Horst D. Deckert

Pfizer und BioNTech erreichen «neuen Tiefpunkt»

Pfizer und BioNTech haben bei der FDA (Food and Drug Administration) eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization/EUA) für eine Covid-19 Auffrischungsdosis für gesunde 5- bis 11-jährige Kinder beantragt. Auch der Antrag bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und anderen Aufsichtsbehörden der Welt soll so bald wie möglich in die Wege geleitet werden, berichtet The Defender.

In einer Pressemitteilung teilten Pfizer/BioNTech mit, dass die dritte Dosis ihres Impfstoffs in einer klinischen Phase-2/3-Studie bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren «einen signifikanten Schutz» gegen die Omikron-Variante gezeigt habe.

Und obwohl die Unternehmen behaupten, mehr als 10’000 Kinder unter 12 Jahren hätten an klinischen Studien teilgenommen, wurden nur 140 für diese Studie ausgewählt, die als Grundlage für den EUA-Antrag herangezogen wird. Die Kinder erhielten die Auffrischungsdosis sechs Monate nach der zweiten Dosis.

ABC News liess im Sinne der Unternehmen verlauten, «eine genauere Untersuchung von 30 Kindern habe einen 36-fachen Anstieg der Antikörper gegen das Virus ergeben. Werte, die hoch genug seien, um die Omikron-Variante zu bekämpfen». Pfizer/BioNTech erklärten zudem, die dritte Dosis sei «gut vertragen worden, ohne dass neue Sicherheitssignale beobachtet wurden».

Dr. Brian Hooker, leitender wissenschaftlicher Berater bei Children’s Health Defense (CHD), kommentierte die Nachricht mit den Worten:

«Die klinische Studie, die zur Unterstützung der Idee einer Covid-19-Auffrischungsimpfung für 5- bis 11-Jährige herangezogen wurde, ist völlig unzureichend, um eine solche Empfehlung auszusprechen.»

Und Dr. Liz Mumper, eine Kinderärztin, erklärte gegenüber CHD: «Einmal mehr betreibt Pfizer Wissenschaft per Pressemitteilung.» Auf der Grundlage einer sorgfältigen Risiko-Nutzen-Analyse bräuchten gesunde Kinder keinen Covid-Impfstoff, da viele von ihnen die Krankheit bereits durchlebt und robuste und dauerhafte Antikörper entwickelt hätten.

CHD-Präsidentin Mary Holland warf Pfizer/BioNTech vor, einen «neuen Tiefpunkt» erreicht zu haben, da sie die Zulassung auf der Basis einer «unveröffentlichten, nicht von Fachleuten überprüften Studie mit 140 Kindern» beantragt hätten.

Holland sagte:

«Wenn man die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Covid-Impfung verfolgt, zeigt sich, dass die Risiken den Nutzen für Kinder überwiegen, ganz zu schweigen von Auffrischungsimpfungen. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich hierbei lediglich um einen schlechten Trick handelt, um den Impfstoffbestand von Pfizer vor dem Verfallsdatum aufzubrauchen.»

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