Horst D. Deckert

Den Schuss nicht gehört: Deutschland im Krimiwahn

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Den Schuss nicht gehört: Deutschland im Krimiwahn

Ohne Krimi geht der Deutsche nie ins Bett. Verrückt: Je stärker die reale Kriminalität steigt, desto lieber lassen sich Menschen von fiktiven Krimistoffen oder Podcasts über gewesene Verbrechen unterhalten. Über eine Marotte von Millionen, die den Schuss nicht gehört haben.

von Wolfgang Röhl

Manche Leute meinen, die gegen den allgemeinen Auflagenschwund erstaunlich resiliente Wochenschrift Zeit sei bloß ein großes Sammelbecken für Weltmeister im Teddybärenweitwurf, Prediger der Climatologykirche, Storchenschredderenthusiasten, Apostel der Fernstenliebe, Antifaschisten der Stirn (wenn auch nicht unbedingt der Faust), Zeugen Coronas, Lockdown-Lover, Pflanzenfresser, Fließgeschlechtler, Hypersensible mit Luxusproblemen, Palliativ-Ökonomen (© Peter Sloterdijk via Michael Klonovsky) oder Gründerzeitvillen-Bewohner mit Herz für ungebeten aus aller Welt Reinschneiende, sofern diese ihnen nicht persönlich aufs Parkett rücken.

Das Erfolgsgeheimnis der Zeit (verkaufte Auflage: über 600.000 Exemplare) gründet demnach darin, dass sie wie ein Trawler durch den Ozean der eingebildeten Probleme und zeitschnittigen Beklopptheiten pflügt, alles in einem engmaschigen Schleppnetz einsammelnd, was an wokem Haltungsmüll rumdümpelt. Gut möglich. Wer einen wie Marcel Fratzscher vom DIW fabulieren lässt, Deutschland benötige zum wirtschaftlichen Erblühen dringend noch viel mehr Migration, weshalb die Pull-Faktoren keinesfalls abgebaut werden dürften, der baut offensichtlich darauf, dass massenhaft Menschen durchs Land marschieren, denen man das Gehirn geklaut hat. 

Aber halt, die Zeit (Werbespruch aus den 1960ern, als das Blatt noch am Finanztropf des Stern hing: „Wissen Sie es nur oder haben Sie es in der Zeit gelesen?“) kann auch anders! 2018 stieg sie ein Genre ein, das der Stern bereits früher zu bespielen begonnen hatte: True Crime. Das Genre dreht sich, wie der Titel sagt, um real stattgefundene Verbrechen, deren Details von Journalisten zu spannendem Lesefutter – manchmal zu regelrechten Moritaten – aufgemörtelt werden. Im Podcast Zeit Verbrechen geht es etwa um eine ermordete Bäuerin, die an einer Jauchegrube aufgefunden wird, um einen Freak, der Angehörige einer Sekte niedermäht, um Braunschweiger Staatsanwälte, die sich bei der Beweisaufnahme im „Fall Maddie“ vergaloppieren, um einen Unbekannten, der mit großem Aufwand die Existenz eines prominenten Rechtsmediziners zu vernichten sucht, um eine Tierfreundin, die zwei Männer dazu bringt, mit ihr zusammen einen Menschen auf grausame Art zu ermorden. 

Sehr thrilling für die Leser

Oder man reanimiert den hochbetagten Fall des mutmaßlichen „Göhrde-Mörders“ Kurt-Werner Wichmann, dem mittlerweile noch mehr als die seinerzeit fünf ermittelten Verbrechen zugetraut werden. Nach einem Zeit-Bericht Ende 2019 meldete sich ein Schwung weiterer Frauen, die glaubten, unheimliche Begegnungen mit Wichmann erlebt zu haben. Zwar, die Aussagen sind sämtlich vom Stamme könnte. Auf jeden Fall ist alles sehr thrilling für die Leser.

Üblicherweise läuft der Podcast wie folgt: Zwei gestandene Mitglieder der Redaktion bekakeln den jeweiligen Fall rund 40 Minuten lang in allen Einzelheiten, und zwar anhand der Recherchen einer jungen, fleißigen Wühlmaus. Da wird an nichts gespart. Die Recherchierkraft gräbt in Aktenbergen, geht in Gerichtssäle, redet mit Zeugen und Anwälten, läuft sich die Hacken ab, ruft Gott und die Welt an. 

In der anschließenden Gesprächsrunde werden deftige Details nicht ausgeklammert. Das Ganze ist sehr unterhaltsam, schon wegen der gelegentlich leicht gackernd vorgetragenen Bemerkungen von Sabine Rückert, die einen gewissen Common Sense verraten. Die kregle Rückert, eine langgediente, sehr erfahrene Gerichtreporterin der Zeit, hat es irgendwie sogar in die Chefredaktion des Blattes geschafft. Lerne: Gesunder Menschenverstand und Zeit schließen sich nicht zwingend hundertprozentig aus.

Anfixer für ein Abo des Mutterheftes

Der Podcast – er erreicht nach Verlagsangaben zweiwöchentlich „ein Millionenpublikum“ – ist gratis hörbar. Er macht Werbung für einen gutsortierten Crime-Shop im weiland vom Geist der Gräfin Dönhoff und des Ex-Kanzlers Schmidt durchwehten Pressetempel am Hamburger Speersort. Zeit Verbrechen gibt es als gedrucktes Heft für 7,50 Euro, als Kartenspiel (12 Euro), Adventskalender (13 Euro), Tragetasche (7,95 Euro) oder als Crime-Scene-adäquaten Hoodie (59 Euro). Der Konsum des sechsmal im Jahr erscheinenden Magazins wiederum ist als Anfixer für ein Abo des Mutterheftes gedacht.

Übrigens, die Podcast-Folgen sind durchaus nicht immer linientreu zu den Zeit-üblichen Wokeness-Standards. Zwar wird der angebliche #metoo-Fall des kurz vor seinem Prozess verstorbenen Regisseurs Dieter Wedel weidlich ausgeschlachtet. Kein Wunder, denn die Zeit selber hatte den Casus unter viel Tamtam und merkwürdigen Begleitumständen aufgetan. Andererseits wird auch die Story der amerikanischen Studentin Emma ausgebreitet, die mit ihrer berühmt gewordenen blauen Matratze ständig über den Campus lief, um einen angeblichen Vergewaltiger deutscher Herkunft anzuklagen. Und dieser Podcast – Achtung Schneeflöckchen: Triggerwarnung! – fällt nicht gerade zu Emmas Gunsten aus. 

Ein Doppelpodcast handelt vom Besuch einer Reporterin bei Kevin Spacey, der im Sommer 2023 vom Vorwurf sexueller Übergriffe freigesprochen wurde, gleichwohl in Hollywood kein Bein mehr an Deck kriegt. Über „sein Leben als Aussätziger“ darf sich der „House of Cards“-Schauspieler lang und breit erklären – für nicht wenige Zeit-Leser ein Affront. Durchgeschmorte Feministinnen hegen erst recht einen Rochus auf das True-Crime-Genre („der räudigste Auswurf seit Erfindung von Aufnahme- und Sendetechnik“).

Angstlust oder Kuckucksnest?

Natürlich ist die Frage nicht abwegig: Warum um Himmels Willen interessieren sich so viele Menschen für echte oder fiktive Verbrechen? Warum prosperiert der Markt für True Crime, Fernsehkrimis, Kriminalromane wie nie zuvor, während das kriminelle Geschehen in echt ebenfalls wie blöd boomt? Warum gieren Leute nach Plotten, in denen Menschen ermordet werden, wenn doch mittlerweile vielerorts in echt gemessert wird? 

Einbrecherbanden durchkämmen das Land, Einmänner erschlagen bei Einzeltaten Frauen, Gangster sprengen serienweise Geldautomaten in die Luft, rasen mit geklauten Autos in Juwelierläden. In historischen Perlen wie der Innenstadt von Lübeck prügeln Clans ihre Revierkämpfe aus, während die Polizei zuschaut und unter Strafandrohung dazu aufruft, nichts über die Gewaltorgie in sozialen Netzwerken zu vermelden. Und was tut die brave Kartoffel? Sie schaut „Tatort“. 

Oder True Crime. In meiner Gegend lebte eine ältere Dame in einem einsam gelegenen Landhaus. Von ihr ging die Rede, dass sie sich hinter fest verschlossenen Türen gern von „XY…ungelöst“-Sendungen im ZDF begruseln ließ. In der ältesten TV-Fahndungssendung geht es zuweilen um Menschen, die in einsamen Landhäusern überfallen werden. Ist es das, was man Angstlust nennt? Oder läuft das schon unter Kuckucksnest?

An echten Gewaltverbrechen mangelt es nicht

In einem kabarettistischen Chanson über die in Nachkriegs-Westdeutschland anrollende Kriminalfilm-Welle sang die DDR-Schauspielerin Lissy Tempelhof:

Ich brauche das für meine Nerven
Das Gruseln, Grauen, Greueln als Extrakt
Drum zerrt daran tüchtig – juchheissa!
Schickt mehr solche himmlischen Reißer

Nun waren Krimis immer ziemlich populär, im Buchsegment ebenso wie im Kino oder Fernsehen. Mit seinen drittelliterarischen Maigret-Romanen wurde der Vielschreiber Georges Simenon schon in den 1930ern reich. Auch Hollywoods harte Gangster-Epen, zum Beispiel mit dem kleinwüchsigen Edward G. Robinson als explosivem Gangsterboss, waren in jenem Jahrzehnt bereits Kassenschlager. Mit Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahre 1931 hatte der deutsche Krimi seinen ersten Kassenschlager. Die Edgar-Wallace-Reihe hielt das Kino der Nachkriegszeit ein paar Jahre bei seinem Niedergang auf. Und deutsche Fernsehkrimis nach Stoffen des Briten Francis Durbridge fegten bekanntlich halstuchmörderisch die Straßen. 

Drei Jahre später wurde der Prototyp einer True-Crime-Erzählung zum Weltbestseller. In „Kaltblütig“ von 1965 rekonstruierte Truman Capote den Mord an einer Farmersfamilie. Sein distanzierter Stil und der Versuch, irgendwie in die Hirne der Mörder vorzudringen, beeinflussten Generationen von Journalisten und Filmemachern.

Schneller Vorlauf: Unlängst veröffentlichte das Bundeskriminalamt BKA die Zahlen für Gewaltverbrechen in Deutschland für das erste Halbjahr 2023. Der Anstieg, vor allem auf Straßen und Plätzen registriert, betrug 17 Prozent. Der Bericht räumt ein, dass dabei die verstärkte Migration keine geringe Rolle spielt. Die Interpretation der Lage durch das Amt muss man sich allerdings auf der Zunge zergehen lassen:

„Deutschland verzeichnet aktuell eine hohe Zuwanderungsrate. Dadurch steigt die Bevölkerungszahl an und der Anteil an Nichtdeutschen an der Gesamtgesellschaft nimmt zu. Es ist davon auszugehen, dass viele Schutzsuchende mehrere Risikofaktoren aufweisen, die Gewaltkriminalität wahrscheinlicher machen. Dazu gehören die Lebenssituation in Erstaufnahmeeinrichtungen sowie wirtschaftliche Unsicherheit und Gewalterfahrungen.“

Eigentlich wäre jetzt die Zeit für eskapistische Formate

Angesichts solcher Entwicklungen, müsste da nicht die Nachfrage nach harmlosen, eskapistischen Formaten steigen, die nach blutigen, gewalthaltigen Inhalten dagegen sinken? Also mehr „Traumschiff“ und Rosamunde Pilcher, weniger „Polizeiruf 110“ und skandinavische Blutbäder gefragt sein? Wer befürchten muss, beim Gang über den Berliner Alexanderplatz oder den Hamburger Jungfernstieg zusammengeschlagen zu werden, möchte der nicht wenigstens vor der Glotze Ruhe haben vor all den Strolchen, die im öffentlichen Raum und in öffentlichen Nahverkehrsmitteln lungern?

Denkste. Nach einer in der Fachzeitung Media Perspektiven veröffentlichten Untersuchung von acht großen Sendern belegen Krimis 48 Prozent der fiktionalen Sendeplätze (2012 waren es erst 37 Prozent). Sämtliche anderen fiktiven Genres, zum Beispiel Liebesfilme, Komödien, Rateshows, Krankenhausserien, Western, Bergschmonzetten oder Science-Fiction, müssen sich die andere Hälfte des fiktionalen Sendekuchens teilen. 

Da sogar aber die staatlichen TV-Anstalten bis zu einem gewissen Umfang das versenden, was das Publikum am meisten goutiert, ist sonnenklar: Vor allem die Nachfrageseite zeichnet für die Krimischwemme verantwortlich. Ein durchschnittlicher „Tatort“ wie der aus Kiel vom 26. November holt fast 9 Millionen Zuschauer. Der aus Münster brachte es schon mal auf über 14 Millionen. Warum sollte die ARD derlei Zeugs nicht wieder und wieder produzieren? Die Öffis brauchen gute Quoten zur Legitimierung ihrer irrwitzigen Zwangseinnahmen. Mit Luschenformaten wie Monitor oder Reschke Fernsehen ist das nicht zu stemmen.

Verblödung des Krimisektors

Nochmal: An der Verblödung des Krimisektors – immer mehr trübtassig aus der Wäsche guckende Frauen besorgen die harte Polizeiarbeit, gerade mal flügge gewordene Ermittlerinnen halten dicke Knarren in die Gegend, die ihnen bei einer Schussabgabe die Ärmchen in die Höhe reißen würden und so fort –, an dieser Quotierung und Infantilisierung des Fernsehkrimis ist kein anderer schuld als der Zuschauer. Von ein paar erfreulichen Ausnahmen abgesehen (etwa die Reihen „Nord bei Nordwest“, „Harter Brocken“ oder „München Mord“) erhält er, was er per Einschaltknopf immer wieder bestellt: Schrott.

Bleibt die Frage, warum der Konsument sich massenhaft Krimis reinzieht, auch aus untersten Schubladen, auch in Buchform. Bei Hugendubel oder Thalia stapeln sich die Fitzek und Co. Manche Plotten sind so verfasst, dass sie praktisch schon das Treatment für einen öffentlich-rechtlichen Fernsehkrimi abgeben. Aus dem Inhalt des aktuellen Nele-Neuhaus-Krimis „Monster“:

„Durch eine DNA-Analyse gerät Farwad M. unter Mordverdacht, ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber, der erst kürzlich zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Doch er konnte untertauchen, als er nach einer Haftbeschwerde aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Die Öffentlichkeit ist empört. Unbekannte werfen Molotow-Cocktails auf Flüchtlingswohnheime, die Bewohner sind in Todesangst.“

Nach einer Untersuchung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kauft jeder Bürger pro Jahr mindestens einen Krimi. Solche wie „Monster“. Wie ist das möglich? Woher rührt die Manie? Das Phänomen haben schon viele zu ergründen versucht, Populärkulturkritiker ebenso wie die Krimi-Produzenten selber. Ein Streifzug durch angebotene Erklärungsmuster ergab, jedenfalls für mich, hauptsächlich Schwurbeleien. Da erzählt ein Martin Thaus, Studienleiter der Drehbuchwerkstatt München, dem Deutschlandfunk, „dass Krimis an die Stelle der großen mythologischen Erklärungen getreten sind.“ Der „Tatort“ zum Beispiel sei „ein zentrales Sinnstiftungs-Instrument“. Er liefere „die Erklärungen dafür, was die Gesellschaft oder unser Gemüt eigentlich zusammenhält.“ Der „Tatort“ als Faust III, darauf muss einer erst mal kommen.

Vom Schwafelhormon durchflutet

Ein Schwurbler aus dem Psychiatermilieu glaubt, Krimikonsum verabreiche den Menschen Endorphin-Kicks, weshalb Krimis so beliebt seien:

„Wenn dann beim Betrachter diese Angst ausgelöst wird, dann werden im Körper auch sogenannte Endorphine ausgeschüttet, das sind Wohlfühlhormone, die aber in diesem Fall auf diese Stresssituation vorbereiten sollen, weil nämlich dieses Angstgehirn, das kann nicht unterscheiden zwischen Studio und Realität, man glaubt, man ist mitten im Geschehen. Und wenn dann um 21.45 Uhr der Kommissar den Täter verhaftet hat und abführt, dann hat die Gerechtigkeit gesiegt, dann ist die Angst weg, und dann durchfluten diese Endorphine trotzdem den Körper, und das ist der Grund, warum so viele Menschen sonntags den ‚Tatort‘ schauen.“

Dass langjährige Glotzennutzer so ticken wie ein Fünfjähriger, der Bildschirm und Wirklichkeit nicht auseinanderkriegt, für diese Steilthese muss man wohl von irgendetwas durchflutet worden sein. Vielleicht vom Schwafelhormon.

Drehbuchautor Benedikt Rösgau („Contergan“) hat sich auf die Faszination eines „existenziellen Ereignisses“ wie Mord den Reim gemacht, „dass wir in unserem sehr ereignisarmen Land kaum noch existenzielle Konflikte haben.“ Ähnlich denkt Joe Bausch, ehedem Medizinaldirektor im Knast von Werl, der im Kölner „Tatort“ als Gerichtsmediziner auftritt. Der Mann mit dem markantesten Schädel der Zunft hat Bücher über die Faszination des Verbrechens geschrieben. Er deutet die Affenliebe der Deutschen zum Krimi „als Zeichen dafür, wie gut es uns geht. Schon in der Vergangenheit waren Kriminalgeschichten immer dann gefragt, wenn die Leute keine materiellen Sorgen hatten.“

Deutschland, ähem, ereignisarm?

Das Argument ist nicht ganz rutschfest. Die Schauerballaden der Bänkelsänger – der Begriff Moritat soll von Mordtat abstammen – erfreuten sich im 17., 18. und 19. Jahrhundert wohl vor allem bei Geringverdienern höchster Beliebtheit. Und Deutschland, ähem, ereignisarm? Wo es den Leuten an nichts gebricht? 

Folgen wir Bauschs These aber einfach mal. Stimmt sie, dann ziehen bald dunkle Wolken auf. Über der deutschen Wirtschaft sowieso, über den Krimiproduktionsgesellschaften aber gleichermaßen. Krimis dürften nach Bauschs Logik an Reiz verlieren, wenn es mehr Leute mit materiellen Sorgen gibt. Genau damit rechnen viele Bürger offenbar. Sie haben, wenn es nach Wahlumfragen geht, das legendäre Bekenntnis von Katrin Göring-Eckardt für sich selber etwas umgebaut. Neue Version: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und wir freuen uns überhaupt nicht darauf.“

PS: Dass Kriminales besonders dort geschätzt wird, wo es auf den Euro nicht ankommt, würde auch den enormen Erfolg des Verbrechen-Podcasts der Zeit erklären. Die grüngewaschene Bourgeoisie, sie hat ja gewöhnlich was auf der hohen Kante. Und darüber kann sie sich freuen.

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