
Von RAINER K. KÄMPF | Es sind die hellen Momente im Alter, die erkennen lassen, wie knapp man der Katastrophe entkommen ist. Eine Woge der schicksalsergebenen Dankbarkeit durchströmt die morschen Knochen. Dankbar, daß wir im Jetzt und Heute verantwortliche Politiker haben, die, ohne Wenn und Aber, nie dagewesene Voraussetzungen für die Friedlichkeit des urbanen Seins schaffen wollen.
Die SPD, neidlos akzeptiert als die Fortschrittspartei, hat einen Acht-Punkte-Plan erarbeitet, der unseren Nachkommen eine lichte Zukunft sichern soll.
Während eines Gipfels, der ob seiner historischen Einmaligkeit Budapest in den Schatten stellen wird, sollen die deutschen Städte zu paradiesischen Inseln der Glückseligkeit konzipiert werden. Frauen, alte und junge, Senioren und alle, die wollen oder nicht, werden in einem Konglomerat unermeßlicher sozialer Vielfalt, Sicherheit und wirkliche Lebensqualität erfahren:
„Wir setzen auf Prävention statt Ausgrenzung: mehr aufsuchende Sozialarbeit, stationäre und mobile Beratungs- und Gesundheitsdienste, Antidiskriminierungsarbeit und Programme gegen rassistische Gewalt. Bessere Beleuchtung, Notrufsysteme und sichere Wegekonzepte schaffen Vertrauen.“
Denkt man so 40 bis 50 Jahre zurück, drängt sich die Frage auf, wie wir nur ohne aufsuchende Sozialarbeit und flächendeckende Notrufsysteme das Abenteuer wagen konnten, einfach so in die Stadt zu gehen. Und, auch das noch, wir hatten Vertrauen in die öffentliche Ordnung und Sicherheit und eine funktionierende bürgerliche Gemeinschaft, die eben Vertrauen begründete und Sicherheit garantierte.
Das war „Drüben“ so und selbst bei uns im Osten, wo wir doch bekanntlich nüscht hatten. Nichtmal eine SPD.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
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