volkswagen bereits 2018 zum Pariser Klimaabkommen bekannt. Bis 2050 will das Unternehmen bilanziell CO₂-neutral sein. Dieses Dossier erklärt, welche Anstrengungen Volkswagen in vielen Bereichen für den Klimaschutz unternimmt: bei den Produkten, in der Produktion und gemeinsam mit Partnern … Unsere Produkte: Die Zukunft fährt elektrisch – Ein wichtiger Beitrag zu wirksamem Klimaschutz ist der Wandel zur E-Mobilität.

Begründung der Klage

Interessanter als die Klagegründe wird sein, wie die Gerichte darauf antworten. Wobei da seit dem Verfassungsgerichts-Urteil kaum Hoffnung ist. Dieses höchste Gericht hat ja bestätigt, was unsere „Intelligenz“ längst mit absoluter Sicherheit weiß:

Bild 1 Ausschnitt aus einem Leitkommentar des Chefredakteurs der Lokalzeitung des Autors

Und so strotzt die Klagebegründung vor Selbstbewusstsein und dem sicheren Wissen, im Recht zu sein:

[1] Die Kläger:innen nehmen die Beklagte in Anspruch, um sicherzustellen, dass sie künftig nicht durch übermäßige CO2-Emissionen der Beklagten in zentralen Rechtsgütern wie Eigentum, Gesundheit und ihrem Recht auf Erhalt treibhausgasbezogener Freiheit verletzt werden. Der Klimawandel und seine Folgen beeinträchtigen die Kläger:innen bereits heute spürbar in ihren oben genannten Rechten und drohen, sie zukünftig noch gravierender in ihren Rechten zu verletzen. Die Irreversibilität der Folgen zwingt die Kläger:innen, bereits heute zu handeln.

[1] Der Klimawandel und seine Folgen Die Existenz des Klimawandels ist heute nicht mehr seriös bestreitbar. Der Sachverhalt ist offenkundig. Das Bundesverfassungsgericht hat dessen allgemeine Gesetzmäßigkeiten mit seinem Klima-Beschluss verbindlich festgestellt und zu einer Verfassungswirklichkeit erhoben, die von allen staatlichen Stellen zu beachten ist … Erstmals insoweit ergeht hinsichtlich der Anthropogenität keine Wahrscheinlichkeitseinstufung mehr, sondern die Bezeichnung als Gewissheit … Auch bereits bei Einhaltung des Ziels von 1,5 °C werden Klimaänderungen und gravierende Klimafolgen auf der gesamten Welt auftreten. Diese vertiefen sich mit jedem zusätzlichen Temperaturanstieg. Wegen der möglichen, aber noch nicht exakt abschätzbaren Überschreitung von Kippunkten können auch bei weiterem Übersteigen der 1,5 °C-Schwelle apokalyptische Zustände nicht ausgeschlossen werden, die das Überleben der Menschheit als solche in Frage stellen – was auch das Bundesverfassungsgericht feststellt.

Die Kläger hätten auch Fachpersonen zitieren können:

Der bekannte Klimaforscher Marotzke gab der FA ein Interview, in dem es speziell um die Ängste und Kipppunkte ging

Frankfurter Allgemeine 13.04.2020: GLOBALE ERWÄRMUNG: Bloß keine Panik – auch nicht beim Klima

… Ein Grund, warum viele Menschen Panik vor dem Ende der Welt haben, sind die sogenannten Kipppunkte im Klimasystem. Das sind Schwellenwerte, die irreversible Prozesse in Gang setzen, die, einmal angelaufen, nicht mehr zu stoppen sind. Wie viele solcher Kipppunkte gibt es?

Marotzke: Wir wissen von zwei globalen Kipppunkten, dass es sie wirklich gibt. Allerdings sind wir davon weit, weit entfernt. Da ist einmal die Möglichkeit, dass die Erde komplett vereist. Das wissen wir deswegen, weil es schon einmal passiert ist.

Und was ist mit den anderen?

Marotzke: Die sind denkbar, können nicht ausgeschlossen werden, aber bei fast allen wissen wir nicht, wo wir stehen.

Welcher Kipppunkt macht Ihnen am meisten Sorge?

Keiner.

…Die Frage ist ja, an welcher Stelle übersteigen die Risiken von Klimaschutzmaßnahmen die Risiken durch den Klimawandel. Da hilft Panik nicht, da hilft nur relativ nüchternes Analysieren und Abwägen – und eine demokratische Diskussion.

Frau Merkels Klimageschichte ist inzwischen Wissenschaftsstandard

Beim Klimawandel ist das einzige „Gütekriterium“ für Studien, dass ein schlimmer Klimawandel herauskommt. „Höchstwertig“ ist das Autorengremium, wenn das gelingt, obwohl die Daten etwas anderes zeigen. Solch eine ist die Attributionsstudie des DWD zur Ahrtalflut [5] (rein persönliche Ansicht des unwissenschaftlichen Autors) die von willigsten Personen in kürzester Zeit ergebenst erstellt wurde, nachdem die unfehlbare Frau Merkel die letztjährige Ahrflut beim Besuch vor Ort spontan als Klimawandelereignis (und nicht als schlimmstes Behördenversagen) „erkannt“ hat [5].Inzwischen wird diese Studie oft und unwidersprochen als Beleg zitiert:

[1] … Welche Folgen der Klimawandel in Deutschland verursacht, hat sich mit extremer Hitze im Sommer 2018 und 2021 mit der ÜberschwemmungsKatastrophe in der Region um die Flüsse Ahr und Erft eindrücklich gezeigt. Es gilt als erwiesen, dass diese Niederschläge und Überflutungen auch auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Das zweitägige Extremwettereignis im Jahr 2021 war bei einer globalen Temperaturerhöhung von aktuell 1,2 °C bereits 3 bis 19 Prozent wahrscheinlicher als bei einer vorindustriellen globalen Temperatur. Auch die Auftrittswahrscheinlichkeit steigerte sich dadurch bis heute bereits um das 1,2- bis 9-fache gegenüber der vorindustriellen Zeit …

Und immer (noch) leiden die Wälder

[1] … Folgen für die Kläger:innen

Der Wald wird in Zukunft voraussichtlich wirtschaftlich nicht mehr nutzbar sein … Dieser kleine Wald ist bisher relativ gut durch die Trockenheitsphasen gekommen. In Zukunft werden die Trockenheitsphasen jedoch zunehmen.

Noch nie seit dem Mittelalter – als ganz Deutschland fast abgeholzt war – ging es dem Wald besser als heute (so er richtig angelegt und gepflegt ist). Und „gesunden“ Wald gab es noch nie, denn auch Wald ist ein anfälliges Naturgebilde. Anbei Darstellungen von Waldschäden in früherer Zeit [6]:

Bild 2 [6] Quelle: Bayerns Wälder. 250 Jahre Bayerische Staatsforstverwaltung, Forstheft 3-4: „Anmutiges Waldland“

Bild 3 [6] Schloss Zeil. Quelle: Historisches Lexikon Bayerns, Wald Waldnutzung

Bild 4 [6] Schloss Zeil, ähnliche Sicht wie Bild 3. Quelle: Schwäbische Bäderstraße

An gewichtigen Argumenten fehlt es nirgends. Ein Biobauer aus Detmold, der (dank Unterstützung von Greenpeace) ebenfalls gegen VW klagt, zieht als Beleg an:

Die Zeit, 2. Juni 2022: „Hat Volkswagen seinen Wald zerstört“

… Früher habe er sich darauf verlassen können, dass es etwa alle zwei Wochen regnet. Jetzt gibt es keine Sicherheit mehr ...

Wenn man nur einen beschränkten „Sichtbereich“ hat, entstehen solche „Beobachtungen“. Verbunden mit ausreichend Ideologie erklärt man es dann zur Wahrheit. Nur ist sie es eben nicht. Vor allem nicht, dass es bei Kälte keine Trockenheit gäbe:

14.05.2022 Arte-Doku: Geheimnisse der Antike – Als Troja brannte

… Vor mehr als 3000 Jahren veränderte sich das Klima im Mittelmeerraum. Eine starke Abkühlung führte zu weniger Regen und das wiederum zu Dürren und Hungersnöten in agrarisch geprägten Gesellschaften.

Das IPCCkann zudem keinen Trend finden:

AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50: Übersetzung: Es besteht ein geringes Vertrauen im globalen Maßstab beobachteten Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlag), aus Mangel an direkten Beobachtungen, Abhängigkeiten von abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl und wegen geographischer Unstimmigkeiten in den Trends.“

sowie AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215:
Übersetzung: „Zusammenfassend kommt die aktuelle Bewertung zu dem Schluss, dass es zur Zeit nicht genug Hinweise und [nur] ein geringes Vertrauen in einen beobachteten globalen Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlägen) gibt, aus Mangel an direkten Beobachtungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts, geographischen Inkonsistenzen in den Trends und Abhängigkeiten der abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl. Auf Basis aktualisierter Studien waren die AR4-Schlußfolgerungen bezüglich global zunehmender Trends an Dürre seit den 1970er Jahren wahrscheinlich übertrieben

Universität Greifswald 22.02.2019: “Removing the no-analogue bias in modern accelerated tree growth leads to stronger medieval drought”

Trockensommer wie 2018 waren im Mittelalter keine Seltenheit


S.M. Vicente‐Serrano et al., 22 June 2020: Long‐term variability and trends in meteorological droughts in Western Europe (1851‐2018)

… Results reveal a general absence of statistically significant long-term trends in the study domain…”

Welche Variabilität und Extreme selbst in der kürzeren Vergangenheit herrschten, zeigt eine Grafik aus USA mit dem „Dusted Bowl“ der 30er Jahre:

Bild 5 Temperaturen USA

Symboltier Biene

Seit Bayerns Landesvater die Bienen – nicht diese, aber deren verkündetes Sterben – aufgrund eines erfolgreichen Volksbegehrens als wahlwirksam entdeckte:

SZ, 17. Juli 2019:Ministerpräsident Markus Söder, dessen Partei sich lange gegen die Initiative gestellt hatte, nannte die Reform am Mittwoch unverzichtbar …

und ein Gesetz dagegen einbrachte, gilt es als „gesetzt“, dass in Deutschland die Bienen besonders leiden. Natürlich mit bekannter Ursache, in der die tödlichere Vorramilbe keinen Platz hat:

[1] … Die Bienenvölker des Klägers zu 2) werden in Zukunft auch durch den Klimawandel geschädigt. Der Klimawandel führt zu einer phänologischen Entkopplung zwischen Pflanzen und Bestäubern und ändert deren Entwicklungsstadien, zum Beispiel bei den Pflanzen die erste Blüte und bei Bestäubern das erste Auftauchdatum. Dies belegen auch Modellierungen, die eine solche Verschiebung in den letzten 120 Jahren zeigen konnten.

Was das Volksbegehren in Wirklichkeit gezeigt hat, ist, dass wenn Interessenverbände gemeinsam und geschlossen agitieren, in Deutschland jede Behauptung „durchgedrückt“ werden kann – und (heutige) Politiker nie in der Lage sind, dagegen zu argumentieren, sondern sich möglichst schnell der neuen Meinung werbewirksam anschließen. Frau Merkel war darin geradezu eine Meisterin.

Denn den Bienen ging und geht es bei Weitem nicht so schlecht, wie von BUND und Co. vermittelt.

Spiegel 20.05.3018: Biene Maja muss nicht sterben

Seit Jahren warnen Umweltschützer vor einem Bienensterben und machen mit aufwendigen PR-Aktionen darauf aufmerksam

Novo argumente, 19.09.2018: Umweltministerium führt Bundestag hinters Licht

Und ein Interview mit einer Fachperson:

Novo argumente, 12.01.2018: „Der Fehler steht hinterm Kasten

Alarmistische Meldungen über ein angebliches Bienensterben beruhen auf einseitigen Kampagnen gegen die moderne Landwirtschaft, so Bienenexperte Gerhard Liebig.

… Gibt es Ihrer Meinung nach also gar kein Bienensterben?

Es kommt darauf an, wie man „Bienensterben“ definiert. In einem Bienenvolk sterben jährlich etwa eine Viertelmillion Bienen eines natürlichen Todes, im Sommer sind es etwa 2000 täglich, im Winter im Durchschnitt nur 30. Das Volk bleibt dennoch am Leben, denn es kommen auch Bienen zur Welt. Im Frühjahr schlüpfen mehr Bienen als Bienen sterben, die Völker wachsen dann. Im Winter werden keine Bienen erbrütet, die Völker schrumpfen dann. Wenn alle Bienen eines Volkes im Winter abgehen, stirbt das Volk. Wenn das vielerorts passiert, gibt es ein „Völkersterben“, das in der medialen Berichterstattung als „Bienensterben“ bezeichnet wird.

„Die Imker, die verlustfrei imkern, bilden die schweigende Mehrheit.“

Im Durchschnitt gehen in Deutschland etwa 10 Prozent der Völker im Winter ein, wobei in jedem Winter bei den etwa 100.000 Bienenhaltern in Deutschland die Schwankungsbreite der Verlustrate zwischen 0 und 100 Prozent liegt. Auch das ist nichts Besonderes. Die Imker, die verlustfrei imkern, bilden die schweigende Mehrheit. Nur die Betroffenen klagen und werden gehört. Hinzu kommt die Einstellung vieler Berichterstatter in den Medien: „Only bad news are good news“. Zuschauer, Zuhörer und Leser bekommen ständig und stetig den Eindruck vermittelt, dass es immer schlimmer wird. Völkerverluste im Winter werden durch die im Frühjahr übliche Völkervermehrung ausgeglichen, so dass die Völkerzahl in Deutschland stabil bleibt oder auch zunimmt – wie in China, wie in den USA und anderswo. Völker sterben im Winter nur, wenn der Bienenhalter Fehler macht. Die Hauptursache für Völkerverluste im Winter ist eine unzureichende Varroabehandlung. Der Fehler steht also hinter dem Kasten

Sie haben jahrzehntelange Erfahrung mit Bienen: Geht es den Tieren heute schlechter als früher – von der Milbe einmal abgesehen? Es heißt, die Bienen sind wegen der Pestizide aus der Landwirtschaft und aufgrund von Nahrungsmangel anfälliger als früher.

Diese Behauptung ist ähnlich zu bewerten wie die bereits erwähnte Handbestäubung in China. Sie wurde öffentlich gemacht von der Stiftung Warentest in ihrem Augustheft 2013 mit dem Artikel „Wenn das Summen verstummt“. An der Verbreitung dieser Behauptungen haben sich auch der BUND mit dem Flyer „Bienensterben stoppen! Pestizide – Gift für Mensch und Umwelt“ und Greenpeace mit der Broschüre „Bye, Bye Biene?“ beteiligt. Das Ganze gipfelte in einer Studie der Freien Universität Berlin, die von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurde und die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es den Bienen in der Stadt besser gehe als den Bienen auf dem Land. Schuld sei die „intensive Landwirtschaft“ mit ihren Monokulturen, durch ihren übermäßigen Pestizideinsatz und durch Düngung.

Das ist schlichtweg falsch. Die Honigproduktion in Deutschland und auch die durchschnittliche Honigleistung pro Volk ist seit Ende des Zweiten Weltkrieges stetig angestiegen. Das liegt in erster Linie an der Ausdehnung des Rapsanbaus …

Mein Agitationsjob ist gefährdet …

[1] … Freiheitseinschränkungen

Der Kläger zu 2) erlebt den stattfindenden Wandel sowohl im urbanen Bereich wie auch auf dem Lande. … Seine geachtete Expertise in Sachen Atomkraft gründet sich unter anderem auf eigenes Studium und private Untersuchungen. Der Kläger zu 2) untersuchte etwa die Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague und Sellafield. Hierzu unternahm er Beobachtungen vor Ort vor und stellte unter Zuhilfenahme wissenschaftlicher Methoden und Instrumente die Strahlung im Atlantik oder den Häusern der Anwohner:innen fest, die er anschließend publizierte.

Allerdings ist sein diesbezüglicher Handlungsradius von akuten Einschränkungen bedroht. Damit wird nicht nur der Kläger zu 2) in seinen Aktivitäten in seiner Freizeit eingeschränkt, sondern auch die Allgemeinheit, die künftig von seinen Forschungsergebnissen oder Publikationen nicht profitieren kann.

Tiefgelegene Orte, konkret bspw. Sellafield, sind wegen des klimabedingten Meeresspiegelanstieges und Küstenerosion schon heute prognostizierbar in Zukunft nicht mehr erreichbar. Proben in den Meeren werden wegen der zunehmend raueren Bedingungen durch den Klimawandel schwerer zu erreichen sein, zudem dürfte auch die entsprechende Motorisierung der Schiffe privaten Akteuren nicht zu Verfügung stehen. Reisen werden aufgrund der CO2-Bepreisung zunehmend kostenintensiver und sind von weiteren harten staatlichen Einschränkungen bedroht. Untersuchungen wie diejenigen auf dem Meer werden durch die Hitzeeinstrahlung oder die Gefahr von plötzlichen Extremwetterereignissen – die zunehmend schlechter vorhersehbar sind – gefährlicher für Leib, Leben und die Gesundheit des Klägers zu 2). Solche Untersuchungen sind aber nur vor Ort möglich …

Ich habe ein schlechtes Gewissen beim Nutzen von Instagram

[1] … Die Klägerin zu 3) macht folgende Freiheitseinschränkungen geltend:

Als ehrenamtliche Pressesprecherin von Fridays for Future nutzt die Klägerin zu 3) zur Organisation und Informationsvermittlung u.a. die kostenlose Dienste Instagram und Whatsapp, die für das Bestehen und Vernetzung der dezentralen Bewegung essentiell sind. Instagram nutzt die Klägerin aber auch zu privaten Freizeitzwecken. Die Nutzung dieser Dienste sind mit Treibhausgasemissionen verbunden (wie die aller Konkurrenten auch). So verbraucht eine Minute durch den Instagram-Feed scrollen 1,459 Gramm CO2-Äquivalente, das entspricht ungefähr 10 Meter mit einem leichten Verbrenner-Pkw zu fahren. Auch diese Dienstleistungen werden künftig eingeschränkt oder angepasst werden müssen

Nur die Ansicht von Elektroautos kann mich von den Klimawandel-Panikattacken erlösen

Das ist etwas weit hergeholt. Es trifft diese Art von Seelenpein aber gut. Denn leider hat die Klimakirche noch keine eigenen Votivbilder und Reliquien, zu welchen man zwecks Erlösung wallfahren und beten kann. Zwischenzeitlich muss da eben ein „Tesla“ und mit verminderter Heilswirkung vielleicht ein anderes E-Auto reichen.

[1] … Psychische Gesundheit:

bereits berichtete Bedrohung der psychischen Gesundheit durch den Klimawandel in Form von subklinischen depressiven Gefühlen, Verzweiflung und Schuldgefühlen

medizinische Plausibilität von Symptomen wie Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und Panikattacken aufgrund des Klimawandels

unverhältnismäßig starke Betroffenheit von Environmental Anxiety und den daraus resultierenden psychologischen Auswirkungen bei jungen Menschen im Alter von 10-24 Jahren an einem hierfür besonders neuralgischen Punkt der physischen und psychischen Entwicklung

Wahrscheinlichkeit erhöhter Raten von Depressionen, Angstzuständen, posttraumatischem Stress und psychischen Gesundheitsstörungen infolge von auch klimawandelbedingten Naturkatastrophen wie Überschwemmungen …

… Sie macht sich zudem täglich Gedanken über die Frage, ob und wie die Menschen gerade die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise bewältigen können und fühlt sich dadurch täglich psychisch belastet.

Quellen

[1] Klageschrift RA Günther, Mittelweg 150, 20148 Hamburg gegen Volkswgen AG

[2] Achgut, 12.06.2022: Der Sonntagsfahrer: Geht doch!

[3] Umweltbundesamt, Schrift: Geht doch! Grundzüge einer bundesweiten Fußverkehrsstrategie

[4] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?

[5] EIKE, 9. Sept. 2021: Die Glaskugel der Astrologen hat ausgedient, Computer machen es ergonomischer

[6] EIKE 17.07.2020: Wenn man denkt, niveauloser geht nicht mehr, kommt ein neuer Artikel daher …

 

In Großbritannien winken bei schweren Impfschäden 120.000 Pfund Entschädigung

In Großbritannien winken bei schweren Impfschäden 120.000 Pfund Entschädigung

“Haben Sie seit Ihre Covid-19 Impfung Gesundheitsprobleme? Wenn man Sie nicht vollständig über die Risiken der Covid-19 Impfung aufgeklärt hat, steht Ihnen eine Entschädigung von 120.000 Pfund zu.” Das ist die Aufschrift eines Bildmotivs, das angeblich von der britischen Regierung veröffentlicht wurde. Wir haben nachgeforscht: Das Entschädigungsprogramm gibt es wirklich, doch ganz so einfach ist es nicht …

Impfgegner weisen auf diese rechtliche Möglichkeit hin und haben ein Sujet gebastelt, das in sozialen Medien intensiv kursiert (siehe unten). Faktenchecker erklärten rasch: Dieses Motiv stammt nicht von der Britischen Regierung. Außerdem gäbe es bei der Covid-Impfung nichts zu befürchten. Sie wäre sicher, effektiv und der beste Schutz gegen Covid-19.

Die britische Regierungshomepage, welche Entschädigungszahlungen bei Impfschäden in Aussicht stellt, existiert laut Internetarchiven bereits seit dem Jahr 2012. Damals sah sie so aus, wie am unten stehenden Screenshot ersichtlich ist. Es handelt sich also nicht um ein neues Programm, das extra wegen der Covid-19 Impfkampagne geschaffen wurde.

Heute ist sie unter https://www.gov.uk/vaccine-damage-payment erreichbar. Der Text besagt:

Wenn Sie infolge einer Impfung gegen bestimmte Krankheiten schwerbehindert sind, können Sie eine einmalige steuerfreie Zahlung von 120.000 £ erhalten. Dies wird als Impfschadenszahlung bezeichnet.

Sie können diese Zahlung auch für jemanden beantragen, der aufgrund bestimmter Impfungen an einer Schwerbehinderung gestorben ist. Sie müssen ihren Nachlass verwalten, um sich zu bewerben.

Sie können immer noch rechtliche Schritte einleiten, um eine Entschädigung zu fordern, auch wenn Sie eine Impfschadenszahlung erhalten.

Auf der Homepage wird man dann Schritt für Schritt informiert, welcher Schadensersatz einem zusteht und welche Kriterien man zu erfüllen hat. Im Endeffekt ist es leider sehr, sehr schwierig, an diese Entschädigung zu gelangen. Richtig ist, dass auch die Covid-19 Impfungen (neben Diphterie, Influenza, Meningokokken…) in der Liste jener Impfstoffe stehen, für die es im Schadensfall eine Kompensation gibt.

Zwar könnte es für die britische Regierung (und damit ohnehin wieder den Steuerzahler) äußerst teuer werden, wenn Impfgeschädigte ihr Recht in Anspruch nehmen. Es ist allerdings an einige Hürden gebunden. So muss eine geistige oder körperliche Schädigung zu mindestens 60% Invalidität führen. Bei manchen Impfstoffen ist die Kompensation nur möglich, wenn man vor dem 18. Lebensjahr geimpft wurde, allerdings zählen Covid-19 Impfstoffe zu den Ausnahmen, wo eine Entschädigung unabhängig vom Alter möglich ist. Neben Impfungen im Vereinigten Königreich und der Isle of Man sind auch Impfungen eingeschlossen, die während des Dienstes in den Streitkräften verabreicht wurden.

Die Gesundheitsministerin Schottlands erklärte gegenüber den “Faktencheckern” der AFP, dass bis zum 18. Februar 2022 keine einzige Schadenersatzforderung eingegangen wäre. Das könnte natürlich daran liegen, dass die Menschen über ihre Rechte nicht ausreichend informiert wurden. Umso wichtiger ist die oben abgebildete Kampagne von Impfgegnern, die ganz klar darauf abzielt, dass Geschädigte sich bei den Behörden melden.

Neuer WHO-Expertenrat „untersucht“ COVID-Virus-Ursprung

Mit Beginn des weltweiten Ausbruchs des Sars-Cov-2-Virus wurde die Wuhan-Laborthese, als möglicher Ausbruchsgrund der Pandemie, als reine Verschwörungstheorie deklariert.

Eine neue WHO-Expertengruppe, mit dem „vielsagenden“ Namen SAGO (Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens), unter Mitwirkung des Charité-Virologen Drosten, will nun doch vor Ort in China gezielte Studien zum Ursprung von SARS-CoV‑2 durchführen lassen.

Rehabilitation von „Verschwörungstheoretikern“ in Sicht?

Diejenigen Personen, die in den zurückliegenden zwei Jahren öffentlich oder im privaten Bereich argumentativ die theoretische Möglichkeit in Erwägung zogen, das Corona Virus könnte nicht auf natürlichem Wege entstanden sein, sondern  womöglich aus einem Labor heraus, ob nun durch einen Unfall oder beabsichtigt, wurde in einem breiten gesellschaftlichen Konsens unisono als Verschwörungstheoretiker deklariert.

Diese These wurde als sogenannter Verschwörungsmythos bezeichnet, zumal es nach gesundem Menschenverstand um Einiges plausibler erscheint, als über verzehrte (gekochte) Fledermäuse verbreitet worden zu sein. Niemand, auch nicht in China, verspeist rohe Fledermäuse, quasi „direkt vom Baum gepflückt“ (Anm.d.Red.).

Neue WHO Beratergruppe zum Ursprung neuartiger Krankheitserreger

Bereits im Oktober 2021 gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, dass sie eine neue wissenschaftlichen „Beratergruppe“ „für die Ursprünge neuartiger Krankheitserreger“ ins Leben rufen wolle. Dies dürfte sich dann aber, trotz enormer Dringlichkeit genau zu diesem Thema, auf Grund der Covid-19 Pandemie, verzögert haben.

Der Name der Gruppe, SAGO, entspricht der englischen Bezeichnung Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens. Ende November 2021 wurde vorab einmal die finale internationale „Besetzung“ der „Berater-Gruppe“ bekannt gegeben. Zu den 28 Mitgliedern zählt als einziger deutscher Wissenschaftler der Charité-Virologe Christian Drosten.

Betreffend der Ausschreibungskriterien der benötigten fachlichen Eignung heißt es auf der Seite der WHO, „sie (die Mitglieder) sollen in ihrer persönlichen Eigenschaft das breite Spektrum der für neu- und wiederauftretende Krankheitserreger relevanten Disziplinen vertreten. Bei der Bewertung der eingereichten Bewerbungen wurde auf eine angemessene Verteilung des technischen Fachwissens, der geografischen Vertretung und des Geschlechterverhältnisses geachtet.“

In einem ersten „vorläufigen Bericht der SAGO“, veröffentlicht am 9. Juni 2022, hat der Expertenrat nun unter dem Punkt „Ziele und Aufgaben“ (Seite 8) als zukünftiges Aufgabengebiet definiert, die WHO „bei der Entwicklung, Überwachung und Unterstützung der nächsten Schritte bei Studien zu den Ursprüngen von SARS-CoV‑2″ zu beraten.

Die Notwendigkeit ergab sich laut  Darlegung des WHO-Papiers, „Bericht der Gemeinsamen Mission der WHO und Chinas zur Corona Virus-Erkrankung 2019 (COVID-19)“. Er bezieht sich auf die Erkenntnisse und Auswertungen einer Reise von „25 nationalen und internationalen Experten“ im Zeitraum vom 16. bis 24. Februar 2020, mit Aufenthalten „in der Stadt Peking sowie in den Provinzen Sichuan (Chengdu), Guangdong (Guangzhou, Shenzhen) und Hubei (Wuhan).“

Als mitreisender Deutscher des damaligen Gremiums war Tim Eckmanns vom Robert Koch-Institut (RKI) involviert, dessen berufliches Fachgebiet Nosokomiale Infektionen (vereinfacht als Krankenhauskeime bezeichnet), Surveillance (Überwachung) von Antibiotikaresistenz und –verbrauch, ist.

Eine leitende WHO-Mitarbeiterin, die US-amerikanische Epidemiologin Maria Van Kerkhove, wird im Februar 2022 auf Twitter mit den Worten zitiert, „es sind noch viele weitere Studien notwendig, um die Entstehung dieses Virus wirklich zu verstehen. Wir werden nicht aufhören, bis wir nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben“.

Verstöße gegen Bio-Sicherheitsmaßnahmen

Das, von der WHO veröffentlichte Papier befasst sich dann auf Seite 14, mit der Möglichkeit eines „Verstoßes gegen Maßnahmen der biologischen Sicherheit oder der Biosicherheit“, es wird darin erklärt:

„Während dieser Pandemie und bei früheren Epidemien wurde viel über die Möglichkeit diskutiert, dass neuartige Krankheitserreger aufgrund eines Verstoßes gegen die biologische Sicherheit in einem Labor oder bei Feldaktivitäten in die menschliche Bevölkerung gelangen könnten.“

Wobei zu den möglichen Gründen eines solchen „Verstoßes“ unter anderem erläutert wird:

„Ein möglicher Verstoß gegen Biosicherheitsmaßnahmen kann durch ein zufälliges Ereignis oder ein verfahrenstechnisches Versagen verursacht werden, das zu einer Infektion des Personals führt, welches in einem Labor arbeitet, während es mit Tieren umgeht oder Proben in einem Feld sammelt“. De facto also, wie erwartet keine Rede von der Möglichkeit „eines Vorsatzes“.

Um also nun die „Gefahr von menschlichen Fehlleistungen und Schwächen“ noch weiter zu unterstreichen heißt es:

„Solche Verstöße gegen die Biosicherheitsmaßnahmen können auch zu einer unbeabsichtigten oder absichtlichen Freisetzung von Krankheitserregern aus einem Labor führen und in die menschliche Bevölkerung oder die Umwelt auf direktem oder indirektem Weg gelangen.“

Auf Seite 9 wird „sicherheitshalber“ noch darauf hingewiesen, dass „zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts noch Ergebnisse aus den empfohlenen Studien aus dem Gemeinsamen Bericht 2021 ausstehen würden“, die nach Ansicht der SAGO noch durchgeführt werden müssten.

Expliziert wird allerdings betont, dass „es ist auch wichtig sei anzumerken, dass der SAGO (seitens der Chinas) keine Informationen über Studien zur Verfügung gestellt wurden, in denen die Laborhypothesen für eine mögliche Einschleppung in die menschliche Bevölkerung bewertet wurden.“

Vorrangig ist Widerlegung der Laborthese

Das südafrikanische SAGO-Mitglied Marietjie Venter erklärte zur Vorstellung des Papiers und der Aufforderung erneuter Recherchen,  „die Empfehlung „sage nichts darüber aus, wie wahrscheinlich die Labor-These sei, um sie jedoch zu widerlegen, seien Untersuchungen nötig“.

Immerhin erklärte sich Im Mai des Jahres 2020 das heutige SAGO-Mitglied Drosten noch als erklärter Gegner der Labor-These.  Der Focus titelte damals: „Drosten widerlegt Labor-Theorie und bügelt Nobelpreisträger nieder“. Drostens Kritik bezog sich dabei auf den im Februar 2022 verstorbenen Virologen und Nobelpreisträger Luc Montagnier, der immer wieder die Möglichkeit einer reinen Labor-Herkunft des Sars-Cov-2-Virus in die kontrovers geführte Diskussion eingebracht hatte.

Drosten argumentierte im Mai 2020, „es ist schwierig für einen aktiven Wissenschaftler in der Virologie zu sagen, dass ein Nobelpreisträger im Fach Virologie Unsinn verbreitet, aber das ist kompletter Unsinn. Dieses Thema ist einfach erledigt, auch wenn ein im Ruhestand befindlicher Nobelpreisträger in einer Talkshow darüber redet.“

Im Juni 2021 berichtete der Deutschlandfunk zum damaligen Stand der Recherchen und Erkenntnisse, dass die Labor-Theorie „für die Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach einer ersten Erkundungsmission nach Wuhan extrem unwahrscheinlich“ bleiben würde“.

Gleich anschließend jedoch sieht man sich veranlasst, in diesem Beitrag US-Präsidenten Joe Biden mit seiner Feststellung zu zitieren, „wir wissen es nicht, wir hatten keinen Zugang zu den Laboratorien.“

Rudert Drosten nun zurück?

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte Drosten im Februar 2022, „er sei allerdings immer offen für beide Möglichkeiten“. „Ich habe nur immer auch dazugesagt, weshalb ich einen natürlichen Ursprung des Virus aus dem Tierreich aus belegbaren Gründen für wahrscheinlicher halte“, hält er sich offenbar alle „Optionen“ offen.

In einem aktuellen Podcast mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) äußert sich Drosten dann erneut zur Thematik, behauptet sogar „höchst selbst“ das Thema auf das SAGO-Tableau gebracht zu haben.

„Ja genau, also dieses Thema (der Virus-Herkunft) ist ja in der Öffentlichkeit vollkommen erörtert, dass es ein zoonotisches Virus ist. Der Aspekt eines möglichen Labor-Ursprungs, der ist ja auch in der Vergangenheit immer wieder besprochen worden“.

„Man hat jetzt in den letzten Tagen auch noch mal Meldungen gehabt, aus dem SAGO-Board der WHO, da bin ich ja jetzt auch drin. Ich hab‘ da auch schon drauf geachtet, dass da die Notiz reinkommt, dass man diese Möglichkeit dennoch nicht kategorisch ausschließen sollte, sondern sich dem auch offen halten sollte“, versucht Drosten sich nach „allen Seiten ab zu sichern“. Schlussendlich zeigt er sich jedoch „weiter davon überzeugt, dass es (die Labor-These) äußerst unwahrscheinlich ist.“

China reagiert wie erwartet

In einer Reaktion hatte China, bezugnehmend auf die WHO-Veröffentlichung und die aktualisierte Theorie, der Entstehung der Corona Virus-Pandemie durch „ein Leck in einem chinesischen Labor“, als „politisch motivierte Lüge“ strikt zurückgewiesen, wie die Webseite The Defender berichtet.

Nach Angaben der amerikanischen NBC-News habe der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, die Anschuldigungen nachdrücklich zurückgewiesen und gegenteilig die Behauptung aufgestellt, dass der Ursprung des Virus eher in den USA zu verorten sei.

„Die Theorie des Laborlecks ist eine Lüge, die von anti-chinesischen Kräften zu politischen Zwecken ausgeheckt wurde und nichts mit Wissenschaft zu tun hat. Wir haben die wissenschaftlich fundierte globale Virensuche immer unterstützt und uns daran beteiligt, aber wir lehnen jede Form der politischen Manipulation entschieden ab“, erklärte Lijian.

Laut NBC-News empfahl er, „Ermittlungen in höchst verdächtigen US-Labors wie Fort Detrick in Maryland und der Universität von North Carolina, vorzunehmen“.

Der WHO-SAGO-Expertenrat soll nun scheinbar dem gegenüber Klarheit schaffen, über die „Bewertung potenzieller Szenarien, in denen ein Versagen der Biosicherheitsverfahren zu einer möglichen laborbedingten Infektion mit dem untersuchten Erreger geführt hat“, heißt es thematisch erläuternd in dem jüngsten SAGO-Bericht

„Man werde alles tun, um die SAGO-Empfehlungen umzusetzen“, sagte Maria Van Kerkhove. Dazu sei aber „die Kooperation der jeweiligen Länder nötig“, so die WHO-Corona-Expertin laut der Deutschen Presse Agentur.

Die Hintertüre wurde also „sicherheitshalber“ weit offen gelassen, sind doch „die Hände gebunden“, sollte das eine oder andere Land eben nicht kooperieren.




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Einseitige Gedenkkultur zum 17. Juni: Die vergessene Repression bei Streiks und Volksaufständen im Westen Deutschlands

Einseitige Gedenkkultur zum 17. Juni: Die vergessene Repression bei Streiks und Volksaufständen im Westen Deutschlands

Stuttgart_Oktober_1948.jpg

Mit besonderer Vehemenz wird in diesem Jahr an den “Arbeiteraufstand des 17. Juni 1953” und dessen Niederschlagung durch sowjetische Truppen erinnert. Doch auch in der westlichen Besatzungszone schickten Briten und US-Amerikaner Panzer bei Protesten und Streiks. Nur fand dies kaum kein Eingang in die Geschichtsbücher und Erinnerungskultur. Von Florian Warweg

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

1952 erklärte der Präsident des Bundesarbeitsgerichts Hans Carl Nipperdey, welcher zuvor bereits Karriere als Arbeitsrechtler im „Dritten Reich“ gemacht hatte und Mitautor des “Arbeitsordnungsgesetzes” von 1934 war, alle Formen des politischen Streiks in der Bundesrepublik für illegal. Das entsprach dem Gedankengut, das Nipperdey bereits während seiner Zeit als Nazi-Jurist vertreten hatte, als er von der Pflicht des “Gefolgsmannes gegenüber dem Gefolgschaftsführer” sprach.

Dieses bis heute in der EU einzigartige Verbot hat seinen Ursprung unter anderem in dem einzigen Generalstreik, der im Herbst 1948 die “Westzone” erschütterte. Die damalige Protestwelle wurde von den Alliierten ähnlich beantwortet wie der 17. Juni 1953. Mit einem Unterschied: Im Gegensatz zu den Ereignissen von 1953 in der sowjetischen Zone griff die US-amerikanische Besatzungsmacht sofort ein.

Panzer, Maschinengewehre und Bajonette gegen protestierende Arbeiter in Stuttgart

Ein frühes Zentrum der Proteste, die zum Generalstreik führten, war die Stuttgarter Industrieregion. Dort war es am 28. Oktober 1948 nach Streiks und Protesten für Preisregulierung, Lohnerhöhung und politischer Mitbestimmung zu schweren Unruhen gekommen, die die US-Besatzungstruppen niederschlugen. Laut einem damaligen Bericht der New York Times kamen dabei 12 schussbereite Panzer und eine mit Maschinengewehren und Tränengas ausgerüsteten Kompanie der US-Streitkräfte zum Einsatz. Auf beiden Seiten gab es Verletzte.

Die Losungen bei den Protesten in Stuttgart lauteten unter anderem „Wir wollen leben, nicht vegetieren!“, und „Fort mit Professor Erhard!“. Die Demonstranten trugen zudem einen Galgen, an dem ein Schild befestigt war mit der kaum verhohlenen Drohung: „Weg mit dem Preiswucher – oder …!“ Der Stuttgarter Gewerkschaftsvorsitzende Hans Stetter hielt die einzige Rede auf der Protestveranstaltung und erklärte:

„Was wir verlangen ist eine planmäßig gelenkte Wirtschaft mit staatlich kontrollierten Preisen. Wir fragen, wo bleibt der demokratische Gedanke, wenn die amerikanische Besatzungsmacht die Außerkraftsetzung der Bestimmungen über das Mitbestimmungsrecht in wirtschaftlichen Fragen anordnet.“

Der Militärgouverneur der US-amerikanischen Besatzungszone, General Lucius Clay, verhängte in Reaktion auf die Vorfälle umgehend eine Ausgangssperre und sprach von einer „kommunistischen Verschwörung.“ Presseberichte der damaligen Zeiten sprechen von 50.000 bis 90.000 Teilnehmern an den Protesten.

In der CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 29. Oktober 1948 heißt es dazu:

„Den amerikanischen Militärpolizisten gelang es mit aufgepflanztem Seitengewehr und Tränengas, die Stuttgarter Einkaufsmeile bis 17 Uhr zu räumen. Dabei kam es wiederholt zu tätlichen Angriffen. Militärgouverneur Clay hatte sich, als er anordnete, mit Panzern gegen die Demonstranten in Stuttgart vorzugehen, zu einem außerordentlichen, bis dahin für Westdeutschland beispiellosem Vorgehen entschlossen.“

Die Räumung des ebenfalls von Arbeitern besetzten Bahnhofsvorplatzes in Stuttgart traf auf noch mehr Widerstand. Dabei sollen vereinzelt auch US-Soldaten aus der Menge heraus niedergestochen worden sein. Hier setzten die US-Amerikaner neben Panzern und Tränengas zusätzlich noch eine Kavallerieeinheit ein.

Die Stuttgarter Nachrichten berichten am 30. Oktober 1948 von einer „unbefristeten Ausgangssperre“:

„General Clay ließ für Stuttgart eine zeitlich unbefristete Ausgangssperre von 21 Uhr bis 4 Uhr morgens verhängen. Die war ernst gemeint. Drei Tage nach den „Vorfällen“ hatten sich 38 Personen vor dem Schnellgericht der amerikanischen Militärregierung zu verantworten.“

Im Falle des 17. Juni hatten die sowjetischen Truppen, im Gegensatz zu den US-Besatzern, zunächst eine Woche die Entwicklungen und Unruhen abgewartet, bevor die Panzer zum Einsatz kamen. Dann allerdings mit zahlreichen Todesopfern, die es in dieser Form nach aktuellem Wissenstand bei der Niederschlagung in der Westzone nicht gab.

Hintergrund der Proteste und des Generalstreiks in der Westzone

Im Zuge der Wirtschafts- und Währungsreform vom 20. Juni 1948 unter Leitung von Ludwig Ehrhard (damals Leiter des Wirtschafts- und Verwaltungsrats der Westzone) kam es zu massiven Preiserhöhungen von bis 200 Prozent, bei Lebensmitteln wie Eiern erreichte die Steigerungsrate sogar 2.000 Prozent. Diese führte in Folge zu einer stark gesunkenen Lohnquote. So kam es nach verschiedenen Gewerkschaftsaufrufen im Jahr 1948 fortlaufend zu mehreren großen Demonstrationen in vielen Städten der sogenannte Bizone Deutschlands (britisches und US-amerikanisches Besatzungsgebiet). Endgültige Planungen für einen Generalstreik begannen am 26. Oktober 1948. Als Starttermin einigte man sich auf den 12. November 1948.

Dies führte in Folge zu einem beachtlichen Treppenwitz der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es waren die Protestierenden und Gewerkschaften im Westen, die nun vehement im Zuge des Generalsstreiks Verstaatlichung und Demokratisierung der Betriebe sowie Etablierung einer Planwirtschaft forderten:

Die Forderungen umfassten unter anderem folgende Punkte:

  1. Planung und Lenkung im gewerblich-industriellen Sektor, insbesondere für Rohstoffe, Energie und Kredite sowie für den Außenhandel und den Großverkehr.
  2. Überführung der Grundstoffindustrie und Kreditinstitute in Gemeineigentum.
  3. Demokratisierung der Wirtschaft und gleichberechtigte Mitwirkung der Gewerkschaften in allen Organen der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

Über neun Millionen Teilnehmer am Generalstreik

Insgesamt nahmen an dem Generalstreik über 9,2 Millionen Arbeitnehmer aus Industrie, Handwerk, Handel und Verkehrswesen teil. Dies entsprach 79 Prozent der damals 11,7 Millionen Beschäftigten in der US-amerikanischen und britischen Besatzungszone.

Und während man 1953 in der DDR von “westlichen und faschistischen Agenten” sprach, verkündete das US-Oberkommando in Frankfurt am Main, ähnlich wie bei den Vorfällen im Oktober in Stuttgart, hinter der Protestwelle ständen „kommunistische Elemente“.

In der französischen Besatzungszone wurde nicht gestreikt. Doch dies geschah nicht etwa weil sich die dortigen Gewerkschaften und Arbeiter dagegen ausgesprochen hätten, sondern weil der französische Militärgouverneur unter Androhung drakonischer Strafen jede Form von Streik verboten hatte.

Weitere niedergeschlagene Proteste in der Westzone

Der Generalstreik von 1948 hatte zudem einige Vorläufer, über die in der westdeutschen Geschichtsschreibung ebenso wenig zu lesen ist.      

Ein Jahr zuvor war ein großer Bergarbeiterstreik in der Bizone mit der zentralen Forderung nach Enteignung der “Kohlebarone” beendet worden, indem man den Streikenden mitten im Hungerjahr 1947 die Lebensmittelrationen um die Hälfte kürzte.

In Hessen waren auf dem Höhepunkt der sogenannten Hungerkrise im Frühjahr 1947 Streiks und Proteste von der US-amerikanischen Militärregierung unter Androhung der Todesstrafe unterdrückt und verboten worden, ähnlich die Situation in Niedersachsen, dort setzten die britischen Besatzer umgehend gepanzerte Fahrzeuge gegen die Protestierenden ein.

Nicht zu vergessen ist der damalige Zeitgeist in der “Westzone”, bei dem selbst das Ahlener Programm der CDU, und das schon nach US-Intervention abgeschwächt, mit den Worten begann:

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.“

US-Besatzungsdekret gegen demokratische Wahlentscheidungen

Die engen Grenzen der demokratischen Mitbestimmung auch im Westsektor zeigt beispielhaft der Fall der hessischen Verfassung auf. 1946 wollten die hessischen Abgeordneten die Verstaatlichung aller Schlüsselindustrien in ihre Verfassung schreiben. Doch war dies nicht im Interesse Washingtons.

Nach anfänglichen Überlegungen, dieses Vorhaben generell zu verbieten, ging man zu einer subtileren Taktik über. Der fragliche Paragraf 41 wurde auf Druck der USA aus der Verfassung herausgelöst und getrennt zur Abstimmung vorgelegt, in der Absicht, dass dieser dann die nötige Mehrheit verfehlt. Jedoch stimmten 70 Prozent für diesen “Verstaatlichungs-Paragrafen”.

Daraufhin wurde die von den Wählern mit großer Mehrheit beschlossene Verstaatlichung für den Montansektor, nun weniger subtil, per Besatzerdekret verboten.

Dieser massive Eingriff der US-Amerikaner in eine demokratische Grundsatzentscheidung findet sich genauso wenig in deutschen Schul- und Geschichtsbüchern wieder wie der zuvor genannte Generalstreik und die Niederschlagung der Arbeiterproteste in Stuttgart. Stattdessen verbleibt man bei einer schwarz-weißen Geschichtsschreibung, in der es Repression von Protesten und massive politische Einflussnahme durch die Besatzungsmacht ausnahmslos nur im Osten Deutschlands gegeben haben soll.

Titelbild: Stadtarchiv Stuttgart

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