Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Das Recht auf friedlichen Protest wird systematisch untergraben

Staaten haben immer wieder versucht, das Recht auf Protest zu beschneiden. [Aber seit der Zunahmen friedlicher Proteste werden die Einschränkungen verschärft.] Die Staaten tun dies, indem sie weit gefasste Definitionen für «widerrechtliche Versammlungen» oder «Aufruhr» verwenden und die Strafen erhöhen. Sie erlauben der Polizei auch, allgemeine Vergehen wie Hausfriedensbruch, Verkehrsbehinderung oder Ruhestörung als Vorwand zu benutzen, um Versammlungen aufzulösen, Gewalt anzuwenden und Verhaftungen vorzunehmen. …



Laut dem US Protest Law Tracker des «International Center for Not-for-Profit Law», sind derzeit in 24 US-Bundesstaaten 51 Gesetzesentwürfe in Prüfung,
allein zehn in Oklahoma, die das Recht bedrohen, sich friedlich zu versammeln.

Unter den vorgeschlagenen Gesetzen sind neun, darunter drei in Oklahoma, die laut Tracker zivil- und/oder strafrechtliche Immunität für Autofahrer vorsehen, die Demonstranten verletzen oder töten, die unrechtmässig den Verkehr stören. Ein Gesetzentwurf in New Hampshire erlaubt der tödliche Gewalt gegen Demonstranten, die «wahrscheinlich» während eines Aufruhrs „irgendeine Form» unrechtmässiger Gewalt anwenden.

Andere Gesetzesentwürfe erhöhen die Strafen für die Teilnahme an nicht bewilligten Protesten, was an vielen Orten automatisch geschieht, sobald jemand ohne Genehmigung marschiert, oder für Straftaten wie das Überschreiten eines Zebrastreifens im Rahmen einer nicht bewilligten Demonstration.

Die internationalen Menschenrechtsgesetze schützen das Recht auf friedliche Versammlung und verlangen von den Behörden auf allen Ebenen, solche Versammlungen zu erleichtern und unnötige oder unverhältnismässige Einschränkungen zu vermeiden. Der blosse Akt der Planung oder Teilnahme an einem Protest sollte nicht kriminalisiert werden. Die Behörden sind auch verpflichtet, Menschen, die an solchen Versammlungen teilnehmen, zu schützen – Gesetzesentwürfe, die Gewalt gegen Demonstranten ermutigen oder erlauben, sind mit diesen Verpflichtungen unvereinbar.

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