Kategorie: NACHRICHTEN
Bisamberg-Windpark: Gestern offizielle Info-Veranstaltung in Hagenbrunn

Wien Energie hat noch vor wenigen Tagen jede Beteiligung am geplanten Windpark am Bisamberg kategorisch dementiert („kein Projekt in Planung oder Vorbereitung“), lud aber gestern gemeinsam mit W.E.B. in Hagenbrunn zur offiziellen Informationsveranstaltung über das Vorhaben ein. Das Projekt „WP Floridsdorf“ im sensiblen Gebiet zwischen Rendezvousberg und Stammersdorfer Kellergasse wird von der WEB Erneuerbare GmbH […]
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Neue FREILICH-Ausgabe: „America First?“ – Zwischen politischem Anspruch und globaler Realität

Die neue Ausgabe des FREILICH-Magazins widmet sich einem Thema, das weit über die Vereinigten Staaten hinausreicht: der Bilanz und Bedeutung der „America First“-Politik unter Donald Trump. Ist sie Ausdruck eines echten politischen Kurswechsels – oder bleibt sie letztlich hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück?
Mit dem Aufstieg Trumps verbanden viele Beobachter die Hoffnung auf eine grundlegende Neuordnung der westlichen Politik. Nationale Interessen sollten wieder stärker in den Vordergrund rücken, internationale Abhängigkeiten sollten reduziert und bestehende Machtstrukturen herausgefordert werden. Doch die praktische Umsetzung dieses Programms wirft bis heute Fragen auf.
Analyse einer politischen Bewegung
Die neue Ausgabe nähert sich dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ein Gespräch mit dem US-amerikanischen Publizisten Scott Greer beleuchtet die Entwicklung der konservativen Bewegung rund um Trump und zeigt die derzeitigen internen Spannungen und Perspektiven auf.
Darüber hinaus wird der Versuch unternommen, eine sachliche Bilanz zentraler politischer Vorhaben zu ziehen – von wirtschaftspolitischen Maßnahmen bis hin zu institutionellen Konflikten innerhalb des amerikanischen Systems. Auch die zunehmende juristische Auseinandersetzung zwischen Trump und staatlichen Akteuren wird als Symptom eines tieferliegenden Machtkampfs analysiert.
Europäische Perspektiven
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, welche Auswirkungen die Entwicklungen in den USA auf Europa haben. Welche strategischen Spielräume ergeben sich für europäische Staaten? Und wie lässt sich politische Eigenständigkeit bewahren, ohne in neue Abhängigkeiten zu geraten?
Ein kontrovers geführtes Streitgespräch zwischen zwei politischen Akteuren greift diese Fragen auf und zeigt unterschiedliche Positionen im Umgang mit den USA und Trumps zweiter Amtszeit.
Weitere Themen der Ausgabe:
Neben dem Schwerpunkt enthält die neue FREILICH-Ausgabe zahlreiche Beiträge zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
– Die Rolle wirtschaftlicher Machtpolitik im internationalen Wettbewerb
– Innenpolitische Dynamiken in Deutschland im Vorfeld wichtiger Wahlen
– Herausforderungen und Reformansätze im österreichischen Bildungssystem
– Ein Blick nach Südostasien: Tradition und Modernisierung im Spannungsfeld globaler Einflüsse
Ergänzt wird das Heft durch kulturelle Beiträge, darunter eine Fortsetzung der Reihe „Deutsche Verse“, sowie Interviews und Reportagen.
Begleitendes Angebot für Neuabonnenten
Zur Veröffentlichung der neuen Ausgabe wurde zudem ein ergänzendes kostenloses Dossier für Abonnenten zusammengestellt, das ausgewählte Publikationen zu historischen und geopolitischen Themen umfasst.
» Weitere Informationen zur Ausgabe und Bezugsmöglichkeiten finden Sie hier.
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Die übersehene Bombe im US-Senat: Admiral enthüllt stillschweigend Amerikas Plan gegen China
In einer scheinbar routinemäßigen Senatsanhörung vom 21. April 2026 fiel eine Aussage, die in ihrer Tragweite kaum beachtet wurde. Admiral Samuel Paparo, Chef des US-Indo-Pazifik-Kommandos, erklärte offen, dass die Vereinigten Staaten die Energieabhängigkeit von Partnern und Rivalen analysieren – ebenso wie die Meerengen, durch die diese Energie transportiert wird.
Er nannte dabei ausdrücklich: Malakka, Lombok, Sunda.
Was fehlte, aber strategisch dazugehört: Hormus.
Und genau hier entsteht das größere Bild.
Die übersehene Bombe aus der US-Senatsanhörung vom 21. April:
INDOPACOM-Chef Admiral Paparo sagte offen, die USA analysieren Energieabhängigkeiten von Partnern & Rivalen sowie strategische Meerengen wie Malakka, Lombok, Sunda.
Das Brisante: Verbindet man das mit Hormus, ergibt… pic.twitter.com/N1jgEWllDB
— Don (@Donuncutschweiz) April 24, 2026
Zwei Flaschenhälse – ein strategischer Hebel
Wer Chinas Energieversorgung verstehen will, muss zwei Punkte auf der Karte verbinden:
- Straße von Hormus – Ausgangstor des Persischen Golfs
- Straße von Malakka – Eintrittstor nach Ostasien
Karte der Straße von Malakka

Ein erheblicher Teil des Öls aus Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, UAE und Katar passiert zunächst Hormus – und gelangt danach vielfach über den Indischen Ozean Richtung Malakka und weiter nach China, Japan, Südkorea und Taiwan.
Das bedeutet:
Wer Hormus kontrolliert oder stört, trifft die Quelle.
Wer Malakka kontrolliert oder stört, trifft die Route.
Und wer beides beeinflussen kann, besitzt einen geopolitischen Hebel von globalem Ausmaß.
Das PDF zeigt: Es bleibt nicht bei Worten
Im veröffentlichten Begleitdokument fordert Paparo:
- mehr Treibstofflager im Indo-Pazifik
- gesicherte Kraftstoffbestände
- regionale Logistik-Hubs
- schnellere Munitionsversorgung
- größere Vorwärtspräsenz westlich der Datumsgrenze
- verteilte Kriegslogistik im Ernstfall
Das ist keine abstrakte Planung. Das ist operative Vorbereitung.
Warum das auf China zielt
China ist die größte Importmacht für Energie weltweit. Trotz Ausbau erneuerbarer Energien bleibt Öl für Industrie, Transport, Chemie und Militär unverzichtbar. Ein großer Teil davon stammt direkt oder indirekt aus dem Nahen Osten.
Wenn also:
- im Westen Druck auf Hormus entsteht
- im Osten Druck auf Malakka entsteht
- zugleich US-Verbündete alternative Versorgung erhalten
…dann entsteht für Peking ein strategisches Problem.
Nicht zwingend ein sofortiger Stopp – aber:
- höhere Versicherungskosten
- längere Routen
- teurere Frachten
- geringere Reserven
- höhere Kriegslogistik-Kosten
- wirtschaftlicher Druck im Krisenfall
Paparos Aussage bekommt dadurch neue Bedeutung
Als Paparo sagte, die USA wollten zunehmend Netto-Energielieferant im Indo-Pazifik werden, war das mehr als Wirtschaftspolitik.
Das bedeutet:
- US-LNG für Japan und Südkorea
- US-Energie für regionale Partner
- geringere Abhängigkeit von Golf-Routen
- stärkere Bindung an Washington
- robustere Kriegsfähigkeit der Alliierten
Parallel würde Chinas Abhängigkeit von denselben Seewegen bestehen bleiben.
Die neue Form der Abschreckung
Früher dachte man bei Großmachtkonflikten an Flugzeugträger und Raketen.
Heute lautet die Frage:
- Wer kontrolliert Tankerrouten?
- Wer kann Partner versorgen?
- Wer hat Lagerbestände?
- Wer hält länger durch?
Das Pentagon scheint diese Antwort bereits formuliert zu haben:
Nicht direkte Konfrontation zuerst – sondern strategische Erschöpfung über Energie und Logistik.
Das große Signal
Wenn Hormus im Westen unter Druck steht und Paparo gleichzeitig Malakka als Schlüsselpunkt nennt, wirkt das wie zwei Seiten derselben Strategie:
Chinas größte Schwäche ist nicht nur militärisch.
Sie liegt in importierter Energie über verwundbare maritime Engpässe.
Fazit
Die meisten sahen in der Senatsanhörung nur eine Routinebefragung. Tatsächlich könnte sie ein selten offener Einblick in die amerikanische China-Strategie gewesen sein:
Kontrolle der Seewege, Sicherung eigener Verbündeter – und Druck auf Pekings Lebensadern.
Malakka war der ausgesprochene Name.
Hormus war der unausgesprochene.
Aufträge brechen ein: Deutscher Wirtschaft droht erneute Rezession!

Die jüngst von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf 0,5 Prozent halbierte Wachstumsprognose dürfte sich wohl als eine noch sehr optimistische Annahme erweisen: Nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 droht Deutschland infolge der Nahost-Krise sogar ein erneuter Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung!
Die deutsche Wirtschaft ist im April geschrumpft, der Inflationsdruck steigt. Darauf deutet der von S&P Global erhobene Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft hin, der im April auf vorläufiger Basis von 51,9 auf 48,3 Punkte fiel.
Dienstleister unter Druck – Preise steigen
In Deutschland brach laut den vorliegenden Daten vor allem das Geschäft von Dienstleistern ein, während der Zuwachs der Industrieproduktion sich S&P zufolge drastisch verlangsamte. Die Unternehmen schätzen die Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate insgesamt negativ ein. Vor allem Dienstleister klagen über deutlich weniger Aufträge; aber auch Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes melden weniger Aufträge als erhofft.
Zusätzlich zur schwachen Nachfrageentwicklung standen die Unternehmen im April einem zunehmenden Kostendruck gegenüber. Die Einkaufspreise stiegen so schnell wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr.
„Jeder weitere Tag, an dem kein Öl aus der Golfregion an den Weltmarkt gelangt, verschärft die Konjunkturrisiken“, warnt Jörg Krämer, der Chefvolkswirt der Commerzbank. Der Ökonom rechnet für 2026 bestenfalls mit einem Nullwachstum: „Bereinigt man die niedrigen Wachstumsraten um die ungewöhnlich hohe Zahl von Arbeitstagen, dürfte es in diesem Jahr faktisch wieder auf eine Stagnation hinauslaufen.“
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Corona-Enquête-Kommission wollte Rechtsprofessor Martin Schwab nicht anhören
„Die Corona-Enquête-Kommission im Deutschen Bundestag will mich nicht anhören“: Das konstatierte Rechtsprofessor Martin Schwab am 22. April in den sozialen Netzen. Denn am 23. April fand eine nichtöffentliche Sitzung der Arbeitsgruppe 1 der Kommission statt, die sich mit rechtlichen Fragen befasst. Die Mehrheit der Mitglieder lehnte es ab, den Bielefelder Rechtsexperten anzuhören. Dabei hätte er viel über den Corona-Wahnsinn zu erzählen gehabt. Das tat er nun stattdessen online …
Nachfolgend lesen Sie den Beitrag von Rechtsprofessor Martin Schwab (via Facebook):
„Liebe Community,
am Donnerstag, den 23.4.2026 findet im Deutschen Bundestag eine nichtöffentliche Sitzung der Arbeitsgruppe 1 der Corona-Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages statt. Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit spezifisch rechtlichen Fragen. Eines der Mitglieder dieser Kommission ist Dr. Beate Pfeil. Sie ist eine der drei Sachverständigen, die dem Plenum dieser Kommission auf Vorschlag der AfD angehören. Beate Pfeil hatte in der Arbeitsgruppe vorgeschlagen, mich in der Sitzung am 23.4.2026 als Sachverständigen anzuhören. Als Thema der Sitzung ist Folgendes vorgesehen:
„Zusammenarbeit und Koordination zwischen allen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren und Ebenen sowie im EU-Kontext“
Wie Beate Pfeil mir gestern (21.4.2026) Nachmittag mitteilte, wurde – aus bisher nicht bekannten Gründen – der Vorschlag, mich anzuhören, mehrheitlich abgelehnt. Die Arbeitsgruppen sind so organisiert, dass – anders als im Plenum – die Anhörung einzelner Sachverständiger nicht erzwungen werden kann, sondern von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe mehrheitlich gebilligt werden muss. Und diese Mehrheit hat es wohl für den Vorschlag, mich anzuhören, nicht gegeben.
Ich bedauere das sehr. Denn ich hätte der Arbeitsgruppe zur Zusammenarbeit staatlicher und privater Akteure viel erzählen können:
1. Die Beschaffung von Impfstoffen war nur auf der Basis von Lieferverträgen möglich, kraft derer der Staat die Hersteller umfassend von der Haftung selbst sowie von den Kosten der allfälligen Haftpflichtprozesse freistellte.
2. Die Verabreichung von Impfstoffen erforderte die breitflächige Mitwirkung von Ärzten, die vom BGH sogar i. S. des Art. 34 GG, § 839 BGB zu Beamten im haftungsrechtlichen Sinne gestempelt wurden (BGH vom 9.10.2025 – III ZR 180/24).
3. Um Akzeptanz für die Grundrechtseinschränkungen herzustellen, waren die Regierenden auf eine gewogene Medienberichterstattung angewiesen. Hierbei halfen parteinahe Medienkonzerne, etablierte Netzwerke zwischen Journalisten und Politikern (Atlantikbrücke, Bilderberg-Konferenz) und ein 2020 gegründetes Netzwerk namens Trusted News Initiative, das es sich zum Ziel gesetzt hatte, „Desinformationʺ betreffend die COVID-Impfstoffe zu bekämpfen. Unmengen von Künstlern, Wissenschaftlern, Journalisten, Ärzten, Juristen und Geistlichen trugen mit teilweise abstoßender Hassrede gegen „Ungeimpfte“ dazu bei, Menschen unter Druck zu setzen, die sich gegen die staatliche Impferpressung zur Wehr setzten. Die Narrative der Lockdown- und Impfzwang-Propaganda hatten zahlreiche prominente Unterstützer, und ohne sie wäre es vermutlich deutlich schwieriger gewesen, sie auf breiter Fläche erfolgreich zu kommunizieren.
4. Private Unternehmer wurden unter Bußgeldandrohung dazu angehalten, sich unter Berufung auf ihr Hausrecht zu einer Art Gesundheitspolizei aufzuschwingen, indem sie ihren Kunden 2G-/3G-Nachweise und das Tragen von Masken abverlangen sollten. Vergleichbares galt für private Schulen, die denselben Regularien unterworfen waren wie staatliche Schulen.
5. Im November 2021 konnten kraft einer Allgemeinverfügung in Köln Passierscheine zum Nachweis der Berechtigung, bestimmte Straßenzüge in der Kölner Innenstadt ohne 3G-Nachweis zu betreten, bei der Karnevalsgesellschaft Willi Ostermann 1967 e. V. erworben werden. Der Karnevalsverein durfte Gesundheitspolizei spielen. Kein Witz!
6. Bei der einrichtungsbezogenen COVID-Impfnachweispflicht (§ 20a IfSG a.F.) mussten Kliniken und Arztpraxen ungeimpfte Beschäftigte bei den Gesundheitsämtern melden. Praxisinhaber und Klinikleitungen wurden so zur Denunziation ihrer eigenen Beschäftigten verdonnert – und zwar abermals unter Bußgeldandrohung.
7. Apropos Denunziation: Ich möchte nicht wissen, auf wie viele „illegalen“ Zusammenkünfte (Kindergeburtstage, Spielen auf Spiel- und Bolzplätzen, geheime Partys) Polizei und Ordnungsämter erst durch Hinweise aus der Bevölkerung aufmerksam wurden. Jeder Corona-Eiferer wurde zum potentiellen Hilfssheriff. Dazu zwei Fälle aus eigenem Erleben:
a) Ich habe 2021 in einem Bußgeldverfahren vor dem Amtsgericht Kassel einen Händler vertreten, der es gewagt hatte, im tiefsten Lockdown nicht nur seinen Laden zu öffnen, sondern auch Kaffee und Gebäck an seine Kunden auszureichen. Der Polizist, der den Einsatz zur Beendigung dieser Veranstaltung geleitet hatte, gab bei seiner Vernehmung als Zeuge an, dass die Polizei von der Veranstaltung durch einen Anruf eines – wie soll ich es nennen – „besorgten Bürgers“ erfahren hatte. Fälle dieser Art sind vermutlich Legion.
b) Im Sommer 2022 war ich in einem Regionalzug unterwegs. Draußen war sonniges, warmes Wetter. In Zügen galt gleichwohl Maskenpflicht. Ich sah das nicht ein und trug meine Maske dekorativ als Armband, um sie aufzusetzen, falls der Schaffner kommt. Von anderen Fahrgästen wurde ich aufgefordert, die Maske aufzusetzen, und als ich mich beharrlich weigerte, drohten jene Fahrgäste damit, den Schaffner zu informieren, falls er kommen würde (was er aber nicht tat). Das Gespräch endete damit, dass besagte Fahrgäste mir einen angenehmen Abend, ein schönes Wochenende und einen nahen Tod wünschten.
Ich hatte Anfang 2024 die Chance, mich mit dem Wirt eines Balkan-Restaurants in Süddeutschland zu unterhalten. Er meinte, in seiner Heimat (Nordmazedonien) gebe es zwei Unterschiede zu Deutschland: Zum einen habe man mit Regierungen so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass man sich dreimal überlege, ob man deren Empfehlungen und Anordnungen Folge leiste. Zum anderen komme es dort nicht vor, dass jemand seine Mitmenschen bei Behörden verpetzt – denn wer so etwas mache, werde fortan von allen anderen gemieden. Nach allem, was ich aus den Balkan-Staaten höre, wurden dort die Corona-Regeln nicht ansatzweise so heiß gegessen wie gekocht.
Solange die Menschen zusammenhalten, hat ein übergriffiger Staat keine Chance. Jedenfalls nicht, solange nicht eine flächendeckende digitale Totalüberwachung ausgerollt wird. Möglicherweise ist das die „Lehre“, die die Corona-Verbotsparteien für die „nächste Pandemie“ zu ziehen beabsichtigen.
Herzliche Grüße
Ihr und Euer
Martin Schwab“
Eine Vermutung aus dem Jahr 1955 wurde zur falschen Grundlage des menschengemachten Klimas – und wie eine Studie aus dem Jahr 2020 sie als unumstößliche „Wahrheit“ zementierte.
Auf X gefunden, Jonathan Cohler, @cohler
1955 beobachtete Hans Suess, dass der radioaktive Kohlenstoff-14-Gehalt in Baumringen in den vorangegangenen fünfzig Jahren abgenommen hatte. Er lieferte eine vorläufige Erklärung. Seine genauen Worte lauteten:
„Der Rückgang lässt sich auf die Freisetzung einer bestimmten Menge an C¹⁴-freiem CO₂ in die Atmosphäre durch die Verbrennung von Kohle und Öl sowie auf den Isotopenaustausch zwischen atmosphärischem CO₂ und dem in den Ozeanen gelösten Bicarbonat zurückführen.“
Lesen Sie diesen Satz aufmerksam. Suess schlug zwei Mechanismen vor – die Verbrennung fossiler Brennstoffe und den natürlichen Austausch im Ozean –, die er mit einem „und“ verband, ohne zu behaupten, welcher von beiden wichtiger sei. Die Formulierung „lässt sich zurückführen auf“ ist typisch für eine Hypothese, nicht für einen Befund. Die Formulierung „eine bestimmte Menge“ ist bewusst vage. Hier tut ein Wissenschaftler, was Wissenschaftler tun sollten: eine plausible Erklärung liefern und die Frage offenlassen.
Was dann geschah, war keine Wissenschaft, sondern Soziologie.
Die nachfolgende Literatur nahm Suess’ Satz, strich den zweiten Mechanismus (den ozeanischen Austausch), formulierte den ersten (fossile Brennstoffe) von: „kann zugeschrieben werden auf“ zu: „wird verursacht durch“ auf und nannte das Ergebnis den „Suess-Effekt“ – als hätte Suess selbst fossile Brennstoffe als alleinige Ursache identifiziert. Das hatte er nicht. Er hatte eine zweiteilige Vermutung aufgestellt, ohne einen der beiden Teile quantitativ zu belegen.
Doch die vereinfachte Version ließ sich leichter zitieren, leichter lehren, leichter in Modelle einbauen und leichter finanzieren. Also setzte sich die vereinfachte Version durch. In den 1970er-Jahren fand sie Eingang in die Lehrbücher. In den 1990er-Jahren in die IPCC-Berichte. In den 2000er-Jahren galt sie als so selbstverständlich, dass ihre Behauptung ohne Beweise als ausreichend angesehen wurde.
Im November 2020 veröffentlichten Heather Graven (Leiterin der Forschungsgruppe Kohlenstoffkreislauf am Imperial College London seit 2013), Ralph Keeling (Sohn von Charles David Keeling (1928–2005)) und Joeri Rogelj die Studie „Changes to Carbon Isotopes in Atmospheric CO₂ Over the Industrial Era and Into the Future“ in der Fachzeitschrift „Global Biogeochemical Cycles“, die als maßgebliche Darstellung dieses „Konsenses“ gelten sollte. Die Studie wurde als „Grand Challenges“-Papier – eine wegweisende Übersichtsarbeit, die den aktuellen Wissensstand eines ganzen Forschungsfeldes definieren sollte – ausgezeichnet. Sie wurde vielfach zitiert, vom IPCC verwendet, vom MIT Climate Portal referenziert und gilt als die maßgebliche Quelle für die Isotopenbeweise der anthropogenen CO₂-Anreicherung. Die Studie ist umfassend, technisch detailliert und mit akribischen Quellenangaben versehen. Sie basiert jedoch vom ersten Satz der Zusammenfassung bis zur letzten Projektion in Abschnitt 8 auf der unhinterfragten Suess- Annahme.Und die Struktur verschleiert diese Annahme.
Hier ein Beispiel:
Die Architektur eines Zirkelschlusses.
Die Zusammenfassung von Graven et al. (2020) enthält folgenden Satz:
„Vorzeichen und Ausmaß der Veränderungen werden hauptsächlich durch globale Emissionen fossiler Brennstoffe bestimmt.“
Dies liest sich wie ein Befund – eine aus Beweisen gezogene Schlussfolgerung. Das ist es aber nicht . Es beschreibt lediglich, was innerhalb des Modells der Autoren geschieht, wenn sie eine Eingangsgröße variieren. Das Modell wurde mit Emissionen fossiler Brennstoffe als dominierender exogener Einflussgröße erstellt. Es wurde so angepasst, dass es historische Isotopendaten unter der Annahme reproduziert , dass fossile Brennstoffe die beobachteten Veränderungen verursacht haben. Anschließend wurde das Modell für sechs Zukunftsszenarien simuliert, in denen ausschließlich die Emissionen fossiler Brennstoffe variieren. Das Ergebnis zeigt erwartungsgemäß, dass die Emissionen fossiler Brennstoffe das Resultat „hauptsächlich bestimmen“.
Dies wird in der Zusammenfassung so dargestellt, als handele es sich um eine Entdeckung über die physikalische Welt. Der Zirkelschluss schließt sich:
- Man nimmt an, dass fossile Brennstoffe der dominierende Faktor für Isotopenveränderungen sind.
- Dann erstellt man ein Modell, in dem fossile Brennstoffe der dominierende Faktor sind.
- Das Modell wird so angepasst , dass es die historischen Daten unter dieser Annahme reproduziert.
- In den Zukunftsszenarien werden ausschließlich fossile Brennstoffe variiert.
- Es wird ausgeführt, dass fossile Brennstoffe den Output dominieren.
An keinem Punkt dieser Kette wird die Annahme überprüft, sondern im Gegenteil immer wieder bestätigt. Die Studie stellt nie die entscheidende Frage, die den Kreislauf durchbrechen könnte: Hat sich der Nettoeintrag von Isotopen in die Atmosphäre tatsächlich in einer Weise verändert, die mit den steigenden Emissionen fossiler Brennstoffe vereinbar ist?
Diese Frage ist beantwortet. Demetris Koutsoyiannis führte in einer 2024 veröffentlichten Studie, die dieselben Scripps-Daten wie Graven et al. verwendet, die Massenbilanzinversion durch, die Graven et al. nicht vorgenommen hatten. Er berechnete die Nettoeintragssignatur δ¹³C_I – den isotopischen Fingerabdruck aller Stoffe, die aus allen Quellen zusammen in die Atmosphäre gelangen, abzüglich aller Senken. Wenn fossile Brennstoffe die Isotopenveränderungen „hauptsächlich bestimmen“ würden, müsste diese Größe mit steigenden kumulativen Emissionen sinken. Die kumulativen Emissionen haben sich zwischen 1978 und 2022 etwa verdreifacht.
Die Eintragssignatur blieb jedoch unverändert . Der Wert lag bei etwa −13,2 Promille und war innerhalb des Rauschens konstant. Dies wurde über vier global verteilte Messstationen, über mehr als 40 Jahre instrumenteller Daten und über fünf Jahrhunderte Proxy-Daten, die bis in die Kleine Eiszeit zurückreichen, beobachtet. Koutsoyiannis entwickelte daraufhin ein Zwei-Parameter-Modell, das ausschließlich durch die natürliche Saisonalität der Biosphäre – die jährliche Atmung der Vegetation – ohne anthropogene Einflüsse bestimmt wird. Es reproduzierte den gesamten δ¹³C-Verlauf an allen vier Stationen mit einer erklärten Varianz von 98 bis 99 Prozent.
Der Faktor für fossile Brennstoffe ist nicht unerheblich, sondern überflüssig. Seine Hinzunahme verbessert die Anpassung nicht.
Was Graven et al. hätten tun sollen, aber nicht taten:
Das Bemerkenswerte an Graven et al. (2020) ist, dass die Autoren das Instrument, mit dem ihre Prämisse überprüft worden wäre, durchaus kennen. Sie diskutieren Keeling-Plots – genau die Methode, die Koutsoyiannis verwendet hat – in Abschnitt 6 ihrer Arbeit. Sie beschreiben, wie der Keeling-Plot „die Isotopensignatur einer CO₂-Quelle oder -Senke quantifiziert, indem er die Massenbilanzgleichungen für CO₂ und ¹³CO₂ so manipuliert, dass die Isotopensignatur durch den Achsenabschnitt oder die Steigung einer Regressionsgeraden gegeben ist.“ Sie zitieren Anwendungen dieser Methode auf lokaler und regionaler Ebene.
Sie wenden sie jedoch nie global an. Sie fragen nie, wie der Achsenabschnitt des Keeling-Plots für die gesamte Atmosphäre im Verlauf der Industrialisierung aussieht. Sie überprüfen nie, ob sich die Netto-Input-Signatur verschoben hat. Die einzige diagnostische Methode, die ihre zentrale These bestätigen oder widerlegen könnte – eine einfache Berechnung, die lediglich die bereits vorhandenen Daten erfordert – fehlt in der Arbeit. Stattdessen gehen sie direkt von der Annahme zum Modell und zur Projektion über und behandeln die Annahme als etabliertes Hintergrundwissen, das so selbstverständlich ist, dass es keiner Überprüfung bedarf.
Die Biosphäre, die sich im Verborgenen hält:
Graven et al. reproduzieren in ihrer Abbildung 1 ein Diagramm, das die typischen δ¹³C-Bereiche für jeden Kohlenstoffpool zeigt, der mit atmosphärischem CO₂ interagiert.
Commissioned Manuscript Open Access
Changes to Carbon Isotopes in Atmospheric CO2 Over the Industrial Era and Into the Future
Heather Graven, Ralph F. Keeling, Joeri Rogelj First published: 23 October 2020
https://doi.org/10.1029/2019GB006170Digital Object Identifier (DOI)
Fig-1_Changes to Carbon Isotopes
Abbildung 1
Diagramm des ¹³C -Verlaufs im globalen Kohlenstoffkreislauf, das die Wechselwirkungen der Kohlenstoffpools mit atmosphärischem CO₂ im Zeitraum der Industrialisierung zeigt. Typische δ¹³C-Werte sind für jeden Pool angegeben (Andres et al . , 2000 ; Bowling et al . , 2008 ; Graven et al . , 2017 ; Olsen et al . , 2019 ). Der globale Durchschnittswert von δ¹³CO₂ betrug 2015 −8,4 ‰ und 1850 −6,6 ‰ .. Prozesse mit signifikanter Fraktionierung sind kursiv, Prozesse ohne signifikante Fraktionierung in normaler Schrift dargestellt.
Fig-2_Changes to Carbon Isotopes
Abbildung 2
Diagramm des ¹⁴C -Kreislaufs im globalen Kohlenstoffkreislauf, das die Wechselwirkungen der verschiedenen Kohlenstoffpools mit atmosphärischem CO₂ im Zeitraum der Industrialisierung zeigt . Typische Bereiche für Δ¹⁴C sind für jeden Pool dargestellt. Der globale Mittelwert von Δ¹⁴CO₂ betrug 2015 etwa 15 ‰ und 1850 0 ‰, während Δ¹⁴CO₂ in der Troposphäre 1964–1965 mit 600 ‰ bis 1000 ‰ deutlich höher lag (Abbildung 3 ). Im flachen Ozean betrug der mittlere Wert von Δ¹⁴C 2015 etwa 5 ‰ und 1850 −50 ‰. ¹⁴C entsteht natürlich durch kosmische Strahlung und anthropogen durch nukleare Aktivitäten. Das gesamte ¹⁴C zerfällt radioaktiv mit einer Halbwertszeit von 5700 Jahren.
Dieses Diagramm – das auch Koutsoyiannis reproduziert und analysiert – zeigt deutlich, dass sich die terrestrische Biosphäre (C3-Pflanzen mit −26 bis −28 ‰, organische Bodensubstanz noch stärker verarmt) mit fossilen Brennstoffen (Kohle mit etwa −24 ‰, Erdöl mit −26 bis −30 ‰, Erdgas mit −44 ‰) überschneidet und häufig isotopisch leichter ist als diese. Der jährliche CO₂-Fluss der Biosphäre beträgt etwa 96 % des gesamten atmosphärischen Umsatzes. Fossile Brennstoffe tragen etwa 4 % bei. Die Studie präsentiert dieses Diagramm und zieht daraus die gegenteilige Schlussfolgerung. Wenn 96 % des in die Atmosphäre gelangenden CO₂ aus natürlichen Quellen stammen, die genauso isotopisch verarmt oder sogar noch stärker verarmt sind als fossile Brennstoffe, dann ist das qualitative Argument – „Die Luft wird isotopisch leichter, daher müssen fossile Brennstoffe die Ursache sein“ – nicht haltbar. Die Biosphäre ist eine weitaus größere Quelle isotopisch leichten Kohlenstoffs als die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Abbildung 1 der Studie selbst belegt dies, wird aber ignoriert.
Wie dies eine ganze Generation indoktrinierte.
Graven et al. (2020) ist keine gewöhnliche wissenschaftliche Arbeit. Es handelt sich um einen Übersichtsartikel zu den „Grand Challenges“ – eine Arbeit, die das Selbstverständnis eines Forschungsfeldes prägt. Sie wird Doktoranden als Pflichtlektüre empfohlen. In Forschungsanträgen wird sie zitiert, um den Rahmen für zukünftige Forschung zu schaffen.
Der IPCC verweist auf sie als maßgebliche Zusammenstellung. Wissenschaftskommunikationsmedien – MIT, NASA, Universitätswebseiten – verlinken auf sie als die endgültige Erklärung dafür, warum Kohlenstoffisotope die menschliche Verantwortung für den Anstieg des CO₂-Gehalts beweisen. Ein Doktorand, der diese Arbeit im Jahr 2021 liest, wird folgende Erkenntnisse gewinnen: Die isotopischen Beweise für die anthropogene CO₂-Zuschreibung sind gesichert, umfassend und quantitativ. Der „Suess-Effekt“ ist ein etablierter physikalischer Mechanismus, keine Hypothese. Die Modelle reproduzieren die Daten. Die Zukunftsprognosen ergeben sich aus den physikalischen Gesetzen. Die einzigen offenen Fragen betreffen die Details zukünftiger Szenarien und deren Auswirkungen auf die Radiokohlenstoffdatierung und forensische Anwendungen. Zu keinem Zeitpunkt würde dieser Student auf die Information stoßen, dass sich die Netto-Isotopensignatur nicht verändert hat. Zu keinem Zeitpunkt würde er erfahren, dass ein einfaches Biosphärenmodell ohne fossile Brennstoffe 99 % der Varianz in den Daten reproduziert. Zu keinem Zeitpunkt würde er entdecken, dass Suess selbst zwei Mechanismen vorschlug, sich aber auf keinen von beiden festlegte. Zu keinem Zeitpunkt würde er aufgefordert werden, die eine Berechnung durchzuführen – den globalen Keeling-Plot-Achsenabschnitt –, die die Prämisse überprüfen würde, auf der die gesamte Arbeit beruht.
So funktioniert Indoktrination in der Wissenschaft. Es genügt, wenn eine Prämisse alt genug, weit genug verbreitet und tief genug in die Methodik eingebettet ist, dass sie unsichtbar wird. Die Zuschreibung an Suess hielt 1955 als vorläufige Vermutung Einzug in die Literatur. Bis 2020 war sie zum tragenden Fundament eines Übersichtsartikels zu den „Großen Herausforderungen“ in einer der renommiertesten Fachzeitschriften geworden, im Abstract als Fakt dargestellt, im Hauptteil nie überprüft und einer neuen Generation von Wissenschaftlern als etabliertes Wissen vermittelt.
Koutsoyiannis testete es 2024. Es scheiterte.
Die Eingangssignatur ist konstant. Die Biosphäre erklärt alles. Fossile Brennstoffe sind in den Daten nicht nachweisbar. Die maßgebliche Arbeit auf diesem Gebiet basiert auf einer Annahme, die die Daten bei genauerer Betrachtung nicht stützen. Die Generation von Wissenschaftlern, die mit dieser Arbeit ausgebildet wurde, wird sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen. Die Mathematik kümmert sich nicht darum, wie oft die Annahme zitiert wurde oder wie renommiert die Zeitschrift ist, die sie veröffentlicht hat. Die Massenerhaltung ist keine von Fachkollegen begutachtete Meinung. Sie ist eine buchhalterische Identität. Und die Bilanz stimmt nicht so überein, wie Graven et al. behauptet haben.
https://x.com/cohler/status/2045091890941292767?s=20
Jonathan Cohler
„Meistaufgenommener Klarinettensolist unserer Zeit“ – Fanfare. Klarinettist/Dirigent, Softwareentwickler, KI- und Klimawissenschaftler.
http://cohlerclassical.com, http://papers.jcohler.com
Der Beitrag Eine Vermutung aus dem Jahr 1955 wurde zur falschen Grundlage des menschengemachten Klimas – und wie eine Studie aus dem Jahr 2020 sie als unumstößliche „Wahrheit“ zementierte. erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Was Irans „Tanker-Beschlagnahmung“ uns über die MSM-„Realität“ lehren kann
Kit Knightly
Früher heute veröffentlichten iranische Staatsmedienkanäle ein Video, das Kommandos der Islamic Revolutionary Guard Corps zeigt, wie sie ein Containerschiff in der Strait of Hormuz beschlagnahmen.
Ich denke, wir sollten darüber sprechen. Es kann uns viel lehren.
Schaut es euch einfach an.
Iranian state TV aired a video of the IRGC seizing container ships in the Strait of Hormuz. Iran said the ships were operating without permits and tampering with the navigation system https://t.co/7Upc7Phlk8 pic.twitter.com/qY1XnfNeVr
— Reuters (@Reuters) April 23, 2026
Reuters beschreibt es so…
Das iranische Staatsfernsehen sendete ein Video der IRGC bei der Beschlagnahmung von Containerschiffen.
Aber das ist nicht ganz richtig. Treffender wäre zu sagen, dass das iranische Staatsfernsehen ein Video der IRGC sendete, in dem diese so tut, als beschlagnahme sie Containerschiffe.
Denn das Filmmaterial muss in gewissem Maße gefälscht sein.
Das Realistischste, was es überhaupt sein kann, ist, dass die IRGC tatsächlich ein Schiff beschlagnahmte, dann per Funk das Festland informierte, eine Kameradrohne und ein Filmteam ausfliegen ließ und anschließend die Beschlagnahmung für die Kameras nachstellte.
Mitten in einem Kriegsgebiet.
Das ist das höchste Maß an denkbarer Realität. Es ist durchaus möglich, dass es noch weniger real ist als das.
Beachtet die Kamerawinkel. Ich habe gezählt – es sind mindestens vier.
- Die eröffnende Drohnenaufnahme in der Totalen.
- Die POV-Nahaufnahme der Soldaten beim Erklimmen der Leiter.
- Die Handkamera-Aufnahmen der Soldaten, wie sie Ecken sichern und das Deck durchsuchen.
- Die Weitwinkelaufnahmen auf Wasserhöhe, aufgenommen von einem Boot aus.
Das ist keine Realität. Das ist Kinematografie.
Die Drohnenaufnahme ist eine „Establishing Shot“. Die Nahaufnahmen versetzen uns mitten ins Geschehen. Die Handkamera, die den Truppen folgt, macht das Material dynamisch. Das ist Filmproduktion 101.
Es ist inszeniert. Es musste inszeniert sein – und trotzdem sagt es niemand.
Das erinnert an die berauschenden Tage des Jahres 2015, als ISIS irgendwie und aus unbekanntem Grund ihre Konvois makelloser, identischer Toyota pickup trucks filmte, wie sie zur goldenen Stunde durch die Wüste fuhren, und das dann in sozialen Medien hochlud.
Der IRGC-Clip ist genau dasselbe – das Produkt offensichtlicher Künstlichkeit, die wir ignorieren sollen.
Bedeutet das, dass die Schiffe nicht existieren? Oder dass sie nicht wirklich beschlagnahmt wurden? Oder dass der Krieg vollständig gefälscht ist?
Nein. Zumindest nicht notwendigerweise – und das ist auch nicht wirklich der Punkt.
Der Punkt reicht weiter als dieses Video oder jene Schiffe oder den Krieg im Allgemeinen.
Der Punkt ist, dass die Mainstream-Medien euren Konsum audiovisueller Inhalte konditionieren. Sie trainieren uns darauf, ein Video zu sehen und es vollständig aus dem Kontext seiner Entstehung zu lösen. Den Kameramann, die Lichttechnik, die Schnittsoftware und all die anderen Schritte mental auszublenden, die zwischen einem Ereignis und dem Erscheinen des Videos in sozialen Medien liegen.
Wir sind so daran gewöhnt, Filme und Fernsehen zu schauen, dass wir dieselben erzählerischen Schnitttechniken auch in unseren „Nachrichten“ akzeptieren. So daran gewöhnt, dass überall Kameras alles aufnehmen, dass wir vergessen haben, dass jemand sie dort platzieren und einschalten muss.
Schaut euch das IRGC-Video noch einmal an. Wenn dieser Schauspieler und/oder Soldat die Schiffswand zur Kamera hinaufklettert, weiß er, dass keine Gefahr besteht, weil bereits ein „Freundlicher“ an Bord ist und ihn filmt. Seine Energie und Aggression sind eine Performance.
Außerdem hat der Mann oben an der Leiter mindestens eine Kamera. Vielleicht sogar Lichttechnik oder ein Mikrofon. Wahrscheinlich sagt er dem Darsteller, wie schnell er klettern soll und dass er darauf achten soll, sein Gesicht im Bild zu behalten.
Das ist keine Realität.
Das Leben wird nicht automatisch aus mehreren Winkeln gefilmt, damit man daraus eine spannende Montage schneiden kann.
Merkt euch einfach diesen Clip…
Er ist eine perfekt prägnante Erinnerung daran, dass die überwältigende, ÜBERWÄLTIGENDE Mehrheit von „echtem“, „viral gegangenem“ oder „spontanem“ Filmmaterial genau das nicht ist.
Wie jemand in den Antworten anmerkt: Die Leute müssen einfach „eine Ebene höher denken“.
Wann immer ihr ein Video seht, hat irgendjemand irgendwo ganz bewusst entschieden, es aufzunehmen. Wann immer ihr einen Perspektivwechsel seht, hat jemand mehrere Blickwinkel aufgenommen und sie anschließend zusammengeschnitten.
Falschheit durchdringt den Medienmarkt, und ihr werdet darauf konditioniert, es nicht zu bemerken.
Denkt also immer daran, euch zu fragen, wer die Kamera hält, wie diese Person dorthin kam – und warum.
Gericht ordnete eine Entschädigung für Impftod an – Neue Welle von Schadenersatzklagen drohen jetzt
Ein griechisches Gericht hat den Staat zur Zahlung von 300.000 € Entschädigung an die Familie verurteilt.
Peter Imanuelsen
Dies sind ziemlich große Neuigkeiten, von denen ich nicht gesehen habe, dass sie in den Medien viel berichtet wurden, daher werde ich euch diese Neuigkeiten bringen.
Ganz offen gesagt, ist dies eine WEGWEISENDE Entscheidung. Der Staat wird nun zur Verantwortung gezogen für Schäden, die aus der öffentlichen Gesundheitspolitik entstanden sind.
Ein griechisches Gericht hat gerade zugunsten der Familie entschieden, dass ihr eine Entschädigung gezahlt wird, nachdem eine Frau an der AstraZeneca-Covid-Impfung gestorben ist.
Das Gericht hat den Staat für verantwortlich gehalten, da die Frau die Impfung im Rahmen der nationalen Impfkampagne erhalten hat.
Ihr erinnert euch vielleicht daran, wie die Menschen wirklich dazu gedrängt wurden, sich impfen zu lassen, wobei ständig massive Angstmache von den Medien verbreitet wurde.
Sie litt unter der inzwischen berüchtigten Blutgerinnsel-Nebenwirkung, die als impfstoffinduzierte immunthrombotische Thrombozytopenie bekannt ist.
Das sind sehr beunruhigende Neuigkeiten bezüglich der Injektionen, und natürlich werdet ihr darüber nichts in den Mainstream-Medien hören.
Das Gericht stellte fest, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen ihrer AstraZeneca-Impfung und ihrem Tod gab. Sie hatte keine anderen zugrundeliegenden Krankheiten oder gesundheitlichen Probleme. Mit anderen Worten: Sie war vor der Injektion vollkommen gesund.
Und nun wurde der griechische Staat für ihren Tod haftbar gemacht und vom Gericht zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt.
Die Verteidigung argumentierte, dass die Impfung „freiwillig“ gewesen sei und der Staat daher nicht haftbar gemacht werden könne. Aber dies hielt vor Gericht nicht stand. AstraZeneca wurde jedoch nicht für haftbar befunden.
Im Wesentlichen argumentierte der Staat, dass die Impfung freiwillig gewesen sei. Aber in Wirklichkeit wurde sie vom Staat im Rahmen der öffentlichen Gesundheitspolitik stark gefördert.
Die insgesamt zugesprochene Entschädigung betrug 300.000 €, wovon 120.000 € an den Ehemann und 90.000 € an die beiden Töchter gingen.
Datenernte im Klassenzimmer: Wie Schulen zur Goldmine der Tech-Konzerne werden
Ein aktueller Beitrag von Armstrong Economics mit dem Titel Data Harvesting in the Classroom lenkt den Blick auf ein Thema, das lange unterschätzt wurde: Schulen sind längst nicht mehr nur Orte des Lernens, sondern zunehmend digitale Datenräume. Was dort täglich über Lernplattformen, Tablets, Schul-Clouds und Bildungssoftware erfasst wird, ist für viele Eltern kaum sichtbar – für Technologieanbieter jedoch hochinteressant.
Auch wenn zugespitzte Formulierungen oft übertreiben, trifft der Kern der Debatte einen wunden Punkt: Kinder und Jugendliche gehören heute zu den wertvollsten Datenquellen der digitalen Wirtschaft.
Das neue Klassenzimmer beobachtet mit
In modernen Schulen laufen Unterricht, Hausaufgaben, Kommunikation und Leistungsbewertung immer häufiger über digitale Systeme. Dabei entstehen Datenspuren wie:
- Login-Zeiten und Nutzungsdauer
- Klickverhalten und Arbeitsrhythmus
- Fehlerquoten und Bearbeitungsgeschwindigkeit
- Interessenprofile durch Lerninhalte
- Geräte-, Standort- oder Netzwerkdaten
- Kommunikationsdaten innerhalb von Plattformen
Was früher eine Mappe im Ranzen war, ist heute ein permanenter Datenstrom.
Warum diese Daten so wertvoll sind
Für Anbieter von Bildungssoftware sind solche Informationen wirtschaftlich hochrelevant. Sie ermöglichen:
- Optimierung von Produkten durch Nutzungsanalysen
- Entwicklung personalisierter Lernsysteme
- Vorhersagemodelle für Leistung und Verhalten
- Marktanalysen für neue Produkte
- Langfristige Kundenbindung schon im Kindesalter
Wer früh Zugang zu jungen Nutzern erhält, gewinnt oft Kunden für Jahre.
Kinder können kaum zustimmen
Das zentrale Problem: Minderjährige können die Tragweite digitaler Datennutzung meist nicht überblicken. Gleichzeitig ist Schule kein freiwilliger Marktplatz. Wer am Unterricht teilnehmen will, muss oft genau jene Systeme nutzen, deren Datenpraxis kaum jemand versteht.
Eltern erhalten häufig nur allgemeine Hinweise statt transparenter Antworten auf Fragen wie:
- Welche Daten werden gespeichert?
- Wer erhält Zugriff?
- Wie lange bleiben Daten erhalten?
- Werden Daten anonymisiert?
- Werden externe Dienstleister eingebunden?
Aus Lernen wird Profilbildung
Besonders kritisch wird es, wenn aus Lernhilfen Bewertungssysteme werden. Wenn Algorithmen Aufmerksamkeit, Leistungsfähigkeit oder Verhalten messen, droht schleichend eine neue Form digitaler Schülerakte.
Dann geht es nicht mehr nur um Mathematik oder Sprache, sondern um Muster:
- Wer arbeitet schnell?
- Wer ist oft abgelenkt?
- Wer reagiert auf Druck?
- Wer zeigt Schwächen?
Solche Profile können falsch, unfair oder dauerhaft stigmatisierend sein.
Schulen geraten in Abhängigkeit
Viele Bildungseinrichtungen nutzen große Plattformen, weil sie günstig, praktisch oder kostenlos erscheinen. Der wahre Preis wird oft später bezahlt:
- Abhängigkeit von Konzernen
- fehlende Alternativen
- unklare Datenflüsse
- schwer kündbare Systeme
- dauerhafte Digitalisierung ohne Kontrolle
Kostenlos ist in der Digitalwelt selten wirklich kostenlos.
Was jetzt nötig wäre
Statt Technik blind zu feiern, braucht es klare Regeln:
- Datensparsamkeit als Standard
- unabhängige Prüfungen von Schulsoftware
- einfache Opt-out-Möglichkeiten
- transparente Verträge mit Anbietern
- kurze Speicherfristen
- kein kommerzielles Tracking bei Minderjährigen
Fazit
Digitale Bildung kann sinnvoll sein. Doch wenn Klassenzimmer zu Datenminen werden, verschiebt sich die Grenze zwischen Förderung und Verwertung. Kinder sollten Schüler sein – nicht Rohstoff eines datengetriebenen Geschäftsmodells.
US-Basen, die der Iran eliminieren wird, wenn der Krieg zurückkehrt, und anderer delusionaler Unsinn von Sy Hersh
Larry C. Johnson
Die meisten US-Militärstützpunkte und -einrichtungen im Persischen Golf (unten aufgeführt) wurden vom Iran während der ersten fünf Wochen des Krieges getroffen. Und viele von ihnen sind nicht mehr in Betrieb oder wurden effektiv zerstört. Der US-Marinestützpunkt in Bahrain ist nicht mehr betriebsfähig und kann keine US-Schiffe mehr warten. Eine der erklärten Forderungen Irans in seinem 10-Punkte-Plan, der den USA vor mehr als zwei Wochen vorgelegt wurde, ist die Schließung dieser Einrichtungen für das US-Militär.
Hier ist eine klare, aktuelle Zusammenfassung (Stand April 2026) der wichtigsten US-Militärstützpunkte und -einrichtungen im Persischen Golf. Die meisten sind gemeinsame Einrichtungen, die vom Gastland betrieben werden, und keine ausschließlich den USA gehörenden Basen. Viele wurden während des Iran-Krieges 2026 durch iranische Angriffe schwer beschädigt, wobei einige Mitarbeiter evakuiert oder zeitweise aus der Ferne arbeiteten. Insgesamt gibt es 15:
Bahrain
Naval Support Activity Bahrain (auch bekannt als NSA Bahrain oder Juffair Naval Base) in Manama — Hauptquartier der US-Marinefünften Flotte. Es überwacht Marineoperationen im Persischen Golf, Roten Meer, Arabischen Meer und Teilen des Indischen Ozeans. Dies ist der wichtigste US-Marinehub in der Region.
Katar
Al Udeid Air Base (nahe Doha) — Die größte US-Militäreinrichtung im Nahen Osten. Sie dient als vorgeschobenes Hauptquartier des US Central Command (CENTCOM), der US Air Forces Central und beherbergt etwa 8.000–10.000 US-Truppen (plus Koalitionskräfte). Sie unterstützt große Luftoperationen, Aufklärung und Kommandofunktionen. Sie war ein Hauptziel in jüngsten Konflikten.
Kuwait (beherbergt die meisten US-Basen in der Region)
Camp Arifjan — Vorgeschobenes Hauptquartier der US Army Central (ARCENT); wichtiger Logistik- und Versorgungsknotenpunkt.
Camp Buehring (ehemals Camp Udairi) — Aufstellungsort für US-Armeeeinheiten, die in den Irak, nach Syrien und in andere Gebiete verlegt werden.
Ali Al Salem Air Base — Luftwaffenstützpunkt für Transport-, Fracht- und Expeditionsoperationen (oft „The Rock“ genannt).
Ahmad al-Jaber Air Base — Gemeinsamer kuwaitisch-US-amerikanischer Luftwaffenstützpunkt zur Unterstützung von Luftoperationen.
Weitere kleinere Einrichtungen umfassen Camp Patriot (geteilt mit der Kuwait Naval Base).
Vereinigte Arabische Emirate (VAE)
Al Dhafra Air Base (südlich von Abu Dhabi) — Kritischer US-Luftwaffenstützpunkt, der mit den VAE-Luftstreitkräften geteilt wird. Er beherbergt den 380. Air Expeditionary Wing und unterstützt Kampfflugzeuge (einschließlich F-22, F-35, F-15), Aufklärung (U-2, RQ-4 Global Hawk), Luftkommando (E-3 Sentry) und Betankungsoperationen. Er wurde intensiv für regionale Missionen genutzt.
Jebel Ali Port (Dubai) — Kein formeller Stützpunkt, aber der verkehrsreichste US-Marinehafen im Nahen Osten. Er beherbergt regelmäßig Flugzeugträger und große Schiffe zur Nachschub- und Wartungsversorgung.
Fujairah Naval Base (außerhalb der Straße von Hormus) — Bietet logistische Unterstützung und einen Sicherungszugangspunkt.
Saudi-Arabien
Prince Sultan Air Base (PSAB, etwa 60–100 km südlich von Riad) — Wichtiger Luft- und Raketenabwehrhub, der Patriot- und THAAD-Systeme, Kampfflugzeugoperationen und Tankflugzeuge unterstützt. Sie wurde in den letzten Jahren für die regionale Verteidigung reaktiviert und erlebte Personalaufstockungen.
Eskan Village (nahe Riad) — Unterkunfts- und Unterstützungseinrichtung hauptsächlich für Personal der US Military Training Mission und andere Berater (keine Kampfbasis).
King Fahd Air Base (Taif) – In der Nähe von Taif im westlichen Saudi-Arabien gelegen (etwa 85 km von Mekka). Saudi-Arabien gewährte den USA im März 2026 erweiterten oder neuen Zugang zu dieser Basis speziell für Operationen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Sie bietet einen strategisch nützlichen westlichen Standort (näher am Roten Meer) im Vergleich zum zentraler/östlicher gelegenen Prince Sultan. Berichte beschreiben sie als für US-Luftoperationen, Logistik oder Unterstützung gegen den Iran geöffnet. Dies war eine bemerkenswerte Entwicklung, da Saudi-Arabien zuvor vorsichtig war, die offensive Nutzung seines Territoriums zu erlauben.
King Abdulaziz Air Base (Eastern Province / Dhahran-Gebiet) — Gelegentlicher US-Zugang in der Vergangenheit, hauptsächlich für Training oder Logistik; in den letzten Jahren kein primärer Hub.
King Fahd International Airport (Dammam-Gebiet) oder zugehörige militärische Sektionen — Manchmal für logistische Bewegungen genutzt, keine dedizierte Kampfbasis. Riyadh Air Base (militärische Seite des King Khalid International Airport) — Begrenzte Unterstützungsfunktionen.
Eine Möglichkeit, wie der Iran sicher sein kann, dass die USA ihn nicht erneut angreifen, falls es eine Verhandlungslösung gibt, ist das Verbot jeglicher US-Militärpräsenz auf diesen Basen. Wenn die Trump-Administration eine diplomatische Lösung des derzeit pausierenden Krieges erreichen will, muss sie zustimmen, sich von diesen Basen und Einrichtungen zurückzuziehen. Der Iran kann einen faktischen Abzug der US-Streitkräfte erzwingen, indem er diese Standorte zerstört und unbewohnbar macht.
Als Trump die Verlängerung der Waffenruhe am „Taco Tuesday“ ankündigte, schrieb er:
„… wir werden gebeten, unsere militärischen Aktionen gegen den Iran auszusetzen, bis ihre Führer und Vertreter einen kohärenten Vorschlag vorlegen können.“
Entschuldigung, Herr Trump, aber der Iran hat sehr wohl einen kohärenten Vorschlag vorgelegt. Hier ist er:
- Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen gegen den Iran, einschließlich der Kennzeichnungen von Banken, Unternehmen und Einrichtungen.
- Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Ausland (z. B. in westlich verbündeten Gerichtsbarkeiten).
- Formelle US-Garantie gegen zukünftige militärische Aggression gegen den Iran und seine Verbündeten.
- Beendigung aller US-Angriffe auf den Iran und seine regionalen Verbündeten, einschließlich Angriffen auf Infrastruktur, Milizen und Stellvertreterkräfte.
- Abzug der US-Streitkräfte aus dem Nahen Osten oder zumindest erhebliche Reduzierung ihrer Präsenz.
- Anerkennung der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus, was Teherans dominierende Rolle bei der Regulierung des Verkehrs durch die Wasserstraße faktisch kodifiziert.
- Verpflichtung, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Irans einzumischen, einschließlich politischer und sicherheitspolitischer Angelegenheiten.
- Anerkennung des „unveräußerlichen Rechts“ Irans auf Urananreicherung für zivile Kernenergie ohne vollständige Obergrenze für die Anreicherungsstufen.
- Bereitstellung von Reparationen oder Entschädigungen für Schäden, die während US-geführter Operationen und des Krieges entstanden sind, einschließlich an Infrastruktur und Ölexporten.
- Einbettung des Abkommens in einen von der UN unterstützten oder verbindlichen internationalen Rahmen (z. B. eine UN-Sicherheitsratsresolution oder ein multilaterales Abkommen), um zu verhindern, dass die USA einseitig Sanktionen wieder einführen oder Feindseligkeiten wieder aufnehmen.
Ich glaube nicht, dass der Iran seine Position ändern wird… Das ist sein „kohärenter Vorschlag“. Es gibt eine unheimliche parallele Propagandakampagne gegen den Iran, die dieselben Merkmale aufweist wie die Propagandakampagne gegen Russland. Die Kampagne gegen den Iran behauptet, es gebe große Spaltungen innerhalb der iranischen Regierung, die zivile Führer wie Außenminister Araghchi gegen die Führer der IRGC ausspielt. Das ist falsch. Erklärungen von Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf (d. h. dem Sprecher des iranischen Parlaments) sind völlig im Einklang mit den Erklärungen der IRGC.
Das Problem mit dieser Lüge ist, dass es den Anschein hat, dass die meisten, wenn nicht alle Sicherheitsberater von Trump ihr glauben. Wie oben erwähnt, haben wir dasselbe Phänomen in Bezug auf die Russen gesehen. Wladimir Putin war sehr präzise, als er am 14. Juni 2024 Russlands Vorbedingungen für Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorstellte. Russland ist davon nicht abgewichen.
Sy Hershs neuester Artikel ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Trump-Administration sich selbst belügt. Es ist ein erstaunliches Stück Bullshit. Hier sind zwei der absurdesten Absätze in dem Artikel:
„Und jetzt, so wurde mir gesagt, hat sich ein Krieg, den Russland zu gewinnen schien, im letzten Jahr in einen wirtschaftlichen und militärischen Albtraum für Putin und die russische Armee unter der Führung von General Valery Gerasimov verwandelt, dem kampferprobten Kommandeur, der einer von drei Männern in Russland mit Zugang zu den Atomcodes des Landes ist…“
„Das Ergebnis der Korruption und der intensiven ukrainischen Drohnenüberwachung, so sagte mir der Experte, ist, dass die russische Armee ‚bei ihrer Invasion nicht weiter ist als vor zwei Jahren. Sie können sich nicht bewegen – haben keine Offensivfähigkeit.‘“
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Dieser Artikel ist ein Schandfleck auf der Karriere eines einst legendären Journalisten. Obwohl er berichtet, was ihm von US-Beamten, die mit Geheimdienst- und Militärangelegenheiten befasst sind, erzählt wird, unternimmt er keinen Versuch, den Unsinn, den ihm vorgesetzt wird, zu hinterfragen. Vor ein paar Wochen gab das russische Verteidigungsministerium bekannt, dass russische Streitkräfte die vollständige Einnahme der gesamten Volksrepublik Luhansk abgeschlossen haben. Gegenwärtig ist Russland dabei, die beiden verbleibenden ukrainischen Hochburgen in der Volksrepublik Donezk – Slowjansk und Kramatorsk – einzukesseln. Russland rückt auch auf Sumy im Norden und Saporischschja im Süden vor.
Sy wiederholt das unsinnige Argument, dass das russische Militär inkompetent sei, weil es nicht in der Lage war, die Ukraine – einen von der NATO ausgerüsteten und finanzierten Stellvertreter – in der Zeit zu besiegen, die die Sowjets brauchten, um die Nazis zu besiegen. Ok, nehmen wir das mal als fairen Maßstab… Was sagt das über die Tatsache aus, dass das US-Militär es nicht geschafft hat, die Taliban nach 20 Jahren in Afghanistan zu besiegen? Das langsame Tempo des russischen Vormarsches im Vergleich zum Zweiten Weltkrieg spiegelt eine Strategie zur Minimierung von Verlusten unter Soldaten und Zivilisten wider. Laut General Valery Gerasimov in einer kürzlichen Pressekonferenz hat Russland vom 1. Januar bis 31. März 2026 etwa 1.700 km² erobert. Zum Vergleich: Russland eroberte in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 mehr Territorium als in den ersten drei Monaten des Jahres 2025. So viel zur lächerlichen Behauptung, die russische Armee „habe keine Offensivfähigkeit“.
Gates setzt 5 Millionen Dollar auf KI-Pflanzen für arme Bauern – Kritiker sagen, es gehe nur um Profit und Kontrolle
Dr. Michael Nevradakis
Ein von Google gegründetes und von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziertes KI-Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, „klimaresistente Pflanzen“ zu entwickeln – aber einige Agrarexperten warnen, dass die Technologie in Wirklichkeit darauf ausgelegt ist, kleine Bauernhöfe abhängig von patentierten, privaten Technologien zu machen.
Im Januar vergab die Bill & Melinda Gates Foundation 4,98 Millionen US-Dollar an das in California ansässige Unternehmen Heritable Agriculture für das „Joint AI-driven Smallholder Omics aNalytics“ (JASON)-Projekt. Ziel des Projekts ist es, „mit Hilfe von KI klimaresistente Pflanzen für Kleinbauern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu entwickeln“.
Laut Heritable Agriculture werden die KI-Tools spezifische Gene identifizieren, die am besten dafür geeignet sind, „die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen schwierige Bedingungen wie Dürre und Hitze zu verbessern“.
AgTech Navigator berichtete, dass die „KI-Genomics-Engine“ von Heritable Agriculture „alte und moderne Pflanzengenome“ durchforsten werde, um diejenigen zu identifizieren, die am besten an den Klimawandel angepasst sind.
Auf dem Papier sei die Idee, die Pflanzengenetik zu verbessern, um die Landwirtschaft in trockenen Klimazonen zu unterstützen, großartig, sagte der Anwalt und Landwirt John Klar. Aber Klar zeigte sich skeptisch gegenüber den Zielen des Projekts und merkte an, dass die meisten Agrartechnologien, insbesondere solche, die gentechnisch veränderte Organismen verwenden, „von Profit und Kontrolle angetrieben werden“.
„Wir haben eine 80-jährige Geschichte von Technologien, die dazu genutzt werden, Gewinne zu maximieren, während sie das Land zerstören, die Lebensmittelqualität verringern, Bauernfamilien verdrängen und eine völlige Abhängigkeit von multinationalen Konzernen für jeden Bissen von hochgradig verarbeitetem Mist schaffen“, so Klar.
Befürworter von KI-gesteuerter Agrartechnologie wollen „völlige Abhängigkeit“ schaffen
In einer Pressemitteilung im Januar sagte Brad Zamft, CEO von Heritable Agriculture, der Zuschuss der Bill & Melinda Gates Foundation sei ein Zeichen der „starken Unterstützung“ für den Ansatz des Unternehmens, der den Einsatz von KI und anderen Technologien „für globale Wirkung“ beinhaltet.
Zamft sagte, die Technologien seien gut für das Geschäft – und für die Menschheit.
„Ein Projekt wie JASON repräsentiert über ein Jahrzehnt harter Arbeit unserer Teammitglieder, die die Vision eines Agrarunternehmens geformt und gemeißelt haben, das der globalen Gemeinschaft dient, der Welt Gutes tut und gleichzeitig ein skalierbares Geschäft aufbaut“, so Zamft.
Laut der Pressemitteilung wird das JASON-Projekt den Bauern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen helfen, „ihren Lebensunterhalt zu sichern, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und den Teufelskreis der durch Klimaschocks verursachten Armut zu durchbrechen“.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass „eskalierende Dürre und Hitze“ eine „existenzielle Bedrohung“ für diese Bauern darstellen, die „nur über begrenzte Ressourcen verfügen, um sich an Klimaschocks anzupassen“, und Gefahr laufen, in Zyklen von „chronischer Ernährungsunsicherheit, Unterernährung und Vertreibung“ zu geraten.
Eine TechCrunch-Geschichte über Heritable Agriculture, die letztes Jahr veröffentlicht wurde, deutete an, dass die Technologie des Unternehmens auch „verbessern könnte, wie Pflanzen angebaut werden“. In dem Artikel wurde darauf hingewiesen, dass „die Landwirtschaft den Planeten und seine Ressourcen stark belastet und für etwa 25 % der anthropogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist“.
Klar nannte dies ein Beispiel für die „Climate-Fearporn-Erzählung“. Er sagte:
„Die industrielle Landwirtschaft verschmutzt mehr als Kleinbetriebe und verwandelt Vermögenswerte wie Mist in tödliche Lagunen. Doch im Kern baut die Landwirtschaft Böden wieder auf, und Kuhmist bindet Kohlendioxid und ernährt Mikroben, die Methan und Industriegifte abbauen.
Der Klimakult will Kuhmist durch synthetische Düngemittel ersetzen – hergestellt aus Methan –, die den Boden auslaugen, teuer sind und völlige Abhängigkeit schaffen. Sie kontrollieren bereits auf diese Weise den Großteil der westlichen Landwirtschaft – sie suchen nach Wegen, die Welt zu versklaven.“
Klar hinterfragte auch die Notwendigkeit, dass westliche Wissenschaftler und Startups afrikanischen Bauern vorschreiben, wie sie ihre Pflanzen anbauen sollen.
„Das Kissinger-Playbook besteht darin, vorgetäuschte Besorgnis um die Bevölkerung der Dritten Welt zu zeigen, um sie dann als Versuchskaninchen zu benutzen und die Welt zu betören“, so Klar.
Zamft sagte letztes Jahr zu TechCrunch, dass „genetische Modifikation nicht auf unserer Roadmap steht“, aber dass „Gen-Editing irgendwann kommen könnte“. Er deutete an, dass Gen-Editing eines Tages dazu beitragen werde, Pflanzen „programmierbar“ zu machen.
Jim Gale, ein Umweltschützer, Gründer der Umwelttechnikfirma Food Forest Abundance und Experte für regenerative Landwirtschaft und Permakultur, sagte, der Einsatz synthetischer Technologien zur Verbesserung von Ernteerträgen und -resilienz sei eine schlechte Idee.
„Die Vorstellung, dass die Evolution einen Fehler gemacht hat und dass wir synthetische Chemikalien herstellen können, die patentiert und profitorientiert sind, und dass diese synthetischen Stoffe einen besseren Job machen können als die Natur, ist auch zutiefst ignorant“, so Gale.
Lebensmitteltechnologie „leicht als philanthropisch getarnt, wenn sie von Profitmotiven angetrieben wird“
Nur ein Jahr, bevor sie Mittel von der Bill & Melinda Gates Foundation erhielt, wurde Heritable Agriculture von Google X ausgegliedert – Googles „Moonshot Factory“ oder Startup-Inkubator. Laut der Website des Unternehmens ist Heritable Agriculture weiterhin ein „stolzer Partner“ von Google Cloud.
Zamft – der seit 2018, dem Jahr, in dem er zu Google X kam, an dem Heritable-Projekt arbeitet – war laut TechCrunch zuvor als Programmbeauftragter und Stipendiat der Bill & Melinda Gates Foundation tätig. Außerdem leitete er früher Förderprogramme für die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des US-Energieministeriums.
Klar sagte, dass sich hinter den philanthropischen Botschaften von Unternehmen wie Heritable Agriculture, Google und der Bill & Melinda Gates Foundation ein Gewinnmotiv verbirgt.
„Lebensmittel sind hochprofitabel. Sie sind auch ein Grundpfeiler aller menschlichen Bedürfnisse und lassen sich leicht als philanthropisch tarnen, wenn sie von Gewinnmotiven angetrieben werden“, so Klar.
Klar deutete an, dass Heritable Agriculture und die Bill & Melinda Gates Foundation versuchen könnten, Bauern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen von ihren Technologien abhängig zu machen, die ihnen dann gewinnbringend verkauft würden.
„Ob aus Profit- oder Abhängigkeitsgründen: Sobald die Genetik proprietär (patentiert) wird, kann sie missbraucht werden“, sagte Klar. Bemerkenswert ist, dass Heritable Agriculture derzeit drei Patente besitzt, die alle innerhalb der letzten 13 Monate erteilt wurden. Die Patente decken Technologien ab, die KI nutzen, um Pflanzeneigenschaften vorherzusagen und genetische Veränderungen zu empfehlen.
Diese Art von Gewinnstreben ermögliche es Leuten wie Bill Gates, sich in die Landwirtschaft einzumischen – obwohl ihnen jeglicher Hintergrund darin fehle, so Klar.
„Ich bin mir nicht sicher, ob Gates überhaupt eine landwirtschaftliche Erfolgsbilanz vorweisen kann, abgesehen von der Herstellung von künstlichem Fleisch und anderen Betrügereien, um billige Lebensmittel zu schaffen und Kühe und andere Tiere zu eliminieren – wieder einmal Profit, Abhängigkeit und Globalisierung“, sagte Klar.
Gale sagte, es gibt eine bessere Lösung für Bauern in Afrika und anderen Regionen mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
„Wenn wir eine breite Akzeptanz von Verantwortung und Dienst an unserem Land und untereinander erreichen, dann und nur dann verdienen wir uns den Überfluss, den diese Welt so frei geben wird“, so Klar.
Gates Foundation steht vor Hindernissen, während Verbindungen zu Epstein überprüft werden
Letztes Jahr kündigte die Bill & Melinda Gates Foundation an, ihre Ausgaben „bis 2045 zu verdoppeln“ – was sich auf insgesamt 200 Milliarden Dollar beläuft – und ihre Barreserven auszugeben, „um Fortschritte bei der Rettung und Verbesserung von Leben zu beschleunigen“.
Doch das Engagement der Bill & Melinda Gates Foundation bei Heritable Agriculture fällt in eine zunehmend schwierige Zeit für die Organisation.
Enthüllungen aus den „Epstein Files“, die im Februar ans Licht kamen, zeigten, dass Bill Gates enge Beziehungen zu dem diskreditierten Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterhielt.
Die Dokumente zeigen, dass Gates und Epstein zusammenarbeiteten, um ein globales Netzwerk zur „Pandemievorsorge“ zu finanzieren und zu entwickeln, einschließlich Wegen, um Gates „mehr Geld für Impfstoffe“ zu beschaffen.
Gates und Epstein finanzierten auch Bemühungen, die wissenschaftliche Diskurse zu beeinflussen und zu kontrollieren.
Das The Wall Street Journal berichtete am Mittwoch, dass die Bill & Melinda Gates Foundation ihre Belegschaft um etwa 20 % reduzieren will und eine „externe Überprüfung“ der Verbindungen von Gates zu Epstein einleiten wird.
Die The New York Times berichtete, dass die Bill & Melinda Gates Foundation eine externe Überprüfung eingeleitet hat, um das vergangene Engagement der Stiftung mit Epstein zu bewerten. In einem Interview im Februar sagte Gates dem WSJ, dass er „ziemlich dumm“ war, weil er Zeit mit Epstein verbrachte.
Krieg gegen Iran: Ein Patt ohne absehbares Ende
moonofalabama
US-Präsident Donald Trump ist erneut vor seinen Drohungen gegenüber Iran zurückgewichen:
Trump sagte, die Waffenruhe hätte am Mittwoch enden sollen, doch er habe beschlossen, sie aufrechtzuerhalten, weil die Regierung in Teheran „ernsthaft zerstritten“ sei.
Er sagte, die Pause werde so lange andauern, „bis zu dem Zeitpunkt“, an dem Irans Führung und Vertreter einen „einheitlichen Vorschlag“ zur Beendigung des Krieges mit den Vereinigten Staaten und Israel vorlegen. Trump sagte außerdem, er habe diesen Schritt nach einer Bitte von Asim Munir und Shehbaz Sharif aus Pakistan unternommen. Er habe das US-Militär angewiesen, die Blockade aufrechtzuerhalten, bis ein Vorschlag übermittelt werde.
Die USA haben jedoch, wie Trump zuvor selbst eingeräumt hatte, Irans Zehn-Punkte-Vorschlag bereits erhalten.
Was Trump zugibt, ohne es offen auszusprechen, ist, dass es wahrscheinlich keine ausgehandelte Beilegung dieses Krieges geben wird. Die USA sind strukturell nicht in der Lage, Sanktionen gegen Iran aufzuheben oder einen Friedensvertrag zu schließen. Iran wiederum ist nicht bereit, auf seine Rechte zur Urananreicherung im Austausch gegen bloße Versprechen zu verzichten, die Trump oder seine Nachfolger höchstwahrscheinlich nicht einhalten würden.
Der Konflikt wird daher weitergehen
Irans militärische Fähigkeiten reichen aus, um einen langen Krieg zu führen. Die intensive Bombenkampagne der USA und Israels war nicht in der Lage, das Land zu entwaffnen:
Etwa die Hälfte von Irans Bestand an ballistischen Raketen und den dazugehörigen Startsystemen war zu Beginn der Waffenruhe Anfang April noch intakt, sagten drei Beamte gegenüber CBS News.
Rund 60 Prozent der Marineeinheiten der Islamischen Revolutionsgarde existieren weiterhin, darunter Schnellangriffsboote.
Etwa zwei Drittel der iranischen Luftwaffe gelten weiterhin als einsatzfähig, trotz einer intensiven US-amerikanisch-israelischen Kampagne mit Tausenden Angriffszielen, darunter Lager- und Produktionsstätten.
Der Leiter der Defense Intelligence Agency erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme vor einer Anhörung des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses, dass Iran weiterhin Schaden zufügen könne.
„Iran verfügt weiterhin über Tausende Raketen und Einweg-Angriffsdrohnen, die US-amerikanische und verbündete Kräfte in der gesamten Region bedrohen können – trotz der Schwächung seiner Fähigkeiten durch Verluste und Verbrauch“, schrieb Marine-General James Adams.
Zuvor hatten der Präsident und Verteidigungsminister Pete Hegseth die US-Operation mit dem Namen Operation Epic Fury als nahezu vollständige Zerstörung der iranischen Militärkapazität dargestellt.
Ein mageres Ergebnis
Das ist ein dürftiges Resultat, wenn Berichte stimmen, wonach das Pentagon fast 50 Prozent seiner relevanten Munition aufgebraucht hat:
In den vergangenen sieben Kriegswochen hat das US-Militär mindestens 45 Prozent seines Bestands an Precision Strike Missiles verbraucht, mindestens die Hälfte seiner THAAD-Abfangraketen sowie nahezu 50 Prozent seiner Patriot-Luftabwehrraketen.
Außerdem wurden etwa 30 Prozent der Tomahawk-Raketenbestände, mehr als 20 Prozent der Joint Air-to-Surface Standoff Missiles mit großer Reichweite sowie rund 20 Prozent der SM-3- und SM-6-Raketen verbraucht.
Es würde etwa vier bis fünf Jahre dauern, diese Systeme zu ersetzen.
Trumps Drohungen wurden mehrfach widerlegt
Inzwischen wurden Trumps Bluff nicht nur ein- oder zweimal, sondern fünfmal entlarvt:
Bei fünf verschiedenen Gelegenheiten setzte der Präsident Iran Fristen, seine Bedingungen zu akzeptieren oder seinen Zorn zu spüren.
Und jedes Mal verschob er diese Frist erneut, obwohl es kaum oder gar keine öffentlichen Hinweise gab, dass Iran seine Bedingungen erfüllt hätte.
Die USA haben keine Optionen mehr, sind jedoch nicht bereit, ihre Niederlage einzugestehen.
Die wirtschaftlichen Schäden wachsen täglich
Mit jedem Tag nehmen die Schäden durch Irans Blockade der Straße von Hormus zu:
Der Internationale Währungsfonds warnte vergangene Woche, dass in einem schweren Szenario – bei monatelang anhaltendem Konflikt und dauerhaft hohen Ölpreisen – das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 auf 2 Prozent fallen könnte.
Ein solches Wachstum wurde zuletzt nur während der tiefsten globalen Rezessionen erreicht.
Das steht im Gegensatz zum Hauptszenario des IWF, das von einer schnellen Lösung und einem globalen Wachstum von 3,1 Prozent ausgeht.
Der Konflikt hat die globalen Energiemärkte bereits stärker gestört als die Ölkrise von 1973.
Die Folgen gehen weit über Rohöl hinaus.
Lieferketten für Helium – entscheidend für den Boom künstlicher Intelligenz – sowie Düngemittel für die weltweite Ernährungssicherheit geraten ins Stocken.
Die Aluminiumpreise liegen nahe einem Vierjahreshoch, nachdem kriegsbedingte Schließungen von Schmelzanlagen am Golf rund 10 Prozent des weltweiten Angebots beeinträchtigt haben.
US-Propaganda über angebliche Spaltung Irans
Die aktuelle US-Propaganda behauptet, die Führung Irans sei nicht geeint:
Trumps Unterhändler glauben, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges und zur Regelung dessen, was vom iranischen Atomprogramm übrig ist, sei weiterhin erreichbar. Gleichzeitig fürchten sie, in Teheran niemanden zu haben, der befugt ist, Ja zu sagen.
„Oberster Führer Mojtaba Khamenei kommuniziert kaum. Die IRGC-Generäle, die nun das Land kontrollieren, und die zivilen Unterhändler Irans liegen offen über die Strategie im Streit“, sagte ein US-Beamter.
Fehlinterpretation des politischen Systems Irans
Das ist eine gravierende Fehlinterpretation des politischen Prozesses in Iran.
Der Nationale Sicherheitsrat unter dem Obersten Führer war schon immer das wichtigste Gremium für außenpolitische Grundsatzentscheidungen.
Bei Fragen der nationalen Sicherheit sind Präsident Pezeshkian und Außenminister Araghchi Diplomaten, keine eigentlichen Entscheidungsträger.
Die Unterscheidung zwischen „Hardlinern“ und „Moderaten“ in Iran ist daher nicht zutreffend.
Trumps neuester Rückzieher
Meinungsführer des Mainstreams, die mit Trumps Beifall zur Ermordung der angeblich widerständigen Seite in Iran aufrufen, offenbaren lediglich ihre Unwissenheit.
Mit seinem jüngsten Rückzieher hat Trump das Problem in die Zukunft verschoben.
Es ist zu erwarten, dass er versuchen wird, die von ihm geschaffene Lage zu ignorieren, bis deutlichere Schäden in der US-Wirtschaft sichtbar werden.
Iran dürfte den Druck erhöhen
In der Zwischenzeit kann, sollte und wird Iran wahrscheinlich den Druck erhöhen.
Der offensichtlichste Schritt wäre, Ansarollah (die Huthi) im Jemen darum zu bitten, den südlichen Bab-al-Mandeb-Ausgang des Roten Meeres zu schließen.
Dadurch würden weitere 5 Prozent der weltweiten Ölproduktion blockiert und der wirtschaftliche Druck zusätzlich steigen.

