Horst D. Deckert

Weihnachtsmärkte: Terror-Alarm und Teuer-Schock verderben uns die Vorfreude aufs Fest!

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Es duftet nach Bratwurst, gerösteten Mandeln, Glühwein  und Kerzen: Nun hat auch Deutschlands ältester Christmarkt, der Dresdner Striezelmarkt, eröffnet. Doch die Weihnachtsmärkte, eine der schönsten deutschen Traditionen, sind seit Beginn der unkontrollierten Masseneinwanderung längst kein ungetrübtes Vergnügen mehr. Immer mehr Menschen bleiben lieber zu Hause – aus Angst vor Terroranschlägen, aber auch weil sich viele Familien die Preise nicht mehr leisten können!

Terror-Alarm im Rheinland: Zwei jugendliche Islamisten wollten Medienberichten zufolge offenbar noch in dieser Woche einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt, vermutlich in Leverkusen, verüben. Auch von Anschlagsplanungen auf eine Kölner Synagoge war zunächst die Rede. 

In der Kleinstadt Burscheid im Rheinisch-Bergischen Kreis nahm die Polizei Edris D., einen 15 Jahre alten sogenannten „Deutsch-Afghanen“, fest, nachdem das Bundesamt für Verfassungsschutz Hinweise zu einem verdächtigen Telegram-Nutzer in einer Chat-Gruppe des Islamischen Staates (IS) erhalten hatte. 

In einem auf Telegram verbreiteten Video rief das Islamisten-Früchtchen zum „Heiligen Krieg“ gegen den Westen auf und kündigte einen Anschlag an. Als Zeitpunkt für einen Anschlag nannte er Freitag, den 1. Dezember. 

Der Telegram-Islamist war zum Glück schnell identifiziert. Die Ermittler fanden heraus, dass der 15-Jährige aus dem Rheinland engen Kontakt zu Rasul M. (16) aus dem brandenburgischen Wittstock hatte. Anders als der bislang nicht aufgefallene D. ist der Tschetschene als Sympathisant der Terrororganisation Islamischer Staat und wegen des Verbreitens von Terror-Propaganda bereits polizeilich bekannt gewesen.

„So viele Ungläubige wie möglich töten“

Der Tschetschene wollte nach den bisherigen Ermittlungen am 1. Dezember zu D. nach Burscheid reisen. Vermutlich wollten die jungen Islamisten ein Attentat mit selbst gebauten Brandsätzen oder einem Kleinlaster verüben.

Konkretes Ziel soll laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ ein Weihnachtsmarkt in Leverkusen gewesen sein. Auch eine mögliche Ausreise nach dem Anschlag soll das Islamisten-Duo bereits geplant haben. 

Wie aus Kreisen der Ermittler verlautete, sollen die Dschihadisten geplant haben, mit einem Lkw in die Menschenmenge eines Weihnachtsmarktes hineinzurasen. Anschließend wollten die mutmaßlichen Attentäter Benzin verschütten und anzünden, um so viele „Ungläubige“ wie möglich zu töten. Als Vorbild habe den jungen Islamisten der tunesische IS-Terrorist Anis Amri gegolten, der im Dezember 2016 mit einem 40-Tonner auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz elf Menschen tötete. Ein Attentat auf die Kölner Synagoge – wie zunächst vermutet wurde – war aber offenbar nicht geplant.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermitteln wegen des Verdachts der Planung der Begehung einer terroristischen Straftat. Gegen die beiden Verdächtigen wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Der Zugriff durch Spezialkräfte der Polizei war zeitgleich im bergischen Burscheid und im brandenburgischen Wittstock erfolgt.

„Wir müssen die Augen schön offenhalten“

NRW-Innenminister Herbert Reul ( CDU) erklärte zu den Anschlagsplanungen: „Es wirkte sehr konkret. Wir müssen die Augen schön offen halten, auch was unsere Weihnachtsmärkte angeht.“ Der Hinweis auf die jugendlichen Islamisten sei „aus dem Ausland“ gekommen. In der Übersetzung: Die deutschen Sicherheitsbehörden haben gepennt! 

Darauf lässt auch das abstrakte Bla-Bla von Thomas Haldenwang (CDU) schließen. Floskelhaft warnte der Verfassungsschutz-Chef, das Risiko habe angesichts der Eskalation im Nahen Osten eine „neue Qualität“ erreicht. Die Gefahr sei „real und so hoch wie seit langem nicht mehr“. 

Sechs Euro für einen Glühwein

Doch nicht nur die Angst vor Terroranschlägen trübt die vorweihnachtliche Freude. Auch der Teuer-Schock verdirbt vielen Menschen die Freude am Besuch der Weihnachtsmärkte. Mancherorts gibt es nicht einmal eine musikalische Berieselung. Grund: Die Veranstalter müssen für Gema-Gebühren deutlich tiefer in die Tasche greifen. 

Heftig: Mitunter kostet ein Glühwein bereits bis zu sechs Euro, eine Bratwurst bis zu fünf Euro und mehr. Da ist eine mehrköpfige Familie auf dem Weihnachtsmarkt schnell 50 Euro los. Wer genau hinschaut, erkennt, dass nicht wenige Besucher bereits ihren eigenen Glühwein in Thermosflaschen mitbringen und diesen dann abseits der Budenstände schlürfen.

Weihnachten 2023 in Teuer- und Terror-Deutschland: Von wegen „süßer die Glocken nie klingen“… 

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