
Gewinner der Woche
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht (56) hat ein Ende der sogenannten Brandmauer gegen die AfD gefordert und für eine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland geworben. In einem Gastbeitrag für die neu gegründete Zeitung „Ostdeutsche Allgemeine“ betonte Wagenknecht Gemeinsamkeiten von BSW-Wählern und AfD-Anhängern: „Wer AfD wählt, wünscht sich keinen neuen Faschismus, sondern erschwingliche Preise, bessere Bildung für seine Kinder, weniger Kriminalität und Migration, kurz: Ein Deutschland, das wieder funktioniert, in dem sich gut und sicher leben lässt und das international geachtet und nicht ausgelacht wird.“ BSW-Wähler würden dies ganz ähnlich sehen.
Koalitionen des BSW mit Parteien, die eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, nannte die BSW-Gründerin einen „schweren Anfängerfehler“. Die sogenannte Brandmauer sei „ein demokratischer Irrweg“.
Hehre Worte, aber Skepsis bleibt angebracht. Wie heißt es doch noch gleich in Goethes Faust (Osterspaziergang): „Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Nun wollen wir nicht so weit gehen und Wagenknecht wieder eine „politische Trickbetrügerin“ nennen. Wahr ist aber leider, bis zum Beweis des Gegenteils: Wer BSW gewählt hat, hat noch immer Altpartei bekommen. Siehe Thüringen, siehe Brandenburg.
Der Deutschland-Kurier meint: Jeder verdient eine zweite Chance!
Verlierer der Woche
„Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt (58) ist ein nicht-binärer medialer Transgender, also von allem etwas! Beste Voraussetzungen, um es im döpfnerisierten und woken Zeitgeist-Verlag Axel Springer ganz nach oben zu bringen – mit sechsstelligem Jahresgehalt. Vielleicht lässt sich der Sportwagen-Enthusiast (Porsche, Ferrari) in aller Kürze so beschreiben: FDP-Fanboy („rationalste Partei der Gegenwart“) mit scheinkonservativer Geschlechtsangleichung. Wobei ein anti-grüner bzw. anti-linker Fundamentalismus („Shitbürgertum“) fraglos die angenehmste Seite der „Marke Poschardt“ ist, wie die linke „taz“ den Springer-Zeitgeistler nannte. Dass die „Welt“, einst das konservative Flaggschiff des Verlagsgründers, heute weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit erscheint, hat nicht nur, aber auch mit Poschardt zu tun.
Nun meinte sich dieser Salon-Liberale über die Grafik-Kampagne des Deutschland-Kuriers mit dem Dreiklang „Kameradschaft. Solidarität. Loyalität“ ereifern zu müssen. „Ich bin so toll mit meinem Porsche“-Poschardt schrieb auf Facebook: „Deutsche Rechte und die österreichischen Vorturner (er meinte Martin Sellner, die Red.) ästhetisch beim KI Ramsch angekommen: weder Heidegger noch Faschismus noch Ezra Pound verstanden, Einfach reaktionäre Komplettspiesser“. Nun, uns wundert nicht, dass liberal-vulgäre Typen wie Poschardt (Motto: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht) mit Tugenden wie Kameradschaft, Solidarität und Loyalität nichts anzufangen wissen.
Der Deutschland-Kurier meint: Der Zeitgeist weht heute hierhin und morgen dorthin. Wer sich nach ihm richtet, wird vom Winde verweht – s. „Welt“-Auflage, s. FDP!
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