Horst D. Deckert

Wikipedia – Wie die Hungertoten plötzlich verschwinden

Ein großes Problem des Klimanarrativs sind die Millionen von Hungertoten pro Jahr. Während Modellrechnungen zu klimabedingten Todesfällen bis 2050 ca. 14,5 Millionen Tote ergeben [1], sterben nach Angaben des UN-Sonderberichterstatters Jean Ziegler allein 30 bis 40 Millionen Menschen jährlich an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen [2,3]. Das wären hochgerechnet ca. 900 Millionen Hungertoten bis 2050.

Wikipedia hat offensichtlich erkannt, dass dieser Vergleich ein Problem für die Schlüssigkeit des Klimanarrativs darstellt. Denn wie will man argumentieren, bis zu 14,5 Millionen Tote durch Maßnahmen gegen den Klimawandel verhindern zu wollen, wenn die viel höhere Zahl von Hungertoten offensichtlich keine Rolle zu spielen scheint? Denn die Hungertoten könnten mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand gerettet werden, Nahrungsmittel sind schließlich ausreichend vorhanden.

Wie mit diesem „Problem“ umgegangen wird, kann man an den Wikipedia-Einträgen sehen. So wurde der Wikipedia-Eintrag „Welthunger“ angepasst:

Bis Oktober 2023 stand die Schätzung von Jean Ziegler mit 30-40 Millionen Hungertoten unverändert im Text des Wikipedia-Artikels „Welthunger“. Tatsächlich hat sich die Zahl der Hungernden weltweit laut Welternährungsprogramm der UN seit dem Jahr 2000 nur marginal verbessert [2]. Für das Jahr 2000 wurden weltweit 900 Millionen Hungernde geschätzt, für 2020 immer noch knapp 800 Millionen. Die Größenordnung der Hungertoten dürfte sich also in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert haben.

Wikipedia gab im Dezember 2023 die Zahl der Hungertoten mit 8,8 Millionen pro Jahr niedriger an. Diese Zahl geht auf eine Anfrage des EU-Parlaments zurück [4], bezieht sich aber nur auf die offiziell registrierten Hungeropfer, ohne die sehr hohe Dunkelziffer, die in den Schätzungen von Jean Ziegler berücksichtigt ist.

Im Januar 2024 wurde auch auf die Nennung der offiziell registrierten Hungertoten verzichtet, eine immer noch beeindruckende Zahl. Stattdessen wird nun von 220.000 bis 290.000 Menschen gesprochen, die in einem Jahr an den Folgen von Unterernährung sterben [5]. Diese Zahl soll offenbar suggerieren, dass gar nicht so viele Menschen pro Jahr an Hunger sterben. Tatsächlich handelt es sich aber nur um einen kleinen Teil der Menschen, die jährlich an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen sterben. Dies geht auch aus der von Wikipedia zitierten Quelle hervor. Die Zahlen beziehen sich nämlich auf ganz konkrete Todesfälle durch Mangelernährung (Nutritional Deficiencies Level 2 Cause), darunter Protein-Energie-Mangelernährung, Jodmangel, Vitamin-A-Mangel, Eisenmangel und andere Ernährungsmängel.

Quellen: [1] https://n-tv.de/wissen/Davos-Bericht-sagt-Millionen-Tote-durch-Klimawandel-voraus-article24664714.html [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Weltern%C3%A4hrungsprogramm_der_Vereinten_Nationen [3] https://ots.at/presseaussendung/OTS_20070105_OTS0123/uno-sonderberichterstatter-jean-ziegler-klagt-ueber-100000-menschen-die-taeglich-am-hunger-sterben [4] https://europarl.europa.eu/doceo/document/H-5-2002-0521_DE.html [5] https://healthdata.org/results/gbd_su

Wikipedia – Wie die Hungertoten plötzlich verschwinden

Ein großes Problem des Klimanarrativs sind die Millionen Hungertoten pro Jahr. Während die Modellierungen zu Todesfällen aufgrund des Klimawandels ca. 14,5 Millionen Tote bis 2050 ergeben [1], sterben laut dem… pic.twitter.com/fGzI1fZgsG

— Künstliche Intelligenz (@1234Fit) January 16, 2024

Ähnliche Nachrichten