Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Blog-Seite

Iran-Krieg: IEA warnt vor größter Energiekrise der Geschichte – Israeli-Konvoi tötet Teenager – Britische Unis bezahlten für Überwachung von Protesten und mehr….

Drop Site

Zweite Runde der US-amerikanisch-iranischen Verhandlungen weiterhin unsicher. Präsident Donald Trump lehnt Verlängerung der Waffenruhe ab, sagt, die USA werden Angriffe wieder aufnehmen, falls es kein Abkommen gibt. IEA: US-amerikanisch-israelischer Krieg gegen Iran verursacht „größte Krise der Geschichte“. Trotz Waffenruhe setzt Israel militärische Aktivitäten im Libanon fort. Israelischer Angriff trifft Café im Südlibanon, verletzt sechs Menschen. Iran hinrichtet Mann, dem Brandstiftung während der Januar-Proteste vorgeworfen wird. Zweite Runde der direkten Israel-Libanon-Gespräche für Donnerstag angesetzt. Israel droht mit Tötung des Hisbollah-Führers während der Waffenruhe. Drei Palästinenser, darunter zwei Kinder, bei Angriffen von Siedlern im Westjordanland getötet. Palästinensische Sicherheitskraft beansprucht Angriff auf Fahrzeuge einer Kollaborateur-Miliz nahe Khan Younis für sich. Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt ihren Posten. Zwei Politiker aus Florida sehen sich Abstimmungen über ihren Ausschluss aus dem Kongress gegenüber. Maryland steht davor, als erster Bundesstaat dynamische Lebensmittelpreise zu verbieten. In Kalifornien lebender Iraner wegen Waffenschmuggels in den Sudan verhaftet. Das Heimatschutzministerium entwickelt intelligente Brillen zur Echtzeit-Identifizierung von Personen mittels biometrischer Überwachung. Spanien, Slowenien und Irland drängen die EU auf Debatte über Aussetzung des Handelsabkommens mit Israel. Mexiko fordert Antworten nach tödlichem Autounfall in Chihuahua mit zwei US-Beamten. Japan hebt Verbot von Waffenexporten mit Todespotenzial auf. Schütze tötet eine Person und verletzt 13 an den Pyramiden von Teotihuacan. Äthiopiens TPLF übernimmt wieder die Kontrolle über die Regionalregierung. María Corina Machado plant Rückkehr nach Venezuela vor Jahresende. Saudi-Arabien macht Pakistans Waffendeal mit dem Sudan im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zunichte. Zwölf britische Universitäten bezahlten eine private Geheimdienstfirma für die Überwachung propalästinensischer Studenten und Akademiker, wie eine Untersuchung ergab.

  • Zweite Runde der US-amerikanisch-iranischen Verhandlungen unsicher: Es bleibt ungewiss, ob eine neue Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran in Pakistan stattfinden wird, bevor das Waffenruheabkommen zwischen den beiden Ländern am Mittwoch ausläuft. Ein AP-Bericht unter Berufung auf regionale Beamte sagte am Dienstagmorgen, dass beide Seiten signalisieren, dass sie an Gesprächen in Islamabad teilnehmen könnten, wobei von Pakistan geführte Vermittler Berichten zufolge die Bestätigung erhalten haben, dass hochrangige Unterhändler, darunter Vizepräsident JD Vance und Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, bereits am frühen Mittwoch eintreffen könnten. Es gab jedoch keine offizielle Bestätigung aus Washington oder Teheran. Am Dienstag schrieb Irans Staatsrundfunk in einem Beitrag auf Telegram, dass „keine Delegation aus Iran nach Islamabad gereist ist“.
  • Trump sagt, er lehne eine Verlängerung der Waffenruhe ab, werde Angriffe wieder aufnehmen, falls es kein Abkommen gibt: Der US-Präsident Donald Trump sagte, er wolle die Waffenruhe, die am Mittwoch ausläuft, nicht verlängern. In einem Interview mit CNBC sagte er: „Wir haben nicht so viel Zeit“, und argumentierte, dass „der Iran sich auf eine sehr gute Position bringen kann, wenn sie einen Deal machen“, und fügte hinzu, dass iranische Beamte „keine andere Wahl“ hätten, als zu verhandeln. Trump wurde gefragt, ob er die Angriffe wieder aufnehmen würde, falls es bei den kommenden Gesprächen in Islamabad keine Fortschritte gebe. Er antwortete: „Nun, ich erwarte, zu bombardieren, weil ich denke, dass das eine bessere Einstellung ist, um da reinzugehen“, und fügte hinzu: „Aber wissen Sie, wir sind bereit loszulegen. Ich meine, das Militär ist heiß darauf loszulegen.“
  • „Wir akzeptieren keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen“, sagt Iran: Irans Chefunterhändler Ghalibaf wies am Dienstagmorgen auf X Drucktaktiken zurück und sagte: „Wir akzeptieren keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen“, und warnte, dass die Islamische Republik sich darauf vorbereitet habe, „neue Karten auf dem Schlachtfeld zu enthüllen“.
  • IEA: US-amerikanisch-israelischer Krieg gegen Iran verursacht „größte Krise der Geschichte“: Der Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) sagte am Dienstag, dass der US-amerikanisch-israelische Krieg gegen Iran die schlimmste Energiekrise verursacht, die die Welt je erlebt habe, berichtete Reuters. Im Gespräch mit France Inter sagte IEA-Chef Fatih Birol, die Situation sei „die größte Krise der Geschichte“, und warnte, dass sie bereits äußerst schwerwiegend sei, wenn man sie mit den anhaltenden Belastungen durch frühere Öl- und Gasunterbrechungen im Zusammenhang mit Russland kombiniere. Er stellte fest, dass die aktuellen Bedingungen auf den globalen Energiemärkten schlimmer seien als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Dies könnte zu höheren Ölpreisen, Treibstoffknappheit, unterbrochenen Flügen, belasteten Handelsbeziehungen und Volkswirtschaften sowie zu steigender globaler Inflation führen.
  • Mindestens 26 iranische Schiffe umgehen US-Blockade: Mindestens 26 Schiffe der iranischen „Schattenflotte“ haben seit dem 13. April die US-amerikanische Seeblockade der Straße von Hormus umgangen, so Lloyd’s List, indem sie sich in und aus iranischen Häfen bewegten und iranische Fracht exportierten. Das US Central Command sagte am Montag, dass die USA seit Beginn der Blockade 27 Schiffe angewiesen hätten, umzukehren oder in einen iranischen Hafen zurückzukehren. „Die Blockade, die wir nicht aufheben werden, bis es einen ‚Deal‘ gibt, zerstört den Iran absolut“, sagte Trump in einem Beitrag auf Truth Social. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sagte am Montag, dass die USA „Verhaltensweisen an den Tag legen, die in keiner Weise Ernsthaftigkeit bei der Verfolgung eines diplomatischen Prozesses zeigen“, und verwies auf den US-Angriff auf ein iranisches Frachtschiff und die Seeblockade iranischer Häfen.
  • Iran hinrichtet Mann, dem Brandstiftung bei Januar-Protesten vorgeworfen wird: Iran hat einen Mann hinrichten lassen, dem vorgeworfen wird, während der Januar-Proteste eine Moschee in Teheran in Brand gesetzt und ein Anführer eines mit dem israelischen Geheimdienst Mossad verbundenen Netzwerks gewesen zu sein, so die Nachrichtenagentur Mizan. Sein Todesurteil durch Erhängen wurde am frühen Dienstagmorgen vollstreckt.

Libanon

  • Opferzahlen: Die Katastrophenrisikomanagement-Einheit des Libanon teilte am Montag mit, dass die Zahl der Todesopfer durch israelische Angriffe auf 2.387 gestiegen sei, mit 7.602 Verletzten.
  • Israel setzt Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe fort:
    • Israelische Streitkräfte führten am Dienstag im gesamten Südlibanon Abrisse und Angriffe durch, darunter eine Explosion in der Stadt Tayr Harfa und Artilleriefeuer, das die Außenbezirke von Kounine im Bezirk Bint Jbeil zum Ziel hatte, so die libanesische Nationale Nachrichtenagentur. Berichten zufolge sprengten israelische Truppen auch Häuser und Infrastruktur in mehreren Dörfern, darunter Beit Lif, Shamaa, al-Bayyada und Naqoura.
  • Israelischer Angriff trifft Café im Südlibanon, verletzt sechs Menschen: Ein israelischer Angriff auf das Dorf Qaaqiyet al-Jisr nahe Nabatieh im Südlibanon verletzte am Montagabend sechs Menschen, so das libanesische Gesundheitsministerium. Der Angriff traf ein Café und beschädigte ein nahegelegenes Fahrzeug, die Verwundeten wurden von Rettungssanitätern der al-Risala Scouts evakuiert, so lokale Korrespondenten.
  • Zweite Runde der direkten Israel-Libanon-Gespräche für Donnerstag angesetzt: Eine zweite Runde der direkten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon ist für Donnerstag in Washington angesetzt, nachdem die ersten derartigen offiziellen Verhandlungen seit über 33 Jahren am 14. April stattgefunden hatten. Die libanesische Delegation wird vom ehemaligen Botschafter in den Vereinigten Staaten, Simon Karam, angeführt. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, wird erneut die israelische Delegation leiten. Der Generalsekretär der Hisbollah, Naim Qassem, verurteilte die Gespräche am Montag scharf und nannte sie „eine freie Zugeständnis“ an Israel und die Vereinigten Staaten, und forderte Beirut zum Rückzug auf, mit der Begründung, der Libanon könne nicht verhandeln, während er unter Beschuss stehe.
  • Israel droht mit Tötung des Hisbollah-Führers während der Waffenruhe: Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte am Dienstag, Qassem während der zehntägigen Waffenruhe zu töten, und sagte, er werde „mit dem Verlust seines Kopfes bezahlen“. Katz sagte, israelische Streitkräfte würden im Libanon weiterhin „mit Stärke handeln“, „selbst während der Waffenruhe“.

Völkermord in Gaza, dem Westjordanland und Israel

  • Opferzahlen: In den letzten 24 Stunden wurden bei israelischen Angriffen im gesamten Gazastreifen sieben Palästinenser getötet und 21 verletzt. Die Gesamtzahl der registrierten Todesopfer seit dem 7. Oktober 2023 ist auf 72.560 Tote und 172.317 Verletzte gestiegen. Seit dem 11. Oktober, dem ersten vollen Tag der sogenannten Waffenruhe, hat Israel im Gazastreifen mindestens 784 Palästinenser getötet und 2.214 verletzt, während 761 Leichen unter den Trümmern geborgen wurden, so das palästinensische Gesundheitsministerium.
  • Israelische Angriffe in Gaza gehen weiter:
    • Drei Palästinenser wurden am Dienstag bei einem israelischen Luftangriff auf einen Kontrollpunkt der palästinensischen Polizei im Viertel Al-Amal von Khan Younis im südlichen Gazastreifen getötet, so WAFA.
    • Ein Mann wurde auch bei einem Drohnenangriff nahe Sheikh Nasser in Khan Younis getötet, während ein Kind, Abdullah Dawas, einige Tage zuvor erlittenen Schusswunden durch israelische Streitkräfte im Lager Jabalia erlag. Separat wurde eine Frau durch israelisches Marinefeuer im Gebiet al-Salatin westlich von Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen getötet.
    • In Rafah im südlichen Gazastreifen eröffneten israelische Streitkräfte das Feuer auf Zelte, die vertriebene Familien beherbergten, und töteten eine schwangere Frau.
    • Im nördlichen Gazastreifen wurden mehrere Menschen im Gebiet Falludscha von Jabaliya verletzt, einer davon schwer. Luftangriffe trafen auch eine Polizeistellung nahe dem 17. Kreisverkehr westlich von Gaza-Stadt, wobei mehrere Menschen getötet und verletzt wurden. Weitere Opfer wurden nach einem Angriff auf eine Gruppe an einer großen Kreuzung im Viertel al-Zaytoun östlich von Gaza-Stadt gemeldet. Fünf weitere wurden verletzt, als israelisches Feuer Zelte für Vertriebene in al-Mawasi, Rafah, im südlichen Gazastreifen traf.
  • Drei Palästinenser, darunter zwei Kinder, bei Angriffen von Siedlern im Westjordanland getötet: Ein 16-jähriger palästinensischer Junge, Mohammed al-Jaabari, wurde am Dienstagmorgen getötet, nachdem er nördlich von Hebron im besetzten Westjordanland auf dem Fahrrad zur Schule von einem Fahrzeug eines Siedlers überfahren wurde, berichtete WAFA. Der Fahrer war Berichten zufolge Teil eines Sicherheitskonvois, der einem israelischen Regierungsminister zugeteilt war. Separat räumten israelische Siedler in der Nacht die al-Maleh-Schule im nördlichen Jordantal und rissen nahegelegene Häuser ab, so lokale Beamte. Bei einem separaten Vorfall am selben Tag wurden zwei Palästinenser, darunter ein 14-jähriger Schüler, bei einem Angriff von Siedlern auf eine Jungenschule im Dorf al-Mughayyir, östlich von Ramallah, durch scharfe Schüsse getötet und drei weitere verletzt.
  • Sexuelle Gewalt durch israelische Siedler und Soldaten vertreibt systematisch Bewohner des Westjordanlands, Bericht findet: Mehr als 70 Prozent der vertriebenen palästinensischen Haushalte im besetzten Westjordanland nannten Drohungen sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Kinder durch israelische Siedler und Soldaten als Hauptgrund für die Flucht aus ihren Gemeinschaften, so ein Bericht des West Bank Protection Consortium unter der Leitung des Norwegischen Flüchtlingsrates. Auf der Grundlage von 83 ausführlichen Interviews und 12 Fokusgruppendiskussionen in 10 Gemeinschaften dokumentierten die Forscher mindestens 16 Fälle sexueller Gewalt, die israelischen Siedlern und Soldaten zugeschrieben werden – eine Zahl, die nach ihren Angaben die tatsächlichen Vorfälle erheblich untererfasst, da Überlebende aufgrund von Stigmatisierung, Angst vor Vergeltung und der Gefahr weiterer Zielrichtung selten an die Öffentlichkeit treten.
  • Hamas bestätigt Erhalt von Waffenruhevorschlägen: Die Hamas sagte in einer Erklärung am Dienstag, dass sie in Kairo mehrere Treffen mit „Vermittlern und palästinensischen Fraktionen“ zur Umsetzung der verbleibenden Verpflichtungen der Waffenruhe und zur Vorbereitung einer zweiten Phase „im Lichte von Präsident Trumps Plan“ abgehalten habe. Die Bewegung erklärte, sie sei entschlossen, die Gespräche fortzusetzen, um „alle Hindernisse zu überwinden“, und fügte hinzu, sie werde ihre Antwort nach weiteren Konsultationen innerhalb der Führung der Bewegung und der palästinensischen Fraktionen vorlegen.
  • Palästinensische Sicherheitskraft beansprucht Angriff auf Fahrzeuge einer Kollaborateur-Miliz nahe Khan Younis für sich: Die Radi‘ Widerstandssicherheitskraft, eine palästinensische Gruppe, die von Israel unterstützte Kollaborateure im Gazastreifen ins Visier nimmt, sagte am Montag, sie habe Fahrzeuge einer Kollaborateur-Miliz, die Hossam Al-Astal treu ergeben ist, in der Nähe der sogenannten Gelben Linie östlich von Khan Younis angegriffen. Nach Angaben der Gruppe trafen die Kräfte das erste Fahrzeug mit einer Tandem-Panzerabwehrgranate und eröffneten das Feuer auf zwei weitere mit leichten und mittleren Waffen, nachdem sie beobachtet hatten, wie diese versuchten, Zigaretten und Geld zu verteilen, um als Deckung für die Anwerbung von Informanten zu dienen. Radi‘ behauptete, die israelische Luftwaffe sei dann eingegriffen, um den Rückzug der Miliz zu unterstützen, bevor sie das verlassene Fahrzeug angriff.

US-Nachrichten

  • Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt ihren Posten: Das Weiße Haus gab bekannt, dass Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer Trumps Kabinett verlassen werde, nach einer Amtszeit, die von einer Reihe von Skandalen und Untersuchungen geprägt war. Die New York Post berichtete im Januar, dass gegen sie wegen einer Affäre mit einem Mitglied ihres Sicherheitsteams und Alkoholkonsums in ihrem Büro während der Arbeitszeit ermittelt werde; sie stand Berichten zufolge auch unter Untersuchung, weil sie Ressourcen des Ministeriums für private Reisen verwendet habe. Diese Untersuchung ging Berichten zufolge zu Ende, wobei die Ministerin in den kommenden Tagen befragt werden sollte. Chavez-DeRemers Ehemann wurde im Februar außerdem physisch daran gehindert, die Büros des Arbeitsministeriums zu betreten, nachdem ihm vorgeworfen worden war, zwei seiner Mitarbeiter sexuell misshandelt zu haben. Chavez-DeRemer nimmt eine Stelle im privaten Sektor an.
  • Zwei Abgeordnete aus Florida sehen diese Woche Abstimmungen über ihren Ausschluss: Die Abgeordneten Cory Mills – ein Republikaner, der mit Vorwürfen finanziellen Fehlverhaltens, Verstößen gegen die Wahlkampffinanzierung und sexuellen Fehlverhaltens konfrontiert ist – und Sheila Cherfilus-McCormick, eine Demokratin, die vom Ethikausschuss für schuldig befunden wurde, 5 Millionen Dollar an COVID-19-Hilfsgeldern in ihren Wahlkampf umgeleitet zu haben, könnten das siebte und achte Mitglied werden, das jemals aus dem Kongress ausgeschlossen wurde. Sprecher Mike Johnson signalisierte Unterstützung für eine Resolution vom Dienstag, Cherfilus-McCormick auszuschließen, während die Abgeordnete Nancy Mace (R-S.C.) am Montag eine separate Resolution einbrachte, um Mills gleichzeitig auszuschließen. Für einen Ausschluss ist eine Zweidrittelmehrheit des Repräsentantenhauses erforderlich. Stand Dienstag hatte der Minderheitenführer Hakeem Jeffries (D-N.Y.) keinen Ausschluss von Mills gefordert und sagte Reportern, er „warte auf“ den Abschluss der Untersuchung des Ethikausschusses gegen Mills. Reporter Roger Sollenberger hat die Hintergründe zu Mills‘ Skandalen im Kongress.
  • Veteranen protestieren gegen Iran-Krieg am Capitol; Dutzende festgenommen: Dutzende Militärveteranen und ihre Familienangehörigen wurden festgenommen, als sie am Montag das Cannon House Office Building auf dem Capitol Hill besetzten, um gegen den Iran-Krieg zu protestieren. Über 60 Menschen versammelten sich in der Rotunde des Kapitols und enthüllten Transparente mit der Aufschrift „Beendet den Krieg gegen den Iran“ und forderten ein Treffen mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Die Demonstration wurde von mehreren Veteranenorganisationen organisiert, darunter Veterans For Peace, About Face, das Center on Conscience and War und Military Families Speak Out.
  • Maryland steht davor, als erster Bundesstaat dynamische Lebensmittelpreise zu verbieten: Die Legislative von Maryland hat den Protection from Predatory Pricing Act verabschiedet, der Lebensmitteleinzelhändlern verbieten würde, Technologien einzusetzen, um Preise basierend auf Nachfrage oder individuellen Kundendaten anzupassen, was Maryland zum ersten Bundesstaat des Landes machen würde, der diese Praxis einschränkt. Das Gesetz soll im Oktober in Kraft treten, obwohl der Direktor für Marktpolitik von Consumer Reports Bedenken bezüglich seiner Durchsetzung äußerte und darauf hinwies, dass Verstößen keine Geldstrafen drohen.
  • In Kalifornien lebender Iraner wegen Waffenschmuggels in den Sudan verhaftet: Shamim Mafi, 44, ein iranischer Staatsbürger und rechtmäßiger ständiger US-Einwohner, der in der Los Angeleser Vorstadt Woodland Hills lebt, wurde am Samstag am Los Angeles International Airport verhaftet und angeklagt, im Namen Teherans den Verkauf von in Iran hergestellten Drohnen, Bomben, Bombenzündern und Millionen von Schuss Munition an den Sudan vermittelt zu haben. Die bundesstaatliche Anklageschrift behauptet, dass Mafi und ein nicht namentlich genannter Mittäter ein im Oman ansässiges Tarnunternehmen namens Atlas International Business betrieben, das im Jahr 2025 Zahlungen in Höhe von mehr als 7 Millionen Dollar erhalten habe, und separat den Verkauf von 55.000 Bombenzündern an das sudanesische Verteidigungsministerium über die Islamischen Revolutionsgarden Irans vermittelt habe.
  • Heimatschutzministerium entwickelt intelligente Brillen zur Echtzeit-Identifizierung von Personen mittels biometrischer Überwachung: Das Department of Homeland Security entwickelt KI-gestützte intelligente Brillen für Agenten von Immigration and Customs Enforcement, die eine biometrische Echtzeit-Identifizierung – einschließlich Gesichtserkennung und Analyse des Gangbildes – von Personen auf bundesstaatlichen Beobachtungslisten ermöglichen würde, so ein neuer Bericht von Ken Klippenstein, mit Prototypen, die bis September 2027 erwartet werden. Ein anonym sprechender Anwalt des DHS warnte, dass die Technologie gegen „alle Amerikaner, insbesondere Demonstranten“, eingesetzt werden könnte.
  • Silikose-Epidemie verwüstet lateinamerikanische Einwanderer, die als Steinmetze in Kalifornien arbeiten: Kalifornien hat mindestens 536 Silikose-Fälle und 29 Todesfälle unter Arbeitern mit künstlichem Stein registriert – überwiegend junge lateinamerikanische Einwanderer – da die Lungenkrankheit, die durch das Einatmen von Quarzstaub beim Schneiden von quarzbasierten Arbeitsplattenmaterialien verursacht wird, sich im Bundesstaat zu einer regelrechten Berufsepidemie entwickelt hat. Klagen, die im Namen von etwa 800 Arbeitern eingereicht wurden, behaupten, dass Hersteller, darunter Caesarstone, wussten, dass ihre Produkte jahrelang gefährlich waren, es aber versäumten, angemessene Sicherheitswarnungen zu geben, wobei eine Jury im August 2024 einem 34-jährigen Steinmetz 52,4 Millionen Dollar zusprach – während die Hersteller gleichzeitig beim Kongress lobbyieren, um solche Klagen zu verbieten. Die Krankheit ist ohne Lungentransplantation nicht heilbar. Eine Untersuchung dieser Epidemie ist hier verfügbar, von unseren Freunden bei In These Times.

Weitere internationale Nachrichten

  • Spanien, Slowenien und Irland drängen die EU auf Debatte über Aussetzung des Handelsabkommens mit Israel: Die Außenminister Spaniens, Sloweniens und Irlands sandten am Montag einen gemeinsamen Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, in dem sie eine Debatte über die Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens bei der Sitzung des Außenrats am Dienstag forderten. Amnesty International unterstützte den Vorstoß und rief die deutsche Bundeskanzlerin Friedrich Merz und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf, den Schritt zu unterstützen. „Die Europäische Union kann nicht länger am Rande stehen“, schrieben die Minister in dem Brief, forderten „mutiges und sofortiges Handeln“ und sagten, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben sollten.
  • Mexiko fordert Antworten nach tödlichem Autounfall in Chihuahua mit zwei US-Beamten: Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, sie suche nach Erklärungen von der US-Botschaft und dem Bundesstaat Chihuahua, nachdem vier Beamte – darunter zwei mit der US-Botschaft verbundene Mitarbeiter, bei denen es sich nach Angaben des Journalisten Luis Chaparro um CIA-Agenten handelte – bei einem Autounfall nach einer Anti-Drogen-Operation gestorben seien. Sheinbaum sagte, sie habe von keiner Zusammenarbeit zwischen ihrer Regierung und den USA im Bundesstaat Chihuahua gewusst und ordnete eine Untersuchung an, ob gegen ein Gesetz verstoßen wurde, das eine bundesstaatliche Genehmigung für die Zusammenarbeit mit ausländischen Agenten vorschreibt.
  • Japan hebt Verbot von Waffenexporten mit Todespotenzial auf: Das Kabinett des japanischen Premierministers Sanae Takaichi hob am Dienstag ein jahrzehntealtes Verbot des Exports von Waffen mit Todespotenzial auf – darunter Kampfjets, Raketen und Kriegsschiffe – und eröffnete damit Verkäufe an mindestens 17 Länder. Der Schritt erfolgt kurz nachdem Japan und Australien einen Vertrag über 7 Milliarden Dollar unterzeichnet haben, wonach Mitsubishi Heavy Industries 11 Kriegsschiffe für die australische Marine bauen wird. China verurteilte den Schritt, wobei ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, China werde „Japans rücksichtsloser neuartiger Militarisierung entschlossen widerstehen“. Die Ankündigung fiel mit Berichten zusammen, dass Takaichi ein rituelles Opfer für den Yasukuni-Schrein schickte, der Japans Kriegstote ehrt, darunter über 1.000 verurteilte Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg, von denen 14 der „Klasse A“ Kriegsverbrechen für schuldig befunden wurden.
  • Schütze tötet eine Person und verletzt 13 an den Pyramiden von Teotihuacan: Ein Schütze eröffnete am Montag am archäologischen Gelände von Teotihuacan außerhalb von Mexiko-Stadt das Feuer, tötete eine kanadische Frau und verletzte mindestens 13 andere – darunter kolumbianische, russische und kanadische Touristen – bevor er sich durch eine selbst zugefügte Schusswunde tötete. Örtliche Staatsanwälte identifizierten den mutmaßlichen Schützen als Julio César Jasso Ramírez, einen mexikanischen Staatsbürger, von dem Zeugen sagten, er habe von der Plattform der Mondpyramide gefeuert, als Touristen die Stufen hinabstiegen.
  • Äthiopiens TPLF übernimmt wieder die Kontrolle über die Regionalregierung: Die Volksbefreiungsfront von Tigray setzt das suspendierte Parlament der Region wieder ein und übernimmt die Kontrolle über die Regierung von Tigray zurück, womit sie das Pretoria-Abkommen von 2022, das einen Krieg beendete, bei dem mindestens 600.000 Menschen getötet und 5 Millionen vertrieben wurden, faktisch ablehnt. Die TPLF beschuldigte die äthiopische Bundesregierung, das Abkommen zu verletzen, indem sie bewaffnete Konflikte innerhalb der Region provoziere und Gelder zur Bezahlung von Regierungsangestellten einbehalte.
  • Ukraine und Russland tauschen nächtliche Angriffe aus: Die ukrainische Militärgeheimdiensteinheit beanspruchte Angriffe auf zwei russische Landungsschiffe und eine Radarstation in der Bucht von Sewastopol auf der russisch besetzten Krim für sich, während ukrainische Drohnen auch den Hafen von Tuapse an der russischen Schwarzmeerküste zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen trafen, wobei mindestens eine Person getötet und die Verkehrsinfrastruktur beschädigt wurde. Russland traf mehrere ukrainische Regionen über Nacht, darunter Kiew, Charkiw, Cherson, Sumy und Saporischschja, und tötete dabei eine Person in Cherson und verletzte mehr als ein Dutzend in den betroffenen Gebieten.
  • María Corina Machado plant Rückkehr nach Venezuela vor Jahresende: Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado sagte am Sonntag, sie erwarte, vor Ende 2026 nach Venezuela zurückzukehren, und sagte Reuters, sie sehe sich „absolut“ bald wieder im Land und koordiniere den Schritt mit den Vereinigten Staaten. Ihre Rückkehr würde die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez auf die Probe stellen, die nach der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten am 3. Januar die Macht konsolidierte. Rodríguez sagte im Februar, Machado werde sich „vor dem venezolanischen Volk für ihre Handlungen verantworten müssen“.
  • Saudi-Arabien macht Pakistans Waffendeal mit dem Sudan im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zunichte: Pakistan hat einen Vertrag über 1,5 Milliarden Dollar zur Lieferung von Waffen und Jets an den Sudan ausgesetzt, nachdem Saudi-Arabien die Finanzierung zurückzog und Islamabad bat, das Abkommen zu kündigen, so Reuters. Eine Quelle behauptet, dass westliche Länder Riad geraten hätten, sich aus seinen Stellvertreterkonflikten in Afrika zurückzuziehen. Ein separater pakistanischer Waffenvertrag im Wert von 4 Milliarden Dollar mit der Libyschen Nationalarmee ist ebenfalls gefährdet, da Saudi-Arabien Berichten zufolge „seine Strategie in beiden Ländern überdenkt“. Lesen Sie den Bericht von Drop Site über ein geheimes gegenseitiges Verteidigungsabkommen zwischen Pakistan und Saudi-Arabien.
  • Mehr als 550.000 sudanesische Flüchtlinge sind seit Kriegsbeginn nach Libanon eingereist, sagt UNO: Schätzungsweise 559.920 sudanesische Flüchtlinge sind seit April 2023 nach Libanon eingereist, so ein Bericht der Vereinten Nationen vom Montag. Kämpfe im Osten Libyens haben das Risiko von willkürlicher Inhaftierung und Zwangsrückführung in den Sudan erhöht, und libysche Migranten haben oft Schwierigkeiten, Zugang zur Gesundheitsversorgung des Landes zu erhalten. Die Agentur warnte, dass Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen einem erhöhten Risiko von Ausbeutung und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt seien.
  • Zwölf britische Universitäten bezahlten eine private Geheimdienstfirma für die Überwachung propalästinensischer Studenten und Akademiker, Untersuchung findet: Eine gemeinsame Untersuchung von Al Jazeera und Liberty Investigates ergab am Dienstag, dass 12 britische Universitäten – darunter Oxford, das Imperial College London, das University College London und die London School of Economics – seit 2022 mindestens 443.000 Pfund an die Horus Security Consultancy gezahlt haben, um studentische Protestierende und Akademiker durch die Überwachung sozialer Medien zu überwachen. Zu den Überwachten gehörten ein palästinensisch-amerikanischer Akademiker, der zu einem Gastvortrag an die Manchester Metropolitan University eingeladen war, und ein LSE-Doktorand, dessen Social-Media-Aktivitäten nach der Lagerbelagerung in täglichen Briefings zusammengestellt und für 900 Pfund im Monat an Universitäten verkauft wurden. Die UN-Sonderberichterstatterin für Versammlungsfreiheit, Gina Romero, sagte, der Einsatz von KI zur Erhebung von Studentendaten werfe „tiefgreifende rechtliche Bedenken“ auf und habe zu einem „Zustand des Terrors“ unter britischen studentischen Aktivisten beigetragen.

Scott Ritter: Trump und Hegseth haben keine Ahnung – Vernichtende Analyse der US-Iran-Politik

In einem aktuellen Interview mit Richter Andrew Napolitano auf dem Podcast „Judging Freedom“ (20. April 2026) hat der ehemalige UN-Waffeninspekteur und Militärexperte Scott Ritter eine vernichtende Analyse der aktuellen US-Iran-Politik geliefert. Ritter wirft Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth vor, weder die militärischen noch die diplomatischen oder völkerrechtlichen Realitäten im Nahen Osten zu verstehen. Stattdessen betreibe Washington eine Mischung aus illegaler Machtdemonstration, psychologischer Kriegsführung und gefährlicher Selbstüberschätzung, die den Frieden im Golf weiter gefährde.

Der Vorfall auf hoher See: „Akt der Piraterie“

Ritter beginnt mit den Ereignissen vom Wochenende. Ein iranisches Frachtschiff wurde im Golf von einem US-Kriegsschiff gestoppt. Nachdem das Schiff nicht anhielt, feuerte die US-Marine auf den Maschinenraum, brachte das Schiff zum Stehen und ließ ein Marines-Raid-Team das Schiff entern.

Für Ritter ist dies ein klarer Akt der Piraterie ohne jede völkerrechtliche Legitimation. Er verstoße gegen das in Islamabad vereinbarte Waffenstillstandsabkommen und die Freiheit der Schifffahrt. Ziel sei keine echte Unterbrechung des Schiffsverkehrs gewesen, sondern eine reine psychologische Operation (PsyOp): Trump solle als starker Mann dastehen, der die Iraner durch Blockade und Gewalt zum Einlenken zwingt.

Gescheiterte Verhandlungen in Islamabad

US-Seite völlig unvorbereitet

Ritter schildert detailliert, wie nah man einem Abkommen bereits war. Die iranische Delegation sei mit vollständigen Verhandlungspapieren, Fakten und einem fertigen Deal nach Islamabad gekommen.

Die US-Seite – JD Vance, Jared Kushner und ein weiterer Berater – habe hingegen nichts mitgebracht. Die Amerikaner hätten die iranischen Vorschläge lediglich geprüft, Fragen gestellt und dann per Telefon Rücksprache mit Trump halten müssen.

Trump selbst sei ohne Briefing-Papiere und ohne Vorbereitung gewesen – eine „reine Reaktionspolitik“.

Als ein Memorandum of Understanding fast unterschriftsreif war, habe Benjamin Netanjahu interveniert und Trump gewarnt, ein solches Abkommen mache ihn „schwach“. Die Verhandlungen wurden abgebrochen, stattdessen folgte die Blockade-Drohung.

Ritter betont: Die Iraner haben längst erkannt, dass die USA nicht in gutem Glauben verhandeln. Deshalb sitzen die iranischen Unterhändler jetzt wieder in Teheran, während Vance und Co. in einem Hotel in Islamabad warten.

Die drohende Eskalation: Iran hat die besseren Karten

Sollte der Krieg am Mittwoch – wie Trump angekündigt hat – wieder aufflammen, werde Iran nicht zögerlich reagieren.

Ritter warnt: Die Iraner würden sofort „an die Kehle“ gehen. Sie könnten durch gezielte Angriffe auf Kraftwerke und Entsalzungsanlagen in den Golfstaaten (Abu Dhabi, Dubai, Kuwait-Stadt, Manama) ganze Städte unbewohnbar machen. Diese Staaten würden innerhalb kürzester Zeit „leer laufen“.

Saudi-Arabien drohe der dauerhafte Verlust seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die Huthi-Rebellen hätten zudem angekündigt, die Straße von Bab al-Mandab zu schließen – ein Todesstoß für die saudische Öl-Wirtschaft und die globale Energieversorgung.

Die USA und Israel hätten in den ersten 40 Kriegstagen keinen nennenswerten Schaden angerichtet: Nur leere Gebäude, einige Brücken – keine Beeinträchtigung der strategischen Fähigkeiten Irans.

Die unterirdischen Raketenfabriken produzierten sogar schneller als zuvor. Iran verfüge über modernste, präzise Raketen und werde sie von Beginn an massiv einsetzen.

Nukleare Fantasien und die Weigerung des Generalstabschefs

Besonders alarmierend schildert Ritter Trumps Umgang mit der Nuklearoption. Trump habe nach Informationen aus dem Weißen Haus zweimal versucht, sich über den Einsatz von Atomwaffen zu informieren – General Charles „CQ“ Brown (Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff) habe beide Male abgelehnt.

Der Einsatz wäre völkerrechtswidrig, unverhältnismäßig und ein Verstoß gegen das Prinzip der Unterscheidung zwischen militärischen und zivilen Zielen.

Ritter, der selbst im Situation Room der Regierung gearbeitet hat, betont: Das Militär nehme seinen Eid auf die Verfassung ernst – auch gegenüber einem Präsidenten, der diesen Eid offenbar nicht teile.

Trumps jüngste Äußerung, wonach USA und Iran „gemeinsam“ das angereicherte Uran „ausgraben“ sollten, bezeichnet Ritter als „Flucht aus der Realität“.

Tatsächlich sei lediglich eine Überprüfung unter Aufsicht der IAEA mit Beteiligung amerikanischer Inspektoren vereinbart gewesen – keine militärische Besetzung.

Völkerrechtsbruch und Kriegsverbrechen

Ritter kritisiert scharf die Argumentation von US-Vertretern, die Zerstörung von Brücken und Kraftwerken sei kein Kriegsverbrechen, weil sie angeblich vom iranischen Revolutionsgarden-Korps (IRGC) betrieben würden.

Er erklärt: Nach dem Iran-Irak-Krieg habe der IRGC bewusst zivile Infrastrukturprojekte übernommen, um ehemalige Kämpfer in die Wirtschaft zu integrieren. Die meisten dieser Anlagen hätten keine militärische Funktion.

Hätten sie eine gehabt, wären sie bereits in den ersten 40 Tagen angegriffen worden.

Die nachträgliche Erweiterung der Zielliste auf rein zivile Infrastruktur sei kollektive Bestrafung – ein klassisches Kriegsverbrechen.

Wer kontrolliert die Straße von Hormus?

Ritter stellt klar: Die Straße von Hormus wird von Iran kontrolliert. Sie ist offen, wenn Teheran es will, und kann jederzeit geschlossen oder eingeschränkt werden.

Die USA haben hier keinerlei Handhabe.

Das sogenannte „Board of Peace“, das Trump angeblich für den Frieden schaffen wollte, sei faktisch gescheitert – vor allem, weil es von den Golfstaaten finanziert wurde, die Trump inzwischen nicht mehr vertrauen.

Fazit: Trump hat sich selbst in die Ecke manövriert

Scott Ritter zeichnet ein düsteres Bild: Trump und Hegseth seien in einer Fantasiewelt gefangen. Sie überschätzten massiv die eigenen militärischen Erfolge, unterschätzten die iranische Entschlossenheit und hätten sich durch die eigene Rhetorik und die Blockade in eine Lage manövriert, in der ein Rückzug politisch unmöglich erscheine.

Gleichzeitig fehle jede realistische militärische Lösung.

Das Ergebnis könne eine verheerende Eskalation sein, bei der nicht nur Israel, sondern vor allem die Golfstaaten und amerikanische Interessen massiv leiden würden.

Ritter schließt mit einer klaren Warnung: Die größte Gefahr für die Freiheit liege derzeit nicht bei den angeblichen Feinden Amerikas, sondern bei einer Regierung, die völkerrechtswidrige Gewalt als Normalität betrachtet und sich weigert, die Realität anzuerkennen.

Ob die Welt diese Lektion noch rechtzeitig lernt, werde sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Der fatale Fehler des Römischen Reiches – und Amerika könnte ihn im Iran wiederholen

von Nick Giambruno

Crassus war einer der reichsten und mächtigsten Männer Roms.

Er stieg zusammen mit Julius Caesar und Pompeius an die Spitze auf, als Teil des Ersten Triumvirats, eines informellen Drei-Männer-Bündnisses, das die römische Politik dominierte, obwohl es kein offizielles Amt war.

Crassus wollte militärischen Ruhm, der seinem Reichtum und seinem politischen Einfluss entsprach, und so führte er im Jahr 53 v. Chr. eine römische Invasion in das Partherreich an, das damals große Teile des heutigen Iran beherrschte.

Der Feldzug wurde zu einer Katastrophe, einer der schlimmsten militärischen Niederlagen Roms.

Crassus ignorierte bessere Ratschläge und drang tief in feindliches Gebiet vor.

Die römische Infanterie war im Nahkampf äußerst schlagkräftig, doch die Parther weigerten sich, unter römischen Bedingungen zu kämpfen. Sie blieben beweglich, hielten Abstand und überschütteten die Legionen mit Pfeilen, bis die Römer erschöpft waren und zusammenbrachen.

Crassus hoffte, dass dem Feind irgendwann die Pfeile ausgehen würden. Das taten sie nie.

Er bezahlte diesen Fehler mit seinem Leben. Sein Tod wurde auch deshalb berühmt, weil die Parther ihm der Legende nach geschmolzenes Gold in den Mund gossen und so sein Ende zu einer bleibenden Warnung vor Arroganz, Überdehnung und der tödlichen Neigung machten, Reichtum und Status mit strategischer Weisheit zu verwechseln.

Und doch zog Rom aus dieser Lehre keine vollständigen Konsequenzen.

Mehr als ein Jahrhundert später marschierte Kaiser Trajan gegen die Parther, eroberte Armenien und Mesopotamien und brachte die römische Macht auf ihre größte territoriale Ausdehnung. Doch Trajans Siege offenbarten dieselbe Wahrheit, die Crassus bereits blutig erfahren hatte: Die Region zu erobern war das eine, sie zu halten etwas ganz anderes.

Je tiefer Rom nach Mesopotamien vordrang, desto exponierter, kostspieliger und fragiler wurde seine Position angesichts des parthischen Widerstands.

Nach Trajans Tod gab sein Nachfolger Hadrian diese östlichen Gebietsgewinne wieder auf und zog Rom auf eine besser zu verteidigende Grenze östlich des Euphrats zurück – ein faktisches Eingeständnis, dass die dauerhafte Kontrolle über Mesopotamien die Kosten nicht wert war.

Ich bringe diese Geschichten zur Sprache, weil sie Parallelen zum heutigen Krieg im Iran aufweisen.

Heute ist Rom nicht mehr die dominierende Weltmacht. Diese Rolle haben die Vereinigten Staaten übernommen. Und nun scheinen die USA denselben Fehler zu machen wie die Römer. Statt darauf zu hoffen, dass den parthischen Pfeilen die Munition ausgeht, hofft Washington, dass den persischen ballistischen Raketen die Ressourcen ausgehen.

Die Geschichte legt nahe, dass große Mächte sich oft selbst täuschen, indem sie glauben, überlegene militärische Gewalt könne Geografie, Logistik und die Entschlossenheit eines fest verankerten Gegners überwinden. Crassus lernte das Gegenteil. Trajan erkannte, dass Erfolg auf dem Schlachtfeld nicht gleichbedeutend mit strategischem Erfolg ist. Hadrian verstand, was Staatsmänner oft als Letzte eingestehen: Manchmal besteht die klügste Entscheidung nicht darin, weiter vorzustoßen, sondern anzuerkennen, dass eine Position nicht zu vertretbaren Kosten gehalten werden kann.

Während sich der Krieg mit dem Iran noch entwickelt, glaube ich, dass eine sehr reale Möglichkeit besteht, dass die USA kurz davor stehen, dieselbe schmerzhafte Lektion zu lernen wie die Römer – und die Auswirkungen könnten enorm sein, sowohl für Investoren als auch für den Verlauf der Geschichte. Ich glaube nicht, dass wir lange warten müssen, um das herauszufinden.

Es könnte Märkte, Politik und das alltägliche Leben schneller verändern, als die meisten Menschen erwarten.

Deshalb habe ich einen kostenlosen Sonderbericht vorbereitet: „Die gefährlichste Wirtschaftskrise seit 100 Jahren … die drei wichtigsten Strategien, die Sie jetzt brauchen“. Darin werden die derzeitigen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen erklärt, die Risiken für Ihr Vermögen und Ihre persönliche Freiheit aufgezeigt und drei praktische Strategien vorgestellt, die jetzt in Betracht gezogen werden sollten. Sie können hier darauf zugreifen.

Befristeter Tankrabatt ab Mai: Autofahrer werden – wenn überhaupt – erst später profitieren

Befristeter Tankrabatt ab Mai: Autofahrer werden – wenn überhaupt – erst später profitieren

Befristeter Tankrabatt ab Mai: Autofahrer werden – wenn überhaupt – erst später profitieren

Ab dem 1. Mai tritt in Deutschland der befristete Tankrabatt in Kraft. Ziel der Maßnahme soll es sein, Verbraucher angesichts hoher Energiepreise kurzfristig zu entlasten. Autofahrer könnten jedoch bitter enttäuscht werden, denn schon jetzt wird angekündigt, dass die nur für zwei Monate gesenkten Preise an der Zapfsäule nicht sofort spürbar sein werden – im Gegensatz natürlich zu Preiserhöhungen, die stets direkt weitergegeben werden.

Die schwarz-rote Koalition hat eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel beschlossen. Die Steuer soll um rund 17 Cent pro Liter (brutto) sinken – für beide Kraftstoffsorten gleich. Das Ganze gilt vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 (also nur zwei Monate). Auf den ersten Blick klingt das für naive Bürger vielleicht nach einer schnellen und spürbaren Entlastung. In der Praxis zeigt sich jedoch schon jetzt ein anderes Bild.

„Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Steuersatzsenkung verzögert und schleichend in den Verbrauchspreisen widerspiegelt“, heißt es im Gesetzentwurf für den „Tankrabatt“. Ähnliche Bedenken hatte es schon 2022 beim damaligen Tankrabatt gegeben.

Grund ist die Steuersystematik. Die Energiesteuer wird nicht an der Tankstelle erhoben, sondern bereits dann, wenn Benzin und Diesel von den Raffinerien und großen Tanklagern ausgeliefert werden. Sämtliche Kraftstoffe, die bis zum Stichtag 1. Mai in den Tanks liegen, seien noch mit dem normalen, höheren Betrag belegt, heißt es in einer Stellungnahme des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie für den Finanzausschuss des Bundestags.

Es sei zu erwarten, dass die Tankkunden in der Zeit vor der Energiesteuersenkung zurückhaltend sein werden. „Daher dürfte sich der Effekt der niedrigeren Steuersätze nicht überall gleich am Stichtag um Mitternacht einstellen, sondern erst in der Folgezeit, wenn die „normal versteuerten“ Kraftstoffe abverkauft und nach und nach die niedrig versteuerten Kraftstoffe angeliefert werden.“ Wann zeigt er sich denn dann? Wenn der Tankrabatt schon wieder ausläuft?

Zudem weist der Mineralölwirtschaftsverband bereits frech darauf hin, dass die Preise an den Tankstellen von vielen Parametern abhingen und sich am Markt bildeten. „Die Energiesteuern sind eine wichtige Preiskomponente, aber bei Weitem nicht die einzige.“

Ein weiterer Faktor ist auch der Wettbewerb zwischen den Tankstellen – die Preise der Konkurrenz werden genau beobachtet. Natürlich wollen alle maximal Kasse machen.

Auffällig ist dabei ein bekanntes Phänomen: Während Preissenkungen oft verzögert (oder gar nicht) beim Verbraucher ankommen, erfolgen Preiserhöhungen gewöhnlich deutlich schneller – um nicht zu sagen: prompt. So führen geopolitische Krisen, etwa der Beginn des Irankrieges, häufig unmittelbar zu steigenden Ölpreisen. Diese Entwicklungen werden von den Märkten in Echtzeit verarbeitet und schlagen sich sehr schnell in höheren Kraftstoffpreisen nieder, obwohl auch dann in den Tanks natürlich noch die günstiger eingekauften Kraftstoffe liegen.

Am Ende macht die Bundesregierung hier den Konzernen ein Geschenk: Sie können billiger einkaufen, sammeln aber schon jetzt Ausreden, um diese Ersparnis bloß nicht an die Verbraucher weitergeben zu müssen. Nach dem Ende des Tankrabatts (natürlich pünktlich zum Sommer) werden die Preise an den Tankstellen mit Pech um Punkt Mitternacht in die Höhe schnellen, völlig egal, zu wie viel niedrigeren Preisen die Kraftstoffe eingekauft wurden …

BPE: Ein Vierteljahrhundert Aufklärungsarbeit über den Islam

BPE: Ein Vierteljahrhundert Aufklärungsarbeit über den Islam

BPE: Ein Vierteljahrhundert Aufklärungsarbeit über den IslamDie Bürgerbewegung PAX EUROPA (BPE) wurde offiziell am 17. Mai 2008 in Wertheim gegründet. Es war eine Fusion des vom Unternehmer Willi Schwend im Frühjahr 2003 ins Leben gerufenen „Bundesverband der Bürgerbewegungen“ und dem 2007 vom Journalisten und Buchautor Udo Ulfkotte („Krieg in unseren Städten“, „SOS Abendland – die schleichende Islamisierung Europas“) gegründeten Vereins „Pax Europa“. Die islamkritische Arbeit begann aber schon einige Jahre vorher.

Im April 2001, ein knappes halbes Jahr vor dem bisher größten islamistischen Terror-Anschlag 9/11 in New York, erfuhr Willi Schwend von den Plänen der DITIB, in seinem Wohnort Wertheim, direkt vor seinem Unternehmen, eine große Moschee zu bauen. Das Projekt war ehrgeizig – es sollte das größte Islamzentrum zwischen Frankfurt und Würzburg werden. Willi Schwend war durch viele Auslandsreisen in islamische Länder und durch die Lektüre von Koran und Hadithe schon länger islamkritisch eingestellt. Daher war es für ihn keine Frage, den Widerstand gegen dieses DITIB-Projekt zu beginnen. Mit seinem Protest brachte er zahlreiche Islamkritiker zusammen, zunächst aus der Region, dann aus ganz Deutschland, was als Beginn der BPE angesehen werden kann. Daher feiert die BPE in diesem April ein Vierteljahrhundert ihrer Aufklärungsarbeit über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit.

Aus diesen 25 Jahren lassen sich viele Höhepunkte herausstreichen. Ein ganz besonderer war am 2. Februar 2013 in Bonn die Verleihung des Hiltrud-Schröter-Freiheitspreises an den niederländischen Politiker und wohl bekanntesten Islamkritiker der Welt, Geert Wilders:

Auf diesem Foto ist rechts neben Wilders der Gründer, langjährige Vorsitzende und jetzige Präsident der BPE, Willi Schwend, zu sehen. Neben ihm der langjährige Geschäftsführer und bis heute eine der guten Seelen des Vereins, Conny Axel Meier. Ganz links der langjährige Vereinsvorsitzende René Stadtkewitz, neben ihm Elisabeth Sabaditsch-Wolff, die für die BPE seit vielen Jahren an Konferenzen im Ausland teilnimmt, beispielsweise bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Neben ihr der PI-NEWS-Gründer Stefan Herre, der an diesem Tag auch die Laudatio auf Geert Wilders anläßlich der Preisverleihung hielt.

Die BPE organisierte im Laufe der Jahre knapp 200 Kundgebungen auf zentralen Plätzen in ganz Deutschland, dazu viele Infostände, Protestveranstaltungen, Videoproduktionen, Interviews und Flyer-Aktionen. Durch diese vielfältigen Aktivitäten trägt die BPE ihren Teil dazu bei, die Aufklärung über den Politischen Islam ins Bewusstsein der Bevölkerung zu tragen. Damit dadurch auch die notwendige öffentliche Diskussion über diese gefährliche Ideologie weiter vorangetrieben wird.

Einen Überblick über die spannende Anfangszeit der BPE und Höhepunkte in ihrer 25-jährigen Aufklärungsarbeit liefert dieser ausführliche Artikel mit vielen Fotos und interessanten Informationen auf ihrer Internetseite.

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„Psychische Folter“: Migranten beklagen sich über Unterkunft in traumhaftem Tiroler Bergidyll

„Psychische Folter“: Migranten beklagen sich über Unterkunft in traumhaftem Tiroler Bergidyll

„Psychische Folter“: Migranten beklagen sich über Unterkunft in traumhaftem Tiroler Bergidyll

In einer idyllischen Berglandschaft in Tirol erleben Migranten „psychische Folter“: Das ist die Aussage eines Dokumentarfilms, die in den sozialen Netzen für massives Unverständnis sorgt. Die Folter besteht nämlich in Ruhe, Frieden und schönster Natur. Wo andere Urlaub machen, um sich zu erholen, gefällt es den Neubürgern nicht.

Social-Media-Postings zu „psychischer Folter“ am Bürglkopf in Tirol gehen auf einen Doku-Film von 2025 zurück, der das (vermeintliche) Leid von Migranten in einer Unterkunft am Berg darstellen möchte. Allerdings kamen die jungen Filmschaffenden in die Unterkunft gar nicht hinein. Deswegen besteht der Film vor allem aus Klagen einzelner Migranten, die sich in bildschönen Naturlandschaften schrecklich unwohl fühlen.

Die Botschaft des Films „Bürglkopf“ verfängt bei den Menschen online offensichtlich nicht.

Da klatschen natürlich die Linken: „Es ist ihr erster Kinofilm und er ist bereits preisgekrönt: Lisa Polster hat mit ‚Bürglkopf‘ den Großen Preis der Diagonale für die beste Doku 2025 gewonnen“, freute man sich im September bei FM4 (ORF). Wohl eher keinen Applaus gibt’s aus der Bevölkerung, doch das ist egal. Man tingelt trotzdem emsig weiter zu Filmfestivals. Unterstützt wurde der Streifen laut Credits übrigens von „bm:kös, Wien Kultur MA 7, Land Niederösterreich, Land Tirol, Otto Mauer Fonds, Drehbuchforum Wien“.

Polster, die Aktivistin hinter dem Film, kann man in ihrer ganzen Wort- und Argumentationsgewalt beispielsweise in diesem SR-Clip erleben – natürlich im „Nie wieder Volkskanzler“-Shirt. Sie klagt an: Migranten sollten durch die abgeschiedene Bergidylle beim Rückkehrberatungszentrum Bürglkopf zur Heimreise motiviert werden. Ruhe, Frieden, Natur: Instrumente der Vertreibung, so scheint’s. Auch bei FM4 verfängt das – hier wurde ganz ernst berichtet:

„Das Postkartenidyll auf der Leinwand bekommt mit jeder Aussage eine neue Furche. Gegen Ende der 78 Minuten kurzen Doku spricht eine Person, die bereits drei Jahre ohne Dokumente und ohne Aufenthaltsgenehmigung in Wien lebt, über eigene Erfahrungen am Bürglkopf: Psychische Folter sei das gewesen.“

Keine Aufenthaltsgenehmigung, aber ganz viel zu meckern: Die Worte dieses Menschen sollen wohl besonderes Gewicht haben. In den sozialen Netzen wird bereits sarkastisch kommentiert, dass die Zustände durch die illegale Massenmigration längst zur Folter für die Einheimischen mutiert seien. Andere fragen skeptisch, was genau die Migranten denn in der Stadt suchen und machen möchten.

Tatsächlich schlägt einem schon im Trailer die geballte Dankbarkeit der Migranten für die kostenfreie Unterbringung und Verpflegung entgegen: Selbst die Kuh auf der Weide lebe ja besser, so behauptet einer von ihnen in seiner Muttersprache (bleibt zu hoffen, dass seine Aussagen korrekt untertitelt wurden). Da stellt sich natürlich die Frage: Was haben diese Menschen erwartet, als sie illegal einreisten?

In der Beschreibung des Films hält man fest: „Am besten, so hat es den Anschein, sollten sich die Männer oben am Bürglkopf in gute Luft auflösen.“

Nein, in Luft auflösen soll sich natürlich keiner der dort untergebrachten Männer. Man kann aber von keinem Österreicher erwarten, dass er für die Vollalimentierung von illegalen Migranten und längst abgelehnten Asylbewerbern bezahlt und sich dann noch klaglos anhört, dass die Unterbringung nicht deren persönlichen Vorlieben entspricht. Der gemeine Österreicher kann die Bergidylle am Bürglkopf nämlich unter anderem deswegen nicht genießen, weil er die hohe Steuerlast tragen muss, die die illegale Massenmigration finanziert.

Wie viele Bürger würden wohl gern vorm „Stadtbild“ flüchten und die Ruhe in den Bergen genießen, fernab von Werteverfall und Messerkriminalität? Ihnen zahlt leider niemand Unterkunft und Verpflegung …

Michael Hudson: Den globalen Finanzwinter hinauszögern – aber wie lange noch?

Michael Hudson: Den globalen Finanzwinter hinauszögern – aber wie lange noch?

Von amarynth

Dieser Artikel wurde erstmals von The Democracy Collaborative unter democracycollaborative.org veröffentlicht

Mit der Ankündigung, dass „heute Nacht eine ganze Zivilisation untergehen wird“, drohte Donald Trump am 7. April 2026, „jede Brücke im Iran“ und „jedes Kraftwerk … in Flammen aufgehen und explodieren zu lassen, sodass sie nie wieder genutzt werden können“. Seine Absicht, weiterhin Kriegsverbrechen zu begehen, treibt die Welt in einen Finanzwinter, der ebenso verheerend ist wie die Weltwirtschaftskrise. Die iranische Antwort vom 8. April durchschaute seinen Bluff und legte die Bedingungen für die Beendigung des Konflikts und die Öffnung der Straße von Hormus fest. Die Öl importierenden Länder müssen die USA und Israel zur Einhaltung dieser Bedingungen zwingen, um eine Wirtschaftskrise zu vermeiden.

Wir erleben die wirtschaftliche Version dessen, was in den 1960er Jahren als „Mutually Assured Destruction“ (MAD) bezeichnet wurde.1 Der Begriff bezog sich auf das militärische Patt, das den globalen Nuklearwinter verhinderte, der eingetreten wäre, hätten die führenden Weltmächte Atomwaffen gegeneinander eingesetzt. Der Besitz von Atombomben sowohl durch die Vereinigten Staaten als auch durch die Sowjetunion stellte sicher, dass sie sich nicht gegenseitig angreifen würden, solange das Wettrüsten die nukleare Parität aufrechterhielt. Das daraus resultierende Gleichgewicht des Schreckens machte den Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion relativ friedlich, was die Auseinandersetzungen zwischen den am schwersten bewaffneten Gegnern der Welt betraf. Ihre gegenseitige Zurückhaltung ermöglichte es Amerika, seine Kriege in Südostasien und Lateinamerika zu führen, ohne eine weltweite Feuersbrunst zu riskieren.

Die heutige Welt ist von einer eher wirtschaftlichen Form des globalen Zusammenbruchs bedroht. Der Iran verteidigt sich gegen die Aussicht auf einen militärischen Angriff der USA und Israels, indem er damit droht, den Öl- und Gashandel der OPEC zu zerstören, sollte sein Überleben als souveräner Staat gefährdet sein.

„Diese Drohung stellt die Welt vor eine schicksalhafte Entscheidung: Entweder werden die Länder eine tiefe Depression erleiden, wenn Trump seine Drohung wahrmacht, den Iran zu zerstören und dessen Öl zu beschlagnahmen – in diesem Fall würde die Vergeltungsmaßnahme des Iran den Energiehandel der OPEC zerstören, von dem viele Länder abhängig geworden sind –, oder sie müssen aktiv handeln, um den US-Angriff zu verhindern.“

In den 1960er Jahren war klar, dass ein Atomangriff durch eine der Großmächte für diese selbst im sinngemäßsten Sinne nicht überlebbar wäre. Doch die heutige wirtschaftliche Version der MAD kennt keine solche Zurückhaltung gegenüber Amerikas verzweifelten Versuchen, den Verlust seiner Wirtschaftsmacht umzukehren, der ihm nur noch wenige wichtige Hebel zur Ausübung von Kontrolle über andere Länder gelassen hat. Sein wichtigstes Druckmittel ist die Fähigkeit, Ländern mit wirtschaftlichem und finanziellem Chaos zu drohen, indem es den US-Markt für ihre Exporte sperrt und ihnen den Zugang zu Öl und Gas aus Russland, dem Iran und (bis vor kurzem) Venezuela verwehrt, um sie zur Abhängigkeit von seinen eigenen Energievorräten und dem von ihm kontrollierten Öl der arabischen OPEC zu zwingen.

Diese Drohung mit Handelsstörungen hat am besten gegen Amerikas engste Verbündete gewirkt. Präsident Trumps „Liberation Day“-Zölle vom 2. April 2025 verhängten exorbitante Abgaben, deren Lockerung Trump unter der Bedingung anbot, dass andere Länder „Giveback“-Vereinbarungen unterzeichnen, in deren Rahmen sie sich bereit erklären, Handels- und Finanzsanktionen gegen Amerikas benannte Feinde, angeführt von Russland und dem Iran, zu verhängen und ihre Öleinkäufe auf die Vereinigten Staaten zu verlagern.

Dies ist nicht das erste Mal, dass US-Strategen die Regeln der internationalen Beziehungen gebrochen haben, die Amerika selbst 1945 aufgestellt hatte, um die Wirtschaftsordnung der Nachkriegszeit zu gestalten. Mit einer Kontrolle über 75 % des weltweiten Währungsgolds diktierte es kreditgeberorientierte Regeln der internationalen Finanzen sowie Regeln des Freihandels als Mittel, um die imperialen Präferenzhandelsbeschränkungen Großbritanniens aufzubrechen. Diese Regeln hinderten andere Länder daran, protektionistische Maßnahmen zum Schutz ihrer Landwirtschaft und Industrie zu ergreifen, wie es die USA selbst taten. Die Vereinigten Staaten schufen zudem eine globale militärische Präsenz und versprachen, die Welt vor dem Schreckgespenst eines sowjetischen Militärangriffs zu schützen und zu verhindern, dass Länder strenge staatliche Kontrollen oder sozialistische Maßnahmen ergriffen, die eine Alternative zum von den USA gestützten System der internationalen Finanzen, des Handels und privater Investitionen darstellen würden.

Doch nun, da die Vereinigten Staaten deindustrialisiert und hoch verschuldet sind, haben sie diese Regeln, die ihnen vor achtzig Jahren dienten, aufgegeben und sogar umgekehrt. Was US-Beamte als nationale Sicherheitsstrategie bezeichnen, ist die Frage, wie Amerikas Kontrolle über andere Länder wiederhergestellt und aufrechterhalten werden kann, indem das dollarzentrierte Finanzsystem und der Außenhandel als Waffen eingesetzt werden. Und anstatt andere Länder und deren wirtschaftliche Souveränität zu schützen, ist der Versuch, die eigene Dominanz auf destruktive und militärische Weise durchzusetzen, zu einer Bedrohung für die Sicherheit der ganzen Welt geworden. Und im Gegensatz zu dem Machtgleichgewicht, das die gegenseitig garantierte Zerstörung (MAD) geschaffen hatte, haben die meisten anderen Länder keine symmetrische Gegenmaßnahme gegen die US-Schikanen ergriffen, indem sie sich von der Instrumentalisierung des Handels und der Finanzbeziehungen durch die USA isoliert hätten.

In der gegenwärtigen Krise bestand die Hauptverteidigung des Iran gegen den Angriff der USA darin, den OPEC-Öl- und Gasfluss durch die Straße von Hormus zu blockieren und sogar damit zu drohen, die OPEC-Produktion direkt zu zerstören. Diese Maßnahmen haben die Öl importierenden Länder der Welt vor eine Krise ihrer Volkswirtschaften gestellt, sollten sie nicht handeln, um der Bedrohung der Souveränität des Iran durch die USA entgegenzuwirken, die in der Tat ihre eigene wirtschaftliche und finanzielle Souveränität bedroht.

Amerikas Versuche, seine Fähigkeit zur Instrumentalisierung des weltweiten Ölhandels zu bewahren

Michael Hudson: Den globalen Finanzwinter hinauszögern – aber wie lange noch?

Schon vor Trumps Zöllen hatten US-Strategen die Drohung genutzt, durch die Instrumentalisierung ihrer Kontrolle über den internationalen Ölhandel wirtschaftliches Chaos auszulösen. Durch die Verhängung von Handelssanktionen gegen iranische, russische und venezolanische Ölproduzenten waren die Vereinigten Staaten in der Lage, Ländern, die sich ihrer Diplomatie unterwarfen, den Zugang zu dem Öl und Gas zu verwehren, das sie benötigten, um ihre Fabriken anzutreiben, ihre Häuser und Büros zu heizen und zu beleuchten, ihre Transportmittel zu betreiben und Düngemittel herzustellen, um ihre landwirtschaftliche Produktivität zu steigern. Öl wurde zum wichtigsten Handelsengpass der Welt.

Ein früher Schritt zur Durchsetzung dieser Kontrolle war der Sturz des iranischen Premierministers Mohammed Mossadegh durch die US-CIA und den britischen MI6 im Jahr 1953, um zu verhindern, dass das Land die Kontrolle über sein Öl zurückerlangte. Er wurde durch eine brutale Militärdiktatur unter dem Schah ersetzt, der die Kontrolle der USA über den Iran und dessen Öl sicherte. Nachdem die schiitische Religionsführung den erfolgreichen Kampf zum Sturz des Schahs angeführt hatte (Moscheen waren einer der wenigen Orte, an denen öffentliche Versammlungen nicht verhindert werden konnten), verhängten die Vereinigten Staaten 1979 verheerende Handels- und Finanzsanktionen gegen den Iran.

Ähnliche Sanktionen wurden verhängt, um Venezuela zu isolieren und zu schwächen, nachdem dessen gewählte Führer versucht hatten, die Kontrolle über das Öl ihres Landes zu erlangen. Und im Februar 2022 verhängten die Vereinigten Staaten Handelssanktionen gegen Russlands Öl- und Gasexporte nach Westeuropa und zerstörten im September 2022 den größten Teil der Nord-Stream-Pipeline. Diese Angriffe ermöglichten es Amerika, die ehemaligen Kunden Russlands und Venezuelas dazu zu zwingen, auf US-Öl- und Erdgasexporte zu deutlich höheren Preisen angewiesen zu sein, was die deutsche und andere europäische Industrie sowie Chemieunternehmen lahmlegte.

Da russisches Öl durch Sanktionen isoliert war und Amerika am 3. Januar 2026 durch die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau einen schnellen militärischen Sieg über Venezuela errang, war die einzige bedeutende Ölquelle, die noch direkter unter US-Kontrolle gebracht werden musste, der Nahe Osten (der fortan besser als Westasien bezeichnet wird). Die arabischen OPEC-Länder machen etwa 20 % der weltweiten Ölproduktion, 30 % des Ölhandels und 40 % des Erdgashandels aus, sowie ein Drittel des Düngemittelhandels und die Hälfte des Seehandels mit Schwefel (der für die Herstellung von Schwefelsäure zur Gewinnung von Erzen im Bergbau benötigt wird).

Im Jahr 2003 legte General Wesley Clark die Pläne der USA dar, durch die Eroberung von sieben Ländern innerhalb von fünf Jahren in ganz Westasien Marionetten-Oligarchien zu installieren, beginnend mit den Öl produzierenden Ländern Irak, Syrien und Libyen und schließlich gipfelnd im Iran. Die Absicht bestand darin, deren Öl zu kontrollieren und es in die Hände von US-Unternehmen zu legen. Die Volkswirtschaften und Gesellschaften des Irak und Libyens wurden durch die militärische Intervention der USA und deren Stellvertreterarmee aus sunnitisch-wahhabitischen Al-Qaida-Terroristen zerstört, denen freie Hand gelassen wurde, ihren Religionskrieg gegen nicht-sunnitische Bevölkerungsgruppen zu führen, solange sie sich der US-Kontrolle über den Ölhandel unterwarfen. Auch Syrien wurde zerstört und von einer solchen US-Stellvertreterarmee übernommen.

Dieser neokonservative Plan zur Kontrolle Westasiens und seiner Ölvorkommen ist die Strategie, die Donald Trumps Angriff auf den Iran geleitet hat. Auf seine Versuche eines Regimewechsels durch die Bombardierung ziviler Einrichtungen im Juni 2025 und die Anstiftung zu innerer Gewalt durch von den USA organisierte Demonstranten im Januar 2026 folgten seine barbarischen Verstöße gegen das internationale Kriegsrecht und in der Tat gegen zivilisierte Werte im Zeitraum Februar bis April 2026. Offensichtlich wurde ihm gesagt, dass seine Welle persönlicher Attentate auf iranische Führer und die Bombardierung von Schulen und anderen zivilen Zielen die Bevölkerung terrorisieren und sie empfänglich für US-Maßnahmen machen würde, die schiitische Führung durch ein unter US-Kontrolle stehendes Marionettenregime zu ersetzen. Doch der Effekt war genau das Gegenteil (wie es immer in Nationen der Fall ist, deren Souveränität angegriffen wird) und verstärkte die Abscheu der Bevölkerung gegenüber Amerika – ein Gefühl, das von den meisten Menschen weltweit geteilt wird.

Trump hoffte, die neuen iranischen Führer persönlich ernennen zu können, die das Land dabei leiten sollten, seine Ölförderung an US-Unternehmen abzugeben und zu einem US-Satellitenstaat nach dem Vorbild Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate zu werden. Die iranische Wirtschaft sollte eng mit der der Vereinigten Staaten verflochten sein, wobei die Exporteinnahmen und die Währungsreserven in Form von US-Staatsanleihen und US-Unternehmensanleihen gehalten werden sollten.

Irans Verteidigung gegen US-Pläne, sein Öl zu beschlagnahmen und eine Marionettenregierung zu installieren

Der Iran hat zwei Jahrzehnte damit verbracht, eine militärische Verteidigung gegen dieses amerikanische Szenario vorzubereiten. Der Iran hat seine Strategie offen verkündet und seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, Raketenangriffe auf US-Militärstützpunkte in ganz Westasien zu führen, die die US-Luftabwehr nicht abschießen konnte, obwohl der Iran höflich im Voraus angekündigt hatte, wo genau er zuschlagen würde, und den US-Streitkräften Zeit gab, die vorgesehenen Ziele zu evakuieren. Der Iran hat zudem eine ebenso wirksame Fähigkeit unter Beweis gestellt, israelische Ziele nach Belieben zu treffen, indem er den vermeintlichen „Iron Dome“ mit einer Raketentechnologie durchbrach, die derjenigen sowohl der Vereinigten Staaten als auch Israels deutlich voraus ist.

Die eigene Luftabwehr des Iran ist begrenzt, und er hat stets die Fähigkeit des enormen amerikanischen Arsenals an Raketen, Artillerie und Flugzeugen anerkannt, ihm verheerenden Schaden zuzufügen. Seine Verteidigungsstrategie ist asymmetrisch und überträgt die Logik der gegenseitigen atomaren Pattsituation auf den Bereich des Handels. Er hat der Welt angekündigt, dass er, sollte ein tödlicher Angriff die Existenz seiner Regierung, seiner Energieversorger und anderer Infrastruktur bedrohen, in der Lage ist, anderen Ländern wirtschaftliches Chaos zuzufügen, indem er die Öl- und Gasförderung sowie den Zugang zum Seeverkehr seiner benachbarten arabischen Monarchien zerstört.

Sowohl die Vereinigten Staaten als auch der Iran haben den weltweiten Ölhandel zu einer Waffe gemacht. So wie die US-Diplomatie damit droht, Ländern, die sich ihren Handelssanktionen und anderen außenpolitischen Diktaten nicht unterwerfen, wirtschaftliches Chaos zuzufügen, strebt der Iran eine ähnliche Macht durch seine Kontrolle über den Ölhandel durch die Straße von Hormus an. Diese Strategie stellt die Welt vor eine neue Entscheidung. Die meisten Länder werden unter einer anhaltenden wirtschaftlichen Depression leiden, wenn sie nicht in der Lage sind, die USA daran zu hindern, den Iran anzugreifen und ihn zu zwingen, auf die gegenseitig garantierte Zerstörung der Öl-, Gas-, Helium- und anderer Exporte der Region zurückzugreifen. Oder die Länder können Wohlstand erlangen und Handelsunterbrechungen vermeiden, indem sie gemeinsam handeln, um die US-Angriffe zu blockieren und die von den USA geförderten Wirtschaftssanktionen abzulehnen.

Im Gegensatz zur gegenseitigen atomaren Vernichtung zielt die strategische Drohung des Iran, eine weltweite Depression auszulösen, nicht auf seine Angreifer aus den USA und Israel ab, denn wie Trump prahlt, sind die Vereinigten Staaten in Bezug auf Öl und Gas weitgehend autark und werden zu einem bedeutenden Exporteur werden. Steigende weltweite Ölpreise schaffen bereits einen Preisschutz für inländische US-Öl- und Gasunternehmen. Ihr Boom stärkt die US-Handelsbilanz und die Macht der USA über ihre europäischen LNG-Kunden, insbesondere seit der neu gewonnenen Kontrolle über venezolanisches Öl.

Diese zunehmende Abhängigkeit Europas und anderer Länder von US-Öl und -Gas bei einer Unterbrechung der OPEC-Öllieferungen dürfte ausländischen Regierungen einen noch größeren Anreiz bieten, den Iran vor einem US-Angriff zu schützen, der darauf abzielt, die US-Kontrolle über das westasiatische OPEC-Öl zu festigen, um Amerikas Fähigkeit zu stärken, die weltweite Ölversorgung als Waffe einzusetzen.

Ölimportländer können nicht tatenlos zusehen, ohne einen finanziellen Winter zu erleiden

Trump hat erklärt, dass es nicht Amerikas Aufgabe sei und auch nicht in seinem Interesse liege, die Straße von Hormus zu öffnen, um die OPEC-Exporte wiederherzustellen, da es kein Hauptabnehmer für dieses Öl und Gas sei. Er hat die Europäer, die Öl am dringendsten benötigen, dafür kritisiert, dass sie keinen eigenen selbstmörderischen Angriff zur Sicherung von Inseln in der Meerenge starten, da er von seinen Militärberatern genau weiß, dass solche Soldaten leichte Beute für die dort stationierten iranischen Verteidigungskräfte wären. Offensichtlich besteht sein Plan B darin, die Meerenge geschlossen zu lassen, in der Annahme, dass die US-Wirtschaft weniger stark betroffen sein wird als die anderer Länder.

Sowohl arabische Öl exportierende Länder als auch westliche Regierungen haben sich beim Iran beschwert, dass es unfair sei, sie leiden zu lassen, da die Angriffe der USA und Israels nicht ihr Krieg seien. Westeuropa wurde nicht konsultiert, und Spanien und Italien haben sich geweigert, den USA die Nutzung ihrer Luftwaffenstützpunkte für Angriffe auf den Iran zu gestatten. Japan hat kürzlich dieselbe Behauptung aufgestellt, ein unschuldiger Zuschauer zu sein.

Doch all diese Länder sind Teil des Bestrebens der USA, die gesamte Weltdiplomatie zu kontrollieren, indem sie (mit militärischer Unterstützung) das dollarbasierte Finanzsystem, den Ölhandel und den Zugang ausländischer Länder zu US-Märkten sowie die Kontrolle der USA über die Vereinten Nationen, den IWF, die Weltbank und andere internationale Institutionen als Waffen einsetzen, um Widerstand gegen das US-zentrierte, ausbeuterische Wirtschaftssystem zu verhindern. Und diese wirtschaftliche und politische Diplomatie treibt die Welt in Richtung des Dritten Weltkriegs.

Japan hat den Vereinigten Staaten 650 Milliarden Dollar an zinslosen Darlehen zugesagt, als Preis für die Aufrechterhaltung seines Zugangs zu US-Märkten – was US-Handelsminister Howard Lutnick als „Abkauf der Zölle“ bezeichnet hat.2 Und das koreanische Parlament hat letzte Woche die 350 Milliarden Dollar genehmigt, die Trump für den eigenen Zugang erpresst hat. Es scheint kaum möglich, diese Summen zu zahlen, wenn die japanische und koreanische Produktion von Elektronik und Autos durch die Beendigung der OPEC-Energieimporte gestört wird, doch hat keines der beiden Länder Einwände dagegen erhoben, ein militärischer und wirtschaftlicher Satellit der USA zu bleiben. Japan strebt nach Atomwaffen, und seine Premierministerin Sanae Takaishi erklärte im Oktober 2025, dass es sich einmischen würde, sollte ein Krieg zwischen China und Taiwan ausbrechen.

Am 7. April erklärte der Iran, dass seine arabischen Nachbarn und andere Verbündete der Vereinigten Staaten in der Region, da sie Teil des US-Kontrollsystems sind, das darauf abzielt, sich das iranische Öl anzueignen – genau wie 1953, als es die Militärdiktatur des Schahs durchsetzte –, legitime Ziele der iranischen Selbstverteidigung seien. Der Iran warnte den Rest der Welt, dass er, falls seine Ölförderung, Raffinerien und Stromversorgungssysteme zerstört würden, wie Präsident Trump gedroht hat, mit denselben Maßnahmen gegen die arabischen OPEC-Länder und andere Staaten in der Region zurückschlagen werde, die US-Stützpunkte beherbergen und sich auf die Seite der USA gestellt haben:

WARNUNG: Von nun an … werden wir mit der Infrastruktur der Vereinigten Staaten und ihrer Partner im Persischen Golf so verfahren, dass ihnen das Öl und Gas der Region für Jahre vorenthalten bleibt.

Dr. Mahdi Khanalizadeh, ehemaliger Direktor von Press TV und dem iranischen Außenministerium nahestehend, erklärte, dies bedeute „NULL TOLERANZ“. Jeder Schaden an der iranischen Energieinfrastruktur wird die Einstellung der Öl- und Gasexporte der südlichen Golfstaaten in die Welt zur Folge haben.“3

Aus iranischer Sicht ist das Geschehene ein Versagen des gesamten Westens, Angriffe der USA und Israels auf den Iran zu verhindern. Die Vergeltungszerstörung der Ölförderung am Golf wird die Weltwirtschaft in eine ebenso schwere Depression stürzen wie die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre.

Es gibt keine Ersatzstoffe für Öl, Gas, Helium, Schwefel und Düngemittel. Ganze Produktionsketten müssten stillgelegt werden, was zu Arbeitslosigkeit und Zahlungsausfällen führen würde.

Die zwei Gründe, warum der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus braucht

Der am wenigsten gewalttätige Weg für den Iran, den Öl- und Gashandel seiner benachbarten Scheichtümer und Monarchien zu kontrollieren, besteht darin, die Straße von Hormus zu kontrollieren und sich von der jahrhundertelangen Fremdherrschaft zu befreien.4

Die iranische Kontrolle über die Meerenge und damit über den regionalen Ölhandel ist der direkteste Weg, einen Großteil der weltweiten Energieversorgung lahmzulegen. Der Iran hofft, dass die Androhung dieser Maßnahme andere Länder dazu veranlassen wird, die US-Streitkräfte davon abzuhalten, ihren Versuch zu erneuern, das iranische Öl mit Gewalt zu beschlagnahmen und die iranische Wirtschaft zu zerstören. Dies ist die oben diskutierte MAD-Verteidigungsstrategie des Iran.

Der Iran nutzt seine Kontrolle über die Meerenge zudem, um von den Schiffen, die diese Wasserstraße befahren, Mautgebühren zu erheben. Er hat ein Bündnis mit Oman auf der anderen Seite der Meerenge geschlossen, um die Mautgebühren aufzuteilen. Diese Gebühren sollen als unmittelbare Finanzierungsquelle für den Wiederaufbau des Iran dienen, da die Eintreibung der vom Iran von den Vereinigten Staaten und Israel geforderten Reparationen ein langwieriger Prozess sein wird, der ein internationales Gericht und möglicherweise einen Kriegsverbrecherprozess nach Nürnberger Vorbild mit sich bringt. Der Iran beschreitet den Weg des geringsten Widerstands, um vom gesamten Westen Reparationen für die Schäden zu erhalten, die nicht nur durch die Angriffe der USA und Israels verursacht wurden, sondern darüber hinaus durch die Weigerung des Westens, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Aggression zu stoppen. Die Mautgebühren werden eine weitere Belastung für die Ölimporteure darstellen, die es versäumt haben, die Angriffe zu stoppen, und kommen zu den Kosten der wirtschaftlichen Störungen hinzu, die durch die Einstellung der Energie- und anderer Exporte aus dem Persischen Golf verursacht werden.

Trump sieht für die Vereinigten Staaten einen Silberstreif am Horizont, wenn er eine weltweite Energiekrise auslöst

Trumps im Fernsehen übertragene Äußerungen zur Hauptsendezeit am 1. April sicherten sich gegen ein Scheitern der Friedensbemühungen ab, indem er darauf hinwies, dass eine iranische Vergeltungsmaßnahme gegen einen neuen US-Angriff tatsächlich dazu beitragen könnte, Amerikas verlorene unipolare Weltvorherrschaft wiederherzustellen. Er prahlte damit, dass sein Krieg mit dem Iran, der zu einer weltweiten Energie- und Chemikalienkrise führen würde, die US-Wirtschaft in eine weniger verzweifelte Lage versetzen würde, und erklärte: „Die Vereinigten Staaten importieren fast kein Öl durch die Straße von Hormus und werden auch in Zukunft keines beziehen. Wir brauchen es nicht. Wir haben es nicht gebraucht, und wir brauchen es nicht.“ Also machte er anderen Ländern zwei Vorschläge:

„Erstens: Kauft Öl aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir haben reichlich davon. Wir haben so viel davon.“ Doch bei einem Mittagessen im Weißen Haus früher am selben Tag verkündete Trump, dass sein neuer Staatshaushalt, der die Militärausgaben auf 1,5 Billionen Dollar erhöht (ohne die zusätzlichen 200 Milliarden Dollar zur Wiederauffüllung der bei seinen jüngsten Angriffen auf den Iran eingesetzten Waffen), bedeute, dass „es uns nicht möglich ist, uns um Kindertagesstätten, Medicaid, Medicare und all diese einzelnen Dinge zu kümmern. Das können die Bundesstaaten tun. Auf Bundesebene ist das nicht machbar. Wir müssen uns um eine Sache kümmern: den militärischen Schutz.“

„Trump gibt die langjährige Verantwortung des Bundes für soziale Stabilität und Ausgewogenheit auf und überlässt es den lokalen Landesregierungen, die Kosten zu tragen, damit der Bundeshaushalt für Militärausgaben und steigende Zinszahlungen an den Finanzsektor sowie für seine Steuersenkungen für die reichsten Amerikaner verwendet werden kann.“

Trumps Vorschlag Nr. 2 lautete, europäische und asiatische Länder, die auf Öl angewiesen sind, das durch die Straße von Hormus transportiert wird, dazu aufzufordern, „es sich zu schnappen und zu schätzen. Sie könnten das leicht tun. Wir werden hilfreich sein, aber sie sollten die Führung übernehmen beim Schutz des Öls, von dem sie so dringend abhängig sind. … Geht zur Meerenge und nehmt es euch einfach, schützt es, nutzt es für euch selbst. Der Iran ist im Wesentlichen dezimiert. Das Schwierige ist getan, also sollte es einfach sein.“ Mit anderen Worten: Lasst die europäischen Armeen bis zum letzten Mann kämpfen, wovor sich das US-Militär gescheut hat. Es überrascht kaum, dass kein europäisches oder asiatisches Land diese Einladung annahm, seine Armeen in einem vergeblichen Versuch, angesichts der ausgeklügelten Verteidigung des Iran die militärische Kontrolle über die Meerenge zu erlangen, zur leichten Beute zu machen.

Nachdem der Iran Trumps Bluff, seine Wirtschaft anzugreifen, durchschaut hatte, versuchte Trump, sich zu retten, indem er einen neuen Verhandlungsversuch versprach, um eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zu vermeiden. Doch Vizepräsident Vance forderte unter dem Deckmantel von Verhandlungen über die US-Forderungen, keine Atombombe zu entwickeln oder gar Uran anzureichern, schlichtweg die iranische Kapitulation. Als die Farce am 12. April zusammenbrach, fasste die iranische Regierung die daraus resultierende Pattsituation zusammen:

Der amerikanische Feind, der abscheulich, bösartig und unehrlich ist, versuchte am Verhandlungstisch zu erreichen, was er durch Krieg nicht erreichen konnte.

Zu diesen Forderungen gehören die Übergabe von angereichertem Uran und die Öffnung der Straße von Hormus ohne bestätigte iranische Souveränität darüber.

Der Iran hat beschlossen, diese Bedingungen abzulehnen und die heilige Verteidigung seines Vaterlandes mit allen notwendigen Mitteln, ob militärisch oder diplomatisch, fortzusetzen.

Das zentrale Ziel des 10-Punkte-Plans des Iran zur Beendigung des Krieges ist es, zu garantieren, dass der Iran nicht erneut angegriffen wird. Der einzige Weg, dies sicherzustellen, ist die Beseitigung aller US-Militärstützpunkte in der Region. Solange kein freiwilliger Rückzug der USA erfolgt, wird dies erfordern, sie mit Gewalt zu vertreiben. Die größten US-Militärstützpunkte sind Israel und Amerikas ebenso terroristische sunnitisch-wahhabitische Dschihadistenarmee in Syrien.

Über das Problem der US-Militärstützpunkte hinaus steht die Tatsache, dass die gesamte Region wirtschaftlich und politisch an die US-Wirtschaft gebunden ist. Sie dient Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Scheichtümern (sowie deren wohlhabenden Eliten) als Investitionsmarkt, um ihre in Dollar gehaltenen Ersparnisse anzulegen. Diese Staaten sind zudem zu Standorten für US-amerikanische IT-Unternehmen geworden, die ihre kostengünstige lokale Energie nutzen, um die KI-Anlagen von Amazon, Microsoft, Meta, Google und anderen großen Unternehmen zu betreiben, an denen OPEC-Investoren selbst große finanzielle Anteile halten.

Diese Verflechtungen haben das Schicksal der sunnitischen Monarchien an US-Investitions- und Finanzmärkte gebunden und sie dazu veranlasst, sich im Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran auf die Seite der USA zu stellen. Der Iran hat darauf bestanden, dass, um den politischen, finanziellen und militärischen Einfluss der USA auf die OPEC-Länder und andere Ölexporteure zu beenden, die wirtschaftlichen Verflechtungen – wie die Anlage von OPEC-Devisenreserven und nationalen Staatsfonds in US-Anleihen und anderen Finanztiteln – abgebaut werden müssen, ebenso wie die Ansiedlung von US-IT-Unternehmen und anderen Investitionen sowie die Präsenz von US-Militärstützpunkten in ihren Ländern.

Der Gegensatz zwischen US-Kontrolle und der Freiheit der übrigen Welt

Die Vereinigten Staaten, die nur auf ihre eigenen Interessen bedacht sind, betrachten den wirtschaftlichen Erfolg der am schnellsten wachsenden und erfolgreichsten Volkswirtschaften, vor allem Chinas und seiner asiatischen Nachbarländer, als Bedrohung für ihre eigene Sicherheit. Die US-Politik verhängt daher Sanktionen und unternimmt andere Versuche, solchen Volkswirtschaften zu schaden, in der Hoffnung, sie und ihre führenden Industriezweige unter ihre eigene Kontrolle zu bringen. Im weiteren Sinne hat die US-Politik versucht, ihre weltweite Vorherrschaft aufrechtzuerhalten, indem sie alle Vermögenswerte zerstört, die sie nicht kontrollieren und für sich monopolisieren kann – von Öl und Nahrungsmittelpflanzen bis hin zu Informationstechnologie und Alternativen zum dollarisierten internationalen Währungssystem.

Die unverhohlene Offenheit des amerikanischen Versuchs, seine frühere Vormachtstellung zurückzugewinnen, wird in der nationalen Sicherheitsstrategie vom Dezember 2025 deutlich.5 Jeder Vorwand, man schütze die Freiheit des Welthandels und des Kapitalverkehrs in einem Umfeld, in dem alle Länder gleichberechtigt miteinander umgehen, wurde durch den Krieg der USA gegen den Iran zunichte gemacht. Da die Aufrechterhaltung der Fähigkeit, den Zugang anderer Länder zu Öl zu kontrollieren, ein seit langem bestehendes strategisches Instrument der US-Außenpolitik ist, streben die Vereinigten Staaten danach, das iranische Öl zu beschlagnahmen, da dieses Öl und sein Exporthandel nicht unter US-Kontrolle stehen.

„Der Krieg gegen den Iran hat den arabischen OPEC-Ländern gezeigt, dass die Vereinigten Staaten, anstatt sie vor Angriffen zu schützen, danach streben, ihre Kontrolle über deren Öl zu festigen, genau wie sie es mit dem Öl Venezuelas getan haben. ”

Der Plan der USA besteht darin, den Iran zu besiegen und ihre Kontrolle über den Ölhandel in Westasien zu festigen, nachdem sie bereits das Öl des Irak, Syriens und Libyens beschlagnahmt haben. Und sie hoffen, dass ein Angriff zur Beendigung der iranischen Kontrolle über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus den Iran daran hindern wird, die Macht zu erlangen, den Ölhandel am Golf und die damit verbundene wirtschaftliche und finanzielle Symbiose der USA mit den arabischen OPEC-Monarchien der Region zu blockieren.

Dieser Kampf der USA um das iranische und das Öl der Nachbarländer stürzt die von diesem Öl abhängigen Länder ins Chaos und droht, wie bereits beschrieben, einen globalen Wirtschafts- und Finanzwinter auszulösen. Donald Trump hat in den letzten Tagen eingeräumt, dass diese Krise den Vereinigten Staaten weniger Schaden zufügen wird als den meisten anderen Ländern. Eine unmittelbare Auswirkung wird die Stärkung der dominanten Rolle Amerikas als Exporteur von LNG und Öl sein.

Die iranische Regierung erkennt, dass ihr Kampf um die eigene Befreiung bedeutet, ihre Region von den Kontrollbestrebungen der USA zu befreien. Das wird ein langfristiges Projekt sein, das die Fähigkeiten des Iran übersteigt, es allein zu lösen. Eine dauerhafte Lösung erfordert eine Neugestaltung der geopolitischen Beziehungen weltweit. Dies setzt zunächst eine Entscheidung der globalen Mehrheit in Asien und im Globalen Süden – und vielleicht sogar in Westeuropa – voraus, den eskalierenden Krieg der USA um die Kontrolle über das Öl zu stoppen.

Die Strategie des Iran, sich gegen das zu wehren, was Trump als zivilisatorische Bedrohung für die iranische Existenz anerkennt, besteht darin, der Welt zu zeigen, dass er sich nicht isolieren und besiegen lassen wird, während andere Länder tatenlos zusehen und seine Zerstörung zulassen. Wie bereits erörtert, hat der Iran angekündigt, dass er Vergeltungsmaßnahmen ergreifen wird, indem er die gesamte Öl- und Gasproduktion sowie den Handel seiner OPEC-Nachbarländer stoppt. Das wird den oben beschriebenen globalen Finanzwinter auslösen. Wie Alastair Crooke die iranische Position formuliert hat, hat sie die Öl verbrauchenden Nationen der Welt gezwungen, sich zwischen „Wohlstand für alle oder Wohlstand für niemanden“ zu entscheiden. Die Wahl lautet „Sicherheit für alle oder Sicherheit für niemanden“, falls die Ölexportkapazitäten des Iran und der übrigen OPEC-Länder blockiert oder zerstört werden.

Die Welt hat einen Wendepunkt erreicht, der die 1945 geschaffene, auf die USA ausgerichtete Weltordnung beendet. Die Abscheu gegenüber dem Angriff der USA und Israels auf den Iran (sowie auf Gaza, das Westjordanland, Syrien und den Libanon) hat dazu geführt, dass weltweit das Bewusstsein dafür gewachsen ist, dass diesem regelrechten Angriff auf die Zivilisation Widerstand geleistet werden muss.

Diese aggressive Handels-, Finanz- und Militärpolitik der USA zwingt die Welt dazu, ein neues System der internationalen Beziehungen zu erfinden, das ebenso groß und weitreichend ist wie dasjenige, das 1944–1945 unter amerikanischer Führung geschaffen wurde. Die Charta der Vereinten Nationen sollte den krönenden Abschluss einer langen zivilisatorischen Anstrengung bilden, ein Völkerrecht auf der Grundlage nationaler Souveränität ohne ausländische Einmischung zu etablieren. Doch die Vereinten Nationen verfügten über keine Durchsetzungsmacht, und die westlichen Länder ließen zu, dass die Vereinigten Staaten die heutige Weltkrise herbeiführten.

Der heldenhafte Widerstand des Iran hat eine Diskussion darüber dringlich gemacht, wie die Weltordnung frei von US-Einmischung neu gestaltet werden kann. Der einzige Weg, eine solche Neugestaltung erfolgreich zu erreichen, besteht darin, dass nicht-westliche Länder, die unabhängig von den Vereinigten Staaten sind, gemeinsam handeln. Es bedarf eines Bündnisses von Ländern mit einer kritischen wirtschaftlichen Masse, um die Fähigkeit seiner Mitglieder zu schaffen, politisch und finanziell unabhängig von der US-Wirtschaft zu sein. Nur eine solche kritische Masse kann den Frieden sichern.

Der Kampf muss in erster Linie in der Schaffung neuer internationaler Institutionen bestehen. Die Welt muss die zunehmend feindselige wirtschaftliche und geopolitische Kontrolle Amerikas durch ein multipolares System von Institutionen ersetzen, das von einer reformierten (oder alternativen) Vereinten Nationen bis hin zu Alternativen zum dollarisierten internationalen Finanzsystem des IWF und zur Weltbank mit ihrer neoliberalen Privatisierungsphilosophie reicht. Zu den politischen Zielen muss auch die Auflösung des postkolonialen Erbes westlicher Investitionen in das weltweite Rohstoffvermögen (mit seinen Manipulationen zur Steuervermeidung) sowie der Fesseln der dollarisierten Schulden gehören, die sich infolge der vom IWF und der Weltbank durchgesetzten neoliberalen Politik des Westens angesammelt haben, gestützt durch US-Militärmacht und verdeckte innenpolitische Einmischung.

Die Schaffung einer neuen internationalen Ordnung erfordert nicht nur neue Alternativen zu den Vereinten Nationen, dem IWF und der Weltbank, sondern auch zum Internationalen Gerichtshof, um einen neuen Prozess im Stil von Nürnberg einzuleiten, um die US-amerikanischen und israelischen Gesetzesbrecher strafrechtlich zu verfolgen, die für die Entstehung der aktuellen Krise verantwortlich sind.

Indem der Iran als wichtiger Katalysator für die Neugestaltung der internationalen Ordnung fungiert, hat er sich zu einer Weltmacht gemacht – nicht zu einer großen Militärmacht oder gar zu einer Wirtschaftsmacht als Investorenland oder Markt, sondern zu einer moralischen und politischen Macht, die die Welt dazu drängt, eine alternative internationale Ordnung zu schaffen. Die sich abzeichnende globale Mehrheit ist dazu bestimmt, von China, Russland und dem Iran angeführt zu werden, die den Kern für eine regionenweite Selbstversorgung in Asien und im Globalen Süden bilden, sodass die Länder in diesen Regionen nicht länger für ihre Energie, Düngemittel, Chemikalien, Kredite und andere lebenswichtige Güter vom US-zentrierten Westen abhängig sein müssen.

Für die Vereinigten Staaten besteht die Gefahr darin, dass ausländische Souveränität und wirtschaftliche Selbstversorgung ihre Fähigkeit einschränken könnten, andere Länder dazu zu zwingen, ihnen finanzielle Tribute zu zahlen und sich politisch unterzuordnen. Anstatt Sicherheit und Regeln zu bieten, die den weltweiten Wohlstand fördern, wie 1945 versprochen, sind die Vereinigten Staaten zum Hauptverursacher des Chaos geworden. Und genau wie ihre Sicherheitsvision von 1945 auf die weltweite wirtschaftliche Kontrolle der USA abzielte, so tut dies auch ihre Herrschaft des Chaos. Das Ergebnis ist eine Krise der Fähigkeit der Zivilisation, sich gegen das amerikanische Streben nach Kontrolle und die damit einhergehenden Tributzahlungen aus dem Ausland zu schützen.

Präsident Trump prahlt buchstäblich mit seiner Fähigkeit, die grösten Kriegsverbrechen zu begehen, indem er droht, die iranische Zivilisation zu zerstören, während er die US-Militärangriffe mehr auf zivile Gebiete als auf militärische Ziele konzentriert, als wolle er zeigen, wie immun die Vereinigten Staaten gegenüber dem Völkerrecht sind, während sie ihre Strategie der wirtschaftlichen Dominanz auf Kosten anderer Länder verfolgen. Der Kampf ist kein Kampf der Zivilisationen, geschweige denn ein Kampf der amerikanischen oder gar westlichen Zivilisation gegen die asiatische. Es ist ein Kampf der Barbarei gegen die Grundprinzipien der Zivilisation selbst.

Anmerkungen

  1. Der Begriff wurde 1962 von Don Brennan am Hudson Institute geprägt und von Herman Kahn im selben Jahr in Thinking About the Unthinkable näher erläutert.
  2. Leo Lewis und Demitri Sevastopolo, „The country that can’t say no to Trump“, Financial Times, 10. August 2026. Darin wird ein Professor mit den Worten zitiert: „Es entwickelt sich zu einer schlechten, fast schon missbräuchlichen Beziehung. Je mehr Japan versucht, zu gefallen, desto schlechter wird es behandelt.“
  3. https://x.com/Khanalizadeh_IR/status/2041465405680517303, 7. April 2026, @Khanalizadeh_IR.
  4. Der Iran schloss sich 1622 mit der britischen East India Company zusammen, um die Portugiesen aus der Region zu vertreiben, wodurch Großbritannien zusammen mit den Niederländern die Kontrolle über Oman auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge übernahm, um die Handelsroute nach Indien zu kontrollieren. Oman war im Mittelalter eine Regionalmacht gewesen, wurde aber 1891 zu einem britischen Protektorat.
  5. Ich beschreibe diese nationale Sicherheitsstrategie in „Today’s Global Choice“, Democracy Collaborative, 27. Februar 2026.

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