Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Die Realität in unseren Zügen: Zugbegleiter packt über Gefahren und Missstände aus

Die Realität in unseren Zügen: Zugbegleiter packt über Gefahren und Missstände aus

Die Realität in unseren Zügen: Zugbegleiter packt über Gefahren und Missstände aus

Der tödliche Angriff auf Schaffner Serkan C. hat dafür gesorgt, dass auch die Politik die zunehmende Gewalt im Bahnverkehr aufgreift. Doch erkennen Regierende die Probleme an? Wir haben mit Zugbegleiter Rocco M. über die Gefahren in seinem Berufsalltag gesprochen. Im Interview spricht er Klartext darüber, von welchen Gruppen die meisten Probleme ausgehen und wie das Personal beim Warten auf die Bundespolizei auf sich allein gestellt ist, wenn Situationen wie Fahrkartenkontrollen eskalieren. Und er macht deutlich: Hier arbeiten Menschen für Menschen. Sie bestmöglich zu schützen, muss selbstverständlich sein.

Ein Interview von Vanessa Renner

Lange wurde der Bahnverkehr vor allem mit Ärger über Verspätungen und Zugausfälle assoziiert. Inzwischen rückt infolge etlicher brutaler Angriffe auch die mangelnde Sicherheit an Bahnhöfen und in den Zügen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Eine Berufsgruppe, die diese Zustände täglich ausbaden muss, sind Zugbegleiter. Der Tod von Serkan C., der von einem Schwarzfahrer bei einer Fahrkartenkontrolle brutal attackiert wurde und später seinen schweren Verletzungen erlag, sorgt landesweit für Entsetzen. Der Täter war Berichten zufolge schon zuvor in einem anderen Zug durch aggressives Verhalten aufgefallen – die Bundespolizei rückte zwar an, doch das Randalieren blieb für den Mann ohne Konsequenzen. Stunden später attackierte er dann Serkan C.

Rocco M. aus Berlin arbeitet seit 2020 als Zugbegleiter, zunächst im Fern- und inzwischen im Regionalverkehr. Er übt seinen Beruf mit Feuereifer aus und schätzt den täglichen Menschenkontakt. Doch auch er wurde bei der Ausübung seiner Tätigkeit schon bedroht und kennt die Gefahren, die der Job mit sich bringt, aus eigener Erfahrung. Mit uns sprach er über typische Problemgruppen, wie das Personal versucht, Eskalationen zu vermeiden, und über die mangelnde Präsenz der Bundespolizei.

Rocco macht auch deutlich: Hinter der Uniform steckt kein anonymes „Bahnpersonal“, sondern hier arbeiten Menschen für Menschen, und zwar mit vollem Engagement – allen Widrigkeiten zum Trotz. Sie sorgen für Ordnung, lösen Probleme und geben Orientierung im vom Chaos geprägten Bahnalltag. Dafür erhalten sie zu wenig Schutz und werden so zu Opfern von falschen Prioritäten und einer verfehlten und realitätsfernen Politik.

Der gefährliche Alltag der Zugbegleiter: “Er zog direkt ein Messer”

Report24: Die Sicherheit von Zugbegleitern ist nach dem grausamen Tod von Serkan C. in aller Munde. Die Politik hat ihre Beileidsfloskeln produziert, doch es steht zu befürchten, dass das Thema rasch wieder in Vergessenheit geraten wird – bis wieder etwas passiert. Rocco, du arbeitest seit 2020 als Zugbegleiter, inzwischen vor allem in und um Berlin, und hast in dieser Zeit einiges erlebt. Wie sicher fühlst du dich, wenn du zur Schicht aufbrichst?

Rocco: Das variiert stark nach Tageszeit. Spätabends und nachts fühle ich mich deutlich unsicherer als tagsüber. Man merkt auch, dass zu später Stunde mehr Problemklientel unterwegs ist.

Report24: Bist du selbst schon in brenzlige Situationen geraten?

Rocco: Ja. Vor knapp einem Jahr, hatte ich die Situation, dass am Endbahnhof noch jemand im Zug war. Es war kurz nach Mitternacht und die letzte Fahrt vor dem Feierabend. Ein Team von der DB-Sicherheit war mit an Bord. Ich weckte die Person, und derjenige wachte auf und zog direkt ein Messer. Ich halte generell immer Abstand zu den Fahrgästen, gerade wenn jemand schläft. Und das war auch gut so, wie sich wieder einmal bestätigte. Ich war in dem Moment wie gelähmt. Ein Kollege von der DB-Sicherheit rief nur laut „Pack das Messer weg“. Was er dann auch machte. Dann stieg er aus dem Zug und verließ den Bahnsteig. 

Männer aus arabischem und osteuropäischem Raum treten aggressiv auf

Report24: Gerade bei den Fahrkartenkontrollen steht ihr direkt an der Front. Nach vielen Jahren im Beruf hast du sicher schon ein gutes Gespür dafür entwickelt, wer Probleme verursachen könnte und wer nicht, oder? Woran erkennst du schwierige Fahrgäste, bei denen du besonders vorsichtig sein musst? Welche Gruppen stechen heraus?

Rocco: Problempersonen sind meist Betrunkene, Jugendgruppen, Fußballfans (dabei meist die sogenannten „Ultras“) und Männer arabischer und osteuropäischer Herkunft.

Report24: Bemerkst du Unterschiede im Aggressions- und Gefahrenpotenzial je nach Migrationshintergrund der Fahrgäste?

Rocco: Da merkt man deutliche Unterschiede. Während Fahrgäste mit asiatischem Migrationshintergrund völlig problemlos sind, treten gerade die genannten Männer aus arabischem und osteuropäischem Raum aggressiv auf. Die strahlen zum Teil ihre Aggression schon aus. Ich möchte dabei betonen, dass dies nicht pauschal für alle gilt, aber man spürt da auf jeden Fall eine deutlich vermehrte Frequenz.

Sicherheit geht vor: Verzicht auf Kontrollen bei Problempersonen

Report24: Verzichtet ihr eurer Sicherheit (und der Sicherheit der anderen Passagiere) zuliebe bei den kritischen Klientelen manchmal auf Kontrollen?

Rocco: Ja, definitiv. Bei der Ausübung unserer Tätigkeit, haben wir durch unsere Präsenz im Zug alle Fahrgäste im Blick. Und wenn Problempersonen dabei sind, dann verzichte ich gezielt auf die Kontrolle bei genau eben dieser Person, und mache lieber im nächsten Wagen weiter.

Report24: Auch Migranten aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsheimen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel. Ist es ein Klischee, dass diese Menschen häufig ohne Ticket fahren, oder deckt sich das mit deinen Beobachtungen?

Rocco: Ja, kann ich so bestätigen. Bei der Aufnahme der Kontaktdaten, um eine Fahrpreisnacherhebung auszustellen, bekommt man dann oft einen Aufenthaltstitel im Scheckkartenformat vorgehalten. 

Report24: Eine fehlende Fahrkarte ist es ganz sicher nicht wert, dass ihr euer Leben riskiert. Ungerecht ist es aber schon, wenn der brave Normalbürger für sein Ticket zahlt, während Problemgruppen praktisch kostenlos fahren, oder? Müssen gewohnheitsmäßige Schwarzfahrer mit Konsequenzen rechnen oder fehlt es an abschreckenden Strafen?

Rocco: Ja, das ist definitiv ungerecht, ich zahle auch wie jeder andere mein Ticket und da erwarte ich nicht nur als Zugbegleiter, sondern auch als zahlender Fahrgast, dass andere das genauso machen. Aber meine eigene Sicherheit hat da Vorrang. Und ich bin da ganz ehrlich, bei den restlichen Verkehrsmitteln, wie z.B. Straßenbahn und U-Bahn, wird auch nur stichprobenartig kontrolliert. Von daher denke ich, wird das System es verkraften, wenn ich nicht jeden einzelnen kontrolliere. Meist nutze ich die Möglichkeit, Fahrgäste ohne Fahrschein direkt von der Fahrt auszuschließen und des Zuges zu verweisen. Wenn dann jemand nicht freiwillig den Zug verlässt, wird die Bundespolizei dazu gerufen, und spätestens dann werden auch die Personalien aufgenommen für die Fahrpreisnacherhebung. Dann wird es für denjenigen richtig teuer.
Ich denke, das Strafmaß für Schwarzfahrer ist an sich schon ganz okay. Immerhin kann es bei Wiederholungstätern nicht nur zu Geldstrafen, sondern sogar zur Freiheitsstrafe kommen. Was mindestens erfolgt, ist der Eintrag ins Führungszeugnis nach spätestens der dritten Fahrt ohne gültigen Fahrschein.

Zu schwache Präsenz der Bundespolizei und langes Warten auf Hilfe

Report24: Ihr macht regelmäßig Schulungen und absolviert auch Deeskalationstrainings. Wenn nun aber trotz aller Vorsicht eine Situation eskaliert: Wie schnell ist die Bundespolizei bei euch? 

Rocco: In Ballungsgebieten und größeren Ortschaften geht das relativ schnell, im ländlichen Raum kann es schon mal vorkommen, dass man 30 Minuten oder länger wartet, bis die Bundespolizei vor Ort ist. Wenn es ganz schlecht läuft, kommt niemand.

Report24: Hast du den Eindruck, dass die Bundespolizei ausreichend gut aufgestellt und präsent ist, um für Sicherheit zu sorgen? Gibt es zusätzliche Sicherheitskräfte, die euch unterstützen? 

Rocco: Die Präsenz der Bundespolizei lässt sehr zu wünschen übrig. Man kann es oft beobachten, dass im Berliner Hauptbahnhof zwischen 9 und 18 Uhr mehrere Streifen mit Maschinengewehr im Anschlag unterwegs sind, und um 23 Uhr sieht man niemanden mehr und ist sich selbst überlassen. Zusätzlich zur Bundespolizei haben wir noch unsere Teams der DB-Sicherheit. Deren Präsenz ist aber auch noch ausbaufähig.

Report24: Zivilcourage ist leider nicht ungefährlich. Stärken euch dennoch auch mal andere Fahrgäste den Rücken? 

Rocco: Das stimmt, aber es soll sich auch niemand selbst in Gefahr bringen. Es kommt selten vor, dass Fahrgäste sich aktiv für uns einsetzen, aber ich selbst habe schon Fahrgäste an Bord gehabt, die eingeschritten sind, gerade in Fällen, wo andere mich verbal angegangen haben.

Bahn investiert lieber 7 Millionen Euro in Werbespots statt in Sicherheit

Report24: Aktuell sorgt eine Werbekampagne der Bahn mit Anke Engelke für Negativschlagzeilen: 7 Millionen Euro kosteten die Spots, die bekannte Bahn-Probleme auf die Schippe nehmen. Wie hätte man das Geld deiner Meinung nach besser investieren können? Wie könnte man die Sicherheit für euch und andere Mitarbeiter und für die Passagiere in Zügen und auf Bahnhöfen erhöhen? 

Rocco: Solche Sachen ärgern mich. Vieles, was uns Personal helfen würde, wird abgelehnt mit den Worten „zu teuer“. Und dann wird mal eben Geld verbrannt für ein paar witzige Spots. Die gigantische Summe von 7 Millionen Euro hätte man durchaus gerne in die Aufstockung von Personal investieren können. Gerade in den Abendstunden wäre mehr Sicherheitspersonal wünschenswert.
Was die Sicherheit stärken würde, wäre definitiv mehr Präsenz von Bundespolizei und der DB-Sicherheit. Und man sollte generell mal das Konzept überdenken, wie man die Sicherheit gewährleisten will. Wenn Konfliktpersonen, welche durchaus schon vor der Zugfahrt auffällig sind, es bis in meinen Zug schaffen, dann haben die aktuellen Mechanismen versagt.

Bahnpersonal hält als Blitzableiter her

Report24: Menschen, die von A nach B kommen müssen und dank der Unzuverlässigkeit der Bahn zu spät oder gar nicht ans Ziel gelangen, können über die sündhaft teuren Werbespots wahrscheinlich kaum lachen. Müsst ihr als Zugbegleiter oft als Sündenböcke und Blitzableiter für aufgestauten Frust herhalten? 

Rocco: Ja, wir sind meist dem Frust der Fahrgäste ausgeliefert. Auch dem geschuldet, dass wir in der Regel die ersten Ansprechpartner der Gäste sind. Ich kann den Frust verstehen, ich nutze selbst die öffentlichen Verkehrsmittel. Dennoch würde mir nicht einfallen, das Personal zu beschimpfen und zu beleidigen. Das Personal an der Basis ist das letzte Glied in der Kette, und kann am wenigsten für die Missstände.

Report24: Die Menschen machen so natürlich nur denen das Leben schwer, die gar nichts für die Zustände können – ihr leidet ja selbst unter Verspätungen und Ausfällen und schlagt euch die Stunden wegen liegengebliebener Züge um die Ohren. Was würdest du all den gefrusteten Reisenden und Bahn-Enttäuschten gern mit auf den Weg geben? 

Rocco: Bleibt freundlich und respektvoll zueinander und zu uns. Wir sind für euch da. Ich kann da wirklich mit Überzeugung behaupten, dass die meisten Kolleginnen und Kollegen die Tätigkeit mit Herz und Leidenschaft ausüben. Wir geben täglich unser Bestes, um mit den wenigen Mitteln, die wir haben, das Beste für unsere Gäste rauszuholen. Das funktioniert leider nicht immer. Auch mich ärgert es, wenn wir bei Verspätung die Anschlusszüge vormelden, und dann am Ende doch nur die Mitteilung der Leitstelle kommt, „Zug wartet nicht“. Was mich am meisten ärgert, ist, dass man den Gästen schnell und zuverlässig Informationen geben möchte, und selbst dann fast immer der Letzte ist, der Informationen bekommt.

Verrohung: Schlechtere Lebensqualität und eine realitätsferne Politik

Report24: Auch die Politik beklagt inzwischen verstärkt eine Verrohung der Gesellschaft: Im Fokus der Debatte steht oft der „Hass im Netz“. Manche Politiker betrachten sich wegen Beleidigungen in den sozialen Netzen auch selbst als besonders schwer betroffene Opfer. Siehst du in einer stärkeren Regulierung von Social Media eine Lösung oder siehst du andere Ursachen für die zunehmenden Aggressionen in der Gesellschaft?

Rocco: Eine Regulierung von Social Media kann eine Säule von vielen sein. Gewaltvideos müssen definitiv schneller und konsequenter entfernt werden. Die freie Meinungsäußerung darf dabei aber nicht eingeschränkt werden. Ich sehe auch den schwindenen Wohlstand in unserer Gesellschaft als zentrale Ursache. Aus der Politik wird ja der so oft beschworene Wohlstand immer ganz oben aufgeführt. Allerdings sehe ich da eine Verschlechterung der Lebensqualität. Klar, wenn man, wie die Politiker, uns Deutsche mit ärmeren Ländern vergleicht, dann geht’s uns besser. Ich vergleiche aber gerne den Stand heute mit der Vergangenheit. Vor 30 Jahren war es deutlich leichter für die Bürgerinnen und Bürger, sich ein Haus zu kaufen. Heutzutage sind viele froh, wenn sie gerade so ihre Miete stemmen können. Alles wird teurer. Die Beiträge in den Sozialversicherungen steigen stetig, Lebensmittel im Supermarkt werden immer mehr zum Luxusgut, die Mieten schießen durch die Decke. Dazu kommt die allgemeine schlechte globale Situation, die die Menschen zusätzlich belastet. Diese Mischung wirkt meiner Meinung nach wie ein Brandbeschleuniger und sorgt für mehr Aggressivität in unserer Gesellschaft.

Report24: Hast du das Gefühl, dass die Politik die Probleme, mit denen ihr (und alle, die die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen) konfrontiert seid, versteht und ernst nimmt? 

Rocco: Ich denke eher, „die da oben“ sind ganz weit weg von der Realität. Die werden teilweise nicht mal wissen, was sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln abspielt. Woher auch? Die werden doch mit ihrer gepanzerten Dienstlimousine in ihre schicke Stadtrandvilla gefahren, und leben dort bestimmt ganz gut.

Volles Engagement für die Fahrgäste

Report24: Zum Abschluss: Gibt es auch positive Erlebnisse, die deinen Berufsalltag erhellen? Machst du deinen Job immer noch gern?

Rocco: Ja, es gibt auch viele schöne Momente. Ich hatte mal eine ältere Dame im Zug, die wollte über Hamburg an die Küste und dann mit dem Schiff weiter nach Norderney. Bei der Fahrscheinkontrolle hatte ich dann gesehen, dass sie im völlig falschen Zug saß. Sie war daraufhin sehr aufgelöst und weinte. Ich tröstete sie, nahm sie in den Arm und sagte, „wir bekommen das hin“. Als Erstes suchte ich die schnellste Fahrverbindung für sie heraus. Dann fragte ich, ob sie Reiseunterlagen dabei hat. Ich habe dann den Reiseleiter angerufen und mitgeteilt, dass einer seiner Gäste gerade im falschen Zug unterwegs ist und wie die neue Reiseroute für sie aussieht. Mit der neuen Verbindung war dann sogar noch das Schiff erreichbar. Auf meine Anmerkung hin, dass sie ziemlich aufgelöst ist, hat der Reiseleiter jemanden organisiert, der die Dame in Hamburg in Empfang nimmt und mit dem nächsten Zug bis an die Küste begleitet. Am nächsten Umsteigebahnhof, wo sie meinen Zug dann verlassen musste, habe ich sie noch zur Tür begleitet mit den Worten „Wenn ich könnte, würde ich Sie bis zu Ihrem nächsten Zug bringen, aber ich kann hier nicht einfach absteigen“.
Ein aufmerksamer Fahrgast hat das mitbekommen und sagte, er bringt sie rüber, er muss denselben Zug nehmen. Er bekam auch mit, wie ich für sie alles umorganisiert hatte, und beide bedankten sich dafür. Das war für mich ein schöner Moment und ich war dabei richtig glücklich, weil ich wusste, die Dame bekommt ihr Schiff und kann wie geplant ihren Urlaub antreten. Das sind die Momente, wo ich mir denke: „Hier bin ich richtig, das ist genau mein Ding.“ 

Aber es kam noch besser. Zwei Wochen später klingelte mein Diensthandy mit einer fremden Nummer. Es war wieder die ältere Dame. Sie hatte sich die Mühe gemacht, meine Nummer rauszubekommen, um sich persönlich zu bedanken. Sie erzählte, dass es in Hamburg reibungslos funktionierte und die Begleitung sie dann mit dem Zug bis zum Schiff brachte. Problem war nur, der Zug hatte dann Verspätung und das Schiff auf die Insel war weg. Es war das letzte des Tages. Sie berichtete, dass das Reiseunternehmen ihr kurzfristig einen Flug auf die Insel organisierte. Sie war noch am selben Abend dort und sagte, das war der schönste Urlaub, den sie je hatte, und sie wird nie vergessen, wie freundlich und hilfsbereit ich war. Das war unendlich schön und hat mich so berührt, dass dann ich derjenige war, der Tränen in den Augen hatte, aber vor Freude. Kurz gesagt: Ja, ich mache meinen Job nach wie vor gerne.

Report24: Herzlichen Dank für das Gespräch und eine konfliktfreie nächste Schicht – danke für deine Arbeit! 

Rocco: Dankeschön, gerne. Und vielen Dank, dass ich die Möglichkeit hatte, mich zu äußern.

Douglas Macgregor: Ein potenzieller US Iran Krieg könnte außer Kontrolle geraten

In einem kürzlich geführten Interview mit Richter Andrew Napolitano auf dem Kanal „Judging Freedom“ warnt Colonel Douglas Macgregor, ein ehemaliger US Militärexperte, vor den Risiken eines Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Macgregor betont, dass ein solcher Krieg unvorhersehbare Konsequenzen haben könnte, einschließlich regionaler Eskalation und globaler wirtschaftlicher Auswirkungen. Das Gespräch, das am 10. Februar 2026 stattfand, berührt auch Themen wie die Taiwan Frage, die Ukraine und den bevorstehenden Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu bei Präsident Donald Trump.

Grundsatzkritik an US Militärinterventionen

Unerklärte Kriege sind in der modernen Geschichte alltäglich geworden, und tragischerweise engagiert sich die US Regierung oft in präventiven Kriegen, die nichts anderes als Aggression darstellen, ohne dass die amerikanische Öffentlichkeit dagegen protestiert. Die Gesellschaft hat sich an den illegitimen Einsatz von Gewalt durch die Regierung gewöhnt. Um eine wirklich freie Gesellschaft zu schaffen, muss das Prinzip der Einleitung von Gewalt verstanden und abgelehnt werden.

Macgregor zitiert historische Denker wie Thomas Jefferson und stellt provokative Fragen: Was, wenn man manchmal das Land lieben muss, indem man die Regierung verändert oder abschafft? Was, wenn die beste Regierung die ist, die am wenigsten regiert? Und was, wenn die größte Gefahr für die Freiheit gerade jetzt besteht?

China und Taiwan

Bevor Macgregor auf das Hauptthema eingeht, wirft er einen Blick auf aktuelle Entwicklungen bezüglich China. Taiwan hat angekündigt, dass es 40 Prozent seiner Mikrochip Produktion nicht in die USA verlegen wird, wie zuvor vereinbart. Dies macht eine geplante Investition von 250 Milliarden Dollar zunichte. Gleichzeitig unterstützt das chinesische Festland pro Wiedervereinigungs Kräfte in Taiwan, insbesondere die Kuomintang Partei KMT, die aus der Zeit Chiang Kai sheks stammt.

Die KMT dominiert derzeit das taiwanesische Parlament und setzt sich für eine friedliche Wiedervereinigung mit dem Festland ein, ähnlich dem Modell von Hongkong. Wenige Amerikaner wissen, dass es in Taiwan keinen starken Drang zur Unabhängigkeit gibt; stattdessen blockiert das Parlament pro unabhängige Maßnahmen des Präsidenten.

Macgregor erklärt, dass China hier die besseren Karten hat. Peking möchte keinen Krieg um Taiwan, sondern eine friedliche Einigung. Sollte es jedoch zu einem Konflikt kommen, würde die USA wahrscheinlich die TSMC Fabrik, das weltweit führende Zentrum für Mikrochip Produktion, zerstören, um zu verhindern, dass China sie übernimmt.

TSMC wurde von Morris Chang gegründet, einem ehemaligen Mitarbeiter von Texas Instruments, und ist für seine hochkomplexen Halbleiter bekannt. Die Pläne, Produktion in die USA zu verlegen, scheitern unter anderem an Standortproblemen. Die Fabrik soll in der Arizona Wüste gebaut werden, wo Wasserknappheit und Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ein Hindernis darstellen. Historisch gesehen ist Taiwan Teil Chinas, wie es die USA seit dem Shanghai Kommuniqué von 1972 anerkennen. Macgregor plädiert dafür, die Wiedervereinigung nicht zu behindern, da Taiwan nur kurzzeitig unter japanischer Herrschaft stand.

Die Ukraine

Ein weiterer Aspekt des Interviews betrifft die Ukraine. Macgregor sieht Anzeichen für eine große russische Frühjahrsoffensive im Osten und Süden des Landes. Russland bereitet sich darauf vor, Gebiete wie Odessa und Charkiw, historisch russischsprachig, zu erobern, die es von Anfang an beansprucht hat.

Eine Offensive auf Kiew ist möglich, da die ukrainischen Streitkräfte geschwächt sind, doch Russland wolle kein ganzes Ukraine beherrschen, sondern es eher wie ein neutrales Österreich gestalten. Das Ziel sei die Integration von Noworossija Neurussland, wie es Katharina die Große im 18. Jahrhundert gründete, ohne über Ukrainer zu herrschen.

Netanyahu, Trump und der Iran

Der Kern des Gesprächs dreht sich um den bevorstehenden Besuch Netanyahus bei Trump im Weißen Haus. Macgregor erwartet Diskussionen über eine Koordination gegen den Iran, inklusive Lastenteilung. Wie viel übernehmen die USA, wie viel Israel?

Israel hat unvollendete Ziele in Gaza und könnte einen Iran Krieg nutzen, um dort weiter vorzugehen, Palästinenser zu vertreiben oder anzugreifen sowie Ziele in Libanon und Syrien zu treffen. Die USA fordern drei Bedingungen vom Iran, die unrealistisch sind: keine Unterstützung für Milizen, keine Angriffe auf Israel und keine nukleare Aufrüstung.

Tatsächlich gehe es um die Zerstörung des iranischen Staates einschließlich Regimewechsel durch Angriffe auf Infrastruktur wie Wasser, Energie, Häfen und Nahrung. Macgregor warnt vor unvorhersehbarer Dauer. Ähnlich wie der Kosovo Krieg 78 Tage dauerte, könnte dies eskalieren, ohne schnelle Erfolge.

Regionale und globale Eskalation

Sollte der Konflikt länger als zwei Wochen dauern, würde die regionale Lage explodieren. Iran würde gegen Israel und US Truppen in der Region kontern. Länder wie Saudi Arabien, die Emirate, Qatar, Kuwait, Ägypten und Jordanien würden protestieren, da es ihre Wirtschaft schädigt.

Die Türkei lehnt trotz Differenzen mit Iran eine Zerstörung ab und könnte intervenieren, wenn Russland und China mitziehen. Die türkische Bevölkerung ist anti israelisch, und die Armee könnte Israel stärker bedrohen als Iran.

Macgregor betont die Gefahr einer Eskalation. Russland und China haben ein Interesse am Überleben Irans und könnten eingreifen, wenn es zerstört wird. Russland ist frustriert von US Verhandlungen und sieht sie als nutzlos. China, abhängig von iranischem Öl, könnte U Boote einsetzen, gegen die keine Marine vorbereitet ist. Der Preis für Benzin in den USA könnte bei Schließung der Straße von Hormus explodieren, über 100 Dollar pro Barrel. Zudem kontrolliert China 90 Prozent der Raffination seltener Erden, essenziell für US Verteidigung, ein weiterer Schwachpunkt.

Militärische Grenzen der USA

Warum stoppte Netanyahu vor einem Monat einen geplanten iranischen Angriff? Macgregor meint, es fehlte an US Schiffen in der Region, und der Mossad setzte auf innere Unruhen in Iran, die scheiterten. Trotz Behauptungen von Schwäche ist Iran stärker als je zuvor mit fortschrittlichen ballistischen und hypersonischen Raketen.

Die USA sind militärisch begrenzt. Die Navy hat Munitionsvorräte für nur 10 bis 14 Tage, keine Surge Kapazität wie im Zweiten Weltkrieg. Die Air Force könnte intensiv für vier bis fünf Tage bomben, doch iranische Luftabwehr russischer und chinesischer Herkunft könnte Stealth Flugzeuge erfassen.

Netanyahu würde einen nuklearen Deal mit Iran ablehnen, da er auch das Raketenarsenal fürchtet. Macgregor zitiert einen deutschen Analysten: Nuklearmächte sind souverän, andere nicht. Ein Krieg würde Proliferation fördern. Israel hat Atomwaffen ohne den Nichtverbreitungsvertrag zu unterzeichnen, während Iran ihn respektiert. Dies schafft Ungleichheit, gerechtfertigt durch Israels Holocaust Geschichte und Lobby Einfluss in den USA.

Revolutionstag und historische Vergleiche

Am 11. Februar 2026 feiert Iran den Jahrestag der Revolution von 1979 mit Millionen auf den Straßen. Ein Angriff könnte dadurch verzögert werden. Macgregor vergleicht mit Eisenhower, der den Korea Krieg beendete, und Kennedy, der den Kuba Krise Krieg verhinderte. Trump sollte die Konsequenzen bedenken. Es gebe keine schnelle Lösung, sondern Risiken für Eskalation und langfristige Schäden.

Fazit

Zusammenfassend mahnt Macgregor zur Vorsicht. Ein US Iran Krieg könnte nicht nur den Nahen Osten destabilisieren, sondern globale Mächte wie Russland und China einbeziehen, mit katastrophalen wirtschaftlichen und militärischen Folgen. Statt Aggression plädiert er für Diplomatie und Realismus.

Eine von den USA geführte Regimewechsel-Operation im Iran käme einer Kriegserklärung an China gleich – und hier ist der Grund

China bezieht fast 20 Prozent seines Öls aus dem Iran, und US-Drohungen mit militärischen Maßnahmen gegen den Iran haben China gerade dazu veranlasst, seine Banken anzuweisen, US-Staatsanleihen abzustoßen – ein weiterer Schlag gegen den Dollar.

Leo Hohmann

Die sich verdichtenden Gerüchte über einen militärischen Zusammenstoß zwischen den USA/Israel und dem Iran sind nicht über Nacht entstanden. Sie sind das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung, die direkt nach der Islamischen Revolution und der iranischen Geiselkrise begann, als der damalige Präsident Jimmy Carter die ersten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängte.

Washington nutzte in den 1980er-Jahren den Irak als Stellvertreter, um gegen die Iraner zu kämpfen – im blutigen Iran-Irak-Krieg, in dem Saddam Hussein, damals ein Verbündeter der USA, Senfgas einsetzte, um Zehntausende Iraner zu töten.

Da Israel von vielen in der Region als feindlicher US-/britischer Vorposten im Nahen Osten gesehen wird, schlug der Iran zurück, indem er Israel über seinen Hisbollah-Stellvertreter im Libanon und in Syrien bekämpfte.

Die Israelis reagierten nach dem Massaker vom 7. Oktober, das sie dem Iran anlasten, indem sie halfen, einen Putsch in Syrien zu inszenieren, und anschließend Hisbollah-Kommandeure durch militärische und geheimdienstliche Operationen ausschalteten – einschließlich explodierender Pager. Israel ermordete außerdem iranische Kommandeure im Juni 2024 während des 12-tägigen Krieges. Trump selbst ordnete am 3. Januar 2020 die Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad an.

Doch nun scheint diese gesamte Dynamik auf einen Höhepunkt zuzusteuern – mit der realen Möglichkeit eines umfassenden Krieges zwischen den USA und dem Iran.

Das Entscheidende ist: Dies ist weniger ein Krieg gegen den Iran als vielmehr ein Versuch, den Druck auf China und Russland weiter zu erhöhen.

Wie zuvor im Fall Venezuelas, bevor die USA dieses Land angriffen und dessen Staatschef entführten, stellt auch der Iran eine zentrale Ölquelle für China dar.

Während China jedoch nur etwa 5 Prozent seines gesamten Ölbedarfs aus Venezuela bezog, erhält es 19,8 Prozent aus dem Iran.

China könnte es sich leisten, auf venezolanisches Öl zu verzichten.

China kann es sich jedoch nicht leisten, sowohl venezolanisches als auch iranisches Öl zu verlieren.

Indem Washington Chinas Zugang zu billigem Öl von seinen Verbündeten kappt, hofft es, China dazu zu zwingen, Öl von Washington selbst oder von mit Washington verbündeten Ländern zu kaufen – zu deutlich höheren Preisen. So sparen chinesische Raffinerien laut Berechnungen eines von Reuters zitierten Händlers etwa 8 bis 10 Dollar pro Barrel, wenn sie iranisches leichtes Rohöl statt nicht sanktioniertes omanisches Rohöl kaufen.

China verfügt über die größte industrielle Basis der Welt und ist daher in hohem Maße auf riesige Energiemengen angewiesen, um diese Industrie zu betreiben. Nimmt man 25 Prozent davon weg, gerät Chinas industrielle Wirtschaft ernsthaft in Gefahr.

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Wir wissen, dass die meisten Kriege um Ressourcen geführt werden, und dieser ist keine Ausnahme. All das Gerede über iranische Terrorfinanzierung und die Unterdrückung der eigenen Bevölkerung ist lediglich ein Vorwand, um in Amerika und im Westen Kriegshysterie unter den unwissenden Massen zu schüren. Washington liebt Terrorismus, wenn er in seinem Auftrag ausgeübt wird. Deshalb kommen die Ukrainer mit der Ermordung russischer Generäle ohne jeden Protest aus Washington davon, und die Israelis können in jedes beliebige Land einmarschieren und die führenden Köpfe ihrer Gegner ermorden. Würden Russland, China oder der Iran dasselbe tun, würde es als Terrorismus bezeichnet.

Internationale Geopolitik ist gnadenlos und hinterhältig und wird ohne jede Rücksicht auf menschliches Leben oder grundlegende Moral betrieben. Es geht ausschließlich um Machtausübung und die Aneignung von Ressourcen.

Wenn China Washingtons Vorgehen gegen den Iran als einen verdeckten Versuch sieht, seiner treibstoffabhängigen Industriebasis die notwendigen Energieressourcen zu entziehen, dürfte dies in Peking als eine US-Kriegserklärung interpretiert werden.

Washington riskiert die sehr reale Möglichkeit, dass China es nicht länger in seinem Interesse sieht, angesichts zunehmender US-Aggression gegen seine Verbündeten weiter zurückhaltend zu bleiben. China konnte es sich leisten, Venezuela aufzugeben – aber kann es sich leisten, die Beziehungen zum Iran abzubrechen?

Die Frage, die in Trumps Kopf kreisen muss, lautet: Wollen wir wirklich Chinas Ölversorgung abwürgen und den Drachen noch weiter in die Arme des russischen Bären treiben?

Russland ist bereits durch die Ukraine gebunden – einen Krieg, der in wenigen Wochen beendet gewesen wäre, wenn nicht die USA und die NATO massive Mengen an Waffen und Geld in die Ukraine gepumpt hätten. Die USA sanktionieren Länder, die russisches Öl kaufen, und nun scheint es, als wollten sie sich auch das Öl vornehmen, das vom Iran nach China fließt.

Washington hat Russland bereits in die Enge getrieben. Ist China das nächste Ziel?

China mangelt es keineswegs an Hebelwirkung gegenüber den USA. Es verfügt über nicht-militärische Optionen, um dem Westen zu begegnen, und wird diese wahrscheinlich nutzen, bevor es militärisch handelt. China könnte die Lieferung seltener Erden an die USA einstellen. Es könnte die Verarbeitung lebenswichtiger Medikamente wie Antibiotika stoppen, von denen der Großteil aus China in die USA kommt.

China kann sein Spiel im Bereich der wirtschaftlichen Kriegsführung intensivieren – und es gibt Anzeichen dafür, dass genau das geschieht.

In einem jüngsten Schockschritt hat Xi angeordnet, dass chinesische Banken US-Staatsanleihen abstoßen. Große chinesische Banken haben dies bereits stillschweigend getan, doch nun soll die Ent-Dollarisierung offiziell und in großem Stil erfolgen. Das ist auch der Grund, warum China in einem beispiellosen Ausmaß Gold kauft.

Die USA wiederum versuchen, den Verlust von Chinas Bereitschaft zur Finanzierung der US-Schulden auszugleichen, indem sie Geld drucken, um ihre eigenen Schulden zu kaufen. Das ist so, als würde man seine eigenen Dollars mit einem Tintenstrahldrucker drucken, um die Kreditkartenschulden zu begleichen.

Das Ergebnis dieser irrsinnigen Geldpolitik wird eine steigende Inflation sein. Amerikaner, die bereits Mühe haben, Lebensmittel, Autoreparaturen, steigende Versicherungsprämien und vieles mehr zu bezahlen, werden noch stärkeren inflationären wirtschaftlichen Druck erleben – dank Donald Trumps rücksichtsloser Außenpolitik. Dieses Phänomen könnte zu keinem schlechteren Zeitpunkt auftreten, da wir uns den Zwischenwahlen im November nähern.

Unterm Strich geht es um Folgendes: Es tobt ein großer Kampf um die globale Währungsvorherrschaft und ein Wettlauf darum, wer die meisten Gold-, Mineral- und Ölressourcen kontrolliert.

Die USA haben seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs großen Wohlstand erlangt, weil der Dollar als Weltreservewährung diente. Doch die USA haben dieses Privileg missbraucht, indem sie ihre Währung als Waffe eingesetzt und Sanktionen gegen Länder verhängt haben, die Washingtons Politik im Nahen Osten und anderswo nicht folgten. Infolgedessen rennen nun nach Jahrzehnten der Beobachtung, wie die USA Länder bestrafen, die lediglich souverän Handel treiben wollen, viele Staaten zur Tür hinaus. Sie stoßen ihre Dollars ab und kaufen keine US-Staatsanleihen mehr. Sie haben gesehen, was mit Russland geschehen ist, und nun mit China, und fürchten, dass sie die Nächsten sein könnten.

Die jahrelange Feindschaft zwischen dem Iran und den USA/Israel bildet den Kontext, der in den Mainstream-Medien in der Regel nicht behandelt wird. Diese Medien wollen glauben machen, ein möglicher Krieg gehe darum, das unterdrückte iranische Volk zu befreien – in Wirklichkeit geht es um das Neuzeichnen von Karten und die erzwungene Neuordnung von Nationen zugunsten der USA und Israels, mit dem Risiko, dass China und Russland in eine regionale oder sogar globale militärische Konfrontation hineingezogen werden.

Manche würden sagen, dass die USA vor einer Abrechnung stehen, dass ihr Einfluss im Nahen Osten und weltweit nicht mehr im Verhältnis zu ihrer wirtschaftlichen und militärischen Stärke steht und dass ihre Macht eher auf Wahrnehmung als auf Realität beruht.

Könnte es 2026 zu einer solchen Abrechnung kommen, mit dem Iran als dem Ort, an dem die USA zu weit gegangen sind – nicht nur gegenüber dem Iran, sondern auch gegenüber China?

Nur die Zeit wird es zeigen.

Anders als im 12-tägigen Krieg im vergangenen Juni wurde das Ziel dieses nächsten militärischen Angriffs offen als „Regimewechsel“ benannt.

Doch genau darin liegt das Problem.

Das iranische Regime wird nicht einfach seine Koffer packen und gehen, sobald die ersten Bomben auf Teheran fallen.

Es wird sich eingraben und die Bombardements aussitzen.

Der einzige Weg, einen schnellen Regimewechsel zu erzwingen, wäre der massive Einsatz von Bodentruppen – etwas, wozu Trump offenbar nicht bereit ist, angesichts der Wahrscheinlichkeit inakzeptabler US-Verluste kurz vor einer Wahl.

Einen Regimewechsel allein durch Bombardierungen ohne Bodentruppen zu erzwingen, würde Monate ununterbrochener Luftangriffe erfordern.

Militärstrategen wie Oberst Douglas MacGregor warnen seit Langem, dass die USA weder über die Munitionsvorräte noch über die industrielle Kapazität verfügen, um eine monatelange Bombenkampagne gegen den Iran durchzuführen.

Trump hat sich damit selbst in eine Ecke manövriert. Er hat eine massive Marinearmada in der Region des Persischen Golfs zusammengezogen – ausschließlich mit dem Ziel, den Iran anzugreifen und dessen Regime auszutauschen.

Möglicherweise bevorzugt er einen ausgehandelten „Deal“, der es dem iranischen Regime erlaubt, an der Macht zu bleiben, im Austausch gegen bestimmte Zugeständnisse hinsichtlich der Unterstützung anti-israelischer Stellvertreter und des Vorgehens gegen Proteste im eigenen Land. Doch dann stehen ihm die Israelis gegenüber. Sie sind fest entschlossen, einen Regimewechsel herbeizuführen, und zählen darauf, dass Trump diesen für sie durchsetzt. Auch die Neokonservativen in Washington drängen Trump, den Abzug zu drücken und notfalls eine umfassende Invasion des Iran zu starten, um die islamische Regierung zu stürzen.

Die Welt verändert sich – und leider nicht in einer Weise, die den Interessen der USA dienlich ist. Und es sind Veränderungen, die Washington sich selbst eingebrockt hat.

Pepe Escobar: Iran zwingt US-Marine zum Rückzug, Trump unter Schock, als Russland und BRICS eingreifen

In einem kürzlichen Interview mit dem Journalisten Danny Haiphong analysiert der renommierte Geopolitik-Experte Pepe Escobar die aktuellen Spannungen zwischen Iran und den USA. Escobar, der gerade aus Hongkong zurückgekehrt ist, beleuchtet den Rückzug der US-Marine, die Rolle von China, Russland und den BRICS-Staaten sowie die prekäre Lage von Präsident Donald Trump. Basierend auf diesem Gespräch entsteht ein detaillierter Überblick über die geopolitischen Dynamiken in Westasien und ihre globalen Auswirkungen.

Der Rückzug der US-Marine: Ein Zeichen der Schwäche?

Die Spannungen im Persischen Golf haben in den letzten Monaten eine dramatische Wendung genommen. Die USS Lincoln, das Flaggschiff einer mächtigen US-Armada, hat sich etwa 1400 Kilometer von der iranischen Küste in das Arabische Meer zurückgezogen. Dieser Schritt wird von Pepe Escobar als klares Zeichen interpretiert, dass Iran die Bedingungen diktiert. Nicht nur die US-Navy, sondern auch kommerzielle Schiffe unter US-Flagge wurden angewiesen, sich so weit wie möglich vom Strait of Hormuz fernzuhalten – einer strategisch entscheidenden Meerenge, durch die ein Großteil des globalen Öltransports fließt. Diese Maßnahmen stammen aus einer offiziellen US-Maritime-Advisory und unterstreichen die wachsende Unsicherheit in der Region.

Escobar betont, dass Iran den „Bluff“ von Präsident Trump – den er spöttisch als „Neo Caligula“ bezeichnet – durchschaut hat. Trump stehe nun vor einer unlösbaren Dilemma: Angreifen würde eine massive Vergeltung provozieren, einschließlich des potenziellen Versenkens von US-Flugzeugträgern oder Angriffe auf Tel Aviv. Nichts zu unternehmen, würde jedoch seine Drohungen als leer entlarven und seine Position im Globalen Süden schwächen. Die Iraner haben wiederholt signalisiert, dass sie auf jede Aggression mit voller Härte reagieren würden, was die USA in eine Position „zwischen Hammer und Amboss – auf Steroiden“ bringt.

Chinas Solidarität mit Iran: Von Satellitenbildern bis zu Militärmodellen

Ein weiterer Aspekt, der die multipolare Weltordnung unterstreicht, ist die wachsende Unterstützung Chinas für Iran. Escobar hebt hervor, wie der chinesische Militärbotschafter der iranischen Luftwaffe ein Modell des J-20-Stealth-Kampfjets überreichte – ein Akt, der auf Social Media verspottet wurde, aber tiefergehende Kooperation andeutet. Chinesische Satellitenbilder haben öffentlich sensible Informationen über US-THAAD-Raketenabwehrsysteme preisgegeben, die als „freie Zielkoordinaten“ für Iran dienen könnten. Dies sei ein klares Signal der Solidarität.

China sieht Iran als zentralen Partner im Belt-and-Road-Initiative (BRI), insbesondere als Transitkorridor von Ost nach West über Zentralasien. Die umfassende strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern umfasst militärische Austausche auf höchster Ebene, einschließlich Elektroniksysteme und Gegenintelligenz. Escobar merkt an, dass chinesische Akademiker Trumps Bluff offen kritisieren, während die offizielle Position Pekings – ein Schweigen, das Bände spricht – auf nationale Sicherheitsinteressen hinweist. Sollte Iran fallen, wären Russland und China die nächsten Ziele, was die Notwendigkeit einer engen Allianz unterstreicht.

Russlands Rolle: Militärhilfe und BRICS-Agenda

Ähnlich engagiert ist Russland. Escobar erwähnt tägliche Landungen russischer IL-76-Transportflugzeuge in Iran, deren Ladung – militärische Geheimnisse – unbekannt bleibt, aber Teil einer strategischen Partnerschaft ist. Russland und China bieten Iran alles Nötige, von Satellitendaten bis zu fortschrittlicher Technologie, um gegen US-Drohungen standzuhalten.

Auf breiterer Ebene beschleunigt Russland die BRICS-Agenda. Außenminister Sergej Lawrow und sein Stellvertreter Sergej Rjabkow haben in jüngsten Interviews klare Worte gefunden: Die USA praktizieren „reinen Bidenismus“ durch Sanktionen und einseitige Forderungen, was die Beziehungen vergiftet. BRICS konzentriere sich auf die Integration neuer Mitglieder (nun 10 Staaten plus 10 Partner) und die Schaffung widerstandsfähiger Finanzmechanismen gegen externe Druck. Rjabkow betont Fortschritte bei Zahlungssystemen in nationalen Währungen und einer einheitlichen Stimme zu internationalen Krisen – von Venezuela bis zum Nahen Osten.

Lawrow geht weiter: BRICS und der Shanghai Cooperation Organization (SCO) zielen auf eine Architektur ab, die immun gegen „illegale Aktionen des Westens“ ist. Dies sei ein Manifest für die multipolare Welt, koordiniert von Russland und China. Escobar sieht hier eine organische Allianz zwischen Russland, Indien, China und potenziell Iran (RIIC), die auf Trumps Drohungen reagiert.

Die Regionalen und Globalen Implikationen: Ein Krieg für den Globalen Süden?

Escobar warnt, dass ein Angriff auf Iran nicht auf Westasien beschränkt bliebe, sondern den gesamten Globalen Süden betreffen würde. Yemen, Hisbollah und irakische Milizen würden involviert, wie Iran versprochen hat. Die jüngste Treffen zwischen dem iranischen Außenminister Araghchi und dem jemenitischen Gesandten in Muskat unterstreichen diese Einheit. Der Globale Süden beobachtet genau: Irans Souveränität lehrt Lektionen über Widerstand gegen Hegemonie.

Wirtschaftlich eskaliert die Dedollarisierung. Russland überholt Saudi-Arabien als Chinas größter Öllieferant, während China seinen Handel mit Iran ausbaut. Saudi-Arabien, in einer heiklen Position, plädiert für Diplomatie, da ein Konflikt den Persischen Golf zerstören würde. Escobar betont, dass der Strait of Hormuz nur im Extremfall geschlossen würde – nach Rücksprache mit China und Russland –, was zu Ölpreisen von bis zu 700 Dollar pro Barrel und einem Kollaps des Derivatemarkts führen könnte.

Trumps Dilemma: Von Netanyahu bis Bad Bunny

Trump, gefangen in seiner Unsicherheit, trifft Netanyahu, der ein „Triad“ von Forderungen stellt: Keine Urananreicherung, keine Unterstützung für „Proxies“ und ein minimales Raketenprogramm. Verhandlungen in Oman (nicht Istanbul, da Iran Erdogan misstraut) drehen sich um begrenzte Anreicherung (bis 60 %), aber Iran lehnt Sanktionsaufhebung ab – ein No-Go für die USA.

Escobar kritisiert Trumps fehlende Strategie: Entscheidungen basieren auf Launen, Fox News oder Einflüssen wie Netanyahus. Die US-Militärindustrie ignoriere die strategischen Allianzen Irans. Domestisch sinken Trumps Umfragewerte auf 37-44 %, verschärft durch Skandale wie „Bad Bunny“. Dies zerstöre MAGA und mache Trump zu einem „Lame Duck“.

Der Moralische Verfall des Westens und die Multipolarität

Escobar sieht einen tieferen Kontext: Den totalen Nihilismus des Westens, symbolisiert durch den Gaza-Genozid, Epstein-Skandale und den Zusammenbruch der „regelbasierten Ordnung“. Eliten wie der ehemalige Bank-of-England-Chef geben zu, das System manipuliert zu haben. BRICS biete eine Alternative: Souveränität und Kooperation.

Escobars Reisen: Ein Blick in die Zukunft der Seidenstraßen

Abschließend teilt Escobar Eindrücke aus seinen Reisen. In Chongqing, dem „Ground Zero“ der Neuen Seidenstraßen, sah er den Logistikpark, wo Frachtzüge nach Europa starten. Das Akronym „Yuxinou“ (Chongqing-Xinjiang-Europa) symbolisiert Konnektivität. Trotz Sanktionen wachsen Korridore, und Firmen wie Porsche und Audi produzieren dort. China repräsentiere Fortschritt, Kreativität und Frieden – ein Kontrast zu westlichem Chaos.

Insgesamt malt Escobar ein Bild einer Welt im Wandel: Iran, unterstützt von Russland und China, widersteht US-Druck, während BRICS die multipolare Ordnung festigt. Die Frage bleibt, ob Trump den Konflikt eskaliert oder zurückweicht – mit globalen Konsequenzen.

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Die Welt dreht sich – wir liefern den Kontext.

Unsere aktuellen Videos zeigen, worauf es ankommt: Relevante Themen, präzise Analysen und journalistische Tiefe ohne Spektakel. Vom Brennpunkt der Weltpolitik bis zum Umbruch in der Nachbarschaft – wir bieten die Informationen, die wirklich zählen. Kein Alarmismus, keine leeren Schlagzeilen – nur das, was euch weiterbringt. Für alle, die mitdenken, hinterfragen und mehr wollen. Jetzt ansehen, dranbleiben und mitreden – denn Aufklärung ist der Anfang von Veränderung.

Warum töten wir 99 % gesunde Zellen, um 1 % Krebszellen zu bekämpfen?

Lawrow attackiert Trump und die USA: Trump macht die selbe Politik wie Biden

Warum Millionen auch heute noch für Diktatoren stimmen würden (Philosophy Coded – Deutsch)

DAS DIGITALE DILEMMA – ein Film von Klaus Scheidsteger

Unterricht unter Bomben: So sieht Schule in Gaza wirklich aus

Die achte Front – Israels Krieg gegen die Realität

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Ideologie ersetzt Heimat – Kayvan Soufi-Siavash über Macht, Medien und Wirklichkeit

Michael Hudson: Das Schicksal der Zivilisation – Finanzwahn & Zusammenbruch

Großbritannien: Grüner Lockdown light wird Realität– von Norbert Häring

Die Epstein E Mails enthüllen die 9/11 – Schattenkommissionm | Bowne Report Deutsch

Ideologie statt Heimat – Politik als Nebenbühne

Ideologie statt Heimat – Politik als Nebenbühne von Wissensgeist.TV

Kayvan Soufi-Siavash über Abhängigkeit, Macht und die Verengung des Denkens

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FBI-Fotos aus Jeffrey Epsteins Villa – was die Mächtigen dort gesehen haben müssen

Andrei Martyanov: Warum ein Krieg gegen Iran zum Verlustgeschäft wird

Schlafexperte: Nachts nicht urinieren und warum Sex nachts keine gute Idee ist

Die Zersetzung der Gesellschaft – KGB Überläufer erklärt den strukturierten ideologischen Umsturz

Für immer 18: Diese 4 Stoffe sind jetzt wichtig ab 40

Wie Epstein vom Mossad, der CIA und dem MI6 benutzt wurde – John Kiriakou, ehemaliger Whistleblower

Blackout in Spanien – Macron kritisiert Abhängigkeit von Solar und Wind

Blackout in Spanien – Macron kritisiert Abhängigkeit von Solar und Wind

Blackout in Spanien – Macron kritisiert Abhängigkeit von Solar und Wind

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den großen Stromausfall, der die Iberische Halbinsel im April 2025 heimgesucht hat, auf die starke Abhängigkeit Spaniens von Solar- und Windenergie zurückgeführt und nicht auf unzureichende grenzüberschreitende Stromverbindungen mit Frankreich. Bekanntlich hatte zu viel Solarstrom auf der Iberischen Halbinsel zuerst zu einem Blackout in Portugal und danach in Spanien […]

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Estlands Geheimdienst gegen NATO-Angst: Kein russischer Angriff geplant

Estlands Geheimdienst gegen NATO-Angst: Kein russischer Angriff geplant

Estlands Geheimdienst gegen NATO-Angst: Kein russischer Angriff geplant

Im jährlichen Bericht des estnischen Auslandsgeheimdienstes hält die Behörde nüchtern fest: Russland hat keine Absicht, das Land anzugreifen. Das Baltikum – Estland, Lettland, Litauen – gilt üblicherweise als rhetorischer Scharfmacher im Konflikt der EU mit Russland und dem Stellvertreterkrieg in der Ukraine. Estland hat durch die Person Kaja Kallas, inoffizielle „Außenministerin“ der EU, eine besonders […]

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Er hatte bloß um Ruhe gebeten: Migranten schlagen Deutschen zusammen

Er hatte bloß um Ruhe gebeten: Migranten schlagen Deutschen zusammen

Er hatte bloß um Ruhe gebeten: Migranten schlagen Deutschen zusammen

In Zeiten, in denen öffentliche Räume immer öfter Schauplatz von Eskalationen werden, reicht manchmal ein einziger höflicher Satz – und alles kippt. Am frühen Morgen des 8. Februar 2026 wurde diese bittere Realität am Bahnhof Rosenheim erneut deutlich: Ein 38-jähriger Mann bat drei lautstark sprechende Migranten um etwas mehr Rücksicht – und erntete dafür brutale Schläge ins Gesicht. Die Polizei ließ die Täter prompt wieder frei.

Der Polizei zufolge wurde am Bahnhof Rosenheim am frühen Sonntagmorgen ein 38-jähriger Deutscher von drei Migranten angegriffen und verprügelt. Er hatte in der Bahnhofshalle drei lautstark diskutierende migrantische Männer angesprochen und sie gebeten, ihre Unterhaltung etwas leiser zu führen. Statt einer Entschuldigung kam es zum Streit – und dann zu massiven Schlägen, die von dem Trio ausgingen.

Die alarmierte Bundespolizei fand bei ihrem Eintreffen zwei Personen, die in eine Rangelei verwickelt waren, am Boden vor und trennte die Beteiligten. Zeugen wiesen die Beamten darauf hin, dass ursprünglich drei Männer auf das Opfer eingeprügelt hätten. Die beiden Flüchtigen konnten wenig später von Streifen der Landespolizei festgenommen werden – einer im Umfeld des Bahnhofs und der andere im angrenzenden Stadtgebiet. Der 38-Jährige erlitt durch die Schläge mehrere Platzwunden im Gesicht.

Die Schläger (35, 31, 28) stammen aus dem Jemen, Eritrea und Sierra Leone. Laut Polizei sind sie in der Vergangenheit in Deutschland ausländerbehördlich registriert worden. Ein Alkoholtest ergab bei jedem einen Wert zwischen rund einem und knapp zwei Promille. Gegen die drei Männer wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Unfassbar: „Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie aus dem Gewahrsam entlassen. Sie müssen mit einem Strafverfahren rechnen“, heißt es in der Polizeimeldung. Das brutale Schläger-Trio wurde also wieder auf die Bürger losgelassen. Bis es zu einem Strafverfahren kommt – wenn es überhaupt dazu kommt – können sie längst untergetaucht sein.

Der Vorfall am Rosenheimer Bahnhof ist kein Einzelfall. Die Sicherheit im öffentlichen Raum erodiert zusehends. Im buntesten Deutschland aller Zeiten reicht inzwischen schon eine banale Höflichkeitsbitte, um Gewalt auszulösen. Solange die Täter binnen kürzester Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt werden, wird sich an diesen unhaltbaren Zuständen nichts ändern.

Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Gary Abernathy

Eines der nervigsten Dinge an Klima-Untergangspropheten ist die Gewissheit, mit der sie ihre düsteren Vorhersagen treffen, während sie gleichzeitig Ausreden für all ihre früheren nicht einmal annähernd eingetretenen Prognosen finden. Schauen wir uns einige davon noch einmal an.

Anfang bis Mitte der 1970er Jahre sagten mehrere Zeitschriftenartikel und eine Reihe von Wissenschaftlern voraus, dass Abkühlungstrends innerhalb weniger Jahre eine neue „Mini-Eiszeit” einläuten könnten. Das ist nicht eingetreten. Tatsächlich wurden die neuen Kristallkugeln von kalt auf heiß geschaltet.

In einem Artikel der Associated Press vom Juni 1989 wurde „ein hochrangiger UN-Umweltbeamter” zitiert, der behauptete, dass „ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten, wenn der Trend zur globalen Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird”.

Noel Brown, Direktor des New Yorker Büros des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, betonte, dass „die Regierungen ein Zeitfenster von zehn Jahren haben, um das Problem des Treibhauseffekts zu lösen, bevor es sich der Kontrolle der Menschheit entzieht”. Ohne Maßnahmen „wird der Meeresspiegel bis zu 90 cm steigen, was ausreichen würde, um die Malediven und andere flache Inselstaaten zu überfluten”.

Nach letzten Berichten geht es den Malediven weiterhin gut – vor allem dank des wachsenden Tourismus‘! Laut CBS News sagte der ehemalige Vizepräsident Al Gore (immer gut für einen Lacher) 2009 auf einer UN-Klimakonferenz, dass neue Daten darauf hindeuten, dass die arktische Polkappe bereits in fünf bis sieben Jahren im Sommer verschwinden könnte, also spätestens 2016. Das ist nicht eingetreten.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die britische Zeitung „The Independent“ einen Artikel, in dem ein Wissenschaftler zitiert wurde, der behauptete, dass britische Kinder dank der globalen Erwärmung innerhalb eines Jahrzehnts „nicht mehr wissen werden, was Schnee ist“. Sagen Sie das nicht den britischen Jugendlichen und anderen, die die strengen Winter 2010, 2013, 2018 usw. erlebt haben!

Reicht das? Machen wir noch ein paar mehr.

Anfang der 2000er Jahre gab es zahlreiche Vorhersagen, dass alle Gletscher im Glacier-Nationalpark bis 2020 oder, wenn wir Glück hätten, bis 2030 verschwinden würden.

„Spätere Vorhersagen verschoben das unvermeidliche Verschwinden der Gletscher auf 2050“, heißt es in einem Artikel der Zeitung Daily Inter Lake vom Dezember 2025. „Nun sagen Forscher, dass es Grund zu der Annahme gibt, dass einige der ewigen Eisformationen des Parks bis ins Jahr 2100 bestehen bleiben werden.“ Gletscher sind bekanntlich hartnäckig. In mehreren Reportagen der letzten Jahre wurden Wissenschaftler und Klimaalarmisten zitiert, die vorausgesagt hatten, dass New York City aufgrund von Überschwemmungen infolge des Klimawandels unter Wasser verschwinden würde.

So titelte beispielsweise The Guardian 2011, kurz nach dem Hurrikan Irene, „Große Stürme könnten New York City im nächsten Jahrzehnt unter Wasser setzen“ und untertitelte: „Der durch den Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels könnte die Stadt in Irene-ähnlichen Sturmszenarien lahmlegen, behauptet ein neuer Klimabericht.“

Stattdessen ist die einzige Flutwelle, mit der New York City konfrontiert ist, die Schuldenflut unter dem sozialistischen Bürgermeister Zohran Mamdani.

Trotz einer Erfolgsbilanz, die selbst den überzeugtesten Gläubigen entmutigen sollte, hagelt es weiterhin Vorhersagen, die sich derzeit vor allem auf leicht steigende Temperaturen konzentrieren, die angeblich zu vermehrten Niederschlägen, heftigeren Stürmen und Dürren, Überschwemmungen (sie decken immer beide Möglichkeiten ab) oder anderen Katastrophen führen werden.

„Der Klimawandel ist real, er findet statt, und wenn wir nicht bald etwas dagegen unternehmen, werden die Folgen schwerwiegend sein“, so Martin Krause, Direktor der Abteilung für Klimawandel des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Zweite Strophe, gleich wie die erste.

Während die meisten Anhänger der These des vom Menschen verursachten Klimawandels der Schule des Alarmismus‘ angehören, die nach dem Motto „Lasst uns das schlimmste Szenario entwerfen und hoffen, dass es alle so erschreckt, dass sie endlich handeln“ vorgeht, ist es erfrischend, gelegentlich auf jemanden zu treffen, der einen vernünftigeren Ansatz verfolgt.

Noah Kaufman, ehemaliger leitender Ökonom im Wirtschaftsberaterstab der Biden-Regierung, derzeit leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center on Global Energy Policy der Columbia University und Co-Direktor der Resilient Energy Economies Initiative, könnte genau dieser Person entsprechen.

In einem Artikel mit dem Titel „Lasst uns alle einen Moment lang ruhig bleiben“, der Anfang dieses Monats in The Atlantic erschien, beklagt Kaufman – obwohl er deutlich macht, dass er persönlich fest an den vom Menschen verursachten Klimawandel glaubt – die konkreten Panikprognosen mit Datum und Uhrzeit, die dazu beigetragen haben, dass seine Sache an Respekt und Glaubwürdigkeit verloren hat.

„Nur wenige Ökonomen vertreten diese Alles-oder-Nichts-Ansichten zur Klimapolitik“, schreibt Kaufman. Kaufman weist darauf hin, dass „quantitative Schätzungen der gesamten globalen Schäden über Jahrhunderte hinweg weit über unsere analytischen Fähigkeiten hinausgehen. Kleine Änderungen in den Annahmen … können zu Ergebnissen führen, die praktisch jede politische Reaktion zu rechtfertigen scheinen.“

Letztendlich „können diese Modelle entweder eine pessimistische Weltanschauung reflektieren, in der sich die Klimaschäden bis zu einem katastrophalen Ausmaß beschleunigen, oder eine optimistischere, in der der menschliche Fortschritt die Schäden relativ gering hält. Sie sind wenig hilfreich, um zu bestimmen, welche dieser Zukunftsszenarien eintreten wird.“

Kaufman kommt zu dem Schluss, dass „die vollständigen Auswirkungen des Klimawandels nicht vorhersehbar sind und eine konstruktivere öffentliche Diskussion über die Klimapolitik erfordert, dass man sich damit besser arrangiert.“

Ich empfehle Kaufmans Artikel. Auch wenn ich wahrscheinlich weiterhin zu denen gehören werde, die zwar zustimmen, dass sich das Klima regelmäßig verändert, aber skeptisch gegenüber dem Ausmaß des Einflusses des Menschen bleiben, habe ich nichts dagegen, darüber zu diskutieren und mir unterschiedliche Standpunkte anzuhören. Solche Gespräche sind viel angenehmer mit jemandem, der sich nicht selbstgerecht verhält oder die Intelligenz von Andersdenkenden herabsetzt.

Wenn mehr Anhänger der These vom vom Menschen verursachten Klimawandel den Skeptikern mit Respekt, Gelassenheit und ohne Vorwürfe begegnen würden, könnte dies wesentlich dazu beitragen, die Gemüter zu beruhigen – und sind wir uns nicht alle einig, dass dies das Ziel sein sollte?

Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.

This article was orginally published at The Empowerment Alliance and is re-published here with permission. 

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/04/climate-alarmists-are-often-wrong-but-never-in-doubt/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Gary Abernathy

Eines der nervigsten Dinge an Klima-Untergangspropheten ist die Gewissheit, mit der sie ihre düsteren Vorhersagen treffen, während sie gleichzeitig Ausreden für all ihre früheren nicht einmal annähernd eingetretenen Prognosen finden. Schauen wir uns einige davon noch einmal an.

Anfang bis Mitte der 1970er Jahre sagten mehrere Zeitschriftenartikel und eine Reihe von Wissenschaftlern voraus, dass Abkühlungstrends innerhalb weniger Jahre eine neue „Mini-Eiszeit” einläuten könnten. Das ist nicht eingetreten. Tatsächlich wurden die neuen Kristallkugeln von kalt auf heiß geschaltet.

In einem Artikel der Associated Press vom Juni 1989 wurde „ein hochrangiger UN-Umweltbeamter” zitiert, der behauptete, dass „ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten, wenn der Trend zur globalen Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird”.

Noel Brown, Direktor des New Yorker Büros des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, betonte, dass „die Regierungen ein Zeitfenster von zehn Jahren haben, um das Problem des Treibhauseffekts zu lösen, bevor es sich der Kontrolle der Menschheit entzieht”. Ohne Maßnahmen „wird der Meeresspiegel bis zu 90 cm steigen, was ausreichen würde, um die Malediven und andere flache Inselstaaten zu überfluten”.

Nach letzten Berichten geht es den Malediven weiterhin gut – vor allem dank des wachsenden Tourismus‘! Laut CBS News sagte der ehemalige Vizepräsident Al Gore (immer gut für einen Lacher) 2009 auf einer UN-Klimakonferenz, dass neue Daten darauf hindeuten, dass die arktische Polkappe bereits in fünf bis sieben Jahren im Sommer verschwinden könnte, also spätestens 2016. Das ist nicht eingetreten.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die britische Zeitung „The Independent“ einen Artikel, in dem ein Wissenschaftler zitiert wurde, der behauptete, dass britische Kinder dank der globalen Erwärmung innerhalb eines Jahrzehnts „nicht mehr wissen werden, was Schnee ist“. Sagen Sie das nicht den britischen Jugendlichen und anderen, die die strengen Winter 2010, 2013, 2018 usw. erlebt haben!

Reicht das? Machen wir noch ein paar mehr.

Anfang der 2000er Jahre gab es zahlreiche Vorhersagen, dass alle Gletscher im Glacier-Nationalpark bis 2020 oder, wenn wir Glück hätten, bis 2030 verschwinden würden.

„Spätere Vorhersagen verschoben das unvermeidliche Verschwinden der Gletscher auf 2050“, heißt es in einem Artikel der Zeitung Daily Inter Lake vom Dezember 2025. „Nun sagen Forscher, dass es Grund zu der Annahme gibt, dass einige der ewigen Eisformationen des Parks bis ins Jahr 2100 bestehen bleiben werden.“ Gletscher sind bekanntlich hartnäckig. In mehreren Reportagen der letzten Jahre wurden Wissenschaftler und Klimaalarmisten zitiert, die vorausgesagt hatten, dass New York City aufgrund von Überschwemmungen infolge des Klimawandels unter Wasser verschwinden würde.

So titelte beispielsweise The Guardian 2011, kurz nach dem Hurrikan Irene, „Große Stürme könnten New York City im nächsten Jahrzehnt unter Wasser setzen“ und untertitelte: „Der durch den Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels könnte die Stadt in Irene-ähnlichen Sturmszenarien lahmlegen, behauptet ein neuer Klimabericht.“

Stattdessen ist die einzige Flutwelle, mit der New York City konfrontiert ist, die Schuldenflut unter dem sozialistischen Bürgermeister Zohran Mamdani.

Trotz einer Erfolgsbilanz, die selbst den überzeugtesten Gläubigen entmutigen sollte, hagelt es weiterhin Vorhersagen, die sich derzeit vor allem auf leicht steigende Temperaturen konzentrieren, die angeblich zu vermehrten Niederschlägen, heftigeren Stürmen und Dürren, Überschwemmungen (sie decken immer beide Möglichkeiten ab) oder anderen Katastrophen führen werden.

„Der Klimawandel ist real, er findet statt, und wenn wir nicht bald etwas dagegen unternehmen, werden die Folgen schwerwiegend sein“, so Martin Krause, Direktor der Abteilung für Klimawandel des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Zweite Strophe, gleich wie die erste.

Während die meisten Anhänger der These des vom Menschen verursachten Klimawandels der Schule des Alarmismus‘ angehören, die nach dem Motto „Lasst uns das schlimmste Szenario entwerfen und hoffen, dass es alle so erschreckt, dass sie endlich handeln“ vorgeht, ist es erfrischend, gelegentlich auf jemanden zu treffen, der einen vernünftigeren Ansatz verfolgt.

Noah Kaufman, ehemaliger leitender Ökonom im Wirtschaftsberaterstab der Biden-Regierung, derzeit leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center on Global Energy Policy der Columbia University und Co-Direktor der Resilient Energy Economies Initiative, könnte genau dieser Person entsprechen.

In einem Artikel mit dem Titel „Lasst uns alle einen Moment lang ruhig bleiben“, der Anfang dieses Monats in The Atlantic erschien, beklagt Kaufman – obwohl er deutlich macht, dass er persönlich fest an den vom Menschen verursachten Klimawandel glaubt – die konkreten Panikprognosen mit Datum und Uhrzeit, die dazu beigetragen haben, dass seine Sache an Respekt und Glaubwürdigkeit verloren hat.

„Nur wenige Ökonomen vertreten diese Alles-oder-Nichts-Ansichten zur Klimapolitik“, schreibt Kaufman. Kaufman weist darauf hin, dass „quantitative Schätzungen der gesamten globalen Schäden über Jahrhunderte hinweg weit über unsere analytischen Fähigkeiten hinausgehen. Kleine Änderungen in den Annahmen … können zu Ergebnissen führen, die praktisch jede politische Reaktion zu rechtfertigen scheinen.“

Letztendlich „können diese Modelle entweder eine pessimistische Weltanschauung reflektieren, in der sich die Klimaschäden bis zu einem katastrophalen Ausmaß beschleunigen, oder eine optimistischere, in der der menschliche Fortschritt die Schäden relativ gering hält. Sie sind wenig hilfreich, um zu bestimmen, welche dieser Zukunftsszenarien eintreten wird.“

Kaufman kommt zu dem Schluss, dass „die vollständigen Auswirkungen des Klimawandels nicht vorhersehbar sind und eine konstruktivere öffentliche Diskussion über die Klimapolitik erfordert, dass man sich damit besser arrangiert.“

Ich empfehle Kaufmans Artikel. Auch wenn ich wahrscheinlich weiterhin zu denen gehören werde, die zwar zustimmen, dass sich das Klima regelmäßig verändert, aber skeptisch gegenüber dem Ausmaß des Einflusses des Menschen bleiben, habe ich nichts dagegen, darüber zu diskutieren und mir unterschiedliche Standpunkte anzuhören. Solche Gespräche sind viel angenehmer mit jemandem, der sich nicht selbstgerecht verhält oder die Intelligenz von Andersdenkenden herabsetzt.

Wenn mehr Anhänger der These vom vom Menschen verursachten Klimawandel den Skeptikern mit Respekt, Gelassenheit und ohne Vorwürfe begegnen würden, könnte dies wesentlich dazu beitragen, die Gemüter zu beruhigen – und sind wir uns nicht alle einig, dass dies das Ziel sein sollte?

Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.

This article was orginally published at The Empowerment Alliance and is re-published here with permission. 

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/04/climate-alarmists-are-often-wrong-but-never-in-doubt/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Genetische Mücken in Afrika – Gates weist jede Verantwortung zurück, doch das Vertrauen in den selbsternannten Philanthropen bröckelt

Bill Gates gilt für viele als globaler Wohltäter. Mit Milliarden aus seiner Stiftung will er Krankheiten bekämpfen, Impfprogramme fördern und innovative Technologien vorantreiben. Doch je größer der Einfluss seiner Projekte wird, desto stärker wächst auch die Skepsis. Besonders brisant ist die Debatte um genetisch veränderte Mücken – ein Thema, das in Kenia zuletzt erneut für Schlagzeilen sorgte.

Ausgangspunkt war ein Vorwurf in sozialen Medien und aus dem politischen Umfeld: Die Gates Foundation stecke hinter der Freisetzung genetisch modifizierter Mücken in Kenia. Der kenianische Nachrichtendienst Citizen Digital berichtete darüber und zitierte die klare Zurückweisung der Stiftung. Die Gates Foundation erklärte, sie habe keine solchen Mücken in Kenia freigesetzt und betreibe keine entsprechenden Freisetzungsprogramme im Land. Man arbeite ausschließlich mit Partnern unter lokaler Aufsicht und innerhalb der regulatorischen Rahmenbedingungen.

Formal mag diese Antwort korrekt sein. Doch sie löst das grundlegende Vertrauensproblem nicht. Denn weltweit wurden in den vergangenen Jahren tatsächlich genetisch veränderte Mücken freigesetzt – unter anderem in Brasilien, auf den Kaimaninseln und in Teilen der USA. Ziel war es, die Ausbreitung von Krankheiten wie Dengue oder Zika einzudämmen. Solche Projekte wurden von Biotechnologieunternehmen umgesetzt, die teilweise Fördermittel von der Gates Foundation erhielten oder im Umfeld globaler Gesundheitsprogramme arbeiteten.

Für viele Menschen ist das entscheidend: Auch wenn die Stiftung nicht selbst Mücken aussetzt, ermöglicht sie durch ihre Finanzierung Forschung und Programme, die reale Eingriffe in Ökosysteme darstellen. Hier entsteht ein Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und demokratischer Kontrolle. Wenn eine private Stiftung mit enormem Kapital biotechnologische Strategien in verschiedenen Ländern mitprägt, stellt sich die Frage nach Macht und Verantwortung.

Hinzu kommt die grundsätzliche Kritik am Modell philanthropischer Großstiftungen. Bill Gates entscheidet nicht als gewählter Politiker, sondern als Milliardär mit globalem Netzwerk. Dennoch beeinflussen seine Förderentscheidungen Prioritäten in der internationalen Gesundheitspolitik. Für Befürworter ist das pragmatische Problemlösung. Für Kritiker ist es eine Verschiebung von Entscheidungsgewalt weg von öffentlichen Institutionen hin zu privaten Akteuren.

Der Citizen-Digital-Bericht zeigt exemplarisch, wie schnell solche Projekte Misstrauen auslösen. Selbst eine offizielle Zurückweisung reicht nicht aus, um Zweifel auszuräumen. In einer Welt, in der technologische Eingriffe immer tiefer in Natur und Gesellschaft hineinreichen, genügt es vielen Menschen nicht mehr, auf gute Absichten zu verweisen.

Die eigentliche Debatte dreht sich daher weniger um einzelne Mückenprojekte, sondern um ein größeres Prinzip: Wie viel Einfluss sollte ein einzelner Milliardär über globale Gesundheitsstrategien haben? Und wie transparent, kontrollierbar und demokratisch legitimiert sind diese Prozesse?

Bill Gates mag sich als Problemlöser verstehen. Doch wer Milliarden bewegt und Innovationen finanziert, die reale Umwelt- und Gesellschaftseffekte haben, muss sich kritische Fragen gefallen lassen. Vertrauen entsteht nicht durch Vermögen – sondern durch nachvollziehbare Entscheidungen, offene Strukturen und echte öffentliche Rechenschaft.

Sprachtest-„Doppelgänger“: Neue dreiste Masche der Asylbetrüger zur Pass-Erschleichung macht Schule

Sprachtest-„Doppelgänger“: Neue dreiste Masche der Asylbetrüger zur Pass-Erschleichung macht Schule

Sprachtest-„Doppelgänger“: Neue dreiste Masche der Asylbetrüger zur Pass-Erschleichung macht Schule

Für einen unbegrenzten Aufenthalt in Deutschland und für die Einbürgerung ist ein Sprachtest eine der Grundvoraussetzungen. Jetzt wurde erneut ein Fälscherring aufgedeckt, der für Beträge von bis zu 6.000 Euro falsche Dokumente lieferte.

Bereits im November war es im Raum Stuttgart und Heilbronn zu Durchsuchungen von zwei Sprachschulen und elf Wohnungen gekommen. 15 Verdächtige hatten in Zusammenarbeit mit Sprachschulen die Ergebnisse ihrer „Kundschaft“ nachträglich verbessert hatten. Der Preis dafür betrug bis zu 3.000 Euro. Ermittler gehen von Hunderten Fällen aus.

Nun wurden in Nürnberg ein Iraker  und ein Deutscher festgenommen, die bei der Beschaffung falscher Zertifikate eine besonders dreiste Methode anwandten: Der Iraker schickte für die Prüflinge „Stellvertreter“ mit gefälschten Dokumenten in die Prüfung; der Deutsche war als einer von insgesamt 20„Stellvertretern“ tätig. Für Beträge zwischen 2.500 und 6.000 Euro erlangten Asylbewerber mit Hilfe dieses Netzwerkes so ein Zertifikat, das „echt“ war – bis auf die Person, die die Prüfung abgelegt hatte.

Es stellt sich die Frage, wie viele Aufenthaltstitel oder gar Einbürgerungen auf diese Weise bisher bundesweit realisiert wurden? Das Berliner Landesamt für Einwanderung beispielsweise verlangt noch immer keine persönliche Vorsprache beim Einbürgerungsverfahren, sondern wickelt in der Regel das ganze Verfahren weiterhin digital ab.

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