Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Autobahn-Vollsperrung in NRW: Windrad-Flügel droht abzustürzen

Autobahn-Vollsperrung in NRW: Windrad-Flügel droht abzustürzen

Autobahn-Vollsperrung in NRW: Windrad-Flügel droht abzustürzen

Die Autobahn 44n, die direkt am Tagebau Garzweiler bei Aachen (NRW) vorbeiführt, war am Mittwoch (7. Januar) stundenlang zwischen den Anschlussstellen Jackerath und Holz gesperrt. Der gebrochene Flügel eines angrenzenden Windrads war abgeknickt und drohte auf die Autobahn abzustürzen. Am späten Nachmittag konnte das Windrad um 180 Grad per Fernsteuerung gedreht werden, so dass bei einem Absturz der defekte Flügel auf freiem Feld landen würde, wie der Hersteller Nordex mitteilte. Das Bauteil müsse aber so oder so runter.

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René Springer (AfD): Steigende Arbeitslosigkeit ist das Ergebnis zerstörerischer Politik

René Springer (AfD): Steigende Arbeitslosigkeit ist das Ergebnis zerstörerischer Politik

René Springer (AfD): Steigende Arbeitslosigkeit ist das Ergebnis zerstörerischer Politik

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember um 23.000 auf 2.908.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Anstieg um 101.000 Arbeitslose. Gleichzeitig wurden weniger offene Stellen gemeldet, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geht zurück. Die Bundesagentur für Arbeit spricht von einem „weiterhin fehlenden wirtschaftlichen Rückenwind“.

Der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer, sieht das komplett anders. Er erklärte: „Rund drei Millionen Arbeitslose – das ist das Ergebnis wirtschaftlicher Fehlentscheidungen, einer zerstörerischen Energie- und Sanktionspolitik sowie einer falschen Sozialpolitik. Während unsere Industrie reihenweise Arbeitsplätze verliert, wachsen Beschäftigung und Staatsausgaben vor allem im öffentlichen Dienst und in Bereichen, die keine Wertschöpfung erzeugen. Gleichzeitig setzt die Bundesregierung weiter auf Masseneinwanderung von Geringqualifizierten, die unseren Fachkräftebedarf nicht decken und überwiegend in den Sozialstaat einwandern. Das ist kein gesundes Fundament für unseren Wohlstand, sondern eine Politik gegen die eigenen Bürger.“

Springer fordert: „Deutschland braucht eine echte Kehrtwende am Arbeitsmarkt: Schluss mit Bürgergeld-Abhängigkeit und Einwanderung in die Sozialsysteme, Schluss mit Arbeitsplatzvernichtung durch Energiewende-Irrsinn, Schluss mit ständig neuen Belastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer – und endlich wieder Politik für Arbeit, Leistung und Wohlstand in unserem Land!“

Die AfD-Fraktion habe mit dem Antrag „Anstieg der Arbeitslosenzahlen ernst nehmen – Sofortige Wirtschaftswende für Deutschland einleiten“ (Drucksache 21/1537) konkrete Vorschläge vorgelegt.

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Öffentlichkeit getäuscht: Berlins Bürgermeister Wegner (CDU) spielte während des Terror- Blackouts Tennis

Öffentlichkeit getäuscht: Berlins Bürgermeister Wegner (CDU) spielte während des Terror- Blackouts Tennis

Öffentlichkeit getäuscht: Berlins Bürgermeister Wegner (CDU) spielte während des Terror- Blackouts Tennis

Während des massiven Stromausfalls nach dem linksextremen Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Samstagmittag Tennis gespielt. Nach Informationen des rbb hielt sich Wegner zwischen 13 und 14 Uhr in einer Tennisanlage an der Berliner Stadtgrenze auf. Die Senatskanzlei bestätigte den Vorgang.

Zuvor hatte Wegner erklärt, er sei vom ersten Moment an vollständig in das Krisenmanagement eingebunden gewesen. Auf Kritik reagierte er mit dem Hinweis, er habe den ganzen Tag telefonisch koordiniert und gearbeitet. Er habe sich „weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt“, sondern aus seinem Büro heraus agiert.

Der Regierende Bürgermeister steht wegen seines Krisenmanagements nach dem verheerenden Blackout, bei dem Medien von mindestens einem Todesopfer berichten, weiter massiv unter Druck. Nach Informationen des Deutschland-Kurier wächst die Kritik inzwischen auch innerhalb der CDU selbst: In parteiinternen Kommunikationskanälen wird Wegners Verhalten offen als persönliches Versagen diskutiert.

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Was über die Festsetzung des russischen Tankers Mariner“ durch die USA bekannt ist

Die russische Nachrichtenagentur TASS eine Zusammenfassung der Ereignisse rund um die Enterung des russischen Tanker „Mariner“ veröffentlicht, die ich übersetzt habe. Beginn der Übersetzung: Piraterie und Verstoß gegen das UN-Konventionen: Das Wichtigste über die Festsetzung des Tankers „Mariner“ durch die USA Das russische Verkehrsministerium betont, dass die Freiheit der Schifffahrt auf hoher See gilt und […]
Blackout und Buntheit: Polizei im Dauereinsatz, um Plünderungen zu verhindern

Blackout und Buntheit: Polizei im Dauereinsatz, um Plünderungen zu verhindern

Blackout und Buntheit: Polizei im Dauereinsatz, um Plünderungen zu verhindern

Seit Samstag (3. Januar) lag der Südwesten Berlins im Dunkeln. Bei eisigen Temperaturen bis minus acht Grad fehlte nicht nur Strom für Licht und Heizung – die Finsternis machte die betroffenen Viertel auch zur leichten Beute für Plünderer. Die Polizei war im Dauereinsatz und registrierte 20 versuchte oder gelungene Einbrüche: 450 Beamte der Berliner Polizei überwachten das Blackout-Gebiet.

Der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über den Teltowkanal, zu dem sich die linksextreme „Vulkangruppe“ bekannte, hat Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee und Teile von Lichterfelde in einen der längsten Blackouts der Nachkriegszeit gestürzt. Am Dienstag waren noch immer 25.500 Haushalte und 1220 Gewerbe ohne Strom. Viele Bewohner haben ihre Häuser und Wohnungen verlassen, um bei Verwandten oder in Hotels unterzukommen.

Leerstehende Villen und dunkle Straßen boten Kriminellen ideale Bedingungen. Innerhalb von drei Tagen wurden 20 Einbruchsdelikte festgestellt. Davon waren sieben Einbrüche vollendet, der Rest Versuche. Besonders betroffen waren Villen (dreimal vollendet und drei Versuche) und Wohnungen (viermal vollendet, vier Versuche), aber auch Geschäfte (vier Versuche) und Geldautomaten (zwei Versuche). Zum Vergleich: Im Vorjahr gab es in dem Gebiet im gleichen Zeitraum sieben vollendete Einbrüche und sechs Versuche. Die aktuelle Dunkelziffer ist indessen völlig offen: Es wird sich zeigen, wie viele Menschen nach dem Stromausfall nun in aufgebrochene Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Remmo-Clan wollte Geldautomaten aufbrechen

Ein prominenter Diebstahlversuch ereignete sich in der Nacht zum Montag in Nikolassee: Polizisten entdeckten zufällig vier EinMänner (27 bis 34 Jahre alt), die offenbar einen Geldautomaten auf der Spanischen Allee aufbrechen wollten.

„Im Rahmen ihrer Streife im vom Stromausfall betroffenen Gebiet bemerkten die Polizistinnen und Polizisten einer Einsatzhundertschaft gegen 21:30 Uhr auf der Spanischen Allee einen Mann, der beim Erscheinen der Einsatzkräfte plötzlich von einem Geldausgabeautomaten flüchtete, zu einem in der Nähe geparkten Auto rannte und dort einstieg. Ein weiterer Mann, der zu diesem Zeitpunkt an diesem Auto stand, flüchtete vor den Einsatzkräften von dem Wagen weg. Weitere Einsatzkräfte nahmen den 32-Jährigen noch in der Nähe fest“, heißt es in der Polizeimeldung. Auch die anderen drei Männer, die mit dem Auto flüchteten, konnten gestoppt und festgenommen werden. Im Wagen wurde den Angaben zufolge Einbruchswerkzeug gefunden, der Geldautomat wies Einbruchsspuren auf. Nach einem Bericht der BILD soll es sich bei den vier Männern um Angehörige des berüchtigten Remmo-Clans handeln.

Auf freiem Fuß blieb dagegen ein Araber, der wohl das Blackout-Gebiet auskundschaftete, um mit unbekannten Komplizen auf Beutefang zu gehen. Obwohl in seinem Transporter Einbruchswerkzeug gefunden wurde, wurde er nach Feststellung seiner Personalien – unverständlicherweise – wieder auf freien Fuß gesetzt (Report24 berichtete). Ob seine Komplizen indessen fündig wurden, ist unklar.

Aufgrund der erhöhten Einbruchs- und Plünderungsgefahr verstärkte die Berliner Polizei ihre Präsenz in dem vom Stromausfall betroffenen Gebiet massiv. Zunächst waren 300 zusätzliche Beamte auf Streife unterwegs, ab dem 6. Januar wurde das Polizeiaufgebot noch einmal aufgestockt: Mit bis zu 450 Polizisten (Berliner Landespolizei plus Unterstützung der Bundespolizei), Hubschraubern, berittenen Streifen und mobilen Lichtmasten wurde das Gebiet überwacht.

Nach den aktuellen Zahlen war dieses Großaufgebot wohl relativ erfolgreich dabei, das von der Stromzufuhr abgeschnittene Areal zu schützen. Dass im linksbunten Berlin diese Maßnahmen besonders vonnöten sein würden, war den Verantwortlichen offenkundig bewusst. Doch wie schnell stoßen die Behörden an ihre Kapazitätsgrenzen, wenn noch größere Gebiete betroffen sind? Der Blackout in Berlin sollte als eindringliche Warnung dienen, nicht nur die kritische Infrastruktur bestmöglich abzusichern und vor Sabotage zu schützen, sondern auch der Versorgungssicherheit absolute Priorität einzuräumen – und nicht etwa grünem Dekarbonisierungswahn.

Gewonnen, oder erneute Kehrwende Trumps?

Gewonnen, oder erneute Kehrwende Trumps?

Gewonnen, oder erneute Kehrwende Trumps?

Trump erklärt, er habe gewonnen, und Venezuela verkaufe den USA Öl zu Marktpreisen, und die USA würden die Erlöse verwalten, “zum Besten für Venezuela und die USA”. TKP beleuchte, was das wirklich bedeutet und wie China und andere Länder auf die Venezuela-Krise regieren. Donald Trump hat am 7. Januar 2026 angekündigt, dass Venezuela bis zu […]

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Hinter der politisierten Anklage des Justizministeriums gegen Maduro: ein von der CIA geschaffenes „Netzwerk“ und ein unter Zwang stehender Kronzeuge

Von Max Blumenthal

Die Anklage des US-Justizministeriums gegen den entführten venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro ist eine politische Tirade, die sich stark auf die erzwungene Aussage eines unzuverlässigen Zeugen stützt. Trotz der Änderungen durch das Justizministerium könnte sie mehr Amerikaner mit der Geschichte des Drogenhandels der CIA konfrontieren.

Auf den Militärangriff der USA auf Venezuela am 3. Januar, bei dem Präsident Nicolas Maduro und First Lady Cilia Flores entführt wurden, folgte die Veröffentlichung der neuen Anklageschrift des Justizministeriums gegen die beiden Entführten sowie ihren Sohn Nicolasito Maduro und zwei enge politische Verbündete: den ehemaligen Justizminister Ramon Chacin und den ehemaligen Minister für Inneres, Justiz und Frieden Diosdado Cabello. Das Justizministerium hat auch den Anführer des Tren De Aragua (TDA)-Kartells, Hector „Niño“ Guerrero, in die Gruppe der Angeklagten aufgenommen und ihn in den Mittelpunkt seiner Darstellung gestellt.

Die Anklageschrift umfasst 25 Seiten und beschuldigt Maduro und Flores der Verschwörung zum Handel mit „Tausenden Tonnen Kokain in die Vereinigten Staaten“, wobei sie sich stark auf Aussagen von gezwungenen Zeugen über angebliche Lieferungen stützt, die größtenteils außerhalb der US-Gerichtsbarkeit stattfanden. Maduro wird vorgeworfen, „mit Drogenterroristen“ wie TDA zusammengearbeitet zu haben, wobei eine aktuelle Einschätzung des US-Geheimdienstes ignoriert wird, die zu dem Schluss kommt, dass er keine Kontrolle über die venezolanische Bande hatte. Schließlich haben die Staatsanwälte die Anklage noch mit dem Vorwurf des „Besitzes von Maschinengewehren“ gegen Maduro aufgepeppt, einem lächerlichen Vergehen, das unter einem veralteten Gesetz aus dem Jahr 1934 leicht auf Hunderttausende waffenbegeisterte Amerikaner angewendet werden könnte.

Die Staatsanwälte des DOJ vermeiden sorgfältig genaue Angaben zu den venezolanischen Kokainausfuhren in die USA. An einer Stelle sprechen sie von „Tonnen” Kokain, an einer anderen von „Tausenden Tonnen” – eine astronomische Zahl, die hypothetisch Einnahmen in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar generieren könnte. An keiner Stelle erwähnen sie Fentanyl, die Droge, die 2024 für den Tod von fast 50.000 Amerikanern durch Überdosierung verantwortlich war. Tatsächlich wurde Venezuela in der unter Trump in diesem Jahr veröffentlichten DEA National Drug Threat Assessment kaum erwähnt.

Durch den Rückgriff auf vage, bewusst weit gefasste Formulierungen, gespickt mit subjektiven Begriffen wie „korrupt” und „Terrorismus”, hat das DOJ anstelle einer konkreten Rechtssache eine politische Erzählung gegen Maduro konstruiert. Obwohl das DOJ Maduro wiederholt als „de facto … illegitimen Herrscher des Landes” bezeichnet, kann es nicht nachweisen, dass er nach venezolanischem Recht de jure illegitim ist, und wird daher nicht in der Lage sein, etablierte internationale Rechtsprechungen zu umgehen, die Staatsoberhäuptern Immunität gewähren.

Darüber hinaus stützt sich die Anklage auf offensichtlich unzuverlässige, unter Zwang aussagende Zeugen wie Hugo „Pollo“ Carvajal, einen ehemaligen venezolanischen General, der einen geheimen Deal ausgehandelt hat, um seine Strafe für Drogenhandel zu reduzieren, indem er Maduro belastende Informationen liefert. Carvajal galt als Schlüsselfigur im sogenannten „Kartell der Sonnen“, einem Drogennetzwerk, das laut DOJ von Maduro geleitet wurde. Sollte er gegen den entführten venezolanischen Staatschef aussagen, könnte die amerikanische Öffentlichkeit erfahren, dass das „Kartell“ nicht vom gestürzten venezolanischen Präsidenten oder einem seiner Verbündeten gegründet wurde, sondern von der CIA, um Drogen in US-Städte zu schmuggeln.

So schlampig und politisiert die Anklage des DOJ auch sein mag, sie hat es Trump ermöglicht, seine gesetzwidrige „Donroe-Doktrin“ als aggressive Politik der Rechtsdurchsetzung darzustellen, was den US-Präsidenten ermutigt, weitere Drohungen auszusprechen, Staatschefs zu entführen oder zu beseitigen, die seinem Raubzug auf Ressourcen im Weg stehen. Dies scheint der eigentliche Zweck des bevorstehenden imperialen Gerichtsspektakels zu sein.

Die „Narco-Terror“-Lüge als Waffe

Der Großteil der Anklage gegen Maduro stützt sich auf den Vorwurf, dass die Angeklagten „sich am Drogenhandel beteiligt haben, unter anderem in Zusammenarbeit mit narco-terroristischen Gruppen“. Laut DOJ hat Maduro zwischen 2003 und 2011 mit der TDA sowie den mexikanischen Kartellen Sinaloa und Los Zetas konspiriert, um Drogen zu schmuggeln. Diese Kartelle wurden jedoch erst im Februar 2025 von der Trump-Regierung als ausländische terroristische Organisationen eingestuft, was offensichtlich dazu diente, Maduros Entführung zu rechtfertigen und seine Anklage aufzupeppen.

In seinem Bestreben, Maduro zu verurteilen, wird das DOJ zweifellos Schwierigkeiten haben, die Schlussfolgerung eines Memos des Office of the Director of National Intelligence (ODNI) vom 7. April 2025 zu widerlegen, wonach der venezolanische Staatschef keine Kontrolle über die TDA hatte, die er durch eine massive Razzia von Militär und Polizei im Jahr 2023 im Tocorón-Gefängnis, das als Operationsbasis der Bande diente, effektiv zerschlagen hatte.

Ein Bericht der vom Außenministerium finanzierten Nachrichtenagentur InSight Crime erschwert den Fall des DOJ zusätzlich, da er zu dem Schluss kommt, dass „die wenigen Verbrechen, die mutmaßlichen Mitgliedern von Tren de Aragua in den Vereinigten Staaten zugeschrieben werden, offenbar keinen Zusammenhang mit der größeren Gruppe oder ihrer Führung in Venezuela haben“.

Tatsächlich fanden viele der mutmaßlichen Verbrechen, für die Maduro angeklagt ist, außerhalb der Grenzen und der Gerichtsbarkeit der Vereinigten Staaten statt. Das DOJ behauptet beispielsweise, dass im September 2013 „venezolanische Beamte etwa 1,3 Tonnen Kokain auf einem kommerziellen Flug vom Flughafen Maiquetia zum Flughafen Paris Charles de Gaulle verschickt haben“.

Im Jahr 2018 wurden fünf britische Staatsbürger von einem französischen Gericht wegen der Organisation des Drogentransports mit Hilfe von Bandenmitgliedern aus Kolumbien und Italien – aber nicht aus Venezuela – verurteilt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls räumte die Regierung Maduro ein, dass korrupte venezolanische Beamte der unteren Ebene den Transport der Drogen durch die Flughafensicherheit zugelassen hatten. Caracas verhaftete schließlich 25 Personen, darunter Mitglieder des Militärs und einen Manager von Air France – eine wichtige Tatsache, die in der Anklageschrift des DOJ nicht erwähnt wird.

Der Beweis für Maduros Beteiligung an dem Skandal war laut DOJ, dass die Drogenlieferung „nur wenige Monate nach [Maduros] Amtsantritt als venezolanischer Präsident“ stattfand. Es werden keine weiteren Beweise für seine Schuld vorgelegt.

In der Anklageschrift wird Maduro außerdem vorgeworfen, „den Transport von Privatflugzeugen unter diplomatischer Deckung erleichtert“ zu haben, um eine Überprüfung durch die Strafverfolgungsbehörden bei der Landung in Mexiko zu vermeiden. Unter Berufung auf die erzwungene Aussage eines Überläufers der venezolanischen Regierung wird Diosdado Cabello beschuldigt, den Transport von 5,5 Tonnen Kokain in einem DC-9-Jet nach Mexiko koordiniert zu haben. Keine dieser Behauptungen dürfte vor einem US-Gericht Bestand haben.

Wie die Pflichtverteidigerin und Rechtsanalystin Eliza Orlins erklärte: „Flüge, die vollständig innerhalb Venezuelas stattfinden, durchqueren nicht den US-Luftraum, betreffen nicht das US-Zollgebiet und verstoßen für sich genommen nicht gegen US-Recht. Die Anklage versucht, diese Inlandsflüge in die US-Strafgerichtsbarkeit einzubeziehen, indem sie behauptet, dass das betreffende Kokain letztendlich für die Vereinigten Staaten bestimmt war. Die Absicht spielt hier fast die gesamte Rolle.“

Da die meisten der in der Anklageschrift angeführten konkreten Vorfälle in Mexiko unter den Präsidenten Vicente Fox, Felipe Calderón und Enrique Peña Nieto stattfanden, belastet das DOJ unbeabsichtigt diese drei pro-amerikanischen Regierungen, die ihre Drogenpolitik in Abstimmung mit Washington gestaltet haben. Tatsächlich wurde der oberste Polizeibeamte während der ersten beiden dieser Regierungen, der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes Genaro García Luna, 2023 von einem US-Bundesgericht wegen der Leitung einer millionenschweren Verschwörung mit dem Sinaloa-Kartell verurteilt. Der ehemalige US-Botschafter in Mexiko, Robert Jacobson, räumte ein, dass die USA alles über García Lunas Verbindungen zum Kartell wussten, beharrte jedoch darauf, dass „wir mit ihm zusammenarbeiten mussten“.

Die Doppelmoral Honduras

Das DOJ bezichtigt auch die pro-amerikanische Regierung des ehemaligen honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández und bezeichnet Honduras als „Umschlagplatz“, „an dem die in diesen Ländern operierenden Kokainhändler einen Teil ihrer Gewinne an Politiker zahlten, die sie schützten und unterstützten“. Hernández wurde 2023 von einem US-Bundesgericht wegen des Handels mit über 400 Tonnen Drogen in die USA verurteilt, erhielt jedoch im Dezember dieses Jahres von Präsident Donald Trump eine Begnadigung, nachdem sich wichtige Geldgeber Trumps für die Beibehaltung des deregulierten Krypto-Paradieses Próspera vor der Küste Honduras‘ eingesetzt hatten.

Während seiner Pressekonferenz am 3. Januar, auf der er die Entführung von Maduro und seiner Frau bekannt gab, verteidigte Trump aggressiv seine Entscheidung, Hernandez zu begnadigen, und behauptete, dieser sei „sehr unfair verfolgt“ worden. Doch derselbe Staatsanwalt des Justizministeriums, der die ursprüngliche Anklage gegen Maduro im Jahr 2020 verfasst hatte, der Trump-Loyalist Emil Bove, war auch für die Anklage gegen Hernandez verantwortlich.

Im Gegensatz zum Fall gegen Maduro enthielt die Anklage gegen Hernandez konkrete Beweise für seine Zusammenarbeit mit großen transnationalen Kartellen, darunter Video- und Fotoaufnahmen, wie Anya Parampil und Alexander Rubinstein für The Grayzone ausführlich darlegten.

Hernandez legte Trump in einem Brief aus dem Jahr 2025 seine Sicht der Dinge dar und behauptete, er sei einem „manipulierten Prozess” unterzogen und „aufgrund der unbestätigten Aussagen verurteilter Drogenhändler” verurteilt worden.

Seine fragwürdige Behauptung könnte auch auf die Strafverfolgung Maduros durch das DOJ zutreffen, da viele der dramatischsten Vorwürfe in seiner Anklageschrift von einem verurteilten Drogenhändler stammen, der mit den US-Staatsanwälten einen geheimen Deal geschlossen hat, um seine eigene Strafe im Austausch für eine Aussage gegen Maduro zu reduzieren: der ehemalige venezolanische General Hugo „El Pollo“ Carvajal.

Eingeschüchterter „Kronzeuge“ schließt geheimen Deal mit US-Staatsanwälten

Carvajal, von 2004 bis 2011 Chef des Militärgeheimdienstes unter der Regierung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, wird in der Anklageschrift des DOJ vom 3. Januar sieben Mal als Zeuge für mutmaßliche Straftaten von Maduro und seinem inneren Kreis zitiert. Carvajal wurde erstmals 2014 in Aruba wegen Drogenhandels verhaftet, aber zum Leidwesen der US-Behörden nach Venezuela zurückgebracht. Als er 2017 in den USA mit zwei Anklagen konfrontiert war, wandte sich der General plötzlich gegen Maduro, den er als Diktator brandmarkte. Carvajal unterstützte daraufhin 2019 offen das Projekt eines Regimewechsels durch den von den USA kontrollierten „Interimspräsidenten“ Juan Guaido und präsentierte sich als mutiger Überläufer, während er Washington sein angebliches Wissen über den venezolanischen Deep State anbot.

Im selben Jahr, als Carvajal in Spanien Asyl beantragte, forderten die USA Madrid offiziell auf, ihn auszuliefern. Angesichts der Aussicht auf eine Auslieferung gab er eine Reihe von Enthüllungsinterviews an traditionelle Medien wie die New York Times und tat sein Bestes, um praktisch jede Anklage, die die Trump-Regierung gegen Maduro als Waffe einsetzen wollte, zu legitimieren.

Der damalige Senator Marco Rubio konnte seine Begeisterung über die Aussicht, den Chavista-Insider für eine Aussage in einem zukünftigen Verfahren gegen Maduro auszuquetschen, kaum zurückhalten. Carvajal „wird bald in die USA kommen, um wichtige Informationen über das #MaduroRegime zu liefern“, twitterte Rubio am 12. April 2019. „Ein schlechter Tag für die #MaduroCrimeFamily.“

Hugo Carvajal former military intelligence director of #Venezuela is safe & in custody in #Spain.

He will soon be coming to the U.S. to provide important information about #MaduroRegime.

Bad day for the #MaduroCrimeFamily

— Marco Rubio (@marcorubio) April 12, 2019

Übersetzung von „X“: Hugo Carvajal, ehemaliger Direktor des Militärgeheimdienstes von #Venezuela, ist in Sicherheit und befindet sich in #Spanien in Haft. Er wird bald in die USA kommen, um wichtige Informationen über das #Maduro-Regime zu liefern. Ein schlechter Tag für die #Maduro-Verbrecherfamilie.

Erst 2023 wurde Carvajal schließlich ausgeliefert und vor dem Bezirksgericht des südlichen Bezirks von New York vor Gericht gestellt. Nachdem er sich im Juni dieses Jahres des „Narkoterrorismus“ schuldig bekannt hatte, berichtete der Miami Herald, dass er einen Deal ausgehandelt hatte, der ihm „eine erhebliche Strafminderung gewähren würde, wenn er den US-Ermittlungen ‚wesentliche Unterstützung‘ leistet“.

Carvajals noch immer geheimer Deal verrät das Spiel, das er seit seinem ersten Auftritt als Überläufer gespielt hat. Seine Anschuldigungen gegen Maduro wurden unter Zwang vorgebracht und dienten ausschließlich dazu, seine potenziellen Gefängniswärter in den USA zufriedenzustellen. Seitdem hat er sich einer der Lieblingsverschwörungstheorien Trumps hingegeben, indem er in einem Brief an den US-Präsidenten vom Juni 2025 behauptete, Maduro habe die Smartmatic-Wahlsysteme Venezuelas manipuliert, um die US-Präsidentschaftswahlen 2020 zugunsten von Biden zu fälschen.

Carvajals schamlose Anbiederung an Trump und sein geheimer Deal sollten seine Glaubwürdigkeit als Zeuge gegen Maduro zunichte machen.

In seiner Anklageschrift gegen Maduro vom 3. Januar behauptete das DOJ, Carvajal und Diosdado Cabello hätten „mit anderen Mitgliedern des venezolanischen Regimes zusammengearbeitet“, um 2006 den Transport von 5,5 Tonnen Kokain vom internationalen Flughafen Simon Bolivar nach Campeche, Mexiko, in einem Privatjet zu koordinieren. Dieser Vorfall gibt weiterhin Anlass zu intensiven Spekulationen, da die Eigentumsverhältnisse des DC-9-Jets durch zwei undurchsichtige amerikanische Unternehmen in Richtung US-Geheimdienst deuten.

Während die Details einer möglichen verdeckten Beteiligung der US-Regierung an dem Drogentransport von 2006 weiterhin unklar sind, ist es eine erwiesene Tatsache, dass die CIA das „Kartell der Sonnen“ gegründet und betrieben hat, dessen Kontrolle Maduro, Cabello und anderen hochrangigen venezolanischen Beamten nun vom DOJ vorgeworfen wird.

Cartel of the Suns: von der CIA gegründet, vom DOJ als Waffe eingesetzt

In der ursprünglichen Anklageschrift gegen Maduro beschuldigte das DOJ Maduro ausdrücklich, ein Drogenkartell namens „Cartel of the Suns“ zu leiten, und verwies mehr als 30 Mal darauf.

In der überarbeiteten Anklageschrift des DOJ gegen Maduro, die am 3. Januar veröffentlicht wurde, heißt es: „Ab etwa 1999 wurde Venezuela zu einem sicheren Hafen für Drogenhändler, die bereit waren, für Schutz zu zahlen und korrupte venezolanische Zivil- und Militärbeamte zu unterstützen, die außerhalb der Reichweite der kolumbianischen Strafverfolgungsbehörden und Streitkräfte operierten, die durch die Anti-Drogen-Hilfe der Vereinigten Staaten unterstützt wurden.”

Weiter heißt es: „Die Gewinne aus dieser illegalen Tätigkeit fließen an korrupte zivile, militärische und Geheimdienstbeamte, die in einem Patronagesystem operieren, das von den Spitzen der Hierarchie – dem sogenannten Cartel de Los Soles oder Kartell der Sonnen – geleitet wird.“

Das informelle Netzwerk korrupter Militärbeamter wurde tatsächlich von der CIA unter pro-amerikanischen venezolanischen Regierungen in den 1980er und 1990er Jahren aufgebaut. Die Amerikaner wurden nicht von einem dissidenten Enthüllungsjournalisten, sondern von der New York Times und von Mike Wallace in einer 1993 ausgestrahlten 60-Minuten-Reportage mit dieser unbequemen Wahrheit konfrontiert.

Drei Jahre zuvor hatten US-Zollbeamte in Miami eine Lieferung von 1000 Pfund reinem Kokain aus Venezuela abgefangen. Doch bald darauf wurde ihnen von höheren Stellen in der US-Regierung mitgeteilt, dass die Lieferungen von Langley genehmigt worden waren. Laut der Times wollte die CIA, dass das Kokain „ohne Beschlagnahmung in die Vereinigten Staaten gelangt, um jeden Verdacht auszuräumen. Die Idee war, so viele Informationen wie möglich über die Mitglieder der Drogenbanden zu sammeln.“

„Ich finde es wirklich empörend, dass 1000 Kilo mit US-Steuergeldern finanziert wurden“, erklärte die damalige DEA-Attaché in Venezuela, Annabelle Grimm, gegenüber 60 Minutes. „Ich fand das besonders erschreckend.“

Um die Lieferungen aus Venezuela zu organisieren, rekrutierte die CIA Generäle der venezolanischen Nationalgarde, die von den USA ausgebildet worden waren. Da die Offiziere der Nationalgarde Abzeichen mit dem Symbol einer Sonne auf ihren Uniformen trugen, wurde das informelle Drogennetzwerk als „Kartell der Sonnen“ bezeichnet.

In den Jahren, nachdem das von der CIA geführte Kartell in den US-Medien aufgedeckt worden war, verschwand es vollständig aus der Öffentlichkeit, um dann wieder aufzutauchen, als die US-Regierung begann, General Carvajal zu verfolgen, der bald als ihr Hauptzeuge gegen Maduro auftreten könnte. Zwar gibt es nach wie vor Korruption im venezolanischen Militär, doch gibt es kaum Anzeichen für etwas, das einem Kartell der Sonnen in seinen Reihen ähnelt.

Wie Phil Gunson, ein in Caracas ansässiger Analyst der International Crisis Group, gegenüber CNN erklärte: „Das Kartell der Sonnen als solches existiert nicht. Es handelt sich um einen journalistischen Ausdruck, der geschaffen wurde, um die Verwicklung venezolanischer Behörden in den Drogenhandel zu beschreiben.”

Ein ehemaliger hochrangiger US-Beamter schloss sich Gunson an und beschrieb das Kartell der Sonnen als „einen erfundenen Namen, der verwendet wird, um eine Ad-hoc-Gruppe venezolanischer Beamter zu beschreiben, die am Drogenhandel durch Venezuela beteiligt sind. Es hat nicht die Hierarchie oder Kommando- und Kontrollstruktur eines traditionellen Kartells.“

Der Beamte erklärte gegenüber CNN, dass die DEA oder die Defense Intelligence Agency Trump eine „rein politische“ Einschätzung des Kartells geliefert habe, um seinen Angriff auf Venezuela zu unterstützen.

Die der Verteidigung im Prozess gegen Maduro und Flores gewährte Offenlegung könnte die US-Regierung in große Verlegenheit bringen, da sie weitere Beweise für den Drogenhandel der CIA zutage fördern könnte. Dies könnte der Grund sein, warum das DOJ seine Sprache in Bezug auf das Kartell der Sonnen abgeschwächt hat und es in der Anklageschrift vom 3. Januar lediglich als „Patronagenetzwerk“ und nicht als zusammenhängendes kriminelles Syndikat bezeichnet und nur zweimal erwähnt.

Bei seinem ersten Auftritt vor Gericht am selben Tag konnte der entführte venezolanische Staatschef nur kurz sprechen. „Ich bin unschuldig. Ich bin ein anständiger Mensch. Ich bin Präsident…“, plädierte Maduro, bevor er von seinem Anwalt unterbrochen wurde.

Autobahn seit Stunden gesperrt! Windradflügel könnte auf Fahrbahn krachen

Autobahn seit Stunden gesperrt! Windradflügel könnte auf Fahrbahn krachen

Autobahn seit Stunden gesperrt! Windradflügel könnte auf Fahrbahn krachen

NRW: Gegen 10:30 Uhr musste am heutigen Mittwoch die A44 am Autobahnkreuz Jackerath gesperrt werden. 200 Meter von der Autobahn entfernt steht ein nagelneues Windrad, dessen Flügel angeknickt ist – und durch den Wind auf die Fahrbahn krachen könnte. Wie lange die Autobahn gesperrt bleibt, ist noch unklar.

Die Anlage ist Teil des “Windparks Bedburg A44n” auf dem Gelände des Energieversorgers RWE auf rekultiviertem Tagebaugelände Garzweiler. Zum Windpark gehören noch vier weitere Anlagen mit einer Nabenhöhe von 164 Metern.

Ein Sprecher von RWE bestätigte gegenüber “Bild“: „Wir können bestätigen, dass ein Rotorblatt an einer Windenergieanlage im Windpark Bedburg A44n am Tagebau Garzweiler beschädigt ist. Die zuständigen Behörden wurden umgehend informiert, der Bereich wird weiträumig abgesperrt.“

Es handelt sich um eine neue Anlage vom Hersteller Nordex. Sie war noch gar nicht durch RWE abgenommen worden und entsprechend noch nicht in Betrieb.

Hinweise auf Sabotage gebe es den Behörden zufolge bislang nicht. Die Autobahn wurde gesperrt, der Verkehr staut sich kilometerlang. Die Polizei argumentiert, dass man nicht ausschließen könne, “dass die Autobahn durch Teile oder das gesamte Windrad gefährdet wird.“

Der abgebrochene Flügel hängt laut Autobahnpolizei “wie am seidenen Faden” herunter, berichtet der WDR. Seitens der Feuerwehr heißt es, dass man darauf warte, dass die Anlage ferngesteuert werden könnte, damit der Flügel dann “geordnet” herunterfallen könne.

Das hängt aber von der Herstellerfirma Nordex ab: Die Feuerwehr Bedburg wartet darauf, ob Nordex sich für die Aktivierung der Anlage per Fernsteuerung entscheidet, um das Abbrechen des Flügels zu provozieren.

Wie lange die Sperrung der Autobahn noch dauern soll, ist aktuell unklar.

Blackout des Grauens: Berichten zufolge erste Tote nach Stromanschlag in Berlin

Blackout des Grauens: Berichten zufolge erste Tote nach Stromanschlag in Berlin

Blackout des Grauens: Berichten zufolge erste Tote nach Stromanschlag in Berlin

Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz berichten mehrere Medien über mutmaßliche Todesfälle infolge des anhaltenden Blackouts im Südwesten der Hauptstadt. Demnach sollen zwei Frauen ums Leben gekommen sein. In einem Fall sei eine Frau bei Glätte und fehlender Straßenbeleuchtung gestürzt, in einem anderen eine hochbetagte Bewohnerin in ihrer stromlosen Wohnung verstorben. Offizielle Bestätigungen der Sicherheitsbehörden liegen bislang nicht vor.

Medienberichten zufolge spielten die winterlichen Bedingungen mit Dauerfrost und Temperaturen bis zu minus zehn Grad eine zentrale Rolle. Neben ausgefallenen Heizungen werden auch fehlende Beleuchtung und zeitweise eingeschränkter Mobilfunk als Risikofaktoren genannt. In einem weiteren bekannten Fall konnte ein beatmungspflichtiger Patient nur knapp gerettet werden, nachdem das stromabhängige Gerät auszufallen drohte.

Der Stromausfall war durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf ausgelöst worden, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte. Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt inzwischen unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der verfassungsfeindlichen Sabotage.

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Kälte-Chaos in Berlin: Senioren frieren im Dunkeln – Staat versagt, Bürger bleiben allein

Kälte-Chaos in Berlin: Senioren frieren im Dunkeln – Staat versagt, Bürger bleiben allein

Kälte-Chaos in Berlin: Senioren frieren im Dunkeln – Staat versagt, Bürger bleiben allein

Der DeutschlandKURIER-Reporter Matthäus Westfal war im Berliner Krisengebiet unterwegs und hat Stimmen eingefangen, die Politik und Mainstream-Medien lieber überhören. Nach dem linksextremen Anschlag auf eine Kabeltrasse berichten Bürger von bitterer Kälte, Dunkelheit, fehlender staatlicher Hilfe und wachsender Verzweiflung. Die erschütternden Aussagen zeigen gnadenlos, wie ein Staat versagt, während seine eigene Bevölkerung frierend zurückgelassen wird.

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Die narco-terroristische Elite

Von Maureen Tkacik

Warum ist Marco Rubio so versessen darauf, erneut eine Iran-Contra-Affäre zu inszenieren?

Wenn Sie ein wenig zu viel Zeit online verbringen, wissen Sie wahrscheinlich, dass Marco Rubio als Teenager nebenbei Geld verdiente, indem er für seinen verstorbenen Schwager Orlando Cicilia arbeitete. Das Unternehmen importierte und verkaufte exotische Tiere als Tarnung für den Transport von fast einer halben Million Pfund Kokain und Marihuana. Später, als der Drahtzieher Mario Tabraue zu einer Hauptfigur der unglaublich beliebten Dokumentarserie „Tiger King“ wurde, hieß es, dass das Kokain tatsächlich in die Körper von Vipern und Boa Constrictors gestopft wurde, obwohl dies in einer 80-seitigen Anklageschrift gegen das Unternehmen nicht erwähnt wird und Tabraue dafür bekannt ist, diejenigen zu verklagen, die ihn der Tierquälerei bezichtigen.

„Ich habe gedealt, um meine Tierleidenschaft zu finanzieren“, erzählte Tabraue den Netflix-Dokumentarfilmern bescheiden über den Drogenring, der zwischen 1976 und 1987 Drogen im Wert von 79 Millionen Dollar importierte und vertrieb. Laut Manuel Roig-Franzias Biografie über den damaligen Senator aus dem Jahr 2012 war es Rubios Aufgabe, die Käfige zu bauen.

Rubio hat geschworen, dass er nichts von den Drogen wusste. Er war erst 16 Jahre alt. (Zugegebenermaßen war einer von Cicilias Mitangeklagten ebenfalls erst 16 Jahre alt, als Tabraue ihn angeblich beauftragt hatte, seine getrennt lebende Frau zu ermorden, um sie daran zu hindern, den Bundesbehörden zu erzählen, was sie mit der Leiche eines anderen Mannes gemacht hatten, den sie ein Jahr zuvor ermordet hatten. Das spielt natürlich keine Rolle: Welcher Politiker hat keinen Verwandten, der vorbestraft ist? Aber gerade bei Rubio scheint diese Verbindung zu sehr im Widerspruch zu seinem seit langem gepflegten Image der makellosen Sauberkeit zu stehen. Als Drittklässler überzeugte Rubio seine Familie, zum Mormonentum zu konvertieren, um sich während eines kurzen Aufenthalts in Las Vegas besser in ihre neuen Nachbarn einzufügen. In seiner Freizeit in der Highschool beschäftigte er sich ausschließlich mit Football, und seine Frau besucht mehrmals pro Woche die Messe in verschiedenen Kirchen.

Als Univision 2011 die Geschichte über seine Verbindungen zu Cicilias Unternehmen veröffentlichte, erklärte Team Rubio dem gesamten Sender den Krieg. Zunächst schickte es Stellvertreter wie Ana Navarro, um die Führungskräfte unter Druck zu setzen, die Geschichte zu verschieben, und überzeugte dann eine Reihe anderer republikanischer Politiker, die Debatte zu boykottieren, mit der unsinnigen Begründung, der Sender habe versucht, die Informationen über seinen Schwager als „Erpressungsmittel” zu nutzen, um ihm ein Interview „abzunötigen”.

Im folgenden Jahr stellte Rubio in seinen Memoiren Cicilia als Vorbild für die kindliche Pietät der Alten Welt dar, als zentrale Figur in seinen schönsten Kindheitserinnerungen. Das Haus, in dem Cicilia Kokain zerkleinerte und in leeren Zigarettenschachteln aufbewahrte, wurde als Zufluchtsort beschrieben, der seine weit verstreute Familie während der schwierigen Jahre in Las Vegas zusammenhielt. Am wichtigsten für den fußballbegeisterten jungen Rubio war, dass Cicilia ihm genug Geld zahlte, um Tierkäfige zu reinigen und seine sieben Samojeden-Hunde zu baden, damit er sich Tickets für jedes Heimspiel der Dolphins in Dan Marinos 14:2-Saison kaufen konnte. An dem Dezembertag in Rubios Juniorjahr an der High School, an dem Cicilia in Handschellen aus dem Haus, in dem er kurzzeitig gelebt hatte, abgeführt wurde, war seine ganze Familie „fassungslos“.

Heute ist Marco Rubio der gefährlichste Lügner der Trump-Regierung. Wenn Pam Bondi, Pete Hegseth, Karoline Leavitt oder Stephen Miller einen Demonstranten gegen Völkermord, einen Tagelöhner, einen Sandwich-Werfer oder einen Fischer, der sich an die Trümmer eines gerade von einer Hellfire-Rakete getroffenen Fischerbootes klammert, als „Terroristen“ bezeichnen, wirken sie wie pathologische Fälle. Aber Rubios Zustimmungswerte sind die höchsten in der Republikanischen Partei, obwohl er der Architekt der wohl zynischsten Politik Trumps ist: dem Plan, Drogenkartellbosse und ihre Kumpane an die Spitze der Regierungen aller lateinamerikanischen Länder zu berufen, im Namen der Bekämpfung der Drogenkartelle.

Im September lobte Rubio den ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa, der ein Land führt, dessen Mordrate seit 2016 um das Achtfache gestiegen ist, als einen „unglaublich willigen Partner“, der „in den letzten Jahren mehr als jede vorherige Regierung getan hat, um den Kampf gegen diese Drogenterroristen und diese Bedrohungen für die Sicherheit und Stabilität Ecuadors aufzunehmen“. Nur fünf Monate zuvor hatte eine vernichtende Untersuchung ergeben, dass Noboas Familienunternehmen zwischen 2020 und 2022 700 Kilogramm Kokain in Bananenkisten nach Europa geschmuggelt hatte. Rubio hat sich unermüdlich für den verurteilten (leider gerade begnadigten) Drogenhändler Juan Orlando Hernández eingesetzt. Im Jahr 2018 lobte Rubio persönlich und öffentlich Hernández, den damaligen Präsidenten von Honduras, für seinen Kampf gegen Drogenhändler (und seine Unterstützung Israels), nur sieben Monate bevor sein Bruder wegen des Handels mit 158 Tonnen Kokain in Containern mit dem Stempel „TH“ für Tony Hernández angeklagt wurde.

Rubio schwärmte von den Bemühungen der salvadorianischen und argentinischen Junior-Machthaber Nayib Bukele und Javier Milei zur Verbrechensbekämpfung, obwohl erstere nachweislich mit der MS-13 verbündet sind und die libertäre Partei des Letzteren im vergangenen Herbst in verschiedene Kokainhandelsskandale in Miami verwickelt war, sowie von der sklavischen Hingabe beider Politiker an die beliebteste Methode der Drogenkartelle zur Geldwäsche. Rubio ist einer der größten Unterstützer des neu gewählten chilenischen Präsidenten José Antonio Kast in Washington, dem Sohn eines regelrechten Nazi-Kriegsverbrechers, der seine gesamte politische Karriere damit verbracht hat, die brutale Herrschaft von Augusto Pinochet verherrlicht, beschönigt und eine Wiederherstellung derselben versprochen hat. Pinochet hatte persönlich die chilenische Armee angewiesen, ein Kokainlabor zu errichten, den Drogenhandel innerhalb seiner furchterregenden Geheimpolizei konsolidiert und dann angeblich wichtige Verschwörer wie seinen Geheimpolizei-Chemiker Eugenio Berríos „verschwinden“ lassen.

Und seit mindestens einem Jahrzehnt lobt Rubio den ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe, den manche als eine Art Kissinger-Figur für den ehemaligen Senator aus Florida bezeichnen, schmiedet mit ihm Strategien und verurteilt die Vielzahl der strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn aufs Schärfste. Eine Analyse des Pentagon aus dem Jahr 1991 beschrieb Uribe, den Rubio als eine Art paradigmatischen Drogenbekämpfer darstellt, als einen der 100 wichtigsten kolumbianischen Drogenterroristen, einen engen persönlichen Freund von Pablo Escobar und eine politische Persönlichkeit, die sich „der Zusammenarbeit mit dem Medellín-Kartell auf hoher Regierungsebene verschrieben hat“.

Das bringt uns zu Rubios aktueller Kampagne des staatlich geförderten Terrorismus gegen Venezuela und die dortigen Fischer, unter dem Vorwand, dass Nicolás Maduro etwas namens „Kartell der Sonnen“ leitet, das die Vereinigten Staaten mit billigem Kokain überschwemmt hat. Dass dies alles andere als ein Märchen ist, wird in einer Anklageschrift aus dem Jahr 2020 dargelegt, deren Unsinnigkeit ich hoffentlich bald untersuchen kann, aber ihre Schwäche wird auch durch die mickrigen Schiffe unterstrichen, die SOCOM für seine Drohnenangriffe ausgewählt hat.

Letzte Woche schrieb Peter Dale Scott, emeritierter Professor der Universität Berkeley, einen Brief an die New York Times, in dem er die Charakterisierung der Zeitung als „bemerkenswerte Dissonanz“ zwischen Trumps gleichzeitiger Massakrierung von Kleindealern und der Begnadigung eines verurteilten Dealers von mehr als 400 Tonnen Kokain anzweifelte. Tatsächlich, so betonte er, sei dieser „Widerspruch“ keineswegs bemerkenswert: „Der schlecht durchdachte und bewusst falsch benannte ‚Krieg gegen die Drogen‘ dient seit Jahrzehnten als Deckmantel für die widersprüchliche Verstrickung der CIA mit Drogenhändlern.“ Dies gelte insbesondere für Venezuela, merkte Scott an. Ermittler des Zolls, die 1990 eine Beschlagnahmung von 998 Pfund Kokain in dem Land untersuchten, entdeckten, dass die Behörde ein Joint Venture mit hochrangigen Militärgenerälen betrieben hatte, um Kokain zu schmuggeln, angeblich um kolumbianische Kartelle zu „infiltrieren“. Das Unternehmen hatte den Spitznamen „Cartel de los Soles“ und die Times selbst berichtete, dass es erfolgreich Tonnen von Kokain in die Vereinigten Staaten geschmuggelt hatte, ohne dass es dafür zur Rechenschaft gezogen wurde, bis Hugo Chávez den General, der das Kartell angeführt hatte, inhaftierte und die DEA aus Venezuela auswies. Von diesem Zeitpunkt an wurde es Mode, Industriesabotage, Militärputsche und letztendlich Terroranschläge zu finanzieren, unter der Prämisse, dass es sich um einen „Drogenstaat“ handelte.

Wie der Historiker Greg Grandin kürzlich in einem Podcast-Auftritt betonte, ist das Ausmaß und die Breite, in der die Trump-Regierung in die Mafia-Herrschaft eintaucht, in vielen Bereichen zwar wirklich beispiellos, in Lateinamerika jedoch eher eine Fortsetzung einer Politik, die mindestens ein Jahrhundert zurückreicht. „Hinter jedem einzelnen Schrecken, den Donald Trump repräsentiert, steht eine lange Reihe von US-Präsidenten, die zuerst die Politik eingeführt haben, die das, was Trump heute tut, überhaupt erst möglich macht“, sagte Grandin. Nur wenige Amerikaner haben diese Lektion in so jungen Jahren auf so schmerzhafte Weise gelernt wie Marco Rubio.

DER LABYRINTHISCHE SKANDAL, BEKANNT ALS „IRAN-CONTRA“, begann sich 1986 aufzudecken, als die nicaraguanische Luftwaffe eine Rakete auf ein verdächtiges Fairchild-Frachtflugzeug abfeuerte. Während der mit Granatwerfern, AK-47 und Munition vollgepackte Rumpf, zwei Piloten und ein Funker auf die Erde stürzten, sprang ein einzelner weißer Mann aus Wisconsin (der vor wenigen Wochen verstorben ist) mit dem Fallschirm ab und gab schnell zu, dass er für ein CIA-Projekt mit einem Mann namens „Max Gomez“ arbeitete. Gomez entpuppte sich als Félix Rodríguez, einer der alten Kameraden von Mario Tabraues Vater Guillermo aus der Movimiento de Recuperación Revolucionaria (MRR), einer Gruppe antikommunistischer Revolutionäre unter der Führung des Arztes Manuel Artime, die die Invasion in der Schweinebucht und verschiedene nachfolgende Terroranschläge und Sabotageaktionen in Kuba über Jahre hinweg durchgeführt hatte.

Das Flugzeug gehörte Barry Seal, einem Piloten der Special Forces, der zum produktiven Kokainschmuggler geworden war und gerade von Auftragskillern eines Kartells ermordet worden war. Nach einer Verurteilung wegen Schmuggels von Quaaludes hatte Seal die CIA versteckte Kameras in seinem Flugzeug installieren lassen und sich auf eine verdeckte Operation begeben, um die sandinistische Regierung Nicaraguas wegen Drogenhandels zu „belasten“, indem er Bilder von Pablo Escobar machte, wie er in Managua zusammen mit einem hochrangigen Berater eines sandinistischen Generals Kokain in Seesäcke stopfte. Diese Bilder wurden daraufhin zur Grundlage für die Verhaftung von Sandinistischen Regierung Nicaraguas wegen Drogenhandels zu „belasten“, indem er Bilder von Pablo Escobar machte, wie dieser in Managua zusammen mit einem hochrangigen Berater eines sandinistischen Generals Kokain in Seesäcke stopfte. Diese Bilder wurden daraufhin zur Grundlage für den erneuten Antrag der Reagan-Regierung auf Mittel zur Finanzierung eines Regimewechsels in dem mittelamerikanischen Land. „Ich weiß, dass alle amerikanischen Eltern, die sich um das Drogenproblem sorgen, empört sein werden, wenn sie erfahren, dass hochrangige nicaraguanische Regierungsbeamte tief in den Drogenhandel verwickelt sind“, sagte Präsident Reagan 1986 in einer Fernsehansprache. „Es scheint kein Verbrechen zu geben, zu dem die Sandinisten nicht bereit wären.“

Doch der „sandinistische Beamte“ entpuppte sich als ehemaliger Mitarbeiter der US-Botschaft, und Seal schien ein langjähriger CIA-Mitarbeiter zu sein, der offenbar an der Invasion in der Schweinebucht beteiligt war und 1963 sogar zusammen mit Félix Rodríguez fotografiert wurde, der später sein Kontaktmann bei der CIA werden sollte. Rodríguez war nicht gerade für seine Sanftmut bekannt: Drei Beamte, die an den Ermittlungen zu der grausamen Ermordung des in Mexiko tätigen DEA-Agenten Kiki Camarena durch das Kartell im Jahr 1985 beteiligt waren, haben wiederholt behauptet, Rodríguez habe den Mord angeordnet, nachdem der junge Agent Beweise aufgedeckt hatte, die das Ausmaß der Zusammenarbeit der Behörde mit mexikanischen Kartellen offenbarten – eine Anschuldigung, die der Miami-Getreue, der derzeit in einer Reihe von YouTube-Kurzfilmen zu sehen ist und kürzlich den ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Uribe zu einer Veranstaltung zum Jahrestag der Schweinebucht-Invasion eingeladen hatte, zurückweist.

Die Anfänge der Eroberung der lateinamerikanischen Unterwelt durch die MRR reichen mindestens bis ins Jahr 1964 zurück, als die CIA angeblich pornografische Fotos von Manuel Artimes lesbischer Ehefrau in die Hände bekam, von der seine Vorgesetzten erfahren hatten, dass sie sowohl Fulgencio Batista als auch dem ehemaligen venezolanischen Diktator Marcos Pérez Jiménez als Geliebte gedient hatte. Etwa zur gleichen Zeit tötete die MRR versehentlich drei spanische Seeleute vor der Küste Kubas. Um den PR-Schaden zu begrenzen, wurde Artime geraten, mehr Zeit in Managua zu verbringen, wo die rechtsgerichtete Diktatur von Luis Somoza seine Projekte uneingeschränkt fördern konnte. Doch schon bald geriet Artime wegen eines anderen Skandals in die Schlagzeilen: Eine junge kubanische Einwanderin aus New Jersey, deren Ehemann für eines seiner Trainingslager in Mittelamerika rekrutiert worden war, erhielt einen anonymen Brief, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass Artime Auftragskiller angeheuert habe, um ihren Mann zu ermorden, weil er „die unmoralischen Aktivitäten in den Lagern nicht gutheiße, darunter den Schmuggel von Alkohol, der auf dem Boot von Artime in Absprache mit einem Beamten der nicaraguanischen Regierung stattfand“. Etwa zur gleichen Zeit entdeckten costaricanische Zollbeamte in der Nähe eines offenbar nicht genehmigten Guerillalagers ein verlassenes Flugzeug, das mit Whiskey und Damenbekleidung im Wert von mehreren Zehntausend Dollar beladen war. Ein FBI-Informant „berichtete, dass verschiedene kubanische Exilführer weiterhin behaupteten, Artime und die MRR würden ihren Lebensunterhalt mit den kubanischen Revolutionsaktivitäten verdienen, sich statt mit antikommunistischem Kampf mit Schmuggel beschäftigen und Gelder veruntreuen, die für Kommando- und Infiltrationsaktivitäten vorgesehen waren … Es wurde behauptet, dass Artimes Männer sehr desillusioniert oder mit großen Summen Geld, das sie durch illegale Aktivitäten verdient hatten, aus Mittelamerika zurückkehrten.“ Guillermo Tabraue fungierte in diesen Jahren als „Zahlmeister“ der MRR, und es würde bald kaum noch Zweifel daran geben, zu welchem Lager er gehörte.

Im Jahr 1970 führte das Bureau of Narcotics and Dangerous Drugs eine Blitzaktion in sieben Städten durch, die sie als „größte Razzia gegen große Drogenhändler“ in der Geschichte bezeichneten, und wiesen in einer Pressekonferenz darauf hin, dass keiner der 150 festgenommenen Männer ein „bekanntes Mitglied des organisierten Verbrechens“ sei, Es wurde jedoch nicht erwähnt, dass die meisten von ihnen – nach einer Schätzung bis zu 70 Prozent – der Organisation der Veteranen der Schweinebucht von Artime angehörten. Nur zwei Jahre später leitete die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen Tabraues Juweliergeschäft ein, nachdem sie entdeckt hatte, dass er einem städtischen Richter, der die Strafen für zwei wegen „Herumlungerns” verurteilte junge Frauen gemildert hatte, Manschettenknöpfe geschenkt und verschiedene Artikel an den Polizeichef verkauft hatte. Im folgenden Jahr rekrutierte Artime einen 23-jährigen Buchhaltungsexperten namens Ramon Milian-Rodriguez, der später zum obersten Buchhalter des Medellín-Kartells und zu einem engen Vertrauten des panamaischen Diktators Manuel Noriega aufsteigen sollte, um mit der Geldwäsche in nicaraguanischen Banken zu beginnen und die Rechtsverteidigungsfonds von vier Veteranen der Schweinebucht-Invasion zu unterstützen, die an dem Watergate-Einbruch beteiligt gewesen waren.

1972 bot die CIA an, ein Team ihrer eigenen Spezialisten für verdeckte Operationen zu entsenden, um das FBI dabei zu unterstützen, seine alten Informanten im Auge zu behalten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Drogenermittlungen nicht mit „nationalen Sicherheitsinteressen” in Konflikt gerieten. Die BNDD stellte eine hochentwickelte Datenbank namens „Bureau of Narcotics Covert Intelligence Network” (Spionagenetzwerk des Büros für Betäubungsmittel) zusammen, die später, als das Bureau in die DEA integriert wurde, in „DEACON” umbenannt wurde, und stellte Tabraue als ersten großen Neuzugang ein, um ihr Spionagenetzwerk auszubauen. Die CIA zahlte Tabraue in den 1970er Jahren 1.400 Dollar pro Monat für seine Informationen über rivalisierende Drogenhändler.

Das Programm funktionierte genau wie beabsichtigt: Drogenhändler, die mit den ideologischen Zielen der CIA übereinstimmten, wurden geschützt, unterstützt und/oder als Informanten rekrutiert, während Drogenhändler, die Linke bestachen oder mit ihnen kooperierten, sich der CIA widersetzten oder ihre Nützlichkeit verloren hatten, strafrechtlich verfolgt oder fallen gelassen wurden. Strafverfolgungen hatten geringe Priorität, und das DEACON-Team lieferte Berichten zufolge in den 1970er Jahren keinerlei zulässige Beweise für die Drogenverfolgung durch die DEA. (Wie der ehemalige DEA-Beamte Dennis Dayle 1986 beklagte: „In meinen 30 Jahren Erfahrung bei der DEA und verwandten Behörden waren die Hauptziele meiner Ermittlungen fast ausnahmslos CIA-Mitarbeiter.“) Zur „Verteidigung“ der CIA finanzierten diese Drogeneinnahmen Terroranschläge, Attentate und Infiltrationen, die wohl die Atmosphäre der Angst, des Misstrauens und der Hoffnungslosigkeit verstärkten, was die Unterdrückung der Linken erleichterte. Im Jahr 1975 waren Veteranen der Schweinebucht an fast der Hälfte der Terroranschläge beteiligt, obwohl sie ihre Kämpfe mit Bedacht wählten. Während der Watergate-Untersuchung sagte Artime aus, dass der CIA-Agent und spätere Nixon-Mitarbeiter E. Howard Hunt ihn angeworben hatte, um den panamaischen Populisten Omar Torrijos zu ermorden, weil „die Nixon-Regierung sehr besorgt war, dass der Drogenfluss in die Vereinigten Staaten über Panama gefiltert wurde“, So steht es in einem Bericht eines Privatdetektivs, der dem kubanischen Exilführer nahestand und wenige Wochen vor seiner geplanten Aussage vor dem Unterausschuss für Attentate des Repräsentantenhauses plötzlich verstarb.

Die Operation Condor prägte den Ton dieser Ära: ein geheimes kontinentales Programm, das 1975 von Augusto Pinochet und der argentinischen Junta offiziell ins Leben gerufen wurde (und erst zwei Jahrzehnte später durch die Entdeckung eines streng geheimen paraguayischen „Terrorarchivs“ bekannt wurde), um mit Kokain finanzierte Todesschwadronen einzusetzen, um linke Aktivisten, Dissidenten, Whistleblower und andere unbequeme Personen in ganz Südamerika verschwinden zu lassen. Einige Wissenschaftler argumentieren nun auf der Grundlage kürzlich entdeckter Dokumente, dass der eigentliche Ursprung von Condor die Operation von 1967 war, die von dem allgegenwärtigen Félix Rodríguez und einem weiteren MRR-Veteranen geleitet wurde, um Che Guevara zu jagen und zu exekutieren. „Die Idee … ist, dass Grenzen nicht mit der individuellen Geografie jedes Staates enden, sondern dass es notwendig ist, die westliche Politik zu verteidigen, wo immer dies erforderlich ist“, erklärte ein argentinischer Geheimdienstoffizier, der in der oben genannten kanonischen Studie des emeritierten Berkeley-Professors Scott über die Iran-Contra-Ära zitiert wird. „Es ist daher notwendig, gegen diejenigen vorzugehen, die zu einem zweiten Kuba werden könnten, und direkt und indirekt mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.“

Etwa zur gleichen Zeit und unter dem gleichen Namen vernichtete eine offizielle Zusammenarbeit der amerikanischen DEA, der mexikanischen Armee und der mexikanischen Polizei Tausende Hektar Mohn- und Marihuana-Pflanzen, was viele Kleinbauern ruinierte und eine Welle von Morden und grotesker Gewalt auslöste, die bis heute anhält. Die Wissenschaftlerin Adela Cedillo argumentiert, dass der eigentliche Zweck der mexikanischen Operation Condor darin bestand, die populistische Linke auszurotten, indem sie die kleinbäuerliche Landwirtschaft kriminalisierte und gleichzeitig das mexikanische Militär zum Vorteil einer Handvoll dominanter Akteure reorganisierte und zentralisierte; mit anderen Worten, um einer versteckten Agenda zu dienen, die fast identisch mit der ihres Namensgebers war. Wenn Marco Rubio die Wirksamkeit von Verboten und anderen traditionellen Strafverfolgungsmaßnahmen zur Eindämmung des Drogenhandels zugunsten von „militärischen” Operationen herabsetzt, wie er es kürzlich in einer Rede zu Trumps Schnellboot-Bombardierungen getan hat, widerspricht er zwar jeder empirischen Bewertung der Wirksamkeit des Drogenkriegs, aber er sehnt sich auch nach einer Art Pauschalgenehmigung aus der Zeit des Kalten Krieges, um im Namen eines größeren Ziels einen schmutzigen Krieg zu führen.

„Sie bringen die Operation Condor zurück”, sagte mir ein Investor in Schwellenländeranleihen beiläufig im Oktober, nachdem die Trump-Regierung 40 Milliarden Dollar zur Stabilisierung des argentinischen Pesos zugesagt hatte, aber warnte, dass das Geld verschwinden würde, wenn Mileis Partei bei den Zwischenwahlen im Land ihre Mehrheit verlieren würde. Und vielleicht hat sie nie aufgehört: Anfang dieses Monats wurde der langjährige CIA-Agent Bob Sensi wegen Verschwörung zum Drogenterrorismus angeklagt, zusammen mit einem ehemaligen hochrangigen DEA-Beamten, der 750.000 Dollar gewaschen und sich bereit erklärt hatte, Granatwerfer und kommerzielle Drohnen zu beschaffen, die sechs Kilogramm C-4 transportieren können, für einen Regierungsinformanten, der sich als Agent eines mexikanischen Kartells ausgab. Das Duo riet dem Informanten, „den Eindruck zu erwecken, dass sie den Fentanyl-Handel von Mexiko nach Kolumbien verlagern, um die Aufmerksamkeit von Mexiko abzulenken“ und auf die Mitte-Links-Regierung von Gustavo Petro zu lenken. Bemerkenswert ist vielleicht, dass der Plan nur wenige Wochen nach den Wahlen im November 2024 ins Leben gerufen wurde.

In einer Memoir mit dem Titel „America at Night“ beschreibt Larry Kolb, ein Bekannter von Sensi aus der CIA, den mutmaßlichen Geldwäscher als einen gerissenen Allround-Problemlöser, der ihm 1985 von George H. W. Bush persönlich vorgestellt wurde und angeblich direkt dem damaligen CIA-Direktor Bill Casey unterstellt war. Sensi war zu dieser Zeit tief in die geheimen Hinterzimmergeschäfte der Iran-Contra-Affäre im Nahen Osten verwickelt, in deren Rahmen zwielichtige Agenten und informelle Stellvertreter sich heimlich mit Vertretern der Hisbollah und des Iran trafen, um geheime Lösegeldzahlungen für verschiedene Geiseln auszuhandeln. Er wurde jedoch wegen Unterschlagung von Geldern aus einem „Deckjob“ bei Kuwait Airways angeklagt – und laut dem Buch seitdem auf Rache aus. Ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter sagte gegenüber dem Magazin „Prospect“, dass Sensis aktuelle rechtliche Probleme nicht lange andauern würden, da die Trump-Regierung ihn für nützlich halten würde, so wie frühere Regierungen die meisten wichtigen Akteure der Iran-Contra-Affäre, die die frühen 1990er Jahre überlebt hatten.

Das bringt uns zurück zur Familie Tabraue, die in den 1970er Jahren einer weitverzweigten Drogenhandelsorganisation angehörte, die mit dem Rolls-Royce fahrenden Friseur und MRR-Veteranen José Medardo Alvero Cruz in Verbindung stand. Als Cruz und eine ganze Reihe von Mitarbeitern der Tabraues 1979 verhaftet wurden, beteiligte sich eine verwandte Gruppe von Veteranen der Schweinebucht-Invasion an der ersten großen Erfolgsgeschichte der Operation Condor in den 1980er Jahren, dem „Kokainputsch” in Bolivien, bei dem der Nazi-Kriegsverbrecher Klaus Barbie und der in Israel ausgebildete argentinische Psyop-Guru und spätere Kokainhändler Alfredo Mario Mingolla in den Wochen nach der Wahl eines linksgerichteten Präsidentschaftskandidaten zusammenarbeiteten, um eine der unverhohlensten Narkokratien der Welt zu installieren. Während eine rechtsgerichtete Militärjunta sich beeilte, Drogenhändler aus dem Gefängnis zu entlassen und sogar eine Kokainfabrik zu eröffnen, die laut dem führenden Kartellboss des Landes „von der DEA kontrolliert” wurde, beeilten sich die Drogenhändler, mit dem neuen Regime zusammenzuarbeiten – ein Kreislauf, der sich im folgenden Jahr mit dem plötzlichen Tod von Torrijos und der Einsetzung des drogenfreundlichen Manuel Noriega in Panama wiederholte. Aber Nicaragua, wo die Familie Somoza während des gesamten Kalten Krieges so entgegenkommende Gastgeber für antikommunistische Söldner gewesen war, wurde 1979 von den Sandinisten erobert, und die alten MRR-Mitglieder nahmen dies persönlich. Um die Sandinisten zu bekämpfen, finanzierten die CIA und die florierenden Drogenhändler eine Konföderation antikommunistischer Milizen, bekannt als die „Contras“, mit Stützpunkten in El Salvador, Costa Rica, Guatemala und Panama, die Öllagertanks in Brand setzten, Magnetminen in den Häfen verlegten und den Flughafen von Managua bombardierten, alles mit dem Ziel, Nicaragua, wie ein Beamter des Außenministeriums es formulierte, zum „Albanien Lateinamerikas“ zu machen. Unterdessen führte die drakonische Unterdrückung von Konsumenten und Kleinunternehmern zwischen 1975 und 1990 zu einem Anstieg der Gefängnispopulation um 250 Prozent, was Familien und Gemeinden dauerhaft traumatisierte.

Da der Kongress damals etwas anders arbeitete, verabschiedete er eine Reihe von fünf Gesetzen, um die Reagan-Regierung daran zu hindern, Steuergelder zur Finanzierung der Contras zu verwenden. Das weitverzweigte Netzwerk von Drogenhändlern der CIA hatte dies bereits getan, aber die verschärften Beschränkungen führten zu intensiven Bemühungen, Geld außerhalb der Bücher zu sammeln. Tabraue veranstaltete in seinem Sozialclub Club Olympo Spendenaktionen für den „antikommunistischen Kampf“ in Nicaragua, und die Sekte Unification Church veranstaltete antikommunistische Vortragsreisen mit Contra-Führern. Die Contras suchten nach Drogenhändlern mit rechtlichen Problemen, um ihnen im Austausch für Bargeld und Waffen Lobbyarbeit im Deep State anzubieten. Manuel Artimes alter Protegé Milian-Rodriguez steuerte im Namen des Medellín-Kartells knapp 10 Millionen Dollar bei, die direkt an Félix Rodríguez geliefert wurden.

ORLANDO CICILIA WANDERTE NACH MIAMI AUS, ein Jahr nach Marco Rubios Geburt, begann kurz darauf eine Beziehung mit Rubios Schwester und spielte eine wichtige Rolle in der Kindheit des Jungen. Ein besonders denkwürdiger Moment in seinen Memoiren beschreibt den von Schuldgefühlen geplagten Schrecken in Cicilias Gesicht, als der Zweitklässler Marco ihn dabei erwischte, wie er ein Fahrrad zusammenbaute, das eigentlich vom Weihnachtsmann kommen sollte. Etwa drei Jahre später, als die Rubios in Las Vegas lebten, begann Cicilia für das Familienunternehmen der Tabraues zu arbeiten.

Nur ein Jahr zuvor hatten der vorzeitige Tod von Ricardo Morales und die offensichtliche Schlampigkeit der späteren Generalstaatsanwältin Janet Reno eine Reihe miteinander verbundener Drogenhandelsfälle gegen Mario Tabraue und etwa fünf Dutzend andere, überwiegend aus Miami stammende Kubaner aufgedeckt. Morales war ein weiterer Teilnehmer der Schweinebucht-Invasion und geständiger Terrorist, der der Beteiligung am Kennedy-Attentat verdächtigt wurde, obwohl er seinem Sohn immer erzählte, dass er im November 1963 nur in Dallas aufgetaucht sei, um dann von seinen Vorgesetzten, die ihm nie etwas befohlen hatten, „im Stich gelassen“ worden zu sein.

Dass die Familie Tabraue mit Drogen handelte, war laut Strafverfolgungsmemos aus den 1970er Jahren und auch Guillermo Tabraues Eintragung eines Unternehmens mit dem Namen „Mota Import Corp Inc.” im Jahr 1981 unter der Adresse des Juweliergeschäfts so etwas wie ein offenes Geheimnis. Es war jedoch auch ein offenes Geheimnis, dass Tabraue im Grunde genommen unantastbar war: Dutzende von Strafverfolgungsbeamten aus Miami und den Florida Keys standen in den 1980er Jahren auf seiner Gehaltsliste. Morales und andere Informanten berichteten den Bundesbehörden jedoch, dass Gier und interne Machtkämpfe das Unternehmen außer Kontrolle geraten ließen und eine Spur von Leichen hinterließen, darunter Tabraues entfremdete Frau und ein ATF-Informant namens Larry Nash. Bis 1981 hatten die Staatsanwälte eine Anklageschrift zusammengestellt. Allein bei einer Razzia in Tabraues Wohnhaus und seinen sicheren Häusern wurden 12.000 Pfund Marihuana und mehr als 150 Sturmgewehre und Maschinenpistolen sichergestellt.

Doch alle Fälle begannen zu bröckeln, als die Verteidiger sich auf die Abhörprotokolle konzentrierten. Sie argumentierten, dass Morales keine Glaubwürdigkeit besitze, nicht nur, weil er selbst ein Berufsverbrecher war, sondern auch, weil er mit einer Gruppe abtrünniger CIA-Agenten in Verbindung stand, die für Muammar Gaddafi gearbeitet hatten und dann auch planten, den libyschen Staatschef zu ermorden. Und sie fanden einen Abschnitt des Überwachungsvideos, in dem die Ermittler ein Gespräch über einen kranken Tukan als Code für Drogen interpretierten, obwohl die Leiche des verstorbenen Tukans eigentlich „beweisen” konnte, dass Tabraue und sein Anwalt wörtlich gesprochen hatten.

Dann wurde Morales während einer Schlägerei in einer Bar in den Florida Keys von einem Polizisten außerhalb seines Dienstes erschossen, was die Behörden als gerechtfertigte Tötung einstuften, für die niemand angeklagt werden sollte. „Wenn Sie das glauben, verkaufe ich Ihnen ein Stück Autobahn zum Schnäppchenpreis”, sagte einer von Morales’ Anwälten, John Komorowski. „Jemand wollte Morales tot sehen und hat ihn einfach hingerichtet … Wer? Das weiß nur Gott allein. Es könnten die Kubaner gewesen sein, die Anti-Castro-Kubaner, die Drogenhändler, die CIA, irgendjemand.” (Morales war bei weitem nicht das einzige Opfer dieser brutalen Vorgehensweise der Geheimdienste: Nur wenige Monate zuvor war ein in Mexiko stationierter DEA-Agent auf grausame Weise gefoltert und hingerichtet worden. Drei Ermittler der Regierung behaupteten, dass dieses Verbrechen von niemand anderem als Félix Rodríguez orchestriert worden sei, der jedoch behauptete, nicht daran beteiligt gewesen zu sein. Unglaublicherweise war der Hauptprotagonist eines aufsehenerregenden Artikels des Miami Herald über die Auswirkungen der Kriminalitätswelle auf Little Havana, der in den Monaten zwischen der Razzia und der Einstellung seines Verfahrens veröffentlicht wurde, kein anderer als … Guillermo Tabraue, der die Schäden beklagte, die „die Bösen“, die mit der Mariel-Bootsflucht aus Kuba nach Florida gekommen waren, seinem Laden zugefügt hatten.

In dem Jahr, in dem Cicilia in die Tabraue-Tierhandlung eintrat, wurde ein weiterer Tabraue namens Jorge, der ebenfalls ein Geschäftspartner von Guillermo war, in Detroit zusammen mit einem Detektiv aus Dade County angeklagt, den die Bande angeheuert hatte, um „einen Großteil des in den letzten fünf Jahren in Michigan verkauften [Marihuanas]” über ein Netzwerk von Wohnmobilen und Wohnwagen zu schmuggeln. Ein Informant in diesem Fall sagte aus, dass die Bande ihr Gras in Louisiana vor den Augen der bestochenen Beamten der Küstenwache abgeladen habe. Dann, im Jahr 1985, wurde ein dritter Tabraue namens Lazaro zusammen mit Alberto Rodriguez, einem Zeitungsverleger, der (noch) eine weitere Säule der kubanischen Exilgemeinde war, angeklagt, weil er einem verdeckten Ermittler in der Nähe des Parkplatzes eines Juweliergeschäfts Kokain im Wert von 90.000 Dollar verkauft hatte. Und 1987 wurde das gesamte Verbrechersyndikat schließlich in einer behördenübergreifenden Razzia namens „Operation Cobra“ zerschlagen, in der Guillermo Tabraue als „Patriarch“ der Operation, sein Sohn Mario als „Vorstandsvorsitzender“ und Orlando Cicilia als „Frontmann“ und „Nummer zwei“ beschrieben wurden.

In der zehnten Woche des Strafprozesses gegen Guillermo Tabraue im Jahr 1989 erschien ein Mann namens Gary Mattocks vor Gericht und sagte aus, dass er vier Jahre lang Guillermo Tabraues Kontaktmann im DEACON-Projekt der CIA innerhalb der DEA gewesen sei. Mattocks war zuvor der Verbindungsmann des sandinistischen Überläufers Edén Pastora gewesen, einem produktiven Contra-Schmuggler mit Sitz in Costa Rica; beide waren während der verdeckten Ermittlungen gegen Barry Seal anwesend gewesen. Es gab Gerüchte, dass George Bush selbst Mattocks persönlich beauftragt hatte, das Verfahren zu stören.

Die Enthüllung, dass Tabraue ein Geheimagent war, war gleichzeitig die am wenigsten überraschende Enthüllung aller Zeiten und eine „atemberaubende Überraschung“, wie es Mario Tabraues Anwalt formulierte. Die Staatsanwaltschaft warf der Verteidigung vor, ihre „Bombe“ absichtlich bis zum Zeitpunkt der größten Wirkung zurückgehalten zu haben; der Richter warf der Regierung vor, „nicht zu wissen, was die linke Hand tat“. Es stellte sich heraus, dass Tabraue während seiner Zeit als Informant für die DEACON unter dem Pseudonym „Abraham Diaz“ operiert hatte, obwohl sein Status als Informant des Bundes bereits 1981 in den Nachrichtenberichten über die erste große Verhaftung Tabraues erwähnt worden war. Der Patriarch, damals 65 Jahre alt, wurde schließlich im März 1990 nach nur wenigen Monaten in einem Gefängnis mit minimalen Sicherheitsvorkehrungen auf der Maxwell Air Force Base freigelassen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Staatsanwalt der Tabraue-Bande, Dexter Lehtinen, einem größeren Fisch zugewandt: dem panamaischen Diktator Manuel Noriega, dessen Weigerung, sich wegen Drogenhandels und Geldwäsche selbst auszuliefern, die Bush-Regierung gerade als Vorwand genutzt hatte, um buchstäblich in das Land einzumarschieren. Sein Hauptzeuge war Ramon Milian-Rodriguez, der Buchhalter des Medellín-Kartells, der in den 1970er Jahren Manuel Artimes Protegé gewesen war und aussagte, er habe Noriega zwischen 320 und 350 Millionen Dollar gezahlt, um den Transport von Drogengeldern in mittelamerikanische Banken zu schützen.

Es gab einige Schwierigkeiten, als Milian-Rodriguez aussagte, dass er auch etwa 10 Millionen Dollar an die nicaraguanischen Contras geschickt hatte, zu Händen von Félix Rodríguez, in der Hoffnung, sich bei der CIA beliebt zu machen. Später behauptete Noriega, die CIA habe ihm mehrere zehn Millionen Dollar für seine Beteiligung an ihrem schmutzigen Drogenkrieg gezahlt – die Behörde konnte jedoch nur Belege dafür finden, dass sie ihm 330.000 Dollar gezahlt hatte. Aber im Allgemeinen war die Kampagne zur Invasion eines nominell souveränen Landes, um einen ehemaligen CIA-Handlanger für die Sünden der CIA zu opfern, bekannt als Operation Just Cause, ein so durchschlagender Erfolg, dass Giganten aus Trumps außenpolitischem Beraterstab wie Elliott Abrams und Brett McGurk die kriegsmüden Amerikaner öffentlich gebeten haben, zu verstehen, dass Panama und nicht der Irak oder Libyen ihr Vorbild für einen Regimewechsel in Venezuela ist.

Im Sommer nach der Invasion bekam Marcio Rubio ein Praktikum bei Lehtinens Frau Ileana, der Tochter eines weiteren CIA-nahen antikommunistischen kubanischen Exilanten, der gerade als erstes kubanisch-amerikanisches Mitglied in den Kongress gewählt worden war. Im Herbst desselben Jahres verließ er Florida für kurze Zeit, um ein „Football-Stipendium” in Missouri anzutreten, wechselte jedoch bald darauf an ein Community College, nachdem bekannt wurde, dass das College selbst eine „Fassade” für ein ausgeklügeltes Diplomfabrik-System war, um das Studentenkreditprogramm zu betrügen.

Rubio kehrte nach Miami zurück und blieb dort. Alle Bedenken hinsichtlich seiner Verbindungen zu einer gefährlichen Drogenbande wurden offenbar durch sein auffälliges politisches Talent ausgeräumt. Als er Ende der 90er Jahre für das Amt des Stadtkommissars kandidierte, spendete Jeb Bush für seinen Wahlkampf, ebenso wie eine Reihe von Führungskräften des Fanjul-Zuckerimperiums und eine Gruppe von Augenärzten, darunter (und wahrscheinlich unter der Führung von) der Augenarzt und ehemalige politische Strippenzieher Alan Mendelsohn, der später die erste Spendenaktion für Rubios erstes Sondierungskomitee für die Präsidentschaftskampagne veranstaltete. In einer der eher „typisch für Miami” Episoden der jüngeren Geschichte stellte sich heraus, dass ein mittelgroßes Schiff, das 2001 von der Küstenwache im Pazifik beschlagnahmt worden war, 12 Tonnen Kokain in seinem Treibstofftank versteckt hatte, zusammen mit einigen Unterlagen, die die Ermittler zu einem in Miami ansässigen Ponzi-Schema führten, das Erlöse von Drogenkartellen wusch und dessen Anführer wiederum Millionen in Mendelsohns verschiedene Stiftungen und politische Aktionskomitees gesteckt hatte, in dem vergeblichen Versuch, seine rechtlichen Probleme zu „lösen”. Doch während dieser Skandal Rubios engen Freund und zeitweiligen Mitbewohner David Rivera zu Fall brachte, der bei den Wahlen 2010, die Liddle Marco in den Senat brachten, in den Kongress gewählt worden war, blieb Rubio unbeschadet. Wie ein lokaler Politikberater Rubios Biografen erzählte: „Er war schon damals das auserwählte Goldkind.”