Von ALEX (Teil 2) | Anders als der linke Feminismus, der die zunehmende Kinderlosigkeit von Frauen als Zeichen von Freiheit bejubelt, betrachtet ein Feminismus von rechts die Kinderlosigkeit der Frauen als Tragödie. Im ersten Teil dieser zweiteiligen Serie ließ sich erkennen: Frauen und Männer sind in Beziehungen niemals gleichberechtigt, weil die Frau deutlich weniger Zeit als der Mann hat, ihr Bedürfnis nach Nachkommenschaft zu erfüllen. Diese biologisch gegebene Ungerechtigkeit und der bei Frauen bereits vor der Geburt eines Kindes stärker ausgeprägte Kinderwunsch – bei Männern oft erst nach der Geburt – bilden naturgegebene Ungleichheiten, die in Beziehungen zu berücksichtigen sind.
Anders als der linke Feminismus, der von Frauen verlangt, sich an männlichen Eigenschaften zu orientieren – Stärke, Erfolg, sexuelle Freiheit – stellt der rechte Feminismus also tatsächlich die Frau mit ihren biologischen Realitäten in den Mittelpunkt. Statt den weiblichen Wunsch nach Kindern und Familie zu kritisieren oder gar insgesamt abzulehnen, anerkennt der rechte Feminismus diese weiblichen Sehnsüchte und fragt: Wie kann die heutige Generation junger Frauen diese Sehnsüchte erfolgreicher erreichen als die Generation allzu oft alleinstehender und kinderloser Frauen der letzten 30 Jahre?
Genau an diesem Punkt kommt die Verantwortung des Mannes ins Spiel, die der linke Feminismus nicht einmal thematisiert. Für linke Feministen ist der Mann Feindbild oder bestenfalls eine Randperson, der sich die vermeintlich sexuell freie Frau zur rein körperlichen Befriedigung bedient, emotional hat sie ihn angeblich nicht nötig. Der linke Feminismus kennt weder „Liebe“ noch Romantik, weil solche Gefühle eine langfristige Bindung zwischen Mann und Frau fördern und damit zugleich die Gründung der ideologisch verhassten Familie.
Da der rechte Feminismus die Frau vor allem aus dem Blickwinkel ihres natürlichen Kinderwunsches betrachtet, fällt dem Mann im rechten Feminismus in erster Linie die Rolle des – seienden oder werdenden – Vaters zu. Im Klartext bedeutet dies: Ein rechter Feminismus verlangt vom Mann Verantwortung.
Nicht nur die Sicht auf die Frau, sondern auch die Sicht auf den Mann ist daher im linken und rechten Feminismus fundamental unterschiedlich: Im linken Feminismus stellt die Frau keine Ansprüche an den Mann, weil sie angeblich finanziell selbständig ist und den Mann nur zu sexueller Lustbefriedigung benötigt. Aus Sicht der Frau ist der Mann im rechten Feminismus hingegen immer in der Rolle des seienden oder werdenden Vaters, er hat daher nur ein Anrecht auf ihren Körper, wenn er bereit ist, zugleich diese Vaterrolle anzunehmen.
Was bedeutet diese rechtsfeministische Sichtweise nun für das konkrete Liebesleben, insbesondere die Tragödie der Kinderlosigkeit?
Kinderlosigkeit ist, anders als von linken Ideologen behauptet, nie eine Frage des Geldes, sondern natürlicherweise eine Frage des Sexualverhaltens. Ein Mann, der sich selbst nicht als werdender Vater begreift, weil linke Ideologen in ihrem Kampf gegen die verhasste Familie sowohl die Rolle der Mutter als auch die Rolle des Vaters ablehnen, zeugt keine Kinder: Er lebt seine biologische Sehnsucht nach der Begegnung mit möglichst vielen Frauen aus, betrachtet diese Frauen aber nur als Mätressen und wird entsprechende Vorkehrungen treffen.
Auch eine Frau, die sich selbst nicht in der Rolle der werdenden Mutter sieht, stellt an ihren Liebhaber keine weitergehenden Ansprüche oder verdrängt diese Ansprüche innerlich. Mit dem Verzicht auf ihr Selbstverständnis als werdende Mutter übernimmt sie für sich selbst dann ebenfalls die Rolle der Mätresse: Sie lässt Begegnungen mit Männern zu, die keine Vaterschaft wünschen.
Ein Feminismus von rechts muss daher neben der Lust und der Liebe konsequenterweise das Thema der Verantwortung stärker in den Mittelpunkt der Beziehung stellen. Die Frau trägt Verantwortung für sich selbst: Sie sollte in der Auswahl ihrer Begegnungen darauf achten, nicht mit Männern ihre Zeit zu verschwenden, die nicht in der Lage oder nicht willens sind, die ihnen von Natur aus zugewiesene Vaterrolle zu übernehmen. Der Mann trägt Verantwortung für die Frau: Er hat nicht das Recht, ihre kostbare Zeit zu nehmen, wenn aus dieser Begegnung keine Kinder entstehen werden und er dies bereits früh ahnt oder sogar von vornherein weiß.
Feminismus von rechts bedeutet also: Ausgehend von den natürlichen Sehnsüchten der Frau und der damit einhergehenden Verantwortung des Mannes vor allem das Kind wieder in den Mittelpunkt der Begegnung zwischen Mann und Frau zu stellen. Aus dem Blickwinkel eines Feminismus von rechts wäre es daher gerade den jungen Frauen von Herzen zu wünschen, dass sie selbst in Zeiten von Online-Dating und allen nur erdenklichen sexuellen Freiheiten den Mut dazu aufbringen, genau dies zu tun und eine solche Betrachtungsweise auch gegenüber den Männern, mit denen sie Umgang pflegen, frühzeitig und deutlich zu kommunizieren.
»Teil 1: Brauchen wir einen neuen, rechten Feminismus?
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