Horst D. Deckert

Ich bin Deutscher und lehne jegliche Erbschuld ab

Von Peter Haisenko 

Es war Kanzler Kohl, der für sich „die Gnade der späten Geburt“ reklamierte. In Deutschland lebt niemand mehr, der aktiv an den Verbrechen der Hitler-Zeit teilgehabt haben kann. Im Völker- und Menschenrecht gibt es keine Erbschuld und für mich im Besonderen schon gar nicht. Das habe ich mit vielen anderen gemein.

Nach deutschem Recht ist es unzulässig, einem Sohn oder einer Tochter eines verurteilten Mörders eine berufliche Karriere zu verweigern. Die dürfen auch ordentlich bestellte Richter oder Politiker werden. Ganz allgemein kann es in einem Rechtsstaat nicht sein, dass Nachkommen von Verbrechern das Recht abgesprochen wird, zu Recht und Unrecht eine eigenständige Position zu vertreten. Jeder Mensch wird unschuldig geboren und so gilt, eine Erbschuld kann es nicht geben. Dieser Zustand wird jedem Mensch zugestanden, es sei denn, er ist ein Deutscher. Dann wird ihm sogar das Recht abgesprochen, sich kritisch zur Politik Israels zu äußern.

Die deutsche Kollektivschuld

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