Horst D. Deckert

„Taurus“-Skandal: Moskau bestellt deutschen Botschafter ein – Außenminister Lawrow: „Mal sehen, wie sie es erklären wollen“

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Im Skandal um den geleakten Geheim-Chat deutscher Luftwaffengeneräle über den möglichen Einsatz von „Taurus“-Marschflugköpern in der Ukraine gerät die Ampel-Regierung innen- und außenpolitisch zunehmend unter Druck! 

Das russische Außenministerium hat den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Lambsdorff, einbestellt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Nach unbestätigten Berichten soll Kreml-Chef Wladimir Putin der Bundesregierung ein Ultimatum bis zum 11. März gestellt haben, sich zu dem ungeheuerlichen Vorgang zu erklären, dass deutsche Generäle wie Game Boy-Spieler Möglichkeiten durchspielen, mit „Taurus“-Marschflugkörpern die Krim-Brücke zu zerstören, ohne dass dabei eine direkte deutsche Beteiligung erkennbar werden würde.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat eine Sondersitzung des Verteidigungsausschusses beantragt. Die AfD fordert die Anwesenheit von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und hat einen umfangreichen Fragenkatalog ausgearbeitet.

Außenminister Lawrow: „NATO hat eine Menge zu verbergen“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Rande eines diplomatischen Forums im türkischen Antalya zu den brisanten Inhalten der abgehörten Chat-Konferenz der deutschen Offiziere, er sei erstaunt, andererseits auch nicht. Lawrow führte aus: „Es gibt einige interessante Details in diesem Gespräch. Die deutschen Generäle diskutierten darüber, wie man der Ukraine am ‚trickreichsten‘ Langstreckenwaffen – Taurus – für einen Angriff auf die Krim-Brücke und Munitionsdepots liefern könnte. Und zwar so, dass man sie nicht bemerkt, weil es dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz angeblich nicht gefällt und die Amerikaner und Briten sich bereits vor Ort befinden. Es wurde darüber gesprochen, ob die Raketen ferngelenkt werden könnten, ohne dass man sich in der Ukraine aufhält. Einer der Generäle meinte, es würde trotzdem eine direkte Beteiligung bedeuten. Sie wissen, wovon sie sprechen. In einem Teil der Diskussion wird erwähnt, dass sich dort ‚US-Leute in Zivil‘ befinden. Das wurde ausdrücklich gesagt.“

Russlands Außenminister Lawrow weiter: „Ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, aber unsere NATO-Kollegen haben jede Menge zu verbergen. Mal sehen, wie sie es ihrer eigenen Bevölkerung erklären werden!“

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