Horst D. Deckert

UK ist viel näher am Blackout als man zuzugeben wagt

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

h/t Philip Bratby

Von allen Problemen mit Elektroautos war vielleicht das am wenigsten erwartete die Enthüllung, dass einige Heimladestationen einen potenziellen Schwachpunkt für bösartige ausländische Mächte darstellen, um unser nationales Stromnetz zu stören. Letzte Woche wies das Office for Product Safety and Standards das Unternehmen Wallbox an, den Verkauf seiner Copper-SB-Ladegeräte einzustellen, da Hacker möglicherweise auf die Ladegeräte zugreifen und das Stromnetz lahm legen könnten, indem sie beispielsweise plötzlich Tausende von Ladegeräten gleichzeitig einschalten.

Aber brauchen wir wirklich eine fremde Macht, um unser Stromnetz zusammenbrechen zu lassen, wenn wir durchaus in der Lage sind, uns das selbst anzutun? Wir steuern ohnehin schon auf eine große Stromkrise zu. Unabhängig davon, wer die Parlamentswahlen gewinnt, wird sich die nächste Regierung zur Dekarbonisierung des nationalen Stromnetzes verpflichten – im Falle der Konservativen bis 2035 und im Falle der Labour-Partei bis 2030. Das bedeutet, dass entweder alle Gaskraftwerke geschlossen oder mit einer Technologie zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung ausgestattet werden müssen, die es in Großbritannien noch nicht in großem Umfang gibt und deren Kosten wahrscheinlich enorm sein werden. Gleichzeitig soll jedes einzelne unserer bestehenden Kernkraftwerke bis 2035 das Ende seiner Laufzeit erreichen. Wenn sich die Fertigstellung von Hinkley C über die jüngste Schätzung hinaus verzögert, könnten wir am Ende überhaupt keine Kernkraft mehr haben.

Das könnte dazu führen, dass wir versuchen, das Land fast ausschließlich mit intermittierender Wind- und Sonnenenergie zu versorgen – und das zu einer Zeit, in der die Politiker wollen, dass Millionen von uns Elektroautos fahren und wir unsere Häuser mit Wärmepumpen heizen , was die Nachfrage erheblich steigern würde. Wie werden wir die Lichter am Leuchten halten? Das mit dieser Aufgabe betraute Amt für das nationale Stromnetz ESO hat Mühe, eine zufriedenstellende Erklärung zu finden.

Sie hat eine Vision für einen Wintertag im Jahr 2035 erstellt, die vorsieht, dass riesige Mengen an Energie in Form von grünem Wasserstoff gespeichert werden, der durch Elektrolyse von Wasser erzeugt wird – eine Technologie, die bis dahin möglicherweise noch nicht ausgereift ist. Außerdem wird davon ausgegangen, dass Großbritannien etwa ein Viertel seines Stroms importiert. Was passiert, wenn die Länder, aus denen wir den Strom importieren, ebenfalls einen Mangel an erneuerbaren Energien haben, wird nicht gesagt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt scheint die „Nachfrageflexibilität“ zu sein – ein euphemistischer Begriff für die Rationierung von Energie durch Smart Meters, die den Preis in die Höhe treiben, wenn das Angebot knapp ist. Kein Wunder, dass die Regierung mehr denn je darauf erpicht zu sein scheint, uns Smart Meters aufzuzwingen. Der neueste Streich ist die Ankündigung, dass ab nächstem Jahr die Funksignale abgeschaltet werden, mit denen die alten Stromzähler auf die billigeren Economy-7-Tarife für die Nacht umgeschaltet werden. Das bedeutet, dass Kunden ohne diese Geräte immer den Tagestarif bezahlen müssen.

Das Problem ist, dass die Smart Meter nicht sehr gut funktionieren. Eine Umfrage von Which? im vergangenen Monat ergab, dass 40 Prozent der Verbraucher Probleme damit haben, dass der Stromversorger die Zählerstände nicht aus der Ferne abliest. Die Regierung gab im Dezember zu, dass 2,7 Millionen der 33 Millionen Smart Meter im „stummen“ Modus arbeiten. Ofgem hat gesagt, dass die Elektrizitätsunternehmen die Zähler in Zukunft kostenlos reparieren werden, anstatt nur eine einjährige Garantie zu gewähren.

Wie hinterhältig war es, den Kunden die Kosten für die Reparatur von Smart Metern aufzubürden, wo doch die alten analogen Zähler immer Eigentum der Stromversorger waren und es in deren Verantwortung lag, sie instand zu halten.

Aber selbst wenn Ihr Zähler funktioniert, sollten Sie sich nicht von der Behauptung täuschen lassen, dass Sie dadurch Geld sparen. Wenn wir „dynamische Tarife“ bekommen, werden sie wahrscheinlich nicht mit Economy 7 vergleichbar sein, wo die Preise für Tag und Nacht fest und leicht zu verstehen sind. Wenn der Wind nachlässt und die Sonne untergeht, wird es horrender Strompreise bedürfen, um genügend Menschen davon zu überzeugen, ihre Geräte abzuschalten, um Stromausfälle zu vermeiden.

Es braucht keine feindliche Macht, um uns alle im Dunkeln sitzen zu lassen – nur Energiekunden, die an einem normalen Winterabend ganz normale Dinge tun.

https://www.telegraph.co.uk/news/2024/02/25/uk-closer-to-blackouts-than-anyone-dares-to-admit/

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/02/25/the-uk-is-much-closer-to-blackouts-than-anyone-dares-to-admit/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hierzu passend auch ein Video in zwei Teilen über die Lage hierzulande:



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