Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Impfpropaganda par excellence: Deutsche Medien auf Mallorca rühren die Werbetrommel

Das könnte man als den «Gipfel der Corona-Geschmacklosigkeit» bezeichnen. In einem Kommentar der Mallorca-Zeitung hat ein Redakteur getitelt: «Anders als in Deutschland macht Impfen auf Mallorca gute Laune.» Einige Dinge würden auf der Insel gerade ziemlich gut laufen, fand der Journalist.

Auf seiner Positiv-Liste landeten etliche Aspekte: Erstens halte Spanien die Impfreihenfolge streng ein. Der spanische König Felipe VI. sei Jahrgang 1968, also sei er im Mai an der Reihe gewesen. Die balearische Ministerpäsidentin Francina Armengol sei Jahrgang 1971 und habe ein paar Tage später im Impfzentrum in Palma de Mallorca gesessen. Die wenigen Impf-Vordrängler, zum Beispiel der mallorquinische Bischof, seien sofort gesellschaftlich geächtet worden, so versuche das nun niemand mehr.

So müsse man nicht das Gefühl haben, ins Hintertreffen zu gelangen, nur weil man nicht über Beziehungen oder technische Tricks versuche, einen früheren Impftermin zu forcieren. Hinzu komme, dass «das brave In-der-Schlange-stehen» auf Mallorca viel stressfreier sei. Auch bei der Vergabe der Termine laufe alles bestens.

Selbst der Umstand, dass die spanische Regierung festlegt, welcher Impfstoff verabreicht wird, wurde ausgiebig belobhudelt. Denn dadurch würden «unerwünschte Nebenwirkungen wie Stress und Missgunst» im Keim erstickt.

Und es kam noch besser:

«Beim Impfen selber trifft man dann auf lauter gut gelaunte Leute. Erstaunlich: Die meisten kommen tatsächlich mit einem Grinsen aus dem gut organisierten Zentrum!»

Der begeisterte Impfbefürworter hatte noch viele weitere, höchst seltsame Meldungen in petto. Beschliessen wir den peinlichen journalistischen Vorfall hiermit: «Durch die zentrale Organisation hat man in Spanien auch nicht das Gefühl, dass öffentliche Steuergelder unnötig verprasst werden.»

Anm. d. Red.: Unabhängige Recherche scheint nicht gerade die Stärke dieser journalistischen Edelfeder zu sein!

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