Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Neue Studie dokumentiert eine 20-jährige Pause im Rückgang des arktischen Meereises – verursacht durch interne Variabilität

Neue Studie dokumentiert eine 20-jährige Pause im Rückgang des arktischen Meereises – verursacht durch interne Variabilität

Kenneth Richard

„Der Trend der arktischen Meereisausdehnung im September für die letzten zwei Jahrzehnte 2005–2024 beträgt laut den Meereisindizes des NSIDC und der OSISAF jeweils -0,35 und -0,29 Millionen km² pro Jahrzehnt … Diese Trends unterscheiden sich bei einem Konfidenzniveau von 95 % statistisch nicht signifikant von Null.“ – England et al., 2025

Trotz mehrerer begutachteter, „übermäßig alarmistischer“ Vorhersagen aus den 2010er Jahren, wonach es bis 2020 im Sommer kein Meereis mehr geben würde, gab es „seit 2005 keinen statistisch signifikanten Rückgang der Meereisfläche im September“.

Nicht nur im jährlichen Minimum im September hat sich der Rückgang des Meereises in den letzten zwei Jahrzehnten verlangsamt, sondern „die derzeitige Pause bzgl. des Rückgangs des arktischen Meereises ist in jedem einzelnen Monat des Jahres zu beobachten“.

Das Ausbleiben eines statistisch signifikanten Rückgangs des Meereises ist „über alle Beobachtungsdatensätze, Messgrößen und Jahreszeiten hinweg eindeutig“, und die Dauer der Pause ist in den letzten 47 Jahren der Beobachtungen beispiellos.

„Der Trend für den Zeitraum 2005–2024 ist der langsamste Rückgang der Meereisfläche in einem beliebigen 20-Jahres-Zeitraum seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen.“

Die Pressemitteilung von polarbearsinternational.org beschreibt, wie „bemerkenswert“ es ist, dass 2025 das 13. Jahr in Folge (2012) war, in dem kein neues Rekordminimum erreicht wurde. Der vergangene September (2025) war das zehntniedrigste September-Minimum in den Daten von 1979 bis heute.

Interne Variabilität erklärt die Trends

Das arktische Meereis ist zwischen 1995 und 2005 tatsächlich rapide zurückgegangen. Die Autoren vermuten jedoch, dass interne Schwankungen (AMO, PDO) „möglicherweise eine größere Rolle“ gespielt haben als anthropogene Einflüsse, um diesen jahrzehntelangen Rückgang zu erklären.

„Interne Schwankungen sind mindestens ebenso bedeutsam, möglicherweise sogar noch bedeutsamer, um den starken Rückgang in diesem Zeitraum [1990er- bis 2000er-Jahre] zu erklären.“

Die Wissenschaftler behaupten, dass interne Klimavariabilität die Auswirkungen des Menschen „vollständig ausgleichen“ und in den kommenden Jahrzehnten sogar zu einem Wachstum des Meereises führen kann.

Es wird erwartet, dass die Pause „weitere fünf bis zehn Jahre“ andauern wird.

Neue Studie dokumentiert eine 20-jährige Pause im Rückgang des arktischen Meereises – verursacht durch interne Variabilität

Image Source: England et al., 2025 and polarbearsinternational.org press release

Link: https://notrickszone.com/2026/03/11/new-study-documents-a-20-year-pause-in-arctic-sea-ice-decline-driven-by-internal-variability/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Neue Studie dokumentiert eine 20-jährige Pause im Rückgang des arktischen Meereises – verursacht durch interne Variabilität erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

ARMAGEDDON – Was es wirklich bedeutet und warum es auch DICH betrifft

Die Welt verändert sich in immer schnellerem Tempo. Die Ereignisse überschlagen sich. Kriege, geopolitische Spannungen und globale Krisen prägen die Schlagzeilen. Ist das alles Zufall oder Teil eines orchestrierten Plans? Aus allen Richtungen hört man plötzlich das eine Wort: Armageddon. Für die einen ist es DAS Weltkriegs-Szenario, andere verbinden damit geopolitische Konflikte. Kla.TV-Gründer Ivo Sasek entschlüsselt die ursprüngliche Bedeutung von „Armageddon“ und das Ergebnis ist zweifelsfrei richtungsweisend für die aktuelle Zeit: Jeder von uns ist JETZT gefragt!
„Strategischer Fehler“: Wer zieht die Verantwortlichen für den Atomausstieg zur Rechenschaft?

„Strategischer Fehler“: Wer zieht die Verantwortlichen für den Atomausstieg zur Rechenschaft?

„Strategischer Fehler“: Wer zieht die Verantwortlichen für den Atomausstieg zur Rechenschaft?

Der Atomausstieg war nicht mehr und nicht weniger als das Todesurteil für Deutschland als Industrienation. Jetzt rufen die ideologischen Brandstifter von damals, zu denen auch Ursula von der Leyen (CDU) gehörte, nach der Feuerwehr und fordern eine Renaissance der Kernenergie. Das Atom-Aus sei ein „strategischer Fehler“ gewesen.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, mit welcher Chuzpe und Nonchalance EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) den von ihr als Merkel-Ministerin mitbetriebenen und mitgetragenen Atomausstieg auf einmal „bereut“. Plötzlich ist Atomkraft Teil ihres „Green Deal“ für eine bezahlbare und klimafreundliche Energie-Versorgung. Der Ausstieg sei ein „strategischer Fehler“ gewesen. Klingt fast so wie aus der Werbung für Clausthaler alkoholfrei: „Kann ja mal vorkommen…“

Auch der Isar II Zerstörer Markus Söder (CSU) hat sich nach zwischenzeitlicher „Ergrünung“ gewohnt geschmeidig vom entschiedenen „Atomkraft, Nein danke“-Apologeten zum entschiedenen Atomkraft-Befürworter gewandelt. Bei Friedrich Merz (CDU) dauert es mit Rücksicht auf den Koalitionspartner SPD noch etwas länger.

Schaden geht in die Billionen

Es sind vor allem diese Namen, die sich mit der wohl folgenschwersten energiepolitischen Fehlentscheidung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und später mit der Abwrackung auch noch der letzten drei Atommeiler verbinden: Angela Merkel (CDU), Markus Söder (CSU), Robert Habeck („Grüne“), Olaf Scholz (SPD), Christian Lindner (FDP), Friedrich Merz (CDU) und Ursula von der Leyen (CDU).

Letztere gehörte den Merkel-Regierungen in verschiedenen Ministerämtern an. Als Bundesministerin für Arbeit und Soziales trug sie den Beschluss der Bundesregierung zum beschleunigten Atomausstieg mit, der im März 2011 nach Reaktorkatastrophe von Fukushima völlig irrational eingeleitet und später vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte in die Billionen gehen!

Fest steht: Deutschland zahlt den höchsten Preis weltweit für seinen energiepolitischen Sonderweg, während alle europäischen Nachbarländer weiter auf Atomkraft setzen – von China und den USA gar nicht erst zu reden.

Schätzungen gehen davon aus, dass die sogenannte „Transformation“ im Zuge des Atomausstiegs die deutsche Volkswirtschaft bereits deutlich mehr als 500 Milliarden Euro gekostet hat. Ökonomen erwarten für die kommenden 25 Jahre Kosten, die mindestens doppelt so hoch ausfallen könnten. Einige Prognosen reichen bis zu sechs Billionen Euro!

Kann ja mal vorkommen…

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Die Mär von Putins Einmischung: Wie Brüssel und Medien Ungarn-Wahl manipulieren wollen!

Die Mär von Putins Einmischung: Wie Brüssel und Medien Ungarn-Wahl manipulieren wollen!

Die Mär von Putins Einmischung: Wie Brüssel und Medien Ungarn-Wahl manipulieren wollen!

Es ist immer dasselbe durchschaubare Spiel: Wenn konservative Regierungen Wahlen gewinnen könnten, wird von den Eliten sofort die Russland-Karte gezogen. Jetzt trifft es Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Doch ein renommierter Thinktank entlarvt die angebliche “Putin-Verschwörung” jetzt als das, was sie ist: eine zynische, heuchlerische und brandgefährliche Schmutzkampagne!

Die deutschen Mainstream-Medien (z.B. die “Zeit” und der Regierungssender “Deutsche Welle“) und diverse linke Anti-Orbán-Aktivisten überschlagen sich derzeit mit wilden Behauptungen: Wladimir Putin höchstpersönlich soll angeblich einen Geheimplan abgesegnet haben, um das ungarische Netz mit kremltreuen Botschaften zu fluten und so Orbáns Fidesz-Partei an der Macht zu halten.

Das neu gegründete “Democracy Interference Observatory” (DIO) des konservativen Thinktanks MCC Brussels schlägt nun Alarm und nimmt die Medienberichte auseinander. Die Forscher stellen schonungslos klar: Für diese massiven Vorwürfe gibt es schlichtweg keine Belege. Die Behauptungen über angebliche Kreml-Operationen stützen sich fast ausschließlich auf anonyme Quellen und Geraune, das sich unabhängig nicht überprüfen lässt. Auch die hysterische Panikmache der Opposition vor angeblich von russischen Geheimdiensten gesteuerten “KI-Schmutzkampagnen” verweisen die Analysten ins Reich der Märchen.

Während die Mainstream-Medien das Phantom der russischen Einmischung jagen, wird die echte Erpressung geflissentlich ignoriert. Orbáns Team bringt es auf den Punkt: Es ist nicht Russland, sondern die Ukraine, die sich massiv in den ungarischen Wahlkampf einmischt – und zwar knallhart, indem sie die russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline blockiert, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen!

Besonders interessant ist, was die Forscher über die angebliche Wechselstimmung im Land aufdecken. Plötzlich sehen Umfragen die links-globalistische Oppositionspartei Tisza deutlich vorn. Ein Zufall? Wohl kaum! Die Analysten von MCC Brussels zeigen auf: Institute wie “Republikon” oder das “21 Research Center”, die diese Zahlen liefern, hängen am finanziellen Tropf europäischer Institutionen. Mit Brüsseler Geld wird hier offenbar das Narrativ zurechtgebogen, um einen Regierungswechsel herbeizuschreiben und das Wahlergebnis schon im Vorfeld zu delegitimieren.

Richard Schenk, Forscher beim MCC Brussels, findet deutliche Worte für dieses Manöver: “Die Behauptungen über eine russische Einmischung in die ungarische Wahl sind zynisch, heuchlerisch und vor allem gefährlich.” Ein vernichtendes Urteil über eine politisch-mediale Blase, der offenbar jedes Mittel recht ist, um unliebsame Konservative aus dem Amt zu jagen.

X-Nutzer stellen fest, dass ihre echten Namen in Israel gegoogelt werden, nachdem sie die X-Verifizierungssoftware „Au10tix” verwendet haben

X-Nutzer stellen fest, dass ihre echten Namen in Israel gegoogelt werden, nachdem sie die X-Verifizierungssoftware „Au10tix” verwendet haben

Von Alan Macleod

Eine Vielzahl anonymer X-Nutzer (Twitter) hat berichtet, dass ihre richtigen Namen plötzlich in Israel gegoogelt werden, kurz nachdem sie begonnen haben, das Land für seine Handlungen in Palästina zu kritisieren. Einige brachten dieses Phänomen mit Au10tix in Verbindung, einer Software, die X von seinen Nutzern (auch von anonymen) verlangt, um ihre wahre Identität zu überprüfen.

Au10tix ist ein israelisches Unternehmen, das von ehemaligen israelischen Spionen der Eliteeinheit 8200 des israelischen Militärgeheimdienstes gegründet wurde und mit diesen besetzt ist. MintPress News untersucht dieses beunruhigende Phänomen.

X-Nutzer stellen fest, dass ihre echten Namen in Israel gegoogelt werden, nachdem sie die X-Verifizierungssoftware „Au10tix” verwendet haben‼Israel will jetzt wissen, wer seine Feinde sind

Du kannst jetzt auf deren Liste stehen.

Ein Video sorgt derzeit für Aufsehen: Mehrere anonyme Nutzer:innen auf X berichten, dass ihre echten Namen plötzlich in Israel gegoogelt wurden, nachdem sie das Land wegen des Kriegs in… pic.twitter.com/erEHwyBCEZ

— Don (@Donuncutschweiz) March 9, 2026

„Die größte Honeypot-Operation der Welt”

„Ich scherze nicht, wenn ich sage, dass mein vollständiger Name, einschließlich meines zweiten Vornamens, in den letzten 24 Stunden elf Mal in Israel gesucht wurde”, schrieb TransFemPOTUS, ein anonymer X-Nutzer, der Israels Vorgehen scharf kritisiert hat.

Dies war kein Einzelfall. „Anscheinend wurde mein vollständiger Name neulich in Israel gesucht”, verriet TheAtlantean9, ein anonymer Nutzer der extremen Linken mit einer palästinensischen Flagge in seiner Biografie.

Unterdessen erklärte der Künstler Bionico Bandito: „Mein vollständiger Name wurde 100 Mal in Israel gesucht, als ich dies gepostet habe”, und bezog sich dabei auf eine Karikatur, die die Hinrichtung von Mitarbeitern von Jeffrey Epstein darstellt.

Weltweit berichten anonyme Nutzer, von konservativen japanischen Accounts bis hin zu amerikanischen Verschwörungstheoretikern, dass Daten von Google Trends zeigen, dass ihre echten Namen, die nirgendwo online veröffentlicht sind, in Israel massenhaft gesucht werden.

Wie kann das passieren? Einige gaben Au10tix die Schuld. „Nur Au10tix und X verfügen über meine Daten, die bei der Identitätsprüfung erhoben wurden“, schrieb ein Nutzer in einem viralen Beitrag und fügte hinzu: „Die Gerüchte sind absolut wahr.“

„Es ist nun zu 100 % bestätigt, dass Israel anonyme Nutzer auf X und deren Familienangehörige googelt, kurz nachdem sie sich gegen das Land ausgesprochen haben“, schrieb ein anderer und kam zu dem Schluss: „X ist nun die größte Honeypot-Operation auf dem Planeten.“

Im Mittelpunkt der Theorie steht das israelische Sicherheitsunternehmen Au10tix, das 2023 mit der Überprüfung der Identität von Nutzern beauftragt wurde – eine Voraussetzung für die Teilnahme am Premium-Service von X, der den Nutzern eine weitaus größere Reichweite ermöglicht.

Für diesen Vorgang müssen die Nutzer ein Foto ihres Reisepasses oder eines anderen Lichtbildausweises hochladen und Au10tix erlauben, ihr Gesicht über die Kamera ihres Geräts zu scannen. Au10tix behauptet, dass es die Daten der Nutzer innerhalb von 72 Stunden nach Erhalt löscht. Die Tatsache, dass das Unternehmen von Veteranen der berüchtigten israelischen Spionagegruppe Unit 8200 gegründet wurde und mit diesen besetzt ist – einer Gruppe, die hinter vielen der skandalösesten Hacking-, Infiltrations- und Cyberkriegsskandale des letzten Jahrzehnts steckt –, hat jedoch bei vielen zu großer Skepsis geführt.

Die Vorstellung, dass Au10tix selbst oder die israelische Regierung die von den Nutzern bereitgestellten Daten nutzen könnten, um Online-Kritik zu bekämpfen, ist keineswegs abwegig. Es ist bereits bekannt, dass das Heimatschutzministerium dasselbe tut und Hunderte von Vorladungen an Google, Facebook, Instagram, Reddit, Discord und andere große Social-Media-Apps verschickt, in denen es die Herausgabe der persönlichen Daten und Identitäten anonymer Nutzer fordert, die die Maßnahmen der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) kritisiert haben. Regierungsbeamte bestätigten gegenüber der New York Times, dass die Plattformen ihren Forderungen oft nachgekommen sind.

Au10tix: Authentisch israelisch

Au10tix wurde 2002 von Ron Atzmon gegründet, einem Veteranen der Einheit 8200, dessen Vater Schatzmeister der Likud-Partei von Benjamin Netanjahu war. Das Unternehmen begann mit der Bereitstellung von Hightech-Sicherheitssystemen an Flughäfen und anderen Orten, bevor es sich auf den Online-Bereich ausweitete.

Atzmon macht keinen Hehl aus seinen starken politischen Ansichten. Sein berufliches LinkedIn-Profil ist übersät mit Beiträgen, in denen er Israel unterstützt oder amerikanische Studenten verurteilt, die gegen Israels Angriff auf Gaza protestieren, indem er sie mit dem Ku-Klux-Klan vergleicht oder Videos des rechtsextremen Kommentators Douglas Murray repostet, in denen er die Demonstranten als antisemitische Unterstützer des Terrors darstellt.

Eine beträchtliche Anzahl der Mitarbeiter von Au10tix sind ebenfalls ehemalige israelische Geheimagenten. Bis 2016 war Eliran Levi Agent der Einheit 8200. Im Jahr 2022 stellte ihn das Unternehmen als Entwickler ein. Andere hingegen wechseln direkt vom Geheimdienst zu Au10tix. Lior Emuna beispielsweise gab ihre Stelle als Geheimdienstanalystin bei der Einheit 8200 auf, um zu Au10tix zu wechseln. Heute ist sie Analytics Managerin. Und 2019 gab Sara Benita ihre Position als Betreiberin von Mobilkommunikationssystemen bei der Einheit 8200 auf, um Ingenieurin für das Unternehmen zu werden. Der Direktor für Produktmanagement, Shay Rechter, war vor seinem Eintritt in die Organisation ein hochrangiger Kommandeur der israelischen Streitkräfte (IDF).

Die Einheit 8200 ist die elitärste Geheimdienstabteilung der IDF. Sie wird oft als „Israels Harvard“ bezeichnet und ist das Herzstück des Hightech-Spionage- und Militärapparats des Landes. Die Einheit widmet sich der Überwachung, Cyberkriegsführung und Online-Manipulation und war in den letzten Jahren für viele der schockierendsten Fälle von technologiebasierter Sabotage und Terror verantwortlich.

Dazu gehört auch der libanesische Pager-Anschlag von 2024, bei dem Agenten Tausende von mit Sprengfallen versehenen elektronischen Geräten ins Land schmuggelten, diese massenhaft zur Explosion brachten und dabei 42 Menschen töteten und Tausende weitere verletzten. Das Ereignis wurde weithin verurteilt, sogar vom ehemaligen Direktor der CIA, Leon Panetta, als Terrorakt.

Die Einheit 8200 entwickelte auch die berüchtigte Pegasus-Software, mit der weltweit mehr als 50.000 Journalisten, Politiker, Diplomaten, Wirtschaftsführer und Menschenrechtsaktivisten ausspioniert wurden. Zu den bestätigten Zielen gehörten der französische Präsident Emmanuel Macron, der pakistanische Premierminister Imran Khan und der irakische Präsident Barham Salih.

Zu den bekannten Käufern von Pegasus gehören die Central Intelligence Agency und die Regierung von Saudi-Arabien, die damit den Journalisten Jamal Khashoggi von der Washington Post ausspionierten, bevor er von saudischen Agenten in der Türkei ermordet wurde. Alle Verkäufe von Pegasus mussten von der israelischen Regierung genehmigt werden, die Berichten zufolge Zugriff auf die Daten hatte, die die ausländischen Kunden von Pegasus sammelten.

Die Einheit 8200 soll auch Malware entwickelt haben, die Microsoft Windows-Betriebssysteme angriff und dabei gefundene Sicherheitslücken nutzte, um Kontrollsysteme anzugreifen, Festplatten zu löschen und wichtige Systeme wie die Energieinfrastruktur des Iran lahmzulegen.

Ihr tödlichstes Unterfangen ist jedoch zweifellos das Projekt Lavender. Die Gruppe entwickelte die Software Lavender, die mithilfe von KI und Big Data ein Profil jeder Person in Gaza (einschließlich Kinder) erstellt und ihnen eine Punktzahl von 1 bis 100 zuweist, basierend auf den wahrgenommenen Verbindungen der Personen zur Hamas. Eine Vielzahl von Merkmalen, darunter ähnliche Arbeitszeiten oder die Zugehörigkeit zu einer WhatsApp-Gruppe mit einem bekannten Hamas-Mitglied, würden die Punktzahl erhöhen.

Erreichte die Punktzahl einer Person einen bestimmten Wert, wurde sie automatisch auf eine Liste gesetzt.

Diese KI-gesteuerten Todeslisten ermöglichten es der IDF, eine Möglichkeit zu finden, um das zu umgehen, was sie als „Zielengpässe” bezeichneten. Allein in den ersten Wochen des Angriffs identifizierte Lavender über 37.000 Palästinenser, die hingerichtet werden sollten. Diese Systeme wurden kaum oder gar nicht von Menschen überwacht.

Lavender ist bekannt dafür, dass es sehr unzuverlässig ist. Viele Berufsgruppen mit ähnlichen Kommunikationsmustern wie die Hamas, darunter Polizisten und Feuerwehrleute, oder sogar Menschen mit dem gleichen Namen wie ein Widerstandskämpfer, wurden zur Hinrichtung vorgemerkt. Quellen der IDF selbst gehen von einer Falsch-Positiv-Rate von 10 % aus.

Die Einheit 8200 konnte dies dank des massiven Überwachungsapparats tun, den sie im Laufe der Zeit aufgebaut hat. Jede öffentliche Bewegung der Palästinenser wird von Gesichtserkennungskameras überwacht. Ihre Anrufe, SMS und E-Mails werden überwacht. Zu jedem Palästinenser werden Dossiers angelegt, die ihre Krankengeschichte, ihr Sexualleben und ihre Suchhistorie enthalten, damit diese Informationen später für Erpressung oder Nötigung verwendet werden können. Wenn beispielsweise eine Person ihren Ehepartner betrügt, dringend eine medizinische Operation benötigt oder heimlich homosexuell ist, kann dies als Druckmittel eingesetzt werden, um Zivilisten zu Informanten und Spionen für Israel zu machen. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Einheit 8200 berichtete, dass er im Rahmen seiner Ausbildung verschiedene arabische Wörter für „schwul” auswendig lernen musste, damit er sie in Gesprächen heraushören konnte.

Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit von X mit Au10tix, einer Organisation, die von Agenten einer ausländischen Macht gegründet wurde und betrieben wird und die Nutzer dazu zwingt, ihre intimsten persönlichen Daten preiszugeben, so umstritten. Die Einheit 8200 wurde gegründet, um weltweit Cyberkriegsführung und geheime Spionageoperationen durchzuführen, und es ist eine offene Frage, inwieweit sich jemand jemals wirklich aus dem Spionagegeschäft zurückzieht.

Obwohl ihr Ruf weltweit sehr umstritten ist, gilt die Einheit 8200 als die prestigeträchtigste Gruppe innerhalb des israelischen Militärs. In einem Land mit Wehrpflicht geben Eltern ein Vermögen für Mathematik- und Naturwissenschaftsunterricht für ihre Kinder aus, in der Hoffnung, dass diese das hart umkämpfte Auswahlverfahren bestehen, da sie wissen, dass dies ein schneller Weg zu einer lukrativen Karriere im boomenden Hightech-Sektor des Landes ist. Hunderte von ihnen arbeiten schließlich bei Google, Amazon, Facebook und anderen großen amerikanischen Technologieplattformen.

Au10tix hat betont, dass es keine persönlichen Daten der Nutzer speichert, einschließlich ihrer Identität. Aber wenn ein Unternehmen von Personen gegründet wird, geleitet wird und mit Mitarbeitern besetzt ist, die aus einer der berüchtigtsten Spionageorganisationen der Welt stammen – einer Organisation, deren Vorgehensweise darin besteht, sowohl ihre Verbündeten als auch ihre Gegner zu infiltrieren, zu überwachen und zu erpressen –, stellt sich die Frage: Warum sollten wir ihnen vertrauen?

Nein, der Krieg gegen den Iran geht nicht um China. Europa sollte sich viel mehr Sorgen machen

Arnaud Bertrand

Der große Talking Point im Westen, um den illegalen Angriffskrieg gegen den Iran zu rechtfertigen, lautet derzeit, dass es dabei in Wirklichkeit um China gehe – als Teil einer Strategie, China energetisch einzukreisen und ihm einen geopolitischen Partner zu entziehen.

Dieses Narrativ wird inzwischen bis zur Absurdität getrieben. Der ehemalige US-Botschafter in China, Nicholas Burns, verspottete China sogar öffentlich als einen „kraftlosen Freund“, weil es dem Iran im Kampf gegen die USA nicht hilft. Es sagt viel darüber aus, wie zynisch Teile der US-Eliten geworden sind, dass ein hochrangiger amerikanischer Politiker eine nuklear bewaffnete Großmacht dafür verspottet, keinen Krieg mit den Vereinigten Staaten zu beginnen. Man würde darüber lachen, wenn das Thema nicht so ernst wäre.

Dieses Narrativ kommt nicht nur aus Washington, sondern auch aus Europa – und sogar aus einigen überraschenden (und enttäuschenden) Richtungen. Ein Beispiel ist Jean-Luc Mélenchon, der Vorsitzende von La France Insoumise, der wichtigsten linken Oppositionspartei Frankreichs. Er wiederholt Washingtons Argumente und sagt, der Krieg gegen den Iran gehe tatsächlich um China, weil er „Chinas Möglichkeiten zur Ölversorgung einschränkt“.

Man würde nicht erwarten, dass Mélenchon fast wortgleich das wiederholt, was Lindsey Graham oder das Hudson Institute (ein rechtsgerichteter neokonservativer Thinktank in den USA) auf Fox News sagen – aber genau das passiert.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein bestimmtes Kriegsnarrativ von den USA – insbesondere von amerikanischen Neokonservativen – verbreitet wird, sollte man es mit großer Skepsis betrachten. Sie sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie die Wahrheit einem guten Narrativ vorziehen.

Natürlich würden sie sagen, ihre Strategie sei Teil eines großen Masterplans, der letztlich die globale Ordnung neu gestalten und ihren wichtigsten Rivalen in die Schranken weisen soll. Es ist genau die Art von Wohlfühl-Narrativ, die in Washington gut ankommt.

Vielleicht stimmt es sogar – vielleicht ist es wirklich ihr Plan. Wer weiß? Aber selbst wenn das so wäre, wäre er völlig realitätsfern. Und ohnehin gilt das alte Sprichwort: „Kein Plan überlebt den ersten Kontakt mit dem Feind.“ Oder, wie Mike Tyson es ausdrückte: „Jeder hat einen Plan, bis er einen Schlag ins Gesicht bekommt.“

Die USA hatten auch den Plan, mit dem Irakkrieg den Nahen Osten zu „demokratisieren“. Wir wissen alle, wie das ausgegangen ist.

Die Wahrheit ist: Unabhängig davon, wie sich der Krieg gegen den Iran entwickelt – und wir stehen noch ganz am Anfang; Berichte deuten bereits darauf hin, dass das Pentagon einen Krieg bis September einplant – wird China wahrscheinlich deutlich weniger betroffen sein als andere. Und das gilt insbesondere für Europa.

Das bedeutet auch, dass Herr Mélenchon gut daran täte, sich mehr Sorgen über die Folgen für sein eigenes Land – Frankreich – zu machen, statt Washingtons Argumente über ein Land zu wiederholen, das den Iran kaum braucht. Frankreich und Europa hingegen sind viel stärker an genau die Energiemärkte gebunden, die dieser Krieg gerade massiv destabilisiert.

Schauen wir uns die Zahlen an und nehmen wir einmal ein perfektes Szenario aus amerikanischer Sicht an: Der Iran kapituliert, es kommt zu einem Regimewechsel und eine neue, Washington freundlich gesinnte Regierung übernimmt die Macht – etwa unter Führung von Pahlavi oder einer ähnlichen Figur.

Um es klar zu sagen: Das ist extrem unwahrscheinlich. Aber nehmen wir für einen Moment diesen neokonservativen Wunschtraum an.

Würde das den USA mehr Einfluss gegenüber China verschaffen? In gewissem Maß ja – aber dieser Einfluss wäre klein und kurzlebig.

Der Iran ist tatsächlich ein bedeutender Öllieferant für China – nach Saudi-Arabien der zweitgrößte. Doch insgesamt ist China energiepolitisch erstaunlich autark: Seine Energie-Selbstversorgungsrate lag im letzten Jahr bei 84,6 %.

Rechnet man aus, wie abhängig China insgesamt vom Iran ist, kommt man auf nur etwa 1,5 % seines gesamten Energiebedarfs. Für ein Land, dessen eigene Primärenergieproduktion jährlich um etwa 4,6 % wächst, ist das fast vernachlässigbar.

China könnte den Iran theoretisch innerhalb von vier Monaten vollständig ersetzen, indem es einfach seine eigene Produktion weiter steigert. Tatsächlich hat man sich bereits vorbereitet: Chinas Rohölimporte stiegen im Januar und Februar um 15,8 % gegenüber dem Vorjahr, weil Peking bewusst Vorräte aufbaute.

Nach Angaben des Analysten Chim Lee von der Economist Intelligence Unit verfügt China heute über etwa 120 Tage Importreserve. Das bedeutet, dass das Land theoretisch sogar einen vollständigen Stopp aller Ölimporte vier Monate lang überstehen könnte – geschweige denn nur den Ausfall des iranischen Öls.

Zudem ist China selbst ein bedeutender Ölproduzent: Es ist der fünftgrößte Ölproduzent der Welt, noch vor Iran oder Venezuela. Inländisch produziert China ungefähr so viel Öl wie Iran und Venezuela zusammen.

Hinzu kommt: China ist – anders als Europa – Nachbar Russlands, des zweitgrößten Ölproduzenten der Welt. Und im Gegensatz zu Europa unterhält es ausgezeichnete Beziehungen zu diesem Land.

China hat langfristige Energieverträge mit Russland abgeschlossen, die es weitgehend vor Preisschwankungen schützen.

Selbst die Annahme, dass die USA im Falle einer Kontrolle über iranisches Öl die Lieferungen an China stoppen würden, ist fraglich. Wahrscheinlicher wäre, dass sie genau das tun würden, was sie bereits in Venezuela getan haben: das Geld aus den Verkäufen kassieren, während das Öl weiterhin nach China verkauft wird – nur ohne den Rabatt, den China bisher bekam.

Das wahrscheinlichste Ergebnis eines von den USA kontrollierten Iran wäre also schlicht, dass China die gleichen 1,5 % Energie künftig aus einem von den USA kontrollierten Iran beziehen würde.

Für China wäre das verkraftbar.

Tatsächlich haben sich einige Folgen des Krieges bisher sogar positiv für China ausgewirkt.

So mussten die USA ihr THAAD-Raketenabwehrsystem aus Südkorea abziehen – die einzige permanente THAAD-Stationierung der USA im Ausland –, um Systeme zu ersetzen, die im Nahen Osten beschädigt wurden.

Dieses System hatte 2017 massive Spannungen mit China ausgelöst. China stoppte Tourismus nach Südkorea, die Lotte-Gruppe musste sich weitgehend aus dem chinesischen Markt zurückziehen, Hyundai und Kia schlossen Fabriken, und K-Pop verschwand aus chinesischen Medien.

Und jetzt bauen die USA das System einfach ab und schicken es in den Nahen Osten. Südkorea nahm also enorme wirtschaftliche Schäden in Kauf – nur damit Washington das System wieder abzieht, sobald es ihm passt.

Die Lehre daraus ist offensichtlich.

Neben der mangelnden Verlässlichkeit der USA als Sicherheitsgarant gibt es noch zwei weitere Lektionen.

Die erste betrifft die Grenzen amerikanischer Machtprojektion: Iran, ein mittelgroßer Staat unter jahrzehntelangen Sanktionen, konnte die amerikanische Luftverteidigung im gesamten Nahen Osten innerhalb einer Woche so stark belasten, dass Washington Systeme aus Asien abziehen musste.

Die zweite betrifft die Qualität amerikanischer Ausrüstung. THAAD gilt als eines der modernsten Raketenabwehrsysteme der USA, doch Iran konnte in den ersten Kriegstagen zwei Systeme beschädigen oder zerstören – mit genau den Raketen, die THAAD eigentlich abfangen soll.

Wenn das gegen Iran passiert – was sagt das über seine Leistungsfähigkeit gegen einen Gegner wie China?

Ein weiterer Effekt des Krieges könnte langfristig sogar Chinas erneuerbare Energien stärken.

Jeder Tag, an dem die Straße von Hormus unsicher ist, jeder Ölpreisschock, jede Panik auf den Energiemärkten zeigt der Welt, warum Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ein strategisches Risiko ist.

Während sich die USA als „Tankstelle der Welt“ positioniert haben, hat China massiv in erneuerbare Energien investiert. Dieser Krieg bestätigt Chinas Strategie.

China dominiert inzwischen große Teile der grünen Energie-Lieferketten – von Solarmodulen über Batterien bis zu Elektroautos – und die Nachfrage nach diesen Technologien steigt nun weltweit.

Kurz gesagt: Selbst im bestmöglichen Szenario für Washington verliert China lediglich einen günstigen Öllieferanten, den es kaum braucht – während gleichzeitig die Nachfrage nach Technologien wächst, in denen China weltweit führend ist.

Wenn eine „große Strategie“ darin besteht, den Gegner leicht zu stören und ihn dadurch langfristig sogar stärker zu machen, sollte man sie vielleicht überdenken.

Europa trifft es viel härter

Für Europa sind die Folgen dieses Krieges weitaus gefährlicher.

Die EU ist stark von Energieimporten abhängig. Laut Eurostat liegt die Importabhängigkeit bei 58,4 % – die Selbstversorgung also nur bei rund 41 %, etwa halb so viel wie in China.

Und von wem ist Europa abhängig? Vor allem von den USA.

Seit dem Ukrainekrieg hat sich Europas Energieabhängigkeit von den USA vervierfacht: von 4 % im Jahr 2018 auf etwa 22 % heute.

Der Iran ist zwar kein direkter Lieferant für Europa. Doch der Krieg hat bereits dramatische Auswirkungen auf die Energiemärkte.

Die faktische Blockade der Straße von Hormus nimmt rund 20 % der globalen Ölversorgung vom Markt. Gleichzeitig ist Katars LNG-Produktion – ebenfalls etwa 20 % des weltweiten LNG-Marktes – stark beeinträchtigt.

Europa ist dadurch besonders verwundbar, weil es so stark auf Energieimporte angewiesen ist.

Und wer profitiert?

Die USA sind gleichzeitig das Land, das den Krieg begonnen hat und der größte Öl- und Gasproduzent der Welt.

Europa zahlt damit de facto eine Kriegsprämie für Energie an die USA – eine Prämie, die durch einen Krieg entsteht, den die USA selbst führen.

Der Krieg könnte zudem ein ähnliches Ergebnis haben wie der Ukrainekrieg: Damals ersetzte Europa russisches Pipelinegas durch amerikanisches LNG.

Wenn jetzt der gesamte Golf destabilisiert wird, bleiben noch weniger Alternativen – und Europa wird noch stärker auf amerikanische Energie angewiesen sein.

Es gäbe zwar eine Alternative: Europa könnte seine Energiewende beschleunigen und stärker auf chinesische Solar-, Batterie- und Elektrotechnologie setzen.

Doch hier entsteht ein Teufelskreis: Je stärker Europa von amerikanischer Energie abhängig wird, desto größer wird der politische Druck aus Washington, chinesische Alternativen zu blockieren.

Genau das passiert bereits: Europa erhebt Zölle auf chinesische Elektroautos und untersucht chinesische Solarfirmen – häufig auf Druck aus Washington.

So wird Europas Energieabhängigkeit weiter zementiert.

Eine Welt, in der Macht zählt

Der Krieg gegen den Iran schafft zudem einen gefährlichen Präzedenzfall: Eine Supermacht greift einen souveränen Staat an, tötet dessen Führung und versucht einen Regimewechsel – ohne ernsthaften Kriegsgrund.

Das schafft eine Welt, in der „Macht Recht schafft“.

Und in einer solchen Welt zählt vor allem eines: Macht.

China hat sie. Europa nicht.

China verfügt über die größte Marine der Welt, eine enorme industrielle Basis und technologische Dominanz in vielen Schlüsselindustrien.

Europa hingegen ist militärisch zersplittert, energiepolitisch abhängig und politisch gespalten.

Europa ist eine Macht, die nur in einer Welt mit Regeln wirklich bestehen kann. Doch ausgerechnet diese Regeln werden gerade untergraben.

Deshalb ist es aus europäischer Sicht eigentlich irrational, sich über China Sorgen zu machen.

China wird mit diesem Krieg vermutlich gut zurechtkommen.

Europa hingegen könnte in eine strategische Abhängigkeit geraten, aus der es kaum noch herauskommt.

Und genau deshalb sollte Europa sich fragen:

Wer verteidigt eigentlich Europas Interessen?

Gewinner – Verlierer der Woche

Gewinner – Verlierer der Woche

Gewinner – Verlierer der Woche

Gewinner der Woche

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht (56) hat ein Ende der sogenannten Brandmauer gegen die AfD gefordert und für eine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland geworben. In einem Gastbeitrag für die neu gegründete Zeitung „Ostdeutsche Allgemeine“ betonte Wagenknecht Gemeinsamkeiten von BSW-Wählern und AfD-Anhängern: „Wer AfD wählt, wünscht sich keinen neuen Faschismus, sondern erschwingliche Preise, bessere Bildung für seine Kinder, weniger Kriminalität und Migration, kurz: Ein Deutschland, das wieder funktioniert, in dem sich gut und sicher leben lässt und das international geachtet und nicht ausgelacht wird.“ BSW-Wähler würden dies ganz ähnlich sehen.

Koalitionen des BSW mit Parteien, die eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, nannte die BSW-Gründerin einen „schweren Anfängerfehler“. Die sogenannte Brandmauer sei „ein demokratischer Irrweg“.

Hehre Worte, aber Skepsis bleibt angebracht. Wie heißt es doch noch gleich in Goethes Faust (Osterspaziergang): „Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Nun wollen wir nicht so weit gehen und Wagenknecht wieder eine „politische Trickbetrügerin“ nennen. Wahr ist aber leider, bis zum Beweis des Gegenteils: Wer BSW gewählt hat, hat noch immer Altpartei bekommen. Siehe Thüringen, siehe Brandenburg.

Der Deutschland-Kurier meint: Jeder verdient eine zweite Chance!

 

Verlierer der Woche

„Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt (58) ist ein nicht-binärer medialer Transgender, also von allem etwas! Beste Voraussetzungen, um es im döpfnerisierten und woken Zeitgeist-Verlag Axel Springer ganz nach oben zu bringen – mit sechsstelligem Jahresgehalt. Vielleicht lässt sich der Sportwagen-Enthusiast (Porsche, Ferrari) in aller Kürze so beschreiben: FDP-Fanboy („rationalste Partei der Gegenwart“) mit scheinkonservativer Geschlechtsangleichung. Wobei ein anti-grüner bzw. anti-linker Fundamentalismus („Shitbürgertum“) fraglos die angenehmste Seite der „Marke Poschardt“ ist, wie die linke „taz“ den Springer-Zeitgeistler nannte. Dass die „Welt“, einst das konservative Flaggschiff des Verlagsgründers, heute weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit erscheint, hat nicht nur, aber auch mit Poschardt zu tun.

Nun meinte sich dieser Salon-Liberale über die Grafik-Kampagne des Deutschland-Kuriers mit dem Dreiklang „Kameradschaft. Solidarität. Loyalität“ ereifern zu müssen. „Ich bin so toll mit meinem Porsche“-Poschardt schrieb auf Facebook: „Deutsche Rechte und die österreichischen Vorturner (er meinte Martin Sellner, die Red.) ästhetisch beim KI Ramsch angekommen: weder Heidegger noch Faschismus noch Ezra Pound verstanden, Einfach reaktionäre Komplettspiesser“. Nun, uns wundert nicht, dass liberal-vulgäre Typen wie Poschardt (Motto: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht) mit Tugenden wie Kameradschaft, Solidarität und Loyalität nichts anzufangen wissen.

Der Deutschland-Kurier meint: Der Zeitgeist weht heute hierhin und morgen dorthin. Wer sich nach ihm richtet, wird vom Winde verweht – s. „Welt“-Auflage, s. FDP!

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Das Gold der Ukraine: Die Mauer.

Das Gold der Ukraine: Die Mauer.

Das Gold der Ukraine: Die Mauer.

Im Falle der Milliardenflüsse an Goldbarren, Dollarbündeln und Euronoten in die Ukraine machen alle Beteiligten die Mauer. Währenddessen veröffentlicht die rumänische Journalistin Iosefina Pascal weitere Details.

Von Chris Veber

Um etwas Licht ins Dunkel der aus der EU, anscheinend speziell auch Wien, in die Ukraine fließenden Milliarden zu bringen, habe ich sowohl der Raiffeisen Bank International als auch der Österreichischen Nationalbank mehrere Fragen übermittelt. Von der OENB erhielt ich bis jetzt keine Antwort, die Korrespondenz mit der RBI verlief wie folgt.

12.03.2026, 11:50
Sehr geehrter Herr Danz, (Konzernsprecher RBI, Anm.)
ich ersuche Sie um Ihre Einschätzung, wie es sein kann, dass die Oschadbank bei der Raiffeisen in der öffentlich bekannten Dimension Valuten und Gold bestellt.

Zum Vergleich: Die OENB hält Valuten im Wert von unter 5 Millionen Euro. Die Höhe der gesamten ukrainischen Bargeldmenge in Landeswährung beträgt 18 Milliarden Euro. Laut ungarischer Regierung sind allein über Ungarn nur seit Jänner 26 1.5 Milliarden Euro an Valuten und Gold in die Ukraine verbracht worden.

Wie erklärt sich die RBI den hohen Valuten und Devisenbedarf der Ukraine? Der Oschadbank? Welche Vorkehrungen wurden getroffen, um Geldwäsche zu verhindern?

Ich ersuche um eine umgehende Antwort und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen,
Chris Veber, freier Journalist

12.03.2026, 14:33
Sehr geehrter Herr Veber,
die von Ihnen genannten Zahlen kann ich nicht nachvollziehen. Zum Devisenbedarf in der Ukraine darf ich auf das Statement der FMA verweisen. https://www.krone.at/4072914
Bezüglich des Banknotenhandels der RBI darf ich Ihnen folgende Stellungnahme geben: Die RBI ist in Europa seit vielen Jahren als Händler für Banknoten tätig und arbeitet dabei eng mit verschiedenen Notenbanken, Sicherheitsbehörden und Distributoren zusammen. Weiters stehen wir im laufenden Austausch mit Regulierungsbehörden, die von der RBI umfangreiche Informationen bezüglich der gehandelten Volumina, Währungen und der belieferten Regionen/Länder erhalten.
Die RBI hält sich an alle anwendbaren Vorschriften, die Geldwäsche und Sanktionen betreffen und geht in ihren internen Compliance-Vorschriften in vielerlei Hinsicht über diese hinaus.
Freundliche Grüße
Christof Danz

13.03.2026, 08:40
Sehr geehrter Herr Danz,

die Auskunft über die 1.5 Milliarden seit Jänner 2026 stammt von der ungarischen Regierung selbst : https://nav.gov.hu/sajtoszoba/hirek/A_Nemzeti_Ado-_es_Vamhivatal_penzmosas_buncselekmeny_gyanujaval_folytat_buntetoeljarast
Die Bargeldmenge der Ukraine stammt von der ukrainischen Nationalbank: https://en.interfax.com.ua/news/economic/1146170.html
Wenn Sie es gern etwas wilder haben, hier die rumänische Journalistin Pascal, die einen Zeugen hat, der sagt, seit 2022 gehen monatlich Milliarden in Valuten und Gold in die Ukraine https://x.com/iosefinapascal/status/2030671424168337572
Im zweiten Video verbindet sie Zahlungen mit Wien und Raiffeisen https://x.com/iosefinapascal/status/2031081915722141860

Ich bin mir sicher, dass die RBI alle anwendbaren Vorschriften einhält, ich möchte nur wissen, wie die RBI sich erklärt, dass die Volumina nachvollziehbar, glaubwürdig und legal sind. Wenn ich plötzlich jeden Monat 100 Mio. bei Ihnen umtauschen lasse, würden Sie ja auch anfangen, Fragen zu stellen. Und die 1.5 Milliarden allein seit Jänner 2026 über Ungarn entsprechen fast 10% des gesamten Bardgeldbestandes in der Landeswährung. Womit erklärt sich die RBI diesen exorbitanten Bedarf und mit welcher Begründung genehmigt sie dann das Geschäft?

mit freundlichen Grüßen,
Chris Veber

13.02.26, 08:57
Sehr geehrter Herr Veber,
ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich aufgrund des österreichischen Bankgeheimnisses keine Auskünfte über Kundenbeziehungen geben darf. Mehr als das Statement von gestern kann ich Ihnen daher nicht schicken.
Freundliche Grüße
Christof Danz

So weit, so freundlich von Herrn Danz. Aber eben auch sehr unbefriedigend. Auf die zentrale Frage, wie es sein kann, dass die Ukraine legal diese Unmengen an Cash in Euro und Dollar sowie Gold benötigt, scheint niemand eine Antwort geben zu wollen.

Währenddessen legt die rumänische Investigativjournalistin Iosefina Pascal nach und veröffentlicht ein weiteres Video zu den Details der Geldtransporte über Rumänien in die Ukraine (https://x.com/iosefinapascal/status/2031081915722141860).

Die Geschichte wird immer irrwitziger. Ein rumänischer Mitarbeiter eines Cash-in-Transit-Unternehmens gibt folgende Zeugenaussage:

Die ukrainische Teams kamen regelmäßig in gepanzerten Vans, gekleidet und bewaffnet wie Spezialeinheiten („Special Ops“). Auf rumänischer Seite wartete die Polizei als Eskorte. Die Geldübergabe fand direkt zwischen den Zollposten statt, im Niemandsland an der Grenze. Bei jeder Lieferung landete ein Helikopter aus Bukarest mit einem „Big Boss“, der die Aktion überwachte.

In jedem Rechtsstaat müsste die Staatsanwaltschaft nach den Veröffentlichungen aus Rumänien und Ungarn tätig werden. Milliarden in bar. Berge an Gold. Klandestine Übergabe unter Schwerbewaffneten im Niemandsland. Noch mehr nach illegalen Geschäften kann eine Geschichte nicht riechen. Sollen die Beteiligten sich Schilder umhängen, auf denen steht „Achtung, Mafia! Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!“?

Aber in UnsererDemokratie™ scheinen alle Beteiligten – bis auf die Ungarn- eisern gewillt zu sein, einfach nichts zu tun. Währenddessen laufen die Milliarden aus europäischen Steuergeldern weiter in die Ukraine. In Cash. Jeden Monat.