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Erzbischof Vigano: Manifest gegen die Tyrannei der Vierten Industriellen Revolution
Einer der profiliertesten und scharfzüngigsten Gegner des Great Reset, Erzbischof Carlo Maria Vigano, fordert radikale politische Reformen und die Bildung „nationaler Befreiungskomitees“ gegen den „Putsch des Deep State“ und seiner Marionetten. Die Gläubigen sollen beharrlichen Widerstand gegen die Anmaßungen der Globalisten hinter Klaus Schwab leisten. Seine “Gegenrevolutionäre Allianz zur Verteidigung der Schöpfungsordnung” ist eine Sammlungsbewegung und arbeitet an einem Manifest, einem Gegenentwurf zu den finsteren Dystopien der “Vierten Industriellen Revolution”.
Die Gläubigen fordert er auf, dem anhaltenden Staatsstreich des Deep State mit entschiedenem politischen und sozialem Widerstand zu begegnen und für die Einhaltung der Grundsätze von Moral und Naturrecht zu kämpfen. Die „Pandemie-Farce“ und der Ukrainekrieg hätten gezeigt, dass die Mehrheit der Bürger den Narrativen der „globalistischen Mafia und ihrer herrschenden Klasse“ immer weniger Glauben schenkt.
Aufruf zum politischen und sozialen Widerstand der Gläubigen
Er fordert radikale politische Reformen: die Massen seien durch das Gift sozial-psychologischer Experten narkotisiert. Wenn aber Politiker und Intellektuelle mit Ehrgefühl und moralischen Grundsätzen das Gemeinwohl und die Gerechtigkeit gegen die Globalisten verteidigen werde ein Ruck der Würde durch die Kanzleien der Justiz und die Amtsstuben der Ordnungskräfte und Beamten gehen. Genauso wichtig ist laut Vigano aber auch eine übernatürliche Sichtweise auf das Geschehen, eine sichtbare Umkehr durch Gebete, Buße, Fasten und Empfang der Sakramente:
Die Barmherzigkeit Gottes und die mächtige Fürsprache der allerseligsten Jungfrau warten auf eine konkrete Geste echter Umkehr unsererseits, um einen Strom von Gnaden über diese arme Menschheit auszugießen. Unsere zahlenmäßige Unterlegenheit und unsere geringen Mittel gegenüber dem Feind werden es dem Herrn ermöglichen, uns zu zeigen, wie wahr Seine Worte sind: ohne mich kannst Du nichts tun! (Sine me nihil potestis facere, Joh 15,5 ).
Erzbischof Vigano, 8.4.2022
Lösung: Rückkehr unter das “sanfte Joch Christi”
Entscheidend für die Durchsetzung der “Psychopandemie-Farce” sei die Komplizenschaft der Hierarchie der Weltkirche unter Papst Franziskus gewesen. Die tiefere Ursache für diese Korruption gehe allerdings auf das zweite vatikanische Konzil zurück, es gäbe einen “inneren Zusammenhang zwischen dem Krebsgeschwür des Konzils und der bergoglianischen Metastase”. Ohne die Rückkehr der rebellischen und sündigen Menschen unter das sanfte Joch Christi gäbe es keine Hoffnung für die Welt!
Es ist offensichtlich, daß die Apostasie der katholischen Hierarchie die Strafe ist, mit der die göttliche Majestät die rebellische und sündige Menschheit bedrängt, damit sie die souveränen Rechte Gottes anerkennt, sich bekehrt und endlich unter das sanfte Joch Christi zurückkehrt. Und solange die Bischöfe ihren Verrat nicht erkennen und nicht umkehren, gibt es keine Hoffnung für die Welt, denn das Heil kann nur in der einen Herde und unter dem einen Hirten gefunden werden.
Erzbischof Vigano, 8.4.2022
Antiglobalistische Weltallianz
Der Aufruf von Erzbischof Vigano hat zur Bildung einer “Gegenrevolutionären Allianz für die Verteidigung der Schöpfungsordnung” (liberi in veritate) geführt. Das Manifest dieser antiglobalistischen Weltallianz soll von allen Menschen guten Willens und vor allem von politischen und religiösen Führeren, Regierenden und Intellektuellen ausgearbeitet werden. Sie richtet sich gegen die vier Hauptziele der “Vierten Industriellen Revolution” von Klaus Schwab und seinem Hintermännern:
- die digitale Revolution, die die Menschlichkeit aufheben soll (Post-Humanismus),
- die ökologische Revolution mit dem Ziel einer pantheistischen Gleichmacherei,
- die inklusive Revolution mit ihrem Zwitter-Genderismus
- und die kybernetische Revolution, die Mensch und Maschine zu einem Kunstwesen verschmelzen soll (Tranhumanismus).
Interview mit Erzbischof Carlo Maria Viganò
Aldo Maria Valli: Eure Exzellenz, in unserem Land ist zunehmend ein politisches Vakuum zu beobachten. Ein wachsender Teil der Bevölkerung fühlt sich von den derzeitigen Parteien nicht vertreten. Auf der anderen Seite gibt es Sektoren, die sich auf verschiedene Weise rüsten, um diese Lücke zu füllen. Die Frage betrifft auch und vielleicht vor allem die Katholiken, wie sich bei der ersten öffentlichen Sitzung des Komitees Liberi in Veritate herausstellte, das zur Unterstützung des antiglobalistischen Aufrufs gegründet wurde, den Sie aufgrund der Überlegung lanciert haben, daß wir seit zwei Jahren im Grunde einen weltweiten Staatsstreich erleben.
In diesem Zusammenhang ergeben sich zwei Fragen. Erstens: Sehen Sie wirklich einen politischen Handlungsspielraum für jene, die sich dem vorherrschenden Einheitsdenken entgegenstellen und für die Freiheit des Menschen, wie Gott ihn geschaffen hat, kämpfen wollen? Zweitens: Halten Sie ein nationales Engagement noch für sinnvoll, wenn sich gezeigt hat, dass die wichtigsten Entscheidungen auf supranationaler Ebene von Machthabern getroffen werden, die in der Lage sind, die Entscheidungen der einzelnen Staaten zu beeinflussen und zu lenken?
Erzbischof Carlo Maria Viganò: Katholiken haben als Bürger das Recht und die Pflicht, die Gesellschaft durch ziviles und politisches Engagement zu beeinflussen. In einer Zeit, in der die Grundsätze des Naturrechts und der Moral ignoriert oder offen bekämpft werden, wäre es unverantwortlich, anderen die Teilnahme am politischen Leben der Nation zu überlassen. Zugegeben, das demokratische System hat seine Schwächen gezeigt, weil es die Regierung der zahlenmäßigen Mehrheit überläßt und nicht dem, was richtig und gut ist.
Wir müssen jedoch erkennen, dass wir mit der Pandemie-Farce zuerst und mit der russisch-ukrainischen Krise jetzt feststellen, dass der Wille der Mehrheit trotz aller Mainstream-Manipulationen immer weniger vom offizielle Narrativ überzeugt ist. Das macht ein Kluft zwischen der politischen und herrschenden Klasse des Landes und seinen Bürgern sichtbar, die sich des globalen Staatsstreichs bewusst werden, der zu ihrem Schaden von einer Mafia von Bürokraten und Regierenden verübt wird, die den globalistischen Eliten dienen.
Sobald der weiße Putsch, der im Gange ist, erkannt wurde, muss das Volk reagieren und sich der Diktatur widersetzen, bevor ihm weitere Grundrechte entzogen werden.
Aldo Maria Valli: In Ihrem Aufruf zu einer antiglobalistischen Allianz haben Sie die Regierenden, die politischen und religiösen Führer, die Intellektuellen und die Menschen guten Willens dazu aufgefordert, sich zusammenzuschließen und ein antiglobalistisches Manifest zu verfassen. Können Sie uns über die Entwicklungen dieser Initiative informieren?
Erzbischof Carlo Maria Viganò: Ich habe einen Aufruf gestartet, um auf die globalistische Tyrannei zu antworten, und ich sehe, daß das Interesse und die Unterstützung vieler Kräfte in verschiedenen Ländern wächst. Ich denke jedoch, daß die Beweise für die Verantwortung in der russisch-ukrainischen Krise und die Torheit, auf Provokationen zu beharren, anstatt den Frieden zu suchen, vielen Menschen die Gefahr vor Augen führen werden, der sie sich aussetzen, wenn sie sich nicht organisieren, um gegen den Staatsstreich des Deep State entschieden Widerstand zu leisten. Ich weiß, daß die Initiative in den USA nicht nur bei den Republikanern Anklang findet, sondern auch bei vielen demokratischen Wählern, die von den Skandalen und der Korruption Obamas, der Clintons und Bidens angewidert sind.
Aldo Maria Valli: In Ihrem Aufruf ist von regelrechten „Volkswiderstandsbewegungen und nationalen Befreiungskomitees“ für radikale politische Reformen die Rede. Einige sind jedoch der Meinung, daß es in der gegenwärtigen Situation keine geeignete moralische Spannung dafür gibt, da die öffentliche Meinung weitgehend abhängig und eingeschläfert ist. Sie haben Kontakte in die ganze Welt, was sagen Sie zu diesem Einwand?
Erzbischof Carlo Maria Viganò: Die Massen sind wenig geneigt, sich zu mobilisieren, vor allem wenn sie von sozialpsychologischen Experten manipuliert und narkotisiert werden. Echter Widerstand und die Bildung von Nationalen Befreiungskomitees können nur dann erfolgreich sein, wenn sie von Intellektuellen und Politikern koordiniert werden, die imstande sind, das Gemeinwohl und die Verteidigung der Gerechtigkeit über ihre eigenes Wahlkalkül zu stellen. Es braucht mutige Führer mit Ehrgefühl, die von gesunden moralischen Grundsätzen geleitet sind: Ihr Vorbild, zusammen mit einem erwachenden Gewissen und einem Ruck der Würde in der Justiz, den Ordnungskräften und der Beamten, könnte das Aufkommen der Neuen Weltordnung tatsächlich verhindern.
Das soziale und politische Engagement muss natürlich mit einer übernatürlichen Sichtweise einhergehen, die das Handeln mit dem Gebet und dem Vertrauen auf die Hilfe der göttlichen Vorsehung verbindet. Priester, Ordensleute und alle Gläubigen sind daher aufgerufen, ihre Brüder im guten Kampf geistig zu begleiten, nicht nur durch Gebet, sondern auch durch Buße, Fasten und den häufigen Empfang der Sakramente. Die Barmherzigkeit Gottes und die mächtige Fürsprache der allerseligsten Jungfrau warten auf eine konkrete Geste echter Umkehr unsererseits, um einen Strom von Gnaden über diese arme Menschheit auszugießen. Unsere zahlenmäßige Unterlegenheit und unsere geringen Mittel gegenüber dem Feind werden es dem Herrn ermöglichen, uns zu zeigen, wie wahr Seine Worte sind: Sine me nihil potestis facere (Joh 15,5).
Das vollständige Interview ist hier zu finden und wurde von katholisches.info ins Deutsche übertragen, das italienische Original ist hier verlinkt. Die darin geäußerten Meinungen müssen nicht der Blattlinie oder Meinung der Redaktion von Report24 entsprechen.
Ein offener Brief an Minister Robert Habeck

Sehr geehrter Herr Minister Robert Habeck,
als Wirtschafts- und Klimaminister arbeiten Sie an der Energiewende und an der „Dekarbonisierung“ Deutschlands zur Abwendung der „Klimakatastrophe“. Ihr Ziel ist 100 % „Erneuerbare“ in wenigen Jahren. Ihr „Osterpaket“ zur Energiewende lässt viele Fragen offen. Der Anteil von Wind- und Solarenergie beträgt nur 5 % am Primärenergieverbrauch (2021) in Deutschland. Durch den Doppelausstieg aus Kohle und Kernenergie entsteht eine gewaltige Versorgungslücke. Zudem explodieren die Kosten der Energiebeschaffung.
Sie trauen sich dennoch zu, die „Energiewende“ zu schaffen und sind überzeugt die notwendigen Kompetenzen zu haben. Vorsorglich sagen Sie aber schon mal: „Für die vielleicht arrogante Überheblichkeit bitte ich um Entschuldigung“. Sie wollen „große und harte Entscheidungen treffen!“ Meinen Sie damit die Kosten, die auf uns Bürger zukommen werden? Die Veränderungen des Landschaftsbildes? Die Strommangelwirtschaft? Darf man Ihnen dann entgegenhalten: „Bringen Sie die Lösung, oder Sie sind das Problem.“
Ich habe Fragen zur Energiewende an Sie. Für die Beantwortung möchte ich mich im Voraus aufrichtig bedanken. Wenn ich nachfolgend „Sie“ schreibe, meine ich auch die GRÜNEN und ihre angeschlossenen Organe, die NGOs, Greenpeace, FFF, das PIK, Deutsche Umwelthilfe usw.
Thema:
- Wind und Solar
Der Anteil der „Erneuerbaren“ an der Stromversorgung lag im Jahr 2021 bei 43 %. Binnen 8 Jahren wollen Sie diesen Anteil auf 80 % erhöhen. Durch eine einfache Verdoppelung der Windräder und PV-Anlagen in Kombination mit großen Speichern soll der Wunsch Wirklichkeit werden. Das kann natürlich nicht funktionieren, denn bei Dunkelflaute produzieren auch 10-mal so viele nicht regelbare(!) Erneuerbare keinen Strom. Dunkelflauten, auch über mehrere Tage, werden bisher durch das Hochfahren der Kohle- und Gaskraftwerke überbrückt. Im Prinzip steht hinter jedem Windrad oder jeder PV-Anlage ein konventionelles Kraftwerk. Bei Ihrem Ausbauziel erzeugen bei durchschnittlicher Windhöffigkeit und mittlerer Sonnenscheindauer die „Erneuerbaren“ ungeregelt viel zu viel Strom, der dann vernichtet, d.h. abgeschaltet, werden muss oder ins Ausland zu negativen Strompreisen verklappt werden wird. Die Überschüsse im Bereich von 10 bis 20 Terawattstunden für eine Dunkelflaute zu speichern, ist technisch und finanziell (Billionen Euro) unmöglich.
Also stellt sich die ganz einfache Frage: „Woher kommt der Strom nach dem Aus für Kohle, Gas und Kernenergie?“ Fast jeden Abend öffnet sich eine große Versorgungslücke. An insgesamt 60 Tagen im Jahr 2021 gab es praktisch keinen Ökostrom! Die Fießdiagramme aus ihrem Haus zeigen das sehr deutlich: https://www.smard.de/home
In Bayern Windräder zu errichten ist ökologisch und ökonomisch ziemlicher Unsinn. Die Windgeschwindigkeit ist durchschnittlich nur halb so hoch wie an der Küste. Windräder in Süddeutschland haben bei halber Windgeschwindigkeit nicht die halbe Leistung, sondern nur 12,5 %, denn die Windenergie skaliert in der 3. Potenz der Windgeschwindigkeit. Acht Windräder in Süddeutschland produzieren nur so viel Strom wie eines an der Küste. Das ist übrigens Physik und nicht Politik.
Sehen Sie die schädlichen Nebenwirkungen wie das Schreddern von Vögeln und Fledermäusen, Infraschall, Abholzung der Wälder, Verschandelung der Landschaft durch Windräder als vertretbar an? Ist der Flächenverbrauch von Ackerland und naturbelassenen Flächen für riesige PV-Anlagen und Windräder einfach hinnehmbar? Gibt es genügend Bodenschätze, um Ihre Pläne in Sachen Energiewende umzusetzen? Nach verschiedenen Szenerien könnten Kupfer, Lithium und Kobalt sehr schnell knapp werden.
Das benötigte Material für nur eine einzige Windturbine besteht aus: 1.200 t Beton, 260 t Stahl, 4,7 t Kupfer, 3 t Aluminium und 2 t Seltene Erden und viele Tonnen Verbundwerkstoffe mit Kunststoffen. Für Ihre zusätzlichen 24.000 Windräder bis 2030 kommen somit unfassbare Massen in Betracht.
Können Sie von Nachhaltigkeit sprechen bei nur max. 20 Jahren Laufzeit von Windrädern? Warum haben Sie die Entsorgung der Windräder nicht geregelt?
- Photovoltaik
Solarpaneele werden in China mit billigem Kohlestrom hergestellt. In den Wüsten Nordafrikas braucht es nur 4 Jahre, um die Energie (Joule oder kWh), die zu ihrer Herstellung gebraucht wurde, zu erzeugen (ETH, Zürich). PV braucht in Süditalien 10 Jahre und nördlich der Alpen etwa 18 Jahre, um die Energie seiner Herstellung zu erzeugen. Sie haben sich aber durch hohe Subventionen bereits nach wenigen Jahren finanziell rentiert. Ist das etwa ökonomisch, ökologisch oder nachhaltig?
An Tagen mit neuen Produktionsrekorden von Ökostrom wird das von Ihnen bejubelt. In der Mittagszeit wird dann mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Das hat zur Folge, dass der Börsenpreis auf null Euro fällt und öfters sogar negativ wird. Der Strom wird ins Ausland „verklappt“. Jetzt werden die höchsten EE-Umlagebeträge fällig. Wenn es dumm läuft, wird abends der Strom aus dem Ausland zurückgekauft.
Sind solche Tage nicht volkswirtschaftlich gesehen eine Katastrophe? „Die Sonne schickt keine Rechnung“ ist Ihr Slogan. Wieso hat dann Deutschland die höchsten Strompreise der Welt?
- Speicher
Man kann im Stromnetz tatsächlich keinen Strom speichern (Baerbock und Aiwanger). Mehr Pumpspeicher-Kraftwerke sollen als Stromspeicher dienen. Alle 20 Pumpspeicher in Deutschland können rechnerisch den Strombedarf Deutschlands nur für 17 Minuten decken, dann sind alle Oberseen leer. Das neue HGÜ-Kabel NordLink nach Norwegen, Kapazität 1400 MW, 525 kV sollte das Problem entschärfen: „Austausch von Ökostrom und Stromspeicher für Deutschland“ verbreiteten die ÖR-Medien und das BMU. Norwegen hat 1.250 Staudamm-Wasserkraftwerke, aber nur ein kleines Pumpspeicherwerk, Saurdal mit 320 MWh Kapazität. Norwegen kann keinen überschüssigen Windstrom aus Deutschland speichern, das ist technisch unmöglich. Norwegen produziert äußerst kostengünstig sehr viel mehr Strom als es selbst verbraucht und exportiert in alle Länder rundum, auch nach England und jetzt nach Deutschland. Wenn überhaupt, nimmt Norwegen überschüssigen Ökostrom aus Deutschland nur zu negativen Preisen ab, d.h. wenn wir Geld dazugeben.
Das größte Batteriespeicherkraftwerk der Welt, die Moss Landing Energy Storage Facility in Monterey County (USA) hat eine Spitzenleistung von 300 MW und eine Kapazität von 1.200 MWh. Es bräuchte 200 solcher Batterien, um Deutschland nur vier Stunden mit Strom zu versorgen, dann sind sie leer. Um eine zweitägige Dunkelflaute zu überstehen, brauchte es für Deutschland 2.500 solcher Anlagen. Das Lithium dafür müsste wohl von einem anderen Planeten importiert werden. Und wir reden hier nur über die Stromversorgung, die derzeit 25 Prozent des Primärenergieverbrauches ausmacht.
Mit dem „Smart-Grid“ wollen Sie Millionen E-Autos als Stromspeicher „Power to car” nutzen. Das kann in Deutschland nicht funktionieren, denn die E-Autos von VW, Audi, Mercedes usw. sind technisch gar nicht rückspeisefähig. Nur einige japanische Versuchsfahrzeuge mit einer speziellen Chademotechnik können das. Außerdem ist das deutsche Stromnetz für bidirektionales Laden nicht ausgelegt und praktisch niemand in Deutschland ist freiwillig bereit sein Elektroauto als Stromspeicher für das allgemeine Netz zur Verfügung zu stellen. Haben Sie das Projekt heimlich schon beerdigt? Man hört davon nicht mehr viel.
Wasserstoff soll zum Speichern von Energie genutzt werden. Da bei der Umwandlung von Strom zu Wasserstoff und wieder zurück zu Strom physikalisch und technisch bedingt 75 % der Energie verloren geht und diese Anlagen sehr teuer sind, müsste der Strompreis lt. Handelsblatt auf über 1,50 € pro kWh steigen.
- Wasserstoff
Bisher wird Wasserstoff durch die Dampfreformierung aus Erdgas hergestellt. Bei niedrigen Erdgaspreisen gab es viele Anwendungsgebiete für den „grauen“ Wasserstoff.
Den klimaschädlichen „grauen“ Wasserstoff wollen Sie durch „grünen“ Wasserstoff ersetzen. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wollen Sie „grünen“ Wasserstoff in großen Mengen nach Deutschland bringen. Für die Herstellung einer Kilowattstunde Wasserstoff benötigt man drei bis vier Kilowattstunden Strom. Das ist nicht zu ändern, weil es die Physik so will. Die noch mit deutscher Hilfe (Geld) zu bauenden Elektrolysefabriken können technisch und wirtschaftlich nur funktionieren, wenn sie kontinuierlich, rund um die Uhr, arbeiten. Der Anteil der erneuerbaren Energie beträgt in den VAE nur 0,3 %! Da Wind und Solarstrom also ausscheiden, wird der Strom aus den gerade fertiggestellten 4 Kernkraftwerksblöcken, Typ APR, je 1.400 MW, in Barakah kommen. Die VAE betrachten ihre KKWs als Beitrag zur Klimaneutralität. Sie erzeugen große Mengen kostengünstigen „Ökoatomstrom“ rund um die Uhr für sich selbst und für deutschen Wasserstoff.
Herr Habeck, wie wollen Sie den Wasserstoff nennen? „Roten“ Wasserstoff? Wie wollen Sie den Wasserstoff nach Deutschland transportieren? Mit Tankschiffen? Es gibt weltweit nur einen sehr kleinen, nur 1.250 m³, Flüssiggastanker für Wasserstoff, die „Suito Fronitier“ (Japan). Die Wasserstofftechnik ist lebensgefährlich. Wasserstoff explodiert bei Luftzutritt ziemlich leicht. Deshalb plant ober baut niemand Wasserstofftanker.
Der Vorschlag den Wasserstoff in Ammoniak umzuwandeln, um ihn transportieren zu können geht technisch problemlos. Der Haken daran ist, es gibt nochmals große Energieverluste. Nach einer Umwandlung zurück zu Wasserstoff ist netto fast keine Energie mehr da. Wasserstoff zur Energiespeicherung oder für „grünen“ Stahl zu nutzen, wird unfassbar teuer (Handelsblatt). In Deutschland ist man über den Status kleiner Versuchsanlagen noch nicht hinausgekommen.
- Kohle
Die Braunkohle ist die einzige nennenswerte heimische Energie. Sie hat das Potential ein Drittel des deutschen Strombedarfes zu decken. Der Kohleausstieg hat dazu geführt, dass die Blöcke nach und nach abgeschaltet werden. Doch immer, wenn ein Block vom Netz geht, nimmt die Bundesnetzagentur ihn in die „Reserve“ und schaltet ihn bei Bedarf gleich wieder an.
Man kann Kohlestrom mit der CCS-Technik (CCS = Carbon Capture and Storage) CO2-frei (für die Atmosphäre) produzieren. Die Kohlendioxidvermeidungskosten bei einer CCS-Nachrüstung von Kohlekraftwerken liegen in einem Bereich von 65–70 Euro pro Tonne CO2 und im Fall von Gaskraftwerken bei 70–85 Euro pro Tonne CO2. Das rechnet sich, weil die CO2-Zertifikate der EU schon bald teurer sein werden.
Aber Sie haben CCS-Technik in Deutschland einfach verboten. Warum nur? Nennen Sie einen vernünftigen Grund. In Schweden funktioniert das schon. Das CO2 wird in tiefen geologisch geeigneten Schichten unter die Ostsee gepresst. Das Ergebnis Ihrer Politik ist aber, dass Deutschland wieder einmal eine Zukunftstechnologie verpasst hat.
- Kernenergie
Sie sagten, man kann über alles, also auch über Kernenergie, reden. Meinen Sie das wirklich ernst? Dann ändern Sie schnell das Atomgesetz und lassen Sie die Wirtschaft machen. Aber Sie blockieren mit falschen Argumenten den Weiterbetrieb der letzten drei KKWs und das Wiederanfahren von 3 weiteren Blöcken. Technische Probleme gibt es keine. Brennelemente rechtzeitig zu beschaffen ist mit etwas gutem Willen auch noch möglich.
Übrigens kommt aus Russland, entgegen Ihrer Behauptung, nur 4% des Urans für Deutschland. Sie zeigten jedoch offen Ihren Stolz über die erfolgreiche Vernichtung der deutschen Kernenergie.
Sie könnten im nächsten Winter und in den nächsten Jahren mit der Strommenge von 65 TWh, die von den letzten 6 Kernkraftwerken (8.200 MW) pro Jahr produziert werden kann, den größten Teil des russischen Erdgases CO2-frei ersetzen.
Wie wollen Sie den „Atomstrom“ ersetzen, wenn die KKWs demnächst vom Netz gehen? Wollten Sie diese Energie beispielsweise durch Windkraft ersetzen, dann bräuchten Sie allein dafür schon ca. 25.000 Windräder zusätzlich, um die gleiche Strommenge wie die 6 KKWs zu erzeugen (in 2019; Quelle: AGORA).
Hätte Frau Merkel nicht, zum Teil widerrechtlich (bei den ersten 8 KKWs geschehen), die Kernenergie in Deutschland beendet, könnten wir heute einen Anteil von 35 % CO2-freien Atomstrom im Strommix haben. Hätte Deutschland nicht nach Tschernobyl den planmäßigen Ausbau (z.B. Biblis Block C und D) der Kernenergie beendet, könnte Deutschland heute 80 % Atomstromanteil haben (ganz ähnlich wie Frankreich) und bräuchte kaum Erdgas oder Kohle.
Nun ist aber die bloße Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas zur Strom- und Wärmeerzeugung prinzipiell keine gute Idee. Diese fossilen Rohstoffe sind über viele Millionen Jahre entstanden. Wenn die Menschheit diese an sich wertvollen Rohstoffe für die Chemie, die Landwirtschaft und die Pharmazie in nur wenigen Jahrzehnten bei Gas und Öl und einigen 100 Jahren bei Kohle verbraucht, d.h. verbrennt, vernichtet, dann kann es durchaus sein, dass der Räumungsbefehl für den Menschen auf dem blauen Planeten schon geschrieben ist.
Die Erde birgt aber einen riesigen Schatz, der ein Glücksfall für die Menschheit sein könnte. Einen fast unerschöpflichen Vorrat von Uran und Thorium. Diese beiden Elemente taugen zu nichts anderem als zur CO2-freien Erzeugung von Energie für Milliarden Menschen für Jahrhunderte. Die Möglichkeiten sind schon heute verfügbar: Die Wiederaufarbeitung und der Brennstoffkreislauf. Die Brütertechnologie nutzt Uran Faktor 100 besser aus als bisherige Reaktoren. Aus den Weltmeeren lassen sich mehr als 1 Mrd. Tonnen Uran wirtschaftlich gewinnen. China erforscht diese Methoden schon. Der Weltklimarat, IPPC und die grünen Parteien in anderen Ländern empfehlen ausdrücklich die CO2-freie Nutzung und Entwicklung der Kernenergie zum Klimaschutz. Kann es sein, dass wir der energiepolitische Geisterfahrer sind und nicht all die anderen?
Könnte die Kernfusion die bessere Alternative zur Kernspaltung sein? Die baldige Verfügbarkeit von Kernfusionskraftwerken ist enttäuschend. Es gilt seit Jahrzehnten die Feststellung: Es wird die ersten Fusionskraftwerke ganz sicher in 10 Jahren geben, und zwar unabhängig vom Zeitpunkt dieser Aussage.
- Gas, LNG
Die Volatilität der „Erneuerbaren“ ist das größte Problem. Wind steht eben nur mit 25 % der Vollaststundenzahl des Jahres zur Verfügung, Sonne nur zu etwa 10 % des Jahres. Daher hatte der Koalitionsvertrag folgerichtig einen massiven Ausbau von Gaskraftwerken vorgesehen. Die etwa 60 neuen Gaskraftwerke mit einer Leistung von 43 GW zu 40 Mrd.€, lt. Boston Consulting Group, werden nun aber eine neue Lieferquelle benötigen. Dies erfolgt in einer Lage, in der die Gasmärkte der Welt bereits von Engpässen und extremen Preisentwicklungen gekennzeichnet sind. Aktuell ist der Gaspreis achtmal so hoch wie vor einem Jahr.
Für den Klimaschutz sind Gaskraftwerke schlecht. Die CO2-Bilanz ist bei GuD-Anlagen (Gas und Dampfkraftwerke) mit 60% Wirkungsgrad nicht besser als bei Kohlekraftwerken. Bei reinen Gasturbinen mit nur 30 % Wirkungsgrad ist der CO2-Ausstoß leider doppelt so hoch.
Sie waren zu Besuch in Katar und verkündeten danach jubilierend, Deutschland habe mit Katar eine Gaspartnerschaft geschlossen. Saad Al-Kaabi holte die Erwartungen der Deutschen aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurück: Gar nichts sei vereinbart worden. Al-Kaabi, der Energieminister der kleinen Golf-Monarchie, verpasste Ihren großen Erwartungen einen heftigen Dämpfer. Auch wenn man wollte, könne man leider keine großen Mengen an Gas nach Europa liefern, sagt der oberste Gasverkäufer des Landes in einer Politikkonferenz in der Hauptstadt Doha: „Unsere Kapazitäten sind mehrheitlich in langfristigen Verträgen in Asien gebunden. Das erlaubt es uns leider nicht, kurzfristig größere Mengen abzuzweigen und nach Deutschland zu liefern.“
Die gleiche Situation in den USA. Präsident Biden verspricht Fracking-LNG, kann aber lt. Wallstreet Journal gar nicht liefern. Da die meisten LNG-Lieferungen Teil langfristiger Verträge sind, sind die Anlagen derzeit voll ausgelastet, und da der größte Exporteur bis in die 2040er Jahre „ausverkauft“ ist, gibt es nur sehr wenig überschüssiges LNG das nach Europa geliefert werden kann…
Cheniere Energy Inc., der größte Exporteur von verflüssigtem Erdgas in den USA, hat die geplante Produktion aus der 7 Milliarden Dollar teuren Erweiterung seiner Anlage in Corpus Christi bis in die 2040er Jahre ausverkauft, sagte der CEO des Unternehmens, Jack Fusco.
Selbst wenn irgendwoher Flüssiggas als Ersatz für das russische Erdgas geliefert werden könnte, wären die Frachtraten gewaltig: 3 – 4 LNG-Tanker pro Tag! Das bedeutet einen Bedarf von 60 bis 80 Schiffen zusätzlich allein für Lieferungen nach Deutschland. Diese Flüssiggastanker (Gas-Temperatur: minus 160 °C) verlieren technisch bedingt 0,2 bis 0,6 % ihrer Fracht pro Tag(!) als s.g. Boil-off-Gas. So gelangt das klimasensitive Methan in großen Mengen direkt in die Atmosphäre.
- Fracking
Die letzten 6 Kernkraftwerke, die zum Antritt der Regierung Scholz noch vorhanden waren, sollten durch neue Gaskraftwerke ersetzt werden, die 120 TWh Gas pro Jahr verbraucht hätten. Durch Nutzung der 1.300 Mrd. m³ Schiefergas in Norddeutschland und unter der Nordsee könnte jetzt ein großer Teil der Energielücke geschlossen werden. Die eigenen vorhanden Gasschätze im deutschen Schiefergestein zu heben, wurde aber einer grünen Wohlfühlpolitik geopfert und von Ihnen verboten.
Warum lehnt Ihre rot-grün-gelbe „Fortschrittskoalition“ Fracking in Deutschland ab? Sachliche Gründe sind nicht bekannt. Erdbeben kommen, anders als bei der Geothermie, nicht vor. Die Fracking-Flüssigkeit besteht zu 99,51 Prozent aus Wasser und Sand. In den verbleibenden 0,49 Prozent stecken Chemikalien, die man allesamt auch in der Küche, im Badezimmer oder in der Garage findet: Zitronensäure (Zitronensaft), Glutaraldehyd (Desinfektionsmittel), Guarkernmehl (Eiskrem), Isopropanol (Deodorant), Borsäure (Handwaschseife), Ammoniumpersulfat (zum Haare färben), Kaliumchlorid (intravenöser Tropf), Natriumkarbonat (Geschirrspüler), Äthylenglykol (Enteiser) und Ammonium-Bisulfit (Kosmetika). Die Fracking-Chemikalien sind weder giftig noch krebserregend, auch wenn es permanent von Ihrer Seite behauptet wird.
- E-Autos
Elektroautos werden immer zu 100% mit Strom aus Kohle oder Erdgas betrieben! Niemand kann das widerlegen. Wieso nicht? Durch die Vorrangeinspeisung der Erneuerbaren kann kein zusätzlicher Strom aus Wind oder Sonne erzeugt werden, wenn man Strom braucht, denn er ist ja schon komplett im Netz. Erneuerbare können nicht „hochfahren“. Wenn ein E-Auto an die Steckdose geht, muss also ein regelbares Kohle- oder Gaskraftwerk zeitgleich die Leistung erhöhen, um den Akku zu laden. Wie wollen Sie diesen Strom (min. zusätzliche 40 GW) nach dem Kohle- und Gasausstieg für Millionen E-Autos (und Millionen Wärmpumpen) erzeugen?
Ein Audi E-Tron, z.B., hat einen 17 Tonnen schweren CO2 Rucksack. Er hat erst nach 166.000 km einen ökologischen Vorteil gegenüber einem Verbrenner, aber nur, wenn der gesamte Strom erneuerbar hergestellt wurde. Zusätzlich ist der Verbrauch an Rohstoffen für E-Autos wesentlich höher als bei Verbrennern. Das ist ökologischer und ökonomischer Wahnsinn und für das Klima eher schädlich (lt. Prof. Lesch).
Warum wollen Sie durch Milliarden schwere Subventionen Elektroautos auf die Straße drücken, wenn doch der Schaden so immens groß ist? (Quelle: WDR –Die Story, Prof. Harald Lesch und Fraunhofer Institut)
Wenn nur jede 2. Garage Deutschlands ein Wallbox erhält, müsste Deutschland innerhalb der Kommunen komplett neu verkabelt werden. Eine mittelfristig nicht lösbare Aufgabe mit gigantischen Kosten für die EVUs.
Sie wollen auch E-fuels (E-Diesel) für den LWKs, Schiffe und Flugzeuge durchsetzen. E-fuels werden aus CO2 und Wasserstoff synthetisiert. Zur Herstellung von einem Liter benötigt man 27 kWh Strom. Der Preis pro Liter E-Diesel liegen bei mindestes 12,- € (ohne die Steuern wie bei herkömmlichem Diesel).
Ihre Lösung der Transportprobleme: Sie werben für E-Lastenfahrräder als zukunftsweisende Transportmittel! Da haben Sie einen Witz gemacht, oder? Und in China fährt der Transrapid in die Zukunft.
Maisfelder, der Hit der deutschen Landwirtschaft, soweit das Auge reicht für Ethanol im E10-Benzin tötet nicht nur Insekten (Neonicotinoide) sondern auch Menschen: Hungersnöte in Afrika. „Teller oder Tank?“. Wäre es nicht geboten diesen Unsinn sofort zu beenden? Halten Sie die Abholzung von Regenwäldern für deutschen Biodiesel für gerechtfertigt, um Ihre Klimaziele zu erreichen?
- Heizung
Neue Öl- und Gasheizungen wollen Sie verbieten. Wärmepumpen sollen Öl- und Gasheizungen sehr bald ersetzen. Sechs Millionen Wärmepumpen sollen bis 2030 installiert werden. Sie sind sehr teuer, verbrauchen viel Strom und machen Lärm. Der Stromverbrauch für Wärmepumpen liegt bei 27 bis 42 kWh pro qm Wohnfläche. Dies bedeutet bei einem Haus mit 160 qm Wohnfläche einen mittleren Stromverbrauch von ca. 4320 kWh bis 6720 kWh pro Jahr zusätzlich.
Wärmepumpen funktionieren nur in sehr gut gedämmten Häusern. Allein für den Einbau werden 100.000 zusätzliche Fachkräfte in Deutschland gebraucht.
Heizung und Warmwasser mittels Fernwärme aus Kohlekraftwerken hat einen Anteil von 13,9 Prozent (5,6 Mio. Wohnungen) im Wärmesektor. Mit der deutschen Abschaltkaskade der Kohlekraftwerke stellt sich die Frage nach dem Ersatz der entfallenden Fernwärmelieferungen. Röhrenwärme soll durch dezentrale Heizungen (?) und Blockheizkraftwerke ersetzt werden. Haben Sie hierzu ein Konzept, wie das gemacht werden soll? Haben Sie einen Zeit- und Kostenplan?
- Blackout
Sehen Sie die Gefahr eines großen Blackouts? Ist es nicht bedenklich, dass es bald kaum noch „schwarzstartfähige“ Kraftwerke mehr gibt und schon heute Phasenschieber zur Netzstabilität gebraucht werden?
Kennen sie die Auswirkungen fehlender Schwungmassen (große Turbinen und Generatoren) für die Netzstabilität? Unkontrollierte schwer beherrschbare Blackouts wird es vielleicht selten geben. Aber Brownouts, Stromabschaltungen, die zeitlich und örtlich begrenzt sind, genau wie in Drittweltländern, sind ziemlich sicher.
2020 gab es 56 Nächte ohne Wind. Die Stromversorgung konnte nur mit Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen sichergestellt werden. Sind wir also schon in der Strommangelwirtschaft, angesichts der Zahlungen von 1,2 Mrd. Euro (2019) für Redispatch (Eingriffe in die Stromerzeugung zur Vermeidung von Überlastungen des Netzes)?
- Energiemangelwirtschaft
Sie sagen, dass es nach dem großen Abschalten in Deutschland dann Strom nicht mehr „bedarfsgerecht“, sondern „angebotsorientiert“ geben wird. Und zwar zu „nachhaltig-gerechten“ Strompreisen. Was soll das sein? Kostet dann die Energiewende eine „Kugel Eis“ pro Kilowattstunde?
Zum Vergleich: Frankreich hat mit seinen 57 KKW-Blöcken nur ein Fünftel der CO2-Emmisionen wie Deutschland bei einem nur halb so hohen Strompreis. Es erzeugt 70 % seines Stromes mit Kernenergie. Heizung, Warmwasser und Klimaanlage, alles mit Atomstrom. Frankreich braucht kein Erdgas oder LNG und keine Wärmepumpen. Ist das nicht ein Grund um neidisch zu sein, Herr Habeck? Hier ist das gut zu erkennen: https://app.electricitymap.org/zone/DE
Ist die Summe der Förderung für erneuerbare Energien von etwa 100 Mrd. Euro pro Jahr für alle Subventionen, EEG-Umlagen, CO2-Steuer, Steuererleichterungen, Kaufprämien für E-Autos, staatliche Förderprogramme für alles Mögliche nicht jetzt schon viel zu hoch für unsere Volkswirtschaft? Nach den Plänen der Regierung werden diese Ausgaben noch gewaltig steigen. Ist es wahr, dass bis 2030 mehr als 2 Billionen Euro benötigt werden auf dem Weg zur Klimagerechtigkeit, wie Sie es nennen? Ist es nicht ein Taschenspielertrick, den Sie zusammen mit Herrn Lindner machen, wenn Sie die EEG-Umlage von der Stromrechnung auf die Steuerzahlung verschieben?
„Der Mangel an Kompetenz, Wissen und Bildung gibt sich durch nichts deutlicher zu erkennen als durch falsche Verwendung von Begriffen und Einheiten.“ Ein Basiswissen in Physik und Mathematik ist in der Politik und den ÖR-Medien nicht vorhanden. Leistung und Energie werden ständig falsch verwendet. Bei Kapazität, Wirkungsgrad und den Hauptsätzen der Thermodynamik herrscht Ahnungslosigkeit. Mega, Giga oder Terra: alles egal. Was für ein Unsinn dabei herauskommt zeigt sich an diesen Beispielen:
„Ein Windrad erzeugt 5 Megawatt Strom (ARD). Die Sonne schickt keine Rechnung (GRÜNE). Atom- und Kohlestrom blockieren die Leitungen (Professorin C. Kemfert). Im Stromnetzt sind viele Gigabyte (Cem Özdemir). Kühltürme rauchen (WDR). Die FFF-Bewegung: Wenn das Eis am Nordpol geschmolzen ist, steigt der Meeresspiegel.“ Die Kinder wären besser freitags in die Schule gegangen und hätten etwas von Archimedes gelernt. Daniel Günther, MP von Schleswig-Holstein hat unlängst in der Welt behauptet, dass seine 1,9 GW Windkraftleistung mehr Strom erzeugt hat als das KKW Brokdorf mit 1,4 GW. In Wahrheit hat das KKW 3,5-mal so viel Strom, Einheit: GWh, erzeugt. Wer ist hier dümmer, was meinen Sie? Der Politiker ohne Basiswissen oder die Zeitung, die keine Ahnung vom Thema hat und nichts korrigiert?
Wissen Sie, dass es „Erneuerbare Energie“ eigentlich gar nicht gibt? Man kann Energie weder erzeugen noch vernichten oder verbrauchen oder erneuern. Energie lässt sich immer nur umwandeln oder speichern. Am Ende aller Prozesse ist immer nur Wärme da. Die Sonne schickt unablässig Strahlungsenergie. Die lässt sich in elektrischen Strom umwandeln über die PV und den Wind. In Kohle, Öl und Gas ist Sonnenenergie chemisch gespeichert. Im Uranatomkern sind nukleare Bindungskräfte freisetzbar, die Wärme erzeugen. Wenn man Physik in der Schule abgewählt hat, kann von den Erhaltungssätzen natürlich nichts wissen.
Deutschland hat eine Vorreiterrolle, sagen Sie immer wieder, doch niemand reitet hinterher, so ist der Eindruck. Francois Macron sagt dazu: „Die Deutschen haben jedes Recht, zu entscheiden, dass sie aus der Nuklearenergie aussteigen wollen. Das ist ihre Sache. Aber ich fände es gut, wenn sie eine solche Agenda nicht in Europa pushen würden. Ich würde mir mehr Respekt und Verständnis dafür wünschen, dass unsere Analyse und Risikoabwägung – und die vieler europäischer Länder – anders sind.”
Einzig in der Welt schalten wir die besten KKWs ab. Haben Sie sich mal gefragt, ob Sie nicht der energiepolitische Geisterfahrer sind und nicht die anderen 50 Nationen, die gerade KKWs bauen statt abschalten?
Der deutsche Anteil an den CO2 Emissionen der Welt beträgt nur 2 %. Mit der deutschen Energiewende das Weltklima retten zu wollen, ist in etwa so sinnvoll, wie eine gebratene Weihnachtsgans zum Tierarzt zu bringen. Was wir an CO2 einsparen, hat Indien und China im nächsten Moment schon wieder ausgestoßen.
Die Wahrheitsfindung bei den Themen Energie und Klima ist scheinbar schwierig. Ein Zitat von Berthold Brecht hierzu: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ Sie müssen sich fragen: „Betreiben wir eine Energiewende ins Nichts?“ Im Jahr 2019 erschien im „Wall Street Journal“ ein Artikel über die deutsche Energiepolitik mit dem Titel „World’s Dumbest Energy Policy“ („Die dümmste Energiepolitik der Welt“).
Im Artikel wird aufgezeigt, dass „unzählige Milliarden“ in „unzuverlässige Wind- und Sonnenenergie“ geflossen sind und dass Deutschland nach dem Abschalten von Atom- und Kohlekraftwerken wahrscheinlich in eine Katastrophe schlittert. Ein Kommentar dazu lautete: „Herr Habeck will die Probleme lösen, die es ohne die „Grünen“ überhaupt nicht gäbe. Physik wird bei Ihnen offenbar klein geschrieben. Man muss nur wollen, dann kann man auch die Gesetze der Physik und der Mathematik außer Kraft setzen. Politiker der Grünen spielen unverdrossen mit der Idee des Klimanotstandes, um die „große Transformation(?)“ einzuleiten. Das macht Menschen Angst. Es gibt tatsächlich schon Psychotherapien wegen “Klimaangst”. Einstein sagte: „Die Dummheit der Menschen und das Weltall sind unendlich groß.“ Jedoch in einem Fall irrte er sich: Beim Weltall.
Herr Habeck, wenn Sie erkannt haben sollten, dass Sie ein totes Pferd reiten, sollten Sie absteigen. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und freue mich darauf!
Hans Ambos
Bensheim
Der Artikel erschien zuerst bei Die kalte Sonne hier
Weltenbrand – ZurZeit Nr. 20
Wie jede Woche dürfen wir Ihnen unsere aktuelle Ausgabe des Wochenmagazin ZurZeit präsentieren. Diesmal mit folgenden Thema:
Weltenbrand: Drohgebärden, Hysterie oder Wunschdenken?
- Bernhard Tomaschitz: Ein Gespenst geht wieder um Seite 28–38
- Jürgen Reichardt im ZZ-Gespräch Seite 32–35
- Atomkriegssimulation im BRD-Generalstab Seite 38–39
Gastkommentare und Interviews:
- Manfred Tisal über Lichtgestalten in der Politik Seite 14–15
- Wolfgang Zanger über eine nötige Trendwende in der Steiermark Seite 15
- Otto Widetschek über den Zivilschutz beim Einsatz von Kernwaffen Seite 28–31
- Jürgen Reichardt über das Risiko eines Atomkriegs, das „Gleichgewicht des Schreckens“ und den Verlauf des Ukrainekrieges Seite 32–35
Was gibt es sonst noch zu lesen?
- Gecko will Bürger an Maske „gewöhnen“ Seite 4
- Editorial: Abschied von der Neutralität Seite 6–7
- ÖVP-Parteitag: Bunkerstimmung bei Türkis Seite 8–9
- Türkis–Grün gegen Trafikanten Seite 10–11
- Heuchlerei: Grüne Kriegstreiber Seite 12–13
- Kunasek bleibt Obmann der FPÖ Steiermark Seite 14–15
- Absturz: Ende der Linkspartei? Seite 16–17
- Europa: Wider das EU-Diktat und die Kiewer Propaganda Seite 18–19
- Ausland: Wahlsonntage bei den Eidgenossen Seite 20
- China: Hat Ukraine-Krieg Taiwan gerettet? Seite 21–23
- Westsahara-Konflikt: Gas- & Migrationserpressung Seite 24–25
- Inflation: Dichtung und Wahrheit Seite 26–27
- A. Mölzer: Als wir lernten, die Bombe zu lieben Seite 40–41
- Geldverschwendung: Kultursubventionen Seite 43–44
- Otto Wagner und die Mölkerbastei Seite 45
- Geschichte: Standrecht in Österreich Seite 48–49
- Gesellschaft: Frauenpower auf dem Land Seite 51–52
- ORF: Fass ohne Boden Seite 55
Und noch vieles mehr…
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Ehemaligen Pfizer-Chef Mike Yeadon hat Recht behalten – wir wurden belogen
Es gab eine Zeit, in der der Name des ehemaligen Pfizer-Chefs aus den Schlagzeilen der sozialen Medien Großbritanniens nicht wegzudenken war. Mike Yeadon ist, wie Sie wissen, der erste hochrangige britische Forscher und Spezialist für Biochemie und Immunologie, der seinen Kopf über die Brüstung streckte und seine tiefen Bedenken über die Lockdown- und PCR-Tests und dann die Covid-„Impfstoffe“ äußerte.
Seine Ansichten waren im wissenschaftlichen Establishment der Regierung nicht nur unerwünscht: Sie wurden ignoriert, verspottet und zum Schweigen gebracht. Doch in dieser Welt, in der man sich auf wissenschaftlichen Sachverstand verlässt, wurde seine Meinung nie in Frage gestellt. Seit dem Herbst 2020, als er über die Pseudoepidemie der PCR-Falschpositive schrieb und zusammen mit anderen europäischen Chefärzten und Parfümeuren an die Europäische Arzneimittel-Agentur schrieb, um vor den kaum getesteten mRNA-Impfstoffen zu warnen, muss er das Gefühl gehabt haben, mit dem Kopf gegen eine Mauer zu stoßen. Im Dezember letzten Jahres hatte er genug und verließ dieses Land, um mit seiner erstaunlichen, hilfsbereiten und liebenswerten Frau Joanna nach Florida zu ziehen.
Vor etwas mehr als einem Jahr führte James Delingpole ein Marathon-Interview mit ihm, von dem wir die Abschrift veröffentlichten, die hier verlinkt ist.
Zwölf Monate später hat James ihn in Florida aufgespürt und die Übung wiederholt. Etwa zwanzig Minuten nach Beginn des Interviews fragt James Mike, ob sich seine Position verhärtet hat. Aus seinen Antworten geht hervor, dass sich die ernsten Bedenken, die er bereits im Frühjahr 2020 geäußert hatte, bestätigt haben.
In den nächsten Tagen werden wir eine Reihe von Auszügen aus dem Interview veröffentlichen, die Dr. Yeadon als Covid-Lügen bezeichnet:
MIKE YEADON: Ich wurde schon sehr früh misstrauisch. Als ich den Begriff „Lockdown“ hörte, dachte ich sofort: „Das ist Gefängnisslang“, und ich dachte: „Ich werde die Literatur suchen, die Lockdown oder Shelter in Place unterstützt.
Es gibt keine. Also gibt es keine. Es ist noch nie irgendwo verwendet worden. Richtig? Ende März war mir also klar, dass wir uns in einen bösen, dunklen Tunnel begeben würden, und als es dann – statt drei Wochen – mehr als drei Wochen dauerte, um die Kurve abzuflachen, oder jedenfalls als Herr Johnson den Lockdown verlängerte, da fielen mir die Haare aus. Denn ich dachte: „Es gibt keinen Grund, warum sie es jemals freigeben sollten“.
Ich denke, dass ich zuerst auf diese Idee gekommen bin – weil ich wahrscheinlich nicht glauben konnte, dass es geplant sein könnte – aus zwei Gründen. Erstens habe ich nicht geglaubt, dass die Menschen so böse sein würden, und zweitens ist es sicher zu kompliziert. Aber wir werden auf beides zurückkommen.
Und deshalb dachte ich: „Nun, dann sind diese Leute Opportunisten“. Weißt du, wenn du ein grüner Mensch bist und es dir wirklich lieber wäre, wenn wir nicht fliegen oder mit dem Auto fahren würden, dann würdest du denken: „Oh mein Gott, die Reisetätigkeit ist reduziert, das werden wir ausnutzen. Und dann gibt es noch andere Leute im Finanzsystem, die das vielleicht nutzen könnten, um riesige Geldsummen durch Subventionen von den armen Leuten, die die Steuern zahlen, zu den reichen Leuten zu transferieren, die letztendlich die Subventionen erhalten, also könnten sie … und dann die Pharmaindustrie, wissen Sie, die haben vielleicht an ein paar Impfstoffen herumgebastelt, und dann heißt es: „Oh mein Gott, statt ein paar hundert Millionen Dosen können wir vielleicht jeden zweimal impfen. Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr verlockend sein könnte.
Und ein paar Monate lang hatte ich mich damit zufrieden gegeben. Ich benutzte den Ausdruck ‚Konvergenzopportunismus‘. Das klingt irgendwie vernünftig, ist aber Quatsch. Und ich fand ihn irgendwie nicht ganz richtig. Und warum? Zu viel Vorbereitung? Wie kommt es, dass die ganze Welt am Ende über genügend PCR-Tests verfügt, um Abstriche von einer beliebigen Anzahl von Menschen zu machen, die fast überall getestet werden, von Costa Rica über Mexiko bis New York und so weiter. Das erfordert buchstäblich – es waren wahrscheinlich Dutzende von Milliarden dieser Dinger – mehr Einheiten von jedem einzelnen medizinischen Produkt, das jemals hergestellt wurde, abgesehen von Aspirin oder so, oder den rezeptfreien Kopfschmerztabletten. Es war zu viel Vorbereitung nötig.
Aber nun zu dem Punkt, dass die Menschen doch nicht so schlecht sind, oder? Ich bin immer wieder auf Beispiele gestoßen. Sie erinnern sich vielleicht an eines, ich glaube, es war in den 1980er Jahren, als es einen Skandal um verseuchtes Blut gab. Es ging um den Sohn der besten Freundin meiner Schwester, die nebenan wohnte, und ihr Sohn hatte dieses verunreinigte Blutprodukt zur Behandlung seiner Hämophilie erhalten. Und ich glaube, er hatte eine der schlimmeren Hepatitiden bekommen und war in Gefahr zu sterben, entweder an der Hepatitis oder an Krebs, der eine Folge davon sein kann.
Es stellte sich heraus, dass die Beamten und die damaligen Regierungen sehr wohl wussten, dass die Blutprodukte entweder verunreinigt waren oder wahrscheinlich verunreinigt waren, weil die Blutprodukte zu niedrigen Kosten geliefert wurden, weil sie von Gefangenen und intravenösen Drogenkonsumenten in den USA gesammelt wurden, die einfach hingehen und Blut spenden konnten. Und die Regierungen sagten im Grunde nur: „Das ist uns egal. Wir werden nicht erwischt, und das ist das Problem von jemand anderem“. Und es hat mehrere solcher Beispiele gegeben.
Wenn die Leute sich die „Covid Lügen“ [die in einer Rede im Mai 2020 dargelegt wurden] ansehen möchten, um zu sehen, wie viel davon der Wahrheit entspricht – und die Antwort ist leider: nichts davon. Es sind 12 und ich füge ständig neue hinzu.
- Um die Menschen dazu zu bringen, die Flucht zu ergreifen und zu tun, was man ihnen sagt, hat man uns darüber belogen, wie tödlich dieses Virus im Vergleich zu anderen Atemwegsviren ist. Also außergewöhnlich tödlich. Das ist doch nicht wahr, oder? Es ist ein bisschen schlimmer als die Grippe.
- Sie sagten, weil es neu ist, gäbe es keine vorherige Immunität. Nun, das ist immer unwahrscheinlich, weil Viren, selbst unter mysteriösen Umständen, wenn sie mit früheren Viren verwandt sind, einige Menschen mit Verwandten dieser früheren Viren in Berührung gekommen sein werden. Und es ist wahr. Ich wusste, dass es wahr sein würde, und es war wahr. Zwischen einem Drittel und der Hälfte der Menschen hatten also eine Art von Immunität. Es könnte SARS-CoV-1 sein. Es könnte von anderen … Es gibt mehrere Coronaviren, von denen einige Erkältungen beim Menschen verursachen. Ich glaube, es gibt jetzt etwa sieben Coronaviren, die die menschlichen Atemwege infizieren. Aber das war die Idee, mit der wir geschlagen sind… wissen Sie?
Die Leute, die sich gegen Viren aussprechen, gehen mir manchmal auf die Nerven… Aber wenn ich zurückschlage und sage: „Ich akzeptiere, dass es keine Viren gibt, solange Sie mir eine alternative Erklärung für die Übertragung liefern. Die allgemeine Erfahrung ist, dass sich Menschen gegenseitig mit Erkältungen anstecken. Wenn Sie mir also sagen, dass es sich um eine reine, wie nennt man das? Terrain. Wie Depressionen oder schlechte Ernährung. Wie kommt es dann, dass ein gesunder, fröhlicher Mensch einen erkälteten Freund besucht und sich dann erkältet? . . Wenn Sie es also nicht Viren nennen und sagen, es ist nicht diese kleine Kugel, die ein Exosom ist, dann ist das in Ordnung, verstehen Sie? Aber ich denke, es gibt einen übertragbaren Erreger, und ich denke, das ist die allgemeine Erfahrung der Menschen.
Außerdem kann man auf immunologischer Ebene Antikörper und T-Zellen nachweisen, die auf Teile von Dingen reagieren, die wir Viren nennen. Selbst wenn sie es also nicht sind, gibt es einen molekularen Fingerabdruck, den ich als solchen bezeichne, der nach einer Infektion zurückbleibt.
Es ist also die allgemeine Erfahrung, mit Atemwegserkrankungen infiziert zu sein.
Aber, ja, das waren zwei und ich bin davon abgewichen. Aber was haben die anderen Leute gesagt? ‚Niemand ist sicher, bis alle sicher sind.‘ Ich meine, das ist… komm schon.
- Wir wussten damals und es hat sich seitdem verfestigt, dass so ziemlich die einzigen Menschen, die ernsthaft gefährdet sind, wirklich krank zu werden und zu sterben, die Menschen sind, die aufgrund ihres Alters und meist zusätzlicher chronischer, lebensverkürzender Krankheiten dem Ende ihres Lebens nahe sind. Sie sehen also, dass wir uns nicht verschließen sollten, denn die Krankheit ist nicht viel schlimmer als die Grippe, wenn überhaupt. Und viele Menschen sind immun. Die einzigen, die wirklich betroffen sind, sind die alten Menschen.
- Dann wurde uns sehr schnell gesagt, dass man dieses Ding, dieses Virus, auch ohne Symptome in sich tragen und übertragen kann. Das ist einfach nicht wahr. Ich sage nicht, dass es nie vorkommt, aber es ist extrem selten, es ist epidemiologisch irrelevant. Ich würde also sagen, das war die zentrale psychologische Täuschung. Ich halte kurz inne und sage das noch einmal. Die Vorstellung, dass man diesen Erreger in sich tragen und weitergeben kann, ohne selbst irgendwelche Symptome zu haben, ist die zentrale psychologische Täuschung. Man hat Ihnen also gesagt, dass Sie Angst haben sollen: „Das ist eine wirklich schreckliche Sache. Und ihr müsst alle Masken tragen und euch absondern“, denn jede Person, die die Straße entlanggeht, könnte euch anhauchen und anstecken, und ihr könntet Oma umbringen und so weiter. Und die Leute glauben das jetzt, zwei Jahre später, immer noch, obwohl die Daten (etwas anderes sagen) und ihre Erfahrung ist, dass sie niemanden kennen, der nicht relativ alt und bereits krank ist und gestorben ist.
Aber nichtsdestotrotz, das war der zentrale Punkt… das ist brillante, brillante Psychologie.
Wir werden morgen mit Dr. Yeadons bewährten und bestätigten Covid-Lügen fortfahren.
Sie können sich das gesamte Gespräch im Podcast von James Delingpole hier anhören, einschließlich Mikes Bericht darüber, wie er Ende letzten Dezember legal über die mexikanische Grenze in die USA eingereist ist.
Wie Medienberichte über „Zusammenstöße“ über israelisch-palästinensische Gewalt in die Irre führen
Am 13. Mai 2022 griff die israelische Polizei Trauernde an, die den Sarg der getöteten palästinensisch-amerikanischen Journalistin Shireen Abu Akleh trugen, schlug mit Schlagstöcken auf die Sargträger ein und trat auf sie ein, als sie zu Boden fielen.
Wer jedoch die Schlagzeilen der ersten Berichte mehrerer US-Medien überflog, konnte einen anderen Eindruck von den Ereignissen gewinnen.
„Israelische Polizei stößt mit Trauernden bei Trauerzug zusammen“, lautete die Überschrift des Online-Berichts von MSNBC. Das Wall Street Journal hatte eine ähnliche Schlagzeile für seinen Bericht: „Israelische Streitkräfte und Palästinenser stoßen im Westjordanland vor der Beerdigung eines Journalisten zusammen“.
Fox News begann seinen Artikel mit „Zusammenstöße brachen am Freitag in Jerusalem aus, als Trauernde an der Beerdigung der altgedienten amerikanischen Al Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh teilnahmen, die am Freitag bei einer Razzia in der Stadt Dschenin im Westjordanland erschossen wurde.“
In den Schlagzeilen dieser Artikel wird weder erwähnt, wer die Gewalt angezettelt hat, noch gibt es irgendeinen Hinweis auf das Machtungleichgewicht zwischen einer schwer bewaffneten israelischen Polizeitruppe und scheinbar unbewaffneten palästinensischen Zivilisten.
Solche Formulierungen und Auslassungen sind in der Berichterstattung über Gewalttaten der israelischen Polizei oder des israelischen Militärs üblich. Ähnliche Schlagzeilen gab es im April nach einem Vorfall, bei dem die israelische Polizei während des muslimischen heiligen Monats Ramadan Gläubige in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem angriff. Auch damals wurden die Angriffe der Polizei auf die Gläubigen – bei denen bis zu 152 Palästinenser durch Gummigeschosse und Schlagstöcke verletzt wurden – weithin als „Zusammenstöße“ bezeichnet.
Und Schlagzeilen sind wichtig – viele Amerikaner lesen nicht über sie hinaus, wenn sie Nachrichten konsumieren oder Artikel online teilen.
Neutrale Begriffe sind nicht immer neutral
Die Verwendung eines Wortes wie „Zusammenstöße“ mag bei einem so umstrittenen Thema wie dem israelisch-palästinensischen Konflikt, bei dem es auf beiden Seiten zu Gewalttätigkeiten kommt, sinnvoll erscheinen.
Als Wissenschaftlerin der palästinensischen Geschichte und Analytikerin der US-Medienberichterstattung zu diesem Thema bin ich jedoch der Ansicht, dass die Verwendung neutraler Begriffe wie „Zusammenstöße“ zur Beschreibung von Angriffen der israelischen Polizei und des Militärs auf palästinensische Zivilisten irreführend ist. Dabei werden Fälle übersehen, in denen israelische Streitkräfte Gewalt gegen Palästinenser ausüben, die keine Bedrohung für sie darstellen. Außerdem wird den offiziellen israelischen Darstellungen oft mehr Gewicht verliehen als den palästinensischen.
Den US-Medien wird seit langem vorgeworfen, ihr Publikum in die Irre zu führen, wenn es um Gewalt gegen Palästinenser geht. Eine MIT-Studie aus dem Jahr 2021, die 50 Jahre Berichterstattung der New York Times über den Konflikt untersuchte, stellte fest, dass das Passiv überproportional häufig verwendet wird, wenn es um negative oder gewalttätige Handlungen gegenüber Palästinensern geht.
Die Verwendung des Passivs – z. B. die Meldung, dass „Palästinenser bei Zusammenstößen getötet wurden“, statt „israelische Streitkräfte töteten Palästinenser“ – trägt dazu bei, Israel vor einer Überprüfung zu schützen. Sie verschleiert auch den Grund, warum so viele Palästinenser wütend auf Israel sind.
Das gilt nicht nur für die New York Times. Eine 2019 von kanadischen Datenforschern durchgeführte Analyse von mehr als 100.000 Schlagzeilen aus 50 Jahren US-Berichterstattung in fünf Zeitungen kam zu dem Schluss, dass „die Berichterstattung der US-Mainstream-Medien über den Konflikt Israel begünstigt, und zwar sowohl durch die schiere Menge der behandelten Geschichten als auch dadurch, dass sie den Israelis mehr Möglichkeiten bietet, ihren Standpunkt zu verstärken.“
In der Studie von 2019 wurde auch festgestellt, dass Wörter, die mit Gewalt assoziiert werden, wie „Zusammenstoß“ und „Zusammenstöße“, eher in Berichten über Palästinenser als über Israelis verwendet werden.
Konkurrierende Narrative
Ein Problem bei der Verwendung des Begriffs „Zusammenstoß“ ist, dass er Vorfälle verschleiert, bei denen israelische Polizei- und Sicherheitskräfte Palästinenser angreifen, die keine Bedrohung für sie darstellen.
Amnesty International, eine Menschenrechtsorganisation, beschrieb den jüngsten Vorfall in der Al-Aqsa-Moschee als einen, bei dem die israelische Polizei „brutal gegen Gläubige in und um die Moschee vorging und Gewalt anwandte, die auf Folter und andere Misshandlungen hinausläuft, um Versammlungen aufzulösen“.
Das Wort „Zusammenstöße“ wird dieser Realität nicht gerecht.
Die Verwendung des Wortes „Zusammenstöße“ verleiht auch der israelischen Regierungsversion der Geschichte mehr Glaubwürdigkeit als der palästinensischen. Israelische Beamte beschuldigen oft die Palästinenser, zur Gewalt angestiftet zu haben, und behaupten, dass Soldaten und Polizisten tödliche Gewalt anwenden mussten, um palästinensische Angriffe abzuwehren. Und so wird in der Regel auch über diese Ereignisse berichtet.
Die Datenbank der israelischen Menschenrechtsgruppe B’Tselem über israelische und palästinensische Todesopfer zeigt jedoch, dass die meisten der rund 10 000 Palästinenser, die seit dem Jahr 2000 von Israel getötet wurden, zum Zeitpunkt ihrer Tötung nicht „an Feindseligkeiten beteiligt“ waren.
Dieser Versuch, die Schuld für die israelische Gewalt auf die Palästinenser abzuwälzen, wurde bei der Tötung der Journalistin Shireen Abu Akleh deutlich. Nach Angaben ihrer Kollegen am Tatort wurde die erfahrene Journalistin von einem israelischen Scharfschützen mit einem gezielten Schuss in die rechte Schläfe getötet, obwohl sie eine „PRESS“-Schutzweste und einen Helm trug. Augenzeugenberichten zufolge schossen ein oder mehrere Scharfschützen auch auf Abu Aklehs Kollegen, als diese versuchten, sie zu retten.
Zunächst erklärte der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett, bewaffnete Palästinenser hätten zum Zeitpunkt der Ermordung von Abu Akleh „ungenau, wahllos und unkontrolliert geschossen“ – was bedeutet, dass Palästinenser Abu Akleh erschossen haben könnten. Als sich dann die Beweise häuften, die diese Darstellung widerlegten, änderten israelische Beamte ihren Kurs und erklärten, die Quelle der Schüsse könne „noch nicht bestimmt werden“.
Die New York Times berichtete zunächst, Abu Akleh sei „bei Zusammenstößen zwischen dem israelischen Militär und bewaffneten Palästinensern in der Stadt erschossen worden“. Weiter unten in der gleichen Geschichte lesen wir, dass der palästinensische Journalist Ali Samudi, der bei demselben Angriff verwundet wurde, sagte: „Es gab keine bewaffneten Palästinenser oder Widerstand oder sogar Zivilisten in der Gegend.“ Diese Perspektive fehlt jedoch in der Überschrift und den ersten Absätzen des Artikels.
Einige Tage später kam eine Analyse des verfügbaren Videomaterials durch den investigativen Journalismusdienst Bellingcat zu dem Schluss, dass die Beweise Augenzeugen zu bestätigen scheinen, die sagten, dass keine militanten Aktivitäten stattfanden und dass die Schüsse von israelischen Militärscharfschützen kamen.
Die New York Times hat ihre ursprüngliche Meldung nicht aktualisiert oder korrigiert, um diese neuen Beweise zu berücksichtigen.
Dies ist ein Beispiel dafür, warum die Verwendung des Begriffs „Zusammenstöße“ von palästinensischen und arabischen Journalisten stark kritisiert wurde. Tatsächlich hat die Arab and Middle Eastern Journalist Association im Jahr 2021 einen Leitfaden für Journalisten herausgegeben, in dem sie dazu auffordert, „das Wort ‚Zusammenstöße‘ zugunsten einer präziseren Beschreibung zu vermeiden“.
Ein unvollständiges Bild
Es gibt noch ein weiteres Problem mit „Zusammenstößen“. Wenn die Medien ihre Aufmerksamkeit nur dann auf den israelisch-palästinensischen Konflikt richten, wenn „Zusammenstöße“ ausbrechen, erhalten westliche Leser und Zuschauer ein unvollständiges Bild. Dabei wird ignoriert, was B’Tselem als die „tägliche Routine offener oder impliziter staatlicher Gewalt“ beschreibt, der die in den besetzten Gebieten lebenden Palästinenser ausgesetzt sind.
Ohne das Verständnis der täglichen Gewalt, die Palästinenser erleben – wie sie von Gruppen wie Human Rights Watch und Amnesty International dokumentiert wird – ist es für Nachrichtenkonsumenten schwieriger zu verstehen, warum es überhaupt zu „Zusammenstößen“ kommt.
Aber die Art und Weise, wie die Menschen ihre Nachrichten beziehen, ändert sich, und damit auch die Ansichten der Amerikaner über den israelisch-palästinensischen Konflikt. Dies gilt vor allem für die jüngeren Amerikaner, die ihre Nachrichten seltener von den etablierten Medien beziehen.
Jüngste Umfragen zeigen, dass jüngere Amerikaner im Allgemeinen mehr mit den Palästinensern sympathisieren als ältere Amerikaner. Diese Verschiebung gilt auch für jüngere jüdische Amerikaner und jüngere Evangelikale, zwei Gemeinschaften, die traditionell eine starke Pro-Israel-Stimmung haben.
Auch die US-Journalisten selbst arbeiten daran, die Art und Weise zu ändern, wie über israelische Gewalt berichtet wird. Letztes Jahr haben einige von ihnen – darunter Reporter des Boston Globe, der Los Angeles Times, der Washington Post und von ABC News – einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie ihre Journalistenkollegen auffordern, „die volle, kontextbezogene Wahrheit zu berichten, ohne Furcht oder Bevorzugung, und anzuerkennen, dass die Verschleierung von Israels Unterdrückung der Palästinenser den Objektivitätsstandards dieser Branche widerspricht“. Bislang haben sich über 500 Journalisten angeschlossen.
Eine korrekte Sprache in der Berichterstattung über israelisch-palästinensische Gewalt ist nicht nur ein Anliegen der Glaubwürdigkeit der Journalisten – sie würde auch den US-Nachrichtenkonsumenten ein besseres Verständnis der Bedingungen vor Ort und der tödlichen Folgen vermitteln.
Aus dem Herzen des Covid-Establishments: Die Wahrheit über die asymptomatische Ausbreitung
Eine wichtige Studie über Covid-19 hat nur wenig Beachtung gefunden, obwohl sie von der Lieblingsuniversität der Covid-Industrie, dem Imperial College London, stammt.
Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Studie die Annahmen der Industrie über die asymptomatische Ausbreitung völlig widerlegt.
Die anderen an dieser Studie beteiligten Institutionen sind die Vaccine Taskforce und das Department of Health and Social Care (DHSC), hVIVO (Teil von Open Orphan plc) und der Royal Free London NHS Foundation Trust. Mit anderen Worten: Diese Studie wurde vom Herzstück des Covid-Establishments durchgeführt.
Was haben sie herausgefunden? Vergessen Sie alles, was man Ihnen über die fünf- bis sechstägige Zeitspanne bis zur Entwicklung von Covid-Symptomen erzählt hat, die immer eine ungerechtfertigte Behauptung war, deren Hauptzweck darin bestand, ganze Bevölkerungsgruppen ins Gefängnis zu bringen. Selbst wenn diese Behauptung wahr gewesen wäre, hätte sie nicht als Rechtfertigung für die großen Verhaftungen gedient, die die Regierungen auf der ganzen Welt über ihre Bevölkerung verhängt haben. Aber es stimmt sowieso nicht: „Die Forscher fanden heraus, dass die Symptome sehr schnell auftreten, im Durchschnitt etwa zwei Tage nach dem Kontakt mit dem Virus“.
In Wirklichkeit waren es weniger als zwei Tage – es waren 42 Stunden.
Außerdem (und das wird in der Imperial-Pressemitteilung kaum erwähnt) ist die Menge des nachweisbaren Virus in Rachen und Nase in diesen 42 Stunden gering. Erst wenn die ersten Symptome auftreten, steigt die Virusmenge wirklich an. Am ersten Tag ist so gut wie nichts zu finden; am zweiten Tag steigen die Werte an, aber bei weitem nicht so stark wie an den folgenden Tagen, wenn die Symptome bereits aufgetreten sind.
Dies wird deutlich, wenn man sich einige Diagramme aus der Studie ansieht (siehe Abb. 2 – das erste Diagramm zeigt die Werte in der Nase nach Tagen, das zweite die Werte im Rachen).
Wie es in der Studie heißt, „beginnt die Virusausscheidung innerhalb von 2 Tagen nach der Exposition“.
Bedenken Sie auch, dass beim Husten und Niesen weitaus mehr Viruspartikel übertragen werden als beim Atmen. (Ausführliche Informationen dazu finden Sie in Kapitel 3 meines Buches The Face Mask Cult.) Wenn Sie jedoch keine Symptome haben, niesen oder husten Sie auch nicht. Selbst wenn sich also in den letzten Stunden Ihrer präsymptomatischen Periode die Viruslast in Ihrer Nase und Ihrem Rachen aufbaut, werden Sie diese nicht in großem Umfang in die Welt hinausschicken, weil Sie präsymptomatisch sind und daher per definitionem nicht husten und niesen.
Erinnern Sie sich noch daran, wie Ihnen zu Beginn des Frühjahrs 2020 gesagt wurde, dass Covid-19 ein einzigartiges Virus sei, das sich von allen anderen Viren in der Geschichte unterscheide, da es sich von asymptomatischen Menschen wild verbreite, was anscheinend noch nie ein Virus zuvor getan habe, zumindest nicht in der Art und Weise, wie es Covid tat? Selbst normalerweise nüchterne Autoren wie Matt Ridley verbreiteten diese melodramatische Idee, obwohl sie damals kaum mehr Glaubwürdigkeit besaß als ein durchschnittlicher urbaner Mythos. Die asymptomatische Ausbreitung war die Grundlage für das Einsperren aller – aller, nicht nur derjenigen mit Symptomen -, aber sie hat sich als Schimäre erwiesen.
Und natürlich mussten die erzwungenen Quarantänezeiten nicht nur lang sein, sondern auch wiederholt werden, immer und immer wieder, denn man konnte nie wissen, ob jemand infiziert war und sein Atem Covid in ganzen Vororten, an Arbeitsplätzen und in Fabriken verbreitete, selbst wenn diese Person erst vor ein paar Tagen aus einer langen erzwungenen Quarantäne gekommen war, nachdem ein enger Kontakt positiv getestet worden war, und selbst wenn diese Person sich völlig gesund fühlte. Sie könnten sich seit dem Verlassen der Quarantäne immer noch mit Covid angesteckt haben und jetzt reihenweise Großmütter umbringen, während sie mit ihren Freunden zu Mittag essen. Am besten sperren wir sie wieder ein. Und alle anderen auch.
So groß war der Schaden, den die asymptomatische Hysterie in der Gesellschaft angerichtet hat. Theoretisch hätte sie ewig so weitergehen können; das einzige, was sie davon abhielt, war erstens, dass die Öffentlichkeit allmählich zu begreifen begann, dass ihr Leben wegen einer übertriebenen Bedrohung ruiniert wurde, und zweitens das peinliche Fehlen stichhaltiger Beweise dafür, dass die asymptomatische Ausbreitung bei der Verbreitung von Covid eine große Rolle spielte (oder dass Covid in Bezug auf das Ausmaß der asymptomatischen Ausbreitung einzigartig war).
Es ist also völlig sinnlos, sich Sorgen zu machen, dass sich jemand ohne Symptome mit Covid anstecken könnte. Es macht auch keinen Sinn, dass sich symptomlose Menschen ständig testen lassen. Oder überhaupt. Der soziale Schaden, der dadurch entsteht, dass Menschen, die nicht krank sind, sich testen lassen müssen, überwiegt bei weitem den Nutzen der Tests (vor allem, wenn man bedenkt, dass der Nutzen der Tests ohnehin gleich Null ist – Milliarden von Tests haben nicht verhindert, dass sich Covid unerbittlich über die Welt verbreitet).
Mit anderen Worten, diese Ergebnisse sagen uns (obwohl dies bereits klar war), dass wir aufhören sollten, zu testen, Quarantäne zu verhängen und uns keine Sorgen mehr darüber zu machen, dass Menschen, die nicht krank sind, Covid bekommen. Und das bedeutet, dass wir den gesamten Covid-Industriekomplex stilllegen müssen. Die Welt wurde umsonst in Schutt und Asche gelegt.
In der Studie heißt es: „Unsere Daten zeigen eindeutig, dass SARS-CoV-2-Viren unabhängig vom Schweregrad der Symptome in hohem Maße ausgeschieden werden, was die hohe Übertragbarkeit dieser Infektion erklärt und unterstreicht, dass der Schweregrad der Symptome nicht als Surrogat für das Übertragungsrisiko bei dieser Krankheit angesehen werden kann“.
Dies scheint im Widerspruch zu dem zu stehen, was ich bisher gesagt habe, ist es aber nicht, da es sich auf den Zeitraum nach dem Auftreten der Symptome bezieht, nicht auf den Zeitraum davor. Es stimmt, dass nach dem Auftreten von Symptomen nur ein geringer Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Symptome und dem Ausmaß der Virusausscheidung besteht, wie die Abbildungen 4e und 4f in dem Papier zeigen. (Der Begriff „Virusausscheidung“ bezieht sich auf die Virusmenge, die in der Nase und im Rachen gefunden wird, und nicht auf die Virusmenge, die von der infizierten Person in die Umgebung „ausgesandt“ wird). Eine Person mit sehr schweren Symptomen hat also möglicherweise nicht mehr Viren in Nase und Rachen als eine Person mit leichten Symptomen.
In der zweitägigen prä-symptomatischen Phase ist die Viruslast in Nase und Rachen jedoch nach wie vor gering, wie die obigen Grafiken zeigen.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie war, dass nur eine sehr geringe Virusmenge erforderlich ist, um jemanden zu infizieren: „Die Teilnehmer waren der geringstmöglichen Virusdosis ausgesetzt, die eine Infektion verursachen kann, was in etwa der Menge entspricht, die in einem einzigen Nasentropfen gefunden wurde, als die Teilnehmer am ansteckendsten waren.
Das bedeutet auch, dass die Verwendung von Gesichtsmasken besonders sinnlos ist. Im besten Fall können Masken die Menge der ein- und ausgeatmeten Viren um etwa 10 bis 15 Prozent reduzieren, aber wenn nur sehr wenig nötig ist, um eine Person zu infizieren, bringt das nichts. Wenn jemand alle zehn Minuten 15.000 Viren ausatmet, hilft es nicht, diese Zahl auf 13.500 bis 14.000 zu reduzieren.
Das steht natürlich nicht in der Studie und der Imperial-Pressemitteilung. Zu den Gesichtsmasken heißt es lediglich, dass in der Studie betont wird, wie wichtig es ist, sie sowohl über der Nase als auch über dem Mund zu tragen, da in der Nase höhere Spitzenwerte des Virus auftreten als im Mund.
Außerdem entwickelte erwartungsgemäß keiner der gesunden jungen Menschen in der Studie etwas anderes als leichte bis mittelschwere erkältungsähnliche Symptome. Keinem von ihnen erging es am Ende schlecht. Wie wir bereits vor zwei Jahren wussten, handelt es sich um eine Krankheit, die die große Mehrheit der jungen Menschen nicht bedroht.
Seit zwei Jahren sagen Skeptiker wie ich den Leuten, sie sollen ihre Tests wegwerfen, sie sollen aufhören, gesunde Menschen zu isolieren, und sie sollen aufhören, sich Sorgen zu machen, ob die Leute um sie herum im Restaurant sie umbringen werden, da die wissenschaftlichen Beweise dies nicht unterstützen. Wenn Sie uns damals nicht geglaubt haben, werden Sie es jetzt vielleicht tun.
Biowaffen-Entwicklungen der Vereinigten Staaten in der Ukraine könnten sich als fataler Fehler erweisen
Von James O’Neill: Er ist ein in Australien lebender ehemaliger Rechtsanwalt, exklusiv für das Online-Magazin „New Eastern Outlook“.
Was jetzt ans Licht kommt, ist die Entwicklung von Biowaffen in der Ukraine durch die Amerikaner. Dieses Programm besteht schon seit einigen Jahren und wurde von der Führung der Demokratischen Partei organisiert, die ihrerseits von Firmenspenden der Hauptorganisatoren des Programms profitierte. Zu diesen Unternehmen gehören Pfizer, Moderna, Merch und Gilead, die alle enge Verbindungen zum Pentagon haben und allesamt bedeutende Spender der Demokratischen Partei sind.
Die Amerikaner haben in der Ukraine neue Medikamente getestet, und zwar nicht nur im Geheimen, sondern auch unter Verstoß gegen internationale Sicherheitsstandards. Beweise für diese Anschuldigungen wurden kürzlich von Igor Kirillov in seiner Funktion als Leiter der russischen Strahlen-, Chemie- und Biologieschutztruppe vorgelegt. Die von Kirillov vorgelegten Beweise zeigen, dass die Nutzung der Ukraine nicht nur Möglichkeiten zur Geheimhaltung bietet, sondern auch kostengünstiger ist und daher weitere Wettbewerbsvorteile bietet.
Nach den von Kirillov vorgelegten Beweisen arbeiteten die Pharmaunternehmen der Vereinigten Staaten mit dem Pentagon zusammen, um „illegale Aktivitäten zu verbergen, Feldversuche und klinische Studien durchzuführen und das erforderliche Biomaterial bereitzustellen“.
Der Zweck der Forschung bestand nicht nur in der militärischen Nutzung der beiden technischen Aktivitäten, sondern auch in der Durchführung von klinischen Versuchen zur Verwendung des Biomaterials. Kirillov zufolge wurden im Rahmen der Forschung Informationen über die Antibiotikaresistenz gegen bestimmte Krankheiten in verschiedenen Regionen der Ukraine gesammelt, und die Forschung konnte auch außerhalb der Kontrolle der internationalen Gemeinschaft durchgeführt werden, die sich seit langem gegen die Forschung in diesem Bereich ausspricht.
Es wird auch immer deutlicher, dass das laufende Biowaffenprogramm der Vereinigten Staaten in der Ukraine einer der Hauptgründe für die russische Offensive im Februar dieses Jahres gegen die ukrainischen Streitkräfte im Donbass war. Es ist klar, dass die ukrainischen Streitkräfte im Begriff waren, ungeachtet der gegenteiligen Beteuerungen des ukrainischen Präsidenten, massive Angriffe auf den Donbass zu starten.
Die Lügen und Täuschungen der Ukrainer sind ein Hauptgrund dafür, dass die Russen weitere Gespräche mit ihnen abgelehnt haben. Bei den Gesprächen, die Anfang des Jahres in Istanbul stattfanden, hatten die Parteien ein gewisses Maß an Übereinstimmung erzielt. Die ukrainische Einigung hielt nur so lange, bis der Präsident in die Ukraine zurückkehrte. Er war offensichtlich von den Amerikanern unter Druck gesetzt worden, die an einem Friedensabkommen nicht interessiert sind. Dies wurde in den Äußerungen des amerikanischen Verteidigungsministers deutlich, der den Wunsch äußerte, die Russen zu brechen.
Die Amerikaner haben auch deutlich gemacht, dass ein Regimewechsel für sie hohe Priorität hat, obwohl die Logik dahinter schwer zu erkennen ist. Wenn Putin als russischer Staatschef abgesetzt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass sein Nachfolger noch weniger tolerant gegenüber dem Verhalten der USA in der Region sein wird. Die Russen wissen sehr genau, was in den 1990er Jahren geschah, und wollen nicht, dass sich diese Zeit wiederholt.
Die Russen ihrerseits haben unabhängig von der Offensive im Donbass eine Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gefordert, um weitere Beweise für den Einsatz von US-Biolabors in der Ukraine vorzulegen. Diese Beweise werden von den Russen unabhängig von den Versuchen der Vereinigten Staaten oder Großbritanniens, sie zu vereiteln, vorgelegt werden.
Die russischen Enthüllungen über die Biowaffenforschung der Vereinigten Staaten in der Ukraine werden die Amerikaner wahrscheinlich nicht abschrecken. Dies wird durch die von den Vereinigten Staaten orchestrierten Anti-Russland-Maßnahmen deutlich, die nach der Beteiligung Russlands am Krieg im Februar 2022 eingeleitet wurden. Die Inszenierung der Europäer in der Anti-Russland-Haltung wurde gerade noch schwieriger, als die Ukraine den Transit von russischem Gas durch die Ukraine nach Deutschland blockierte. Dies könnte sich als eine massive Fehleinschätzung der Ukrainer erweisen. Europa kann ohne russisches Gas nicht überleben, da es 40 % seines Bedarfs deckt, sowohl für die Heizung der Haushalte als auch für den Betrieb der Fabriken.
Es besteht kaum ein Zweifel, dass der ukrainische Schritt auf Betreiben der Amerikaner erfolgte. Es ist schwer, die Logik dieses Schrittes zu verstehen. Die Kürzung der ukrainischen Gaslieferungen wird verheerende Auswirkungen auf die Europäer haben, die die Maßnahmen der Vereinigten Staaten, die offensichtlich zu ihrem Nachteil sind, kaum zu schätzen wissen werden. Die Europäer haben keine brauchbare Alternative zu den russischen Energielieferungen und werden gezwungen sein, mit den Russen zu verhandeln, ungeachtet der entsetzlich selbstzerstörerischen Vorschläge der Europäischen Kommission, die von der fanatischen Antirussin Ursula van der Leyen angeführt wird.
Ironischerweise könnte eine der Folgen des ukrainischen Vorstoßes darin bestehen, dass die Verhandlungen über die Eröffnung von Nord Stream 2, die dank der deutschen Unnachgiebigkeit derzeit eingefroren sind, fortgesetzt werden. Dafür könnte es zu spät sein. Die Russen sind der europäischen Spielchen offensichtlich überdrüssig und unternehmen große Anstrengungen, um das Gas nach Osten zu schicken, wo es unter anderem von China und Indien begrüßt wird.
Es ist ein klassischer Fall, in dem sich die europäischen Länder selbst ins Bein schießen. Ihre Raffinerien sind für die Verarbeitung von russischem Gas ausgelegt. Selbst wenn es alternative Lieferquellen gäbe, was nicht der Fall ist, sind ihre Möglichkeiten, diese Lieferungen zu verarbeiten, stark eingeschränkt. Die Europäer haben nur sich selbst die Schuld gegeben. Die Realität dringt endlich in die Gehirne einiger europäischer Staats- und Regierungschefs ein, und immer mehr weigern sich, sich dem Diktat Brüssels zu beugen.
Auch der Krieg in der Ukraine läuft nicht gut für die Ukrainer, ungeachtet der verzweifelten Versuche der westlichen Medien, taktische russische Rückzüge als „Niederlage“ darzustellen. Dass Russland die Versuche der Vereinigten Staaten und der Ukraine, Biowaffen einzuführen, aufgedeckt hat, erweist sich ebenfalls als großer taktischer Fehler. Die Europäer sind sich sehr wohl bewusst, dass sie durch ihre Nähe ebenfalls einem großen Risiko ausgesetzt sind, kontaminiert zu werden.
Der Versuch der Vereinigten Staaten, Biowaffen in den Donbass einzuführen, ist eine Geschichte, die noch lange nicht ausgestanden ist. Es könnte sich als ihr größter Fehler erweisen.
US-Multi-Domain-Operationen – Krieg mit zusätzlichen Mitteln
Von Brian Berletic: Er ist ein in Bangkok ansässiger geopolitischer Forscher und Autor, insbesondere für das Online-Magazin „New Eastern Outlook“.
Die Vereinigten Staaten haben im Laufe ihrer Geschichte mehrere militärische Umstellungen vorgenommen, von der Vorbereitung des Kalten Krieges auf den Kampf gegen die Sowjetunion mit Hilfe massiver Manöver, über den Einsatz des am Ende des Kalten Krieges vorhandenen Militärs zur Dezimierung der irakischen Armee in den 1990er Jahren bis hin zum Übergang zu einer Truppe für „kleine Kriege“, die 20 Jahre lang in Afghanistan und im Irak kämpfte.
Als der „Krieg gegen den Terror“ zu verblassen begann, wurde Amerikas Notwendigkeit, sich wieder auf groß angelegte Konflikte mit gleichrangigen oder nahezu gleichrangigen Konkurrenten zu konzentrieren, durch das Wiedererstarken Russlands als Weltmacht und den Aufstieg Chinas auf der Weltbühne angetrieben. In vielerlei Hinsicht waren die letzten 20 Jahre der „kleinen Kriege“ ein gescheiterter Versuch, diese beiden Konkurrenten einzukreisen und einzudämmen.
Aus dem Training and Doctrine Command (TRADOC) der US-Armee ging das Konzept der „Multi-Domain-Operationen“ hervor. In einem bahnbrechenden Papier von 2018 mit dem Titel „The U.S. Army in Multi-Domain Operations 2028“ formulierten die US-Militärplaner die wahrgenommene Bedrohung:
In einer neuen Ära des Großmächtewettbewerbs versuchen die Gegner unserer Nation, ihre strategischen Ziele zu erreichen, ohne dass es zu einem Konflikt kommt, und zwar durch den Einsatz von mehrschichtigen Abstandsmaßnahmen im politischen, militärischen und wirtschaftlichen Bereich, um die USA von unseren Partnern zu trennen. Sollte es zu einem Konflikt kommen, werden sie in allen Bereichen – zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Weltraum und im Cyberspace – mehrere Ebenen der Distanzierung einsetzen, um die US-Streitkräfte und unsere Verbündeten zeitlich, räumlich und funktional zu trennen und uns zu besiegen.
Um dieser Bedrohung zu begegnen, behaupten die US-Militärplaner:
Der zentrale Gedanke bei der Lösung dieses Problems ist die rasche und kontinuierliche Integration aller Bereiche der Kriegsführung, um abzuschrecken und zu siegen, wenn wir nicht in einem bewaffneten Konflikt stehen. Wenn die Abschreckung versagt, durchdringen und desintegrieren Heeresverbände als Teil der Gemeinsamen Streitkräfte gegnerische Zugangsverhinderungs- und Raumverteidigungssysteme, nutzen die daraus resultierende Manövrierfreiheit, um gegnerische Systeme, Verbände und Ziele zu besiegen und unsere eigenen strategischen Ziele zu erreichen, und konsolidieren ihre Erfolge, um eine Rückkehr zum Wettbewerb zu günstigeren Bedingungen für die USA, ihre Verbündeten und Partner zu erzwingen.
Um dies zu erreichen, stellt das US-Militär sogenannte „Multi-Domain Task Forces“ auf. In dem Papier von 2018 wird dies erläutert:
Im Jahr 2017 wies der Chief of Staff of the Army (CSA) die Entwicklung und Erprobung von Multi-Domain Task Forces (MDTFs) als vorwärts stationierte Formationen an, die Aspekte der MDO ausführen können. Die MDTF sind für die Durchführung gemeinsamer Präzisionsschläge mit großer Reichweite sowie für die Integration von Luft- und Raketenabwehr, elektronischer Kriegsführung, Weltraum-, Cyber- und Informationsoperationen konzipiert und operieren sowohl im Wettbewerb als auch in Konflikten domänenübergreifend im EMS und im Informationsumfeld, um den Streitkräften und der Koalition neue Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen, mit denen sie die gegnerischen Strategien der Zugangsverweigerung und der Raumverteidigung besiegen können. Die MDTF ist aufgrund ihrer Wettbewerbs- und Durchbruchsfähigkeit als Vorläufer anderer in der Entwicklung befindlicher Multidomänenverbände der wesentliche erste Schritt zur Realisierung eines MDO-fähigen Heeres bis 2028.
MDTFs sollen sowohl in Asien gegenüber China als auch in Europa gegenüber Russland eingesetzt werden.
Multi-Domain-Operationen gehen weit über das US-Militär hinaus
Die USA streben eine globale Vorrangstellung an, indem sie innerhalb verschiedener US-Militärkommandos eine regionale Vorrangstellung anstreben. Im Gegensatz zu anderen Nationen, die ihr eigenes Hoheitsgebiet in mehrere Zuständigkeitsbereiche unterteilen, teilen die USA den gesamten Planeten in „Kommandos“ auf, darunter das Nordkommando (NORTHCOM), das Südkommando (SOUTHCOM), das Afrikakommando (AFRICOM), das Europakommando (EUCOM), das ganz Russland umfasst, das Zentralkommando (CENCOM), das den Nahen Osten und Zentralasien abdeckt, und das Pazifikkommando (PACOM), das ganz Asien einschließlich China sowie Australien und Neuseeland umfasst.
Das Streben nach globaler Vormachtstellung erfolgt im Wesentlichen durch einen ständigen Kriegszustand. Krieg wird von Merriam-Webster definiert als „ein Zustand eines normalerweise offenen und erklärten bewaffneten feindlichen Konflikts zwischen Staaten oder Nationen“ und „ein Kampf oder Wettbewerb zwischen gegnerischen Kräften oder für ein bestimmtes Ziel“. Dies sind zwar zwei Definitionen eines einzigen Wortes, aber sie stehen auch für die beiden möglichen Zustände, in denen das Streben der USA nach globaler Vorherrschaft existiert.
Im TRADOC der US-Armee wird dies als „Wettbewerb“ und „Konflikt“ bezeichnet. In beiden Zuständen ist das US-Militär zusammen mit der US-Regierung und benachbarten Organisationen aktiv, und es ist lediglich die Art der Aktivität, die definiert, in welchem Zustand sich die USA gerade befinden.
Diese Idee ist nicht neu. Es war der preußische General Carl von Clausewitz, der in seinem Werk „Über den Krieg“ feststellte: „Der Krieg ist nicht bloß ein politischer Akt, sondern auch ein wirkliches politisches Instrument, eine Fortsetzung des politischen Handels, eine Durchführung desselben mit anderen Mitteln.“
Während das US-Militär durch Multidomänen-Operationen versucht, während des „Wettbewerbs“ und des „Konflikts“ in mehreren Domänen (Luft, Land, See, Weltraum und Cyberspace) zu operieren, tun die USA als Nation dies in einem viel größeren Maßstab und zusätzlich zum US-Militär durch eine große Anzahl anderer Organisationen, Agenturen, Abteilungen und sogar Bevollmächtigte und tun dies in einer viel größeren Anzahl von Domänen – im Wesentlichen in allen Domänen.
In der „Wettbewerbsphase“ versuchen die USA, den „Wettbewerbsraum“ zu erweitern. Dabei spielt nicht nur das Militär durch seine eigenen bereichsübergreifenden Operationen eine Rolle, sondern auch andere Behörden, Organisationen und Institutionen. Das National Endowment for Democracy (NED) beispielsweise finanziert den Auf- und Ausbau politischer Kräfte in einem Zielland, um eine Regierung zu zwingen oder zu stürzen und so Hindernisse aus dem Weg zu räumen – „aus dem Weg räumen“ bedeutet, dass die USA daran gehindert werden, sich irgendwo auf der Erde zu bewegen oder zu tun, was sie wollen, während sie dies tun.
Diese Aktivitäten finden in einer Vielzahl von Bereichen statt, sowohl physisch (Luft, Land, See und Raum) als auch immateriell (Wirtschaft, Politik, Informationsraum und Cyberspace). Wie schon Clausewitz feststellte, wird der Übergang vom „Wettbewerb“ zum „Konflikt“ und die dabei eingesetzten Mittel von einem konstanten politischen Ziel bestimmt. So strebten die USA beispielsweise vor ihrer Invasion im Jahr 2003 jahrelang einen Regimewechsel im Irak an. Um dies zu erreichen, bedienten sie sich einer Vielzahl von Methoden, darunter die Bewaffnung und Unterstützung von bewaffneten Stellvertretern und Wirtschaftssanktionen, bevor sie selbst zur direkten militärischen Invasion griffen.
Die USA befinden sich also ständig im Krieg – ob es sich nun um einen tatsächlichen „Zustand eines normalerweise offenen und erklärten bewaffneten feindlichen Konflikts“ mit einem anderen Staat handelt, wie es ab 2003 im Irak der Fall war, oder um einen „Kampf oder Wettbewerb“ zwischen ihnen und anderen, einschließlich ihrer erklärten Gegner Russland und China.
Letzteres – Krieg als Kampf oder Wettbewerb – schließt häufig Feindseligkeiten ein, die über Stellvertreter geführt werden. Die USA führen derzeit sowohl in der Ukraine als auch in Syrien einen Stellvertreterkrieg gegen Russland. Der Stellvertreterkrieg der USA in Syrien zielt zwar in erster Linie auf die Beseitigung der syrischen Regierung ab, aber nur, weil Syrien wiederum ein wichtiger Verbündeter Russlands ist.
Über eine Reihe von Stellvertretern führen die USA auch Feindseligkeiten gegen China.
Jahrelang haben die USA bewaffnete Separatisten in der pakistanischen Provinz Belutschistan unterstützt. Diese Kämpfer haben ihrerseits eine Kampagne bewaffneter Gewalt nicht nur gegen pakistanische Sicherheitskräfte, sondern auch gegen chinesische Ingenieure und andere Vertreter geführt, die am Chinesisch-Pakistanischen Wirtschaftskorridor (CPEC) arbeiten, der wiederum Teil von Pekings viel größerer Belt and Road Initiative (BRI) ist.
In einem direkten Krieg würden die USA ihre Kampfflugzeuge einsetzen, um die chinesische Infrastruktur in Pakistan zu bombardieren. In diesem indirekten Krieg setzen die USA stattdessen militante Kämpfer in Belutschistan ein, um dies zu tun. Während sich die Mittel unterscheiden, ist der Zweck derselbe.
Auch in Myanmar nutzen die USA die so genannte „Nationale Einheitsregierung“ (NUG) und ihre „Volksverteidigungskräfte“ (PDF), um nicht nur einen Krieg des Regimewechsels gegen die Regierung von Myanmar zu führen, sondern auch, um chinesische Investitionen anzugreifen, einschließlich der BRI-Infrastruktur, die durch Myanmars Gebiet verläuft.
Würden die USA einen direkten Krieg gegen Myanmar führen, würden sie ihre Kampfflugzeuge einsetzen, um kritische Infrastrukturen wie Mobilfunkmasten anzugreifen. Stattdessen zielen die von den USA unterstützten „PDF“-Kämpfer auf diese Türme ab, indem sie sie explodieren lassen – wie Reuters Ende 2021 berichtete – oder indem sie sie einfach demontieren und die Geräte wegtragen. In beiden Fällen wollen die USA die Infrastruktur Myanmars schwächen, um die derzeitige Regierung zu stürzen und China weiter zu isolieren, und sie tun dies über Stellvertreter.
Vor der Küste des chinesischen Festlandes nutzen die USA die abtrünnige Provinz Taiwan als Aufmarschgebiet für US-Waffen im Vorfeld eines weiteren Stellvertreterkriegs im Stil der Ukraine.
Was die USA letztendlich dazu bewegen wird, von einem Krieg im Sinne indirekter Feindseligkeiten und anderer Formen des Wettbewerbs zu tatsächlichen und direkten bewaffneten Feindseligkeiten überzugehen, ist die Frage, ob die USA in der Lage sind, ihr Ziel mit indirekteren Mitteln zu erreichen, bevor sie zu direkteren, aber riskanteren und kostspieligeren Mitteln greifen.
Die Auswirkungen dieser Realität, die von den USA durch die Einführung von Multidomänen-Operationen fast schon offen ausgesprochen wird, auf die nationale Sicherheitsplanung von Nationen auf der ganzen Welt sind tiefgreifend.
Die nationale Sicherheitspolitik kann sich nicht nur um Soldaten, Panzer, Flugzeuge und Schiffe drehen. Sie muss sich mit allen Mitteln befassen, die die USA einsetzen, um Krieg zu führen, sei es im Zustand des „Wettbewerbs“ oder im Zustand des „Konflikts“. Im TRADOC-Papier der US-Armee von 2018 werden mehrere Bereiche erwähnt, darunter auch „soziale Medien“, ein scheinbar harmloser Bereich, der in den meisten Papieren zur nationalen Sicherheit nicht erwähnt wird und auch nicht in den Zuständigkeitsbereich der nationalen Sicherheitsbehörden eines Landes fällt. Dennoch ist dies ein entscheidender Bereich, über den die USA die beiden „Kriegszustände“ führen, in denen sie sich ständig befinden. Dies ist nur ein Beispiel für viele Bereiche, die von den nationalen Sicherheitsplanern nicht beachtet werden.
Das Verständnis des gesamten Spektrums der Bedrohung, die die USA für die Welt darstellen, wird die Diskussion und das Handeln in Richtung einer Verteidigung des gesamten Spektrums anregen. Die Nationen werden dann nicht nur in der Lage sein, die USA ständig in einem Zustand des „Wettbewerbs“ zu halten, der sie aufgrund ausreichender glaubwürdiger Abschreckung daran hindert, auf einen „Konflikt“ zurückzugreifen, sondern sie werden auch in der Lage sein, während dieses Zustands des „Wettbewerbs“ ein günstiges Druckmittel gegen die Vereinigten Staaten und andere Nationen aufrechtzuerhalten.
Bis dahin setzen sich die Nationen einem großen Risiko in einem zunehmend gefährlichen globalen Sicherheitsumfeld aus, in dem die Vereinigten Staaten ganz offen einen umfassenden Krieg mit ihren gleichaltrigen und nahen Konkurrenten durch zunehmend störende indirekte Mittel der Kriegsführung vorbereiten. Nur die Zeit wird zeigen, ob die Nationen diese Bedrohung ernst nehmen und ihrer jeweiligen Verantwortung zur Verteidigung gegen sie gerecht werden.
Die Verkehrsunfälle nach medizinischen Notfällen steigen, liegt es an der Impfung?
Die Zahl der Verkehrsunfälle, die durch mysteriöse medizinische Notfälle verursacht werden, steigt. Seit Anfang letzten Jahres werden sie auf Tom Stahls Telegrammkanal aufgezeichnet. Ist die Impfung die Ursache?
Er hat ein 38-seitiges PDF-Dokument zusammengestellt, in dem er 200 dieser Fälle ausführlich dokumentiert hat. Das Durchschnittsalter der Opfer: 54,2 Jahre. Stahl stellt fest, dass viele andere Fälle aufgrund von Paywalls nicht überprüft werden konnten.
Am 4. Mai wurde ein Unfall in Leipzig gemeldet, bei dem eine Person verletzt wurde. Es wurde gefragt, ob der Mann „möglicherweise an gesundheitlichen Problemen leidet, die zu dem Zusammenstoß geführt haben“.
Am selben Tag ereignete sich in Düsseldorf ein schwerer Autounfall. Drei Fahrzeuge waren beteiligt und drei Personen wurden verletzt. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt. Ein 59-jähriger Mann fuhr mit seinem Auto in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug.
Ebenfalls an diesem Tag wurde eine 21-jährige Autofahrerin verletzt, als sie aus unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einem entgegenkommenden BMW zusammenstieß. Das Auto kam an der Leitplanke zum Stehen.
Am 4. Mai fuhr ein Lastwagenfahrer geradeaus über einen Kreisverkehr. Ein medizinischer Notfall hatte sich ereignet. Die Feuerwehr fand den Fahrer bewusstlos vor. Die Wiederbelebung war nicht erfolgreich und der Mann starb noch am Unfallort.
Am selben Tag prallte ein 63-jähriger Autofahrer in Nordhausen gegen einen Baum. Die Polizei erklärte, er habe möglicherweise aufgrund gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über das Auto verloren. Der Mann war auf der Stelle tot.
Die Heidenheimer Zeitung schreibt, dass am 5. Mai ein 43-jähriger Lastwagenfahrer am Steuer das Bewusstsein verlor und von der Straße abkam. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Stahl hat auch Fälle dokumentiert, die in Italien, Spanien, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Portugal, Frankreich, Österreich, der Slowakei, Argentinien, Griechenland und der Schweiz aufgetreten sind. Die gesamte Liste finden Sie hier.
Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 24
Am 9.Mai bin ich mit dem “Unsterblichen Regiment” durch Moskau gelaufen – zusammen mit 800.000 Menschen, von denen jede/r das Bild eines Familienmitglieds oder einer Person trug, die im Kampf gegen den Faschismus ums Leben gekommenist. Ich habe ein Porträt meines alten Lieblings Erich Mühsam getragen, auf das ich öfter angesprochen wurde und erklären mußte, dass es sich nicht um einen Verwandten, sondern um einen revolutionären Publizisten und Anarchisten handelt, der 1934 von den Nazis im KZ ermordet wurde. Dieser Marsch am “Tag des Sieges” war nicht nur die größte Demonstration an der ich je teilgenommen habe, sondern auch die beeindruckendste, denn alles, aus dem ganzen russischen Riesenreich, lief da mit: vom uralten Mütterchen im Kopftuch bis zu Teenies und Kids mit bunten Haaren, sämtliche Ethnien Russlands und der ehemaligen Sowjetrepubliken samt ihren Fahnen waren vertreten, Ex-Offiziere in Pracht-Uniformen, Familien mit Kind & Kegel. Keine Banner, keine Parolen, keine politischen Forderungen oder Kundegebungen, nur die Portäts der “Unsterblichen”, die ihr Leben gelassen haben – und ab und zu
Blinken spielt in Marokko und Algerien mit dem Feuer. Kann Trump dieses verrückte Wettrüsten und Vorspiel zum Krieg noch stoppen?
Je mehr Geld der Westen in die Ukraine pumpt, desto mehr müssen die UNO und ihre Mitgliedstaaten auf diese Trommel schlagen, was für Marokko der schlimmste Rückschlag ist, den man sich in Bezug auf das brennende Thema Westsahara vorstellen kann.
Lawrows Besuch in Algier, um die Unterstützung für den Krieg in der Ukraine zu verstärken, hat gezeigt, wie ineffektiv und gefährlich Blinkens Schritte in der Region sind. Einige könnten behaupten, dass er die ohnehin schon gefährliche Situation zwischen Marokko und Algerien noch verschlimmert.
Will die Regierung Biden einen Krieg zwischen Algerien und Marokko anzetteln? Auf den ersten Blick mag dieses Szenario ein wenig weit hergeholt erscheinen, aber die Frage ist berechtigt, wenn man die Bewegungen und Äußerungen des Diplo-Chefs Anthony Blinken betrachtet. Erst kürzlich flog der Außenminister für ein paar Stunden nach Marokko, um dem eleganten Außenminister des Königreichs seine Aufwartung zu machen, bevor er schnell wieder abreiste, um Algerien zu besuchen, Marokkos Erzfeind wegen dessen Unterstützung für die Polisario-Bewegung in der umstrittenen Westsahara. In den letzten Tagen von Trumps Amtszeit im Weißen Haus unterzeichnete der ehemalige Präsident ein Dekret, mit dem er Marokkos Anspruch, dass das umstrittene Gebiet ein legitimer, souveräner Teil des Königreichs ist, offiziell (von Amerika) anerkannte. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Beziehungen zwischen Algerien und Marokko eisig, aber kooperativ.
Biden hat sich stets gegen diesen Schritt Trumps ausgesprochen, hat aber nur begrenzte Möglichkeiten, das Blatt zu wenden. Einerseits hat Marokko traditionell gute Beziehungen zu Washington, und er möchte nicht der erste Präsident sein, der diese Beziehungen gefährdet. Andererseits sind seine eigenen politischen Ansichten nicht mit der Idee vereinbar, dass ein Land ein anderes Land kolonisiert, egal unter welchen Umständen, und er ist auf das ausgerichtet, was viele in den Vereinten Nationen bevorzugen würden: eine Art demokratische Sorgfalt, um das Ergebnis zu bestimmen, wahrscheinlich ein Referendum.
Im Sommer 2021, acht Monate nach Bidens Amtsantritt, beschlossen die Algerier, dass die Situation radikal überdacht werden müsse, denn sie waren sich sicher, dass ein zaudernder Biden die Entscheidung Trumps weder auf dem Papier noch mit Gesten umstoßen würde. Die Algerier kappten eine ihrer beiden Gaspipelines, die durch marokkanisches Gebiet führten, bevor sie Spanien erreichten, und verursachten damit ein Chaos, da diese Pipeline es Madrid ermöglichte, Erdgas an Marokko weiterzuverkaufen.
Sechs Monate später geschah das Schlimmste für Rabat, das gehofft hatte, die Trump-Entscheidung ausnutzen zu können. Der Ukraine-Krieg begann, was für Marokko keine gute Nachricht war, denn abgesehen davon, dass die Weizenimporte beeinträchtigt wurden, rückte damit eine modernere Vorstellung in den Hintergrund, die die Elite in Rabat von den besetzten Ländern der Welt hatte. Die marokkanische Oberschicht begann zu glauben, dass sich die Welt an sie gewöhnt hatte – Osttimor, Taiwan, Westjordanland und Gaza, Kaschmir, Transnistrien, Nordzypern – und dass sich die Westsahara mit Hilfe der USA langsam aber sicher in die marokkanische Sahara verwandeln würde. Vielleicht würde es eine Generation dauern. Aber das Warten lohnte sich, glaubte man in Rabat. Die Besetzungen waren nicht als solche cool geworden; vielmehr wurden die Menschen dümmer, die Medien schlampiger und die UNO sensationell ineffektiv – eine Organisation, die die meisten eher mit Sexskandalen und Korruption in Verbindung bringen als mit der Rolle eines internationalen Schiedsrichters für Streitigkeiten, die sie einst während der Herrschaft von Marokkos Hassan II. innehatte (der 1975 die Entscheidung traf, die Westsahara in Marokko einzugliedern, nachdem sie von der ehemaligen Kolonialmacht Spanien aufgegeben worden war).
Doch der Einmarsch Russlands in der Ukraine hat in der UNO einen neuen Impuls ausgelöst und dem einst schläfrigen Mantra „keine Kolonisierung“ neues Leben eingehaucht. Und je mehr der Westen in einem unverhohlenen Versuch, Putin zu stürzen, Geld in die Ukraine pumpt, desto mehr müssen die UNO und ihre Mitgliedstaaten auf diese Trommel schlagen, die für Marokko den schlimmsten Rückschlag darstellt, den man sich in Bezug auf das brandgefährliche Thema Westsahara, oder, wenn man so will, Marokkos Sahara, vorstellen kann.
Biden kann die Situation nicht retten, das ist klar. Aber für manche mag es den Anschein haben, dass er die Situation sogar noch verschlimmert. Er möchte die guten Beziehungen zu Rabat aufrechterhalten (vielleicht glaubt er sogar, dass der König seine nächste Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 finanzieren kann), aber er muss dringend eine Lösung für das Trump-Problem finden und die Algerier von der wahnhaften Vorstellung überzeugen, dass Amerika die Hegemoniepeitsche schwingen kann und Algerien dann aufhorchen lässt und etwas Respekt zeigt. Der Besuch in Algier Ende März war ein klares Beispiel dafür, wie verblendet die Regierung Biden in diesem Teil der Welt ist und wie ihre eigene Einmischung die Krise zwischen Algerien und Marokko auf eine neue Stufe zu heben droht. Der Besuch war urkomisch schlecht getimt und falsch eingeschätzt, da Biden tatsächlich glaubte, mit einer liebenswerten Rede die Algerier für sich gewinnen zu können, die dann vermutlich ihre Beziehungen zu Russland in die Tonne kloppen, Europa mehr Erdgas geben und im Grunde die Unterstützung der Polisario-Kämpfer in der Westsahara einstellen würden.
Wenn nichts von alledem geschehen würde, sondern lediglich ein Schweigen folgen würde, hätte Biden vielleicht noch etwas politisches Gewicht aus der Sache herausholen können. Aber in diesem Fall hatte es den gegenteiligen Effekt. Die Algerier haben lediglich ihre Beziehungen zu Russland auf die nächste Stufe gehoben, und innerhalb von nur 48 Stunden kursierten in den sozialen Medien sogar Berichte, dass Moskau Algerien bei der Unterstützung der Polisario helfen würde. Die absurde Andeutung von Blinken löste eine Reaktion der Algerier aus, die sich sofort mit Moskau in Verbindung setzten und – vermutlich – Sergej Lawrow für den 10. Mai nach Algier einluden, um mehr Investitionen russischer Unternehmen zu fordern und den Handel zwischen den beiden Ländern in Höhe von 3 Mrd. Dollar anzupreisen. Außerdem reduzierten sie ihre Gaslieferungen nach Spanien über ihre zweite Pipeline um 25 %, vermutlich als Akt der Solidarität mit Russland.
Diese Reaktion Moskaus und Algiers bringt Marokko in eine sehr schwierige Lage, da es feststellen muss, dass Bidens Leute nicht über das diplomatische Geschick verfügen, einen Kompromiss zu finden, der das Westsahara-Dossier in eine Lage bringt, in der Rabat zufrieden ist, eine Lösung zur Abkühlung der Spannungen findet und ein vernünftiges Energieabkommen mit Algerien für Europa und Marokko erzielt. Nichts von alledem, Anthony, aber danke für den Versuch. Ob Marokkos Außenminister Nasser Bourita es nun wahrhaben will oder nicht, er, der Großteil von Rabat und der Palast stehen in einer Reihe mit den arabischen Golfstaaten und warten auf 2024, wenn Trump für den großen Reset zurückkommt. Alles, was der schwachsinnige Blinken anfasst, scheint sich in Gift zu verwandeln und jeden in seiner Nähe zu blenden. Er ist wohl der gefährlichste Mann in der US-Politik, der einer anderen Zeit angehört, als die USA wirklich die einzige Supermacht war und eine solche Macht in der Welt ausüben konnten. Bedauern Sie die Marokkaner, die sich von seinen diplomatischen Zärtlichkeiten und Raffinessen bezaubern lassen. Sie werden bald lernen, dass starke Worte oft nicht aus einem starken Bauch kommen.




